Vietnam, China · 27 Days · 85 Moments · October 2017

12 November 2017

Ich hab mich diesmal nicht von windigen Fahrern überreden lassen, sondern mir den ruhigsten Fahrer ausgesucht und die Fahrt war dann sogar noch günstiger als mit dem Fahrer davor. Im Hotel angekommen, lag ich mit Telleraugen wach und auch Mama kam am Flughafen wohl nicht zur Ruhe. Ihr Flug hatte leider 5 Stunden Verspätung, aber sie ist am Flughafen geblieben und wir haben uns gegenseitig per WhatsApp geschrieben, dass der jeweils andere endlich ins Bett solle 😄 nach Mitternacht bin ich erst eingeschlafen und war am nächsten Morgen schon um 5 Uhr wach und traute mich auch nicht so recht, mich noch mal hinzulegen aus Angst zu verschlafen 🙈 um 7 Uhr war ich dann beim Flughafen und konnte schon Einchecken. Nachdem ich das letzte Geld auf den Kopf gehauen habe, ging es los in den Flieger nach HongKong.
Aber letztendlich war das Zimmer sauber, groß und hell und sie haben für Mama sogar noch ein Handtuch gebracht. Nachdem wir noch entspannt haben, mein Ohr ein bisschen mit Salzwasser ausgespült haben und noch mit Hannes und Julia Face Time gemacht haben, wurde Mama schon unruhig. Wir haben uns ein Taxi rufen lassen und nach einiger Zeit (bis sich eines hat finden lassen), ging es innerhalb von 5 Minuten zum Flughafen. Kurz vorm Ziel ist Mama aufgefallen, dass sie ihre warmen Sachen im Hotel hat liegen lassen 🙈 also versuchten wir dem Taxi Fahrer zu erklären, dass er zurück fahren soll. Mal wieder wurde mir ein Handy in die Hand gedrückt und es ging noch mal zurück und dann wiederum zum Flughafen 😄 da wir aber 5 Stunden zu früh waren, hatte der Check-In-Schalter noch nicht mal offen. Nach einem Café und Croissant hat Mama mich dann weggeschickt, damit es kein herzzerreißender Abschied wird 😄🙈 und dann ging es für mich wieder mit dem Taxi sehr günstig zurück.

11 November 2017

Nach dem Check Out sind wir noch mal auf den Markt und haben uns die riesige Markthalle angesehen und ein paar Souvenirs gekauft und sogar gehandelt 💪🏻. Da es weit und breit wieder kein Restaurant gab bzw. diejenigen auf dem Weg nicht unseren Ansprüchen genügt haben, haben wir uns kurzerhand ein Taxi gerufen und sind zu einem TripAdvisor Restaurant gefahren (für umgerechnet 1€). Das Restaurant war in einem coolen, gelben Gebäude und echt schön gemacht und hier hatten wir auch unser teuerstes Essen 😄 aber dafür war es lecker. Rückwärts haben wir den Weg zum Hotel problemlos und schnell gefunden und haben dann in einer Seitenstraße noch mal ein günstiges Hipster- und Intellektuellencafe gefunden. Dann haben wir uns vom hoteleigenen Fahrer zur nächsten Unterkunft nahe des Flughafens bringen lassen. Dort angekommen waren wir zuerst ein bisschen geschockt, weil uns der Mann an der Rezeption gar nicht verstanden hat und wir dachten, es sei eine schlimme Absteige.
Am nächsten Morgen haben wir ein schönes Frühstück in unserem tollen Hotel gehabt mit Buffett und netten Mitarbeitern. Danach sind wir einfach losgelaufen und Richtung Westsee gelaufen. Das war super, denn der Weg dorthin war eine lange Allee mit großem Fußgängerweg, verhältnismäßig wenig Verkehr und gesäumt mit tollen, prächtigen Villen und einer schönen Kirche. Der See an sich war dann auch beeindruckend, unglaublich groß und neblig-mystisch, wir dachten zuerst es sei Smog, aber bereits im 17.Jahrhundert wurde der See wohl mal eine Zeit Nebel-See genannt. Dort haben wir auch die älteste Pagode Vietnams gesehen, die auch echt schön war und wo zum Glück verhältnismäßig wenige Touristen unterwegs waren (im Gegensatz zum Beispiel zur Pagode in Nha Trang).

