Cuba · 18 Days · 40 Moments · August 2011

Theresa Drescher

Kuba: Sozialismus, Nostalgie, Abenteuer!


1 September 2011

El Floridita - oder nicht Das kleine "El Floridita" zählt dank Ernest Hemingway zu den bekanntesten Lokalen der Stadt. Für einen Mojito oder Daiquiri zahlt man jedoch schnell drei Mal so viel wie anderswo... Live-Musik gibt es außerdem in der Gegend rund ums Floridita in fast allen Lokalen. Und die Cocktails schmecken dort genauso gut. Vielleicht möchte man nach drei Wochen Kuba aber auch einfach mal einen Abend kein "Chan Chan" hören - dann sollte man sich in eine Bar setzen, in der ausschließlich Cubanos sind. Denn die Musiker spielen dort, wo sich die Touristen aufhalten.
Camera obscura Direkt an der Plaza Vieja befindet sich in einem Museum eine Kamera Obscura, die einen 360 Grad-Panoramablick auf die Dächer der Stadt ermöglicht. Auch wenn man lange anstehen muss und der Eintritt nicht billig ist, sollte man unbedingt hingehen! Es lohnt sich, denn die Aussicht ist atemberaubend!

31 August 2011

Schnorcheln! Da es vor Varaderos Küste keine Korallenriffe gibt, wir jedoch unbedingt vor der Heimreise noch ein paar hübsche Fische sehen wollten, haben wir zwanzig Dollar für eine Snorkelling-Tour bezahlt. Man fährt mit einem Boot etwas weiter aufs Meer raus, dann wird Brot ins Wasser geschmissen und schon kommen hunderte bunte Fische.
Ein bisschen Luxus Da das Reisebudget von 800 Euro noch lange nicht aufgebraucht war, beschlossen wir, uns drei Tage in einem vier Sterne All Inclusive Hotel in Varadero einzumieten. Hotels müssen nicht von zu Hause aus schon gebucht werden. Wenn man am Ende des Urlaubs noch Geld übrig hat, geht man einfach in eines der zahlreichen Reisebüros und schaut sich den Hotelkatalog von Varadero an. Wenn man Glück hat, lässt sich ein Schnäppchen finden. Wir suchten uns ein schickes vier Sterne Hotel direkt am Strand aus und zahlten pro Person pro Tag todo incluido nicht mal 30 Euro. Nach zwei Tagen reichte es uns und wir flüchteten nach Havanna. Nicht aber, weil das Hotel so schlecht war, nein! Wir sind einfach keine all inclusive Strandurlauber!

30 August 2011

Pizza von der Straße Um umgerechnet weniger als 20 Cent gibt es in Cienfuegos an jeder Straßenecke Pizza mit Tomaten und Käse. Die Verkäufer haben oft eine andere Arbeit, Pizzabacken ist quasi nur Nebenverdienst. Auch wenn die Läden (oft ist es gar kein Laden, sondern man bestellt durch ein Fenster) manchmal ziemlich unschön sind, die Pizza ist lecker und auch der Preis überzeugt!
Baden im erfrischenden Süßwasser - El Nicho Baden im kristallklaren Süßwasser: So etwas ist möglich im Urwald zwischen Cienfuegos und Trinidad. Früh am Morgen wurden wir von einem Taxi abgeholt, das wir plus Fahrer für den ganzen Tag für ungefähr 30 Euro gemietet hatten. Nach einer Stunde Fahrt kamen wir dann im Paradies an! Es lohnt sich, früh aufzustehen, weil um die Mittagszeit viele Touristen aus Havanna eintrudeln. Nach einer kurzen Wanderung zum großen Wasserfall gingen wir schließlich im erfrischend kalten Süßwasser baden. Von den Steinen kann man gut in die natürlichen Wasserbecken springen.

