France, Spain · 15 Days · 37 Moments · September 2017

Lisa's Abenteuer in Frankreich


25 September 2017

Von Bordeaux aus war die Westküste wirklich sehr Sehenswert! Die Franzosen waren zu mir hilfsbereit und freundlich. Auch mit der Aussprache gab es letztenflich sehr wenig Probleme, Sie versuchten doch immer ihr bestes, so wie ich auch. Ich fühlte mich wohl und würde es jederzeit wieder tun!! Danke für diese tolle Erfahrung!
Die Nacht war sehr windig. Um Mitternacht verschanzte ich mich unter einem dichten Baum und blieb relativ gut trocken. Frühs nieselte es noch vor sich hin. Ich machte mir gemütlich Frühstück und wartete bis der Regen ganz nach ließ. Regensicher verstaut ging es zu einer Kirche. Sie war sehr dunkel, ein Mann spielte Orgel und ich widmete ihm meine Zeit. Es war eine Stimmung voller Gänsehaut. Der Weg führte entlang des Meeres der Blick ging immer Richtung Spanien. Irgendwie schon komisch auf französischen Boden zu stehen aber den Blick in Spanien zu haben.

24 September 2017

So Matte hängt und Regensicher wurde es auch gemacht. Im Hintergrund das Meer und Spanien. Bei Meeresrauschen wird jetzt geschlafen...
Unzählige Burgen kamen mir unter die Augen und Schiffe denen das nötige Wasser fehlt ;). Es ging hinauf auf den Berg und der Ausblick war toll!! Vor mir das riesen Meer... Ich genoss die Zeit länger als Gedacht. Ich ließ meine Gedanken schweifen und wollte garnicht mehr gehen... Aber vom sehen werde ich nicht satt ich muss heute unbedingt nochmal rein! Campingplatz gefunden, mit meiner Hängematte zwar etwas schwer einen Platz hier zu finden aber es passt perfekt! Blick aufs Meer was will man mehr... Jetzt geht's runter zum Strand. Als ich die Felsbrocken sah schoss mir sofort Neuseeland in den Kopf. Nein man kann es eigentlich nicht vergleichen...aber mich freute es trotzdem diese Kulisse zu sehen. Das Wasser ist wie die letzten Tage auch - sehr frisch! Aber hilft nix jetzt erstmal rein! Ach ja das Bild vor den Strand zeigt Spanien. Die langgezogene Zunge gehört schon zu Spanien. Und nein ich bin noch auf französischen Boden aber links von mir in 400 Meter ist die Grenze.
Die Nacht war wirklich warm! Kaum den Schlafsack gebraucht und es war ruhig außer die Naturgeräusche, glaub Grashüpfer waren es... aber sowas stört mich nicht. Im Gegenteil, schön wenn die Natur außen rum noch lebt. Aufgestanden angezogen Sachen gepackt und nochmals zum Supermarkt. Dann in Ruhe gefrühstückt auf einer Parkbank mit dem Blick zur Bucht. Ich radelte weiter und weiter... Es kamen landschaftlich sehr tolle Ausblicke! Die Höhenmeter nahmen auch wieder zu! In Saint Jean de Luz sah ich eine tolle Orgel, die hätte ich wirklich gern spielen gehört!! Jetzt gönnte ich mir diesesmal nicht nur Schokoeis sondern auch Erdbeer. Es war wie immer köstlich. Auch hier bezahlte man die Bechergröße und nicht die Kugeln. Ich genoss die Ruhe und es war heiß! Langsam sollte ich einen Campingplatz ansteuern und vorallem den Strand!!