10 November 2017

In Hanoi angekommen, wurden wir mit dem Bus nahe des Hotels rausgelassen und haben es gut selbst zu Fuß gefunden (das erste Mal bisher, haha 😄). Im Hotel waren die Mitarbeiter sehr, sehr freundlich, es gab Begrüßungsgetränke und auf dem Bett lagen frische Rosenblätter und es roch (das erste Mal von allen Zimmern) total duftig und lecker. Wir haben uns dann auch recht schnell in das Getümmel der Stadt gestürzt. Hanoi kam uns gegenüber zu HoChiMinh viel, viel ruhiger vor. Weniger Verkehr und Lärm zum Glück 🙏🏻 auf der Suche nach einem Restaurant haben wir natürlich erst ewig keins gefunden, wie immer wenn man hungrig ist 😄 stattdessen Straßen, wo es nur Läden für Sonnenbrillen oder Werkzeug oder Stoffe gab 😄 das ist hier wirklich so, in einer Straße gibt es dann nur Läden mit den gleichen Produkten und dann gibt es wiederum eine Straße nur mit Cafés, aber die haben wir natürlich erst entdeckt, als wir satt waren. Aber das Restaurant war süß.
Danach ging es noch in verschiedene Cafés rund um den Hoan-Kiem-See, um den wir auch eine Runde gedreht haben. Wir sind dann durch Glück direkt auf dem Nachtmarkt gelandet, der riesig war und eigentlich auch für Mopeds und Autos gesperrt ist. Aber in Vietnam werden Fußgängerzonen nicht wirklich akzeptiert, was uns dann teilweise echt gestresst hat, weil wir einfach in Ruhe laufen wollten und nicht ständig weggehupt werden und zur Seite springen wollten. Auf dem Nachtmarkt gab es wirklich alles, aber leider ist Polyester hier sehr populär, sodass wir gar nicht so viel gefunden haben und auch die Suche nach einer Leggins gar nicht so einfach war. Man konnte aber zum Glück in Ruhe schauen und wurde nicht bedrängt etwas zu kaufen, wie etwa in Zentralvietnam. Danach sind wir noch in ein cooles Café direkt gegenüber von unserem Hotel und waren insgesamt wirklich außergewöhnlich lange wach und fit und haben dann echt noch viel von der Stadt sehen können.

9 November 2017

Am Morgen ging es super günstig mit dem Bus zum Nationalpark, wo wir ein mal einen Berg hinaufmarschiert sind mit einer verschlungenen Treppe hinauf und einfach die Natur und Vogelgeräusche genossen haben. Danach sind wir wieder in die Stadt und zum Hafen gefahren. Wir hatten ein super leckeres Mittagessen in einem Hipster Lokal und sind danach zu den Strand Abschnitten gelaufen. Es war wirklich einmalig, sehr ruhig und fast keine anderen Leute und eine wirklich lange Promenade um einen Fels entlang und mit einem wunderschönen Blick über das Meer und die Boote. Wir haben uns dann in ein Resort geschmuggelt und teuren Saft getrunken 😅 danach ging es noch in ein Bungalow Hostel mit einmaligem Blick, wo wir relativ lange verweilt haben. Und dann waren wir noch mal in einer coolen Hipster Bar mit leckeren Mango Smoothie. Hier war das Klo mitten in der Küche mit angeleinter Katze 😓 am Abend sind wir dann in ein Restaurant in der Nähe gegangen.

