Austria, Japan · 25 Days · 28 Moments · August 2017

Kay und Rebekka in Japan


15 September 2017

15.-16.9. - Hiroshima Es ist ein ergreifendes Gefühl, in dieser Stadt zu stehen, die vor 72 Jahren von einem Moment auf den anderen einfach zu existieren aufhörte. Die Spuren der Atombombe ziehen sich immer noch über die ganze Stadt. Hiroshima hat eine klare Botschaft, und die kann man an allen Ecken und Winkeln der Stadt wahrnehmen: Friede. Der Peace Boulevard führt durch die halbe Stadt, in den schönen Peace Park, bis zum Peace Museum. In diesem sehr gut aufbereiteten Museum kann man alles über die Atombombe von 1945 und ihre Folgen, Nuklearwaffen an sich und die heutige Lage in globalem Kontext (sehr aktuell, danke Kim), erfahren. Es ist spannend und bedrückt. Aber ermutigt auch, sich für den weltweiten Frieden und gegen Atomwaffen einzusetzen. Das Friedensfeuer beeindruckt uns, genau wie die Friedensglocke und die 1000 Kraniche von Sadako - und die seither von überall auf der Welt geschickten Papierkraniche. Hinterlässt einen tiefen Eindruck und wilde Entschlossenheit bei uns!

13 September 2017

13.-14.9 - Kyoto Mit schmerzenden Rücken steigen wir um halb 6 in der Früh aus dem Bus, fahren zu unserem Guesthouse, wo wir unser Gepäck ablegen und dann gleich weiter zu einem beeindruckenden Tempelkomplex, dessen Namen ich leider vergessen habe. Auf einer Steinstufe schliefen wir ein und heißhungrig wachten wir auf. An zweihundert Tempeln vorbei, kamen wir an einen Fluss, auf dem sich zahlreiche, diverse Vögel tummelten. In einer Seitengasse entdeckten wir endlich ein Lokal, das so große Portionen servierte, dass sogar Kays Loch im Bauch mit speziellen Ramen gestopft werden konnte. Am Fluss schliefen wir erneut ein. Zerknautscht und zerknittert zogen wir weiter durch die Stadt und hin zum gut abgeschirmtem Kaiserpalast, der inmitten eines herrlichen, botanischen Gartens gelegen ist. Die lokale Küche ist ganz besonders köstlich hier! Am nächsten Tag besichtigten wir noch einen berühmten Bambuswald und dann ist es schon wieder Zeit, um in den Nachtbus nach Hiroshima zu steigen!

12 September 2017

12.9 - Shizuoka Nachdem wir das Manga Café frühmorgens, geweckt von bestialischem Gestank, verlassen haben, frühstücken wir in einem Convenience Store, ruhen uns noch ein paar Stunden aus und marschieren anschließend zum Strand (nachdem der Regen nachgelassen hat). Das Meer ist rau und wild, wir lieben es. Der Anblick ist anziehend und wieder einmal besingen wir die See. Bis zum Abend bleiben wir in Shizuokas Vorstadt und am Strand und werden Zeugen des wunderschönsten Sonnenuntergangs, den wir je miterleben konnten. Lichter in allen Farben, auf allen Seiten und dazwischen das mächtige Meer. Wir sind glücklich! Abends steigen wir in den Nachtbus, es geht nach Kyoto in die majestätische, ehemalige Kaiserstadt und Zuhause von tausenden Tempeln und Schreinen. Auf Wiedersehen Shizuoka!