23 September 2017

Die Ruhe war so unglaublich schön!! Dafür das Wasser doch recht frisch. Die Zeit am Strand genoss ich sehr und konnte wieder gut Kraft tanken. Als ich meine Sachen packte machte ich noch einen Abstecher zum Supermarkt und dann wurde bei Sonnenschein gegessen. Ein unglaublicher Ausblick! Das Meeresrauschen war echt laut aber man gewöhnt sich sehr schnell dran. Die Nacht wird gewiss warm und trocken bleibt es auch, ich freu mich auf eine erholsame Nacht.
Nun ja die Nacht war sehr laut von der Straße und dem Flugplatz. Dafür 20 € zu nehmen ist eigentlich echt unverschämt! Aber gut, man suchts sich ja selbst aus... gepackt und los ging es Richtung Waschsalon. Wir kamen von unglaublich tollen Aussichten vorbei. Mittlerweile merkt man die Nähe der Pyrenäen. Langsam bewältigt man wirklich wieder Höhenmeter... Im Waschsalon ging alles ganz fix. Wir radelten weiter und ich steuerte den nächsten Campingplatz an. Der war mir aber dann doch zu weit von Meer weg. Ich dachte Matthias bleibt dort aber nein natürlich klebte er an meinen Fersen... So jetzt war meine Geduld wirklich am Ende und wir gingen getrennte Wege. Er zog weiter nach Spanien und ich rastete auf einen unglaublich tollen Campingplatz! Die Bucht war wirklich traumhaft.

22 September 2017

Wie es das Schicksal so will... Okay einerseits hat er recht auf den Campingplätzen können wir wirklich die Hälfte sparen. Aber ich könnte mir auch unentschlossene Menschen sparen die Kilometer schruppen und ständig gwasseln. Egal ich ließ mich drauf ein und wir machten uns auf dem Weg. Wir kamen von einem unglaublich tollen Strand vorbei. Die Felswand mit dem Leuchtturm erinnerte mich total an Irland! Und endlich wieder ein Eis!!! Nach einer kurzen Verweilpause ging es zum Campingplatz. Der Pool war total angenehm da ich endlich ein paar Bahnen ziehen konnte. Eine heiße Dusche danach und dann gab's Kartoffelsuppe. Heute schlafe ich am Boden. Die Bäume sind ungeeignet für eine Hängematte. Mal schauen ob es die letzte Nacht in Frankreich ist. Laut Matthias Ja, für mich ehrlich gesagt noch nicht. Die nächsten Tage wird's sehr heiß, was will man auf dem Fahrrad wenn man Strand und Meer haben kann :)
Heute Früh aufgestanden, die erste Nacht in der Hängematte war ganz ok. Aber definitiv noch verbesserungswürdig! Ich packte alles in Ruhe zusammen, Matthias machte sich schonmal los auf den Weg zur Mediathek in Bayonne. Als ich aufs Fahrrad stieg war es wieder ein tolles Gefühl! Rum zu kurven wohin man will. Keine Kilometerschruppen. Toll!! Ich fuhr Richtung Tarnos kaufte dort für mein Frühstück ein. Baguette mit Salami und Cocktailtomaten - richtig Lecker! Mittlerweile war es auch schon Mittag. Weiter ging's Richtung Bayonne dachte ich... Irgendjemand hat sich den Scherz erlaubt die Fahrradschilder umzuschrauben und ich fuhr erstmal in die verkehrte Richtung. Wo ich dieses tolle Bad zu Gesicht bekam :). Nun ja gecheckt umgedreht und nach 15 Kilometer stand ich in Bayonne. Eine große Stadt aber die Kathetrale war sehr schön, da bekam ich auch endlich wieder einen Stempel!! Ich gönnte mir einen Kaffee und ein Croissant...und schwups wer erblickte mich... Matthias.

