Switzerland, France · 20 Days · 14 Moments · June 2017

Sprachaufenthalt in Vichy


14 July 2017

14. JUILLET Der 14. Juli ist der Nationalfeiertag der Franzosen. Deshalb hatten wir an diesem Freitag Schulfrei. Nach ausgiebigem Ausschlafen ass ich gemeinsam mit der Familie „Zmettag“. Meine Freunde und ich machten am späteren Nachmittag ein ausgiebiges Picknick am Fluss und später bestaunten wir das grossartige Feuerwerk am Himmel. Am späteren Abend gesellte sich noch ein französisches Ehepaar zu uns und wir plauderten, bis das Spektakel am Himmel losging. Es war ein absolut gelungener Tag, der schönste bis jetzt hier in Vichy! Wir hatten eine gemütliche Runde beieinander, wir sprachen über Gott und die Welt und das Feuerwerk war der krönende Abschluss. Habe glaub ich noch nie ein solch atemberaubendes Feuerwerk erlebt. Aber seht selbst 😊

13 July 2017

INTERNATIONALER ABEND / PARTY Am Donnerstag, vor dem Nationalfeiertag, fand der internationale Abend an der Schule statt. Bei dieser Veranstaltung konnten Studenten ihr Land mit einer Darbietung vorstellen. Es war sehr interessant und unterhaltend die einzelnen Acts zu bestaunen. Am meisten gefallen hat mir die Darbietung der Kolumbianer und der Türken. Beide Gruppen haben ihre Musik präsentiert. Nach der Soirée ging es in einen Club, welcher nur für die Stunden des Cavillam reserviert war. Alle haben miteinander getanzt und die Stimmung war ausgelassen. Ich als Tanzfüdli bekannt, blieb mit Martina, auch ein Tanzfüdli, bis in die Morgenstunden.

12 July 2017

DRITTE WOCHE Die zweitletzte Woche fing super an. In der Schule läuft es einiges besser. Meine mündlichen Kenntnisse sind wieder auf einem guten Niveau. Auch im Schriftlichen habe ich Fortschritte gemacht. Mein Lehrer meinte, ich sei auf einem guten Weg. Dies bestätigt mir, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe, hinsichtlich des Kurswechsels. Jeden Mittag esse ich zusammen mit meinen neu gewonnen Freunden. Gut ist, dass wir immer noch andere Studenten mit anderen Nationalitäten dabei haben. Somit ist gewährleistet, dass wir auch ausserhalb des Unterrichts, die französische Sprache praktizieren. Oft gehen wir nach der Schule in das gegenüberliegende Café, wo es ein ausgezeichnetes Café-Frappé gibt. So köstlich!! Am Mittwoch war ich mit meiner Gastfamilie bei ihrer Tochter zum Essen eingeladen. Es war ein toller Abend und es gab sogar mein Lieblingsessen, Lasagne.

9 July 2017

REST DER WOCHE Da es am Samstag sehr heiss war ging ich mit meinen Freunden in die Badi. Wie bereits schon erwähnt habe ich am Montag mit einer Schweizerin bekanntschaft gemacht, welche wie ich, Lehrerin werden möchte. Im Verlauf der Woche haben wir ein Grüppchen von Frauen zusammen gehabt, welche alle an die PH gehen, drei davon sogar auch in Luzern  OK, zurück zur Badi… Das Schwimmbad in Vichy ist genial. Der Eintritt ist nahezu gratis und die Anlage wunderschön. Es hat ein gedecktes „Innenbad“ mit Whirlpool, Düsen und eine grosses Badeparadies für Kinder. Das Aussenbecken ist auf sehr angenehme 27 Grad aufgeheizt. Wir verbrachten einen angehnehmen freien Tag in der Badi, plaudernd und plantschend. Am Sonntag trafen wir uns für eine kleine Shoppingtour in der Stadt. Vichy ist eine der einzigen Städte in Frankreich, welche am Sonntag alle Läden geöffnet hat. Bevor wir dann nach Hause gingen genossen wir ein kaltes Eistee in einem Café im Park, während wir der Live-Musik zuhörten.