11 September 2017

10.-11.9 - Shizuoka Schon am Abend des Ankunftstages lernen wir im Café Bighug einen Teil von Kens Freunden kennen. Eine internationale Community (inklusive JapanerInnen), die weltoffen, interessiert und interessant ist. Kens Couch ist unangenehm, aber gratis. Die zweite Nacht nehmen wir den Futon, der ist schon angenehmer. Unser Gastgeber ist ein verrückter Amerikaner, der seit 24 Jahren in Japan lebt und an der Universität von Shizuoka Englisch unterrichtet. Er hat ein Faible für Filmen (alles und ständig) und eine aufgedrehte, exzentrische Art und ist sympathisch humorvoll. Wenn man mit ihm durch die Stadt geht, dann begrüßt man alle 15 Meter einen Bekannten oder lernt neue Leute kennen. Er hat ein spezielles Stadtbesichtigungsprogramm, das Kay vollständig mitmacht. Rebekka arbeitet ein bisschen und verpasst gegrillten Aal, macht aber dafür neue Freunde. Abends gehen wir Karaoke singen und haben einen Heidenspaß! Die letzte Nacht schlafen wir in einem Manga Café. Spannend!

9 September 2017

9.9. - Yugawara to Shizuoka Von herrlicher Morgensonne geweckt, begeben wir uns nach einem ausgiebigen Frühstück (selbstgemachte Yakisoba und natürlich Misosuppe) begeben wir uns wieder auf die Straße. Bevor wir zu Autostoppen beginnen, besuchen wir aber noch einen der schönsten Bäume, den wir je gesehen und in der Vornacht entdeckt haben: Ein über tausendjähriger Baum von unglaublichem Umfang, massiven Wurzeln und einer wundervollen Krone. Nachdem wir ihn genug umarmt und gekuschelt haben, machen wir uns auf den Weg. Teils per Autostopp, teils mit dem Zug fahren wir nach Shizouka. Dort angekommen treffen wir Ken, unseren verrückten Couchsurfing Gastgeber für die nächsten Tage, der uns die Stadt und seine Community dort zeigt.
8.9. - Yugawara Schweren Herzens - weil wir uns ein bisschen in das süße Kamakura mit seiner schönen Stimmung und dem rauschenden Meer verliebt haben - ziehen wir weiter. Wir wollen in die Richtung von Mount Fuji, in der Nähe (direkt unter Hakone) gibt es einen kleinen Ort namens Yugawara. Wir reisen per Autostopp, stellen uns Lieder singend an den Highway direkt beim Ozean, und werden auch prompt mitgenommen. Ein herziger Japaner nimmt uns in seinem Lastenfahrzeug mit, er kann zwar kein Englisch, doch mit unserem bisschen Japanisch ('chodo nihongo') haben wir eine ganz lustige Fahrt und plaudern über die wichtigen Dinge des Lebens. Er lässt uns bei einer Bushaltestelle raus; bald gibt es einen Wolkenbruch, den wir in vollen Zügen genießen und auf der Guitarlele viele Lieder erfinden und die Passanten amüsieren. In Yugawara beziehen wir unser Haus am Berg und bekommen ein wunderschönes Zimmer im japanischen Tatami Stil. Einen Nachtspaziergang später fallen wir ins Bett.

6 September 2017

Kamakura - 6.-7.9 Raus aus der Metropole! Abends kommen wir im idyllischen Kamakura an und sofort fühlen wir uns entspannter als im hektischen Ameisenhaufen namens Tokio. Singend wandern wir zum Guesthouse und nachdem wir uns unseres Gepäcks entledigt haben noch zum Strand. Wir beschließen gleich noch eine Nacht zu bleiben. Es gefällt uns hier und nach der intensiven letzten Woche, haben wir die Erholung verdient. Am nächsten Tag besichtigen wir Tempel und Schreine, den riesigen, dicken Buddha und musizieren frühmorgens am Strand. Das einzige Manko sind die gigantischen, neonfarbenen Spinnen, aber Rebekka und ihre liebevollen​ Arme umfangen den angsterfüllten Kay und spenden Trost und Sicherheit. Kamakura, we love you!

