Australia, New Zealand · 155 Days · 57 Moments · October 2016

Jannik's Work and Travel


6 March 2017

Montag, 06.03. Diese Nacht war der Wind schwächer und ich habe mehr Schlaf gefunden. Leider habe ich in der Nacht nicht mitbekommen, wie die Kea-Vögel sich an meinem Zelt und FlipFlops zu schaffen gemacht haben. Am nächsten morgen muss ich meine durchlöcherten Schlappen aufsammeln und stelle fest, dass ich nun Löcher in allen Ecken meines Zeltes habe... Um 11:00 Uhr mache ich mich mit Matt auf den Weg zur Mueller Hut, womit vom Zeltplatz aus 1000 Höhenmeter zu überwinden sind. 1800 Treppenstufen bilden die erste Hälfte des Weges, danach muss geklettert werden. An der Hütte angekommen, wird der erste Schneeball dieses Jahres geformt und eine kleine Pause eingenommen. Wir klettern noch etwas weiter bis auf den Mount Olivia, von dem aus man einen tollen Blick hat. Matt hat schon vor einer Woche einen Schlafplatz in der Hütte gebucht, ich hingehen muss den ganzen Weg wieder zurück wandern und fahre mit einem Pärchen, das ich beim Hike kennengelernt habe weiter nach Lake Tekapo.

5 March 2017

Sonntag, 05.03. In der Nacht werde ich wach, als plötzlich die Zeltstange mein Gesicht berührt. Es hat heftiger Wind eingesetzt und ich habe etwas bedenken, dass mein 30$ Zelt diesen kleinen Sturm überlebt. So schlafe ich eher unruhig, bin aber froh als ich am nächsten morgen noch ein "Dach" über dem Kopf habe. Nach dem Frühstück mache ich mich mit Matt auf den kleinen Wanderweg ins Hooker Valley. Die Sorge darüber, ob mein Zelt noch steht wenn ich wieder komme bleibt, doch Hooker Valley lohnt sich. Auf dem Weg haben wir einen tollen Blick auf den Mount Cook und überqueren immer wieder kleine Bäche, bis wir schließlich im Hooker Valley ankommen. Dort erwartet uns ein See mit kleinen Eisbergen und einem tollen Blick auf die mit Schnee bedeckten Berge und Mount Cook. Am Abend gibt noch eine Runde Chinese Poker bei Tee in der Hütte.

4 March 2017

Samstag, 04.03 Gesagt, getan! Im Base Hostel kann ich mein Fahrrad für ein paar Tage lagern. Danach kümmere ich mich um einen Zeltplatz für die Zeit nach meinem Ausflug und mache mich anschließend auf den Weg zum Mount Cook. Meine erste Mitfahrgelegenheit ergibt sich nach wenigen Minuten und ein älterer Herr im Porsche nimmt mich mit, das fängt schon mal gut an. Nach insgesamt sechs Anhaltern komme ich schließlich in Mount Cook Village an. Das Wetter ist toll und ich laufe weiter auf einem Feldweg zum sehr spartanisch ausgestatteten Campingplatz. Für drei Tage heißt es jetzt keine Dusche, Strom und Internet. Dafür eine tolle Natur und ein unglaublich klarer Sternenhimmel bei Nacht. Auf dem Weg zum Campingplatz fühle ich mich wie auf einer kleinen Abenteuerreise. Die vielen Campervans dämmen mein Gefühl von Isolation jedoch schnell wieder. Am Abend stellt sich heraus, dass das Zelt neben dem ich meines aufgeschlagen habe Matt gehört und wir planen den nächsten Tage gemeinsam zu wandern.

1 March 2017

Mittwoch, 01.03.17 Eigentlich hatte ich vor mit dem Fahrrad nach Bluff zu fahren und von dort aus die Fähre nach Stewart Island zu nehmen, doch die Wettervorhersage für die nächste Woche besagt Regen und das möchte ich mir ersparen. So entscheide ich mich doch schon wieder zurück nach Queenstown zu radeln und spiele mit dem Gedanken dort mein Fahrrad zu Lagern und nach Mount Cook und Lake Tekapo zu trampen, bevor es wieder nach Australien geht.

28 February 2017

Dienstag, 28.02.17 Um 11:45 Uhr steige ich in den Bus nach Milford Sound ein. Die Gruppe ist mit acht Leuten angenehm überschaubar. Der Busfahrer versteht sich sowohl als Tour Guide als auch als Entertainer und verbreitet gute Stimmung. Ich habe Glück und so machen wir statt angegebenen vier Stops insgesamt zehn Stops auf dem Weg nach Milford Sound. Nach wenigen Kilometern sind wir im Fiordlandnationalpark. Wir halten bei den Mirror Lakes und sehen dank dem ruhigen Wetter eine tolle Wasserspiegelung. Der Weg zum Milford Sound ist alleine Sehenswert, doch die Bootstour toppt dann alles. Die Menge an Touristen auf dem Boot ist gering und die Atmosphäre daher sehr angenehm. Das Wetter könnte nicht besser sein. Da es in Milford Sound durchschnittlich 300 Tage im Jahr regnet habe ich Glück und genieße den zweistündigen Cruise bei leckeren Karottenkuchen. Durch eine breitflächige Verwurzlung in den Felsspalten halten sich die Bäume an den steilen Felswänden fest. Absolut "Worth Seeing".

27 February 2017

Montag, 27.02.17 Mit Beth, die ich im Holiday Park kennengelernt habe, erkunde ich gemeinsam den Ort und wir treffen Max auf der Straße. So gehen wir zunächst einen Kaffee trinken, was in Neuseeland immer eine gute Idee ist. Da Max seinen Bus nach Bluff bekommen muss, trennen sich die Wege aber auch recht schnell wieder, wohl aber nicht für lange, da bin ich mir inzwischen sicher. Danach entscheide ich mich dazu eine Bootstour durch die Milford Sounds zu buchen inklusive Shuttelbus von Te Anau aus, da die Strecke für Fahrräder sehr gefährlich sein soll und der 1,7km lange Tunnel mit dem Rad auch eher weniger Spaß macht. So gönne ich mir den Luxus und die Wettervorhersage für morgen steigert meine Vorfreude noch mehr. Beth holt im DOC-Büro ihren Pass für die Hütten des Kepler Tracks ab, auf dem sie ab morgen für 4 Tage wandern möchte. Die Hüttenpässe musste sie schon Monate im Voraus buchen, da die Nachfragen so groß ist. Den Rest des Tages entspannen wir am Strand.

26 February 2017

Sonntag, 26.02.17 Mit Sonne und Motivation versuche ich heute die letzten 100km nach Te Anau zu radeln. Ich fühle mich fit und komme in einen guten Rhythmus rein. Auf der Hälfte des Weges trinke ich einen Kaffee und esse ein paar Müsliriegel. Danach geht es gestärkt weiter und ich komme Nachmittags am Kiwi Holiday Park in Te Anau an. 21$ für einen Zeltplatz in einem Touristenort finde ich fair und buche für drei Nächte. Gerade mal viereinhalb Stunden habe ich für die Strecke von Athol hier her gebraucht und bin ein bisschen stolz auf mich. Am Anfang meiner Radreise habe ich für 100km ca. 6-7 Stunden gebraucht. Da die Küche keine Pfannen oder Teller zur Verfügung stellt, improvisiere ich. So gibt gibt es Fisch aus dem Backofen und Kuskus aus meinem 500ml Topf serviert auf Aluminiumfolie. Das mag auf den einen oder anderen Reisenden befremdlich wirken, schmeckt aber nach einer Fahrradtour wie ein fünf Sterne Menü.

