Germany, Spain, France · 35 Days · 75 Moments · August 2017

Camino Francés


22 September 2017

Die ganz harten Pilger machen sich ja noch mal auf zum Kap Finisterre. Übersetzt bedeutet Finisterre bzw. Fisterra „Ende der Erde“. Noch weitere 80km hätten meine Füße nicht mitgemacht🚶Bei tollen Wetter sind wir mit dem Bus gefahren. Somit waren es dann nur noch rund 10km bis zum Leuchtturm und zurück. Das war ein schöner Abschluss für mein Abenteuer Pilgern🤗
Auf dem Weg zum Ende der Welt 🌎

21 September 2017

Die Compostela
Anstehen für die La Compostela / Pilgerurkunde. Der einzige Weg nicht vier Stunden in der Schlange zu stehen ist um 07:00 da zu sein. Geöffnet ist das Pilgerbüro ab 08:00. Zehn Pilger bekommen im Luxus Hotel Parador ein Essen spendiert. Ich war dabei😉sicher weil ich so verhungert aussehe.

20 September 2017

Das Programm für Morgen 😀
Geschafft😀
Die letzten Meter von fast 800km.
Monte do Gozo (Freudenberg). Von dort aus lässt sich erstmals die Kathedrale von Santiago de Compostela und damit das Ziel der Wallfahrt sehen.
Nach der Magenverstimmung gehe ich auf Nummer sicher😉 Zweites Pilgerfrühstück. Café Americano, Pfeife und einen Orujo. Der tötet alle Keime.
Lavacolla 09:00 tolles Wetter. Start zur letzten Etappe.

19 September 2017

Ich bin jetzt in Lavacolla. Noch 10,03km bis zur Kathedrale.
Noch mal durch Eukalyptuswälder bevor es am Flughafen vorbei in die Vorstadt geht.

18 September 2017

Und immer weiter 😃

17 September 2017

Heute war Melide unser Ziel. Noch 55 km😀

16 September 2017

Ich bin ja der Quartiermeister unserer Reisegruppe. Diesmal hatte ich das Kleingedruckte nicht gelesen. Unser Hotel ( das einzigste im Ort) liegt "nur" 8 km vom Dorf entfernt.😬Aber was für eine Unterkunft. Wir sitzen hier mit fünf Australier am Kamin und lassen die Rotweinflasche kreisen😉Schaut euch die Fotos der bescheidenen Unterkunft an.
Verbrannte Erde 🌏 Die ersten 8 km sind geschafft. Es ist 12 Grad in Gonzo. Beim Pausencafe hatte ich ein nettes Gespräch mit einem Pärchen aus Valencia. Es sind auch die Begegnungen die den Camino besonders machen😀

15 September 2017

Nach 22,4 km in Portomarin angekommen😀
Oder doch eine Reitmöglichkeit klauen 😉
Ein paar Bilder vom Weg
Warum sind die Menschen nur so doof und klauen die Km Angaben aus den Steinen. So doof kann man als Pilger doch gar nicht sein.😡
Ob da wirklich jemand sein Pferd mitnimmt?😂
Nach vier Tagen Bauchschmerzen und Magenkrämpfe geht es endlich weiter. Die letzten 120km. Gott sei Dank hatte ich in Sarria eine Unterkunft gefunden in der ich selber Kochen konnte. Schonkost steht in den spanischen Restaurants nicht unbedingt auf der Speisekarte😉So sehr ich den frischen Orangensaft liebe lasse ich ihn doch weg. Das gleiche gilt für Eiswürfel. Das sind meine Hauptverdächtigen.

11 September 2017

Das meine Füße so schnell abgeheilt sind ist schon ein kleines Wunder. Aber irgendwie hab ich es mir mit dem heiligen Jakob vergrätzt. Meine Erschöpfung nachdem Abstieg am Samstag hat sich als Magen und Darmgrippe entpuppt. Ich fühle mich wie ein alter Turnschuh auf dem der Hund gekaut hat.🤢😡😬

10 September 2017

Motorradgottesdienst in Ponferrada.