29 August 2011

Karikatur Am Hauptplatz gingen wir in ein kleines Café um einen schnellen Kaffee zu trinken. Keine fünf Minuten später waren wir mit zwei Männern im Gespräch, die jeden Tag Karikaturen von Gästen malen. Sie zeigten uns ihre Bilder. Wir beauftragten sie, auch eine Karikatur von uns zu zeichnen. Am Ende kauften wir die beiden lustigen Bilder für 5 Dollar – eine schöne Erinnerung!
Kaffee im Yachtklub Im Yachtklub, der am Weg zu La Punta liegt, haben wir wunderbaren Kaffee ganz ohne Kondensmilch genossen. Es parken viele beeindruckende, große Yachten im Hafen.
Spaziergang zu La Punta Cienfuegos ist eine sehr kleine, unscheinbare Stadt. Wenn wir nicht den wunderschönen El Nicho - Wasserfall besichtigen hätten wollen, wären wir vermutlich nicht dort stehen geblieben. Es wäre schade gewesen! Auch wenn die Stadt nicht viel zu bieten hat - ein Spaziergang entlang der Uferstraße ist sehr erholsam. Am Ende, bei La Punta, wartet ein weißer Pavillon. Cienfuegos ist nicht so laut, alt und dreckig wie die anderen kubanischen Kleinstädte. Die Gebäude sind frisch gestrichen, es liegt kein Müll auf der Straße und sogar die streunenden Hunde sucht man vergebens im Stadtbild.

28 August 2011

Auf der Leguan-Insel Da wir schon seit über zehn Tagen nicht mehr am Meer waren, entschlossen wir uns für einen verhältnismäßig teuren Trip (50 Euro) zur Leguan-Insel. Man kann die Tour in fast allen Reisebüros der Stadt buchen. Am Morgen holte uns ein Minivan ab und brachte uns und ein anderes Pärchen zum Hafen. Dort wartete ein kleiner Katamaran auf uns, inklusive Crew. Wir konnten zwei Stunden am Deck in der Sonne entspannen, ehe wir zur Mittagszeit auf der kleinen, unbewohnten Insel mitten im Karibischen Meer anlegten. Ein paar hundert Meter vor der Insel blieben wir noch bei einem Korallenriff stehen und wir hatten die Möglichkeit, schnorcheln zu gehen. Die einzigen Bewohner der einsamen Insel sind Baumratten, die auf den ersten Blick nicht viel mit normalen Ratten gemeinsam haben... und natürlich Leguane. Davon gibt es zur Genüge. Wenn man keine Angst vor Leguanen hat und man sich einmal wie Robinson Crusoe fühlen möchte, ist der Ausflug sehr empfehlenswert!

27 August 2011

Hauptplatz - UNESCO Weltkulturerbe Der Hauptplatz in Trinidad zählt zum UNESCO Weltkulturerbe. Wir sahen eine Gruppe alter Männer mit einem Esel. Beim Vorbeigehen wurde uns klar, dass diese Männer das Motiv der nach Hause geschickten Postkarte sind! Die drei Herren müssen irgendwie berühmt sein in Kuba, denn die Karte haben wir nicht in Trinidad, sondern in Santiago gekauft.
Das Franziskanerkloster Nach drei Tagen in Santiago ging es mit dem Nachtbus weiter nach Trinidad. Die Stadt hat außer einer Menge Galerien noch so einiges zu bieten. Vor allem das Franziskanerkloster beeindruckte uns. Ein Besuch lohnt sich, denn der Ausblick vom Turm auf das saftig-grüne Umland bleibt lange in Erinnerung.

