Myanmar · 17 Days · 27 Moments · February 2018

Steffi und Kirsten - Abenteuer Myanmar


13 March 2018

Gestern waren wir morgens für zusammen knappe 18€ schnorcheln. Die Unterwasserwelt ist hier sehr bunt, Regenbogenfische, gestreifte, rot/ gelb/ blaue Fische, groß und klein, Anemonen und Muränen, sowie viele Korallen. Und das bei sehr klarer Sicht im Wasser! Ansonsten genießen wir die Sonne, das Meer und einfach mal das Nichtstun und haben einen heimlichen Verehrer gefunden 😁🦎 Und natürlich das gute und preiswerte Essen. Frisches Seafood gibt es hier für 3-4€, richtig lecker 😍🦀🦐🦑🐙🐟🐠

10 March 2018

Welcome to paradise ❤️! Gestern ging es für uns an den Strand, die letzten Tage ausklingen lassen und entspannen 😊 Traumhaft schön hier, der Strand ist recht menschenleer und das Meer total angenehm warm. Also wir lassen es und noch gut gehen. Donnerstag gehts zurück nach Yangon.

9 March 2018

In Yangon statteten wir dem liegenden Buddha, der über 170m lang ist, einen Besuch ab und nahmen abends in Myanmars berühmter, 2. größten Shwedagon-Pagode an einem Öllampenfest teil. Man kann die Meter mit den Lampen mieten. Ein sehr schönes Erlebnis! Wir durften selbst tausend Lichter anzünden, und unsere Wünsche an Buddha weitergeben. Die Pagode stammt aus dem 15. Jhd, Shwe bedeutet Gold. Das Blattgold stammt allerdings erst aus dem 16. Jhd. Ein 76 Karat schwerer Diamant trohnt auf der Spitze neben anderen aus der Engländerzeit, gespendet vom damaligen Prime Minister. Im Anglo-Burmesischen Krieg diente die Pagode den Engländern als Festung, weil die Burmesen sie, als ihr Heiligtum, nicht zerstören wollten. Vorher besuchten wir noch unsere Tierkreiszeichen, die in dem Glauben unserem Geburts-Tag zugeordnet sind. Steffi wurde an einem Dienstag geboren und ist ein Löwe, ich donnerstags und eine Maus. Hat man Wünsche, übergießt man sein Tier und sie gehen in Erfüllung.
Heute morgen hieß byebye Inle-See. Hier am See kühlt es nachts ziemlich ab (15 Grad), sodass wir heut morgen doch etwas gefroren hatten. Dafür ist es tagsüber umso schöner gewesen, um die 27 Grad. Bemerkenswert sind auch die Straßenarbeiter/-innen hier, Schutzkleidung ist Fehlanzeige. Mit ihren bloßen Händen verteilen Sie Teer, oder arbeiten mit Maschinen barfuß oder maximal in FlipFlops. Der Flughafen von Heho ist auch erstaunlich einfach und altmodisch, wirkt chaotisch, klappt aber alles reibungslos 😄 Das letzte Bild sind Mittelstand-Wohnungen in Yangon, hier sind die Grundstückpreise sehr hoch.

8 March 2018

Am Donnerstag morgen besuchten wir eine örtliche Tabalfabrik, wo die Zigaretten und Zigarren noch per Hand gedreht werden. Anschließend ging es mit dem Boot weiter zu den über 300 zum Teil versunkenen Pagoden und Stupas mit ihrem liegenden (ausruhenden) Buddha und seinen Schülern. Am Ende des Tages, waren wir aber froh, auch mal wieder festen Boden unter den Füßen zu haben, auf Dauer ist Boot fahren bei der Hitze mittags nämlich ganz schön anstrengend 😄 (gestern waren es übrigens ca 90km mit dem Boot!!!)

7 March 2018

Nach dem Mittagessen ging es zu einer kleinen Silberfabrik, nachdem wir uns von den Babykatzen lösen mussten. Und hinterher noch zu einer Lotusseidenfabrik, wo noch original mit Naturstoffen und per Hand gefärbt wird.
Heute ging es wieder mit dem Boot zu einem kleinen Dorf mit einem Pagodenfeld aus 1054 Pagoden. Zum Großteil zerfallene, aber auch durch Spender wieder hergerichtete aus dem 17./ 18. Jahrhundert. Das Leben am Fluss ist für uns kaum vorstellbar, alles erreicht man nur per Boot, Wasser- und Elektrizität gibt es nicht überall. Man muss improvisieren.