5 September 2017

5.9.17 - Kay - Shinjuku, Togoshi & Gotanda Aufbruchstag. Der Kurs ist vorbei und Sofia und ich verabschieden unsere neuen Freunde. Mit Julian fahren wir noch auf das Tokyo Government Building, wo sich uns eine berauschende Sicht über Tokio auftut. Anschließend brechen wir schwer beladen zu Familie Abe auf. Dort werden wir mit Gastfreundschaft überwältigt. Junko Abe, die Zuhause in Wien sitzt, fungiert über Telekommunikation als Übersetzerin. Rebekka ist währenddessen mit Junkos Schwester in einer Volksschule und hospitiert dort. Mama Abe zeigt uns dann noch ein besonders hübsches Stück Geschichte. Nämlich den Gründungsort der SGI, wo Tsunesaburo Makiguchi am 18.11.1930 die Soka-Bewegung als Vereinigung von PädagogInnen gründete. Eine berührende und unerwartete Erfahrung! ..und nun endlich wieder zu meiner Rebekka im hippen Koenji!
5.September - Rebekka - Funabori, Koenji Den Vormittag verbrachte ich heute in der Matsue Primary and Junior High School, in die mich Joko Abe eingeladen hat. Kaum jemand konnte Englisch, trotzdem war es ein sehr spannender, lehrreicher Tag. Wie sieht ein Schulalltag in einer "normalen" japanischen Schule aus? Es wird sehr viel Wert auf Gleichheit, Pünktlichkeit und Disziplin gelegt, die SchülerInnen putzen ihre Schule selbst und sind auch für das gemeinsame Mittagessen selbst zuständig. Beeindruckend. Ich konnte im Japanisch Unterricht, in der Kunststunde, in der "Life-Skills" Stunde und beim Schwimmunterricht hospitieren. Alle waren so freundlich und lieb! Am Schluss hatte ich an jedem Ärmel mindestens sieben kleine Schulkids hängen, die mich ale gleichzeitig umarmen und gar nicht gehen lassen wollten :) Kawai! Abends ging es nach Koenji, wo ich eeendlich wieder mit Kay vereint war. Ab morgen reisen wir gemeinsam los!

3 September 2017

3. und 4. September - Rebekka Sonntag und Montag standen ganz im Zeichen meines Digital Nomad Daseins: Arbeiten in verschiedensten gemütlichen Coffeeshops mit WiFi Zugang. Dazwischen unternahm ich lange Stadtspaziergänge durch Tokio. Gemütliche Regentage und gemütliche Abende mit gutem japanischen Essen und lieben Freunden.

2 September 2017

2. 9. - Rebekka - Fuji Kindergarten, Tachikawa Da ich das Thema innovative Bildungsansätze immer schon sehr spannend finde und jetzt schon seit längerer Zeit erforsche, muss ich natürlich auch in Japan meiner Mission nachgehen. Nach der Soka Uni machte ich mich also auf nach Tachikawa, um dort den preisgekrönten Fuji Kindergarten anzusehen. Dieser Ort ließ mich staunen! Der Kindergarten ist als offener Platz angelegt, bestehend aus offenen Räumen, vielen Grünflächen, Tieren, Pflanzen, Baumhäusern,... Auf dem Dach des Kindergartens können sich die Kinder frei bewegen, der Raum wird als dritter Pädagoge angenommen und ermöglicht Wachsen in den verschiedensten Bereichen. Wundervolle Erfahrung, von diesem Tag nehme ich mir viel mit. Den Abend verbrachte ich mit lieben internationalen Freunden - und mit Kay, der zu uns rüberkam (mein Couchsurfing Host wohnt gegenüber von Kays Hotel). Tokios Nachtleben macht Spaß!

1 September 2017

1.September - Rebekka - Hachioji, Sake Brewery, Blueberry Picking Frühmorgens ging es wieder in die Uni, arbeiten und gut mit meiner lieben Campus-Mitbewohnerin Tomomi frühstücken. Dann hieß es Abschied nehmen, Prof. Izumi holte mich ab, und es ging ab in eine Sake Brauerei. Schönes, altes Gebäude; 400 Jahre alte, verheiratete Bäume und Sake (Reisschnaps) Verkostung. Nach einem guten Lunch (Tantame!) fuhren wir aufs Land zum Heidelbeeren pflücken. Mitten im Wald, das war ein Spaß! Abends machte ich mich auf den Weg zurück nach Tokio, da ich am nächsten Tag ja einen Termin hatte. Bei meinem Couchsurfing Host Alex erwartete mich unerwarteterweise noch mehr Action: Wir gingen ins Latino Viertel und Salsa tanzen! Ich lernte einen Haufen liebe internationale Leute aus der Dance-Community kennen, hatte viel Spaß beim Japanern-beim-Hüften-Schwingen-Zusehen und fiel viel zu spät -übermüdet aber glücklich- ins Bett.

