Peru, Netherlands · 33 Days · 67 Moments · December 2016

Von Amsterdam nach Peru - Hin und Zurück...


27 January 2017

So. Zum Abschluss gibt es nochmal "The picture of the year". National Geografic wird es nicht interessieren, aber mein persönliches Lieblingsbild möchte ich dir nicht vorenthalten! Vulkan Landschaft in der Region Arequipa- kurz vor dem Vulkanausbruch und meiner damit verbundenen Spontan-Flucht 😂 Peru ist ein unglaubliches Land und ich habe das Gefühl, nur einen Bruchteil davon gesehen zu haben. Ich hoffe du hattest Spaß dabei, meine Beiträge zu lesen und hast auch manchmal etwas interessantes dabei gelernt! ☺ Es gibt auch schon Pläne für die nächste Reise, aber erstmal gibt es da ein paar Leute die sehnlichst auf meine Unterstützung warten und die jetzt auf mich zählen! Es sei nur gesagt, das nächste große Ziel wird etwas RICHTIG krankes.😂 und tu mir um Himmels Willen den Gefallen, tu etwas Gutes! Ich mein es ernst! Setz dich für den Regenwald oder die Orang Utans ein! Mach was vernünftiges! Bis zum nächsten großen Trip! Der kommt bestimmt! Deine Lena ☺😚

25 January 2017

In Amsterdam angekommen war die erste Amtshandlung, eine richtige Toilette besuchen. Eine richtige Toilette! Mit Spülung und.. Ach wir wissen manchmal garnicht, wie gut wir es haben 😂 Ich werde auch schon freudig erwartet. Draußen in der Stadt, steht Andreas und ein Pörschli, was darauf wartet, mich nach Hause zu fahren. Wie praktisch, dass er was geschäftlich in Holland zu tun hatte! Diese 2 Welten und die Tatsache, dass ich vor ein paar Tagen noch die Betten und meine Schuhe nach Tieren kontrolliert und durch den tiefsten Dschungel gelaufen bin, während ich hier gleich erstmal in ein Michelin-Restaurant, oder so gehen werde, ist wirklich krank. Wir leben definitiv im Überfluss und konsumieren so viel Scheiß, den wir garnicht brauchen! Allerdings gefällt mir der sanfte Übergang, mit dem ich aus Peru wiederkomme, somit ist die schöne Zeit noch nicht ganz vorbei.

24 January 2017

Ich liebe es... 😍
Jetzt kommt nochmal einer meiner Lieblings-Parts. Für den Rückflug lege ich mir immer Geld zur Seite, um ein Business-Upgrade zu kaufen. So auch dieses Mal. Da nicht sooo viele Geschäftsleute in Peru unterwegs sind bekommt man da auch eigendlich immer was. Die Lounge in Buenos Aires war so naja, da war auch die Klimaanlage etwas merkwürdig bzw nicht funktionsfähig oder so. Aber das hier... Die bringen mir hier das Essen an den Liegesessel, der Massagen machen kann 😂😂 Ich liebe es!! 😂

23 January 2017

Ein bisschen Lima. Sieht irgendwie ganz normal aus, finde ich. Wie das in einer Stadt eben so ist. Garnicht "schlimm" oder so. Gibt auch keinen Grund sich hier, aufgrund komischer Leute, unwohl zu fühlen.
Hier übrigens der Hinweis zum Exclusiv-Club 😂 Der Typ hat echt sowas von einen an der Waffel. Aber nett ist der. Und er macht super Pancakes zum Frühstück. Lima ist schrecklich groß. Hier leben 12 Millionen Menschen und ich habe das Gefühl ich kann kaum atmen. Mir ist das viel zu viel und auch die Temperaturen sind viel zu heiß! Ich bin schon ganz froh, wenn ich morgen Abend im Flugzeug sitzen kann. Ich für meinen Teil reise nach Südamerika eigendlich nur wegen der Natur. Für mich bedeutet dieser Kontinent Einsamkeit und Freiheit. All das gibt es in Lima natürlich nicht und deshalb fällt mir der Abschied nicht schwer 😂 Als gefährlich empfinde ich es hier allerdings nicht. Ehrlichgesagt stelle ich mir so auch amerikanische Städte vor. Zwielichte Gestalten sehe ich auch nicht.

22 January 2017

Mal wieder was total beklopptes. Die geplante Ankunftszeit von 20 Uhr kann ein südamerikanischer Bus natürlich nicht einhalten. So kam ich um 22 Uhr in der Metropole an.😨 Etwas überfordert habe ich mich an meinem Zitronenmuffin festgehalten und auf die Empfehlung von meinem Traintrackbuddy gehört. Der nannte mir eine nette Adresse, die ich sofort per Taxi angesteuert habe. Dort angekommen erwartet mich ein stinknormales Wohnhaus. Das soll n Hostel sein? Na gut. Ich klingel. Auf macht mir der bekloppteste, aber freundlichste Amerikaner den ich je gesehen habe. Ich wurde sofort herein gebeten, mein Rucksack wurde getragen und ich hab was zu Essen bekommen. "Das ist hier ein Exclusiv-Club!" verrät Glenn mir mit einem irren Blick: "Hier kann man nicht einfach buchen!" und er bestimmt wer rein kommt! Ich muss mich echt beherrschen nicht sofort los zu lachen, so bescheuert ist der und ziehe, kauend, ne Augenbraue hoch. Wie dem auch sei, ich bin exclusiv genug, dass ich hier pennen darf! 😂

21 January 2017

Hier gibt es nochmal ein paar Momente aus Cusco. Cusco ist größer als man denkt und unglaublich verwinkelt und steil. Allerdings eine schöne Stadt, die ich als Frau auch sehr sicher empfunden habe! Ich kann nur empfehlen hier mal rein zu schauen! Viele Gebäude basieren auf den Grundmauern der Inkas- sind teilweise auch noch komplett erhalten oder wieder aufgebaut worden. Die Spanier eroberten Cusco, rissen die unglaublich präzisen Gebäude der Inkas herunter um ihre eigenen Bauten darauf zu errichten. Beschämend ist, dass alle Gebäude der Spanier bei Erdbeben regelmäßig einstürzen und die Gebäude der Inkas nehmen dabei bis heute keinen Schaden! 😂 Generell wird das was die Spanier den Inkas angetan haben hier sehr runtergespielt. Auch in Museen finde ich, wird es nicht gerade kritisch behandelt- was schade ist!
Dann gab es noch den Vulkanausbruch. 😂 (ich muss immer lachen wenn ich daran denke. Man steht da, wie versteinert:" Ok...joa...Muss ich jetzt etwas machen? Wie...wegrennen oder so?" 😂😂😂) An den ersten Tagen, wo ich in der Vulkan Gegend von Arequipa, draußen geschlafen habe, ist an einem morgen der Vulkan Sabancaya ausgebrochen. Anstatt das Weite zu suchen, hab ich erstmal auf den Auslöser gedrückt 😂
Die Tour im Manú Nationalpark beinhaltete eine Übernachtung bei einem Eingeborenen-Stamm der Matshigena. Sie leben im Nationalpark, sprechen die Sprache Quechua, die der Guide allerdings versteht und übersetzen kann und leben ansonsten isoliert ohne Krankenhaus und Schule mitten im tiefsten Dschungel. Noch nie habe ich von anderen Kulturen so viel gelernt und mitgenommen. Die Matshigena's sind wunderbare Menschen die sich nur das nehmen was sie brauchen. Die Kinder die glücklichsten die ich je gesehen habe und trotz, dass die meisten noch nie eine Stadt gesehen haben (manche waren mal in Cusco, aber Cusco ist auch nicht der Nabel der Welt) haben sie verstanden was der Fluch daran ist! Die Matshigena wurden vor 150 Jahren von europäischen Menschen entdeckt, ihre Gastfreundschaft ausgenutzt und die Menschen wurden teilweise sogar in Zoos ausgestellt! Aus dem Grund haben sie sich entschieden fortan isoliert zu leben und es ist wirklich etwas besonderes, dass ich hier sein durfte.
Da ich aktuell luxuriös in einem Hotel mit Pool und Restaurant residiere und mich heute auch nicht mehr hier raus bewege 😂, (Hab den Pool für mich alleine, die anderen Hotelgäste machen Ausflüge... bei dem gutem Wetter.. die sind doch bescheuert 😂) habe ich mal die Fotos von der Kamera auf das Handy übertragen. Hier kommen nun ein paar Nachträge mit tollen Fotos dazu.
Da heute meine kleine Schwester GEBURTSTAG hat und ich das, auch am anderem Ende der Welt, nicht vergessen habe (Wahnsinn 😂) ... Kommen hier nochmal weit entfernte Geburtstagsgrüße wie von 1001 Nacht zu dir, liebe Insa! Herzlichen Glückwunsch zum 15. Geburtstag!... Im Gepäck habe ich auch schon ein super Geburtstagsgeschenk für dich! ❤ Das habe ich allerdings schon früher gefunden und ist was besonderes. Du darfst gespannt bleiben! 🙂

