France, Spain · 27 Days · 85 Moments · September 2017

Lisa's Abenteuer in Spanien


21 October 2017

Die Paella war sehr lecker! Danach genoss ich die Atmosphäre sehr! Ich war unglaublich glücklich!! Gabi war mir wieder sehr nahe... Ich ließ viel Revue passieren und grinste über beide Ohren! Gott Santiago du bist einfach der Hammer!!! Es waren unglaublich tolle 8 Wochen!! Unglaubliche Momente, faszinierende Augenblicke, grandiose Menschen! Ich freue mich auf die nächste Tür durch die ich schreiten darf - mit neuen Abenteuer und Momenten! Danke liebe Gabi auf das vorerst letzte Glas Wein aus dem dann doch zwei geworden sind! Adieu Santiago! Ich danke Euch sehr liebe Camino's das ich euch radeln durfte! Ich bin bereit für eine neue Tür! *ich bau mir meine Welt, so wie Sie mir gefällt* Danke das Ihr mich begleitet habt! Lisa aus der Hängematte
Kurz die Beine hoch gelegt wollte ich nochmals in die Messe. Dort lernte ich Laurel kennen Sie kommt ursprünglich aus Amerika wohnt aber jetzt in Paris. Wir hatten uns viel zu erzählen bis die Messe anging. Heute war Sie ganz anders... mit ihrem eigenen Charme. Ein Vogel flog hoch oben umher. Ich beobachtete Ihn. Immer wieder flog er... Komisch, ich hatte das Gefühl als wäre jemand bei mir... Die Messe setzte fort und nach der Kommunion wusste ich wer es war. Gabi! Ich kniete vor der Bank und mir kamen die Tränen!! Es fühlte sich so an als würde Sie über meinen Kopf streichen... Es war ein angenehmes Gefühl. Nach der Kirche gab Laurel mir Ihre Kontaktdaten und wenn ich in Paris sein sollte, treffen wir uns. Eine sehr nette Frau! Ich hatte Lust auf Paella und schwupps kam eine Bar die genau das Anboten! Es war eine kleine Bar, Sie spielten Rock und ich fühlte mich pudelwohl! Paella wurde bestellt mit einem Gläschen Wein.
An tollen Gewürzläden vorbei!! Richtung Innenstadt. Ich bummelte durch die Geschäfte und genoss den Trubel. Der zum Glück sehr wenig wahr und ich gut damit klar kam. Und da war es!!! Ein Kleid das nach mir schrie!!!!! Wow ich probierte es an und es wollte nicht mehr von meiner Haut! Nun da war es wohl um uns geschehen... Mit einem strahlen im Gesicht und neuem Kleid in Rucksack zog ich weiter durch die Gassen. Mit einem Amerikaner kam ich ins Gespräch. Es war kein Pilger, aber er war sehr höflich und gut gelaunt. Unsere Wege trennten sich bei der nächsten Kreuzung. Ein Hundebesitzer kam mir in die Augen und ich sprach ihn an ob er heute nach Santiago kam "Yes" ich gratulierte ihm und wir sprachen sehr intensiv über den Camino. Er war eigentlich auch mit dem Bike unterwegs. Ihm wurde es gestohlen und so setzte er den Weg zufuß fort...mit seinem Wolfshund... ija gestreichelt habe ich den nicht! Ich bummelte bis Abends, besorgte ein paar Kleinigkeiten und kam wieder aufs Zimmer.
Heute Früh schlief ich erstmal aus... nun ja meine innere Uhr schmeißt mich halb9 aus dem Bett. Ich wollte mir heute ein Auto mieten für Fiesterre und Moxìa. Aber ich brachte es nicht ums Herz! Vor der Rezeption drehte ich um und ging wieder aufs Zimmer "Nein ohne mein Fahrrad kann ich das nicht tun!" Hört sich wirklich blöd an aber ich vermisse Es!! Mein Bike machte es möglich das ich jetzt hier in Santaigo de Compostella bin! Und ich bin ihm so dankbar das es so gut klappte!!! Nun dann ab in die Stadt. Zuerst telefonierte ich nochmal mit meinen Eltern. Es war schön Ihre Stimmen zu hören! Es gab ein "Ich hab euch lieb" und dann ging's ab zu Kaffee und Croissant. In einer netten Bar wo Geld an den Wänden lehnt. Das ist mir schon bei mehr Bars aufgefallen. Den Grund weiß ich bis jetzt noch nicht... Ich das ziemlich lange, schlürfte zwei Cappos und gönnte mir zwei Schokocroissants mit meinem Buch... schwupps war es auch schon Mittag. Ich packte mein Zeug und schlenderte aus der Altstadt.

20 October 2017

Es waren einige Pilger dazu gekommen, die Dunja und Arndt auf ihren Camino begleiteten. Eine tolle Truppe! Das Essen war gigantisch! Die dazu gestoßenen quetschten mich ziemlich aus da Sie von Dunja und Angst schon einiges hörten und ich war bekannt als "die Lisa aus der Hängematte" (das schrieb och Dunja damit Sie wusste wer ich war. Und schon hätte ich meinen Namen weg). Anscheinend ging einigen Pilgern fragen durch den Kopf als Sie mich sahen mit dem Fahrrad. Paul einer der dazugestoßenen ging es zumindest so. Er sah mich als ich wohl gerade mein Zeug auspackte für die Hängematte. Er fragte sich gedanklich "Was macht ein blondes hübsches Mädchen mit diesen Fahrrad hier..." Ich fand's ja schon gleich wieder süß:). Das Klischee der blonden.. Leider passte ich nicht in seine Schublade ;). Es war ein toller Abend und die Verabschiedung war herzzerreißend!! Man lernt Menschen 4 Stunden kennen und kommt so schwer los... Toller Tag!!
Nach der Messe ging es zum hl. Jakobus - irgendwie habe ich mir mehr erwartet - aber ich nahm mir die Zeit und teilte mit ihm einige Gedanken. Dann ging es raus in den Trubel. Die Stadt war voller Pilger und Tagestouristen die mit den Busen angescharrt kamen! Mit meinen Stadtplan stand ich verwirrt auf einem Platz. "Ach scheis drauf, die letzten 8 Wochen hatte ich keinen Plan wos hin geht" und drehte mich um. Tada wer stand hinter mir? Dunja und Arndt! Anscheinend soll ich heute wohl den Tag mit ihnen verbringen. Was ich auch sehr angenehm fand. Die Zwei sind Spitze! Wir gönnten uns die Spezialität von Galizien und schwelgten in Erinnerungen... Es war sehr interessant, Arndt hatte auf dem Weg auch eine sehr spirituelle Begegnung. Ich muss ihm zustimmen, der Weg ist wirklich besonders... Ich kanns jedem nur ans Herz legen diese Erfahrung zu machen!! Wir quatschten Stunden über Stunden. Und schon stand die Abendmesse an. Ich lehnte ab und traff mich mit ihnen Abends zum Essen.
Nach der Compostela ging ich nochmals in die Stadt und schrieb Dunja und Arndt an. Zwei deutsche die ihren 50ten auf den Camino frances gefeiert haben. Ich traff Sie immer wieder auf dem Weg. Dunja schrieb Sie seien in der Kathedrale und warten auf die 12 Uhr Messe. Nun dann, ab zu Kathedrale... eine Menschenschlange vorm Eingang! Ich war mit meinen blauen Rucksack unterwegs. Mit meinen charmantesten Lächeln nickte der Securitymann zu und half mir meinen Rucksack so klein wie möglich zu schnüren. Wow der Altar war ziemlich schlicht dagür glänzte es dahinter mit puren Gold! Als ich Arndt und Dunja sah kamen Sie mir entgegen und begrüßten mich mit einer sehr festen und herzlichen Umarmung. Endlich diese Umarmung nach der ich mich seit der Ankunft sehnte... Danach ging die Messe los. Es war fantastisch! Auch wenn man sehr wenig verstand aber das Feeling war genau das, was ich in unserer Kirche vermisse! Die Weihrauchkugel schwingte natürlich auch und es war grandios!!!
Um 15 Uhr landet am Sonntag mein Flieger von der Lufthansa in München. Hat jemand Lust eine glückliche Lisa mit unglaublich tollen Geschichten mit einer herzlichen Umarmung abzuholen? Lecker Essen zu gehen und sich vom Reisefieber anstecken zu lassen? Würde mich freuen :) Euere Lisa
Frühs aufgestanden um die Compostela zu holen. Draußen war es noch dunkel und es war doch leicht unheimlich durch die Stadt zu gehen. Überall alte historische Gemäuer. Langsam erwacht die Stadt. Als ich am Pilgerbüro ankam 10 Minuten nach Öffnung standen 30 Menschen vor mir. Der Amerikaner vor mir sagte gestern war es noch schlimmer! Nun Ja, sie ist ja auch umsonst ;). Als ich dran war ging es recht schnell. Er fragte mixh ob ich in Burgos gestartet bin. Oh, nein da habe ich mir nur einen neuen Pilgerausweis geholt. Mit Lindau wo ich meinen ersten Stempel bekommen habe, konnte er nicht viel damit anfangen... Nun ja so ein Distanz Zertifikat brauchte ich auch nicht. Ich war glücklich und zufrieden mit meiner Compostela. Es war schön Sie in den Händen halten zu können. Heute werde ich wohl mein Fahrrad zum Transport aufgeben. Fisterre und Muxìa hätte ich zu gern noch gesehen. Das wäre mein Persönliches Ziel in Spanien gewesen... aber vielleicht ergibt sich doch noch die Möglichkeit.

