Guatemala, Belize · 73 Days · 43 Moments · November 2017

Tour durch Mittelamerika


24 January 2018

Tag 76 - Der Abschied. Nach drei Ländern, knapp drei Monaten und drei erklommenen Vulkanen endet unser Ausflug nach Mittelamerika. Nachdem wir unser kleines Packpuzzle erfolgreich gelöst hatten, aßen wir zum Abscheid noch einmal landestypisches Grillgut mit Kochbananen, Reis und Bohnen. Um 5 Uhr morgens machten wir uns auf zum Flughafen in Managua. Drei Flüge, eine gründliche Untersuchung der amerikanischen Sicherheits- und Landwirtschaftbehörden aufgrund zweiter nicaraguanischer Bananen und eine Bahnfahrt später erreichten nach über 20 Stunden das kalte Köln. Dies ist unser letzter Beitrag für diese Reise. Danke an alle... ... die uns mit kleinen und großen Wegbegleitern eine Freude bereitet haben. ... die sich um unsere Wohnung gekümmert haben. ... die uns virtuell und gedanklich begleitet haben. ... Mamas und Papas. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen! Inga und Lennart

22 January 2018

Tag 74-75 - Granada / Masaya. Für die letzten zwei Tage unserer Reise kehrten wir zurück zu unserer lieb gewonnen Unterkunft in Granada. Hier schlenderten wir durch die bunten Straßen unter strahlend blauem Himmel. Für einen Tag liehen wir uns ein Auto um uns in Masaya noch ein besonderes Souvenir auszusuchen und uns die umliegenden Dörfer näher anzuschauen. So konnten wir neben Hängemattenmanufakturen auch zahlreiche Keramik- und Holzwerkstätten bestaunen. Wir passierten außerdem die Hauptanbaugebiete für Mandarinen und Ananas. Abends fuhren wir auf den einzigen aktiven Vulkan der Welt zu dessen Kraterrand man ganz entspannt mit dem Auto fahren kann, dem Masaya. Verweilen darf man dort 15 Minuten. Angeblich wegen der Gase, vielleicht auch um mehr Touristen durchschleusen zu können. Seit etwas über einem Jahr ist hier wieder brodelnde Lava sichtbar was ihn zu einem sehr populären Ausflugsziel macht. Zu Zeiten des Diktators wurden hier Menschen durch Wurf in den Krater hingerichtet.

20 January 2018

Tag 72-73 - Ometepe. Die beiden Vulkane Concepción und Maderas verleihen der Insel ihre Form. In dem schmalen Stück zwischen den zwei Vulkanen verläuft ein kleiner Fluss durch eine Art Sumpfgebiet. Am zweiten Tag fuhren wir zu einem Kanuverlei nahe der Flussmündung in den See. Von hier aus paddelten wir erst ein Stück auf dem Nicaraguasee mit Vulkanblick, und bogen dann in den kleinen Fluss ein um dort Flora und Fauna zu erkunden. Begleitet wurden wir hierbei von zahlreichen Vögeln und Affen, die von unserem Lockversuch allerdings schwer unbeeindruckt blieben. Auf dem Heimweg machten wir noch einen Abstecher zu einer Sandbank die ein Stück in den See hinausragt und somit ein beliebter Ort zum genießen von Sonnenuntergängen ist. Hier ließen wir es uns auch nicht nehmen in dem größten Binnensees Mittelamerikas schwimmen zu gehen. Die Haie die hier angeblich im Süßwasser leben ließen sich nicht blicken. Auch von dem Kanalbauprojekt ist hier angenehmerweise noch nichts zu sehen.

18 January 2018

Tag 70-71 - Ometepe. Eine Insel mit zwei Bergen. Von Granada aus fuhren wir Richtung Süden zum Hafen von San Jorge um von dort per Fähre über den Nicaraguasee zur Isla de Ometepe zu gelangen. Nicht weit von unserem Ankunftshafen befand sich auch der kleine Flughafen der Insel. Hier holten wir Freunde von Lennart aus Köln ab, die auch gerade durch Nicaragua reisen und mit denen wir uns verabredet hatten die Insel gemeinsam zu erkunden. Zu diesem Zwecke liehen wir uns für den nächsten Tag 2 Quads aus. Mit diesen konnten wir eine ca. 80km lange Schleife um die beiden Vulkane und somit die gesamte Insel fahren. Aufgrund der Beschaffenheit der Wege wäre dies mit anderen Fahrzeugen streckenweise sehr schwierig oder nicht möglich gewesen. Zwischendurch machten wir eine kurze Wanderung zu einem Wasserfall am Hang von einem der beiden Vulkane. Hier fanden wir eine kleine Ruheoase abseits des von uns erzeugten Motorlärms und eine willkommene Abkühlung nach dem schweißtreibenden Aufstieg.

17 January 2018

Tag 68-69 - Granada / Masaya. Um die Stadt auch über das Zentrum hinaus erkunden zu können, liehen wir uns Fahrräder. So erreichten wir unter anderem das alte Krankenhaus welches um 1880 erbaut wurde. Heute kann man durch die Ruine schlendern und sich ausmalen wie es hier einmal ausgesehen haben mag. Bald soll das Gebäude angeblich restauriert und zu einem 4-Sterne Hotel umgewandelt werden. Einen Überblick über die Stadt verschafften wir uns neben dem Radfahren auch von Kirchtürmen aus und wurden zufällige Zuschauer eines kleines Glockenkonzerts. Am nächsten Tag machten wir mal wieder einen kleinen Ausflug: Per Bus ging es nach Masaya, dem Zentrum des Kunsthandwerks Nicaraguas. Dort besuchten wir einen schönen alten Markt, der einige Shopping-Versuchungen bereithielt. Am Nachmittag fuhren wir auf einen Aussichtspunkt über die Laguna de Apoyo in der wir vor ein paar Wochen schon einmal schwimmen waren. Der Kratersee entstand vor über 20.000 Jahren und hat eine Wassertemperatur von 28°C.