20 January 2017

Wie das manchmal so ist, hat sich das Vorhaben in die Wüste zu fahren, quasi von alleine ergeben. Es fehlte einer Gruppe Argentiniern noch eine Person, um ein Wüsten-Auto plus Fahrer zu mieten. Natürlich war ich sofort dabei, als ich gefragt wurde und mit Snow..eh..Sandboards bewaffnet ging es los. Wir hatten einen voll fetten Fahrer 😂 wirklich der war mega fett und war nur damit beschäftigt, uns hinter her zu fahren und zu rennen, weil wir mit den Boards schneller waren. Andauernd hat er gesagt: "Nein nicht da lang da kann ich nicht langfahren, nein nicht in die Richtung! Das ist zu steil"..Ja der hatte Pech. Wir haben uns benommen wie kleine Kinder, überhaupt nicht auf den Armen gehört und waren Stunden damit beschäftigt mit einem Board die Sandberge runter zu rutschen 😂. Der kann heute mit Stolz auf n straffes Sport Programm zurück blicken! 😂😂😂
Wieder einmal beweist Peru, wie verschieden dieses Land sein kann. Die Stadt Ica an sich ist leider überhaupt nicht schön. Rio Gallegos 2.0... Wenn du die Geschichte von Rio Gallegos noch nicht kennst. Das ist der hässlichste Ort auf der Welt, genauer formuliert in Argentinien. 😂 Da ist ziemlich genau garnichts los, ohne Charme kommt die Stadt einfach nur als Haufen von Wellblechhütten und Lehm-Häusern mit maximal 2 Stockwerken rüber... Auch die Leute hier sind abseits der Touristenströme anders gepolt. Jeder quatscht mich an, aber eher etwas unangenehm, ein Taxifahrer wollte mich um 40 Soles verarschen und man muss schon ziemlich auf seine Sachen achten. Das einzig schöne hier ist der Stadtteil Huacachina, der diese Oase darstellt. Hier gibt es Restaurants, viele Eisdielen und die Möglichkeit mit einem Wüsten-mobil in die Sanddünen zu fahren um dort zu Sand-Surfen. Das schreit natürlich nach ausprobieren!
Wenn man mit dem Fernbus von Cusco nach Ica fahren möchte kommt man zwangsläufig an den berühmten Linien von Nazca vorbei. Man fährt auch wirklich dran vorbei und kann sie im vorbei fahren sehen. Allerdings sind die Bilder so groß, dass es sich eigendlich nur lohnt, sie aus der Luft zu betrachten und einen kleinen Rundflug zu buchen. Allerdings war mir das zu umständlich, teuer und die Flugzeuge sollen auch nicht die besten sein. Man kann nicht alles haben! Mir reicht es irgendwie, da langgefahren zu sein. Was man mit diesen riesigen Bildern bezwecken wollte, oder wer sie gemacht hat ist übrigens nicht klar. Genau so wenig, wie das gemacht wurde. Immerhin gibt es die schon seid 2600 Jahren! Von Außerirdischen 😂 bis zu Prozzesionswegen ist jede Theorie dabei (ich tippe ja auf Aliens 😂). Leider wurden sie erst sehr spät entdeckt und deshalb führen manche Straßen tatsächlich durch die Bilder durch.

18 January 2017

Zu den Bettwanzen kam dann noch ein riesen Gewitter, welches für einen Stromausfall in der ganzen Stadt verantwortlich war. Busticket kaufen geht aber leider nur mit Internet und Drucker... Da ich dringend das Bedürfnis habe, aus Cusco raus zu kommen (es reicht mir jetzt, die Stadt nervt mich irgendwie) habe ich noch, vor dem Frühstück, meine Weiterfahrt gesichert. Die Entscheidung fiel schwer, aber da die Höhe dieses mal nicht mein Freund ist, macht es keinen Sinn noch höher zu ziehen....Also muss es Richtung Westen gehen. Deswegen fahre ich morgen, mit einem dieser Superbusse, nach Ica. Ica ist eine Oase in der Wüste, wo nicht viele Leute leben. Sieht total nett aus und ich hab noch nie eine richtige Wüste mit richtigen, hohen Sanddünen und so gesehen. Nach meiner Wanzengeschichte bin ich geschädigt, und hab mir für die letzten Tage dort ein 4 Sterne Hotel mit Pool gegönnt 😂 das geilste: Das kostet mich etwas mehr als 60€ 😂 Cocktail-Style. Jetzt wird relaxed!

17 January 2017

Ein Tag zum entspannen habe ich mir anders vorgestellt. Heute morgen musste ich erstmal feststellen, dass in meinem Hostel-Bett wohl noch mehr schläft, als nur ich. Bettwanzen! 😡 Also besteht der heutige Tag darin alles in die Wäscherei zu geben, und den Rucksack irgendwie zu entviechen. Richtig schlecht gelaunt, bin ich sofort in ein anderes Hotel umgezogen und hier darf ich den Rucksack in eine Gefriertruhe legen. Immerhin. Die neue Unterkunft ist aber ganz schön nett und sehr sauber. Wegen der Wäscherei muss ich jetzt leider trotzdem bis morgen warten, ehe ich weiterziehen kann. Einfach nur nervig. Zeit zum Postkarten schreiben und rum bummeln.