21 September 2017

Das Abendessen war natürlich fast serviert als ich wieder am Campingplatz war. Rahmkartoffeln gab's heute. War wie immer sehr lecker. Danach baute ich meine Hängematte auf und ab zum duschen. Es sind definitiv bis jetzt mit Abstand die heißesten duschen! Und es gibt wieder Klopapier auf den Toiletten!!! Sehr gut! In Frankreich ist Klopapier meist nicht am Campingplatz inbegriffen und wenn man sein eigenes hat darf es natürlich nicht im Klo landen sondern in einem extra Abfalleimer... Ja ich weiß, aber man gewöhnt sich schnell dran. So ich schlüpfe jetzt in meinen Schlafsack.
Ab zum Campingplatz. Matthias schlug sein Zelt auf und ich meine Hängematte. Wir aßen Croissants und etwas Brot. Matthias entschied sich für den Pool. Ich wollte zum Meer. Der Weg schlängelte sich durch den Naturschutz. Und da war es... Ich kann es immer noch nicht wirklich glauben am Meer zu sein! Ich sprang durch das Wasser, genoss endlich wieder die Ruhe und kam wieder gut zu mir. Und ja ich habe einen Sonnenbrand. Ich ging Stunden entlang am Meer und fühlte mich wieder Frei! Leider ein schlechtes Zeichen für Matthias der gerne mit mir weiter fahren möchte. Aber es ist Zeit Menschen im Leben weiter ziehen zu lassen, wer weiß wer als nächstes in mein bescheidenes Leben tritt. Ich freu mich drauf!!!
Frühs um halb 9 bei einem tollen Sonnenaufgang aufgewacht. Puh es war ziemlich frisch!!! Ich merkte das ich zu wenig Schlaf hatte. Matthias war auch schon wach und schnatterte los...puh 10 Minuten bitte 10 Minuten Ruhe. Die gab er mir - sein Glück ;). Nach leckeren Marmeladenbrot und Kaffee waren wir auch schon wieder unterwegs... in der Kette klebte der Sand. Wir fuhren und fuhren und verfuhren uns. Mir machte es nichts da ich sonst nie so einen Kastanienbaum gesehen hätte!! Danach ging's einkaufen und endlich Räder waschen! Dafür extra eine Zahnbürste gekauft. Da ich meinem Fahrrad mehr Pflege widmen wollte als nur Dampfstrahlen Eine Stunde später ging's weiter zu einigen Kirchen, leider kein Stempel...

20 September 2017

Schnell bekam ich wieder Besuch von einem Hund mit tollen Augen. Er blieb eine Weile neben mir liegen, bis ich mich zum Sonnenuntergang aufmachte. Wow der wirklich schönste bis jetzt!! Die Nacht wird Sternenklar ich freue mich darauf!! Bald wurde es frisch und wir schlüpften in die Schlafsäcke. Unter einem grandiosen Sternenhimmel schlief ich ein...
So endlich wieder wlan... gestern früh ging's los vom Campingplatz. Matthias liebt Croissants also ging's zum Bäcker und wer wartet da auf mich? Eine unglaublich weiche und sehr schöne Katze! Am liebsten eingepackt!! Croissants verstaut ging es weiter Richtung Fahrradweg und siehe da auch der Jakobsweg lässt sich mal wieder Blicken. Zelt entsorgt und an dem Tag fuhren wir nicht weit, wir wollten die Hitze und Sonne ausnutzen am Strand. Wir fanden einen Surfer Strand - nach Compostela muss ich mich auch mal an einem Brett üben!! Wir genossen die Sonne, und schlugen unser Nachtlager auch am Strand auf. Spanien kann man schon sehen und die Berge mit dazu. Matthias bekommt schon ein ungutes Gefühl ich habe darauf nur geschmunzelt und an die Schweiz gedacht... Es war ein toller Tag langsam wird es für mich nur anstrengend zu zweit zu Reisen. Ich merke das ich noch Zeit für mich brauche... So aber dann gab's leckeres Abendessen.

19 September 2017

Heute Früh gab's Nudeln mit Nutella, man glaubt garnicht wie lecker so etwas sein kann!!! Nebenbei zog ich eine Knoblauchzehe aus der Erde. Was man nicht alles findet... Danach ging's ab aufs Fahrrad. Nach 20 Kilometer kam der Erste platte Reifen. Matthias hat geflucht! Ich putzte nebenbei etwas meine Zahnräder...der Sand tut dem ganzen nicht wirklich gut. Nach dem wir wieder ready waren ging's weiter ins größere Dorf. Ein Fahrradladen zum Luftaufpumpen und nebenan eine sehr leckere Bäckerei. Croissants wurden eingepackt und nebenbei mein Schlafsack getrocknet. Es ist frühs doch sehr Klam und bei 7 Grad auch echt frisch aber warm ist mir immer! Ab zum Meer! Diesesmal war es kein Strand ohne Menschen uns aber egal. Die Wellen waren heute nicht so hoch aber das Wasser unglaublich!! Es ist einfach fantastisch!!! Abends ging's am Campingplatz. Roquefortsoße mit Nudeln, zuvor Karotten mit Dip. Und jetzt ins Bett.