19 October 2017

Klitsch nass kam ich in mein Hostel. Ich beschloss heute nicht mehr raus zu gehen. Da ich noch Kartoffeln mit Quark hatte. Die heiße Dusche tat gut und ich flackte mich ins Bett. Mama rief an und wir redeten lange... Jetzt verstand ich einiges! Meine Tante ist heute gestorben. Der Filzengel galt Ihr! Und die Emotionalen Gefühle war wohl der Abschied von dieser wunderbaren Welt... Du warst eine tolle Frau! Ich werde dich lachend in Erinnerung behalten! R.I.P Liebe Tante Gabi ♥🌻♥
Als ich mich einigermaßen gefangen habe stieg ich wieder auf mein Fahrrad. Ich fuhr und fuhr mit den Tränen in den Augen. Der Regen wurde wieder stärker. Es ging weit in die Stadt hinein. Ich versuchte die Kathedrale zu finden. Mitten in der Altstadt lächelte ich wegen einer Taube. Eine Amerikanerin kam zu mir und sagte das es schön ist mich Lächeln zu sehen. "Ja ich bin angekommen" und die Tränen brachen aus! Die ältere Dame nahm meine Hand und schaute mir verständnisvoll in die Augen. Ich fragte nach der Kirche und Sie zeigte mir den Weg. Ich folgte den Weg und sogar 20 Treppenstufen hinunter hinderten mich nicht. Da musste mein Fahrrad jetzt durch! Und da war die Kathedrale! Die Tränen kamen noch stärker! Was hätte ich dafür gegeben um jetzt eine vertraute Person neben mir zu haben! Es war unglaublich genau heute vor 8 Wochen startete ich meine Reise!
Nach guten 2 Stunden packte ich die Sachen und fuhr weiter. Von einer Mülltonne vorbei trennte ich mich von den Dingen die ich zwar gerne an einem Camino Wegweiser abgelegt hätte aber wegen der Umwelt kamen Sie in die Tonne. Adieu Euthyrox, euch braucht kein Mensch!! Und weiter ging's am Weg... Ich kam an einer Sehenswürdigkeit vorbei die auf einer kleinen Anhöhe stand. Auch hier hatte ich das Bedürfnis was bestimmtes ablegen zu wollen. Jetzt im Nachhinein weiß ich wieso... Den Schutzengel den ich von meiner Mama bekam. Es war für mich sehr Emotional aber es fühlte sich richtig an! Der Filzengel konnte ins Tal und Richtung Meer blicken. Es kamen mir die Tränen aber das Bedürfnis den Engel ablegen zu wolle war zu groß! Deshalb tat ich es. Der Moment war einer der Emotionalsten Momente auf meinen Camino! Ich hatte irgendwie das Gefühl ich würde Abschied nehmen... ich brach Emotional zusammen! In einer kleinen Kapelle ließ ich die Tränen laufen...
Heute Morgen das Fahrrad regenfest gemacht und raus ging es in die kalt feuchte Luft 20 Kilometer vor Santiago. Ich trudelte vor mich hin, der Weg war matschig und einige steile Passagen waren dabei. Ich traf mich nach wenigen Kilometern mit Andresch. Er kam mit dem Auto von Santiago und wir tranken Kaffee. Zimba war ganz außer sich als er mich sah. Wir redeten über Santiago, Fisterre, Moxìa... er gab mir zum Abschied seine Jakobsmuschel. Da ich ja keine hatte. Mich freute es sehr! Danach ging es weiter durch den Wald die Luft war grandios vorallem mit den Eukalyptusbäumen! Ich beschloss für mich den Geruch etwas zu genießen und breitete meine Hängematte aus. Leider stellte ich kein Opferkorb davor. So viele Bilder wurden von mir noch nie gemacht!!! Jeder Pilger lachte und schoss zwei Bilder bis er fragte ob er ein Bild machen durfte. Die Attraktion des Tages! Ich genoss die Zeit schwenkte hin und her... Der Blick nach oben war verzaubernd!

18 October 2017

Der Weg ging weiter im Hinterland Spaniens. Die Atmosphäre war ganz anders wie am Camino Frances. Kein Torumismus, das wahre Leben Spaniens. Mit den Weintrauben am Zaun, die Kiwi neben an. Es waren die besten Weintrauben die ich jemals in meinen Leben gegessen haben. So süß!!! Ich packte mir etwas Obst für den Weg ein. Danach ging es nochmal bei Eukalyptusbäumen vorbei. Dieser Geruch war traumhaft! Ich ruppelte an den Blättern und nahm den Geruch eine Zeitlang an meinen Fingern mit. Kurze Zeit darauf kam ich wieder auf den Camino. Es fing an zu Regnen und ich stellte mich unter einem Baum schmierte mir ein Brot und schaute den Pilger zu die sich mit den Regenponchos abkämpfen. "Oh hi Lisa" ich schaute nicht schlecht als ich meinen Namen hörte und Kristina aus Norwegen stand vor mir. Och packte meine Sachen und begleitete Sie vis nach Pedrouzo. Dort suchte ich mir ein Bett und genieß die Ruhe.
Der Weg ging mitten durch den Wald. Ich hörte ihn schon plätschern. Kurz um die Ecke und da war er!!! Dieses Gefühl war unglaublich Das Wasser war eisig kalt Traumhaft!! Ich blieb ziemlich lange und genoss das Feeling. Dieser wunderbare Ort Diese Energie Die Vögel zwitscherten, das Wasser plätscherte, ich bin glücklich! Der Ort verzauberte!
Die Taiwaner waren sehr begeistert von meiner Reise mit dem Fahrrad, Gepäck, Hit und der strahlenden Lockenliesl. Wir hatten gestern Abend noch viel zu lachen und heute früh wollten Sie ein Erinnerungsfoto. Natürlich mit Hut!! Nach einem leckeren Frühstück und einem netten Gespräch mit Kristina aus Norwegen packte ich mein Fahrrad und beschloss den Camino zu verlassen. Ich schlug den Weg ein mitten durch Dörfer. Ohne Tourismus. Unglaublicher toller Natur. Der Nebel hing in den Tälern. Die Sonne kämpfte sich durch die Wolken und durch den Nebel. Langsam kam die Wärme der Sonne. Die Eukalyptusbäume reihten sich am Wegesrand... Mein Ziel kam i.mer näher und ich schwenkte vom Fahrrad auf Zu Fuß um.

17 October 2017

Der Weg heute war sehr schön! Bunte Blüten tolle Bäche (ja ich war natürlich im Wasser. Er war frisch aber nicht eisig. Diesesmal waren keine Krebse im Wasser, zum Glück :)). Die Aussicht war toll! In Arzúa sind sogar die Gullideckel mit der Muschel versehen. Auf dem Weg merkt man wie bedeutend der Weg war und immer noch ist! Toll das diese Tradition nicht verloren geht! Am Abend fing es wieder an zu Regnen. Es soll die nächsten Tage so weiter gehen. Bin gespannt. Ich hoffe morgen doch auf etwas Sonne. Möchte Santiago doch gern Bunt sehen!!
Nach einem reichhaltigen Frühstück und Sonnenschein ging es los Richtung Arzúa. In Spanien sind die Kirchen außerhalb vom Ort und ihre Gräber sind ganz anders wie bei uns in Deutschland. Ich finde es weniger persönlich andererseits hat man natürlich weniger Pflege... heute ging es viel durch den Wald. Die frische Luft nach dem Regen war toll!! Mir gingen viele Gedanken durch den Kopf. So schnell verging die Zeit! Jetzt bin ich 54 Tage schon unterwegs und knacke morgen ca 1800 Kilometer und knappe 20 000 Höhenmeter. Unglaublich!!! Soviel strampelte und schob ich mein Fahrrad das ganze Leben nicht! Vor lauter Gedanken knurrte mein Magen und es gab leckeren Salat mit Calamaris und wieder den unglaublich leckeren Santiago Kuchen!! Der beste trockene Kuchen den ich je gegessen habe!

16 October 2017

Die Nacht war sehr angenehm. Außer das Zimba irgendwann ins Bett kam und mir den Platz für meine Füße weg nahm! Er war aber ganz lieb und schlummerte mit mir bis um halb 9. Danach gabs Frühstück bei einem kühlen Tag, der Himmel war bedeckt... Andre's Worte waren heute " Zimba fall in Love with you" ja so kam es mir auch vor das kleine Schosshündchen. Er war aber auch total lieb und süß. Heute wurde er 2 Jahre. Mit Andre zu fahren war doch anstrengend. Schnell fuhr er nicht und jeder kleine Anstieg wurde geschoben. Ich kam nicht wirklich in die Puschen. Deswegen schleppte ich mich von Bar zu Bar von Kaffee zu Kaffee und von Snack zu Snack. Ich lernte den Santiago Kuchen kennen und er war unglaublich lecker!! Was es genau für ein Kuchen war weiß ich noch nicht aber ich werde es herausfinden! Morgen werde ich wieder alleine weoter fahren. Vielleicht sogar bis Santiago...