15 January 2017

Zurück in Cusco (3600 m über dem Meeresspiegel) haut mir die Höhe erstmal ordentlich in die Fresse. Klar bei einer Woche auf normaler Meeresspiegelhöhe, ist man quasi entakklimatisiert und der Quatsch geht von vorne los. Ich bin gedanklich auch immer noch im Dschungel, bei all den Tieren die ich gesehen habe und den ganzen neuen Sachen, die ich gelernt habe. Wer sich auch für die Natur interessiert und die finanziellen Mittel aufbringen kann, dem kann ich nur raten, sich das hier nicht entgehen zu lassen! Es ist wirklich das beeindruckendste, was ich jemals gesehen habe und meine hohen Erwartungen wurden nochmal um Längen übertroffen! Ich bin tief bewegt! Der Regenwald ist ein einzigartiges, unglaubliches Ökosystem und wir täten gut daran, ihn mehr zu beschützen! Es ist außerdem für mich nach wie vor unglaublich wie man mit fast garnichts, so lecker und abwechslungsreich kochen kann wie Mirabel. Auch die Sachen die mir gestellt wurden, waren im Top Zustand und sehr hochwertig!
Tatsächlich findet Ed einen "Cock of the Rock" und ich bin ganz verliebt. Der Felsenhahn ist ein ganz schüchterner Vogel, weshalb wir ihn nur von weitem mit dem Fernglas bewundern konnten. Allerdings singt er sehr schön und hüpft dabei niedlich auf einem Ast herum. Ein anderes mal bin ich Ed voraus und in den letzten Momenten im Regenwald finde ich noch eine Affenart die wir noch nicht gesehen haben, vor ihm. Ed ist wirklich ein toller Guide, der ganz mit der Natur hier verbunden ist. Mit seinem Einfallsreichtum und ständigen Ideen hat er es geschafft, dass ich binnen kürzester Zeit alles ausserhalb des Regenwaldes vergessen habe und einfach nur Spaß hatte! Und auch wenn wir manchmal bis zu den Knien im Schlamm standen (das war teilweise ehrlichgesagt das lustigste und auch Ed hat sich köstlich amüsiert und gesagt: "Hier wird jeder ein Stück weit zum Kind und spielt im Matsch!") hat sich hier jeder Cent für mich gelohnt. Ich kann ihn nur wärmstens empfehlen!
Die Fahrt im Bus ist nicht weniger anstrengend als hochlaufen. Wir nehmen eine andere Reisegruppe mit, die einen 3 Tages-Trip gemacht haben und neben mir sitzt der Inbegriff des Bösen- ein Amerikaner. Er erfüllt jedes Klischee, was man als Amerikaner erfüllen kann. Er ist sehr dick, was bei den kleinen Sitzen hier nicht so schön für mich ist. Er trinkt aus ner XXL Flasche Cola. Er redet SO LAUT, DASS MIR MEINE SCHEIß OHREN ABFALLEN. Und besonders schlau wirkt er auf mich auch nicht. Jedenfalls geht der mir tierisch auf den Sack. Und er quasselt mich voll, ne er schreit mich an, was er alles für Tiere gesehen hat (nicht viele, was bei dem Verhalten keinen hier wundert). Ed rollt mit den Augen und murmelt mir zu:" der ist ein echter "Horned Screamer" (das ist n Vogel den wir gefunden haben. Der ist ungefähr so groß wie ein Truthahn, schreit voll rum und hat so n Bommel auf dem Kopf 😂) Wir beschließen, das letzte Stück doch zu laufen und machen uns auf die Suche nach einem Felsenhahn.
Der letzte Tag besteht überwiegend aus zurück reisen. Als wir die Reserved Zone verlassen, muss Ed an dem Kontrollhäuschen eine Menge Papierkram abgeben. Neben dem Job des Guides ist er nämlich eigendlich ein Mitarbeiter des Parks und hatte die Woche über verschiedenes zu erledigen. Unter anderem bestimmte Boden-Messungen, reparieren von einem Steg und die Bestandsaufnahme der Tiere, die wir gesehen haben. Der Fuzzi in dem Kontrollhäuschen, wohnt auch tatsächlich in der Reserved Zone. Was für ein einsames Leben. Der ist auch total komisch, der Alm-Öhi von Heidi ist dagegen ein geselliger Typ. Leider hat mich heute auf dem Boot eine Skorpionspinne in den Fuß gebissen, die hat es sich unter meiner Bank gemütlich gemacht (Wir sind hier alle Barfuß). So kam der Arzt dann doch noch zum Einsatz. Das Vieh ist im Prinzip nicht gefährlich (aber ich hab noch nie eine ekligere Spinne gesehen , das Ding ist der Gipfel der Perversion) tut aber trotzdem weh.

14 January 2017

Der vorletzte Tag. Die Affen haben herausgefunden, dass wir unter ihnen campen und bewerfen uns mit Früchten. Da wir dadurch schon um 5 wach wurden ging der Tag früh los. Wir machen uns auf den Weg Richtung Kulturzone um von dort aus morgen mit einem Boot zurück bis zum Rand des Nationalparks zu fahren. Erfreut erfahre ich, dass wir die 4000 Höhenmeter nicht hochlaufen sondern mit einem Auto fahren werden. Puh... Das Boot wird von 2 netten Jungs gesteuert, die schon die ganze Woche dabei sind. Es dauert nicht lange, bis ich erklärt bekomme, was ich machen kann und und schon bin ich Teil der Crew. Der Versuch zu angeln glückte dem Kleinsten. Er zog einen Piranhia aus dem Wasser, den wir ernsthaft gegrillt haben. (Du hättest mal mein Gesicht sehen sollen, als die Mutter echt anfängt, den zuzubereiten...) Schmeckte übrigens so lala 😂 Es gibt nur eine Piranhia Sorte die tatsächlich Fleisch frisst. Die anderen fressen Pflanzen und Obst, was ins Wasser fällt. Das war ein Vegetarier

13 January 2017

Heute war ein richtig schöner Tag! Es schien den ganzen Tag die Sonne und bei dem gutem Wetter ließen es sich auch die Tiere draußen gut gehen. Früh morgens sind wir zu einem See gelaufen in dem Otter und Krokodile leben. Krokodile haben wir heute keine gesehen (das Fette Ding von gestern reichte auch echt 😂), dafür aber eine ganze Familie Riesenotter die samt Nachwuchs unterwegs waren. Dann haben wir heute 2 Tukane entdeckt (den kennste bestimmt, der ist voll oft auf Multivitamin-Safttüten drauf 😂). So freundlich wie der aussieht, ist der aber garnicht. Der große Schnabel ist nämlich zum Eier klauen! Er bewahrt die Eier im Schnabel auf, um sie dann in einer ruhigen Minute zu essen.😨 Dann waren die Highlights heute noch eine ganz niedliche Eule, riesige blaue Schmetterlinge, ein Opossum und wieder einmal viele Affen. Generell verhalten sich die Tiere hier anders, als erwartet. Sie sind eher neugierig als ängstlich gegenüber uns und sind sehr interessiert, daran, was wir so machen.

12 January 2017

Heute hat Ed mir ausserdem seinen Lieblingsbaum gezeigt. Einen Lieblingsbaum im Regenwald muss ja schon besonders sein, denk ich mir, als wir losgehen... Dieser Baum ist wirklich der größte Baum den ich jemals gesehen habe! Wenn man einmal im Quadrat drum herum geht, ist das Quadrat ungefähr so groß wie das Wohnzimmer was ich derzeit bewohne. Und dieses Wohnzimmer ist groß! 😂 Er ist, laut Ed, 400 Jahre alt und einer der größten Bäume im Amazonas, die man kennt und dokumentiert hat. Auf diesen einem Baum leben ca 300 verschiedene Lebewesen! Von anderen Pflanzen über Pilzen bis hin zu Papageien, Opossums, Fledermäuse und Affen aber auch Parasiten ist alles dabei. Ein unglaublich beeindruckendes Ökosystem in nur einem einzigen Baum! Ed liebt diesen Baum und jedes mal wenn er hier ist, besucht er ihn! Auf dem Rückweg finden wir ein Gürteltier. ☺

11 January 2017

Heute (12.1) sind wir endlich in der Reserved Zone angekommen. An einem Kontrollpunkt erfahre ich, dass ich der allereinzigste Tourist hier bin... Geil! 😂Das Herz des Regenwaldes hat einiges zu bieten. Neben einem riesigem Krokodil (Ok nicht mein Favorit 😂ich find Krokodile echt krass) welches locker 5-6 Meter lang war (sogar Ed hat gesagt, das wäre wirklich ein ganz besonders großes und hat selbst die Kamera gezückt) gibt es viele tolle Schmetterlinge (der eine auf dem Foto hat durchsichtige Fenster 😂), 3 Affen Sorten, kleine Otter, große Echsen, Schildkröten, verschiedene Frösche, Papageien und Tapiere in ihrem natürlichem Lebensraum zu bewundern. Ed beglückwünscht mich, ich würde wirklich viele verschiedene Tiere sehen. Das liegt ja aber größtenteils an ihm, er entdeckt sie ja alle für mich. Ich bin totmüde und es ist alles so aufregend hier! Leider gibt es auch Milliarden Moskitos, aber die gehören halt dazu.