8 November 2017

Angekommen auf Cat Ba wurden wir kostenlos zum neuen Hotel von einem Fahrer des Resorts gefahren und hatten wirklich Glück. Das Hotel ist in einer sehr ruhigen Straße, aber in Fuß-Nähe des Trubels und des Hafens mit hellen Zimmern. Nachdem wir am Hafen flaniert sind und von einem Restaurant und einer Bar in die nächste sind, haben wir noch unsere Wäsche abgegeben und uns wegen der Fahrt nach Hanoi informiert und sind dann zurück ins Hotel zum Relaxen und Entspannen.
Am nächsten Morgen waren wir dann vom Frühstücksbüffet angenehm überrascht, es gab Pfannkuchen, Omelette und Wassermelonensaft und eine richtige Auswahl! Eines der wenigen Male in Vietnam 😄 Wir haben dann gemütlich ausgecheckt und uns wieder zurückschippern lassen. Ein wahres Highlight, da wir diesmal noch aufnahmefähiger waren und die kleinen Fischerdörfer mitten auf dem Wasser wahrgenommen haben.

7 November 2017

An der Bushaltestelle angekommen, haben wir bei der Tourist Information gefragt, wie wir zu Monkey Island kommen. Dort wurde uns dann ein Transport organisiert und wir wurden gefahren vorbei an kleinen Ziegen und kamen an einem schnuckeligen Hafen an, wo wir dann mit einem Privat Boot vorbei an vielen Felsen zu Monkey Island gefahren worden sind. Es fühlte sich total exklusiv an und dann haben wir den Privat Strand und die kleine Insel gesehen. Total cool, aber Mama hatte Panik wegen Überschwemmungen und das Zimmer war recht muffig. Daher hatten wir auch unseren ersten Streit, weil die Insel der Mama zu klein war 😄 aber nach kurzer Zeit haben wir beide eingelenkt und mir war das Restaurant auch viel zu teuer, es gab halt wirklich nicht viel zu unternehmen und es war ein einziges Monopol auf der Insel ohne Alternative Restaurants. Am Abend haben wir daher rebellisch unsere Einkäufe aus Hai Phong verspeist, da das Essen im Hotelrestaurant wirklich unglaublich teuer und lieblos war.
Anscheinend waren wir falsch, denn der Fahrer drehte mit uns um. Wir waren allerdings froh, dass uns der Fahrer mitgenommen hat und uns nicht mitten in der Pampa hat stehen lassen. Nach erneuten langen Minuten im Auto auf einer riesigen Brücke, auf der nichts war außer riesige Bagger, kamen wir schließlich an einer Art Hafen an, wo wir übergeben wurden. Hier wurde uns von einem Mann ein Ticket für sein Speedboat Unternehmen angedreht. Ich war ja sehr kritisch, allerdings war der Preis okay. Wir haben dann jede Menge Reisebusse gesehen die ebenfalls dort gehalten haben und unkompliziert in Schiffe verfrachtet worden sind, wir hätten das ganze also auch leichter haben können 😄. Nach einer gefühlten Ewigkeit kam dann endlich das „Speed Boot“, Das allerdings nicht lange gefahren ist denn dann mussten wir schon in einen Bus umsteigen. Die Busfahrt war dann sehr schön wobei ein wunderschöner Natur, vielen Bergen und verlassenen Orten.
Wie in der Disco und unsere Taschen wurden in Plastiktüten verpackt und zuklebt, sodass ich leider nicht filmen konnte. Es gab riesige Aquarien mit riesigen Fischen darin, die Kassenzettel waren in DIN A 4 Größe! Aber unsere Einkäufe wurden eingepackt und sogar der Wagen rausgefahren, wir mussten nichts machen! Nach einer Nacht in Haiphong haben wir entschieden am nächsten morgen die Fähre nach Cat Ba zu nehmen. Im Reiseführer stand, dass die Fähre um 9:00 Uhr fährt. Also haben wir ganz schnell unsere Sachen gepackt und sind ganz spontan um 8:15 Uhr an die Rezeption gehetzt, um schnell wegzukommen. Der Rezeption hat uns einen hoteleigenen Fahrer an die Seite gestellt, der angeblich genau wusste, wie und wohin wir fahren müssen. Nach einer Ellen langen Fahrt ging es schon schwer auf 9:00 Uhr zu und Mama wurde panisch und schlecht gelaunt, dass sie die Fähre schon davonfahren sah - ohne uns. Mitten im Industriegebiet hielten wir an einer verlassenen Stelle, an der nur ein Mann herumstand
Wir sind dann in Hai Phong angekommen und haben ein Taxi zu unserem Hotel genommen, das sehr abgelegen war 🙈 mitten auf einer Art Autobahn, nebendran ein riesiger Media Markt und eine Art Shopping Mall. Mama wollte eigentlich gerne im Restaurant essen gehen, aber es gab darum herum keine 😄 bzw die Küche hatte schon geschlossen. Auf dem Weg haben wir mal wieder eine Hochzeit gesehen, eine Art Zelt war mitten auf der Straße aufgebaut und darin wurde wieder Karaoke gesungen 🙈 unverständlich, warum die Vietnamesen solche Plätze auf vielbefahrenen Straßen so lieben 😄 dabei könnten sie an einsamen Stränden heiraten. Apropos Hochzeit - wir waren in einer Art Wedding Hotel untergebracht, unser Zimmer war riesig und sauber 😍 nachdem wir kein Restaurant gefunden haben, haben wir schließlich doch in dem riesigen Supermarkt eingekauft. Und es gab sogar Käse 🙏🏻 anschließend wurde es im Zimmer verspeist, in dem es sogar eine eigene Küchenzeile gab. Im Supermarkt wurde richtig laute Musik ges