15 October 2017

In Portomarìn suchten wir uns eine Unterkunft. Zamba hat mich sofort ins Herz geschlossen. Ich ihn natürlich auch!! Wir aßen zusammen und genossen das Schauspiel von Wolken und Sonne... Leider schon wieder einen Rauchigen Geruch in der Luft. Morgen soll es aber Regnen. Hoffe ich zumindest für die Natur!
Der Weg wurde sehr holprig und steil. Ich schob und schob und schob... danach traf ich auf Andrè mit seinem Hund Samba aus Ungarn. Wir tranken einen Kaffee und unterhielten uns viel. Die Fahrt setzten wir zusammen fort. Wahnsinn wie Andrè unterwegs ist. Der hat gewiss 50 Kilogramm dabei!! Die Landschaft war unglaublich!!
Heute Früh war der Schock meines Lebens. Ich sah den Waldbrand auf 300 Meter Entfernung!! Sehr viel Rauch, heiß, und großen Respekt in den Augen. Mit Schutz vor den Mund musste ich durch den Rauch... im Oktober November Dezember sind die Waldbrände am schlimmsten in Spanien! Ich war um jeden Meter froh weniger Rauch vor meinen Augen zu haben. Die Luft wurde klarer und ich legte meinen Mundschutz ab. Um die Kurve rum sah ich wieder Rauch. Drei Feuerwehrautos sausten an mir vorbei. Um die Kurve rum war das Feuer direkt am Fahrbahnrand! Es war krass!!! Ich schaute doch ziemlich schnell das ich von dort weg komme!! Schob sehr viele Kilometer! Der Tag war schwül und der Rauch lag lang in der Luft... Der Weg wurde interessanter und lenkte mich von den Bildern im Kopf ab.

14 October 2017

1300 Höhenmeter heute gerockt... Bin schon im Schlarafenland... War ein unglaublich toller Tag! Viel Euphorie!!

13 October 2017

The best Dinner of my Life!!!
Ich finde es schade die Erfahrung machen zu dürfen das leider mehr als weit über die Hälfte zu der Gesellschaft gehört wie die zwei Damen. Umso mehr habe ich mich über die Chinesin gefreut. Ihr ein sehr herzliches Buen Camino gewünscht! Ich halte auch an meiner Einstellung Fest, vielleicht rüttelt es manche wach das der Weg dpch der angenehmere und liebevoller ist! Wer weiß vielleicht gleicht sich die Gesellschaft irgendwann aus! Ich würde es mir Wünschen!!!
Heute Früh machte ich mir meine Gedanken... in Pilgerhetbergen ist es bekannt das sie ersten um halb 5 gehen ich meist zu letzt und da zwischen alle anderen. Es ist immer wieder interessant wie unterschiedlich Menschen eingestellt sind. Heute war ich in einem 8 Bett Zimmer. Es war aber nur eine Chinesin und zwei ältere Frauen mit drin. Die Chinesin hörte ich heute morgen garnicht. Sie war schon am gehen als ich zum Frühstück kam. Die zwei Damen, ja ein gutes Beispiel, man kann sich garnicht vorstellen wie laut schon allein die Tablettenblister sein kann wenn sich jemand eine raus drückt! Abgesehen von Plastiktüten!!!! Ich bin ein Fall, auf Zehenspitzen schleiche ich mich aus dem Zimmer um ja keinen zu wecken... Und dann gibt es eben die jenigen, denen es egal ist ob jemand länger schlafen kann, darf... Beim Pilgern merkt man sehr die unterschiedlichsten Einstellungen von Rücksichtnahme und aufeinander Achten.
Am Tag passiert immer soviel das ich garnicht alles schreiben kann bzw vieles mir hinterher einfällt... In der gestrigen Herberge traf ich auf eine Schwedin. Sie hat mich total an meine Tante erinnert! Sie war doppelt so alt wie ich und fragte mich viel darüber aus wie meine Familie und Freunde über mich denken... You are a crazy Girl! Sie empfiehl mir unbedingt Schweden mit dem Fahrrad zu fahren. Am besten im August! Ich dachte kurz nach und merkte nächstes Jahr wär's ja perfekt da ich Ende Juli eh einen pflichttermin in Deutschland habe. Oh es ist wirklich toll frei zu sein und hinzukommen wo man will!! Obwohl es schon wieder schwer ist sich zu entscheiden. Wer die Wahl hat...
Garnicht soviel geradelt heute. Mehr geredet und genossen. War ein toller Tag!!

12 October 2017

Auch ich hatte irgendwie das Gefühl etwas hinlegen zu wollen. Meinen "Stein" den ich dabei hatte wollte ich irgendwie noch nicht ablegen. Deswegen nahm ich die Muschel von meinem Fahrradkorb und legte Sie zu den anderen Päckchens... Danach überkamen mich die Tränen! Ich wusste nicht wirklich warum aber der Moment war sehr Emotional für mich!! Ich fühlte mich auf einmal unglaublich frei und leicht! Ich flog bestärkt zu meinen Fahrrad und gönnte mir hier auf diesem Weg eine Pause in meiner Hängematte. Ich würde innerlich sehr ruhig und genoss das treiben. Was es war, weiß ich noch nicht. Aber ich bin gespannt... Nach einer Stunde zog ich weiter in eine sehr moderne Herberge. Gönnte mir ein Radler und machte es mir auf der Terrasse bequem. Danach musste Schokolade her. Der Kuchenwar sehr lecker und mein perfektes Abendessen für heute. Ich werde früh ins Bett gehen. Muss mich doch vom Höchsten Berg auf dieser Strecke erholen. Berigig gehen die geknackten 300 km nach Santiago weiter...
Vor mir zogen 5 Mountenbiker weg. Sie hatten einen guten tritt drauf den ich zwar Stand halten konnte, es aber nicht einsah da ich doch noch lebend oben ankommen wollte;). Die Straße schlängelte sich von links nach rechts. Immer wieder stieg ich ab und schob ein Stück. Langsam tat mir etwas das Hinterteil weh. Die Aussicht war gigantisch! Und die Schriftzüge ermutigten zu treten! Einen Mountenbiker der sein Fahrrad schob überholte ich. Sein Gesichtsausdruck war göttlich. Ich musste mir so das lachen verkneifen! Er schämte sich, glaube Ich, in Grund und Boden. Zwei Biker seiner Truppe schnappte ich auch noch und Sie bekamen durch Ihre heruntergefallen Kinnlake nur schwer ein Buenos Dias heraus. Endlich am "Gipfelkreuz" angekommen!! Ich war wirklich sehr sehr froh! Auf diesen Steinberg legten viele ihre mitgebrachten "Päckchen" ab. Es heißt ja man solle sich einen Stein mitnehmen und wenn die Zeit gekommen ist den "Ballast" ablegen und hier lassen...
Durch Astorga durch sah ich meine Freunde... die Berge... ija da kommt ganz schön was auf mich zu! Die Landschaft wird endlich wieder grün und bunt :)! Die Sonne heizt wieder ganz schön ein und ich beschloss Mittags einzukehren. Ich brauch definitiv Eiweißnachschub. Deswegen gab's Spiegelei Brot Cappucino und einen unglaublich leckeren frisch gepressten Orangensaft! Danach ging es weiter immer weiter... viel auf Asphalt aber immer ansteigend. Ich pustete heute ganz schön und wollte die nächste Herberge anfahren. Aber...wenn schon ein Reisebus davor steht... Nahm ich die 600 Höhenmeter und 10 Kilometer in Kauf!
Heute ging's wieder zeitig los. Als ich den Hügel neben mir sah (zweites Bild) kam es mir vor als würde ich zuhause im Hof stehen und auf die Schanz blicken. Unglaublich wie ähnlich es war!! Danach ging es auf Schotter weiter bis ich zu einem unglaublich tollen Self-Service Stand kam! Säfte, Obst, Kuchen, Kaffee alles was das Herz begehrt. Sehr liebevoll hergerichtet! Ein paar Kilometer weiter ging es wieder in die Stadt - Astorga. Tolle Gebäude und schöne Läden die alle zu hatten. Glaube heute ist in Spanien ein Feiertag. Wollte eigentlich Wasser kaufen aber dann müsste ich eben zur Tanke... Dachte nicht das ich heute weit fahre. Meine Muskulatur ist ganz schön mitgenommen von den letzten 1500 Kilometer die ich mittlerweile auf meinem Drahtesel sass. Unglaublich!!! Und das Fahrrad hält wirklich sehr gut durch!! Ich liebe es!!!