6 July 2017

WEIN-DEGUSTATION Wer mich gut kennt weiss, dass ich bei Wein nicht widerstehen kann. Demzufolge nahm ich selbstverständlich an der Wein-Degustation teil, die von der Schule organisiert wurde. Die Weine stammten vom Weingut „Chateau Dompierre“ welches in der Nähe von Bordeaux liegt. Man hatte die Wahl zwischen einem Rosé, einem Weisswein und zwei roten Weinen. Habe natürlich alle gekostet. Am Besten geschmeckt haben mir der Rosé und der Weisswein. Bereits bei einer Degustation im Elsass haben mir eher die Weissweine gemundet. Tut mir leid Frankreich, eure Rotweine scheinen mich einfach nicht zu überzeugen. Hier noch anzumerken ist aber, dass auch die Rotweine nicht schlecht waren. Die Unterhaltung während der Degustation übernahm eine Gruppe von Sengalesen, welche mit ihrer afrikanischen Musik, den Trommeln und dem Xylophon, mich nach Südafrika zurück versetzten. Alles in allem ein gelungener Abend mit toller Musik und guten Weinen. Was will man mehr.

3 July 2017

ZWEITE WOCHE Am Montag nach dem Unterricht entschloss ich mich, gemeinsam mit der Schule, die Vichy-Tour zu machen. Es war schön und interessant, jedoch nicht unbedingt notwendig, da ich am Vortag bereits fast alles gesehen habe. Hat aber trotzdem Spass gemacht und ich habe eine Schweizerin kennengelernt, welche auch in Luzern an die PH geht. Dies sollte meinen ganzen Aufenthalt ändern, dazu aber später mehr. Am Dienstag spielte ich, gemeinsam mit den anderen Studenten, das Nationalspiel der Franzosen: Petanque. Es ist sehr ähnlich wie Boccia, aber das darf man natürlich vor den Franzosen nicht erwähnen. Diese sind sehr stolz auf dieses Spiel und der Meinung, sie seien die Einzigen, die diese Art von Sport betreiben. Mir solls recht sein :) Es hat riesen Spass gemacht und mein Team hat sogar gewonnen.

2 July 2017

WOCHENENDE Nach ausgiebigem Ausschlafen habe ich meinen Samstag telefonierend mit meinen Liebsten und Film schauend verbracht. Da das Wetter nicht gerade top war, liess sich auch nicht viel anderes machen. Am Abend war ich dann, zusammen mit den Gasteltern, bei einem Kollegenpärchen zum Abendessen eingeladen. Das Paar hatte zusätzlich noch ihre Enkelinnen zu Besuch, welche im gleichen Alter sind wie ich. Es war ein sehr gemütlicher Abend und ich hatte sehr viel Spass. Beide Enkelinnen wohnen in Paris und boten mir an, falls ich in den nächsten Wochen Paris besichtigen möchte, gerne bei ihnen übernachten kann. Dies hat mich sehr gefreut und ich werde das Angebot ernsthaft in Betracht ziehen. Am Sonntag ging ich den grossen Stadtpark besichtigen. Um dem vielen und sehr köstlichem Essen meiner Gastmutter etwas entgegen zu wirken, sah ich mir das Ganze vom Velo aus an. Vichy besitzt wunderbare Aussichten und grossartige Architektur. Es lohnt sich, diese Stadt einmal gesehen zu haben.

30 June 2017

AKTIVITÄTEN Am Donnerstag nahm ich zum ersten Mal an einer Aktivität der Schule teil. Es war Kino-Abend angesagt. Gezeigt wurde der Film: Le fabuleux destin d’Amélie Poulain. Am Anfang war der Film sehr bizzare, mein neues französisches Lieblingswort, doch gegen Ende wusste der Film, inklusive Filmusik, mich zu begeistern. Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Car ins nahegelegene Dorf Randan, wo sich das gleichnamige Schloss befindet. Nach einer Besichtigung des Parks und des Schlosses, welches durch einen Brand 1925 sehr gelitten hat, führte uns der Guide durch die antiken Räumlichkeiten der Küche, Kirche und durch ein Museum voller ausgestopfter Jagdtrophäen. Der letzte Eigentümer, ein Mitglied der französischen Königsfamilie, war passionierter Jäger und demzufolge gab es einiges zu bestaunen. Es ist sehr schade, dass das Schloss nicht mehr intakt ist. Gerne hätte ich es in voller Pracht gesehen, denn die Ruinen lassen erahnen, wie wundervoll das Schloss gewesen sein muss.