6 November 2017

5 November 2017

Wir hatten so wenig Lust noch eine Nacht in dem kleinen, muffigen Hostel zu bleiben. Aber am Ende wäre es uns dann auch zu gefährlich gewesen, selbst wenn ein Bus gefahren wäre. 12 h Fahrt durch überflutete Straßen ist kein Kinderspiel. Um sicherzugehen, haben wir uns einen Flug nach Hanoi buchen lassen, für Ninh Binh wäre es schon zu knapp geworden. Die Leute vom Hostel haben uns dann Kerzen gegeben und uns Nudeln mit Ei gekocht, die lecker geschmeckt haben. Wir haben dann in unserem Zimmer Mäuselieder gesungen, Offline-Playlists gehört und sind früh ins Bett gegangen.
Der Tag in Hue fiel leider komplett ins Wasser. Eigentlich wollten wir schon am Abend mit dem Bus weiter nach Ninh Binh, aber wir waren zwei mal am Bus Schalter um nachzufragen, ob es klappt, nur der Schalter war geschlossen. Wir konnten es uns außerdem schon fast selbst beantworten, weil uns das Wasser bis zu den Knien stand und keine bzw sehr wenige Autos/Mopeds unterwegs waren, die echt zu kämpfen hatten. Nach einer Odyssee durchs Hochwasser waren wir in verschiedenen Cafés und Restaurants, am Ende hat mich Mama Huckepack getragen, damit meine offenen Wunden nicht noch mal mit dem Schmuddel Wasser in Berührung kommen. Der Weg war für sie dann aber echt lang und wir waren die Attraktion schlechthin. Unser gutes Restaurant von gestern Abend hat gar nicht aufgemacht und es war ein Drama. Zurück im Hostel ist das Wasser noch höher gestiegen, Mama ist dann noch mal losgelaufen zur Apotheke für Desinfektionsmittel. Ständig hofften wir noch, dass der Bus doch noch fährt.