11 October 2017

Heute war es ein anstrengender Tag! Frühs durch die Stadt dann kam wieder viel Schotter wenig Schatten. Immer neben der Hauptstraße entlang. Durch Gestrüb durch da ich mich verfahren habe. Am Boden sah ich einen Jakobsanhänger ich nahm ihn mit und als ich die Pilgerin vor mir einholte fragte ich ob es Ihr Anhänger sei. Ich konnte das Danke garnicht zählen so oft Sie es gesagt hat! Schön Menschen eine Freude machen zu können!! Die Hoffnung hatte ich mit meinen Schuh auch... Falls ihn jemand findet einen gelb Frauen Salewa Schuh... der zweite hängt neben einen Schafstall im Baum. Hab ihn als mein persönliches "Päckchen" dort gelassen. Kann die Schuhe sehr empfehlen! Die Fusspilger waren heute sehr in sich gekehrt. Viele Gedanken... Bei mir war es heute ähnlich... ich fuhr auch nicht weit und fand bald für mich die passende Herberge. Komischer Tag heut. Aber doch mit einem Lächeln viele Menschen wieder positiv gestimmt :)

10 October 2017

Weiter auf dem Weg begleitete mich eine Wespe oder zumindest sowas ähnliches... Sie krallte sich schon einige 100 Meter an meine Hose, Sie wollte aber auch nicht weg. Dann nahm ich Sie eben mit. Bis Sie dann doch mal auf meiner Bluse sass und kurz vor León war Sie dann weg. Die Stadt war groß, viel Verkehr, tolle Gebäude und die Menschen sahen skeptisch aus aber nach einem Lächeln kamen auch ihre Mundwinkel nach oben und grüßten mich. Ganz untypisch... Die vorherigen Städter waren doch eher in sich gekehrt. Fand ich sehr angenehm von den Leóner!! Ich gönnte mir eine Cola dazu gab's einen kleinen Snack vom Chef. Sehr lecker! Ach ja heute viel mir auf das ich einen meiner Schuhe verlor. Wann? Weiß ich selbst nicht ob heute oder die Tage. Mich ärgerte es etwas da die Salewa Schuhe echt super waren! Aber an sich habe ich Sie eh das letzte mal in der Schweiz angehabt :). Morgen geht's noch etwas eben dahin und dann kommen sehr viele Höhenmeter auf die letzten Tage...
Danach ging's über den Eyecatcher in blau. Die Brücke diente um über den Kanal zu kommen der anscheinend leer war... Im nächsten Dorf trafen die Jakobswege wieder aufeinander. Gestern teilten sich die Wege. Ich nahm den richtigen Jakobsweg, der selten benutzt wird da die Infrastruktur nicht so gut gegeben ist (was ich auch erst jetzt weiß). Der andere Jakobsweg wurde wegen dem Tourismus 'verlegt' da er anscheinend durch größere Dörfer ging. Jetzt ist er wieder eins. Am Eingang des Dorfes sah ich wieder ein Haus, immer wieder staune ich über diese Bauart! Gegenüber war eine Wand mit einem Deutschen Artikel. Schon interessant wie die Menschen hier auf die verschiedensten Pilger eingehen... und die Graffiti's waren wieder unglaublich toll!! Das fand ich besonders schön - richtige Kunst in meinen Augen!!!
Heute konnteich zwar länger schlafen aber die Nacht war nicht besser. Mein Füßlein pochte ganz schön, mittlerweile weiß ich das es "nur" an der Muskulatur liegt. Was es auch nicht einfacher macht da ich meinen Fuß jeden Tag doch etwas beanspruche. Nun ja jedenfalls frühs aufgestanden und nach einem sehr Leckeren Cappuccino ging's los. Die Sonne war schon da und ich überholte Pilger die schon 10 Kilometer unterwegs waren... Danach war ich ziemlich alleine auf dem Weg. Ich bestaunte die Berge, es war eine unglaublich tolle Kulisse die Nordkette zu sehen. So nah Sie doch waren und auch ziemlich hoch und steinig! Mein Bodenbelag unter mir wechselte vom Teer wieder auf.... juhu Schotter!! Aber zum Glück doch relativ fester Schotter. Ein Zug fuhr an mir vorbei, er hupte und der Lokführer winkte mir zu. Ich kanns nur immer wieder sagen, die Menschen sind so herzlich und freundlich! Der Weg ging weiter und wo keine Farbe angebracht war gab es Zeichen am Boden. Sogar eine nette Sitzgelegenheit.

9 October 2017

Natürlich nicht abgeschlossen. Als ich wieder raus kam vom Laden hätte ich meinen persönlichen Wachhund! Das dann keiner ans Fahrrad geht war klar! Er war Gott sei Dank lieb sonst hätte ich selbst ein Problem an mein Fahrrad zu kommen ;). Ich setzte die letzte Etappe für heute fort. Der Weg gabelt sich an einer Kreuzung und ich fuhr Rechts... es war ein anstrengender Weg! Schotter mit viel Sand... Puh ein hartes Stück! Und nach 70 Kilometer war ich doxh echt ko. Endlich ein Dorf und eine Herberge!! Erstmal PAUSE! Göttlich! In der Herberge bekam ich ein Zimmer. Um mich lauter Kalifornier und einer aus Leipzig. Es war eine tolle Atmosphäre! Der Abend war sehr angenehm ich unterhielt mich viel. Bekam den ein und anderen Tip. Hier fühlt man sich wohl! Und das beste... Morgen ausschlafen!!!
Ich fuhr und fuhr, die Strecke war hart, wenig Schatten kaum Wasser. Die Fußpilger quälten sich sehr und Alex erzählte das es wohl das härteste Stück für Psyche und auch Physisch sei. Ja das fand ich auch! Die Sonne brannte herunter ohne eine Wolke am Himmel. Ich gönnte mir Mittags einen Kaffee und überlegte wie weit ich heute noch fahren werde. Die nächste Herberge wollte ich nicht nehmen, da es auf der Strecke sehr wenige gab und ich Sie den Fußpilger überließ. Der weiße Weg schlängelte sich durch die braune Landschaft... Ein Mädel denke in meinem Alter kam ziemlich fertig an einen Rastplatz an und fragte ob es hier Wasser gäbe. Ich zückte mit den Schultern. Sie schaute sich kurz um, dann bot ich ihr meins an. Sie war sehr dankbar und trank und trank und trank... ich hatte ja noch eine volle Flasche:). Es ging von Dorf zu Dorf. Die Einheimischen sind sehr nett, grüßen und ein Lächeln kam meist auch zurück! Ich suchte einen Supermarkt auf und stellte mein Fahrrad ab.
Die Nacht war nicht sehr toll, die ersten Pilger machten sixh früh um 5 schon los. Um Halb 7 stand ich auf und richtete meine Sachen danach gab's einen Kaffee. Lernte dabei Alex kennen. Er kommt aus Leipzig, wir tauschten uns aus über die letzten Tage. Danach ging jeder seinen Weg... Frühs ist es mittlerweile wirklich kalt! Handschuhe, Jacke, Socken... Im Dunkeln los ist für mich immer eine Herausforderung den Weg zu finden. Ich verfuhr mixh drei mal! Bis ich endlich den ersten Rucksack sah... Ab auf den Weg und auf der Schotterpiste entlang. Der Sonnenaufgang war traumhaft! Vormittags überholte ich die Pilger die mit mir in der Herberge waren und verbrachte die Zeit mit anziehen, ausziehen, anziehen, ausziehen. Und schwupps waren schon wieder 30 Kilometer rum. Auf dem Weg vergeht die Zeit so schnell und die Kilometer lassen sich strampeln... unglaublich!!

8 October 2017

Ich kam zu einer tollen Brücke und weiter auf dem Schotterweg... Links am Wegesrand waren einige kleine Bäume und ich beschloss meine Hängematte auszupacken. Die Nacht war eh nicht besonders gut. Das beste Croissant was Ich bis jetzt gegessen habe gönnte (und ich habe mittlerweile schon viele gegessen) Ich mir. Das gab es heute schon zum Kaffee und och musste nochmal eins mitnehmen! Ich nazelte eine gute Stunde packte meine Sachen und es ging am Kanal entlang Richtung Fromista. Dort suchte ich mir eine Herberge. Einen leckeren Salat mit meinem ersten Radler auf meiner Reise gab es heute Abend. Danach kümmerte ich mich nochmals um meinen Fuss dem das Fahrradfahren und das wenige gehen wirklich nicht geschadet hat.
Endlich wurde es etwas grüner und vor mir lag 1 Kilometer mit 12 % Steigung. Ich beschloss vorher ein kleines Päuschen einzulegen auf einer Brücke. Danach ging's los. Treten treten ok schieben schieben... ich legte mir Musik ins Ohr dann ging es ganz fix und die Aussicht war grandios!!! Die Abfahrt dafür zum Glück auf Teer und ich ließ mein Fahrrad rollen, der Wind tat wirklich gut!!
Sie taten mir sogar etwas leid als ich mit einem Lächeln und fröhlichen buen Camino an ihnen langsam aber sicher vorbei zog. Gestrampelt haben Sie wie die wilden... Beim Bergabfahren haben Sie es mir dann gezeigt ;). Langsam fühlte ich mich etwas orientalisch. Die Häuser, soviel Staub, alles so trocken... Der Weg veränderte sich kaum. Die Sonne brannte aber es war noch eine angenehme trockene Hitze. Gegensatz zu heute früh 5 Grad! Und jetzt wäre Bikini Wetter. Beim Kaffee lernte ich einen Kanadier kennen auch MTB'ler. Er wollte wissen wovon ich gestartet bin und nickte danach mit dem Satz das ich deswegen ein Trekkingbike und soviel Gepäck habe. Danach ging's weiter in die Staubige Natur. Die Menschen waren sehr höflich und die Fusspilger hörten mich schon von weitem mit meinen gerassel und gequietsche. Was nicht von Nachteil war! Frei Fahrt!!!
Heut früh starteten auf einen Schlag 80 Pilger. 15 davon mit dem Mountainbike und ich. Ein Trekkingfahrrad ist bei diesem Weg nicht üblich. Mountenbike mit maximal einen 30 Liter Rucksack wenn überhaupt meist nur einen 15 Liter Rucksack. Ein paar blöde Bemerkungen steckte ich gerne ein. Das zeigte mir nur das Sie sich doch etwas schäbig vor kommen. Eine Frau mit dreimal soviel Gewicht und weniger Federweg. Und Sie, die starken Männer die den einfachen Weg wählen. So wie es jeder braucht... Ich lächelte und fuhr meinen Weg der sehr monoton war von der Landschaft her. Viel Schotter! kleiner, großer, fester, sandiger Schotter... was es nicht einfach machte aber machbar. Zwei Mountenbiker zogen an einem Hügel vor mir weg, ein Pilger sah meine Anstrengung und schob mich sogar an das ich mich nicht abhängen ließ, schön wie Sie auf mich schauen:). Der Weg ging so weiter und so weiter... Am nächsten Hügel mit festeren Untergrund hatten die zwei Mountenbiker nix mehr zu lachen.