18 September 2017

Weiter Richtung Meer entlang legten wir nochmal einen Stopp ein. Wieder in den Bikini rein und es ging sofort ins Wasser. Die Wellen waren gigantisch groß! Obwohl ich ja wirklich keine Angst vor Wasser habe, betrachtete ich Sie doch mit Respekt wenn so ein Monstrum auf einen zurollen kommt! Ich genoss es sehr, wirklich sehr! Wir hatten viel Spass am Strand! Eigentlich war geplant am Strand zu Zelten aber leider hingen doch zuviele Verbotsschilder aus und wir beschlossen zum 17 Kilometer entfernten Campingplatz zu fahren. Da ich mit einem Sternekoch unterwegs bin gab es in einem Gaskocher am Strand bei Sonnenuntergang und gutem Wein Lachsnudeln mit Cocktailtomaten. Es war perfekt! Ein toller Tag!
Heute Morgen bei trockenem Wetter aufgestanden, zuerst mal alle Sachen Richtung Sonne gezogen um die Feuchtigkeit raus zu bekommen. Danach gefrühstückt und mit Matthias ging's los Richtung Strand. Die Wege führten durch viel Wald was sehr angenehm zu fahren war. Nach zwei Stunden erblickte ich es ganz unverhofft - das Meer!!! Mit einem jauchzen musste ich sofort dort hin! Und es dauerte nicht lange bis ich mit Bikini im Wasser war. Endlich!!! Es war so traumhaft schön!!! Nach kurzem planschen beschlossen wir einzukaufen, da der Supermarkt erst um 15 Uhr wieder öffnete packten wir unsere klamen Klamotten aus und trockneten Sie in der Sonne. Eine Deutsche Frau kam auf uns zu ob wir nicht auf ihre Mopsdame aufpassen könnten währenddessen Sie einkaufen, anscheinend werden Rassehunde wirklich geklaut! Ich blieb eh bei den Fahrrädern und der Wäscheleine so widmete ich mich auch der kleinen etwas ängstlichen Dame...

17 September 2017

Ich lief und lief es war toll, wie lange war es her das ich so gedankenlos umherirrte. Die Natur in vollen Zügen genoss! Eine Pfütze nach der anderen hinter mir ließ, ich rannte als hätte ich nie etwas anderes getan! Der Wald bot sich an ein kleines Oberkörperworkout zu machen. Erstmal leicht vorgetestet und dann ging's ran an den Latissimus! Oh Gott ich muss unbedingt mehr für meinen Oberkörper tun! Danach ging's zum See, ein ausgiebiges Stretching dafür ist mein Körper jedesmal sehr dankbar... Der Regen kam mittlerweile auch wieder zurück. Ich genoss noch etwas die Aussicht und die Kastanien... Auch schmerzhaft wenn man diese Stachelschale von oben ab bekommt. Danach machte ich mich wieder zurück zum Campingplatz. Dort angekommen begrüßte mich ein Allgäuer Fahrradfahrer, ich schätze ihn mal auf Anfang 30... Er ist auch auf dem Weg nach Santiago. Wir unterhielten uns viel und tauschten gute Tips aus. Mal schauen vielleicht fahren wir ein Stück zusammen...
Die Nacht war wirklich sehr stürmisch und regnerisch! Aber ich bin trocken und standhaft geblieben! Mittlerweile bin ich auch das einzige Zelt, die anderen haben die Chance ergriffen und sind in Hütten umgestiegen. Ich wusste zwar das es diese Möglichkeit gibt aber der Reiz es zu testen war bei mir mal wieder zu groß. Es ist doch immer gut zu wissen ab wann die Materialgrenze erreicht ist. Ich hoffe aber auch das ich in solch einen Regen nicht mehr komme... Der heutige Tag begann natürlich auch mit Regen. Nach dem Frühstück zog der Himmel etwas auf und ich ging meiner eigentlichen Leidenschaft nach... Trailrunning... nur ohne Berge ;). Kaum war die Sonne da hatte es schnell 20 Grad. Ich entschied mich so wenig wie möglich anzuziehen, umso weniger kann nass werden falls mich ein Schauer überkommt. Musik ins Ohr und los ging es. Ich fand einen kleinen Weg der sympathisch aussah und folgte ihm.

