Belgium · 143 Days · 26 Moments · September 2017

Brussel bustle / Brüsseler Treiben


23 January 2018

Ein letztes Mal... ...mit Hercules fahren, ins Sportzentrum zum Spinning gehen, auf der Uni sein, in der WG schlafen, die Ubahn nehmen,... Die letzten Tage waren voller letzter Male. Noch ein finales Mal hatte ich Besuch und hab die Sehenswürdigkeiten abgeklappert, Ungesehenes entdeckt und eine Abschlusswaffel gegessen. Das Beste: ich hab ein leckeres Bier entdeckt! Ginger beer...also Ingwer Limo. Aber immerhin! Ein T-Shirt zur Erinnerung und ein paar gebrauchte Bücher für die Heimreise hab' ich noch besorgt, bevor ich zusammen mit Bénédicte und Federica am Montag ein Abschiedsessen genossen hab. Die restlichen Lebensmittel hab ich Federica gegeben, Hercules wohnt jetzt in London bei Nina, er soll weiterhin nur verschenkt werden und mein Zimmer ist leer geräumt. Bald bin ich wieder zuhause in Wien. Brüssel, es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut. Wien, da bin ich wieder!

9 January 2018

Der singende Wasserkocher Meine Tage verbringe ich mit lernen und Tee trinken. Unser neuer Wasserkocher hier singt und pfeifft jedes Mal seine eigene Melodie, was die Stille in der Wohnung auflockert. In den Lernpausen schaue ich Friends, die Serie aus den 90er und 2000ern. Auf Englisch. Dann gilt das auch als Bildungsbeitrag. Oft lerne ich mit anderen. Richtig, Deutschen und Italienern. Die Cafés hier wissen, dass Prüfungszeit ist und bieten "all you can drink tea and coffee" an am Samstagabend. Da bin ich dabei! Eine App spornt dazu an beim Lernen nicht am Handy zu spielen. Abstinenz vom Handy lässt ein Bäumchen wachsen. Ganz witzig. Donnerstag habe ich 2 Prüfungen nacheinander und am Wochenende lerne ich für die letzten zwei Prüfungen nächste Woche. Mein neuer Schrittzähler und das überhitzte Hirn treiben mich zum Sporteln. So lüfte ich meinen Kopf durch und bin ein bisschen draußen. Manchmal geh ich nur vorm Fernseher herum. Danach? Ja dann trink ich wieder einen Tee.

13 December 2017

Flying home for Christmas Der Flughafen ist nicht mehr gesperrt und auch der öffentliche Verkehr läuft wieder. Im Nu war ich nach meinem Kurs, wo ich eine Tonaufnahme präsentieren musste, am Flughafen. Ein Interview musste ich führen und aufzeichnen und dazu dann eine Einleitung sprechen. Die hab ich ganz juligetreu wie einen (verrückten) inneren Monolog gestaltet. So habe ich die belgischen Mitstudentinnen zum Lachen gebracht und lobende Worte bekommen. Hat Spaß gemacht! Rechtzeitig am letzten Unitag hab ich auch meine echte Studentenkarte gekommen. Die Mühlen mahlen scheinbar in allen Unis der Welt langsam. Meine deutschen Freundinnen haben geholfen die Weihnachtskekse von Mama aufzuessen, damit ich sie nicht in Brüssel zurücklassen oder alleine essen muss. Hat ihnen sichtlich geschmeckt. Jetzt warte ich auf den Flug und freu mich auf Wien und eine Unipause. Lernpause wird es keine. In 3 Wochen starten die schriftlichen Prüfungen.