9 September 2017

Ich sag das mal so"für heute habe ich die Schnauze voll "
Fast 7 km steil Bergab über Geröll. Das ist echt eine Belastung für Sehnen und Bänder in den Knochen.
Hatte ich eigentlich schon erwähnt das ich Höhenangst habe 😬Es wehte eine steife Brise und es war Sau kalt.
Ein Tag der seltsamen Orte und eines sehr anstrengenden Weges. In Rabanal (73 Einwohner) bei 1145 msnm gestartet. 5,4 km bis Foncebadón (13 Einwohner) auf 1440 msnm gewandert. Weiter zum Cruz de Ferro. Das ist ein kleines Eisenkreuz, das, auf einen Baumstamm montiert, in den Montes de León den mit 1500 msnm höchsten Punkt des Jakobswegs Camino Francés am Monte Irago markiert. Hier liegt jetzt auch ein Stein aus unserem Garten. Weiter ging es 4,48km nach Manjarin (1 Einwohner Thomás ). Tomás, der sich in der Nachfolge der Tempelritter sieht, gründete in Manjarín in den 1990er Jahren eine einfache Pilgerherberge, die mit der Fahne der Tempelritter beflaggt ist und zu den sehr besonderen Unterkünften entlang des Jakobswegs zählt. Weiter und vor allen Dingen runter 6,79km über Felsgeröll nach El Acebo 1150 msnm (37 Einwohner).

8 September 2017

13:00 das Tagesziel ist erreicht Rabanal del Camino. Wir haben beschlossen "nur" noch so 20km am Tag zu gehen. Es geht Berg auf und die Wege werden robuster 😬
Eine unerwartete Begegnung 😃
Auf dem Weg nach Rabanal del Camino. Die Landschaft verändert sich. Nach unendlichen gerade aus über Stoppelacker eine Wohltat für die Augen. Die Höhenunterschiede nimmt ich da gerne in Kauf.

7 September 2017

Wir sind heute in Murias de Rechivaldo angekommen. Wieder so ein verträumter Ort mit lieben Menschen. Es ist uns lieber Brauch geworden nach dem Essen einen Brandy zu trinken. Jedesmal haben uns die Kellner angeschaut wie vom anderen Stern. Der Brandy/ Osborn ist wohl nur für den Export 😬Auf die Frage was man denn hier für einen Schnaps trink, stellte der Wirt uns zwei Flaschen auf den Tisch und sagte "trinkt". Er nannte es Orujo das ist ein Tresterbrand mit 37 bis 50 Volumenprozent Alkoholgehalt, der hauptsächlich in der nordspanischen Region Galicien hergestellt wird. Nachdem wir ausgiebig probiert haben wollte der Wirt übrigens kein Geld dafür.
Auch wenn die Häuser alle gleich aussehen jeder hat seine besondere Tür.
Ein paar Eindrücke
Könnt ihr euch noch an den Protz-Bischof Tebartz-van Elst und seinen Bischofssitz in Limburg erinnern? Wir haben in Astorga den Bischofspalast besichtigt. Der Palacio Episcopal (Bischofspalast) wurde von Antoni Gaudí, begonnen im Jahre 1889 und 1913 nach zwanzigjähriger Unterbrechung von Guereta vollendet. Man sagt, dass sich die Diözese über die immensen Baukosten des Palacio Episcopal so sehr aufgeregt hat, dass im dem teuren Gebäude niemals ein Bischof seinen Sitz hatte. Der Bischofspalast beherbergt heute das Museum Museo de los Caminos (Museum der Wege)
Auf dem Weg nach Murias de Rechivaldo mussten wir eine Zwangspause in Astorga machen. Thomas hat eine Schuhsole eingebüßt😕 Da Astorga aber bekannt für seine Schokolade ist haben wir einen Weg gefunden uns zu trösten. Übrigens Schuster auf spanisch heißt Zapatero.

6 September 2017

Ich habe teuer gegessen und es war nichts besonderes. Dann günstig und es war klasse. Durch die Siesta bekommt man vor 20:30 kein Abendessen. Mal sehen was es heute gibt 🤠
Ich bin jetzt in Hospital de Órbigo 993 Einwohner Hier ein bisschen Infos (Wikipedia) Im Mittelalter gab es bereits ein kleines Dorf am linken Ufer des Flusses Río Órbigo. Dieses Dorf, das sich rund um die Kirche Santa Maria gebildet hatte, wurde nach der Brücke Puente de Órbigo benannt. Ende des sechzehnten Jahrhunderts entstand eine weitere Siedlung auf der rechten Uferseite des Flusses in der Nähe des alten Pilgerweges Camino Francés. Dort errichtete der Souveräne Ritter- und Hospitalorden vom Heiligen Johannes zu Jerusalem ein Krankenhaus (span. Hospital) und der Ort erhielt den Namen Hospital de Órbigo.