6 March 2018

Die Überfahrt zum Hotel auf dem Inle See erfolgte per Boot. Der Inle See (bedeutet „der kleine See“) ist der 2. größte See hier im Land und es gibt darauf und am Rande 140 Dörfern. Unterwegs trafen wir auf die typischen Einbeinruderer, Inda = der Sohn des Sees genannt, welche fischen oder Seetang zum düngen ernten. Auch einen regen Gemüseanbau betreiben sie auf dem See. Den Abend ließen wir dann bei Sonnenuntergang im Garten des Hotels ausklingen.
Gestern schauten wir uns den Bahnhof in Kalaw, sowie den Markt und den Viehmarkt in Heho an. Für die Bewohner sind die Ochsen oder Büffel sehr teuer. Auf dem weiteren Weg ging kamen wir noch an einer Maulbeerbaumpapierfabrik vorbei und besuchen ein Kloster, in welchem die Novizen gerade Schriften lernten. Die kleine Katze hatte da aber andere Pläne ;)

5 March 2018

Angekommen in Kalaw im Dream Mountain Hotel, und es ist wirklich traumhaft schön, mit Blick über das Tal, und schönen Zimmern mit Balkon, leckeres Frühstück, einfach perfekt 😍, ging es dann noch zu einem Spaziergang durch die Stadt. Kalaw war von Engländern besetzt, was man der kleinen Stadt im Shan-Gebiet auch deutlich anmerkt. Essen bekommt man hier übrigens total günstig, Vorspeise, Hauptspeise und Getränk für nicht mal 10€ für 2 Personen!
Am freien Nachmittag wollten wir unbedingt die Glitzerdagode sehen und bummelten noch ein wenig durch die Stadt.
Heute stand wandern auf dem Programm, 18km durch unebene Höhen mit undefinierbaren Wegen. Aber landschaftlich traumhaft schön! Oben auf dem Berg machten wir Mittagspause bei den dortigen Einwohnern in ihrer besonderen Tracht, den Balaung (bedeutet so viel wie Jagdflug). Es gibt silberne, goldene und Bleche als Gürtel, je nach Reichtum der Besitzer.

4 March 2018

Der gestrige Tag bestand aus einer sehr holprigen und mit Serpentinen und Steigungen übersähten Busfahrt nach Kalaw, insgesamt 7h inklusive eines Besuches in einer Palmfabrik, dort stellen Sie Schnaps, Süßigkeiten, Zucker, Saft und Bier daraus her. Unterwegs besuchten wir noch einen Friedhof, allerdings hat dieser hier eher wenig Bedeutung, weil sie anders über das Leben nach dem Tod denken, als wir und unser Busfahrer huldigte den Nats (Geistern) für eine wohlbehaltene Busfahrt. Der Geisterkult der 37 Nats ist hier sehr verbreitet. Man erreicht einen Geist durch ein Medium, also einen Schwulen oder Transvestiten und bittet ihn um einen Wunsch, geht dieser in Erfüllung bekommt der Geist Opfergaben. Nach der Mittagspause platzten wir noch in eine Novizenzeremonie.

3 March 2018

Am Nachmittag ging es zu einer Lackfabrik, alles in Handarbeit ohne jeglichen Schutz. Die Herstellung eines kleines Gefäßes umfasst viele Arbeitsschritte und dauert 6 Monate. Die schöne Pagode mit den Blumen ist die Sin Myar Shin Pagode. Den Sonnenuntergang über dem Pagodenfelder schauten nicht nur wir Menschen 😁 Abendessen gab es ganz lecker am Fluss.
Gestern morgen wurde es sportlich, Fahrradtour 32km bei, gegen Mittag, über 30 Grad und offroad durch die Pagodenfelder. Da waren Platte reifen vorprogrammiert. Unterwegs besuchten wir ein kleines Dorf mit einer 83 jährigen Frau, die uns stolz ihr Hab und Gut zeigte. Rinder gelten dort als Reichtum, eins kostet ca. 800€. Heimzus schauten wir uns noch einzelne Pagoden an, ein Großteil ist bei den Erdbeben zerstört worden und nicht wieder aufgebaut.