15 January 2018

Tag 66-67 - Granada. Vom Basecamp Bartola ging es per Boot mit drei mal Umsteigen zurück nach San Carlos, und von dort nach einigen Stunden Wartezeit weiter per Bus nach Managua. Hier wartete unser treuer Taxifahrer für das letzte Stück des Weges auf uns. Gegen 1 Uhr morgens erreichten wir unser Ziel: Granada. Hier startete Inga’s Nicaragua-Zeit 2010 mit einem Aufenthalt in einer Gastfamilie und dem Besuch einer Sprachschule, gefolgt von verschiedenen Hotel-Jobs bevor es nach ca. einem Jahr weiter nach Managua ging. Wir machten uns auf alte Stationen zu besuchen und Anlaufpunkte wie Kirchen, Park und Markt zu erkunden. Zwischendurch gab es guten Kaffee und zwecks Pausen konnten wir unsere gemütliche Unterkunft genießen, die wie viele Häuser dieser Stadt über einen schönen kleinen Innenhof verfügt.

14 January 2018

Tag 65 - Basecamp Bartola. Nachmittags versuchten wir auf eigene Faust uns einen Eindruck vom Dorf zu verschaffen. Dies stellte sich aber schwieriger als gedacht heraus, da die Höfe sehr weitläufig und versteckt im Wald lagen. Das Dorfzentrum bestehend aus Kirche und Schule konnten wir von unserer Unterkunft aus sehen und machten es somit zum Ziel unserers Ausflugs. Auf dem Rückweg kreuzte eine Schlange unseren Weg. Zurück am Basecamp erwartete uns wieder eine von drei Mahlzeiten, die jeden Tag frisch für uns zubereitet wurden. Nach dem Abendesssen fuhr auch unsere Köchin mit dem Einbaum nach Hause. Da im Laufe unseres Aufenhaltes keine anderen Gäste auftauchten, verbrachten wir auch diesen Abend alleine unter einem Himmel voller Sterne.

13 January 2018

Tag 65 - Basecamp Bartola. Heute machten wir uns zu einer längeren Wanderung auf. Mit dem Boot ging es weiter flussaufwärts. Nach einer knappen Stunde betraten unsere Gummistiefel wieder festes Land. Der Rundweg führte uns auf und ab durch den Wald, durch kleine Bachläufe und zu einem Wasserfall, wo wir uns bei einer Pause von der Anstrengung erholen konnten. Unterwegs begegneten wir vielen kamerascheuen Tieren wie Affen, Schildkröten, Tukanen, Papageien, und einem Faultier. Von dem hier lebenden Jaguar konnten wir leider nur eine Spur entdecken. Dass die Region vor einem Jahr von einem Hurricane getroffen wurde war noch deutlich sichtbar. Trotzdem konnten wir ausreichend Regenwald genießen.

12 January 2018

Tag 64 - Basecamp Bartola. Rund 20 Mitglieder der Gemeinschaft sind in dem Tourismusprojekt involviert und bieten den Besuchern verschiedene Aktivitäten an. Nach einem einstündigen Spaziergang durch matschige Regenwaldpfade kamen wir bei einem kleinen Hof an. In der Küche durften wir uns in der lokalen Schokoladenherstellung und als Tortillabäcker versuchen. Dabei wurden wir von der Küchendame und den Hoftieren beäugt.

11 January 2018

Tag 63 - Basecamp Bartola. Nach 15-minütiger Bootsfahrt bogen wir in den Rio Bartola ein. Da der Seitenarm vom Rio San Juan nicht sehr tief ist, stiegen wir für die letzten 6km in ein traditionelles Einbaumboot um. An einer besonders flachen Stelle mussten wir das Boot verlassen und sahen zu wie unsere beiden Begleiter es samt unserem Gepäck den Fluss hinaufdrückten. Unsere Station für die nächsten 3 Tage lag ein Stück oberhalb des Flusses. Inmitten einer Gemeinschaft von 30 Familien die sehr weitläufig auseinander leben, gibt es ein kleines Tourismusprojekt: Das Basecamp Bartola welches bis zu 6 Personen in Zelten beherbergen kann. Abseits der ausgetreteten Touristenpfade konnten wir hier in die Natur und Kultur eintauchen.