10 January 2017

Das nächste Camp liegt wunderschön am Wasser und ich kann garnicht genug bekommen von der tollen Aussicht. Trotzdem machen wir uns nachmittags mit einem sehr gewöhnungsbedürftigem Floß auf, um Tiere zu entdecken. Ed findet sie alle und ich freue mich richtig über jedes einzelne Tier, was ich hier sehen kann. Ausser eine gigantische Ameise (locker 4 cm) deren Biss tödlich enden kann...Die fand ich gruselig! Wir befinden uns immer noch in der Kulturzone und deshalb leben hier vereinzelt indigene Leute. Am meisten berühren mich die Kinder, die so glücklich und mit der Natur verbunden sind, wie ich es noch nie gesehen habe. Abends musste Ed eine Tarantel aus meinem Zimmer holen 😂. Taranteln leben übrigens auf Bäumen und fallen da gerne mal von runter.
Nachdem wir ausgiebig das Faultier bewundert haben (es war garnicht so faul und für ein Faultier ziemlich schnell unterwegs 😂) und ich alles darüber erzählt bekomme, was Ed weiß, packen wir unsere Sachen und es beginnt ein langer Marsch weiter in den Urwald rein. Ich hasse es, mit dem riesigem Rucksack durch die Hitze zu laufen und in diesem Moment finde ich den Regenwald einfach nur eklig. Auf dem Weg sehen wir Spuren eines Jaguars und können einige Affen in den Bäumen beobachten. Das gefährlichste sind hier übrigens herabfallende Sachen wie Früchte oder so. Daran sterben statistisch gesehen die meisten im Regenwald. Und Affen werfen gerne etwas von Bäumen 😂 Man hört sie dabei sogar richtig schäbig lachen! Um 1 kommen wir bei den nächsten Hütten an und pünktlich zur Ankunft fängt es an zu regnen. Regen im Amazonas ist plötzlich. Als würde einer einen Eimer auskippen. Ohne Vorankündigung kommt einfach ein riesiger Schwall Wasser runter, was ich ehrlichgesagt ziemlich witzig finde 😂
Heute morgen war frühes Aufstehen angesagt! "Wir schauen uns ein Papageienfrühstück an" sagt Ed und ich Klugscheißer weiß auch, was er damit meint. Papageien essen morgens Erde. Sie brauchen die Mineralien daraus, um das eigentliche Futter, nämlich Früchte, verdauen zu können. Würden sie das nicht jeden Morgen machen, hätten die bunten Vögel Bauchweh und könnten im Extremfall sogar sterben. Zudem dient dieses allmorgentliche Treffen der Partnersuche und dem "Schnack". Papageien leben ebenfalls ihr gesamtes Leben mit einem Partner. Die Tiere ließen sich etwas Zeit, aber dann kamen sie doch! Ein wirklich schönes Naturschauspiel. Ed hatte derweil die Aufgabe, ungefähr die verschiedenen Sorten zu bestimmen und den "Bestand" zu zählen. Es ist unglaublich was der alles mit bloßem Auge erkennt 😂. Als wir zu den Hütten zurück kamen, hing an dem Geländer von meiner Hütte ein Faultier 😍

9 January 2017

Als der Weg an einem riesigem Strom endet bringen uns diese beiden Knirpse mit einem Boot auf die andere Seite. Sie gehören zu einer indigenen Siedlung hier in der Gegend und leben im Nationalpark! Zur Schule scheinen sie nicht zu gehen...aber bei so fröhlichen Kindern, frage ich mich gerade ernsthaft, ob das tatsächlich so schlimm ist, sein Leben in einem Regenwald zu verbringen... Nach einem weiterem kurzen Fußmarsch, in Begleitung einer Blattschneiderameisen-Straße, sind wir endlich da. Gebührend hängt vor meinem Häuschen, eine Schlange im Gebüsch!😨😂 Und als wäre er bestellt worden, krabbelt binnen paar Minuten ein Affe auf mir herum.😍😂
Mit jeden 500 Höhenmetern weiter in den Dschungel rein , leuchten Eds Augen mehr und er beginnt ununterbrochen zu quasseln. Ich frage mich, wer von uns beiden zuerst vor Freude platzen wird. Die Pflanzen nehmen mehr und mehr gigantische Ausmaße an. Wir laufen an menschengroßen Blättern vorbei und ich kann garnicht fassen, was es so alles gibt! 😨 Überall sprudelt Wasser. Überall! Ed ist eine unerschöpfliche Quelle des Wissens und weiß einfach alles über den Regenwald. Er kennt jede Pflanze und jedes Tier beim Namen. Liegt vermutlich daran, dass er quasi hier aufgewachsen ist. Es gibt auf dem Weg so viel zu sehen und zu bewundern, dass ich glaube wir kommen niemals an. Ich bin wirklich unendlich beeindruckt und mir fallen fast buchstäblich die Augen aus dem Kopf! Und diese Luft, es klingt so affig aber es ist einfach die schönste Luft, die ich je geatmet habe...
Wir passieren eine dichte Nebeldecke, die über dem gesamten Regenwald liegt. Ich erfahre, dass wegen dieser Nebeldecke die meisten Teile des Amazonas-Regenwaldes, aus der Luft und per Satellit, nicht erfassbar sind. Ich sage zum Spaß: "Also hast du hier eigendlich eine heimliche Kokain-Plantage, die ja keiner sehen kann und das ist deine wahre Geldeinahmequelle?" Alle lachen und Ed drückt mir ein Fernglas in die Hand, welches ich die ganze Woche über behalten darf. "Ja du kannst ja mal danach suchen, aber eher findest du vielleicht einen Quetzal!" Ich weiß was das ist und gebe damit an, dass der Quetzal ein kleiner grün-blauer Vogel ist, der ein besonders schönes Gefieder hinter sich herträgt (es ist sehr lang). Ed verkündet, dass ich ein Schlaumeier bin und die Suche beginnt. Tatsächlich fliegt uns einer vor die Linse, aber das kleine, grün schillernde Ding zu fotografieren, ist quasi unmöglich, er bewegt sich rasend schnell und ist so schnell wie er kam, wieder verschwunden!
"Von hier aus geht es zu Fuß weiter!" Erklärt Ed. Von 4300 Metern bis 500 Meter über den Meeresspiegel müssen überwunden werden. Mir graust es schon vor dem Rückweg. Nach 20 Minuten stelle ich laut fest, dass ich mir den Regenwald anders vorgestellt habe. Ed lacht und beginnt zu erklären, dass sich alle 500 Höhenmeter die Vegetation verändern wird. Noch sind wir im Hochland und da ist tatsächlich nicht viel los. Er sagt, dass die Tiere, die hier leben nicht weiter unten anzutreffen sind und umgekehrt. Natürlich hat er recht und als wir in der nächsten Vegetationszone ankommen, sieht es schon ganz anders aus. Viel krasser als Ed, ist seine Mutter drauf. Sie animiert mich, mit ihr einen Weg zu einen Wasserfall durch zu schlagen damit sie mich davor fotografieren kann 😂😂 Dass sie nicht mehr die Jüngste ist, muss ich wohl nicht erwähnen.
Die Fahrt zum Manú erweist sich als seeehr lange. Genug Zeit um sich vorzustellen. Morgens um 6 haben wir noch seine Mutter eingesammelt und los ging es. Unser Guide heißt Eduardo, kürzen wir ihn einfach mal Ed ab, und liefert sich ein Battle in Motivation mit seiner Mutter (Maribel). Sie entdeckt ständig etwas und zeigt ununterbrochen aus dem Fenster. Neben dem eigentlichen Ziel bleiben wir an 3 Inka Ruinen stehen und Ed erzählt etwas darüber. Das andere Pärchen was mit dabei ist, hat nur 3 Tage Regenwald gebucht, das heißt nach den ersten Tagen habe ich den exklusivsten persönlichen Guide plus Köchin und Arzt, nur für mich.😍😂 nach 5 Stunden Fahrt sind wir auf 4300 Meter angekommen. Vor uns liegt ein grüner Teppich, der schnell im Nebel verschwindet. Geheimnisvoll aber irgendwie auch bedrohlich. Ich fühle mich irgendwie unvorbereitet und begreife erst jetzt, dass dieser Lebensraum etwas völlig anderes ist, als das was man so kennt.