25 February 2017

Samstag 25.02.17 Gegen Mittag starte ich meine Fahrradtour in Richtung Milford Sound. Die Milford Sounds werden auch als achtes Weltwunder bezeichnet, weshalb ich es für Wert halte mir sie anzuschauen. Ich fahre entlang des Lake Wakatipu und lege in Kingston einen Kaffeestop ein. Als ich mich weiter auf den Weg nach Athol mache, fängt es an zu regnen und ich komme durchnässt am Campingplatz des kleinen Örtchens an. Als der Regen kurz stoppt beeile ich mich und baue schnell mein Zelt auf. Ich ziehe mir trockene Kleidung an, verkrümle mich im Schlafsack, wärme mir eine Dose Bohnen auf und bleibe mis zum frühen Morgen als der Regen endgültig aufhört im Zelt.

24 February 2017

Freitag, 24.02.17 Heute ergibt sich die Chance für ein kleines Klassentreffen. Sophie ist im Moment auch in Queenstown sowie Johanna, die gestern in Neuseeland angekommen ist. Jeder hat viel zu erzählen und wir fragen uns, was wohl die anderen ehemaligen Mitschüler der Adolf-Reichwein-Schule so treiben. Am Abend bin ich zum Essen eingeladen. In Franz Josef habe ich ein nettes amerikanisches Pärchen kennengelernt (Jan und Jay). In Fox Glacier haben wir uns wieder getroffen und schnell noch Emailadressen ausgetauscht, bevor es weiterging. So hat Jan mir geschrieben, dass sie in Queenstown sind und mich gerne zum Essen einladen würden, falls ich zu diesem Zeitraum auch da sein sollte. Das Timing passt, ich nehme das Angebot mit Freude an und wir lassen es uns bei Devils Burgers an dem Abend gut gehen. Im Park wird indessen mit Livemusik, Bier und guter Stimmung ins Wochenende gefeiert. Ich bin jedoch noch etwas kaputt und bleibe daher bei Ginger ale.

23 February 2017

Donnerstag, 23.02.17 Ich habe die letzten Tage in Wanaka genossen und bin doch froh, als endlich die Mail kommt, dass mein Fahrrad wieder fahrbereit ist. Da es schon Mittag ist, entscheide ich mich doch dazu den kürzesten aber auch steilsten Weg nach Queenstown zu fahren. Das Wetter ist herrlich und es ist ein tolles Gefühl wieder ohne Muskelkater auf dem Rad zu sitzen. 30 km vor Queenstown gilt es die höchste geteerte Straße in ganz Neuseeland zu überwinden. Obwohl dies wohl die steilste Etappe meiner Reise ist, habe ich diese dank der letzten Wochen Training besser weggesteckt, als die zwei Berge auf dem Weg nach Coromandel auf der Nordinsel. So komme ich am Gipfel an und genieße die Aussicht in 1070m Höhe. Nach kurzer Pause fahre ich weiter und lasse 800 Höhenmeter nach gut 20 Minuten hinter mir. Am Abend treffe ich mich mit Matt, der auch in Queenstown ist. Wir holen uns Pizza und genießen den Sonnenuntergang an der Waterfront.

19 February 2017

Sonntag, 19.02.17 Ich versuche die restliche Zeit in Wanaka sinnvoll zu gestalten und klappere die Hostels ab, in der Hoffnung Unterkunft für Arbeit zu finden, doch die Hostels sind entweder schon ausreichend mit Angestellten versorgt oder bezahlen nur ein stündliches Gehalt, wofür ich jedoch ein Arbeitsvisum bräuchte. Am Abend treffe ich mich mit Max und drei seiner Freunde, die er im Bus kennengelernt hat, diese sind mittlerweile auch in Wanaka angekommen. Wir lassen es uns gut gehen bei Bier und einem guten Burger.

18 February 2017

Samstag, 18.02.17 Das Wetter bleibt sonnig und ich lerne am Campingplatz zwei Deutsche und Zwei Kanadierinnen kennen. Wir gießen das Wetter am Strand, bevor wir abends zur Ziellinie des Triathlon gehen um die letzten Teilnehmer, welche bereits seit 16 Stunden in Bewegung sind, anzufeuern. Danach gibt es ein Feuerwerk und Musik. Später gehen wir noch in einen Irish Pub in dem Livemusik gespielt wird, was hier nicht unüblich ist. Etwas später als gedacht, aber gut gelaunt geht es heute ins Bett.

17 February 2017

Freitag, 17.02.17 Um 6:00 Uhr klingelt mein Wecker. Es ist noch dunkel und ziemlich kalt, bei 6 Grad. Heute habe ich mich mit Emily und Maddy dazu verabredet den Roy's Peak zu erklimmen, von dem aus man einen tollen Blick auf den Lake Wanaka und die Berge haben soll. Ich genieße zunächst meinen Morgenkaffee und Frühstück beim Sonnenaufgang bevor wir um 7:00 Uhr mit der Wanderung starten. Es sind 1600 Höhenmeter zu überwinden, bis wir es ganz nach oben Schaffen. Der Aufstieg dauert ca. drei Stunden und schon nach wenigen Höhenmeter ist der Ausblick phänomenal. Auf der Spitze picknicken wir und sehen, wie immer mehr Touristen den steilen Weg auf sich nehmen. Als wir wieder am Bergfuß angekommen sind, Entscheiden wir uns dazu eine Abkühlung im See zu nehmen. Dafür fahren wir etwas außerhalb der der Stadt, wo wir unsere Ruhe haben und die schöne Aussicht genießen können. Danach fährt Maddy weiter mit ihren Leihwagen mach Queenstown und Emily und ich essen noch gemeinsam zu Abend.