11 December 2017

Die fliegende Kokosnuss Seit Jahren ist es ein Nikolausbrauch von Martin und mir: wir essen die Kokosnuss, die ich von Mama bekomme. In Ermangelung an eine gute Öffnungsart und weil das heftige auf den Boden schmettern manchmal den Boden und meine Zehen bedroht, haben wir die perfekte Technil entwickelt: In 2 Sackerln eingewickelt aus dem Fenster werfen. Martin bewacht die Straße und ich werfe. Wien, Edinburgh und jetzt auch Brüssel. Der Tag der fliegenden Kokosnuss wird zelebriert! Der Dezember hat auch anderes gebracht: Die ersten Christkindlmärkte, Kekse und Schneeflocken sind da. Letztere haben heute den öffentlichen Verkehr inklusive Flughafen lahmgelegt. In Österreich würde man so eine Schneeschicht belächeln, hier wird gestreut und gesalzt. Heute hat auch die letzte Uniwoche begonnen. Die Prüfungstermine hängen schon. So schnell vergehen 3 Monate!

13 November 2017

Städte, Bibliothek und Pool Gleich in der ersten Woche hier hat sich eine Gruppe gebildet: einige Deutsche, viele Italienerinnen und ich. Egal, ob ich Antwerpen oder Tournai besichtige, zum Punschabend einlade oder auf der Bibliothek lerne, irgendwer ist immer mit. Zu den trockenen Angelegenheiten wie Hausübung machen gibt es als Abwechslung auch Spieleabende mit Punsch, Apfelstrudel, heißer Schokolade (nicht Kakao! Das ist ein immenser Unterschied für meine Kommilitonen!) und wie immer auch viel Sport. Langsam sollte ich vom Sportzentrum was gezahlt bekommen, bekehre ich doch so viele zur Mitgliedschaft! Bei der ist auch ein Schwimmbad inkludiert, wo ich regelmäßig hingehe. Auf die Frage vom Schwimmtrainer, der gerade ein Kindertraining in der Nebenbahn abhielt, ob wir motiviert sind - wir kennen die Antwort - sind wir mit Flossen ausgestattet worden. Ein großer Spaß! Am Wochenend habe ich Besuch aus Wien. Samstagabend feiern wir bei mir vor. Zusammen mit Italienern und Deutschen!

27 October 2017

Alltagsszenen Fast jeden Tag reihe ich mich in die neonfarbene Riege der Radfahrer ein und schlängle mich gemütlich am Stau vorbei Richtung Uni. So bekomme ich frische Luft und Bewegung ab und sehe ein bisschen was außer der Wohnung, der Uni und dem Sportzentrum. Einige Kuriositäten habe ich wieder zusammengetragen. Wien scheint allgegenwärtig zu sein. Besonders was Desserts betrifft. Tagesgericht: Dessert. Ganz nach meinem Geschmack. Genauso wie das Spekulatiusgewürz. Wenn die Eier ausgehen, findet man sie am Eiermarkt. Den alte Paternoster vom NIG in Wien it hier vielleicht auch zu finden. Ein Bier, dass ich trinkbar finde, suche ich noch vergebens. Da hilft auch kein Fruchzusatz. Stifte, Kekse und Karteikarten habe ich nicht gesucht, aber ausreichend gefunden. Das Eulen auf der Keksdose sind macht es gleich noch toller. Mein Fahrrad hat jetzt einen "Korb" und Käsetoast kann man auch anders machen!

19 October 2017

Alltag in der EU-Hauptstadt 30 Jahre Erasmusprogramm gehören gefeiert. Nationenweise wurden auf Tischen Unis und Nationalspeisen von den Studenten präsentiert. Als einzige Österreicherin hab' ich mich den Deutschen angeschlossen (blöde Wortwahl). Durch die Fahne hab ich mich aber abgehoben. Wir waren der bestbesuchte Stand: Knoppers, Lübecker Lebkuchen, Kölsch, Jägermeister und Topfengolatschen. In kürzester Zeit war alles verputzt. Berühmte Österreicher und Wörter hab ich auch ausgeschildert. Die Studentenwohnheimband hat aufgespielt und für Stimmung gesorgt. Woran man noch merkt, dass man im Herzen der EU ist? Wenn EU-Gipfel ist, wird das Viertel abgeriegelt. Blöd nur, dass meine Uni gegenüber der EU-Institutionen liegt. Gegen so viele Umleitungsschilder und vorbei an so viel Polizei bin ich noch nie geradelt. Im Kurs hab ich heute einen besonderen Ort meiner Heimat vorgestellt und spontan eine Liebeserklärung an die Alte Donau gemacht. Wien ist wirklich was Besonderes!