8 January 2017

Zum Abschied gibt es noch diesen netten Kollegen hier! (Ja Bild ist geklaut, aber dem werde ich im Manú bestimmt begegnen) Das hier ist ein sogenannter Felsenhahn und als Nationalvogel, ist er der ganze Stolz der Peruaner! Besonders ist sein, überaus menschliches, Verhalten gegenüber Frauen. Der Felsenhahn baut zur Balzzeit ein schickes Nest, Frauen sind eben wählerisch, da muss es schon pikobello aussehen! Deswegen räumt der Felsenhahn permanent auf, beseitigt Stöckchen, pult Moos von Ästen und räumt Steinchen hin und her. Wenn ein anderes Tier durch sein Grundstück rennt, rastet er richtig aus 😂 Und wenn einer Dame die Hütte sauber genug ist, macht sie sich bemerkbar und lässt sich, ganz gentleman-like, zu einem Tänzchen einladen! 😉 Felsenhähne sind sich ein Leben lang treu! Wer wünscht sich da nicht einen Felsenhahn? 😍❤
Warum es ausgerechnet der Manú Nationalpark werden musste? Weil er einer von 3 letzten völlig unberührten und intakten Gebieten des Regenwaldes ist. Der Manú ist der artenreichste Nationalpark der Erde (!!!), DAS Weltnaturerbe und an Artenvielfalt nicht zu überbieten. Andauernd werden neue Lebewesen entdeckt. Zuletzt eine lustige Spinne, die so komisch tanzt und dabei klappert 😂...egal anderes Thema! In den Nationalparks kommt man nur mit einem Guide rein! Mein Guide ist gleichzeitig der Sohn des Parkchefs und ist quasi mit dem Regenwald aufgewachsen. Er arbeitet noch heute dort, forscht und schützt den Manú Nationalpark. Ich denke, dass das eine ziemlich gute Wahl von mir war und bin schon ganz gespannt. Die Erwartungen sind jedenfalls hoch 😂. Da es dort natürlich kein Internet gibt, wirst du jetzt eine Woche nichts von mir hören. Ich kann diese App aber auch offline verwenden und so hast du, sobald ich wieder Netz habe und "er" alles hochläd, ganz viel Neues zu lesen. 😊🙂😍
Nach einer kurzen Einweisung und den letzten Erledigungen heute gehe ich gleich schon ins Bett (halb 9), da ich morgen früh aufstehen und in den Regenwald abtauchen werde. Es geht in den Manú Nationalpark und für mich ist dieser Teil von Peru, das absolute Highlight meiner Reise (und auch der teuerste 😂)! Ich bedanke mich hier nochmal an alle, die mir das möglich gemacht haben. ❤😍Jeder der mitgewirkt hat, wird sich schon angesprochen fühlen! Du erfüllst mir damit einen absoluten Kindertraum und ich kann es garnicht erwarten mir das anzusehen! DANKE!!!

7 January 2017

Bei unserer Rückfahrt fahren wir durch das Land der Alpacas 😂. Ich glaube wir haben hier Ihren Ursprungsort gefunden. Hier auf ca 4000 Metern Höhe sind hunderte davon...😂
Also die Rainbow Mountains waren im Urlaub- im Ski Urlaub. Mag schon sein, dass wir da an der richtigen Stelle waren- aber von Rainbow Mountains war mal so garnichts zu sehen. 😂 es wird wohl für immer ein Mysterium bleiben, ob wir richtig waren, oder nicht. Laut unseren Kartenlesefähigkeiten, sind wir wohl eher in der Ausangate gelandet. Hätte auch von der Landschaft besser gepasst 😂 Dafür viel uns sofort ein besonders hoher Gipfel ins Auge und eigendlich stand von der ersten Sekunde an fest: das wird er- der erste 6000er! Ja was soll ich sagen, ich hab es tatsächlich da rauf geschafft (mit Elif. Elifs iPhone hat uns dann die tolle Höhe von 6070 Metern bestätigt) und bin natürlich ziemlich stolz. Der Abstieg geht bekanntlich schneller als der Aufstieg und so sitzen wir nun hier, ehe wir gleich nach Cusco zurück fahren. Eine lustige Truppe habe ich da erwischt! Gibt hier gerade einen Boxkurs für Anfänger 😂😂 Israelis sind, wo die Mädchen den Jungs das boxen beibringen! 😂

6 January 2017

Na endlich. Ich dachte schon ich finde keinen mehr! Aber heute habe ich tatsächlich Leute gefunden die auch auf der Suche nach den Rainbow Mountains sind. Das ist ein bestimmtes Gebiet im Vinicunca Gebirge und zeichnet sich durch wunderbar aussehende Sedimentschichten aus, die durch die Erdverwerfungen der 2 Kontinentalplatten (die für die Anden verantwortlich sind) alle an die Oberfläche getreten und gut zu bewundern sind. Da es sich hierbei einfach um eine, zwar bemerkenswerte, aber dennoch touristisch betrachtet, unwichtige Landschaft handelt, ist es nicht leicht, jemanden zu finden, der weiß wo genau das ist, oder der einen dorthin bringt. Deswegen bin ich froh über meine neue Bekanntschaft mit einer Gruppe freundlicher Israelis (+ Mietwagen), die denselben Plan wie ich haben. Gemeinsam machen wir uns morgen früh auf die Suche, drück mir die Daumen, dass wir es finden...😂😨🔍

5 January 2017

Was wäre eine Reise nach Peru ohne eine Lama-Farm zu besuchen? Ich jedenfalls find Lamas einfach super! Es gibt übrigens 4 Sorten von Lamas und nur in Peru sind alle Sorten heimisch. Den Inkas waren Lamas heilig! (Nützte dem Lama nichts, es wurde dann gerne mal geopfert 😂). Als Lastentier eignet sich nur das "normale" Lama. Alpaca, Guanakos und Vinicuncas sind zu störrisch (und auch etwas idiotisch), um sich domestizieren zu lassen. Bei den Alpacas müssen schon die Jüngsten ran, um Wolle zu lassen. Baby-Alpaca Wolle ist hier sehr beliebt! Übrigens haben Lamas die Fähigkeit, ihren Kreislauf zu regulieren und quasi in einen "Chill-Modus" zu gehen. Das hilft ihnen, in den enormen Höhen, in denen sie leben, nicht zu viel Energie zu verbrauchen.

4 January 2017

Heute habe ich ein verborgenes Talent in mir entdeckt. Um Cusco herum gibt es dutzende Inka Ruinen die man zu Fuß erkunden kann und auf dem Weg dorthin begegnet man mehreren Farmen und Bauernhöfen, auf denen kleinere Ausritte für Touristen angeboten werden. Warum nicht, dachte ich mir und der Spaß ging los. Das Pferd (Fredy) und ich haben uns irgendwie auf Anhieb verstanden und schon nach 5 Minuten hatte ich die Zügel in der Hand und wir waren uns einer Meinung. Es ging querfeldein von einer Inka-Ruine zur nächsten, der Farmer der mit mir ritt war ganz verzückt davon, wie gut es klappt und als ich auch einen kurzen Galopp gemeistert hatte, waren wir nicht mehr zu bremsen. Knapp 4 Stunden ritten wir hierhin und dorthin. Ein schöner Tag, der einfach nur Spaß gemacht hat! Fredy ist das erste Pferd was ich kennengelernt habe was lieber Bananen als Äpfel isst.😂