16 February 2017

Do., 16.02.17 3 Collin fährt extra einen Umweg von 30km um mich direkt nach Wanaka zu bringen. Wir fahren zu einem Fahrradladen, bei dem er selbst schon gute Erfahrung gemacht hat. Ich erkläre dem Besitzer des Landend meine Lage und Problem mit den Speichen. Zunächst meint er, dass die Marke eine gute ist und das Fahrrad auch, was mich schon mal tröstet. Er selbst verkauft Melvern Star Räder und bietet mir an beim Hersteller nachzufragen, ob er den Schaden abdeckt, da ich noch Garantie auf das Fahrrad habe. Ich lasse mein Fahrrad bei ihm, bedanke mich und verlasse mit Collin den Laden. Collin fährt mich danach noch zum nächsten Campingplatz. An einer Roten Ampel springe ich raus und drücke ihm bei meiner Verabschiedung noch meine Emailadresse in die Hand und biete ihm an mich zu kontaktieren wenn er oder seine Kinder mal in der Nähe von Frankfurt sind. Wanaka ist wunderschön und am Strand lerne ich noch Emily kennen, welche eine Gitarre dabei hat und auf meine Bitte bin auch singt.
Do,16.02.17 2Es ist erst Mittag und die Sonne scheint, so bleibe ich trotzdem gut bei Laune und schiebe den Drahtesel bis zur nächsten Haltebucht. Ich drehe die Musik auf, öffne mir eine Packung Kekse und fange an mit einem Stift auf meine Zeltplane zu kritzeln in der Hoffnung, damit eine Mitfahrgelegenheit nach Wanaka zu bekommen. Ich hänge die Plane über mein Fahrrad, Strecke den linken Arm mit Daumen nach oben aus und esse mit der anderen Hand meine Kekse. Nach knapp einer halben Stunde habe ich Glück und ein Mann mit einem Bootsanhänger hält an. Er heißt Collin, ist 62 Jahre jung und hat seinen Master in Psychologie. Wir beladen sein Boot mit meinem Hab und Gut und fahren los. Wir unterhalten uns über Neuseeland, seinen Beruf, wo wir herkommen und über Musik, bei der wir erst recht auf einen gemeinsamen Nenner kommen. Die Fahrt ist herrlich und ich kann es nicht glauben, wie viel Glück im Unglück man haben kann. Wobei es in Neuseeland eher eine allgemeine Hilfsbereitschaft ist
Donnerstag, 16.02.17 1 Heute ist ein fantastischer Tag. Um 7:00 Uhr stehe ich auf, frühstücke und packe mein Zelt zusammen, damit ich mich auf dem langen Weg nach Haast nicht stressen muss. Das Wetter ist herrlich und ich entscheide mich dafür, einen Umweg zu fahren, damit ich eine Runde im den Matheson Lake laufen kann. Die kleine Wanderung macht Spaß und die Luft ist unwahrscheinlich rein. Am Reflection-Isand-Lookout angekommen, bleibe ich erstmal ein paar Minuten, den Ausblick genießend, stehen. Der Blick auf den Mount Cook und Mount Tasman zusammen mit dem See ist toll. Anschließend mache ich ein paar Bilder und laufe schließlich weiter Richtung Carpark. Nach einigen Stunden auf dem Rad höre ich ein lautes knacken an meinem Fahrrad. Ich prüfe, ob sich etwas gelöst hat und stelle fest, das zwei Speichen gebrochen sind, wieder... Mein Hinterrad eiert und mir ist klar, dass ich es so nicht zum nächsten Bikeshop in Wanaka schaffe.

15 February 2017

Mittwoch, 15.02.17 Heute Fahre ich nur ein kleines, dafür hügeliges Stück nach Fox Glacier. So spare ich mir morgen 30km und schaffe es dann hoffentlich nach Haast. Ich schlage mein Zelt auf dem Campingplatz des BigFoot Hostels auf. In Fox treffe ich auch Matt wieder und wir laufen eine Runde um uns den Fox Gletscher anzusehen. Dieser ist jedoch von den zu erreichenden Aussichtspunkten nickt so spektakulär, wie der Franz Josef Gletscher. Am Abend gehen wir noch in den heißen Whirlpool, den das Hostel zu bieten hat und entspannen.

14 February 2017

Dienstag, 14.02.17 Die Wettervorhersage für heute stimmt mich positiv. Gegen Mittag soll die Sonne raus kommen und Regen ist für die nächsten zwei Tage auch nicht angesagt. Beim Frühstück bekomme ich eine Nachricht von Matt, mit dem ich schon das Tangariro Crossing zusammen gemacht habe. Er fragt, ob ich im Moment in der Nähe der Gletscher bin und es stellt sich heraus, dass wir beide in Franz Josef sind. Wir trinken einen Tee und gehen gegen 11:30 Uhr zusammen mit Marten (aus dem gleichen Hostel) los, um zum Roberts Point zu wandern/klettern, von dem aus man einen tollen Blick auf den Franz Josef Gletscher haben soll. Der Hin-und Rückweg beträgt zusammen ca. 25 km und da die Steine vom Regen noch sehr rutschig sind, beschäftigt uns der Hike den ganzen Tag. Als die Sonne herauskommt wird es sogar warm und die Wanderung gleich noch viel schöner. Das warten auf gutes Wetter hat sich gelohnt und die letzten Tage Ruhe haben mir auch gut getan.

13 February 2017

Montag, 13.02.17 Heute gibt es nicht nicht sonderlich viel zu berichten. Immer noch ist abwarten und Tee trinken angesagt. Mir ist während meines Work & Travel Aufenthaltes aufgefallen, wie beschränkt meine Kochküste eigentlich sind. Motiviert schaue ich auf Chefcock.de nach Rezepten und entscheide mich dafür, mich an eine vegetarische Zucchinilasagne heranzuwagen. Mein Plan scheitert schon daran, als ich im Supermarkt keine Zucchini bekomme, heute gibt es Pasta mit Ei...

12 February 2017

Sonntag, 12.02.17 Der Regen lässt nicht nach und im Zelt habe ich auch schon besser geschlafen. In der Nacht hat mich ein Feueralarm wachgehalten, welcher sich später als Test der Feuerwehr entpuppt. Nach dem Frühstück führt mein erster Weg zur Tankstelle, an der ich mir eine Regenplane zur Verstärkung meines Zeltes kaufe, Not macht erfinderisch... Dies sind gut investierte 12$ wie sich später zeigt. Den restlichen Tag verbringe ich im Aufenthaltsraum/Küche des Hostels. Ich trinke einen Tee nach dem anderen, genieße die Ruhe, schreibe ein paar meiner Gedanken, die mir beim Fahrradfahren gekommen sind, nieder und stöbere ein bisschen im AppStore nach gratis Hörbüchern. Später lerne ich ein nettes australisches Pärchen kennen. Sie sind für 4 Wochen der australischen Hitze entflohen und reisen durch Neuseeland. Jan führt auch Tagebuch auf ihrem iPad und ich zeige ihr die Journi-App. Sie ist begeistert und hat nun für die Regentage eine gute Beschäftigung gefunden.

11 February 2017

Samstag, 11.02.17 Ich habe etwas unruhig geschlafen, da die Sandfliegen und Mücken mich am Abend zuvor zerbissen und zerstochen haben. Doch der Ausblick aus dem Zelt am Morgen macht das wieder gut. Ich starte den Tag mit Müsli, Kaffe und einem Erfrischungsbad im See. Mit Sonne im Rücken geht es weiter nach Franz Josef. Dort gibt es einen Gletscher, den man zwar nur mit dem Helikopter besteigen kann, der aber auch gut von den kostenlosen Wanderwegen aus zu sehen ist. Der Weg ist anstrengen und die Kilometer der letzten Tage liegen mir noch schwer in den Beinen. Am Abend komme ich völlig erschöpft in Franz Josef. Die letzten 85km haben sich wie 120 angefühlt. Ich habe Glück und kann mein Zelt für 18$ bei einem Hostel aufschlagen. Frühstück und Abendsuppe inklusive, Luxus. Nach der Dusche falle ich todmüde ins Bett. In der Nacht fängt es an zu regnen...