7 January 2018

Tag 61-62 - El Castillo. Unsere Gastgeberin zeigte uns den kurzen Fußweg vom Steg zu unserer Bleibe. Nach langer Zeit in Hostels genossen wir es dank AirBnB mal wieder ein kleines Zuhause zu haben um uns alltäglichen Dingen wie Wäsche, Kochen und einem Gang zum Frisör zu widmen. Von unserem kleinen Balkon aus konnten wir den Fluß beobachten, der im Laufe eines Tages unterschiedliche Bilder darbot. Auch hier gab es keine Autos oder sonstige motorbetriebene Fortbewegungmittel. Dass der Ort an zwei Stromschnellen liegt ist kein Zufall, sondern strategisch begründet: Von der hier erbauten Festung aus hielten die Spanier damals die Engländer zurück, die versuchten über den Fluß ins Landesinnere bis nach Granada vorzudringen. Dass sie an dieser Stelle mit dem Fluß selbst zu kämpfen hatten, erleichterte die Verteidigung der Wasserstraße. Den letzten Abend verbrachten wir damit Taschenlampen usw. zu laden um uns auf die kommenden drei Tage im Dschungel ohne Strom vorzubereiten...
Tag 60 - San Carlos. Hauptstadt des Bezirks Rio San Juan. Hier verbrachten wir eine Nacht in der wir uns von den letzten Tagen erholen und die Weiterreise planen konnten. Der namensgebende Fluss des Bezirks entspringt hier dem Nicaraguasee und verläuft Richtung Karibik zu großen Teilen entlang der Grenze zu Costa Rica. Dies hat schon zu so manchen Unstimmigkeiten zwischen den zwei Ländern geführt. Für uns ging es weiter nach El Castillo um von dort aus den Dschungel zu erkunden. Da auch dieses Ziel nicht an das Straßennetz angeschlossen ist, fuhren wir wieder Boot. Auf halber Strecke stieg eine Gruppe von jungen Männern in Gummistiefeln und bewaffnet mit Spaten und Macheten dazu, um sich ca. 20 Minuten später mitten im Nirgendwo absetzen zu lassen. Von unserer Sitznachbarin im Boot lernten wir, dass sie sich durch den Dschungel schlagen um unbemerkt die Grenze zu überqueren und in Costa Rica nach Gold zu buddeln. Nach ca. 2 Stunden erreichten wir unser Ziel: El Castillo.

6 January 2018

Tag 58-59 - Ein langer Reisetag. Wir verliesen nach über einer Woche die kleine Karibikinsel. Da es in den letzten Tagen sehr stürmisch war, fuhr jeden Tag um 6 Uhr morgens ein großes Frachtschiff Richtung Corn Island anstelle der kleinen schnellen Panga-Boote. Mit rund 100 anderen Mitreisenden dauerte die wackelige Überfahrt 2 Stunden. Doppelt so lange wie die Hinfahrt vor einer Woche. Auf Corn Island angekommen entschlossen wir uns gegen eine weitere 6-stündige Fahrt auf dem rauen Meer weiter zum Festland und zogen das Flugzeug als Transportmittel vor. Wir landeten nach 20 Minuten in Bluefields. Da die Stadt erst seit kurzer Zeit ans Straßennetz angeschlossen ist war auch hier das Boot Verkehrsmittel Nr. 1 um die Stadt zu verlassen. Wir fuhren weitere 2 Stunden nach El Rama und gönnten uns dort unser bisher mit Abstand günstigstes Hotelzimmer für 5,40€ direkt am Busbahnhof. Am nächsten Morgen um 4Uhr startete die 5-stündige Busfahrt nach San Carlos am unteren Ende des Nicaraguasees.

4 January 2018

Tag 56-57 - Little Corn Island. Mit einigen Spaziergängen erkundeten wir die Insel. Da diese nur 3 Quadratkilometer groß ist, brauchten wir dafür nicht sonderlich lange. Es gibt ein kleines Netz aus ca. vier befestigsten Wegen und weitere unbefestigte Pfade. Am Nordstrand lagen viele gestrandete Schiffe. Der Strom der Insel wird mit Hilfe eines Dieselgenerators erzeugt. Dieser versorgt einen Großteil der Insel aber nur von 13:00 - 06:00 morgens. Am letzten Tag vor unserer Abreise schnorchelten wir im Karibischen Meer und sahen sogar einen Hai. Aufgrund des stürmischen Wetters fuhren die schnellen Panga-Boote für mehrere Tage nicht zur großen Schwesterinsel. Unser Schnorchelausflug war aber von der Küstenwache freigegeben.

31 December 2017

Tag 53 - 55 - Little Corn Island. Der eigene Rücken und Schubkarren sind hier die einzigen Transportmittel. Es gibt weder Autos, Mopeds oder sonstige motorbetriebene Fortbewegungsmittel. Silvester versammelte sich ein der größte Teil der Touristen und ein Paar der 900 Einwohner in einer Bar am Hafenufer. Spontan beschlossen wir auf den ausgedienten Leuchtturm der Insel zu klettern. Unsere Verwunderung war groß, dass wir dort alleine mit Blick über die ganze Insel Silvester feiern konnten. Von da oben konnten wir auch das Feuerwerk über der größeren Schwesterinsel in der Ferne sehen. Die ersten Tage des neuen Jahres verbrachten wir entspannt am Strand.

30 December 2017

Tag 49 - 52. Little Corn Island. Nach 2 Tagen Zwischenstop in Managua machten wir uns auf zur Karibikküste um hier auf der kleinen Maisinsel ins neue Jahr zu wechseln. Der Flug von der Haupstadt auf die größere Schwesterinsel Big Corn Island dauerte nur eine Stunde. Von dort aus ging es mit einem kleinen Boot und ca. 50 anderen Passagieren nach Little Corn Island. Die 70km schaffte das kleine Boot in 45 Minuten. Eine Fahrt in der Wasserbahn im Freizeitpark beschreibt diese Überfahrt wohl am besten. Vorne wurde man bis auf die Unterwäsche nass. Unterdessen saß der hintere Teil des Bootes unter einer großen Plastikplane um den Regen und das Spritzwasser daran zu hindern ins Boot zu kommen. Der ein oder andere Mageninhalt schaffte es bei der Überfahrt ans Tageslicht. Ein Teil unserers Gepäcks wurde hierbei leider auch sehr nass, sodass wir die ersten Inseltage damit verbrachten allerlei Reiseutensilien zu trocknen. Unsere kleine Hütte liegt im Osten und damit auf der Windseite der Insel.