16 October 2017

Tausche Mozartkugeln gegen Hercules Seit heute und sehr unterwartet gibt es einen Neuen in meinem Leben! Ein deutscher Nachbar von Bénédictes Eltern wollte ihn loswerden, Francis (Bénédictes Vater) hat sofort an mich gedacht, Hercules gerettet und mich kontaktiert. Er ist ein bisschen älter, aber in gutem Zustand, hieß es. Zum Check sollte ich ihn bringen, aber ich kann ihn jederzeit nach Hause holen. Gratis! Also bin ich aufgeregt zu Familie Rans marschiert und hab ihn abgeholt. Bedankt für die liebe Geste habe ich mich mit einer Packung Mozartkugeln. Eine geschätzte Delikatesse hier. Danach haben Hercules und ich bei sonnigen 25 Grad einen wunderschönen Park mit Wald, Teichen und Enten erkundet. Es hat sofort gefunkt und lief wie am Schnürchen. Ab jetzt werden wir jeden Tag Zeit zusammen verbringen. Hercules, mein... ...neues Fahrrad und ich! Vor Wochen habe ich beim Fahrradflohmarkt einer Mama ein gratis Fahrrad überlassen. Heute bin ich die Glückliche. Danke Karma!
Ein bunter Oktober Hinweise, dass eigentlich Herbst ist, finden sich wenige. Das Laub färbt sich von gelb bis rot und Martin hat bald Geburtstag. Aber sonst? 22 Grad, in der Wiese liegen, im T-Shirt durch die Stadt gehen, in der Sonne am Balkon sitzen und um 19 Uhr bei warmen Wind joggen gehen. Gefällt mir! Die vergangene Woche war unspektakulär, bis Martin Freitag gelandet ist. Passenderweise haben wir gut gegessen, entspannt und waren im englischen Kino (gibt hier viele). Sightseeing musste natürlich sein. Wer Martin kennt, weiß, dass Rathaus, Kirchen und Statuen gesehen werden müssen! Von der Größe des Mannekin Pis, war er sichtlich enttäuscht. Waffeln und Co haben da mehr Eindruck gemacht. Auf eine Kuriosität sind wir gestoßen: Ist es ein Zahlensturz auf dem Teil der Mauer (Bolt 2009 9,58 vs 9,85) oder gibt es einen anderen jamaikanischen WR mit Berlinbezug, den wir nicht kennen? Auf geht's in eine neue Woche voller WR googeln, Hausübungen, Sportkursen und Vokabellernen.

11 October 2017

Wählen, wählen, wählen! Die letzte Woche hatte ich viel auszuwählen. Welche Sportstunde will ich heute machen? Tanzen, Yoga, Spinning? Alles! Wie schon als Volksschulkind, mach ich jetzt einfach 2 Kurse nacheinander. Vorher bin ich nicht ausgelastet und Spaß macht es auch. Übrigens ist Badminton hier so beliebt, dass die Halle am Häufigsten dafür reserviert ist! Auch an den NR-Wahlen hab ich mich per Wahlkarte beteiligt. Die ZiB wird am Wochenende wieder bei mir am Programm stehen. Wann Pommes, wann Waffeln, wann welche Sehenswürdigkeiten, welche Pralinen und welcher Disneyfilm? Alles Entscheidungen, die zu treffen waren, während die Chormädls da waren. Es war lustig, lecker, tratschig, anstrengend (weil wir viel zu Fuß gegangen sind) und abwechslungsreich. Ich hab das Mannerfabrikpendant gefunden und werd dort noch öfter vorbeischauen. Pralinen und Kekse so weit das Auge reicht!