10 February 2017

Freitag, 10.02.17 Am Morgen gehe ich mit Malik und Felix noch einen Kaffee trinken, bevor es für sie weiter in den Norden und für mich in den Süden geht. So starte ich erst gegen 12:00 Uhr. Es nieselt leicht, doch die Wolken ziehen vorbei. Nach 100km erweckt ein kleiner Trampelpfad, der zum Lake Ianthe führt, mein Interesse. Hinter dem Gebüsch tut sich mir ein wunderschöner See, in dem sich der Wald und die Wolken reflektieren, auf. Ich bin kaputt, hatte mir aber vorgenommen noch 15km weiter bis nach Hari Hari zu fahren. So ziehe ich weiter und nur wenige hundert Meter später sehe ich einen kostenlosen Campingspot direkt am See. Ich kann es kaum fassen und schlage direkt mein Zelt am schönsten Platz auf. Außer einem Plumsklo gibt es nichts. Als ich mich erschöpft niedersetze, kommt ein junges holländisches Pärchen auf mich zu und bietet mir ein Bier an. Sie haben mich schon in Greymouth gesehen. Wir kommen ins Gespräch und verbringen den restlichen Abend gemeinsam.

9 February 2017

Donnerstag, 09.02.17 Auf dem Weg nach Punakaiki ist mir schon zum zweiten Mal eine Speiche gebrochen. Da ich Scheibenbremsen habe, wirkt sich dies nicht sonderlich auf mein Fahrverhalten aus. Trotzdem peile ich als nächstes Ziel Greymouth an, in der Hoffnung einen Fahrradladen zu finden. Trotz vorhergesagtem Regen bleibe ich trocken und habe die 45km erstaunlich schnell nach 2 Stunden geschafft. Schnell werde ich fündig und gebe mein Fahrrad für vier Stunden in die Werkstadt. So habe ich genügend Zeit mir die Stadt in Ruhe anzuschauen, welche jedoch nicht sonderlich schön ist. Um 17:00 Uhr hole ich dann mein Fahrrad wieder ab und kümmere mich als nächstes um eine Unterkunft. Auf einem Caravanpark kann ich mein Zelt für 10$ aufschlagen und kalt duschen. Ich lerne am Abend Malik und Felix kennen, die ihre Ausbildung als Bankkaufmann abgeschlossen haben und jetzt einen Monat lang Neuseeland bereisen. Ein Neuseeländer bietet uns seine Campingstühle an, worauf wir ihn auf ein Bier einladen.

8 February 2017

Mittwoch, 08.02.17 Heute beginnt einer der attraktivsten Abschnitte meiner Reise, die Westküste der Südinsel. Bereits der erste Ort Nacht Westport, Charleston, lässt erahnen wohin die Reise heute geht. Als ich einen Berg herunter fahre, kann ich ein paar Unebenheiten nicht mehr ausweichen und eine Speiche bricht... ich genieße trotzdem die Aussicht und halte wenige Kilometer vor Punakaiki an, um ein Ehepaar danach zu fragen, ob sie ein Bild von mir machen könnten. Sie sind Schweitzer und laden mich auf ein kleines Picknick ein. Am Nachmittag schlage ich mein Zelt in Punakaiki auf. Ich habe hier kein Mobilfunknetz und der nächste Lebensmittelladen ist in Greymouth, aber ich habe mich selten so naturverbunden gefühlt. Ich lasse den Abend bei Tee am Strand ausklingen.

7 February 2017

Dienstag, 07.02.17 Heute fahre ich die Reststrecke nach Westport und bin froh, dass ich trocken bleibe, auch wenn sich die Sonne den ganzen Tag lang nicht Zeigt. Nach einigen steilen Bergen komme ich in Westport an. Nachdem ich mein Zelt auf einem Campingplatz aufgeschlagen habe, erkunde ich noch etwas das Dorf und lege einen Ruhetag ein. Am Abend lerne ich Günter kennen, welcher für drei Monate mit dem Auto durch Neuseeland reist. Als er mich sieht, wie ich Butter in meinen Reis mische, lädt er mich zum Essen und ein Gläschen Wein ein. Es ging Pasta mit selbstgemachte Kapern-Oliven-Tomatensoße. Welch ein Festmahl nach vier Wochen Dosenbohnen!

6 February 2017

Montag, 06.02.17 Heute habe ich vor nach Westport zu radeln und breche am späten Nachmittag auf. Die Strecke entlang des Bulls River ist schön, doch hügeliger als gedacht. Nach einer Stunde setzt Regen ein und ich bin froh, als ich nach 60km an Berlins Café und Backpackers vorbeikomme. Ich zögere nicht lange und checke durchgenässt im Hostel ein. Nach einer heißen Dusche und einer Kanne Tee fühle ich mich wie neu geboren. Mit Dach überm Kopf und trockenen Füßen ist der Regen sogar gemütlich und der Blick auf den Bulls River entspannend.

5 February 2017

Sonntag, 05.02.17 Heute steht eine längere Radtour nach Murchison auf dem Programm (150km). Die Sonne scheint und es macht Spaß entlang des Bulls River zu fahren. Nach vielen Stunden und einigen steilen Bergen, bin ich froh als ich in Murchison ankomme. Ich setzte mich zunächst in den Außenbereich eines Pubs und bestelle mir ein Körbchen Fritten. Ein 69 Jahre alter Schweitzer (Jürgen) gesellt sich zu mir und fragt mich wo ich her komme. Er selbst reist mit dem Fahrrad und fährt dieses Jahr von Christchurch nach Picton. Als seine Frau vor zehn Jahren an einer bösen Krankheit verstorben ist, hat er mit dem Radfahren angefangen und sich jedes Jahr im Winter ein paar Wochen Zeit genommen, um mit dem Fahrrad eine Radreise zu machen. Ich habe Mitleid, bin aber zugleich beeindruckt. Jürgen macht einen sehr ausgeglichenen Eindruck, lacht viel während unseres Gespräches und sagt, dass er seine körperliche Gesundheit mit seinen Radabenteuern feiert. Schon verrückt, aber bewundernswert!

4 February 2017

Samstag, 04.02.17 Für heute habe ich mir eine Kayaktour gebucht. Zum Glück habe ich die Mittagstour gebucht, da es am Morgen noch recht kühl und bewölkt ist. Ich habe viel Zeit und genieße den Vormittag mit Plätzchen und Kaffee am Strand. Der spätere Ausflug mit dem Kayak ist einfach genial. Der Himmel ist aufgeklart und die Natur einfach herrlich. Wir sind nur eine kleine Truppe mit vier Leuten und machen am Split Apple Beach eine Kaffeepause mit kleinen Snacks. Nach dreieinhalb Stunden kommen wir wieder am Kaiteriteri Beach an. Am Abend fahre ich noch nach Mouteka, um mir am nächsten Tag eine hügelige Passage zu ersparen und schlage mein Zelt im Top Ten Holiday Park auf.