26 December 2017

Tag 48 - Leòn. Vulkantag. Diesmal ohne Übernachtung erkundenten wir den zweiten Vulkan unserer Reise. Telica liegt 1,5 Stunden Fahrt über unbefestigte Straßen entfernt von León. Sein letzter Ausbruch war 2016. Wir erreichten kurz vor Sonnenuntergang den Krater und konnten einen Blick ins Innere des Vulkans wagen. Hier stiegen uns schwefelhaltige Dämpfe entgegen und es brodelte hörbar. Nach einem kurzen Picknick am Hang des Vulkans inkl. Sicht auf die untergehende Sonne, gingen wir noch einmal hoch zum Kraterrand. Nun konnten wir sogar die Lava in der Tiefe glühen sehen. Mit Taschenlampen bestückt, liefen wir im Dunkeln wieder zurück zu unserem Ausgangspunkt und fuhren in die Stadt zurück.

23 December 2017

Tag 44-47 - León. Die Tage um Weihnachten herum verbrachten wir in León. Dort steht die größte Kathedrale Zentralamerikas. Deren begehbares Dach dient gleichzeitig als Aussichtspunkt. Daneben konnte man allerhand Plastik-Spielzeug für Weihnachten erstehen. Ein paar Meter weiter gab es diverses Fleisch frisch vom Grill mit landestypischen Beilagen. León wurde ursprünglich ca 60km von der jetzigen Stadt gegründet, wo es aber bei einem Vulkanausbruch zerstört wurde. Die Stadt gilt außerdem als Hauptstadt der Revolution, da hier damals die studentische Protestbewegung besonders stark war. Details zur Geschichte ließen wir uns im Revolutionsmuseum erklären. Heiligabend grillten wir mit anderen Reisenden in unserem Hostel. In dem Garten unserer Unterkunft lebten neben anderen Touristen ein paar Schildkröten. Am 1. Weihnachtstag machten wir einen Ausflug zum Strand. Der graue Himmel hinderte viele Familien aus der Umgebung nicht daran, den Tag am Meer zu verbringen.

17 December 2017

Tag 38-43 - Matagalpa. Bergfest. Die Hälfte der Reise ist schon vorbei. Wir verbringen ein paar entspannte Tage auf einer Kaffee Finca etwa 2km oberhalb der Stadt. Der Anbau, sowie das Ernten, Schälen und Waschen der Kaffeebohnen finden hier auf 200 Ha statt. Außerdem hat die Familie, welche die Finca in dritter Generation führt, 90 Kühe, 3 Bullen und bringt 2x am Tag frische Milch zum Verkauf in die Stadt. Die Unterkunft fanden wir über AirBnB und waren erst die zweiten Gäste. Die Familie war sehr nett und herzlich. Die Frau bereitete uns köstliche Mahlzeiten zu und mit dem Mann unternahmen wir eine 3-stündige Tour. Das Aroma des Kaffees ist von der Sorte, aber auch vom Boden und der Höhe abhängig. Geerntet wird von Dezember bis Januar. Obwohl eigentlich Trockenzeit ist, regnete es Tag und Nacht, was sich aber auf unserer überdachten Veranda als sehr gemütlich gestaltete. Außerdem gab es mehrere Stromausfälle und wir verbrachten manchen Abend bei Kerzenlicht.

15 December 2017

Tag 36-37 - Matagalpa. Partnerstadt von Wuppertal. Die Kaffee-Haupstadt Nicaraguas liegt in einem Tal an dessen Hängen seit Mitte des 19. Jhd. Kaffee angebaut wird. Die ersten Kaffeebauern waren Deutsche, die eigentlich auf dem Weg nach Kalifornien zur Zeit des Goldrausches waren. Sie pausierten hier und suchten im nahegelegenen Sam Ramon nach Gold und pflanzten unter anderem ein paar Kaffeebohnen im Garten. So entdeckten sie quasi durch Zufall einen Boden und Klima welche sich besonders gut für Kaffee eignen und verwarfen die ursprüngliche Suche nach Gold. Wir verbrachten die ersten zwei Tage in einem kleinen Hostel in der Stadt, tranken den bisher besten Cappuchino des Reise und schlossen uns den Feierlichkeiten zum 3. Advent an. Diese fanden im Park vor der Kathedrale mit Orchester, Chor, Feuererwerk und viel Essen statt. Die erste Strophe von Stille Nacht, Heilige Nacht und Oh-Tannenbaum wurden zu unserer Verwunderung auf deutsch gesungen.