16 September 2017

Mit Musik im Ohr und doch warmen Temperaturen beschloss ich den Regen den Kampf an zu sagen! Ich packte meine Schuhe zur Seite und ließ meinen Euphorischen Gefühlen freien lauf. Es war toll im Sand bei dieser Wolkenstimmung zu tanzen, das Wasser war auch angenehm warm! Eineinhalb Stunden später... Ja ich schaute selbst recht erstaunt auf die Uhr wie die Zeit verging. Es war toll!!! Der Regen kam zurück ich warf mir meine Jacke über und tanzte das Lied noch zu Ende. Dann ging's zurück ins Zelt und ich verstaute meine Sachen Regensicher. Danach stellte ich mein Fahrrad in die überdachte Terrasse damit ich die Plane komplett übers Zelt legen kann. Ab 5 Uhr soll's losgehen...Dauerregen... Etwas Respekt habe ich schon davor! Aber egal jetzt gibt's Nudeln mit Tomatensoße. Die Glasbehälter füllte ich mit heißem Wasser und warf Sie in den Schlafsack. Ich freu mich auf eine warme Nacht :).
Etwas Regen bekam ich ab aber nicht schlimm. Die Sonne kam raus und ich nutze die Chance meine Sachen etwas raus zu hängen. Es war nur sehr schwierig weil der Regen meist schneller wieder kam als ich meine Sachen weggeräumt hatte... Nach einer längeren Regenphase beschloss ich mich etwas hin zulegen. Zwei Stunden später war der Regen weg und ich ging etwas zum See.
Frühs aufgestanden und erstmal geschaut ob ich noch trocken bin. Jep, sehr gut! Das Zelt war innen etwas klam und somit der Schlafsack an den Füssen auch. Neja Sonne soll es ja am Nachmittag geben. Ich zog mich an, packte mein Fahrrad und es ging zum Aldi. Dort weiß ich zumindest einigermaßen was ich bekomme. Ich kam trocken an aber hinter mir brodelt sich schon wieder einiges zusammen. So was brauch ich alles? Da ich Hunger hatte hätte ich natürlich alles in mein Karton packen können! Aber ich musste doch etwas überlegen da ich Glasbehälter brauchte. Am Campingplatz gab es nur eine Mikrowelle und mit meinem Alugeschirr ist das keine gute Idee. Nudeln mit Tomatensoße geht immer! Spargel dazu und löslicher Kaffee - perfekt da hatte ich schonmal meine Gläser! Es gab viele ähnliche Produkte wie in Deutschland. Preislich war es, glaube ich auch ziemlich das selbe. Bezahlt und dann ging's zum Fahrrad. Ich wartete bis zumindest der große Regen um war...