7 October 2017

Ich kam mit einen jungen Mann aus Polen ins Gespräch, habe seinen Namen vergessen. Er wollte eigentlich nach Marokko aber gelangte dann auch auf den Jakobsweg. Er schrieb auf DIN A4 Blätter tolle Sprüche und verteilte kleine Post it's. Wieso? Weil er den Menschen was mitgeben möchte und sich über ein paar Münzen freut. Er fragte mich nach meinem Anhänger den Neuseeland Dollar, er hätte sowas ähnliches aus Russland... was echt ein komischer Zufall war. Ich wünschte Ihm alles gute und zog weiter zur Herberge. Viele Pilger und jeder 5 mit dem Fahrrad. Aber keiner so beladen wie ich ;). Ich zog danach etwas durch die Straßen. Zahlte das erste mal für eine Kirche 1,50€ Eintritt. Schon komisch...erst nur verschlossene Kirchen und dann nur mit Eintritt und nein das war nicht die Kathedrale die am Bild zu sehen ist. Die war offen. In einem Gemeinschaftssaal sitze ich jetzt auf meinen Hochbett. Kümmere mich um meinen Fuß und werde bald schlafen. Die Tage wird's heiß bis 30 Grad...
Die Sonne scheint! Mein linker Fuß bzw Mittelfußknochen zicken etwas rum. Bin gestern beim Surfen wohl etwas blöd aufgekommen. Mal schauen vielleicht wird es übern Tag besser. Sachen gepackt Fahrrad runter getragen und los ging's. Etwas umhergeirrt kam ich schnell auf den richtigen Weg. Traumhaftes Wetter tolle Aussichten, ich genoss die Fahrt! In Bilbao fuhr eine Zeitlang ein Mountainbiker vor mir, 2 kmh für mich zu langsam. Wollte ihn aber nicht überholen da er beim Anstieg dann 2 kmh schneller war ;). Er fühlte sich aber etwas bedrängt, glaube Ich, deswegen fuhr ich langsamer und gönnte mir einen sehr Leckeren Toast mit Cappucino. Danach ging's ruck Zuck durch Bilbao. Endziel für den heutigen Tag war Burgos. Auch eine große Stadt, die Menschen waren aber nicht mehr so hektisch. Viele junge Leute. Und Sie hatten wohl wieder was zu feiern! Überall Musik, viel Alkohol und die Katalonische Fahnen...

6 October 2017

Sowas passiert mir so schnell nicht mehr! Die Wellen zeigten sich von ihrer prachtvollsten Seite und ich hatte größeren Respekt als vorher. Ich tastete mich langsam ran. Und zack stand ich auf dem Board! Der Eifer stieg und ich versuchte versuchte versuchte es. Wir kämpften alle... Dani sah unsere Kräfte schwinden und holte uns aus dem Wasser. "Schluss für heute, die Wellen seien heute etwas kompliziert" Wir dachten uns unseren Teil und waren dann doch froh als es rum war und vorallem nichts passiert ist. Wir fuhren zurück zum Hostel und ich haute mich nach einer heißen Dusche 2 Stunden hin. Fix und Fertig! Danach gabs leckere Nudeln, ein gutes Buch und Sonnenschein. Morgen geht's wieder ins Inland zurück zum Weg... Ich hoffe mit nicht zu großem Muskelkater ;)
raus ans Meer) und so geschah es. Das Wasser überspülte mich und ich war 10 Meter weiter draußen. Einer Schweizerin passierte das gleiche. Okay irgendwie raus aus dem Kanal!! Isi die Schweizerin war es recht unwohl. Ich versuchte Sie zu beruhigen "häng dich ans Brett und lass dich von den Wellen treiben, Versuch dabei weiter nach links zu kommen aber Kämpfe nicht zuviel, paddel ganz ruhig" den Satz 'Gegen das Wasser hast du eh keine Chance' Sparte ich mir. Es war wirklich ein komisches Gefühl soweit draußen im Meer zu sein mit 2 Meter hohen Wellen! Da kam dann auch langsam bei mir die Angst... aber hilft nix. Ich beobachtete die Wellen und paddelte nach links, Isi folgte mir da kam die Welle und rieß uns mit! So durchgespült wurde ich auch noch nie aber wir hatten wieder Boden unter den Füßen. Kurzes Durchatmen... wow so schnell kanns gehen! Wahnsinn wieviel Kraft Wasser haben kann. Ich raffte mich wieder auf und startete einen neuen Versuch. Die Kanäle sah ich jetzt schon von weitem.
Ja die Müdigkeit steckte heute früh noch in meiner Haut. Meine Arme waren schwer wie Blei aber ich freute mich auf die Wellen. Dani kam pünktlich wie ausgemacht und es ging los. Wir fuhren wieder zum selben Strand. Neopren an Board unterm Arm und runter ans Meer. Heute hatte ich ein anderes Board. Etwas schwerer und nicht mehr ganz so verzeihungsfreudig bei Fehlern. Der Wind wehte ziemlich kräftig und das Meer Puh ija tobte doch schonmal sehr gut! Aufgewärmt gingen wir ins Wasser. Die Wellen waren schnell und sehr kräftig. Ich versuchte mir einen Überblick zu schaffen da viele Wellen ineinander gingen. Ein zwei Versuche und ich wirbelte durchs Wasser. Die Anderen kämpften auch sehr mit den Wellen. Die Stärke der Wellen nahmen zu und wir trieben doch schnell nach links ab. Dani schickte uns immer wieder hoch... Wieder weiter ins Wasser wollte ich eine Welle nehmen. Vor lauter Eifer übersah ich den Kanal der Welle (dort bricht die Welle zuletzt und dieser Bereich zieht das Wasser wieder

5 October 2017

Erstmal duschen und eine halbe Stunde ins Bett. Danach ging's einkaufen und Essen. Abends ging ich mit die Schweizer Mädels ein Gläschen trinken. Tolle Gespräche, viel gelacht... Jetzt geht's ins Bett. Morgen früh rufen wieder die Wellen!
Die nächste Welle war meine dachte ich... Sie bäumte sich auf und brach jetzt kam mein Einsatz, rauf aufs Brett und paddeln paddeln paddeln!! Ich spürte die Welle und machte mich zuerst vertraut mit dem Gefühl der Welle, der Kraft, der Balance. Zwei drei mal... Dani gab mir zwischendrin immer wieder Tips. Dann wieder raus die Welle kam, rauf aufs Brett paddeln paddeln paddeln und der erste aufsteh Versuch. Zack lag ich schon im Wasser bevor ich mich überhaupt in die senkrechte bewegte. Dani kam wieder mit seine Tips. Nun gut ein paar mal ging es so und dann 'Lisa schalt dein Kopf aus' Welle kam - brach - ich paddelte und Zack die ersten Sekunden stand ich auf dem Brett. Geil!!! Ich freute mich riesig!! Die Motivation stieg ich schaffte es öfters als Gedacht was mich anspornte und auch echt fertig machte. Anstrengende Sache! Nach 3 Stunden ging es wieder zum Bus, Sachen verstauen und zurück zum Hostel.
Ijaaa heute mal Bilderfreier Tag... Morgens gab's seit langem mal wieder Müsli. Die Schweizer Mädels klopften an meine Tür und wir gingen noch kurz einen Kaffee trinken bevor es los ging. Als wir an der Metrostation warteten kam Sonja dazu, auch Schweizerin. Kurze Zeit darauf fuhr ein VW Bus mit Surfbrettern auf dem Dach vor und Dani steig aus. Ein witziger jung gebliebener Spanier. Sachen in den Bus und der Weg ging zur Bucht. Das Wetter war grau in grau und es nieselte leicht. Nach einer 10 Minütigen Fahrt ging's rein in den Neopren und die Bretter unterm Arm Richtung Strand. Tolle Kulisse. Rechts zogen sich lange Klippen hoch und links ragen große Felsbröcke aus dem Wasser. Dazu ein wildes Meer! Dani schickte die Anderen ins Wasser und mir erklärte er das Aufstehen und ein paar grundlegende Dinge. Dann dürfte auch ich ins Wasser. Ich sah die Mädels auf ihren Brettern stehen und war selbst jetzt ganz heiß darauf!!