14 December 2017

Tag 35 - Managua. Zeitlgeich zu unserem Besuch finden die zentralamerikanischen Spiele in Managua statt. In einem öffentlichen Park wurden wir Zeugen des Damen Tennis-Doppel Nicaragua vs. Costa Rica. Die Gäste schienen leider etwas überlegen, was aber auch schwankte je nachdem wer grade auf der Seite spielte die von der Sonne geblendet wurde. Für den Abend hatten wir Baseball-Karten (hierzulande Nationalsport). Nicaragua empfing Honduras. Aus Solidarität mit dem Land, das wir entgegen unserer eigentlichen Reiseplanung einfach „überflogen“ hatten, saßen wir auch eine Weile in der Kurve hinter dem Team aus Honduras (siehe Fotos). Der Abend im Stadion war unterhaltsam, auch wenn das Spiel an sich etwas unspektakulär schien. Dies lag entweder daran, dass Honduras leider kein einziger Punkt gelang, oder and der Sportart selbst, bei der es als Zuschauer-Neuling manchmal schwerfällt Pause von Spielfluss zu unterscheiden. Highlights waren ein home-run und die kiss-cam.
Tag 35 - Managua. Wir machten uns zu Fuß auf die Stadt zu erkunden in der 2 von 6 Mio Einwohnern des Landes leben. Auf dem Platz der Revolution steht die alte Kathedrale die seit dem Erdbeben 1972 nur noch eine leere Hülle ist. Die Restauration fand nie statt. Vielleicht auch weil die internationalen Hilfsgelder damals in die Privattasche des Diktators flossen. Unser Weg führte entlang reihenweise bühnenartiger Krippen sowie 20m hohen „Bäumen des Lebens“. Von diesen Kunstwerken wurden auf Wunsch der Frau des Präsidenten (auch Vizepräsidentin) mehr als 140 aufgestellt. Im zweitärmsten Land Mittelamerikas irritiert dieses millionenschwere Projekt uns etwas, zumal laut unserem Taxi-Fahrer die beteiligten Schweißer- und Sicherheitsfirmen Familienmitglieder der amtierenden Regierung (und einstigen Revolutionäre) sind. Jede Nacht sind die Bäume hell erleuchtet, in einer Stadt in der viele Familien sich Strom für ihr Zuhause kaum leisten können. Im Vorbeigehen machten wir einen der Bäume aus.

13 December 2017

Tag 34 - Managua. In der Haupstadt Nicaraguas sind die meisten Straßen namenlos. Nur die großen Verkehrsadern wurden mit einem Namen getauft. Nicaragua ist das Land der Vulkane und Seen. Die Flagge symbolisiert das Land (weiß) eingerahmt von zwei Ozeanen (blau). Hier hat Inga 2 Jahre gearbeitet und teilweise auch gelebt. Nachdem 1972 ein Erdbeben große Teile der Stadt zerstörte, wuchs die Stadt seitdem planlos weiter. Es gibt kein wirkliches Stadtzentrum und die Altstadt am Seeufer wurde nur teilweise wieder aufgebaut. Wir liefen viele Stationen von Ingas Managua-Zeit ab und fanden ihre damalige WG, das Fitnessstudio, den Mittagessenspot und ihr Büro. In dieses war mittlerweile ein Optiker eingezogen. Auf der Straße konnte man kleine Hundewelpen kaufen. Da wir uns ja eigentlich auf einer Baby-Besuchs-Tour durch Mittelamerika befinden, durfte ein Treffen mit einer Freundin inkl. Nachwuchs natürlich nicht fehlen.

11 December 2017

Tag 32-33 - Belize. Der Tag des Abschieds kam nah. Einen Tag nach dem 2. Advent saßen 3 Deutsche an einem karibischen Strand in Belize und aßen ein leckeres koreanisches Barbeque. Verrückte Welt. Unsere geplante Reiseroute sollte uns eigentlich weiter nach Honduras führen. Nach den dortigen Wahlen vor 2 Wochen kommt es aber immer noch zu Ausschreitungen und Straßensperren. Die Regierung hat den Ausnahmezustand inkl. nächtlicher Ausgangssperre ausgerufen. Wir entschlossen uns Honduras beim nächsten Besuch zu bereisen und buchten uns einen Flug von Belize City über El Salvador nach Nicaragua. Mit einem kleinen Ziwschenstopp in Belmopan, der Haupstadt von Belize, brachte uns Wolfgang am Dienstag zum Flughafen in Belize City. Nachdem die eigentliche Haupstadt Belize City von einem Hurricane zerstört worden war, wurde 1970 Belmopan weiter im Landesinnern zur Haupstadt ernannt. In der Stadt leben 20.000 Menschen und nur eine Kreuzung ist mit einer Ampel ausgestattet. (siehe Foto)

9 December 2017

Tag 30-31 - Belize. Das Wochenende des „End of the World“ - Marathon stand an. Den Samstag vebrachten wir mit Vorbereitungen. Dazu gehörte Müll aufsammeln entlang der Strecke, das Verteilen von Wasser, Orangen und Bananen an die Verpflegungsstationen und der Aufbau der eigenen Station zusammen mit den Nachbarn vor der Haustür. Der Sonntag begann um 05:00 morgens. Der offizielle Start des Halbmarathons mit ca. 200 Teilnehmern war um 05:30. Noch in der Dunkelheit erreichten uns die ersten Läufer und wurden von uns fachmännisch versorgt (siehe Fotos). Nachdem auch die ca. 50 Teilnehmer des eigentlichen Marathons uns passierten, machten wir uns mit geliehenen Fahrrädern auf den 20km langen Weg zum Ziel. Jeder Läufer der die Ziellinie passierte wurde mit einer Kokosnuss empfangen. Auf dem Rückweg stoppten für einen typischen Mittagssnack der aus Huhn, Reis, Bohnen und Krautsalat bestand. Abends besuchten wir ein kurzweiliges Weihnachtstheaterstück in einer Strandbar.