26 August 2011

Liebevolle Gastgeber Durch Zufall haben wir ein Zimmer in einem von liebevollen Gastgebern geführten Casa Particular gefunden. Das Haus von Evelyn und Frank liegt in der Carniceria zwischen der Calle San Francisco und der Calle San Germán. Evelyn und Frank haben vier Kinder: zwei erwachsene Töchter, die studieren, und Zwillinge, die ungefähr 10 Jahre alt sind. Frank und Evelyn sind sehr offen und sprachen mit uns über Fidel Castro, die politischen Probleme des Landes und den ewigen Sozialismus. Sie kümmerten sich liebevoll um uns. Auch die Dachterrasse mit den vielen singenden Vögeln ist toll! Leider starb einer der Vögel während unseres Aufenthalts und Evelyn und die Zwillinge waren sehr traurig. Wir gingen mit ihnen dann in eine Vogelhandlungen und kauften einen neuen, jungen, singenden Kanarienvogel. Auch das war ein Erlebnis und wir haben gelernt: Kubaner lieben Vögel!
Kindergeburtstag auf kubanisch In einem keinen Café wurden wir von einem Rasta-Man mittleren Alters angesprochen. Wir plauderten ein wenig und er erzählte uns vom Geburtstag seiner ältesten Tochter. Uns war schnell klar: Da wollen wir dabei sein! Also machten wir uns am Nachmittag auf zum achten Geburtstag der kleinen Ana-María. Die Party hörte man schon von weitem. Mindestens 20 Mütter und 50 Kinder jeden Alters saßen auf Langbänken vor dem Haus. Und im Inneren sah es nicht anders aus. Mir wurde beim Hineingehen ein schreiendes Baby in den Arm gedrückt und die Kinder sammelten sich um uns und löcherten uns mit Fragen. "Woher seid ihr? Wie heißt ihr? Warum seid ihr hier?" Dann fingen sie schon an, uns anzubetteln, Fotos von ihnen zu machen. Es war eine verrückte und lustige, aber auch anstrengende Party! In Kuba sollte man immer offen für alles sein - und keine Angst vor Unbekanntem haben. Kuba ist ein sicheres Land und genau solche Dinge (wie wahnsinnige Geburtstagsparties) bleiben am längsten in Erinnerung!

25 August 2011

La casa de las tradiciones Wir besichtigten das "Casa de las tradiciones" am Nachmittag, obwohl das Tanzlokal mit Livemusik nur abends geöffnet ist und nur dann Getränke serviert werden. Es ist aber ganz praktisch, etwas früher dort zu sein, weil man dann die Möglichkeit hat, die vielen USA-kritischen Zeichnungen und Bilder ungestört zu betrachten. Die Band für den Abend war auch schon da und probte einige Son-Lieder, die wir kostenlos und völlig entspannt hören durften - ein kleines Privatkonzert also!
Stadtbummel Richtung Meer - auch Fidel war mal jung! Beim Durchdiestadtbummeln lernten wir einen jungen Kubaner, Pedro, kennen, der uns anbot, uns Santiago zu zeigen. Ziel war das "casa de las tradiciones", das nur gut zwei Kilometer vom Plaza de Cespedes enfernt liegt. Der Weg führte vorbei an Fidel Castros Wohnung, die er in jungen Jahren bezogen hatte. Dann ging es weiter zur "Esaclera de Padre Pico", von den Einheimischen liebevoll "Spanische Treppe Santiagos" genannt, und letztendlich landeten wir bei einer wunderschönen Kirche. Die Straßen sind sehr hügelig und steil. Es lohnt sich dennoch, ein bisschen aus dem Zentrum Richtung Meer rauszulaufen, weil kaum Touristen unterwegs sind und man wieder mal das Gefühl hat, das "echte" Kuba zu sehen. Am Heimweg sahen wir unzählige Kinder mit selbstgebastelten Skateboards wie sie die steilen Straßen hinuntersausten – Freizeitbeschäftigung Nummer 1 in Santiago!