4 November 2017

Angekommen in Hue haben wir mal wieder das Hostel auf eigene Faust gesucht 😄 und mal wieder nicht gefunden, es war mal wieder nicht richtig eingezeichnet 🤦‍♀️ aber ein netter Taxi Fahrer hat uns die paar Meter, die noch fehlten, gefahren. Wir haben dann ein tolles Restaurant in der Nähe gefunden und haben uns ein Mehr-Gänge Menü geteilt, das echt super lecker war.
Leider hat es am Morgen geregnet, sodass wir uns mit dem Taxi in die Altstadt fahren ließen und von Café zu Café gelaufen sind. Wir haben dann noch ein tolles Restaurant entdeckt mit super leckerem Essen, mein Essen war fast ein bisschen wie bruschetta - knuspriger Teig gefüllt und oben auf lagen Garnelen, Gemüse & Co. Mama hatte frische Frühlingsrollen mit Garnelen. Zurück beim Homestay hat uns die nette Rezeptionistin mit den Bustickets geholfen und ihr Mann, der ein Berliner ist hat uns einzeln auf seinem Moped zur Station gefahren. Ich bin fast vom Moped gefallen als die Frage kam „aber abgesehen vom Regen hat euch Hoi An gefallen, oder?“ 😄 er hat sich hier in die Frau an der Rezeption verliebt, sie geheiratet und bleibt jetzt hier, ist aber in Deutschland aufgewachsen. Seine Eltern sind aber auf jeden Fall aus Vietnam. Wir mussten dann ein bisschen warten und dann kam der Bus mit einigen Langnasen, er hat uns sehr an den Schuster Bus erinnert. Aber es gab sogar WLAN 🙏🏻

3 November 2017

Auf dem Rückweg haben wir noch einen coolen Hipsterladen entdeckt, bei dem man in aller Ruhe und ohne bedrängt zu werden schauen konnte. Ich hätte den Laden leer kaufen können, alles nach meinem Geschmack und die Mädels haben vor Ort und Stelle die Taschen hergestellt. Wir haben dann einen anderen Weg gewählt über Reisfelder, der wirklich total romantisch und schön war - vorbei an jede Menge Wasserbüffel. Angekommen im Hotel haben wir leider gemerkt, dass unser Obst vom Markt kaputt gegangen ist - ausgerechnet! Das haben wir nämlich teuer erstanden 😄 weil wir uns mal wieder haben betrügen lassen. Wir sind dann noch mal an den nahe gelegenen Strand gefahren, der menschenleer war - die Stimmung war wie an der Nordsee. Dann hat es mich vom Rad gehauen 😄 Klassiker! Aber zum Glück ist nichts passiert, nur einige Schrammen.
Aber auch der Taxi Fahrer hat netterweise vorher in unserer Unterkunft angerufen und so war ein Early Check In möglich und wir konnten noch mal schlafen. Dann ging es nach einem schönen Frühstück auf den Rädern Richtung Innenstadt, wofür man ca. 30 min gebraucht hat. Die Stadt hat uns sehr gut gefallen, es gab eine Auto- und Moped freie Zone, was wirklich angenehm war und die Häuser waren sehr alt und schön. Wir haben auch gleich ein cooles Hipster Café entdeckt, in dem es sogar Pain Au Chocolat gab. Auf dem Markt waren die Leute dann sehr aufdringlich, was wir so noch nicht kannten bzw. erst seit Nha Trang kannten. Wir wurden fündig mit einer Überraschung für Julia, wo wir kräftig feilschten und einer Ledertasche für Mama. Zwischenzeitlich wurden wir von einer Dame rausgezogen, die uns die Oberlippenhaare entfernte - ein Faden für alle 😣🤢 dann ging es in ein Restaurant mit ausgesprochen leckerem Essen (Meeresfrüchte, die mir sogar geschmeckt haben).

2 November 2017

Die Zugfahrt war dann doch eine Busfahrt, wie wir später bemerkt haben. Die Internetplattformen über die wir die Tickets gebucht haben, hat wohl einfach alle möglichen öffentlichen Verkehrsmittel angezeigt, aber im Nachhinein waren wir gar nicht böse darum, denn als wir am Bus-Infoschalter nachgefragt haben, ob sie uns auch in Hoi An rauslassen können, ging das zum Glück 🙏🏻 das wäre beim Zug nicht gegangen und wir wären erst mal in die falsche Richtung gefahren. Dann haben sie uns sogar die Möglichkeit gegeben mit unseren gebuchten Tickets einen Bus früher zu nehmen, der sehr leer war und in dem WLAN funktionierte. Die Fahrt verging dann wie im Flug, weil wir schlafen konnten oder am Handy hängen bzw Serien schauen. Gegen 4 Uhr hielt der Bus an der Bundesstraße und der nette Busfahrer hatte uns schon ein Taxi organisiert. Dann ging eine Höllenfahrt im Taxi los, der Fahrer fuhr um sein Leben mit lauter Musik und hupte, was das Zeug hält, obwohl die Straßen leer waren.
Nha Trang als Stadt gefällt uns nicht so gut, die vielen Hoch und Plattenbauten sind einfach nicht unser Ding. Die Strände wirken wie beim Ballermann mit aufdringlichen Leuten, eine viel befahrene Straße ist direkt neben dem Strand. Da haben wir uns direkt nach den Phu Quoc Inseln gesehnt. Die Long-Son-Pagode war auch total überlaufen mit Touristen und so sind wir recht früh wieder Richtung Hotel und freuen uns auf die Zugfahrt nach Hoi An.