6 December 2017

Tag 28-29 - Belize. Einen Tag verbrachten wir auf einem Katamaran und segelten auf das Meer hinaus um zu schnorcheln. Der Hinweg war etwas regnerisch und stürmisch. Als wir ankerten kam endlich auch die Sonne raus und wir konnten in zwei kleinen Riffen Fische, Seesterne und Muscheln bestaunen. Am Folgetag unternahmen wir einen Ausflug auf die naheliegende Bananenfarm. Hier wurde uns bei einer 2-stündigen Tour gezeigt wie die Bananen in die Kiste kommen. Die komplette Farm ist mit einem Schienensystem ausgestattet auf dem die Stauden transportiert werden. Am Abend war der Himmel voller Sterne.

3 December 2017

Tag 24-27 - Belize. Die vergangenen Tage verbrachten wir mit größeren und kleineren Ausflügen. Manch einer führte nur auf den hauseigenen Steg, auf dem man so manche Stunde verweilen kann. Andere Ausflüge führten uns etwas weiter ins Landesinnere. In jedem Haushalt und auf jedem Tisch der Restaurant hier steht in Belize eine scharfe Soße namens „Marie Sharp“. Wir besichtigten die Fabrik und konnten den Herstellungsprozess nachvollziehen. Die kleinen Fläschchen werden mittlerweile bis nach Japan exportiert. Leider durften wir hier keine Fotos machen. Nach einem kleinen Mittagssnack fuhren wir dem Hummingbird Highway (Kolibristraße) knapp 2 Stunden Richtung Norden und erkundeten nach einem kurzen Spaziergang durch den Regenwald die St. Herman‘s Höhle und das gleichnamige Blue Hole im Nationalpark. Auf dem Rückweg kauften wir einen Sack mit 100 Orangen für grade einmal 5 US-Dollar und genießen seitdem jeden Morgen frischen Orangensaft.

30 November 2017

Tag 21-23 - Belize. Über das Karibische Meer verliesen wir Guatemala und machten uns auf einen langjährigen Freund von Ingas Vater in Belize zu besuchen. Wolfgang sammelte uns am Dock in Punta Gorda auf und wir fuhren in sein Haus auf einer Landzunge Namens Placencia. In der Gegend wird im Moment viel gebaut und so manches Bauprojekt wartet schon lange auf seine Vollendung. Die ersten Tage verbrachten wir mit der Erkundung der Halbinsel, dem Dorf Placencia und dem hauseigenen Steg. Durch das Dorf führt laut Guiness Buch der Rekorde die kleinste Haupstraße der Welt. In Belize leben etwa genau so viele Menschen wie in Wuppertal auf einer Fläche vergleichbar mit der von Hessen. Da das Land 1981 aus einer britischen Kolonie hervorging ist für Mittelamerika untypisch die Amtssprache englisch. Die Küste beherbergt hunderte kleiner Karibikinseln und das zweitgrößte Korallenriff der Welt.

29 November 2017

Tag 20 - Livingston. Morgens fuhren wir mit Joe, einem Amerikaner der auch in unserer Unterkunft nächtigte und 2 Fischern raus aufs Meer um zu Angeln. Wir fuhren 30 Minuten zu einer von den Fischern als geeignet empfundenen Angelstelle und konnten unterwegs eine Seekuh entdecken. Schon nach kurzer Zeit zappelte es an der Angel und die ersten Fische fanden ihren Weg aus dem Wasser in die Kühltruhe. Unser kleines Böötchen schaukelte wie eine Nussschale auf den Wellen. Ingas Magen war dadurch so verunsichert, dass der Inhalt dessen über Bord ging. Nach gut 3 Stunden auf See und 6 erfolgreich gefangenen Fischen ging es zurück. Abends bereitete uns die Küche die frischen Fische auf verschiedene Weisen zu und Ingas Magen konnte auch wieder mit Nahrung gefüllt werden.

27 November 2017

Tag 18 & 19 - Livingston. Nach einem Unterkunftswechsel mit viel Hängematte, Neusortieren und Planungeinheit machten wir uns am Dienstag auf den Weg zu den „Siete Altares“. Die Wasserfälle mit Naturschwimmbecken waren 2 Stunden Fußmarsch entlang des Strandes von uns entfernt. Scharen von Libellen flogen durch die Luft und waren auf dem Weg in kältere Regionen. Unterwegs trafen wir Philip, einen einheimischen Garifuna der uns sein Dorf zeigte. Der schwarze Bevölkerungsteil im Ort lebte isoliert in einer eigenen kleinen Welt. Nach dem Hurricane Mitch 1998 bauten Studenten der Uni Berlin die hier zerstörten Häuser wieder auf. Auf seiner Reise nach Deutschland kaufte sich unser neuer Freund Birkenstock Schlappen. Bei den Wasserfällen angekommen planschten wir ein wenig in den Becken bevor es wieder zurück Richtung Unterkunft ging.

26 November 2017

Tag 17 - Livingston. Nach einer 2-stündigen Bootstour von Rio Dulce aus erreichten wir die kleine Stadt an der Mündung zum Karibischen Meer. Die Stadt ist noch nicht am Straßennetz angeschlossen und somit ist das Boot Verkehrsmittel Nr. 1. Wir fuhren an ein paar touristischen Atraktionen wie einer Festung, heißen Quellen und kleinen Nebenflüssen vorbei. Heute war der Nationalfeiertag der hier lebenden „Garifuna“ und im ganzen Ort gab es viel Musik und Essen. Was bei uns nur zu Silvester üblich ist, passiert hier den ganzen Tag: Kinder und Jugendliche zünden Böller und lassen es knallen.