31 August 2017

31.8. Rebekka - Hachioji - Soka Universität Übernachtet habe ich am Uni Campus, heute bin ich den ganzen Tag an der Universität hier. Ich wurde eingeladen, die GCP (Global Citizenship Program) StudentInnen zu unterrichten! Vormittags mache ich Englisch-Konversationstraining mit GCP Elementen, nachmittags mache ich einen partizipatives Theater - Workshop mit ihnen. Es macht viel Freude mit ihnen zu arbeiten, sie sind unglaublich motiviert, aufmerksam und neugierig. Mittags esse ich mit meinen StudentInnen in der Uni Mensa, anschließend machen wir einen ausgedehnten Spaziergang durch das enorm schöne, große und grüne Unigelände. Abends bin ich bei Prof Izumi zum Dinner eingeladen, sie kocht Tonkatsu für uns. Prof. Ryo und seine Frau sind auch mit dabei - tolle philosophische Tischgespräche inkludiert. Ein schöner Unitag war das!

30 August 2017

30.8. - Rebekka - Shinomachi Schon am Vormittag treffe ich mich heute mit Prof. Izumi und ihren Studenten. Nach unserem Besuch an der Soka Uni blieben wir schriftlich in Kontakt, nun wurde ich eingeladen, eine Exkursion mit ihnen zu machen und anschließend mit nach Hachioji zu kommen, um an der Uni zu unterrichten! Wir starten in Shinomachi, wo wir eine Ausstellung zur Geschichte der Soka Schulen besuchen, da ich mich ja sehr dafür interessiere. Im Soka Gakkai Kulturzentrum treffen wir unerwartet - Kay! Er war mit dem Jugendkurs just zur selben Zeit dort, was für ein schöner Zufall!! Anschließend schauen Izumi, ihre Studenten und ich noch ins Min-On Musikmuseum weiter, auch SGI-related und sehr spannend. Es gibt wunderschöne alte Instrumente, musikalische Raritäten und Live-Performances. Danach fahren wir nach Hachioji zur Universität.
29.8. - Rebekka - Nakano Am 29. treffe ich noch im Guesthouse in Nakano sehr spannende, lustige Leute. Mandy, die in Indien aufgewachsen ist und jetzt 700km barfuß durch Japan gewandert ist; Koku, der als Sailor Moon verkleidet für LGBT Rechte kämpft; John, der aus Kenia stammend jetzt in Tokyo lebt und viel über Rassismus erzählt; Noel, der die harten Erdbeben 2011 direkt im Epizentrum mitbekommen hat. Wir haben interessante Gespräche und einen schönen Abend. Anschließend schauen wir noch ins hippe Koenji Viertel (Second Hand Läden, Skater und Punkmusik) und gehen dann im sehr lustigen, bunten LGBTviertel tanzen!
Kays Aussicht aus seinem Hotel!