4 October 2017

Was an sich nicht schlimm war. Mein Zimmer war im Vierten Stock ohne Aufzug. Im Erdgeschoss gab es keinen Raum für mein Fahrrad. Nun dann Gepäck hoch und das Fahrrad hinterher! Puh meine Oberschenkel machten langsam nicht mehr mit... Ich traf ein deutsches Paar, Sie diskutierten mit der Spanischen Frau. Anscheinend wollten Sie ihr Geld zurück und in ein anderes Hostel. Hmm... Ich fragte Sie auch über den Surfkurs aus. Wir sind wohl eine zusammengeworfene Truppe von Könnern, guten Anfängern bis mich...blutiger Anfänger.. Na das wird Spassig werden morgen :). Ich behielt meine Positive Einstellung trotz allem bei und verräumte meine Sachen. Danach ging es zum Strand! Oh ich hab das Meer wirklich sehr vermisst!!!!! Einkaufen und wieder ab zum Hostel. Dort traf ich zwei Schweizerinnen die auch morgen Surfen. Als Sie wussten das ich Blutiger Anfänger war kam nur ein "oh". Ich bin ja mal gespannt was mich morgen erwartet ;).
Heute ging's mit Sonnenschein Richtung Bilbao. Soll die Metropole sein!! Ich habe mir nicht viel davon angesehen. Verkehr und Menschenmassen sind mittlerweile nicht mehr meine Favoriten. Dafür muss ich wirklich in Stimmung sein, was ich heute nicht war. Die Fahrradwege führten gut durch die Stadt zur Promenade. Und da war es endlich wieder!! Wie konnte ich nur vom Wasser weg radeln! Ich machte erstmal eine Pause, genoss die Sonne und schmierte mir eine Semmel. Danach ging's weiter durch die Stadt, zwischen Autos und kleinen Gassen schlängelte ich mich durch. Immer der Blick Richtung Meer und ich freute mich schon total endlich wieder meine Füße reinstecken zu können! Mittlerweile war ich weg vom Fahrradweg und es ging auf Bulldogstraßen weiter. Bergauf, bergab, bergauf, bergab... bis ich endlich Plentzia erreichte! Ein kleines Vorstädtchen das etwas eingeschlafen wirkt. Ich kam an mein Hostel an und die gute Dame sprach nur Spanisch...

3 October 2017

Ich schaute den Tauben zu und die Menschen die vorbei zogen. Es tat gut einfach mal die Gedanken ruhen zu lassen und gerade nur hier zu sitzen und nichts zutun. Danach machte ich mich auf in meine Unterkunft, Nein es ist nicht die selbe wie letzte Nacht. Morgen geht's ans Meer... Ich gönne mir mein frühzeitiges Geburtstagsgeschenk! Ich freue mich drauf!!!
Das Herrchen dazu wollte mir behilflich sein da ich an der Karte von der Touristinfo am schauen war. Er konnte kein Englisch und ich winkte dankend ab. Er versuchte weiter zu gehen doch seon kleiner Freund wollte ungern von mir los. Ja ich hätte auch gern noch länger mit dir gespielt!!!! Als ich ein paar Straßen weiter schlenderte rief jemand, ich beachtete es nicht. Fühlte mich aber beobachtet und drehte mich um. Der Hundebesitzer kam auf mich zu und erklärte das sein Bruder Englisch kann falls ich Hilfe brauche. Ich lächelte ihn an und war ihm sehr dankbar für den Einsatz. Winkte wieder ab und ging weiter... zum Bahnhof und dann zum Busbahnhof... Der Magen grummelt und ich gönnte mir ein leckeres Essen. Mal wieder mit einer Flasche Wein... Die Spanier wissen wie man isst und genießt! Der Wein war leider sehr lecker ;). Mit einem kleinen Schwipps genoss ich die Sonne eine Straße weiter im Park.
Ein Wundervolles Frühstück wartete heute morgen auf mich. Kaffee, Marmelade, Ciabatta - sehr sehr lecker!!! Orangensaft, Gebäck, Müsli und Joghurt alles was das Herz begehrt! Danach Sachen gepackt und zum Fahrrad. Super die Tasche in meinem Fahrradkorb ist weg. Ich hatte kein gutes Gefühl... trotzdem ging ich zur Rezeptionistin. Sie weiß von nichts... Wieder zum Fahrrad. Es war nichts Materiell Wertvolles drin. Aber für mich Emotional Persönlich Wertvolles!!! Ich brach erstmal in Tränen aus - scheis Tag! Ich sehnte mich gerade einfach nur nach einer Umarmung!! Aber da muss ich jetzt durch. Fahrrad gepackt und Richtung Innenstadt. Ich fühlte mich innerlich leer, bekam die Gedanken nicht abgeschalten... Ein Telefonat mit einem guten Freund heiterte mich auf. Ich beschloss Richtung Bahnhof zu laufen, mit Musik im Ohr lief mir ein kleiner Schäferhundwelpe ca 15 Wochen alt zwischen die Füße. Und mein Herz blühte wieder!! Er war so goldig!

2 October 2017

Ich könnte soviel erzählen aber das würde jedesmal den Rahmen sprengen! Ich sass wieder auf dem Fahrrad kaufte mir nochmals Wasser und Abendessen. Danach ging's Richtung Herberge. Es gab Kartoffeln mit Quark. Eine heiße Dusche für die Oberschenkel und ein gemütliches Bett für mich!
Die Ziegen eroberten derweil die Baustellenführung und die Steigung ging los 12% Puh... nach ein paar hundert Meter stieg ich ab und schob ein Stück... Zwei Männer mit einem T3 Bus führen vorbei und hielten kurz vor mir an. Leider sprachen Sie kein Englisch. Sie wollten mir zu verstehen geben das Sie mich ein Stück mitnehmen könnten, ich winkte aber ab. Der Mann zuckte mit den Schultern und gab mir zu verstehen das ich bei der Abfahrt zumindest meinen Helm tragen sollte. Da ich mal wieder mit meinen Hut unterwegs war. Ich nickte und bedankte mich herzlich. Tolles Volk! Oben angekommen telefonierte ich mit meiner Mama Sie hat heute Geburtstag. War schön Ihre Stimme zu hören. Und danach ging's mit Fahrradhelm auf dem Kopg Richtung Tal! Die Aussicht war toll!! Jetzt weiß ich zumindest noch was auf mich zu kommt ;). Bei der Kirche rastete ich nochmals und machte meine Unterkunft ausfindig. Die Menschen hier in den kleinen Dörfern sind sehr freundlich.
Endlich mal aufgewacht und wieder umgedreht im Bett... Puh heut kam ich wirklich erst um halb 12 aufs Fahrrad... Es nieselte etwas und ich hatte nicht wirklich Lust die Stadt und das Gewusel zu erkunden. Ich steuerte den nächsten Supermarkt an, kaufte mir was zu essen und los ging es! In Vitoria Gasteiz führte durxh die ganze Stadt ein toller Fussweg was mir sehr hilfreich war. Die Wegmakierung fand auch wieder zu mir und der Nieselregen hörte langsam auf. Die Höhenmeter waren heute außer ein Verg garnicht so schlimm. Die Beine spürte ich trotz allem noch vom gestrigen Tag. Eine Pause lud an einem Bach mit Brunnen ein und ich machte endlich Frühstück und Mittagessen zugleich. Als ich mich wieder auf den Weg Richtung Miranda de Ebro machte gelangte ich auf eine Seitenstraße die neu geteert war. Die Sonne ließ sich mittlerweile auch blicken, was es anfangs angenehm machte aber dann doch ganz schön heiß wurde mit dem dunkeln Teer...

1 October 2017

Scheise und jetzt um halb5?! Ich schaute bei Booking.com um eine Unterkunft. Die nächsten sind erst 30 Kilometer entfernt. Oder ich fahre 10 Kilometer zurück. Was für mich nicht in Frage kam. Na dann, Zimmer gebucht und ab nach Vitoria Gasteiz! Für aufkommende Grummeln gab's Schokolade und alles war wieder gut!! Ich entschied mich für die Hauptstraße... neuer Belag kaum Höhenmeter wenig Autos und ein Seitenstreifen - perfekt! Die Reifen glitten über den Asphalt und für Fotos zwischendrin ist immer Zeit! Das Fohlen war großartig, so ein süßes Ding! Das Wetter klarte auf. Der Gegenwind ließ trotzdem nicht nach... ich fuhr und fuhr... die Zeit verging Rasend schnell und da stand ich auch schon in Vitoria Gasteiz. Knapp eineinhalb Stunden.. Daraufhin gab's Heiße Schokolade und Croissant. Meine Beine brauchen für heute nichts mehr und es ging ab ins Hotel. Duschen und Beine hochlegen!
Heute Früh um 10 nahm ich ein schnelles Frühstück zu mir. Bedankte mich herzlich bei der Wirtin und machte mich los. Es nieselte... den ganzen Tag... aber es war zum Glück nicht Kalt! Eigentlich wollte ich über einen Berg fahren aber bei der Wetterlage nahm ich doch den Weg außen rum so wie die Wirtin es mir auch empfiehl. Die Höhenmeter ließen heute nicht locker, die Landschaft muss hier Richtung Altsasu sehr schön sein! Bergig mit viel Gestein und toller Natur. Leider war es sehr vom Hochnebel bedeckt... in den kleinen Dörfern war auch immer ein Blickfang dabei. Heute wurde mächtig gefeiert wegen Katalonien und Ihrer Freiheit. Viele liefen mit Tracht herum und es gab Saus und Braus! Als ich in Agurain ankam suchte ich vergebens nach der Herberge. In einer Bar fragte ich nach, drei Männer fingen eine Diskussion wegen den Weg an, was sehr amüsant war. Aber sie bemühten sich danach mir den Weg auf englisch zu erklären. Sehr freundliche Menschen!! Vor der Herberge war leider alles zu.