1 October 2017

Mein Wochenende: Gestern war Mutlingualism Day im EU-Parlament, wo wir Infos von Dolmetscherinnen bekommen haben und in einer echten Kabine dolmetschen durften. Bühne frei! Hat viel Spaß gemacht. Vorm Parlament steht ein Teil der Mauer, mit einem Graffiti mit Bolts WR-Zeit. Die Liebe der Belgier zu Süßem wird deutlich, wenn man die Augen offenhält. Neben Waffeln lieben sie auch Obst. Am Flohmarkt gab es "Fruchtspieße". Jap, ich war am Flohmarkt. (Okay, auf zwei) Dort habe ich neben Gewand ;-) auch Sinnvolles gekauft um mein Zimmer zu verschönern: Wolldecken, Vorhänge und Polsterbezüge. Die Wohnung duftet jetzt nach frischgewaschener Wolle! Die EU-Profis haben betont: man muss am Laufenden bleiben. Egal wie, es zählt alles wo geredet, geschrieben oder gelesen wird. Hurra! Ausklingen lasse ich den Sonntag folglich mit der ZiB, meiner neuen Riesenteetasse, Vokabellernen, fernsehen, YouTube, Musik hören...

29 September 2017

Alltagseinblicke Montag und Freitag sind die heimischen Studenten mit Koffern auf der Uni. Offensichtlich geht es übers Wochenende für viele heim. Süß! Donnerstagabend brummen die Cafés. Viele EU-Angestellte haben schon Wochenende. Sie fliegen heim bis Montag. Heute bin ich zum ersten Mal mit dem Rad zur Uni gefahren. War ganz leicht. Was in Wien eine Seltenheit, aber in Edinburgh und hier am Markt normal scheint: es gibt günstiges Biogemüse. Muahahahaaaa. Taugt ma! Genauso hab ich hier Zwiebelringe gefunden, war in Wien praktisch unmöglich. Das basteln in der Familie liegt, ist klar. Für Emily und Betti ist es trotzdem faszinierend, was ich aus Papier und Klopapierrollen mit der Kleinen zaubere. Ich habe Fans, wie schön. Letztens war ich in einem waldähnlichen Park entlang eines Flüssleins joggen. Plötzlich waren da Ponies! Gestern Abend am Heimweg: eine Katze. Groß, rot...ein Hund? Ein frecher Fuchs. Mitten in der (Vor-) Stadt! Heute Abend: ein Festival. Wen wundert's?

28 September 2017

Kuriositäten Teil 2 Katzenfutter, dass Juli heißt, ein Bus, der zu den Helden fährt und im Willkommenspaket der Uni ist Bier. Alkoholfreies, aber trotzdem! Diese Stadt ist einfach witzig!

24 September 2017

Die Stadt der Feste! Luxemburger Fest in der Straße der Uni, Straßenkunstfest (Musik, Jonglieren, Akrobatik) im Grätzel, Tibetfest im Park. Überall tut sich was! Ich stolpere von einem Spektakel ins nächste. Apropos Spektakel, Emily feiert heute 4. Geburtstag. Ich bin zum Kinderschminken und Eulenbasteln engagiert. Vergangene Woche hab ich die ersten Unikurse besucht. Das wird ein hartes Stück Arbeit. Die Sportkurse sind abwechslungsreich und nach ein bisschen Schwitzen sieht die Welt schon freundlicher aus. Heute Früh war ich gleich joggen. Morgens ist es noch richtig frisch (6 Grad), aber dann kommt die Sonne raus. Gestern hab ich am Minibalkon eine Mittagspause in der Sonne gemacht. Kein Balkon ist zu klein zum Rösten! Im Uniinstitut hab ich einen kleinen Hof entdeckt. Den kann ich gleich mittags nutzen. Denn zwischen 12 und 13 Uhr sind kategorisch keine Lehrveranstaltungen. Kuriosität am Rande: es gibt Fühstücksschokolade. Werd ich demnächst aufs Brot geben.