15 September 2017

Dann ging es erstmal zum See. Den Namen ich nicht weiß. Wow es fühlte sich schon fast so an wie am Meer. Jetzt weiß ich wieso ich mich heute verfahren musste! Es ist unglaublich toll hier!!! Ins Wasser läuft man ewig rein... Ich ließ mir die Sonne auf den Bauch scheinen und war einfach nur glücklich!! Jetzt hoffe ich das mein Zelt die Nacht mit dem Regen Wind und Gewitter übersteht! Aber wenn meins absäuft haben andere schon längst ein Problem;)
Alles zusammen gepackt und weiter geht's Richtung Meer. Mal schauen wo es mich hin verschlägt. Die nächste Regenwolke erfasste mich voll aber es war nicht schlimm da es doch 20 Grad hat. Ich bin in Ychoux angekommen und da sah ich genau das, was ich niemals von Innen sehen möchte. Die Arena für die Stierkämpfe... Schlagartig wurde meine Stimmung bedrückt und mir kamen soviele Bilder von Stierkämpfen in den Kopf. Weg einfach weiter fahren... Bei der nächsten Wegkreuzung war ich zum Glück schon wieder weg von den Gedanken. Wer soll sich bitte da auskennen?! Neja jedenfalls gerade aus und dann kommt irgendwann ein Campingplatz. Nach ein paar Kilometer sah ich ihn und fragte nach ob für mich und mein kleines Zelt Platz wäre... Die Frau lud mich herzlich in ihr Büro ein und wir klärten gleich den ganzen Schreibkram. Es gab sogar einen Sonderpreis für Velofahrer. Sowas find ich Klasse!!!
In Frankreich sind wohl Parkbänke sehr rarr... Ich entschloss mich auf einen Parkplatz mein Frühstück einzunehmen und sass dabei am Boden mit der Sonne im Gesicht. Es war erstaunlich interessant die Menschen zu beobachten. Eine Frau kam auf mich zu, Sie hatte einen ernsten Blick, man sah ihr am das Sie im Leben schon viel durchgemacht hat. Ihre Mimik war sehr ernst. Sie sah mir in die Augen und der Blick sagte 'bettel jetzt ja nicht rum' oder so ähnlich zumindest nix poitives. Ich erwiderte Ihren Blick mit einem freundlichen Bonjour und lächelte. Die Schwarzhaarige Frau verlor Ihre starre Mimik, die Gesichtszüge wurden ganz weich und es kam ein leises Bonjour mit erhobenen Mundwinkeln. Es war ein schöner Augenblick und ein toller Moment dieser Frau etwas Freude zu bereiten. Als ich zum Himmel sah, zog die schwarze Wolke genau dort hin wo ich eigentlich heute Nacht schlafen wollte. Aber vor lauter schauen und treten fuhr ich natürlich nicht nach dem Weg.
Voll Verpennt, Marie die Hausherrin fuhr auf das Grundstück und ich sprang aus dem Bett. Die Nacht war frisch, richtig warm war's mir nicht wirklich und die Betten Stein hart. Ich fühlte mich wie auf meiner kaputten Luftmatratze... Nun Ja, anziehen Zähne putzen und weg war ich. Ich hoffte auf einen Bäcker um zumindest einen Kaffee genießen zu können. Weit und breit keiner zu sehen, ich radelte und radelte... Der Weg war sehr schön, keine Autos, verschiedenste angenehme Gerüche in der Luft. Und immer noch kein Bäcker oder Supermarkt! Also musste wieder ein Apfel her halten, nur leider hielt er nicht lange an. Nach 20 kilometer!!! endlich ich kann garnicht sagen wie sehr ich mich über diesen Supermarkt freute!!! Gott war ich dankbar! Ich kaufte mir ein Baguette und Salamisticks... obwohl ich eigentlich mittlerweile ohne Fleisch gut leben kann sind die einfach köstlich!!! Kaffee kam auch noch mit in den Einkaufskorb, zahlen und ich suchte mir ein nettes Plätzchen...

14 September 2017

Und da war Sie, eine Alte Kirche der Pilger. Sie wurde mir mehrmals ans Herz gelegt und es war wirklich eine tolle urige Unterkunft. Fahrrad abgestellt und ich nutzte die Zeit mit meiner Hängematte. Es ging Richtung Wald, diese Stille... Ich flanierte und schaute den Wolken beim vorüberziehen zu mit der Sonne im Gesicht. Langsam machte sich mein Magen bemerkbar und ich packte meine Matte. Als ich zurück kam, war ein junges französisches Paar eingetroffen. Bei mir gab's Nudeln und bei Ihnen Kartoffeln. Ein Gläschen sehr Leckeren Bordeux bekam ich ab und die Hunde gelüsten vor der Tür. Fertig mit dem Essen ging ich noch etwas raus und genoss die Stille. Jetzt sitzt die Hübsche Hundedame neben mir und bettelt sehr penetrant um meine Hände. Ich wollte doch etwas in meinem Buch schmökern... Aber mein tierliebes Herz lässt es nicht zu :)
Das war das unglaublich tolle Haus wo ich meine Nacht verbringen durfte! Weiter ging's von Le Barp nach Mons. Es waren nicht viele Kilometer da ich die Sonne sehr genoss. Die nächsten Tage gibt es viel Regen und Gewitter!! Die Landschaft war sehr grün und es ging weiter im Nationalpark. Langsam merkt man die Nähe der Küste durch den Sandboden und dem unglaublichen Wind. Es folgten glasklare Bäche und ständig ein wohlriechender Blumenduft in der Nase. Der Weg ging immer gerade aus. Am Rathaus machte ich halt. Kaufte mir nebenan Nudeln und Tomaten. Einige Menschen sprachen mich an, mittlerweile finde ich es Schade das ich nicht mal einen Smalltalk auf Französisch führen kann. Bei Englisch verneinen Sie meist. Es sind neugierige und freundliche Menschen. Im Rathaus fragte ich nach der Unterkunft und mir wurde sofort weitergeholfen. In dieser Ecke von Frankreich ist das Rathaus sozusagen die Touristeninfo. Weiter ging's nach Mons...