3 February 2017

Freitag. 03.02.17 Die Beine sind noch schwer von der gestrigen Tour und meine Schuhe noch nass. Ich gehe zunächst meine Vorräte wieder auffüllen und lege meine Schuhe in die Sonne zum trocknen. Anders als gestern, habe ich heute Sonnenschein bei 25 Grad. Als ich meine Sachen gepackt habe und meine Schuhe wieder einigermaßen trocken sind, mache ich mich auf den Weg zum Abel Tasman National Park. Dummerweise lasse ich meine Sonnenbrille beim Supermarkt liegen und als ich zurück komme ist sie nicht mehr da... Am Nachmittag komme ich am Campingplatz in Kaiteriteri an und bekomme direkt den Satz: "We are fully booked" zu hören. Julian (ebenfalls Radreisender aus Deutschland) bekommt das mit und erzählt mir, dass auf seinem Stück Gras noch massig Platz für ein zweites Zelt ist. Wir klären das mit der Rezeption ab und ich habe für heute doch noch einen Schlafplatz. Wir gehen noch in den Pub nebenan und unterhalten uns.

2 February 2017

Donnerstag, 02.02.17 Um 10:30 Uhr mache ich mich in kurzer Hose und Shirt auf den Weg nach Nelson(110km), da es nicht besonders windig und kalt ist. Der Anfang ist steil und hügelig, doch die Aussicht zur meiner rechten Seite macht das wieder gut. Nach wenigen Kilometern beginnt sich der Himmel über mir auszuschütten... tja, hätte ich dem Wetterbericht mal mehr Glaubwürdigkeit geschenkt. Nach 35km komme ich an einem kleinen Dorf an und Wärme mich mit einem Cappuccino auf. Danach ziehe ich mir ein trockenes T-Shirt und die Regenjacke an. Nach einem kurzen Gespräch mit anderen Backpackern geht es dann für mich im Regen weiter. Noch 75km liegen vor mir und das Wasser in meinen Schuhen steht. Ich bin froh als ich dann um 18:00 Uhr in Nelson ankomme. In dem Hostel, dass ich mit rausgesucht habe ist leider kein Bett im Schlafsaal übrig. Der Rezeptionist scheint Mitleid zu haben und gibt mir für 27$ ein Doppelbett, das für ein Ehepaar gedacht war, die nicht erschienen sind.

1 February 2017

Mittwoch, 01.02.17 Am gestrigen Abend habe ich mit noch ein Ticket für die Interisland Ferry gebucht, da es außer Fliegen keine andere Möglichkeit gibt auf die Südinsel Neuseelands zu gelangen. Um 14:45 Uhr legt dann die Fähre ab und braucht ca. drei Stunden bis an den Zielhafen in Picton. Der letzte Teil der stecke ist wunderschön und hinter der Fähre tut sich auch noch ein Regenbogen auf. Ich bleibe für eine Nacht in Picton. Das Dorf ist zwar klein, aber ganz hübsch und entspannt.

31 January 2017

Dienstag, 31.01.17 Da ich mich nicht allzu lange in Wellington aufhalten möchte, steht heute etwas Sightseeing mit Max auf dem Plan. So bekomme ich doch noch ein paar Eindrücke von der schönen Hauptstadt, bevor ich weiterziehe. Am Vormittag geht es zu dem "Weta Workshop" (Animations Studios). Was im Internet als kostenfreies Museum gelobt wird, entpuppt sich als Fanshop, wenn man keine Tour gebucht hat. Als es dann doch noch einen kleinen Dokumentationsfilm im Hauskino zu sehen gibt, ist der Weg doch nicht umsonst gewesen. Danach geht es noch auf den Mount Victoria, mit dem Cable Car zum botanischen Garten und am Abend noch ins Planetarium. Abgesehen vom Wind war das Wetter genial, aber der Wind gehört wohl einfach zu Wellington dazu, "Windy Wellington".

30 January 2017

Montag, 30.01.17 In der Nacht hat es angefangen zu regnen und auch am Morgen regnet es weiter. In meinen zwei Schlafsäcken war es zum Glück kuschelig warm und auch mein 30$ Zelt hat gut durchgehalten. Außer ein paar Tropfen blieb ich trocken. Leider muss ich mein Zelt nass zusammenfalten und einpacken. Ich ziehe mir eine lange Hose drüber, einen Pulli / Regenjacke an und starte im Regen Richtung Wellington. Es ist zwar nicht schön zu fahren, dafür recht windstill und ich habe trotzdem Spaß. Nach 50km klart es langsam auf und auch der Regen hört auf. Ich ziehe die dicken Klamotten aus und schaffe noch die letzten 45km nach Wellington. 20km vor Wellington wird der Highway zum Motorway und ich muss mich auf Straßen durch Vororte zur Stadtmitte durch raten. Am Abend treffe ich meinen Schulkameraden Max, der auch in Wellington ist und wir trinken ein paar Bierchen. Ich bin zufrieden es bis hier her geschafft zu haben und die 1000km Marke geknackt zu haben.

29 January 2017

Sonntag, 29.01.17 In der Nacht hat es etwas geregnet und ich lege die Plane zum trocknen in die Sonne. Sie fliegt immer wieder weg, bis ich sie mit Heringen am Boden fixiere. Leider kommt der Wind aus Richtung Süden, sprich aus der Richtung in die ich vorhabe zu fahren. Das bleibt auch den ganzen Tag so. Bevor ich los starte, lädt mich ein altes neuseeländisches Ehepaar zum Kaffee in ihren Wohnanhänger ein. Wir unterhalten uns eine Stunde und sie bieten mir schließlich an, eins-zwei Nächte bei Ihnen zu bleiben, wenn ich auf dem Weg nach Queenstown an ihrem Heimatdorf vorbei komme. Sie geben mir ihre Nummer und umarmen mich zum Abschied. Ich habe mich echt gefreut mit solch netten Menschen den Tag zu starten. Ich starte schließlich und möchte nun so schnell wie möglich nach Wellington kommen, da die Strecke eher uninteressant für mich ist. Starker Muskelkater und der 29 km/h schnelle Gegenwind machen mir ordentlich zu schaffen. Nach 56km gebe ich auf und schlage mein Zelt in Levin auf.

28 January 2017

Samstag, 28.01.17 Ich genieße den kostenlosen Kaffee im Hostel und Frühstücke heute etwas länger. Gegen 11:00 Uhr mache ich mich dann auf den Weg nach Bulls (85km). Die Strecke ist nicht sonderlich spektakulär, aber ich komme gut voran. So bin ich am späten Nachmittag in Bulls, checke in der Motor Lodge ein, schlage für 14$ mein Zelt auf und habe noch genug Zeit meine Wäsche zu wachen und aufzuhängen. Ich bin der einzige Gast und kann es mir in der Küche/TV-Lounge gemütlich machen. Ich schaue mir eine Dokumention über die Geschichte Neuseelands an und genieße es, die Füße hochzulegen. Als es dunkel wird gehe ich ins "Bett".