25 November 2017

Tag 16 - Rio Dulce: Süßer Fluss. Unser Hotel lag am Ufer des Rio Dulce am Rande einer Kautschukplantage. Wir wanderten durch das angrenzende Naturschutzgebiet bis zu einem Aussichtsturm. Auf dem Rückweg mussten wir eine Hängebrücke passieren. Seit die amerikanische Küstenwache das Gebiet um den Lago Izabal und den Rio Dulce als sichersten Ort für Boote während der Wirbelsturmsaison in der Kabribik deklariert hatte, verschifften viele Amerikaner ihre Jachten hier hin um sie sicher zu wissen. Abends fuhren wir per Boot wieder auf die andere Uferseite in den eigentlichen Ort. Die Hauptstraße war voll und laut da diese gleichzeitig eine Hauptverkehrsstraße durchs Land war. Nur wenige Meter neben Obst & Gemüse Ständen fuhren dicke LKW‘s und qualmten die Straße zu.

23 November 2017

Tag 15 - Reisetag Nr. 2 - Von Guatemala Stadt fuhren wir Richtung Osten. Ziel war Rio Dulce. Ein Dorf am Rande des größten Sees in Guatemala, dem Lago de Izabal. Für die Strecke von knapp 300km benötigten wir 8 Stunden. Wir hatten die ganze Zeit das Gefühl bald auf die Autobahn aufzufahren, dabei waren wir schon auf einer der best ausgebaustesten Straßen des Landes. Abends kamen wir im Ort an und gingen zu einer Bar am Ufer. An der Bar konnte man nicht nur Essen und Bier ordern, sondern auch kleine Boote bestellen die die wenigen Touristen auf die Unterkünfte verteilten. Auch unsere Unterkunft war nur über den Wasserweg zu erreichen. Wir kamen schon fast im dunkeln in unserer kleinen Hütte auf einer Kautschuckplantage an. Die Hütten sind mitten im Dschungel über kleine Stege verbunden. Nach ein paar Bierchen schliefen wir unter unserem Moskitonetz in der schwülen Dschungelluft irgendwann ein.

22 November 2017

Tag 14 - Guatemala City - Reisetag. Wir entschieden uns gegen das normale Shuttle welches über Antigua fährt und so 6 Stunden von San Marcos nach Guatemala City braucht und gönnten uns ein privates Shuttle welches nur die Hälfte der Zeit benötigen sollte. Abfahrt war um 11:30 da um 12:00 der benachbarte Straßenbau Mittagspause machte und dies die einzigste Chance war den Ort zu verlassen und den Straßenabschnitt zu passieren. Die Pause der Arbeiter verschob sich aber auf 13:30, sodass wir 1,5 Stunden vor der Baustelle warten mussten. Die Fahrt nach Guatemala City über wackelige und kurvige Straßen gespickt mit etwas Stau dauerte dann doch 6 1/2 Stunden, was wir nicht zuletzt unserem Fahrer mit seinem sonderbaren Fahrstil und sinnfreien "Abkürzungen" zu verdanken hatten. Endlich angekommen trafen wir uns Abends mit einer Freundin von Inga die einen Tag zuvor Geburtstag hatte. Mit ihr und ihrem Mann gingen wir in einem schönen Restaurant mit guatemaltekischer Küche essen.
Tag 13 - San Marcos - Abends machten wir uns auf die Suche nach einem Aussichtspunkt im Ort. Einer der Tucktuckfahrer bot uns eine knapp einstündige Tour duch die Gegend an. Wir fuhren durch den ganzen Ort und erfuhren viel über San Marcos. Unser Fahrer meinte, dass die die Mayakörper nicht für Yoga gemacht wären und nur die Touristen diesem seltsamen Sport nachgingen. Außerdem täte der Körper am nächsten Tag zu doll weh. Sein Tucktuck kostete neu rund 700€ und hat angeblich 250 PS. Beim befahren der vielen Berge wäre man zu Fuß mindestens genau so schnell wie das Tucktuck mit 3 Personen Beladung gewesen. Wahrscheinlich waren es eher 2,5 PS. Während der Fahrt konnten wir fast unbemerkt viele Fotos vom untouristischen Leben in San Marcos machen.
Tag 13 - San Marcos. Der Tag startete mit einer Stunde Meditation in unserer Unterkunft. Anschließend fuhren wir 10 Minuten mit dem Boot in das benachbarte San Pedro. Lennart war hier vor 5 Jahren schon einmal und hatte ein Foto von einem alten Mann gemacht. Dies hatten wir in ausgedruckter Form dabei. Wir fanden nach einer kleinen Suche das Haus wieder und klopften am Fenster. Keiner da. Ein Mann auf der Straße sprach uns an und führte uns zu der Familie des alten Mannes der mittlerweile leider schon verstorben war. Wir übergaben der Familie das Foto und blickten in viele glückliche Augen. Abends organisierten wir den Transport nach Guatemala-Stadt am nächsten Tag. Meistgebrauchtes Verkehrsmittel sind die sogenannten „Chickenbusse“ - ausgediente amerikanische Schulbusse, meist liebevoll umgestaltet. Ein kleines Kiosk wurde mit Zigaretten beliefert. Mit zum Lieferservice gehören hier standardmäßig zwei Männer mit je einer Pupgun welche die Ware bewachen.