24 August 2011

Galerie am Parque Cespedes Direkt am Parque Cespedes befindet sich eine hübsche Galerie, die Zeichnungen und Drucke regionaler KünstlerInnen verkauft. Auch wenn man kein Geld für Kunst ausgeben möchte - es lohnt sich, hinzuschauen!
Endlich Pizzaaaa Nach ein paar Stunden im Taxi sind wir endlich in Santiago, Kubas zweitgrößter Stadt, angekommen. Am Plaza de Cespedes, einem netten, kleinen Platz im Zentrum, haben wir uns ins Hotel Casa Granda in den Schatten gesetzt und eine Pizza bestellt...Endlich mal was anderes zum Essen als Reis mit Bohnen und Shrimps! Und wir wurden nicht enttäuscht! Die Pizza war gut, dafür aber etwas teurer als wir es von Kuba gewohnt waren. Und auch der Mojito und die Nachspeise, Flan, waren lecker. Ein bisschen kulinarische Abwechslung war einfach dringend nötig! Außerdem war es nach der wilden den Taxifahrt entspannend, das rege Treiben am Platz zu beobachten. (Ein Schwein auf der Straße und starke Regengüsse sind keine gute Kombination!)

23 August 2011

Gibara von oben Am Marktplatz lernten wir einen Cubano, Francisco, kennen, der uns die Stadt von oben zeigen wollte. Er war Mechaniker und lernte in seiner Freizeit Deutsch. Sein Wortschatz war enorm. Er konnte sämtliche Vögel und Bäume benennen und freute sich, dass sich Deutschsprechende in seinen Wohnort verirrt hatten. Wir wanderten unzählige Stufen und steile Gassen hinauf und wurden letztendlich mit einem wunderschönen Ausblick über die Bucht belohnt. Unsere Wanderung ging aber noch weiter: Strammen Schrittes spazierten wir in das Umland, bis wir schließlich im Dschungel angelangt waren. Nach weiteren 30 Minuten Fußmarsch über dunkelrote Erde kamen wir bei der Fledermaus-Höhle an. Innen war es stockfinster. Ein reißender Fluß durchquert die Höhle. Leider hatten wir keine Taschenlampe mit... Es wäre zu gefährlich gewesen, ohne Beleuchtung weiter ins Innere der Höhle vorzudringen.
Fährenfahrt Mit einer winzigen Fähre, die nur drei Mal täglich anlegt, fuhren wir auf die andere Seite der Bucht. Wir haben den Tipp von unserer Casa-Besitzerin erhalten. Die Menschen auf der Fähre erzählten uns, dass das Boot in der Vergangenheit schon ein paar Mal gekidnappt worden war. Der Kapitän wurde, mit der Waffe am Kopf, gezwungen, nach Florida zu fahren. Geglückt ist der Versuch noch nie. Für uns sowieso unvorstellbar, auf so einem kleinen, alten Boot den wilden Golf von Mexiko zu überqueren... Auf der anderen Seite der Bucht waren wir erst einmal enttäuscht: Ein paar Schweine suchten nach Futter und alles war alt und kaputt. Gibara ist einer jener Ort, die 2009 von Hurricane Ike am meisten zerstört wurden. Wir spazierten einen kleinen Waldweg entlang, sahen keine Menschenseele und genossen letztendlich die Ruhe und Wildheit der Natur. Bevor es mit der Fähre wieder zurückging, plantschten wir an einem verlassenen Strand und sahen wunderschöne Korallen.