1 November 2017

Angekommen in Nha Trang waren wir vom Äußeren des Hotels erst mal begeistert. Allerdings waren die Leute von der Rezeption echt nicht so Service orientiert und die ganze Stadt ist wohl auf russischen Tourismus ausgerichtet. Überall russische Karten und Bedienungen, die leider fast kein Englisch können. Als erstes haben wir den Strand erkundet, in einer schönen Strandbar gesessen und den Freizeitpark auf der Insel gegenüber leuchten sehen. Nachdem wir die Route für die nächsten Wochen geplant haben, wollten wir die Zugtickets über die Rezeption buchen. Allerdings waren die Leute dort so dermaßen unfreundlich und wollten uns nicht wirklich helfen - das haben wir hier echt noch nie erlebt 🙈 am Ende haben wir aber über den Reiseführer die Seite gefunden, wo man die Züge buchen konnten und haben es selbst erledigt 🙌🏻
Anschließend wurden wir von Bus aufgesammelt, Richtung Nha Trang. Die Busfahrt ist super super holprig und nichts für schwache Nerven, man fliegt teilweise richtig hoch und stößt sich den Kopf an. Dafür ist der Bus aber so gut wie leer 🤷🏼‍♀️
Fashion: Feinstrumpfsocken mit abgetrenntem Zehenteil für Flip Flops, Militärhelme auf dem Kopf Café Võng: Hängematten Café Ben Xe: Das Auto? Sind auf jeden Fall immer Busbahnhöfe, die so beginnen
Heute Morgen ging es in ein schönes Hipster Café, das wir am Vortag entdeckt haben - lecker frühstücken 😍 danach sind wir Richtung Hotel geschlendert und haben uns noch mal in ein anderes Café gesetzt. Die Läden fokussieren sich wirklich immer auf eine Spezialität, es gab sogar einen Laden nur für Milchprodukte, ein kleiner Läden nur für Werkzeuge etc.

31 October 2017

Nächster Stop war dann die Thuc Lam Pagode, die wir mit der Seilbahn erreicht haben. Die Fahrt war echt schön über Pinienwälder und Erdbeerfelder hinweg, dann kamen wir schon in den schön angelegten Garten mit dem Tempel bzw. der Pagode. Dann ging es wieder ausgesprochen günstig mit dem Taxi in die Innenstadt, wo wir noch ein bisschen bummeln und dann in einer Pizzeria und einem netten Café essen waren. Wir waren glücklich mal richtige Pasta zu essen 😍 nachdem es den ganzen Tag durchgeregnet hat, haben wir uns dann aber gegen 17.00 Uhr auf den Heimweg gemacht, auch um die weitere Route zu planen.
Das Crazy House war echt cool. Es wurde von einer Architektin gebaut, die die Tochter von Ho CHI Minhs Nachfolger ist, in Moskau studiert hat und deren bauten der Obrigkeit nicht immer gefallen. Eines ihrer Werke wurde wieder abgerissen, da nicht sozialistisch genug. Wir sind dort herumgelaufen und es war wirklich verschlungen und teilweise abenteuerlich, da sehr hoch und eng 😄 mittendrin habe ich einen Laden entdeckt, wo es echt coole und günstige Sachen mit guter Qualität gab. Mama hat sich ein Seidennachthemd mit passendem Kimono für 20€ gekauft, ich habe ein langes Strickkleid (Einzelanfertigung im Crazy House) entdeckt, das wie angegossen gepasst hat, das natürlich auch gleich gekauft wurde 😄 Dann ging es durch strömenden Regen erst mal in ein Café, mit ausgesprochen freundlichem Personal 😍 generell ist Da Lat sehr günstig und kommt uns gleichzeitig am europäischsten vor.
Der erste Stopp heute war eine Bäckerei - wir hatten beide genug von Suppe zum Frühstück. Die vom Hostel empfohlene Bäckerei ließ sich wirklich schnell finden und war total günstig, auf dem Weg dorthin haben wir dann auch gleich mehr von Da Lat gesehen. Ausgehungert habe ich mir gleich alles mögliche aufs Tablett geladen 😄 da es total geregnet hat und nicht so wirkte, als würde es aufhören, haben wir uns Regenponchos besorgt, die hier alle tragen. Dann ging es in Richtung „Crazy House“. Da wir uns aber warm angezogen haben mit Pullis und festen Schuhen haben wir anfangs die kühleren Temperaturen noch richtig genossen.