27 January 2017

Freitag, 27.01.17 Schon auf der Strecke von Taupo nach Turangi ist mir aufgefallen, dass sich mein Hinterrad in 100% gerade dreht. So erkunde ich mich am Morgen zunächst nach dem nächsten Fahrradladen. Der Besitzer ist super freundlich und zeigt mir eine lose Speiche, welche wahrscheinlich der Grund für die Acht im Hinterrad ist. Obwohl ich besonders vorsichtig gefahren bin, muss das Gewicht des Gepäcks bei einem kleinen Schlagloch schon ausgereicht haben, um die Speiche zu beschädigen. Nach einer Stunde komme ich wieder um das Rad abzuholen, es läuft wieder wie eine Eins. 25$ finde ich fair und bedanke mich. Bei Sonnenschein und einem sensationellen Ausblick, mache ich mich auf den Weg nach Taihape (90km). Nach einiger Zeit komme ich auf die Desert Road, welche ihren Namen wirklich verdient. Auf meiner rechten Seite, bleibt der Mount Ruapehu zu sehen. Ich komme in Taihape an und nachdem ich bei vier Motels kein Bett bekomme, bin ich froh als ich im Rosty Nails Backpackers unterkomme.

26 January 2017

Donnerstag. 26.01.17 Am Morgen der Himmel auf. Mit ausreichend Wasser und Snacks machen wir uns auf den Weg zum Nationalpark. Am besten soll das Wetter zwischen 11:00-14:00 Uhr sein, weshalb wir am Startpunkt nahe des Mount Ngauruhoe (bekannt als Schicksalsberg aus Herr der Ringe) beginnen. Wir nutzen das Wetter und erklimmen den Berggiganten. Der Weg nach oben ist anstrengend und nach zwei Schritten rutscht man wieder einen zurück. Nach zwei Stunden haben wir es geschafft und blicken in einen tiefen Vulkankrater. Erschöpft machen wir ein Picknick und genießen den phänomenalen Ausblick. Nach einer halben Stunden geht es deutlich schneller und eher rutschend wieder ins Tal. Noch fünfeinhalb Stunden Wanderung liegen vor uns. Immer wieder stoppen wir, um Fotos zu machen und die Aussicht zu genießen. Auf den letzten Kilometern unserer Wanderung lernen wir vier andere deutsche Backpacker kennen. Sie haben noch Platz in ihren zwei Autos und bieten ins eine Mitfahrgelegenheit nach Turangi an.

25 January 2017

Mittwoch, 25.01.17 Heute steht das Tongariro Crossing auf dem Plan. Der Tongariro National Park ist der älteste Nationalpark, den Neuseeland zu bieten hat. Er wurde von der UNESCO zum Weltkultur-und Naturerbe erklärt und das Crossing ist ein 19,4km langer Wanderweg durch den Park. Er ist der beliebteste Wanderweg Neuseelands und führt an den drei aktiven Vulkanen Tongariro (1968m), Ngauruhoe (2291m) und Ruapehu (2297m) entlang. Doch heute ziehen sich dicke Wolken zu und schließlich beginnt es auch noch zu regnen. Ich ärgere mich darüber, meinen Aufenthalt um eine Nacht verlängern zu müssen und sitze den Tag im Hosel aus. Am Abend lerne ich beim Kartenspielen Timo, Lars (aus Deutschland) und Matt (aus England) kennen. Wir verabreden uns dazu, am Morgen gemeinsam ein Shuttlebus zu buchen und die 20km Wanderung gemeinsam zu machen.

24 January 2017

Dienstag, 24.01.17 Am Morgen bepacke ich wieder mein Fahrrad und fahre entlang des Lake Taupo nach Turangi. Der See ist Toll und der Vulkan in Mitten des Sees ebenso. Leider ist dieser auf den Fotos nicht ganz so gut zu erkennen. Die Strecke von 55km ist eng und kurvig, dafür ist der Blick auf den See hervorragend. Ich halte immer wieder um Fotos zu machen und genieße dabei die klare Luft. Gegen Mittag komme ich in Turangi an und bekomme in der A Plus Samurai Lode für 15$ ein Einzelzimmer (Abstellkammer) mit "Bett" ich finde den Preis fair und habe die freie Auswahl, auf welchem der fünf Röhrenfernseher ich heute Abend Herr der Ringe auf VHS schauen möchte. Bevor ich mich im Schlafsack einmummele, muss ich die Videokassette zunächst ca. 10 Minuten zurückspulen. Das waren noch Zeiten...

23 January 2017

Montag, 23.01.17 Am Morgen frühstücke ich noch zusammen mit Sebastian, Dennis und Ivonne. Danach geht es mit dem Fahrrad nach Taupo. Gut 105km liegen vor mir und der Gegenwind macht mit ordentlich zu schaffen. Nach drei Stunden halte ich frustriert an einer Tankstelle und kaufe mir einen Kaffee. Gerade mal 30km habe ich geschafft... Nach einer kleinen Motivationspause und Reinhard Mey auf den Ohren geht es dann mit besserer Laune weiter. Die Sonne kommt teils raus und auch mein Tempo wird besser. Als ich eine Pause mache, überholt mich eine Frau mit Rennrad. Ich hänge mich an sie ran und versuche das gleiche Tempo zu halten. Nach ca. 15km sammelt ihr Mann sie mit dem Auto auf. Ich tausche mich kurz mit dem Paar aus und bekomme den Campingplatz Reid's Farm empfohlen. Nach weiteren 20km erreiche ich die Huka Falls und lege eine kurze Pause ein. Nur ein kleines Stückchen weiter, komme ich an Reid's Farm an und schlage auf dem kostenlosen Campingplatz mein Zelt für die Nacht auf.

22 January 2017

Sonntag, 22.01.17 Mittlerweile regnet es Hunde und Katzen. Ich versuche das beste daraus zu machen, indem ich mir etwas leckeres koche, die heißen Pools genieße und entspanne. Am Abend kommt Sebastian aus Österreich ins Zimmer. Er reist mit einem deutschen Pärchen aus Kassel, das er auf seinem Trip kennengelernt hat. Zu viert machen wir uns einen gemütlichen Filmabend.

21 January 2017

Samstag, 21.01.17. Die Wettervorhersage für die nächsten zwei Tage zeigt Regen an. So bin ich froh, als ich es trocken bis nach Rotoura schaffe. Da ich mich in der letzten Nacht etwas verkühlt habe, suche ich im Internet nach einem Hostel für zwei Nächte, um mich etwas auszuruhen. Ich habe Glück und lande für 20$ die Nacht im Cosy Cottage Thermal Holiday Park. Ich bin der einzige Gast im 16-Bett Zimmer und genieße die Ruhe. Nach gewohnten Instantnudeln mit Bohnen, relaxe ich im heißen Pool. Nach einer Weile gesellen sich drei Österreicher zu mir, bieten mir ein Heineken an und wir kommen ins Gespräch. Sie haben die Südinsel schon bereist und fahren nun in Richtung Auckland. Von einer Radtour durch die Südinsel raten Sie mir eher ab, schwärmen dafür jedoch von der Landschaft dort, auch wenn sie eher Pech mit dem Wetter hatten. Um 10:00 Uhr falle todmüde ins Bett und schlafe wie ein Baby.