30 September 2017

Ist auch schon wieder weg... Sowie meine gelbe Blume an meinem Filzhut, die war aber ziemlich am Anfang schon weg. Komisch... Neja solang mir das Fahrrad bleibt ;). Die Hühner hatten ihren eigene Brücke über den Bach und waren sehr erfreut mich zu sehen! Die Landschaft ging trotz Wolken und Regen sehenswert weiter. Als ich in Zegama an kam machte ich mixh auf den Weg zum Touristenbüro. Mit dem Aufzug nach oben kam etwas Herzklopfen auf. 1 Stock und der Aufzug fuhr über die Dächer von Zegama, Gott ich dachte schon er fliegt irgendwann oben raus!! Das Büro war natürlich geschlossen. Jetzt? Ich suchte ein Restaurant auf, die Dame war sehr herzlichen und bot mir einen Spezialpreis an. Oder ich könnte zu Pilgerherberge. Wenn Sie schon so nett war, nahm ich Ihr Zimmer mit einem hervorragenden leckeren Essen! Die Gläser waren riesig und eine Flasche Wein für mich. Das Restaurant war laut und voller Trubel, schön zu sehen wieviel Wert Sie auf Gemeinschaft und Essen legen! Tolle Atmosphäre!!
Der Weg führte durch ein tolles Gelände, wären die Wolken und der Hochnebel nicht würden gewiss einige Bergspitzen hervor treten. Ich machte eine kleine Rast auf einer Bank und genoss das treiben des kleinen Städtchens... Die Menschen werden immer freundlicher und aufgeschlossener umso weiter ich von dem Tourismus weg kam. Sogar die Polizisten ließen sich ihr Augenzwinkern nicht nehmen, der Charme der Spanier...(aber dann beschweren wenn man Sie nicht ernst nimmt;) Es ging immer wieder durch kleine Dörfer mit tollen Gemälden, Mauern oder Kleinigkeiten an der Wand! Es war zum Glück nicht kalt und der sprühregen hörte zwischendrin auch immer wieder mal auf. Eigentlich wollte ich nur bis Baisan fahren aber dann war ich doch auf den Weg nach Zegama. Am Kreisverkehr blieb ich kurz stehen und versuchte per Karte den Weg ausfindig zu machen. Ein Autofahrer der mir entgegen kam war schneller und Düfte mir beim vorbei fahren die Ausfahrt zu! Tolle Menschen!! Ach ja und meine Jakobsmuschel...
Ich schlief heute Nacht wie ein Stein und dachte erst um 10:15 Uhr auf! Was mich dann doch nixht störte, es regnete. Ich packte meine Sachen zusammen und fuhr in die Innenstadt nach Tolosa. In einem kleinen Kaffee erkundigte ich mich um die Spezialität der Stadt. Die nette Dame schrieb mir den Geschäftsnamen und das Gebäck Tajas y cigarillos auf. Ich folgte ihrer Beschreibung. Zwischendrin fragte ich nochmals eine Dame ob ich richtig sei. Sie sprach etwas englisch und ging mit mir bis zu dem Geschäft. Sie entschuldigte sich für ihr schlechtes englisch, ich widersprach ihr und sagte ihr das es für die jetzige Zeit in Spanien sehr gut englisch sprach. Sie freute sich sehr darüber. Ich wollte Sie zu einen Kaffee einladen aber dann war Sie auch schon weg. Einen Kaffee und die Spezialität Tolosa's gönnte ich mir. Und Ja, sehr lecker! Ähnlich wie die russischen cigarillos (oder wie diese Röllchen auch immer heißen)

29 September 2017

Aber mir sind die Bikes zu teuer zum ausleihen und ich verwöhntes Ding wollte auch nicht hoch strampeln. Höhenmeter habe ich noch genug vor mir... Die Graffiti' s sind echt klasse! Richtige Kunst in meinen Augen!! Man sieht sie in jedem Städtchen. Toll die Kunst sowas zu beherrschen.
Als ich in Tolosa ankam suchte ich erstmal die Touristeninfo. Ich verbrachte damit bestimmt über 30 Minuten. Doch das gelbe Schild mit dem schwarzen i war einfach nicht zu finden... dafür war es schonmal eine kleine Stadtführung. Die Gässchen waren sehr schmal, die Häuser dazu echt hoch aber toll durchzuradeln. Tolosa ist wirklich eine kleine aber schöne Stadt! Ich fragte einen jungen Herren ob er mir helfen könnte die Touristeninfo zu finden. Er drehte sich um ging 5 Schritte und zeigte auf ein Gebäude. Na toll so wie die beschriftet ist hätte ich sie nie gefunden! Bin auch schon zweimal daran vorbei gefahren! Perfekt ich holte mir Infos für eine Unterkunft und der man telefonierte auch gleich mit der Herberge. Perfekt, jetzt bin ich etwas außerhalb von Tolosa. Mit dem Blick auf einen 2158 Meter hohen Berg den sein Namen ich nicht mehr weiß... ein Bilepark soll es hier auch geben! Mich würde es ja sehr reizen mal wieder etwas Adrenalin zu spüren!
Ich kam an tollen Gärten vorbei und ich fand die Idee mit der Plastikflasche hervorragend!! In Andoain bekam ich endlich meinen ersten Stempel auf dem Via Bayona (über den Weg erzähl ich gleich mehr). Die Kirche war gigantisch groß und leider abgeschlossen. Wieso schließen Sie Gotteshäuser immer ab? Sonntags sollen Sie dann schon alle in der Kirche stehen... Ich verstehe es nicht, es macht das ganze auch etwas unsympathisch. Neja egal ich amüsierte mich dann mit dem Rollenden-Weg (wie nennt man sowas wenn es keine Treppen hat?!) Der Nutzen blieb mir etwas fraglich, außer das der Weg doch etwas steil war... Ich rastete ein wenig vor der verschlossenen Kirche und erkundigte mich weiter um meinen Weg. Es ging weiter nach Villabona, dort aß ich am Fluss meine noch vorhandenen Eier, etwas Brot und Marmelade. Ich schaute schonmal wegen der nächsten Unterkunft. Leider fand ich nichts und dachte mir 'irgendwas ergibt sich schon..'
Geschlafen wie ein Stein! Um Halb 10 aufgestanden da es vormittags eigentlich regnen sollte... aber es war Sonnenschein und schon bei 20 Grad. Das Frühstück war, außer den selbstgepressten Orangensaft und sehr leckeren Kaffee, sehr sporadisch mit zwei dicken toasts und Marmelade. Der Frühstücksmacher war aber sehr nett und bemühte sich um sein Englisch! Gegessen gepackt und das Fahrrad vor dem Lift geparkt. Der Frühstücksmacher sah es und fing ein nettes Gespräch mit mir an. Es ging um Wohin? Woher? Wie lang etc... Die Spanier, was ich bis jetzt kennen lernen durfte, sind die Männer um einiges höflicher und aufgeschlossener als die Frauen. Ihr Temperament lassen Sie einen gern spüren. Aber sehr schade mit den mürrischen Blick und kein Lächeln auf den Lippen. Ich lächle trotzdem, ab und an kommt auch eins zurück:) So rauf aufs Fahrrad und ich versuchte irgendwie wieder Schilder vom Jakobsweg zu finden... Gefunden! Man glaubt es kaum wie ein Schild Freude bringen kann!

28 September 2017

Ich glaube ich stand noch nie so lange unter der Dusche!!! Die Aussicht aus dem Fenster ist auch richtig toll. Aber ich vermisse doch die frische Luft und die ewige Weite der Natur. Fühle mich glatt etwas eingeengt;). Dafür ist das Bett traumhaft und ich werde hoffentlich schlafen wie ein Stein!
Wir bogen in einen großen Hof hinter einer Autowerkstatt ein. Und siehe da eine Pension! Ich stellte mein Fahrrad ab und der Herr kam auf mich zu. Entschuldigte sich mit einem doch gutem Englisch für sein vergessen das ich zwar eine Ktm habe aber natürlich ohne Motor... Ich winkte ab und wir fuhren mit dem Aufzug hoch. Wow sehr tolles Klima. Die Dame an der Rezeption war sehr nett und erklärte mir alles. Sogar mein Fahrrad holte ich mit ins Hotel! Sie gab mir sämtliche Karten für Aufzug und Zimmer. Ich sah nochmals kurz den Motorradrocker der ca im Alter meines Papa' s war und bedankte mich nochmal herzlich! Er Antwortete A strong brave girl with such idea you have to support!! Und grinste über das ganze Gesicht und ging. So und ich sprang unter die Dusche!
Der Weg ging weiter war anstrengend und ich beschloss in Astigarraga mir eine Herberge zu suchen. Die Suche war an sich erfolglos. Die Spanier sprechen sehr sehr sehr eigentlich kein Englisch. Und jetzt? Ein Motorradfahrer hielt neben mir an und in Zeichensprache verständigten wir uns wegen einer Unterkunft. Er deutete das ich Ihm folgen soll. Na gut, der gute Herr vergass aber das ich kein Motorisiertes Zweirad hatte!!! Er war weg... Der fährt wohl nicht oft im Konvoi! Nun stand ich da am Kreisverkehr und huiii wer rauschte da an mir vorbei? Der Biker er zeigte mir eine Drei. Ich deutete es als müsste ich die dritte Ausfahrt raus. Ich fuhr und er überholte mich und übte an einer langsamen Fahrweise. Es kam mir kurz in den Kopf ob es so geschickt ist einen fremdem Mopedfahrer zu folgen... Ich fühlte mich in keinem Moment unwohl deswegen folgte ich Ihm! Er hatte Schwierigkeiten nur ca 20 kmh zu fahren deswegen blieb er immer wieder stehen und wartete...
Ich war sicherlich 15 Minuten im Bach und griff die Situation wieder am Schopf. Ich stieg aufs Fahrrad. Irgendwie geht's schon weiter... uuuuuunnnndddd ja diese Richtung wurde mir von einem etwas unfreundlichen Hund gesperrt. Zum Glück noch bevor die Höhenmeter anstiegen. Ich dankte dem nicht gerade kleinen Kerl (Schäferhund Größe) das er mich vor den Höhenmeter bewahrt hat und drehte um. So Intuitiv bog ich an der Kreuzung nochmals ab. Und Tada!!!!! Endlich ein Jakobsschild! Gott war ich glücklich. Daraufhin gab's doch erstmal eine Pause. Wieder rauf aufs Fahrrad und der Weg führte durch kleine Gässchen mit tollen Aussichten. Ich fühlte mich wieder wie in der Schweiz. Heiß und Berge ;). In Oiartzun war eine unglaublich tolle Bibliothek, leider durfte ich nicht weitere Fotos machen. War allgemein ein tolles Städtchen.
Eine sehr angenehme Nacht und ein wundervoller Sonnenaufgang war heute früh zu sehen. Wie ich diesen Campingplatz Liebe! Ich machte mir wieder ein tolles Frühstück und traf eine junge Frau - denke ein paar Jahre älter wie Ich - am Campingplatz aus Karlsruhe. Wir kamen ins Gespräch und Sie gab mir haufen weise Tips für Portugal / Porto / Lissabon. Sie kam vom schwärmen garnicht mehr raus!! Oh ich freue mich jetzt selbst schon total darauf!!! Danach packte ich mein Fahrrad und es ging los. Nun ja wohin eigentlich genau? Ich versuchte erstmal aus Irun raus zu kommen. Und mein Handy schickte mich auf einen Schotterweg. Okay die Karte vom Touristenbüro brachte mich auch nicht weiter. Na gut einfach mal dem Weg folgen. So Kreuzung, kein Handyempfang und wie gesagt die Karte ist für'n Arsch... Ach scheiße, es war heiß bergig und ich hatte jetzt gerade keine Lust auf so einen Schmarn. Kleinen Durchhänger ... Ein Bach floss neben mir, okay erstmal etwas Kopf kühlen und nicht nach denken.