5 September 2017

Wir genießen den Tag.
Die gotische Kathedrale Santa María de Regla von León ist die Bischofskirche des Bistums León und befindet sich im Nordwesten Spaniens Berühmt sind die Glasfenster der Kirche, die vom 13. bis zum 20. Jahrhundert von zum Teil unbekannten Meistern geschaffen wurden. Die 125 Fenster sind teils 12 m hoch und bedecken eine Fläche von ca. 1800 m². Für euch ein paar Fotos.
Von Saint Jean Pied de Port bis nach Leon sind es 443,7 km. Davon bin ich bis jetzt 200km über Stock und Stein gelaufen. So weit die Füße tragen. In Sahagún war die Hälfte geschafft 😀

4 September 2017

Der Alltag eines Pilger. Zwischen 06:00 und 07:00 aufstehen. Rucksack packen. Frühstück bestehend aus einem Glas Osaft, Milchkaffee, Toast mit Marmelade. 2 Liter Wasser einpacken. Los laufen. Nach 2 Stunden erste Pause. Was trinken und weiter. Meist um 12:00 Mittagspause. Es gibt einen Salat 🥗 13:00 weiter laufen 🏃. Je nach Tageskilometer so um 16:00 angekommen. Egal wie weit man gelaufen ist, der letzte km zieht sich am längsten. Unterkunft aufsuchen und duschen. Zwei Stunden aufs Bett dann Abendessen = Pilgermenü. Um 21:00 völlig fertig ins Bett fallen und schlafen 😌
So wir haben gestern beschlossen das wir von der Meseta die Nase voll haben. Wir sind nach Sahagun gelaufen und sind dann weiter mit dem Zug nach Leon gefahren. Morgen machen wir Pause und schauen uns die Sehenswürdigkeiten der Stadt an.

3 September 2017

Heute 26km durch die Pampa deshalb heute nur Fotos 😉 Ich bin jetzt in Carríon de los Condes.

2 September 2017

Unmittelbar hinter der Kirche befindet sich auf einem abgestuften runden Sockel eine 7,60 m hohe spätgotische Gerichtssäule (rollo oder picota), deren reicher figürlicher und dekorativer Schmuck alle Teile des Monuments umfasst. Ein solcher Gerichtspfeiler war in Kastilien Symbol richterlicher Gewalt sowie Gerichts- und Vollstreckungsort. Es heißt, dass die Verurteilten zum Ausführen der gefällten Urteile an die Säule gebunden wurden.
Heute sind wir in Boadilla del Camino angekommen das ist ein kleiner Ort am spanischen Jakobsweg in der Provinz Palencia
Ohne Bewässerung wächst hier nichts.
Ein paar Impressionen 🤠
Endlich mal ein bisschen Grün

1 September 2017

Paella im Kreis eines Australiers,zwei Polen, eines Schweizers und uns Deutschen. Die Paella wird jeden Tag frisch zubereitet. Geleitet wird das Hostel von einem Paar das sich auf dem Jakobsweg verliebt hat. Nachdem Essen gab es noch einen Vortrag zur Geschichte der Paella. Ich weiß jetzt das das Wort Paella aus dem Arabischen kommt und Reste bedeutet. Das war ein schöner Tagesabschluss.
Stellt euch mal vor ihr seit in den unendlichen Weiten unterwegs und ihr wisst das in 10km das ersehnte Ziel kommen muss. Und nichts ist zu sehen. Verlaufen? Und dann 400 Meter vor dem Ziel taucht ein Tal mit einem Kirchturm auf. Hontanas ein kleiner verwunschener Ort. 66 Einwohner, 6,5 Einwohner auf dem km2. Das ist pilgern auf dem Jakobsweg 😀
Man läuft und läuft und läuft. Die Jakobsmuscheln weisen einen den Weg.
Ein ständiger Begleiter, mein Schatten. Auf der ganzen Strecke bin ich nur einem Schäfer mit seiner Herde begegnet.
Ab jetzt wandern wir durch die Meseta. Als Meseta wird das im Zentrum der Iberischen Halbinsel gelegene, über 200.000 km² große kastilische Hochland in Spanien bezeichnet. Zum pilgern gehört es sicher auch Entscheidungen zu treffen. Heute war die Entscheidung nur 10,5 km zu gehen. Ich bin von Hornillos del Camino nach Hontanas gelaufen.

31 August 2017

Die Kathedrale von Burgos (spanisch Catedral de Burgos) ist eine gotische Kathedrale in Burgos (Spanien) und die Bischofskirche des Erzbistums Burgos. Sie ist der Jungfrau Maria geweiht und berühmt für ihre Größe und Architektur. Seit 1984 ist sie Unesco-Weltkulturerbe.
In Burgos angekommen.

30 August 2017

So heute geht es weiter mit geflickten Füßen.23 km von Santo Domingo de la Calzada nach Belorado 🏋️und zu Belohnung eine Sangria 😜Die Füße haben erst mal wieder die Nase voll aber ich bin bester Dinge. Das wird wieder.