19 September 2017

Sonntagabend war ein Freund von Bénédicte hier. Was das heißt: Essen! Curry und....Topfen- und Apfelstrudel. Kein Geheimnis, was ich beigesteuert hab. Danach haben wir eine Komödie angeschaut. Puh, da hab ich praktisch nix verstanden. Zu schnell und zu salopp waren die Dialoge. Gestern war ich nur zuhause und im Park eine Runde an den Freiluftgeräten trainieren in der Herbstsonne. Das erste Paket aus Wien ist auch angekommen. Jetzt hab ich einen großen Bildschirm und ein extra Haube und Schalset. Am Abend waren zwei Nachbarinnen bei uns Abendessen. Die neue Strickware wurde gleich bewundert. Ich hab schon deutlich mehr von den Konversationen verstanden, als noch vor 2 Wochen. Dieses Mal wurde ich eingekocht, statt andere einzukochen. Als Nachspeise gab es eine ganze Auflaufform Flan. Irgendwie zieht sich das Thema Essen durch meinen Aufenthalt hier. Typisch übrigens: Chips, Spritzwein und Knabbergemüse als Aperitif. Das mit dem Alkohol brauch ich nicht, aber der Rest ist lecker.

17 September 2017

Fahrrad hab ich gestern keines gekauft. Dafür war dort überraschenderweise ein Flohmarkt. :-) Eine Yogamatte, eine Sporttasche, ein Regenschirm und ein Thermobecher zählen jetzt zu meinen hiesigen Besitztümern. Die alten Hanteln hab ich nicht gekauft. Am autifreien Tag heute habe ich die 2 touristischsten Sachen überhaupt absolviert: Atomium besuchen und Waffel essen. Beides gleichzeitig. Sehr lecker! Das Waffeleisen in Wien wird in Zukunft glühen! Am Heimweg hab ich am Citybike (villo) den Fluss überquert. Wie in Wien gilt auch der drübere Teil der Stadt als unchic. Dafür bin ich anzähligen türkischen, polnischen, libanesischen,... Cafés vorbeigekommen. Multikulti abseits des feschen EU-Viertels. Im Parc du Cinquantenaire traf ich Betti und Emily. Dort gibt es, freizugänglich, eine Tartanbahn (neben Spielplätzen, Fitnessgeräten, etc.). Wien ist so hinterdrein! Morgen beginnen die Unikurse. Das Lotterleben ist vorbei. Dafür beginnen auch die Sportkurse. Darauf freue ich mich schon!

15 September 2017

So viel Kultur wie in den letzten 10 Tagen habe ich noch nie "absolviert". Gestern war ich im Theater. Verstanden haben wir Austauschstudenten leider nichts. Heute war die Willkommensveranstaltung am Institut. Das liegt im EU Viertel.Dafür musste ich durch eine Masse an Erstemestrigen schneiden. "So jung alle!" schoss es mir durch Kopf :-) Gestern hab ich einen anderen Park erkundet, war aber nicht aufregend. Morgen ist Fahrradflohmarkt und Heritage Day, wo viele Gebäude der Öffentlichkeit offen stehen, die sonst zu sind. Ehrlich gesagt werde ich da aber wahrscheinlich nicht viel anschauen gehen. Sonntag ist autofreier Tag, da probiere ich per Rad die Wege zur Uni und zum Sportzentrum aus und werde ein paar Sehenswürdigkeiten abklappern. Außerdem sind da viele Obst- und Gemüsemärkte. Da werde ich mich eindecken. Laktosefreien Käse hab ich gefunden und auch auf Milka muss man hier nicht verzichten. Aber ich bleib bei der belgischen Schokolade. Eine Glückskastanie hab ich auch schon!