21 November 2017

Tag 12 - San Marcos am Lago Atilan, laut unserem Reiseführer das Mekka für Esotheriker überhaupt. Wie viele Dörfer am See ist das Ufer Touristenbereich. In San Marcos besteht dieser Bereich hauptsächlich aus zwei kleinen verkehrslosen Gassen. Die einheimischen Maya wohnen etwas höher. Da dieser zweitgrößte See Guatemalas in einem ehemaligen Vulkankrater liegt hat dieser keinen natürlichen Abfluss und steigt alle 50-60 Jahre um mehrere Meter an und überflutet den Uferbereich. Die Mayas sind schlau und wohnen etwas höher - die Anderen sind nicht so schlau. Wie sich später herausstellte quartierten wir uns in dem allerersten Yoga-Hotel im Dorf ein. Mitten im Jungle. Der Ort wirkt wie Phantasialand für Esotheriker. Überall gibt es Yoga, Atemübungen, Massagen, Sauna, Schakrakurse und vieles mehr. Die einheimischen Mayas versuchen den Hippies Dinge, Früchte, Schmuck, Teppiche usw. zu verkaufen.

18 November 2017

Tag 9-11: Nach unserem Guatemala-Start in Antigua haben wir uns auf den Weg zum Lago Atilan gemacht. Nach 3 Stunden Busfahrt kamen wir in Panajachel an. Von dort ging es mit dem Boot in 30 Minuten zu unserer Airbnb-Unterkunft weiter. Die Beschreibung die wir dem Bootsfahrer geben sollten war: „Zum Steg mit dem großen Baum und den bunten Stofffetzen.“ Eine genauere Adresse gab es nicht und das Haus war auch nur von Wasserseite aus erreichbar. Auf dem Grundstück gab es insgesamt 4 kleine Häuser die nur mit Solarstrom, Strohtoilette und fließend Wasser aus dem See bzw. aus den Regentonnen funktionierten. Wir hatten im Ort vorher genug Essen für 3 Tage gekauft und konnten entspannte Tage weit weg von der Zivilisation verbringen. Wir wachten jeden morgen mit dem Sonnenaufgang und einem Blick auf 7 Vulkane und den See auf. Auch „Fuego“ konnten wir aus der ferne wieder feuerspuckend sehen.

17 November 2017

Tag 8 - Abends zog ein Gewitter auf und Nachts konnten wir auch die rotglühendene Lawa von „Fuego“ sehen. Ein Teil unserer Gruppe wagte sich um 4 Uhr morgens auf die letzten 400 Höhenmetern vom Basecamp Richtung Krater um von dort aus den Sonnenaufgang zu bestaunen. Wir entschlossen uns aber im Basecamp zu bleiben. Die Sicht war hier genauso gut und der Aufstieg vom Vortag steckte uns noch in den Beinen. Nach einem kleinen Frühstück wanderten wir wieder bis zum Ausgangspunkt zurück und fuhren nach Antigua zurück. Wir verbrachten die letzte Nacht in Antigua in einer kleinen Pension.

15 November 2017

Tag 7 - Der Tagesplan für heute sah vor einen Vulkan zu erklimmen. Vom nicht aktiven „Acatenango“ hat man eine gute Sicht auf den noch aktiven „Fuego“. Wir fuhren eine Stunde mit dem Bus und starteten unsere Tour auf 2400 Metern. Das Basecamp lag auf 3600 Metern und wir erreichten es nach über 5 Stunden sehr anstrengendem Fussmarsch mit jeweils über 10 Kilo Gepäck auf dem Rücken. Mit dabei für jeden 4 Litern Wasser, Verpflegung bis zum nächsten Mittag und warme Kleidung für die Nacht und Höhe. Wir wanderten durch einen Wald und kamen oberhalb der Wolken wieder heraus. Die Wanderung war mit Abstand die anstrengenste an die wir uns erinnern konnten. Im Basecamp angekommen waren die Zelte schon aufgebaut und es gab für alle eine warme Suppe am Lagerfeuer. Wir waren eine bunte Truppe aus 14 Leuten und konnten schon erste Ausbrüche von „Fuego“ miterleben, der nur 2,5 Kilometer von uns entfernt regelmäßig Asche und Rauch spuckte. Die Geräuschkulisse war dabei sehr beeindruckend.
Tag 6 - Heute haben wir auf dem Markt in Antigua ein paar Früchte gekauft.

14 November 2017

Tag 5 - Unser erster ganzer Tag in Zentralamerika! Heute sind wir in Guatemala aufgewacht und schlafen hier auch wieder ein. Tagesordnungspunkt 1: Frühstück. Diesmal selbstgemacht im Hostel. Danach Hängematte mit anschließendem kleinen Spaziergang. Mittagessen für 2,50€. Abends Aussichtspunkt oberhalb von Antigua. Der Vulkan „Fuego“ ist noch aktiv und zeigte uns eine kleine Fontäne. Für Übermorgen haben wir eine Vulkantour mit Zeltübernachtung auf dem Nachbarvulkan „Acetenango“ gebucht, bevor es am Samstag Richtung Lago Atilian geht.

13 November 2017

Tag 4 - Nach einer Zwischenlandung in Atlanta erreichten wir gegen Mittag Guatemala City. Von dort brachte ein Shuttle uns nach Antigua. Die Straßen waren voller Autos und die Abgase mischten sich mit dem Geruch von brennendem Müll rechts und links der Straße. In Antigua bezogen wir in einem Hostel unser 2 Bett Zimmer und erkundeten die Stadt, den Markt, die Hostelküche (Nudeln mit Tomatensoße, mhhhh lecker...) und die Hängematte.