22 August 2011

Spaziergang durch die Stadt und die Tabakfabrik Gibara ist - wie wäre es anders zu erwarten - genauso wie Santa Clara und Holguín aufgebaut. Ein großer, schöner Marktplatz im Zentrum lädt zum Rasten ein. In unmittelbarer Nähe befindet sich die Tabakfabrik, deren Türen und Fenster tagsüber immer geöffnet sind. Wir standen eine Weile da und beobachteten die Frauen, die eine Zigarre nach der anderen rollten. An der Wand hängt, so wie fast überall, ein Porträt Fidel Castros.
Entspannung am Ufer Gibara ist ein kleiner Ort am Meer, zwei Autostunden von Holguín entfernt. Mit dem Oldtimer-Taxi sind wir durch die saftig-grüne Landschaft gefahren, um einige Tage in Gibara zu verweilen - der Stadt des cine pobre: Jedes Jahr im April wird in dem kleinen Dorf, das nicht mehr als 70 000 Einwohner hat, das Filmfestival "der Armen" gefeiert, also ein Independent-Festival, bei dem lateinamerikanische Produktionen vorgestellt werden. Am Tag unserer Ankunft spazierten wir das Ufer entlang, bis wir zu einer Wiese gelangten, auf der nachmittags schon viele Betrunkene und Angeheiterte in der Sonne dösten. Es war der Tag des Sommerendes und das wurde gefeiert! Aus einem Laster ertönte Musik, es gab gratis Bier vom Fass (auch aus dem Laster) und Spanferkel - ein Festessen.

21 August 2011

Freilufttanzen am Marktplatz Abends, wenn man Unterhaltung sucht, geht man am besten auf den Marktplatz. Am Wochenende finden oft Tanzwettbewerbe statt, bei denen die Cubanos alles geben. Die Rumbamusik ist laut, die Kinder feuern ihre Eltern oder Verwandten an und es wird viel gelacht. Selbst vom Zuschauen mit einem kühlen Bier in der Hand wird man irgendwie glücklich.
Taufe auf kubanisch Holguín ist ein kleiner, unaufregender Ort und wenn man vorher in Santa Clara war, versteht man nun, wie kubanische Kleinstädte aufgebaut sind. Im Zentrum thront ein wirklich großer, gepflegter Stadtplatz mit einigen kleinen Cafés, vielen Pferdekutschen und einer alten, kolonialen Kirche. Wir hatten das Glück, dass gerade die Taufe von Zwillingen gefeiert wurde. Es war lustig, so ein kubanisches Fest einmal miterleben zu dürfen. Ansonsten hat Holguín eher wenig zu bieten, eignet sich jedoch gut als Zwischenstopp auf der Reise in den Osten.

20 August 2011

Fahrt mit der Pferdekutsche Nach der Ankunft am Bahnhof fuhren wir mit der Pferdekutsche ins Zentrum, um uns ein Casa Particular zu suchen. Die Fahrt ist billig und aufregend. Jeder Kuba-Reisende sollte zumindest einmal im Pferdewagen sitzen und den Reiter "Caballo, caballo" rufen hören während er das Tier mit der Peitsche antreibt.
Hostal Alba Das Hostal Alba, das anders als es der Name vermuten lässt, ein Casa Particular ist, war die schönste Unterkunft, die wir in Kuba gesehen haben. Das koloniale Haus ist liebevoll eingerichtet und die Besitzer sind immer offen für ein Pläuschchen mit ihren Gästen. Für zehn Dollar bekommt man am Abend feinsten Hummer serviert.
Che Guevara - Mausoleum Früh am Morgen haben wir einen Viazul-Bus nach Santa Clara genommen. Che Guevara ist in Kuba überall präsent: Ob auf Plakaten in Havannas Altstadt oder auf Graffitis im Touristenort Varadero. Wir haben uns dazu entschieden, nach Santa Clara zu fahren, die Stadt, in der der berühmte Revolutionsanführer Che Guevara begraben liegt. Der Ort ist recht unspektakulär und klein, doch ein Besuch lohnt sich! Mit der Pferdekutsche sind wir vom Stadtzentrum zum etwas außerhalb gelegenen Grab gefahren. Die Einnahme der Stadt 1958 gilt als der größte militärische Erfolg des Guerillaführers. Seine Überreste wurden 1997 nach Kuba überführt, nachdem sie in Südamerika in den Anden gefunden worden waren. Heute lockt das Mausoleum, das die Leiche beherbergt, Touristen und Interessierte aus aller Welt an. Der Platz mit Flutlicht vor dem Mausoleum ist besonders beeindruckend und der Eintritt war sehr günstig!