13 September 2017

Sie wohnt mit Ihrer Mutter ca 10 Kilometer außerhalb. Mitten umgeben vom Wald. Dieses Haus es war wow!! Ein Holzhaus im Stil von einer Loftwohnung. Eine tolle Terrasse und einen lichtdurchfluteten Wintergarten. Ich fühlte mich sehr wohl! Ihre Mutter (den Namen habe ich leider vergessen) hatte in der Schule deutsch und übte sich mit einzelnen Wörtern. Madeleine konnte gebrochenes Englisch. Ich wurde mit einem leckeren Wein und selbstgemachten Brot auf der Terrasse verwöhnt. Um mich rum Hühner Katzen und der süße Hund! Auch wenn ich Ihre Mutter wörtlich nicht verstand, wusste ich meist was Sie versuchte mir zu sagen. Es war ein sehr lustiger Abend, da wir viel über uns selbst lachten. Tolle Menschen!
Der Weg ging immer gerade aus... Mit knurrenden Magen blieb ich irgendwann am Wegesrand stehen und dachte mir das ich irgendwo noch einen Apfel hätte. Ich schaute kurz in meinen Rucksack und hatte ihn. Gott es war so ein genussvoller Biss!! Apfel verputzt weiter aufs Fahrrad und die Straßen hörten nicht auf kürzer zu werden. Langsam tat mir mein Gesäß weh... Endlich erblickte ich eine Ampel, das war ein gutes Zeichen. Als ich in Le Barp ankam erzählte mir die gute Frau vom Rathaus das am Mittwoch das Pilgerlager geschlossen hätte aber Sie wüsste eine andere Andresse. Sie telefonierte und es klappte. Ich wartete... Die Franzosen sind ein hilfsbereites Volk. Mit meinen 3 bis 4 Sätzen französisch bemühen Sie sich im Gegenzug sehr um ihr meist nicht vorhandenes deutsch oder relativ gutem Englisch. Das macht es oft angenehm. Sogar am Telefon klappt es meist immer irgendwie. So mein Taxi war da, Madlein holte mich ab, mein Fahrrad ließ ich am Rathaus und das Gepäck kam mit.
Heute Früh nach einem schönen Frühstück ging es für mich raus in den Regen um eine neue Luftmatratze zu kaufen. Es war ganz anders die Stadt frühs fast ohne Menschen zu sehen. Anscheinend herrscht hier in Bordeaux viel Gewalt. Zwei tote Tauben in der Fußgängerzone, eingeschlagene Fensterscheiben, umgeworfene Blumentöpfe... Viele Obdachlose... Ich fand meine neue Matte recht schnell und machte mich dann auf den Weg Richtung - ija ähm irgendwie halt erstmal raus aus der Stadt. Das ist wirklich immer das schwierigste die Städte... Als ich auf dem richtigen Weg war entschied ich mich nach Le Barp zu fahren. Es war heute sehr windig und der Regen hörte nur selten auf. Die Fahrradwege wechselten oft die Seiten. Nach einer Weile blieb ich stehen und hatte das verlangen nach ca 3 Wochen endlich wieder Musik zu hören. Die Stöpsel ins Ohr und die Fahrt ging los. Ich trällerte laut mit und der Regen machte mir nichts aus, im Gegenteil es war toll ich fühlte mich ziemlich frei.