12 September 2017

Coucou (Kuckuck, sagen hier die Jungen statt Hallo)! Heute hatte ich Französischkurs, hab mir endlich einen 20er Block für die öffentlichen Verkehrsmittel (ich krieg leider wirklich keinen Studententarif) und die Sportkarte gekauft!!! Juchu! Bin ganz aufgeregt und kann es nicht abwarten. 30 Euro hab ich gezahlt für das Semester. Fitnesscenter, Laufstrecke usw. am Gelände sind inkludiert. Das Kursprogramm hab ich auch schon. Bald bin ich öfters im Sportzentrum zu finden. Es gibt so viele Kurse! Außerdem war ich joggen im nähestgelegenen Park. Die letzten Sonnenstrahlen waren angenehm und der Park ist sensationell ausgestattet. Pavillons, Grünflächen, Fitnessgeräte, Stangen, Gerüste, Spielplätze und Skateboardrampen. Wirklich super. Am Heimweg hab ich dann eine Katze getroffen. Da hab ich die Laufrunde selbstverständlich unterbrochen für ein paar Streicheleinheiten. Jetzt faulenze ich noch. Morgen geht der Kurs weiter. Und vielleicht spring ich schon ins Fitnesscenter!

10 September 2017

Der Tag hat mit einem Tee am Balkon begonnen und mit Tee auf der Couch geendet. Dazwischen bin ich 5km (bei 10 Grad!) zugunsten der Krebsforschung gelaufen, war bei Bénédictes Familie essen, wo es exta für mich auch was vegetarisches gab, hab die Familie mit selbstgemachter Marmelade und Topfenstrudel bezirzt und war mit Betti Kotzinger und Emily am Straßenfest. Hab 3 Sorten Senf geschenkt bekommen von der Familie Rans und von Emily Gummizeug und selbstgepflückte Blumen. Am Straßenfest hab ich mir Schreibwaren gekauft. Bin gut ausgestattet jetzt. Mehr war heut nicht. Reicht aber eigentlich auch. Morgen Mittag beginnt die Sprachkurswoche. Hoffentlich bekomme ich bald meine Studentenkarte, mit der ich dann die Sportzentrumkarte beantragen kann. Für die Öffistudentenkarte bin ich knapp zu alt (u24). Mal sehen, wie ich das in Zukunft mache. Radln und zu Fuß gehen wahrscheinlich.
Samstag, nichts zu tun für die Arbeit oder die Uni, kein Training. Mir war fad. Nachdem ich Sachen für die Uni brauchen werde, hab' ich mich dazu entschlossen, mich in die karitativen Gebrauchtläden dieser Stadt aufzumachen um Mappe, Federpennal und Co zu finden. Über einen dem Naschmarkt ähnlichen (aber viel kleineren) Flohmarkt bin ich auch spaziert. Aber Antiquitäten interessieren mich ja nicht. In zwei Läden gab es zwar keine Schreibwaren, dafür aber schönes Gewand. Also hab' ich zugeschlagen. Auch eine Warnweste zum Radln hab' ich gekauft. Die tragen hier sehr viele. Gut so! Hier gibt es 3 mal so viele Tage mit Niederschlag wie in Wien. Also sicher auch schlechte Sicht. Am Heimweg hab' ich bemerkt, dass in der Straße bei mir ums Eck ein Strassenfest war. Karusell, Schießbude, Essensstandln (schade, dass ich allein war, sonst hätte ich mich mit wem durchkosten können) und: alles minus 50% im Charityshop. Wieder hab ich zugeschlagen. Wieder nicht bei Schreibwaren. Was soll's!