19 August 2011

Puesta del sol Am Abend sind wir den Strand Richtung Osten raufspaziert. In einer kleinen Bar haben wir Shrimps mit Reis verspeist und einen wunderschönen Sonnenuntergang beobachtet, dessen Farben von Minute zu Minute intensiver wurden. Es war der absolute Höhepunkt unseres Varadero-Aufenthalts!
Schnorchelspaß Auch wenn Varadero nicht mit Korallenriffen punkten kann, findet man einige kleinere Fische beim Schnorcheln. Das Wasser ist klar, warm und seicht. Wer gerne Tauchen gehen möchte, sollte auch noch einen Abstecher an die Südküste Kubas machen. Dort ist das Meer wilder, die Strände nicht weiß, sondern golden und die Fische deutlich bunter und größer. Trotzdem war unser Schnorchel-Ausflug aufregend. Vor allem für Anfänger eignet sich das Wasser in Varadero sehr gut.

18 August 2011

La playa Der Hotelstrand war so schön, dass wir den ganzen Tag dort verbracht haben. Erholung pur! Von Mai bis November ist Regenzeit in Kuba, was bedeutet, dass fast jeden Tag am späten Nachmittag ein Gewitter aufzieht. Für eine Stunde regnet, stürmt und blitzt es. Doch in Varadero stört das nicht. Wir haben uns an die Hotelbar gesetzt und einen günstigen Mojito genossen.

17 August 2011

Fahrt mit dem Touristenbus Da bei uns am Strand schnell Langeweile aufkommt, haben wir uns dazu entschlossen für fünf Dollar ein Ticket für den "Hop on Hop off" Touristenbus zu kaufen. Über die ganze Insel verteilt gibt es Stationen... wir saßen oben, haben fertige All inclusive Hotels und unfertige Hotelbaustellen vom Dach aus beobachtet und uns einen Sonnenbrand geholt.
Im Billighotel Mit dem Busunternehmen Viazul sind wir problemlos nach Varadero gelangt. Jeden Tag verkehren mehrere Busse zwischen Havanna und der Karibik-Halbinsel Varadero. Wir wollten Geld sparen und haben ausnahmsweise von zu Hause aus schon ein Hotel gebucht. Varadero ist vor allem bei Pauschalurlaubern bekannt. Die All inclusive Hotels sind eher teuer und sehr schick! Wir haben uns für eine ganz, ganz billige Unterkunft entschieden. Die Budget-Hotels sind eher im Westen, also am "Anfang" der Halbinsel. Je weiter man zurück fährt, desto teurer und luxuriöser wird es. Wir buchten ein Zimmer für drei Nächte für umgerechnet sieben Euro im Hotel "Herradura", das die Form eines Hufeisens hat. Wir waren fast die einzigen Europäer, die anderen Zimmer wurden von reichen Kubanern und Latinos bewohnt. Der Strand war so schön, dass wir ihn drei Tage lang kaum verlassen haben.

16 August 2011

Lluvia de oro - Goldregen In der Calle Obispo findet man viele hübsche Lokale. Besonders gut hat uns das "Lluvia de oro" gefallen. Jeden Abend spielt eine Band kubanische Volksmusik, dazu speist man Reis mit Bohnen und Fleisch. Das Lokal war nie voll, vielleicht aber auch, weil wir nicht zur Hauptsaison unterwegs waren. Das Essen und die Cocktails sind günstig und gut.
Capitolio Das Kapitol ist eigentlich kein Geheimtipp, sondern eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Havannas. Auch Kulturbanausen sollten es zumindest von außen besichtigen! Die Anlage ist sehr gepflegt und man findet vor dem Eingang einen schönen Schattenplatz zum Rasten mit tollem Ausblick!
Barrio Chino Das Barrio Chino ist auf alle Fälle einen Besuch wert! Auch hier ist es sehr untouristisch und man spürt das kubanische Lebensgefühl. Auf einem kleinen Markt wird Obst und Fleisch verkauft. Das Obst wurde von uns getestet - es schmeckte wirklich super! Am Fleisch gingen wir vorbei, das wollten wir lieber nicht kosten. Es lag einfach so bei dreißig Grad in der Sonne auf der Theke. Die Marktverkäufer schienen alle sehr überrascht zu sein, dass "Weiße" den Weg ins Barrio Chino gefunden hatten. Sie lächelten in die Kamera, boten uns piña (Ananas) und fruta bomba (Papaya) zum Kosten an und versuchten, uns Zigarren zu verkaufen.