29 August 2017

29.8-5.9 - Kay - Jugendkurs - Tokio Grund der Reise war ursprünglich nur mein Jugendkurs, bei dem ich die freudige Ehre hatte teilzunehmen. Erst durch das Aufeinandertreffen von Rebekka und mir und der daraus entstandenen Verbindung, wurde unsere einzigartige Reise nach Japan - die uns wahrscheinlich für immer an unsere Anfangszeit erinnern wird, selbst wenn wir alt und grau sind und noch größere Schwierigkeiten haben, klare Sätze zu formulieren. Es ist schwer all die Eindrücke in wenigen Zeichen zu verarbeiten. Grundsätzlich: 250 junge Menschen aus 54 Ländern und einigen Kontinenten nahmen teil. Es ging darum, Freundschaften zu schließen, Nichiren Buddhismus zu studieren und außerdem sah ich viele gedenkwürdige Plätze und konnte an einzigartigen Treffen teilnehmen. Wir Kursteilnehmer wurden liebevoll umsorgt, bestens betreut und genossen einigen Luxus. Ich werde die Erlebnisse dieser Woche und meine Freunde, die ihr Leben dem Glück ihrer Mitmenschen widmen, niemals vergessen!
29.8. - Nakano Wir verbringen noch einen schönen Vormittag zusammen in Nakano, finden am Nakano Broadway lustige Geschäfte und essen gut zu Mittag, dann verabschieden wir uns. Heute trennen sich unsere Wege erstmal für eine Woche: Kay wird sein internationales buddhistisches Jugendtreffen besuchen, wo er mit über 200 jungen Menschen aus aller Welt viel lernen wird. Rebekka wird sich verschiedene innovative Bildungseinrichtungen ansehen - und sonst schauen, wo der Wind sie hintreibt ;) Von jetzt an werden wir also für eine Woche lang getrennt voneinander berichten!

28 August 2017

27.8. Abends besuchen wir Familie Abe, Soka Freunde von Kay, die uns sehr herzlich in Empfang nehmen. Sie laden uns zum Sushi essen ein - wow! Sie bestellen circa den ganzen Laden leer (und tischen alles vor uns auf - essen selbst nichts, aber beobachten uns mit einem riesigen Lächeln erwartungsvoll bei jedem Bissen), wir lachen viel, und haben trotz des Sprachenchaos einen wirklich guten Abend. SO eine liebe Familie! Arrigato goseimas!!
27.8. - Asakusa Naoki ist ein zuckersüßer Gastgeber und macht uns leckeres japanisches Frühstück: Misosuppe, Onigiri (gefüllte Reisbällchen, meistens mit Nori-Algen umwickelt), japanisches Omelett. Heute verbringen wir den Tag in Asakusa! Das ist ein alter, sehr traditionell-japanischer Teil von Tokyo. Wir sehen uns den Senoiji-Tempel an, schlendern durch alte japanische Kalligraphie und Schwerter Läden, trinken guten Matcha und essen in einem versteckten 5m2-Lokal sehr gut zu Mittag.
28.8. - Soka Uni Heute verbringen wir den Tag an der Soka Universität, einer wunderschönen Universität mit riesigem, grünen Campus ein bisschen außerhalb Tokyos. Prof. Ryo, den Kay kennt, hat uns eingeladen und führt uns auf dem tollen Universitätsgelände herum. Wir besuchen eine Ausstellung und Prof. Ryo stellt uns einer Studiengruppe aus dem GCP Programm (Global Citizenship Program) mit Prof. Izumi vor. Sie begrüßen uns herzlich, wir werden zu einer Art Gesprächsrunde eingeladen. Die Studenten sind sehr jung und neugierig - und sind alle wundervoll motiviert, die Welt zu verbessern. Schön inspirierend ist das!! Zurück von Hachioji gehen wir abends noch am Nakano Broadway spazieren, wo wir uns in einem netten Hostel einquartiert haben, und dann glücklich schlafen.
26.8. Shibuya Nachdem wir Kita-Kogane, Ippei und den süß-unintelligenten Pocky verlassen hatten, machten wir uns auf den Weg nach Shibuya. Dort, wo die berühmte Hachiko-Statue (dieser Hund von Richard Gere) von hunderttausend Menschen fotografiert wird und wo sich die berüchtigte Kreuzung befindet, bei der eine Million Menschen aufeinanderzulaufen, ohne dass jemand dabei lebensgefährlich verunglückt. Zumindest konnten wir keinen Zusammenstoß beobachten. Die modische, luxuriöse Einkaufsstraße war zwar schön anzuschauen, der mitgeschleppte Koffer und unsere knurrenden Mägen (hangry!) ließen uns das aber eher beiläufig wahrnehmen, während es uns wie magnetisch zum nächsten Ramen-Restaurant zog. Abends trafen wir Naoki, einen Freund von einem Freund. Er ließ uns bei sich, in seiner winzigen Wohnung (9m2) übernachten. Wir in seinem Bett, er auf einer schmalen Matte neben uns. Wir sangen, machten Karate, lernten Japanisch und lachten uns halbtot. Ein schöner Abend mit einem neuen Freund!