29 June 2017

ERSTE SCHULWOCHE Meine erste Woche in Vichy ist um und es gibt einiges zu berichten. Fangen wir mal mit der Schule an… Wie ihr bereits erfahren habt, gestaltete sich das Ganze nicht so einfach wie gedacht. Auch an den restlichen Tagen hatte ich ziemlich mit meinem Französisch zu Kämpfen. Vor allem der Nachmittagskurs, Vorbereitung fürs Diplom DALF C1, bereitete mir grosse Mühe. Deshalb entschloss ich, gemeinsam mit meiner Lehrerin, das Diplom vorerst nicht in Vichy zu machen und stattdessen mich darauf zu konzentrieren, das Vergessene wieder zu lernen und meine schriftlichen Kenntnisse auf Vordermann zu bringen. Das Diplom werde ich dann zu einem späteren Zeitpunkt in der Schweiz nachholen. Diese Entscheidung hat mich zwar einiges an Mut und Stolz gekostet, schlussendlich mir aber auch Erleichterung verschafft. Ich habe mich selbst stark unter Druck gesetzt und dadurch den Aufenthalt gar nicht genossen. Nun geht es mir viel besser und ich bin wieder motiviert bei der Sache.

26 June 2017

Nichts desto trotz hatte ich einen guten Tag. Ganz in der Nähe der Schule gibt es eine Bäckerei, welche tolle Sandwichs verkauft und köstliches Brot im Angebot hat. Mein Schulweg, welcher auf den Fotos zu sehen ist, ist einiges kürzer im Vergleich zu jenem, den ich in Kapstadt hatte. Was mich natürlich nicht sonderlich stört. 😉
1. SCHULTAG Der erste Tag war ernüchternd. Am Morgen starteten alle neuen Studenten mit einem Einstufungstest und wir erhielten viele Infos zur Schule, Umgebung und den Aktivitäten der Schule. Die Schule ist top organisiert. Wie in Südafrika veranstaltet sie diverse Aktivitäten unter der Woche und am Wochenende, kultureller, sportlicher und unterhaltender Natur. Nach dieser Flut an Informationen und Abgabe der Test-Blätter folgte eine grosse Mittagspause und um 14.00 Uhr wurden die Niveau-Einteilungen ausgehängt. Das Resultat war bei mir leider nicht so gut wie erhofft. Zwei Niveaus tiefer, als ich eigentlich haben sollte. Mein Französisch hat sich tatsächlich irgendwo in der hintersten Ecke meines Kopfes versteckt und möchte partout nicht herauskommen. Vielleicht sehe ich das ganze gerade etwas zu schwarz aber ich muss gestehen, es war wirklich ein Dämpfer heute Nachmittag. Nun heisst es Ärmel hockrempeln, Bleistift spitzen und das vergessene Französisch auffrischen.

25 June 2017

Nach einer langen Zugfahrt bin ich mit etwas Verspätung endlich in Vichy angekommen. Der erste Eindruck der Stadt ist top! Wunderschöne historische Gebäude, viele kleine Läden und Cafés und einen riesigen grünen Park. Meine Gastmutter, welche mich am Bahnhof abgeholt hat, wirkt auf Anhieb sympatisch. Mein Zuhause für die nächsten 4 Wochen ist unbeschreiblich schön. Ich habe ein tolles Zimmer erhalten. Wiedereinmal hab ich ein riesiges Glück gehabt mit dem Ort, dem Zuhause und dem Gastmami 😊 Jetzt muss nur noch mein total verrostetes Französisch besser werden und alles ist super.
Und los geht's ins nächste Kurz-Abenteuer. Nach einer Party-Nacht in Luzern am Stadtfest und einer früh-morgendlichen Packorgie gehts nun ab nach Vichy in Frankreich. Ich werde 4 Wochen in einer Gastfamilie leben, zur Schule gehen und hoffentlich mit einem weiteren Diplom wieder nach Hause reisen. Nun erwartet mich aber zuerst eine 7.5h Zugfahrt. Ich lasse später wieder von mir hören.