3 January 2017

Das Meerschweinchen- hier Cuy genannt, hat den selben Stellenwert wie ein Huhn. Es ist ein Nutztier bzw Nahrungsquelle! Cuys waren eine wichtige Nahrungsquelle der präkolumbischen Kulturen und obwohl sie eigendlich nur in den Bergregionen heimisch sind, wurden überall im ganzem Land Überreste von Ihnen gefunden. Die Meerschweinchen hier sind allerdings deutlich größer, als unsere flauschigen Freunde, die wir so kennen. Sie wiegen locker 2 Kilo und sind überwiegend braun oder weiß. Die Zubereitung erfolgt meistens über dem Grill. Fazit: Es hat einen ganz eigenen Geschmack, ein süßliche Note und schmeckt echt nicht übel. Allerdings ist wirklich nicht viel dran, am Cuy und für mich sind es doch die kleinen knuddeligen Haustiere, zum lieb haben. Die Erfahrung war ganz interessant und unlecker war es auch nicht- aber nochmal brauche ich das nicht.
Heute habe ich mit vorgenommen einfach mal nichts zu machen und meine Erkältung auszukurieren. Der Vorsatz hielt genau 3 Stunden. Dann wurde mir langweilig und ich hatte keine Lust mehr darauf. Trotzdem war es heute ein entspannter Tag zum Seele baumeln lassen. Ich habe eine Schokoladen Manufaktur besucht (in Peru wird ganz viel Kakao angebaut). Leider gibt es keine Fotos davon, das war verboten, dann war ich etwas bummeln und habe mich auf dem Stoffmarkt am feilschen versucht. Ich steige jetzt für die nächsten Tage in einem super hippen Hostel ab was bei Backpackern ganz beliebt sein soll. Ich wollte natürlich wissen was da dran so toll ist und kann es nur weiter empfehlen! Für 23 Soles (ca 6 Euro) gibt es hier Frühstück, n Bett, und erstklassige Unterhaltung. Es läuft gute Musik es gibt Cocktails, wenn man möchte, ein internes Tour-Büro, eine Küche, Billiard Tische und viele andere, die mindestens genau so bekloppt sind wie ich. Das Zimmer teile ich mir mit einer Argentinierin.
Da das Zugticket für eine Fahrt auch noch fast 90 Euro gekostet hat (achwas...😂) und ich immer noch zu geizig dafür war, habe ich tatsächlich die Autofahrt zurück nochmal gewagt. Also 30 km zurück wandern und mit m Auto nach Cusco .. Ich habe einfach immer daran gedacht wieviel tausend andere das überleben und habe selber dann auch überlebt. Ein anderes Auto auf dem Weg hatte einen Platten und somit verzögerte sich die Fahrt, da mein Fahrer geholfen hat. Um 23 Uhr kam ich endlich totmüde in Cusco an und hab mir einfach das nächstbeste Hostel gesucht. Morgen mach ich mal garnichts besonderes und kurier meine Erkältung aus.

2 January 2017

Eins kann man mit Sicherheit sagen. Diejenigen die diese Stadt geplant und gebaut haben waren Meister der Konstrukteure und des Handwerks. Die Steine passen perfekt aufeinander- Mörtel wird hier nicht benutzt. Auch bei Erdbeben stürzt kein Gebäude ein! Man muss aber definitiv schwindelfrei sein, wenn man sich hier umsehen möchte. Die Inkas mussten ein Faible für Ästhetik gehabt haben. Jedenfalls ist die Anordnung der Häuser so geschickt gemacht dass du niemanden anderen in die Bude glotzen musst. Jeder hatte mindestens aus einem Fenster Ausblick! Besonders beeindruckend ist das Wasserleitungssystem. Die meisten Häuser verfügen über eine eigene Wasserleitung im Haus. Diejenigen, die das nicht haben, müssen aber auch nicht weit bis zu einer Wasserquelle laufen. Das krasseste - Alle Kanäle, Rohre und künstlich angelegten Brunnen funktionieren noch und fördern auch heute astreines trinkbares Wasser!
Wenn du in Peru warst und dir nicht Machu Picchu angesehen hast- dann warst du nicht wirklich in Peru. Mit dem Satz begann der Guide seine Führung durch die Stadt. Rotzfrech hab ich mich einfach dazu gestellt und mit zugehört.😂 Die ersten 2 Stunden musste ich Machu Picchu nur mit ein paar Dutzend Leuten teilen. Luxuriös und fantastisch! Man ist aber einfach erstmal fassungslos, wenn man sieht, was die hier damals gebaut haben. Ich konnte eigendlich nichts anderes, als paralysiert durch die Straßen zu gehen und zu staunen. So gegen 9:30, wenn dann die ganzen Touristen ankommen, stehen auch alle Guides und Mitarbeiter von Machu Picchu auf der Matte. Besonders toll fande ich das Wetter. Es war neblig und eigendlich echt ungemütlich... Aber Machu Picchu ist eben ein geheimnisvoller Ort und ich finde, der Nebel hat die Stimmung perfekt gemacht. Genau so habe ich es mir gewünscht!
Da der frühe Vogel bekanntlich den Wurm fängt, habe ich mich um 4:30 nachts auf den Weg gemacht um die letzte Etappe nach Machu Picchu als erstes zurück zu legen. Hell wird es hier sowieso schon um 5 und so habe ich vielleicht die Chance, die Ruinen ohne tausende andere erkunden zu können. Tickets muss man übrigens schon in Cusco kaufen. Wenn du hier keine Eintrittskarte hast, haste Pech. Der letzte Part, um zu der versunkenen Stadt zu gelangen, führt über den weltberühmten Inkatrail und hat sich ganz schön gewaschen! Gute Kondition und Fitness sind Pflicht. Einen anderen Weg gibt es nicht. Wenn du mal "Herr der Ringe" geguckt hast und dich an die Treppe nach Mordor erinnerst- das ist sie! (Wurde hundertpro da gedreht, von wegen special effects 😂) doch mein frühes Aufstehen hat sich so gelohnt. Ich bin tatsächlich als einer der allerersten oben angekommen und habe freie Bahn! Es ist sehr neblig und ich fühle mich einfach nur wie der Ober-Forscher! Ab rein da!
Unsere Gleisbett-Wanderung entwickelt sich zu einer der besten Wanderungen, die ich bisher gemacht habe. Zusammen finden wir ein paar ziemlich abgedrehte Insekten, wir pflücken Bananen und essen sie (die waren innen orange und haben mir garnicht geschmeckt 😂 aber das konnte ich vor Eugéne nicht zugeben!) aber die Sache an sich, eine Banane mal dort zu essen, wo sie auch wirklich herkommt, fand ich toll. Da momentan Regenzeit ist, bleiben auch wir von einem kräftigen Schauer nicht verschont. Und wir haben einen Pilz gefunden, der beim berühren sternförmig aufplatzt! 😂 dadurch das wir so rumgetrödelt haben, kommen wir erst gegen 18:30 Uhr in Aguas Calientes an. Der Ort besteht aus sagenhaften 30 Häusern und es gibt dort nicht viel Auswahl. Mein Hostel ist das schäbigste, was ich je gesehen habe. Wenn man den Wasserhahn im Bad anmachen möchte, muss man die komplette Armatur einmal im Uhrzeigersinn drehen (ja das ging😂). Warmes Wasser gibt es natürlich nicht- auch nicht in der Dusche.
Mit im Auto sitzt Eugéne aus Kanada und wir sind jetzt Traintrackbuddys 😂😎. Zusammen laufen wir von Ollantayatambo über Santa Theresa (den Ort gibt es übrigens garnicht, es gibt nur ein Schild wo das draufsteht, aber weit und breit ist kein Haus zu sehen 😂) bis nach Aguas Calientes. Das sind ca 30 km. Aber an den Gleisen entlang kein Problem! Nach ca 15 Kilometern taucht plötzlich ein einzelnes Haus auf (vllt ist das Santa Theresa 😁😂). Eine alte Frau kommt raus und begrüßt uns ganz aufgeregt. Sie besteht drauf, dass wir uns hinsetzen und tischt uns ein ordentliches Mittagessen auf. Das Essen war mega und viel besser als das in so nem teureren Restaurant in Arequipa 😭 (zum heulen mit den Restaurants hier). Allerdings ist mir immer noch schleierhaft wie diese Frau sich versorgt, wo die ihre Lebensmittel herbekommt und warum die da ganz allein mitten im Dschungel wohnt 😂
Es lief dann alles doch anders als ich mir das vorgestellt habe, aber so fande ich das auch nicht schlecht. Es scheinen einige auf die Idee zu kommen nach Machu Picchu zu laufen. Da wittern natürlich viele einheimische Menschen ihr Geschäft des Lebens. Man wird auf dem Weg durch kleine Ortschaften andauernd angequatscht ob man mit dem Auto mitfahren möchte und als es anfing in Strömen zu regnen und der Fahrer auf ein Auto zeigte, wo schon andere drin saßen (unter anderem ein Kind), dachte ich mir warum eigendlich nicht. Die Fahrt dauerte ewig da die Straßen woanders lang führen, als die Gleise und in einem richtig schlechtem Zustand sind. Alles je in einem Auto erlebte, stellt diese lebensmüde Fahrt in den Schatten. Nie wieder mach ich das! 😂 Allerdings kann man mit dem Auto bis in das Dorf, wo ich hinmöchte, nicht fahren! der Fahrer faselt etwas von einem Ort namens Santa Theresa. Von da kann man gut an den Gleisen weiter laufen. Na meinetwegen natürlich gerne!