26 August 2017

Gleich neben unserem Appartement zeigte uns die Karte eine Burg an, deshalb sind wir neugierig in den Park aufgebrochen, wo sich dieses ominöse, hochinteressante Gebäude aus altertümlicher japanischer Zeit befinden sollte. Nach drei Runden durch die, doch recht überschaubare Grünanlage, war noch immer kein Samurai-Schloss auszumachen. Irgendwann erkannten wir dann, dass da wohl irgendwann mal eine Burg gewesen ist, diese aber schon lange nicht mehr existiert. Egal, war trotzdem schön. Rebekka beschützt Kay vor Neon-Spinnen. Ippei sagt, dass sie harmlos sind, aber Kay nutzt die Gelegenheit, um sich an Rebekka zu klammern und nervös zu kichern.

25 August 2017

25.8. Erster Tag in Tokio! Umherwandern und erste Eindrücke sammeln: Häuserschluchten und horizontale Ampeln; sehr strukturiert und unglaublich sauber; singende Toiletten, die einem das Hinterteil mit Wasser besprenkeln und föhnen; Vegetarier werden eher als Witz angesehen; "weiche Knochen" werden als Snack gegessen; 1000 nicht-jugendfreundliche Anime Magazine in jedem Supermarkt; Männer tragen zumeist sehr stylische Handtaschen; sehr alte Gesellschaft (Kay vermisst Babys); es gibt schlichtweg nirgends Mülleimer, obwohl es so sauber ist; Japaner essen nur in Restaurants oder kaufen Fertigessen, es gibt nichts Frisches; überall gibt es Blumen; Japaner wissen nicht, dass Sommer ist und man bei 40° nicht unbedingt lange Ärmel und Hauben tragen muss,...

24 August 2017

Wir begeben uns in die unendlichen Sphären von Tokios Untergrundnetz - und gehen dort erstmal genüsslich verloren. Stellt euch Wiens U-Bahnnetz vor und dann lasst eure Kleinkinder für etwa 3h wahllos Striche hinzufügen, dann gebt ihr dem ganzen unaussprechliche Namen - und schon habt ihr eine ungefähre Vorstellung von Tokios innerem Öffi-Verkehr. Unsere AirBnB Unterkunft liegt aber ein bisschen außerhalb; durch mangelnde Hieroglyphen-Kenntnisse landen wir in einem Fernzug. Egal, wir genießen die Fahrt ins schöne Umland von Tokio! Nach einer Weile sind wir zurück in Tokio und begeben uns zu unserem lieben Host Ippei, der mit seinem süßen Hund Pocki in einer riesigen Wohnung wohnt. Gemütlich trinken wir noch ein paar Bier zusammen und essen gutes Sushi, dann fallen wir Jetlag übermüdet ins Bett.
Der Flug Gegen Mittag geht es von Wien erstmal ab nach Paris. Wir haben nur kurze Wartezeit und verbringen sie Guitalele spielend. (Kays neueste Errungenschaft, Mischung aus Gitarre und Ukulele) Der Flug von Paris nach Tokyo kam uns für seine 11h eigentlich recht kurz vor, es gab Champagner, Gummihuhn und viele gute Filme. Um 12h Ortszeit (+9h GMT) kamen wir in Tokyo Haneda an!

23 August 2017

Es geht los!

22 August 2017

Vorbereitungen ------------------------- Morgen ist es so weit. Wir fliegen los, lassen Europa und alle Sorgen weit hinter uns! Nur noch zur Bank, Kosmetikartikel besorgen, Zeit mit Matilda genießen!