20 January 2017

Freitag,20.01.17 Am Morgen bekomme ich einen Platz am Frühstückstisch angeboten. Bei Saft und Tomatensandwich,lädt mich Glen dazu ein mit ihm, seinem Sohn und Schwiegervater Fischen zu gehen. Ich sage begeistert zu. Wir fahren um 10:00 Uhr los, holen das Boot aus der Scheune des Großvaters ab und lassen es am Waihi Beach ins Wasser. Mein erster Fischfang ist ein Stachelrochen (Stingray), den wir wieder ins Wasser lassen. Um Fische zu fangen ist es zu windig, doch genieße ich den Ausblick und die Ruhe. Zurück in Waihi möchte ich mich gerade verabschieden, als Glen mir einen Lift nach Mount Manganui anbietet. Er würde die Gelegenheit nutzen um mit seinem Sohn in die heißen Bäder dort zu gehen. Mir ist es fast schon unangenehm, aber ich habe nicht das Gefühl unerwünscht zu sein, so sage ich ja. In Mount Manganui trennen sich die Wege. Ich bedanke mich herzlich, schlage mein Zelt auf einem Campingplatz auf und runde den Tag mit einer Wanderung auf den Mnt. Manganui ab, oben ist es herrlich

19 January 2017

Donnerstag, 19.01.2017 Wahi Beach(90km) steht heute als nächstes auf dem Plan, doch mit dem Wetter habe ich ausnahmsweise kein Glück. Bei Nieselregen geht es dann mit Regenjacke-und Hose los. Als nach einer halben Stunde der Regen und Gegenwind stark zunimmt, mache ich rast an einer Tankstelle. Mit einem Kaffee und Fleischpastete wärme ich mich wieder auf. Nach drei Stunden kommt die Sonne raus und ich schaffe es zügig über Whangamata nach Waihi. Gegen Abend komme ich an dem RSA Restaurant an, von dem ich gelesen habe, dass hier Reisende kostenlos auf dem Parkplatz übernachten dürfen. So frage ich nach und bekomme eine Zusage. Als ich ich nach einem halbwegs Ebenen Parkplatz suche, kommt der Ehemann der Baardame (Glen) auf mich zu. Er fragt mich wo ich her komme, lädt mich auf ein Bier ein und stellt mich seinen Freunden vor. Glens Angebot, in seinem Gästezimmer unterzukommen nehme ich dankend an. Wir (Jim,Glen,Spok,Henri,Lynsey und Donna) unterhalten uns gut und ich genießen den Abend

18 January 2017

Mittwoch, 18.01.17 Am Morgen geht es mit einer kleinen Personenfähre nach Cooks Beach. Von der anderen Uferseite aus geht es zur Cathedral Cove. Es ist ein Stück zu fahren und von einem Aussichtspunkt muss ich über einen Wanderweg zu Fuß weiter. Ich schließe mein Fahrrad an einem Zaun fest, schnappe meine Wertsachen und laufe ca. 45 min zur Cathedral Cove. Der Weg durch den Wald ist toll, mit schönem Blick aufs Meer. Auf einer Bank setze ich mich kurz hin um ein paar Fotos zu schießen und die Aussicht zu genießen. Am Strand angekommen möchte ich garnicht mehr weg, doch es steht noch mehr auf dem Tagesprogramm. Als nächstes fahre ich an den nicht weit entfernten Hot Water Beach. Dort heizt der Vulkanismus das Wasser im Boden teilweise bis zu 64 Grad auf. Mit etwas Glück kann man sich bei Ebbe einen heißen Pool graben. Am Strand treffe ich Nele wieder. Wir leihen und eine Schaufel aus und versuchen unser Glück. Nach einigen Versuchen haben wir Erfolg.

17 January 2017

Dienstag, 17.01.17 Ich bin ich ziemlich geschlaucht vom gestrigen Tag starte erst gegen 12:00 Uhr zum nächsten Ziel. Ich plane heute zum Hahei Beach zu fahren (75km). In Wihitanga treffe ich Nele wieder, die ich am Abend zuvor mit ein paar anderen Deutschen in der Tui Lodge kennengelernt habe. Wir gehen gemeinsam die Stadt erkunden und einkaufen. Im Angesicht meines Beinmuskelkaters entscheide ich mich dazu, die Nacht in Wihitanga zu verbringen. Im YHA Hostels Lamm ich mein Zelt für 20$ im Garten aufschlagen. Ich springe nochmal ins Meer, genieße den tollen Sonnenuntergang am Strand und schlafe nach meinem Abendessen selbst auf der Yogamatte fest wie ein Stein.

16 January 2017

Montag, 16.01.17 Heute liegt eine große Fahrradtour vor mir. Von Miranda starte ich nach Coromandel Town (96km). Die ersten 38km sind nicht sonderlich spektakulär. In Thames lege ich eine Pause ein, hier gibt es Supermärkte, Cafés und Bäder, in denen ich mir mein Gesicht auswaschen kann. Heuschschnupfen ist leider auch hier manchmal ein Problem... Ich fülle meine Taschen mit Bohnen aus der Dose und Instantnudeln. Nach einen Kaffee geht es dann weiter. Wenige Kilometer aus Thames raus, finde ich wonach ich gesucht habe. Ich bin nun mitten in der Natur. Links von mir das türkise Meer und und rechts steile Felshänge mit Pohutukawa-Bäumen, die sich über mir immer wieder tunnelartig verschließen. Kurz vor Coromandel Town machen mir zwei 200-Meter-Berge nochmal das Leben schwer. Mit meiner 18-Gang-Schaltung und dem vielen Gepäck habe ich zu kämpfen. Abends komme ich in Coromandel Town an. Ich setze mich in ein Café und kann später für 20$ im Garten der Tui Lodge mein Zelt aufschlagen.

15 January 2017

Sonntag, 15.01.17 Mit dem Fahren nach Karte komme ich nun besser klar. Um 10:30 Uhr starte ich dann mit frisch getankter Motivation nach Miranda. Am schönen Kawakawa Beach mache ich eine kleine Pause. Ich frühstücke und genieße den Blick auf das Meer. Ein Rentnerpärchen fragt nach wo ich herkomme und wir kommen ins Gespräch. Sie erzählen mir, dass viele deutsche Radfahrer auf der Südinsel unterwegs sind, doch die Westküste besonders regnerisch und hügelig sei. Allerdings ist die Ostküste nach dem Erdbeben vor ca. 2-3 Monaten nur schwer oder teilweise zu befahren. Nach einer guten Dreiviertelstunde verabschiede ich mich. Das Pärchen wünscht mir alles gute und ich fahre weiter Richtung Miranda. Schon um 13:00 Uhr komme ich Miranda an. Die erste Distanz ist geschafft! Ich schlage mein Zelt auf, Dusche und kann meine Klamotten waschen. 27$ für einen Zeltplatz ist ziemlich viel, aber der heiße Pool rechtfertigt den Preis. Ich gewöhne mich an den schwefligen Geruch und entspanne.