1 January 2017

Irgendwie habe ich mir eine kleine Erkältung eingefangen, bei dem Spaß gestern. Bevor ich also weiter mache, werde ich mal eine Apotheke aufsuchen. Ich mache mich nämlich gleich auf den Weg in die sagenumwobene Inkastadt Machu Picchu. Es gibt zig Möglichkeiten dorthin zu kommen. Die langweiligste und teuerste ist wohl mit nem Reisebus und ner geführten Tour. Dann kann man mit dem Zug nach Aguas Calientes fahren und den Rest laufen. Aber 170$ für ein Zugticket ist mir auch echt zu viel. Da mein Vulkan Abenteuer jetzt auch schon wieder fast 4 Tage her ist und es Zeit für was beklopptes wird,werde ich nach Machu Picchu laufen! Der einzige Cheat wird sein, dass ich mich aus der Stadt mit m Taxi rausfahren lassen werde 😂😂😂 ist total einfach, man läuft einfach den Gleisen des Zuges hinterher. Und da der nur einmal am Tag fährt ist das auch garnicht so schlimm. Da man Gleise nicht mit viel auf und ab bauen kann,wird es eine sehr gerade Strecke und wir hören bestimmt heute Abend voneinander
Hey ich wünsche dir ein wunderbares neues Jahr aus Peru! Da du erfolgreich 2016 überlebt hast, (im Vergleich zu vielen anderen) kann es nur besser werden! Wobei ich fand 2016 garnicht schlimm. Mir sind ganz viele, ganz wunderbare Sachen passiert, die ich natürlich nicht eintauschen möchte! Hier geht es an Silvester übrigens ultra ab 😂 das wird ne lange Nacht, es ist eine einzige fette Party hier! Nicht zu verachten ist der sogenannte Kofferlauf. Leute laufen mit einem Koffer 3 mal um ihr Haus und hoffen so auf ein abwechslungsreiches, reiselustiges Jahr! Das machen die wirklich, ich hab es gesehen 😂 die rennen mit ihren Koffern einmal um die Plaza di Arma. Das einzig Blöde: Jemand hat die Jesus-Krippe vor der Kirche mit ner Rakete entzündet und jetzt brennt es vor der Kirche. Die Löscharbeiten laufen, während andere mit ihrem Koffer vorbei rennen. Perfektes südamerikanisches Chaos! 😂😨

31 December 2016

In Cusco angekommen habe ich erstmal einen Kulturschock bekommen. Alles ausserhalb des historischem Stadtkerns ist ÄUßERST gruselig und gefällt mir garnicht! 😨 der Stadtkern allerdings ist einfach nur schön. Viele Gebäude stehen noch auf den Grundmauern der Inka-Zeit, manche Gebäude sind komplett erhalten geblieben. Das ist Peru wie man es aus Bildern kennt! Pünktlich zu Silvester habe ich 2 nette Damen kennengelernt, die im selben Hotel absteigen. Die eine musste gerade ihre Kreditkarte sperren lassen, als ich mir der anderen ins Gespräch kam. Sie hat in so einem No-Name Bankomat Geld abheben wollen (stehen hier oft in Drogerien und so herum) und der Automat hat die Karte nicht mehr hergegeben. Hätte ich ihr gleich sagen können, dass man das nicht benutzen sollte. 😂 Nett sind die beiden trotzdem und deshalb gehen wir nachher zu dritt in ein typisch peruanisches Restaurant und probieren ein Meerschweinchen (irgendwie ja gemein...)!
Da es hier schon um 4 hell wird konnte ich die letzte Stunde Busfahrt aus dem Fenster sehen. Die Vegetation hat sich deutlich verändert. Der staubigen Wüstenlandschaft weichen dichte Wälder und grüne Täler. Was die Behausungen angeht so sind wir deutlich in der dritten Welt angekommen. Vereinzelt stehen ein paar Häuser, die ihre besten Tage schon hinter sich gelassen haben. Wir fahren vorbei an einfachen Bauernhöfen und Berghängen. Terassenartige Konstruktionen, auf denen heute noch Landwirtschaft betrieben wird und nebelverhangene Ruinen, zeugen von glorreichen Tagen einer verlorenen Hochkultur...Es wird spannend!

30 December 2016

Um 20:30 ging es mit dem Nachtbus los nach Cusco. Wer jetzt denkt so ein Nachtbus kann doch nichts sein, wie soll man da schlafen können, hat noch nie einen südamerikanischen Reisebus von innen gesehen. Die Stühle kann man zu einer Liege ausfahren, fernsehen gibt es auch auf englisch- Essen inclusive. Wenn ich morgen aufwache werde ich in Cusco sein ☺. So macht reisen Spaß!
Apropos Markt. Der Wochenmarkt ist natürlich Hotspot von Dieben und irgendwelchen Betrügereien. Wenn du auch mal hierhin möchtest und dir unsicher bist wie du es anstellen sollst, verrate ich dir ein paar Tipps. Ich glaube der größte Trick besteht darin, immer in Bewegung zu bleiben. Wenn du die Straße überqueren möchtest, tu es bei passender Gelegenheit und bleib nicht ewig stehen (Ampeln sind hier sowieso nur Dekoration 😂). Erwecke den Eindruck, als wüsstest du ganz genau, wo du hinmöchtest und als ob du dich auskennen würdest. Wenn dich ein Laden interessiert- geh rein (du wirst eh angequatscht auch wenn du nur reinschaust 😂) Ich selbst habe mich dagegen entschieden eine Handtasche oder so dabei zu haben. Rucksäcke werden gerne von unten aufgeschnitten und dann fällt alles raus. Ich hab einfach so viel Bargeld, wie ich meine zu brauchen, in meiner Hosentasche oder Innentasche einer Jacke. Links kleine Scheine, rechts große.. Dann musst du nur das rausholen was du brauchst.
Auf der Suche nach dem perfekten Restaurant habe ich endlich das Harvestehude (wohlhabender Stadtteil in Hamburg) von Arequipa gefunden 😂👌 dabei bin ich heute kreuz und quer durch die Stadt gelaufen und hab mir alles angesehen. Von schlechten bis zu guten Stadtteilen war alles dabei. Den optischen Unterschied habe ich allerdings nicht erkannt. 😂 Frisch gepresste Obstsäfte auf dem Markt sind der Hit hier. Richtig lecker. In Arequipa wachsen viele exotische Früchte! Schön ist, dass man in die meisten Gebäude wie Kirchen einfach hereinspazieren kann. Alles hat geöffnet - für jeden. In einem Café habe ich gesehen, wie eine bedürftig aussehende Frau alle Brötchen vom Vortag geschenkt bekommen hat. 😊 Das ist etwas, was ich so mag an Südamerika. Die Leute haben größtenteils echt nicht viel. Aber das was sie haben, teilen sie miteinander. Hier lebt niemand auf der Straße!
Achja nen traumhaft schönen Sonnenbrand hab ich mir eingefangen. Vielleicht kaufe ich mir heute einen Hut! 😂 Im sexy and I know it!
Irgendwie habe ich jetzt keine Lust mehr auf den Titicacasee und habe mir deshalb ein Busticket nach Cusco gekauft. So ist das eben wenn man alleine verreist. Man macht einfach genau das was man möchte. Ausserdem habe ich gehört, dass die Ortschaft Puno am Titicacasee echt hässlich sein soll. Und wenn ein Südamerikaner das sagt, kannst du davon ausgehen, dass es richtig hässlich dort ist! 😂😂 Durch den Nachtbus spare ich mir einmal eine Unterkunft und kann heute den ganzen Tag noch etwas machen. Schau gleich mal in mein schlaues Buch und such mir was feines raus.