2 March 2018

Den Rest des Tages verbrachen wir bei den Mönchen bei einer Essensspendezeremonie. Die Mönche hier in Myanmar leben und finanzieren Ihre Kloster allein durch Spenden, sie dürfen nicht arbeiten. Nachher ging es noch mal auf einen bunten Markt und den Amanda Tempel anschauen aus dem 12. Jahrhundert, der Name bedeutet so viel wie „unendliche Weisheit Buddhas“. Das Pagodenfeld beim Sonnenuntergang beobachteten wir auf einem der künstlich angelegten Hügel. Bis letztes Jahr durfte man noch auf die Pagoden drauf klettern, seit dem 1.1.2018 ist dies verboten leider.
Der frühe Vogel fliegt dem Sonnenaufgang entgegnen! Steffi fühlt sich wie im Frühdienst 🙈 Ein unbeschreibliches Erlebnis, ein einmaliger Moment und nicht in Worte zu fassen. Wir sind geflasht und haben uns bei Jason von Ballonsoverbagan sehr sicher gefühlt, ein Kanadier ;) am Ende gab es einen Sektempfang. Übrigens kann man hier im Supermarkt Tablettenblister für alles mögliche super günstig kaufen!

1 March 2018

Der heutige Tag begann früh, war aber relativ entspannend. 12h Schifffahrt von Mandalay nach Bagan inklusive einem Besuch in einem Dorf, in welchem vor vielen Jahren die Verträge zwischen Myanmar und England unterschrieben wurden. Einen abenteuerlichen Auf- und Abstieg aufs Boot gab es gratis dazu. Und stellt euch mal die Kofferträger darauf vor 😱 Unterwegs sahen wir immer wieder badende, oder Kleider waschende Leute im Fluss. Das Hotel in Bagan ist ausgesprochen hübsch!

28 February 2018

Nachmittags ging es auf die andere Seite des Irrawaddy Flusses, der Name bedeutet so viel wie Kraft des Lebens. Weiter mit einer Pferdekutsche, Pferd heißt Wendy, 6 Jahre alt und eine spezielle Myanmar-Rasse (Shan-Rasse) zu einem weiteren Kloster, vorbei an wunderschönen Reisfeldern und Pagoden mit ihren Stupas.
Der Tag fing etwas entspannter an, unterwegs im Bus trafen wir auf eine Novizenzeremonie, je toller die Tiere und ausgeschmückter, desto reicher die Eltern. In Buddhismus sollte jeder Mann (und Frau) im Leben einmal ins Kloster für einige Zeit. Gerne werden die Kinder in den Ferien dorthin geschickt und dafür gibt es eben diese Zeremonie. Man darf dorthin, sobald man das Alter erreicht hat in dem man die Lehre Buddhas rezitieren und seine Ti-cîvara (Gewand) selbst binden kann. Auf dem weiteren Weg kamen wir am Palast von Mandalay vorbei, ein ehemaliger Königspalast, mittlerweile vom Militär genutzt. Er besitzt 4 Ausgänge, wobei die Buddhisten den Aberglauben haben, dass der Westen „schlecht“ ist, daher gehen aus diesem Ausgang nur die Toten. In der Seidenweberei sahen wir Arbeiterinnen, die ganz altbacken noch die Seidenstoffe herstellen. Sie verdienen dabei gerade mal 3,06€ am Tag. Vor dem Mittagessen ging es wieder in ein Kloster auf dem Berg, mit gigantischen Ausblick.