12 September 2017

Ich schlenderte weiter und genoss die Atmosphäre. Es war sehr schön. Ich fühlte mich akzeptiert, frei und aufgenommen. Eine tolle Stadt! Etwas weiter hörte ich Blasmusik und als ich näher kam sah ich die Jungs. Gustave Brass Band hießen Sie. Wow es war laut und fetzig! Auch Ihnen widmete ich meine Zeit. Ein Mann Mitte 40 sprach mich an. Ich verstand Ihn nicht und englisch konnte er wohl nicht. Letztendlich verstand ich das er es unfassbar fand wie ich hier ohne ein Wort französisch zurecht komme. ' Ja das Frage ich mich auch ;)' So und nun bin ich wieder in der Herberge und freue mich auf einen neuen Tag.
Als ich nach etwas Suchen die Herberge fand, war ich überrascht. Sie bemühten sich sehr um die deutsche Sprache. Ich wurde herzlichst Empfangen! Dann ging es raus in die Stadt. Ich wollte ein Eis. Die Wahl hatte ich von 50!!! Eissorten. 50! Ich zählte es zweimal! Unglaublich die Franzosen. Es war sehr lecker bei 25 Grad. Ich schlenderte weiter die Straßen entlang. Überall kleine Läden... Ich war total fasziniert! Auch als ich in die Einkaufsmeile kam, es war toll!!! Junge Menschen, jeder mit seinem eigenen Look. Keine Vorurteile oder ein Hauch von Missachtung. Ich fühlte mich sehr wohl! Ein junger Kerl spielte Gitarre und Sang dazu. Es war perfekt! Er kommt nächstes Jahr nach Deutschland. Leider vergass ich ihm nach seinen Namen zu fragen...
Heute Früh ging's raus aus den Federn und ich stürzte mich in den Verkehr. Es war ein rasanter Ritt! Ich trat noch nie so kräftig in die Pedale nach jeder Rot auf Grünphase wie in Paris. Es ist lebensmüde dort mit dem Fahrrad zu fahren! Aber jetzt kann ich mir zumindest sicher sein das ich die breite meines Fahrrades einschätzen kann. So wie man sich dort zwischen die Autos durch schlängen muss. 7 Kilometer komplett durch die Stadt. Nach einer Weile hang ich mich an einen jungen Mann mit Rennrad hin. Ich konnte gut mithalten und er fuhr super Wege um schnell von A nach B zu kommen. Endlich am Bahnhof. Ich fühlte mich nicht wirklich wohl. Überall Militär mit Maschinengewehren... Ich war schon froh als ich im Zug war... Die Fahrt verging schnell und eigentlich graute es mir etwas wieder von der Stadt. Menschenmassen, Viel Verkehr...puh Paris hat mir eigentlich schon gereicht! Als ich Bordeaux ankam war ich erstaunt über weniger Verkehr und die Radwege waren nicht auf der Fahrbahn.

11 September 2017

Letztendlich war ich froh, ich brauchte bis zum Hostel eineinhalb Stunden komplett durch die Stadt. Ich hätte es im Dunkeln nie gefunden! Aber jetzt lieg ich im Bett. Mit einer unglaublichen Aussicht! Und ja Paris ist definitiv Sehenswert!!
Nach etwas zögern, fand ich relativ schnell zurecht und es ging los Richtung Kathedrale. Ich hoffte auf einen Stempel. Irgendwann fängt man wirklich an fanatisch auf diese Stempel zu werden! Viel Verkehr!!! Es war eine Umstellung zu der Schweiz den geregelten Radlwegen und rücksichtsvollen Autofahrern. Die Kathedrale war in Sicht und ich platzierte mich auf eine Bank und hörte einer guten Straßenband zu... als ich zur Kathedrale weiter wollte erinnerte es mich an Rom - Petersdom... Mein Gott es standen 100te von Leuten an! Unglaublich! Ich entschloss weiter zum Eifelturm zu Radeln. Wow ich hatte ihn irgendwie ganz anders in Erinnerung! Ich verweilte eine Weile dort und wollte den Eifelturm besteigen aber das Security Personal schickte mich mit meinem Fahrrad weiter. Es darf hier nirgends stehen... Na toll. Mit dem Gepäck wollte ich es nicht unbedingt in eine Seitenstraße stellen. Dann eben nicht, dachte ich mir.
Frühs ging es los Richtung Bahnhof von Genf nach Paris. Der Bahnhof war sehr einfach beschrieben durch den Zoll kam ich auch ohne Probleme. Nun ja dann kam der Zug. Drei Stufen mit schmaler Tür waren zu bewältigen. Ich ließ die Menschenmassen vor und klärte erstmal ab in welches Abteil ich musste. 11...okay als ich bei dem 11ten Abteil war, wurde mir bewusst wieso Frankreich kompliziert mit der Bahn ist was Fahrradfahrer anging. Okay mit Mühe und Not drückte, stopfte, ziehte, zerrte ich das Fahrrad in den Zug. Danach stand ich im Gang. Und Jetzt? Ahh ein kleines Abteil für Fahrräder wieder zwei Stufen und schmaler Tür! Langsam war ich etwas genervt... Diesesmal kam ein netter Herr und half mir das Fahrrad ins Abteil zu heben. Ein gutes hatte es, ich war allein und das Abteil war abgetrennt. Die Fahrt ging schnell rum und so stand ich in Pariiiisssss....