29 August 2017

Heute habe ich Thomas mit den Bus in Santo Domingo de la Calzada wieder eingeholt. Goggelt doch mal das Hühnerwunder von Santo Domingo. Eine coole Geschichte.😉Geschlafen wird in einem Kloster der Zisterzienser. Die Mönche müssen sehr klein gewesen sein. Das war bis jetzt das schlechteste Bett.

28 August 2017

So nun bin ich bis Dienstag in Logroño gestrandet. Am Sonntagmorgen war ich beim Arzt und die Blasen wurden behandelt. Das Gesicht der Ärztin werde ich nicht vergessen nachdem sie meinen Verband abgenommen hat. Jetzt weiß ich wie oh gottogott auf spanisch klingt. 😉Ich habe mir nicht nur das Profil vom Reifen gelaufen, die Felgen sind auch hin. Dienstag um 18:00 möchte die Ärztin noch mal schauen und dann geht es mit dem Bus nach Santo Domingo de la Calzada. Ich nutze die Zeit mir Logroño anzusehen. Gleich werde ich mir das Wein Museum anschauen. Meine Stimmung ist natürlich auf dem Nullpunkt angekommen. Ich bin wütend auf mich und die Einlagen. Es ist komisch allein in einer fremden Stadt zu sein. Da Schokolade glücklich macht tröste ich mich mit Kaffee Choco Surprise😬Da Thomas und ich nach einer Woche wissen was in den Rucksack gehört, hab ich 2,5kg überflüssiges Zeug mit der Post postlagernd nach Santiago de Compostela geschickt. Mal sehen was die nächsten Tage so bringen 🤗🤗🤗

26 August 2017

Heute sind wir in Logroño angekommen. Logroño ist die Hauptstadt der Provinz und der Autonomen Gemeinschaft La Rioja in Spanien. Thomas ist gelaufen und ich gefahren.Morgen verbringen wir den Tag mit ausruhen und bummeln. Ich hoffe das am Montag die Blasen abgeheilt sind und ich auch wieder auf Schusters Rappen weiter marschieren kann.

25 August 2017

Heute um 15:00 bei 31,5 Grad Torres del Rio erreicht. Probleme gibt es mit Blasen an den Füßen im Span durch die Einlagen. Auf dem Weg gibt es für Pilger eine Rotwein Zapfsäule 😜
Mit zusammen geklebten Füßen ging es nun weiter. Von Santo Domingo de la Calzada nach Grañón 6,84 km. Dann nach Redecilla del Camino 4,10 km. Dann nach Castildelgado 1,54 km. Dann nach Viloria de Rioja 2,04 km. Dann nach Villamajor del Rio 3,36 km und dann nach Belorado 4,8 km. Das macht 22,68 km 😀 Jetzt liege ich auf dem Hotelbett und halte Siesta. Gleich geht es in den Schatten mit einem Bier

24 August 2017

Moin zusammen, so langsam läuft die Dampfmaschine. Um 7:00 gestartet und um 08:20 in Mañeru angekommen das waren 5,2 km. 15:33 das Tagesziel Estella ist erreicht. 22km in 8,5h. 24 Grad im Schatten. Übrigens der rechteckige Haufen ist aus Strohballen.

23 August 2017

Heute sind wir um 05:00 gestartet. So sind wir der Hitze ausgewichen. Die Knochen gewöhnen sich so langsam ans Wandern. Wir sind jetzt in Puente la Reina. Die Brücke der Königin, Puente la Reina, ist das Wahrzeichen des gleichnamigen kleinen Städtchens am Jakobsweg (Camino de Santiago). Es ist 23,4 Grad und das erste Bier schön kalt😉

22 August 2017

So heute war Pamplona unser Ziel. Da uns die letzten zwei Tage mächtig in den Knochen steckten und wir keine Lust hatten bei 34 Grad durch Pamplona zu laufen haben wir für den Rest der Strecke den Bus genommen. So hatten wir noch die Kraft uns die Sehenswürdigkeiten der Stadt anzusehen. Bis jetzt hatten wir immer sehr viel Glück mit der Unterbringung. Mal sehen was der morgige Tag so bringt.
Tag eins war sehr anstrengend durch die vielen Höhenmeter. Besonders war es, auf 1134 Meter die Natur für sich allein zu haben. Am Ende der Tour war ich komplett im Eimer. Tag zwei war auch der Hammer. Berg ab über Geröll ist sehr anstrengend. Berg rauf geht in die Beine, Berg ab auf die Knie.

20 August 2017

Hier gibt es 🍻34 Grad da freut man sich auf Schatten
Schritt für Schritt
So nun geht es nur noch zu Fuß weiter

19 August 2017

Flughafen Madrid
Flughafen Düsseldorf Warten auf den Flieger bei einem Becher Kaffee ☕️
Jetzt geht es los.😀