27 February 2018

Am Nachmittag ging es zum ehemaligen kaiserlichen Palast, der bereits mehrmals nach Brand wieder aufgebaut wurde, komplett aus Teak-Holz. Danach besuchten wir wieder eine Pagode, die einzelne „Häuschen“ mit den Lehrschriften von Buddha. Mit Sonnenuntergang ließen wir den Tag auf der Pagode auf dem Hügel ausklingen und kamen heimzus noch an einem Kloster vorbei, wo die Mönche gerade das Abendgebet (immer nach Sonnenuntergang) vollzogen.
Gestern um 7 Uhr in der Frühe ging der Flieger nach Mandalay, wo wir als erstes die Marmorfabriken besucht hatten. Kaum zu glauben, unter welchen Arbeitsbedingungen die Leute dort arbeiten. Ohne Mundschutz, auf dem Boden in Flip Flops kniend. Abschließend ging es zu einer Blattgoldfabrik. Das auswalzen der Goldbrocken in Nanogrösse passiert alles in schwerster Handarbeit, in Flip Flops. Allgemein wirken hier die meisten Handwerke sehr veraltet/ unmodern ausgeführt, ähnlich wie bei uns im frühen 20. Jahrhundert. Die Mittagspause verbrachte ich am Pool bei herrlichen 32 Grad 😍☀️ Der Mahamuni Buddha Tempel mit dem dicken Buddha war sehr beeindruckend, er wird immer dicker, weil jeder Mann dort Blattgold drauf kleben kann. Generell aber leider sehr touristisch überlaufen und (indien-ähnlich) kitschig ausgestattet.

26 February 2018

Auf der anderen Seite wohnen die ärmeren Bewohner, welche uns mit der Rikscha durch die Gegend gefahren haben (bei manchen aus meiner Gruppe mussten die armen Burmaner ganz schön strampeln). Es gibt keine Wasserversorgung dort, dafür angelegte Teiche, wo die Menschen das Wasser für alles außer Trinken holen. Überall rennen Kinder rum und viele herrenlose Tiere, bzw. auch die Tiere mit Eigentümer stehen im „Vorgarten“. Wir haben eine Fabrik besucht, die den Teig für Frühlingsrollen herstellt, natürlich alles per Hand. Überall stehen noch Gebäude aus der Kolonialzeit, die einen starken Kontrast zu der übrigen Umgebung geben. Erschreckend ist, dass hier so viel Müll rumliegt, eine allgemeine geregelte Müllabfuhr gibt es in den meisten Orten nämlich nicht. Auch Elektrizität ist nicht jedem zugänglich. Ebenso wenig wie eine soziale Absicherung durch den Staat. Am Abend hatten wir noch ein großes indisch/ burmanisches Abendessen mit einer traditionellen burmanischen Tanzshow.
Am Nachmittag, nachdem ich im Pool war und mich gesonnt habe 😎 Überfahrt mit der Fähre über den Yangon River. Ähnlich rudimentär wie der Bahnhof und überall Kinder, die etwas verkaufen wollen. Es ist gerade Ferienzeit. Auf der Fähre gibt es einen Supermarkt und Frauen die ihre Lebensmittel verkaufen.
It‘s market time! Viele fremde Gewürze, unbekannte Obst- und Gemüsesorten, seltsame Gerüche und die deutschen Hygienebeauftragten würden vor Schreck umfallen 🙈. Aber es funktioniert hier, der Markt ist deren hauptsächlicher Supermarkt.
Kulturschock! Das beschreibt den heutigen Tag wohl am ehesten. Wir sind vormittags mit dem „Schnellzug“ (ca 15 km/h) in die Innenstadt zu einem Markt gefahren. Auf den Bildern seht ihr den Hauptbahnhof. Alles sehr rudimentär. Tickets kosten nur ein paar Cent und werden in eine Plastikbox kurz vorm Bahnsteig abgegeben. So eine richtige Kontrolle gibt es eigentlich nicht. Was hier schon auffällt, jeder trägt hier Flipflops, außer die Kinder, die sind barfuß.

25 February 2018

Hallo ihr Lieben aus dem super angenehm warmen Myanmar! Leider vorerst ohne Steffi wegen persönlicher Angelegenheiten, aber ich hoffe, sie fliegt mir bald hinterher! Die Flüge waren sehr angenehm, ich bin sehr angetan von Emirates! Netter Service, akzeptables Essen. Gerade waren wie noch eine Kleinigkeit essen (an die Schärfe hier muss man sich erstmal gewöhnen 🙈) und nun lasse ich den Abend bei angenehmen 28 Grad und einer leichten Brise ausklingen. Das Hotel ist super schön, generell wirkt Yangon irgendwie normaler, als ich dachte. Gut die Strassenverhältnisse sind bescheiden, aber sonst sieht das schon ein bisschen nach Grossstadt aus. Die Reisegruppe ist übrigens sehr nett, habe mich im Flugzeug mit einer Rentnerin angefreundet. Ansonsten senke ich den Altersdurchschnitt leider auch dramatisch. 🤷‍♀️ Gute Nacht!