27 September 2017

Ab zum Strand! Seit gestern früh habe ich endlich eine richtige Jakobsmuschel. Die bekam ich von Maria mit der ich Essen war. Vielleicht habe ich aber noch das Glück und finde selbst eine. Im Supermarkt hätte ich es schon, aber paniert... Die Sonne tat gut und der Atlantik erfrischt ganz Schön! Ein Schokoeis habe ich mir natürlich auch geschleckt und danach ging's zum Campingplatz, es gab nochmals Kartoffeln mit Spinat und Ei. Mein Fahrrad wurde auch wieder beladen. Ha und da bekam ich die Katze doch aufs Bild! Leider nur von hinten... Der Tag verging heute irgendwie so schnell... jetzt ist schon wieder Sonnenuntergangszeit. Er war traumhaft!! So wie der Leuchtturm. Er erweckte doch glatt ein wenig Heimatgefühl nach Borkum! Ich liebe Leuchttürme!!! Jetzt ist es mittlerweile Dunkel und ich mach mich Hängematten fertig.
Ich habe noch nie so gut in meiner Hängematte geschlafen als heute Nacht. Es war garnicht so kalt. Der Himmel voller Wolken. Und beim aufwachen Blick aufs Meer was will man mehr... Zum Frühstück machte ich mir gekochte Eier, Salami, Marmelade und Kaffee gab's dazu. Danach entladete ich mein Fahrrad und machte mich auf den Weg Richtung Tourist Info und Strand. Das Fahrrad klappert ohne Gepäck ganz schön. Dann brauch ich zumindest keine Klingel bei den Straßen. Bei die Kurven merkte ich das fehlende Gewicht und musste doch hin und wieder aufpassen um mich nicht zu sehr in die Kurve zu legen. Der junge Herr an der Tourist Info konnte mir natürlich nicht weiter helfen. Er empfahl mir einen Supermarkt wo es auch hin ging. Aber leider ohne Kartusche... Danach viel mir das Sportgeschäft Deathlon oder so ähnlich ein. Die sind ziemlich gut aufs Zelten ausgelegt. Dort habe ich auch meine Luftmatratze gekauft. Morgen geht's nach Irun und besorg Sie mir dort.

26 September 2017

Jetzt werde ich unter Olivenbäume schlafen und das Meeresrauschen noch etwas genießen. Die Nächte bleiben vorerst trocken und morgen werdens bis zu 28 Grad. Ich freu mich auf Strand Sonne Meer und Eis...
Hondarribia ist sehr schön. Die Menschen sind sehr materiell eingestellt und heute war wohl nicht der Tag des Lächelns. Ich genoss es trotzdem und fand einen unglaublich tollen Campingplatz direkt am Leuchtturm. Mit der Aussicht Richtung Klippen lass ich einen Absatz von meinem Buch der mich zum Nachdenken anregte... Daraufhin beschloss ich mich auf den Weg Richtung Strand und Supermarkt zu machen. Ich fand tolle einsame Wege mit unglaublichen Aussichten auf Frankreich. Da würde mir erstmal klar wie weit ich schon an der Küste geradelt bin. Ich kanns ehrlich gesagt noch garnicht glauben! Die Zeit vergeht viel zu schnell!! Als ich wieder zurück kam machte ich mir Kartoffeln mit Frischkäse und frischen Rucola. Sehr lecker!! Hängematte aufgespannt und da lag ich und schrieb diese Zeilen. Man glaubt es kaum, die Campingkatze (Sie scheut leider Kameras) sprang auf mich und machte allen Ernstes ihr Bettchen. Ich bin so erschrocken das Sie freiwillig wieder ging.
Heute Nacht war eine sehr unangenehme Nacht. Ich hoffte auf erholsamen Schlaf aber Magenkrämpfe fingen gegen Mitternacht an. Konnte kaum mehr schlafen und irgendwann war es mir zu blöd und ich nahm eine Ibu. Ja Lisa greift zu Schmerzmittel und das freiwillig! Ich wollte doch nur 3 Std beruhigt schlafen... Leider half es nicht wirklich, der Kaffee früh morgens machte es etwas besser... Nachdem ich die Herberge verließ, kontaktierte ich eine Freundin und Sie empfohl mir Buscopan plus. Ich machte mich schlau welche Wirkstoffe enthalten sind und steuerte die erste Apotheke an. Leider hatten Sie nur Paracetamol (einer der Wirkstoffe) kann man ja nichts falsch machen. Wahnsinn Schmerzmittel für 1,31€!!! Nach drei weiteren Apotheken traf ich endlich auf eine englischsprechende Apothekerin. Sie empfahl mir Buscopan, Gott war ich erleichtert! Danach entschied ich mich das warme Wetter zu nutzen und die Stadt zu erkunden.

25 September 2017

Das Essen war hervorragend, ich war mit der Mutter Essen Maria heißt Sie. Gott Sie war so angetan von meiner offenen fröhlichen Art, Sie spendierte mir glatt das Essen. Wir erzählten uns vieles und tauschten uns aus über unseren bisherigen Weg. Danach ging es zur Herberge zurück. Wir köpften noch eine Flasche Wein, der am Camino Frances hergestellt wird, mit den Herbergsverwaltern. Puh langsam werde ich beschwipst. Spanien fängt schon gut an :)
Einige Fußgänger riefen mir Buen Camino zu und wünschten mir somit einen guten Weg. Man merkt sofort das der Pilger hier viel angesehener ist und noch an Wert besitzt. Die Spanier nutzten natürlich die Chance ein Gespräch mit mir anzufangen, hupten und grüßten... Puh an den Charme der Spanier muss ich mich wirklich noch etwas gewöhnen. Aber Sie waren alle sehr höflich und nett. Ich suchte die Herberge auf und davor standen ungefähr 20 Pilger... Wir waren zwei Biker davon... Es ging etwas wuselig zu aber ein Paar mit der Mutter nahm mich in ihre Obhut und schleusten mich gut durch. Sie sind wieder auf dem Rückweg und gaben mir gute Tips! Jetzt dann geht's zum ersten Pilgeressen... In Spanien bieten das einige Restaurants an für einen sehr guten Preis. Auch in Krankenhäuser wird man mit dem Pilgerausweis umsonst behandelt. Dieses Land ist mir jetzt schon sympathisch! Toll wenn Tradition noch so gewahrt wird!!!
Kaum ist man in Spanien wird auf den Jakobsweg hingewiesen. Fand ich toll! Ich versuchte mich zu orientieren und radelte los. Als ich wohl in eine Sackgasse radelte hörte ich hinter mir eine Dame auf Spanisch etwas Rufen. Ich verstand es natürlich nicht. Sie wollte mir sagen das es dort nicht weiter geht weil der Asphalt neu gemacht wird. Ich soll ihr folgen. - Es ist wirklich wieder eine Umstellung, neue Sprache, andere Mentalität ich bin gespannt...- ohne zu zögern folgte ich der Frau die etwa 40 bis 45 Jahre alt war. Sie fuhr ziemlich zügig. An jeder Ampel erzählte Sie mir etwas, ich verstand nicht das Wort aber den Sinn. Irgendwie schon komisch das man sich doch ohne Worte sehr gut verständigen kann!! Im Kreisverkehr bog Sie eine Ausfahrt weiter ab und wünschte mir alles gute. Eine sehr nette Frau. So kann Spanien gerne weiter gehen!