14 January 2017

Samstag, 14.01.17 Mittlerweile befinde ich mich auf der Nordinsel Neuseelands. Nachdem ich mich in Auckland um ein Fahrrad, Taschen und entsprechendes Equipment gekümmert habe starte ich meine Reise. Mit dem Vorortzug fahre ich durch Industriegebiet nach Papakura. Hier beginnt die eigentliche Reise. Meine nächste Anlaufstelle soll der Miranda Holiday Park sein (84km). Mein GPS führt mich mehrmals in die falsche Richtung, bis ich nach 6km Bergauf an eine Sackgasse komme. Mit einsetzender Dämmerung schaffe ich es zum nächsten Dorf, Clevedon. Dort vermittelt mich der Besitzer einer Imbissbude weiter an Mike, ein Mechaniker, der alte VW-Transporter repariert. Dort frage ich nach einem Zeltplatz, er jedoch lädt mich ein, in einem seiner Transporter mit eingebauter Matratze zu schlafen. Als ich nach dem Preis frage schüttelt er mit dem Kopf und sagt, dass er für Reisende umsonst ist. Am Morgen gibt es noch einen Tee, die Wegbeschreibung nach Miranda und eine deutsche Karte.

8 January 2017

Da Sonntags die Zugfahrten in New South Wales nur 2,50$ kostet, habe ich mich mit Dennis dazu verabredet in die Blue Mountains zu fahren. Um 6 Uhr morgens ging es dann zwei Stunden mit dem Zug in die Berge. Nachdem wir dank Google Maps drei Stationen zu früh ausgestiegen sind und einen ungewollten Hike durch die Mid-Mountains gemacht haben, kamen wir nach durchfragen doch noch am eigentlichen Ziel an. Kurz vor dem Startpunkt der Wanderwege haben wir dann noch Freunde aus Sydney getroffen, die nicht so früh aus den Federn wollten und deswegen erst später kamen. Dank unserer schlechten Navigation zu den Three-Sister (ein Wahrzeichen der Blue Mountains), hat dann jedoch das Timing wieder gepasst. Es war ein schöner Tag mit strahlend blauem Himmel, bei 29 Grad.

24 December 2016

Ich wünsche euch fröhliches und besinnliches Weihnachtsfest. Ich feiere dieses Jahr Heiligabend mit Freunden am Strand. Wir haben zusammen gegessen, gewichtelt und genießen jetzt zusammen den restlichen Abend bei klären Sternenhimmel :) 🎄

18 December 2016

Nach den drei härtesten Monaten Arbeit, die ich je hatte, kann ich mich jetzt erst recht an den schönen Seiten Australiens erfreuen! Zusammen mit Jan, Louis und Mohit haben wir uns für 8 Tage einen SUV gemietet und fuhren von Sydney nach Melbourne und starteten gestern von dort aus auf die bekannte Great Ocean Road. Jan hat am zweiten Tag eine Stange vom Zelt zerbrochen, weshalb er und ich gezwungener Maßen unter dem freien Sternenhimmel schlafen mussten. Im Auto ist gerade genug Platz für zwei Personen, weshalb wir uns immer abwechseln. Zwar war es frisch, aber wenigstens hat es nicht geregnet. Als wir von Sydney aus starteten, haben wir gehofft mal ein Kangaroo zu sehen... mittlerweile hoffen nur keines zu überfahren. In der Steppe gibt es Kangaroos wie Sand am Meer, aber auch ein Elch ist und über die Straße gelaufen und ein Wombat. Zudem haben wir Koalas, Wallabies und Pinguine in der freien Natur gesehen, wofür andere in den Zoo gehen. 🐨☀️

8 November 2016

Nach dem Aufhängen von ca. 60 Girlanden bei knapp 30 Grad, bleibt ein Powernap auf dem Weg zum nächsten Job nicht aus. Nachdem Celina, Lisa und Natalie die Girlanden dekoriert und zurecht gemacht haben, war es meine Aufgabe jeweils zwei Haken an der Dachfront zahlreicher Läden zu montieren und daraufhin die Girlanden aufzuhängen. Immerhin bekommt man viel Lob und nette Sprüche der vorbeilaufenden Passanten zu hören :) 🎄allerdings auch ein paar verwunderte Gesichter und Personen die nur fragen: "Christmas in November?!"...

1 November 2016

Heute muss ich erst um 14:00 Uhr anfangen zu arbeiten, um die Gelegenheit zu bekommen wegen meinem Husten zum Arzt zu gehen. Den restlichen freien Vormittag genieße ich bei Sonnenschein, mit leckerem Essen und nutze die Zeit um Kraft für den Arbeitstag zu tanken. Wir werden heute frühestens um 2 Uhr nachts fertig werden mit einer Installation im Einkaufszentrum und vermutlich morgen wieder führ zur Arbeit erscheinen müssen.

5 October 2016

Nach einer Woche in Sydney war meine Jobsuche erfolgreich und mein Gewissen beruhigt. Ich arbeite nun für Commercial Christmas Services und baue in einem Team von 11 Leuten die Weihnachtsdekoration für Einkaufszentren und auf öffentlichen Plätzen auf, wenn ich nicht gerade im Warenlager arbeite. Die Arbeit ist körperlich sehr anstrengend und ich arbeite in der Hochsaison bis zu 100 Stunden die Woche, aber wenigstens schaffe ich es so schnell meine Reisekasse aufzubessern. Das schöne an Sydney ist, dass man mit dem Zug nur 10 Minuten zum nächsten Strand fährt, an dem man sich gemütlich in die Sonne legen kann. Da ich momentan beinahe rund um die Uhr arbeite, wird die Anzahl an Beiträgen vorerst nicht so hoch sein, aber ich versuche trotzdem regelmäßig Bilder und Beiträge hochzuladen :)

4 October 2016

Nach einer Reisedauer von einem Wochenende, bin ich am Startpunkt meine Reise (Cairns) angekommen. Cairns liegt am schönen Great Barrier Reef und ist recht touristisch ausgelegt. In meiner ersten Unterkunft, dem Northern Green House habe ich viele tolle Menschen kennenlernen können, mit denen ich zusammen die Sonne in Cairns genießen konnte, das Woolshed rocken und auch die weitere Umgebung mit einem Leihwagen erkunden konnte. Von Nächten mitten im tropischen Regenwald, über Wasserfällen mit natürlicher Gesteinsrutsche bis hin zu menschenleeren und wunderschönen Stränden haben wir fast alles gesehen, was wir und vorgenommen hatten. Nach einem Monat und über 25 Jobbewerbungen, welche alle vergebens waren, fasste ich den Entschluss zusammen mit Louis, den ich in Cairns kennengelernt hatte, nach Sydney zu fliegen, in der Hoffnung dort einen Job zu finden um die Reisekasse aufzubessern.

3 October 2016

Bislang habe ich meine Work & Travel-Abenteuer nur für mich in meinem Reisetagebuch festgehalten. Auf dieser Webseite versuche ich nun Familie, Freunde und alle die interessiert sind auf dem laufenden über meine Reise zu halten. Ich bin jetzt seit gut zwei Monaten in Australien und versuche daher meine bisherigen Erlebnisse und Eindrücke kurz zusammenzufassen um dann hoffentlich wöchentliche Beiträge zu verfassen.