7 September 2017

Einige Kuriositäten: Ein Bus fährt nach "Wiener" Es gibt "Wiener-" Gebäck, Kaffee und Kaffeehäuser Ich wohne in der "Juli-Strasse", gleich neben der "Mai-Strasse" Die Erasmuskoordinatorin heißt Vienne mit Nachnamen (Wien auf Französisch) In Brügge gibt es eine "Heiliger-Jan-Strasse" Und ein "Martin-Hotel" Es gibt Bier, das gesund ist für Hunde Und eine Konfisserie Juli

6 September 2017

Gefüllt mit Mango, geröstetem Sesam, karamellisierten Nüssen, und, und, und. Richtig: Pralinen! Schokladeverkostung und dann Hergémuseum (der Erfinder von Tintin) standen heute am Programm. Wieder bin ich stundenlang gegangen. Jetzt tut mir alles weh. Aber ich weiß jetzt, wo es gute Schokolade gibt! Z.B. in der Konfisserie, in der Katzenzungen erfunden wurden! Einen Biosupermarkt, der als regionale Kooperative geführt wird und wo man Mehl etc. verpackungsfrei kaufen kann, hab ich auch gefunden. Bénédicte hab ich versucht zu erklären, was "jemanden einkochen" heißt. Zur Veranschaulichung hab' ich Apfelstrudel gebacken. Morgen steht Sightseeing in Brügge am Programm. Vorsorglich hab' ich schon Mal Secondhandläden rausgesucht, falls die Stadttour "zufällig" an einem vorbeiführt. Den Aldi hab ich auch schon getestet. Laktosefreies gibt es hier nicht. Da muss ich weitersuchen. Oder ich werde Auslandsveganerin. (In Schokolade ist wenig Laktose drin, die kann ich weiterhin essen :-) )

4 September 2017

Im Zimmer hab ich alles umgestellt, es mir gemütlich gemacht und gut geschlafen. Ich und Sightseeing! 4 Stunden (4!) bin ich heute durch die Stadt gegangen und habe das Parlament, Kirchen, Museen, Parks und ehrlich gesagt keine Ahnung was noch angeschaut. Tapfer habe ich mich für eine Tour auf Französisch entschieden. In der verdienten Mittagspause habe ich die berühmten Pommes gekostet. Schmecken wie Pommes. Aber die Portion war riesig. Danach gab's 3 Stunden belgische Geschichte und Kulturkunde. Das Highlight des Tages war das Abendessen mit Bénédicte. Wie alte Freundinnen haben wir gekocht. Fritattensuppe, vegetarische Lasagne und Pallatschinken. Ich ess' morgen die Reste der Lasagne, sie die österreichischen Leckerbissen. Für Sonntag bin ich zum Geburtstagsessen ihrer Mama eingeladen. Davor laufen wir noch 6km zugunsten der Krebsforschung. Obstknödel kennt sie noch nicht. Damit steht fest, was ich als nächstes koche. Wir werden also laufen, um essen zu dürfen. So mag ich das!

3 September 2017

Mein Zimmer
Vorbei an spätsommerlich grünen und sich langsam braun färbenden Feldern, Wiesen und Wäldern rauscht der ICE, der mich über Frankfurt nach Brüssel bringt. Es ist Sonntagfrüh und die Passagiere noch müde. Viele spielen am Handy herum oder schlafen. Wie immer gut ausgestattet, mache ich mich an mein Frühstück: Kakao und von Martin gebackener Karottenkuchen. Ich mache es mir gemütlich und bin gespannt, was mich in den nächsten Monaten erwartet, was ich dazulerne (sprachlich, über mich, über die belgische Kultur,...), wen ich kennenlernen werde und was ich Neues entdecken werde. Heute Abend bin ich gleich alleine in der neuen WG und kann die Wohnung so erkunden. Morgen beginnt die Willkommenswoche für die Austauschstudenten an der Université Saint-Louis, in der jeder Tag voll ist mit kulturellen, historischen und politischen Fakten und kulinarischen Genüssen (Pommes stehen z.B. am Speiseplan). Mal sehen, wie das wird! Tschau und à bientôt!