15 August 2011

Die kubanische Rambla Auf der kubanischen Rambla, der Avenida Paseo, verkaufen kubanische KünstlerInnen ihre Werke für wenig Geld. Außerdem laden die vielen Bänke im Schatten zum Rasten ein.
Der Malecón Der Malecón ist wohl Havannas berühmteste Straße und verbindet die Altstadt mit dem Meer. Bei Flut spritzt das Wasser ans Ufer - in der Dämmerung ist das wunderschön! Je später es ist, desto mehr ist los! Menschen treffen sich zum Spazierengehen, Fischen oder Baden, am Abend treffen sich die Cubanos auch gerne zum Rumtrinken. Auch die Aussicht auf das "Castillo de los tres reyes del morro" ist beeindruckend!
Habana Vieja - abseits der Touristenpfade! Am ersten Morgen versuchten wir auszuschlafen. Dank Jet Lag gelang uns das nur bedingt... somit starteten wir früh am Morgen, um die Straßen und Gassen Habana Viejas zu besichtigen. Habana Vieja ist ein Viertel Havannas, das gegensätzlicher nicht sein könnte. Abseits der Touristenpfade wie dem Plaza Vieja oder dem wunderschönen Plaza de Armas findet man keine Touristen. Hier ist Kuba noch so, wie man es sich vorstellt: Alte Männer rauchen Zigarre und trinken Rum, aus den Häusern ertönt heiße Rumba-Musik und lachende Kinder sitzen in der Tür oder spielen vor den Häusern mit ausgehungerten Hunden. Die Straßen sind alt und kaputt, haben große, mit Regenwasser gefüllte Löcher und im Gegensatz zu den schön renovierten, bunt bemalten Häusern in den touristischen Straßen, ist hier alles grau. Ein Besuch in die abgelegenen Gassen lohnt sich auf alle Fälle; hier sieht man das authentische, echte Havanna.
Büchermarkt am Plaza de Armas Am Nachmittag schlenderten wir noch gemütlich in der Altstadt herum. Zufällig kamen wir beim Plaza de Armas vorbei, wo gerade der berühmte Büchermarkt aufgebaut wurde. Interessant ist, dass ausschließlich Literatur über Fidel Castro oder Che Guevara verkauft wird - Sozialismus pur!
Mit dem Oldtimer ins Zentrum Nach 10 Stunden Flug sind wir am späten Nachmittag am Aeropuerto Internacional José Martí in Havanna angekommen. Am Flughafen haben wir uns für ein Oldtimer-Taxi entschieden, das uns in die Innenstadt bringen sollte. Auch wenn in den meisten Reiseführern davon abgeraten und empfohlen wird, mit einem offiziellen Taxi zu fahren – die Fahrt mit einem Oldtimer in das Stadtzentrum von Havanna ist der perfekte Start in einen Kuba-Urlaub! Man sollte jedoch Spanisch sprechen, denn die Oldtimer-Taxis sind nicht mit Taxameter ausgestattet und die Fahrer versuchen gerne, einen übers Ohr zu hauen! Eine Fahrt ins Zentrum kostet ungefähr 25 CUC, also zirka 20 Euro.