28 December 2016

Zugegeben für ein perfektes Frühstück fehlt hier so einiges. Aber wer kann schon von sich behaupten den Sonnenaufgang auf einem Vulkan zu erleben- beim Frühstück. Dazu fällt mir jetzt auch garnicht viel ein, diesem Foto ist nichts mehr hinzuzufügen. Die Höhe hat mir aber in der Nacht ganz schön zu schaffen gemacht. Habe nur sehr wenig und sehr schlecht geschlafen. Das wird im Hotel alles nochmal aufgeholt, ich fühle mich wirklich sehr sehr müde. Mein Zelt ist voll mit Schnee und Staub. Das wird n Spaß das zusammen zu legen... ekelhaft 😂
Zu dieser Pflanze möchte ich dir was spannendes erzählen. Ich habe diese Pflanze bereits in Ushuaia kennengelernt und sie ist wirklich etwas ganz besonderes! Sie wächst einzig und allein in größeren Höhen in den Anden und sieht aus wie Moos auf einem Stein. Tatsächlich ist aber das ganze Gebilde die Pflanze. Dadurch, dass sie nur einen Millimeter pro Jahr wächst kannst du dir vorstellen wie alt dieses Exemplar ist. Die größten die ich in Ushuaia gesehen habe waren maximal so groß wie Medizinbälle, geschätzt wurden sie auf ca. 1000 Jahre! Diese hier sind MINDESTENS so groß wie Medizinbälle. Es gibt ganze Felder von den gnubbeligen Dingern. Übrigens: wenn man die Pflanze an einem Teil beschädigt stirbt das ganze Gebilde innerhalb von 10-20 Jahren ab (je nach Größe). Beschädigen heißt schon allein drauftreten oder etwas schwereres drauf legen.. Für mich ist es schier unbegreiflich, dass tausende von Jahren nichts diese Pflanze heftig berührt hat und sie ungestört wachsen konnte.
Auf zum Vulkan! Nach einer echt gestörten Autofahrt (ich dachte ein paar mal, wir sehen uns nie wieder 😂) sind wir zu einem Parkplatz gekommen, von wo man gut los laufen kann. Was für eine Landschaft. Sowas habe ich noch nie gesehen! Es ist auf den ersten Blick karg und doch steckt soviel Leben hier drin. Man muss nur ganz genau hinsehen! Eidechsen, bunte Vögel und ganz viele Pflanzen. Wir befinden uns hier auf 5600 Metern Höhe. By the way: Dieselbe Höhe wie das Mount Everest Basecamp. Ein befriedigendes Gefühl, zu wissen, man würde es theoretisch dort hin schaffen! Der absolut höchste Punkt den ich jemals zu Fuß erreicht habe. Der Gipfel ist nur 400 Höhenmeter entfernt aber ich habe das Gefühl das schaffe ich nicht, ich fühle mich gerade noch ganz fit und das soll ja so bleiben. Deswegen geht es morgen ganz relaxed wieder runter. N Zelt habe ich mir geliehen. Kann man hier überall. War auch besser so, ich und all meine Sachen sind so staubig wie nie zuvor im Leben. 😂
Der erste Tag! Arequipa überrascht mich wieder. Die Stadt ist richtig schön 😂 wenn du mal in Südamerika warst oder da mal hinwillst, wirst du schnell merken, es ist nicht so leicht eine wirklich sehr schöne Stadt zu finden. Durch meine gestrige Bekanntschaft bin ich auch sofort zum trekken verabredet! Wir schauen uns einen Vulkan an. Die Leute hier sind mächtig stolz auf diesen Vulkan, verschönert der "El Misti" auch maßgeblich die Landschaft. Ausser wenn er gerade mal ausbricht, das tut er nämlich ab und an. Dann finden Sie ihn etwas lästig. Ansonsten trohnt er über der Stadt als mahnendes Naturdenkmal. Ich inspiziere jetzt mal das Frühstück! Du hörst spätestens morgen von mir, mit neuen Schnappschüssen ist zu rechnen! 🤗
Das war ja jetzt echt krank 😂 Also mein Hotel hat mich einfach mal am Flughafen vergessen. (Typisch) War aber nicht so schlimm, da war ne Familie, deren Tochter aus Arequipa ist und in Deutschland studiert. Ihre deutsche Freundin wollte zu Besuch kommen und da die Eltern die noch nie gesehen haben, haben sie mich erstmal mit ihr verwechselt. 😂 Nach einer herzlichen Begrüßung wurde mir promt geholfen, den Fahrer vom Hotel zu finden. Als dann klar war, dass der nicht kommt, hat der Vater da erstmal angerufen und die zur Sau gemacht, dass das ne Frechheit wäre! 😂👌Ich wurde kurzerhand dann einfach von der Familie dahin gefahren und weil es so witzig war, wurde die echte Freundin und ich noch auf ne nächtliche Stadtrundfahrt mitgenommen. Also Arequipa ist überraschend groß..Von der Fläche locker mal so groß wie Hamburg!

27 December 2016

Was für eine Reise! Der Zwischenstop in Amsterdam war eine erstklassige Entscheidung. Die Stadt ist auch im Dunkeln schön. Aber im allgemeinen bin ich glaube ich zu deutsch dafür. Die ganze Stadt besteht aus Essen, noch mehr Essen, Gras und wieder Essen. Versteh mich nicht falsch, ich bin ja nicht spießig oder so - aber das ist mir irgendwie zu abgedreht! Viele Leute die so aus den Coffeeshops rausstolpern..ähh..schweben, sehen auch ehrlichgesagt aus wie die Oberhänger. 😂👌 Ich hab mir die Nacht erst in einem Restaurant und später in verschiedenen Bars um die Ohren geschlagen. In der ersten Bar habe ich Jennifer kennengelernt. Das Eis war sofort gebrochen und als sie mir ihre Bücher gezeigt hat, die sie dabei hatte gefiel sie mir umso mehr. Jenny wohnt in Los Angeles und ist zu Besuch in Amsterdam gewesen.
Ob ich Lust hätte mit ihr und ihren Freunden zu einer Haus-Party zu gehen. Na und ob ich Lust habe! Dank Jenny ist mir nun vieles über Amerika klar geworden und vielleicht schaue ich es mir doch noch mal an! (Vielleicht weißt du es noch nicht, aber ich find die USA äußerst  gruselig😂) ich weiß jetzt zum Beispiel, dass in Santa Barbara ein Mensch wohnt der von sich selbst denkt, er sei ein Rockstar (ist er aber nicht). Er ist so davon überzeugt, dass er es all seinen Freunden andauernd erzählt und sich überall so aufführt. Ich konnte es nicht glauben, durfte mir dann aber seine Facebook Seite ansehen... Dem ist nichts mehr hinzuzufügen, dem Typ brennt eindeutig der Helm! Naja seid seinem Beginn dieses desolaten Zustandes, hat Jenny zugegeben nicht mehr ganz so gut mit ihm befreundet zu sein 😂. Komisch aber auch

26 December 2016

Hey du! Wer immer du bist, der gerade vor einem Bildschirm hockt und sich gerade diesen Reiseblog ansieht. Ich wünsche dir viel Spaß beim lesen und nehme dich ein Stück mit nach Peru- eines der vielfältigsten und aufregendsten Länder der Erde! Da das immer so eine Sache mit dem Schreiben ist, habe ich mich für die Briefform entschieden und spreche dich direkt an. So fällt es mir am leichtesten. Ich denke das ist okay für dich und falls ihr zu mehreren verfolgt, fühlt euch einfach alle angesprochen. Die meisten Fernreisen beginnen mit der Fahrt zum Flughafen. Ganz am Anfang steht man meistens an nem Bahngleis, wo brandfrisch dieses tolle Foto geschossen wurde! (Selfiesticks forever). Erstes Ziel ist Schiphol in Amsterdam. Man glaubt es nicht aber den Flughafen selber durfte ich schon insgesamt 3 mal erkunden, in Amsterdam selber war ich jedoch noch garnicht. Deshalb gönne ich mir heute diese Premiere und schau mich dort mal um. Man darf gespannt sein! 🤗