30 October 2017

Angekommen in Da Lat sind wir supergünstig mit dem Taxi zum Eco Hotel gekommen - für uns war es die Ruhe Oase schlechthin! Großes Zimmer, nette Betreiber und wir haben ein vegetarisches Restaurant gefunden. Da Lat ist fast schon kalt im Gegensatz zum südlichen Teil Vietnams, 20 Grad und eher regnerisches Wetter haben uns begrüßt, daher haben wir uns erst mal dick eingepackt und waren doch froh, um jedes längere Teil, was wir dabei hatten. Dann ging es mal wieder früh ins Bett, damit ich komplett gesund werden kann (allerdings sind wir bei einem Thriller mit Johnny Depp hängen geblieben, als wir herumgezappt haben und so waren wir dann doch ausgesprochen lange wach 😄). Normalerweise gehen wir ja gegen 7 Uhr ins Bett 😄. Mama und ich mussten außerdem unsere Erlebnisse im Nationalpark verarbeiten - im Nachhinein haben uns die Preise der Touren mit dem Besitzer dann doch ganz schön geärgert und seine selbstgefällige Art 🙈
Am Morgen haben wir mit einem tschechischen Paar gefrühstückt, leider gab es diesmal Suppe und nur wenig Obst. Um 10 Uhr wurden wir dann von einem Freund des Lodge Besitzers abgeholt, der uns zur Busstation gefahren hat und viel reden wollte 😬 Mama hat viel mit ihm geplappert, er dachte anfangs ich kann kein Englisch, weil ich kein Wort gesagt habe 😄 aber es ist so mühselig sich zu unterhalten 🙈 Der Fahrer brachte uns zu einem Straßencafé, wo wir mit ihm noch ein Getränk hatten und auf den Bus 🚌 warteten! Weil wir angekündigt waren, hielt der Bus dort an! Jetzt haben wir komfortable Liegeplätze nach Da LAt Im Schlafbus angekommen, haben wir recht schnell eine Pause gemacht und mal wieder die Busschuhe bekommen. Mich ekelt es immer ein bisschen in fremden Plastikschuhen herumzulaufen 😅

29 October 2017

Am nächsten Morgen ging es dann auf den Markt direkt beim Haus und er hat uns einige Dinge gekauft zum Probieren. Suppe und eine Nachspeise, die echt ganz lecker und aus Kokos und Ingwer war. Wir saßen auf winzigen Hockern, vllt. 10 cm hoch und Mama ist erst mal direkt runtergefallen und hat für Lacher gesorgt 😄. Nach dem Markt ging es dann zurück zur Lodge und von dort aus, saßen wir zu dritt und ohne Helm auf seinem Roller, um zur Fähre des Nationalparks zu kommen. Drei Freunde von ihm sind ebenfalls mitgekommen. Mama und ich waren beide nicht wirklich fit, sodass die Wanderung echt anstrengend war. Die Freunde von ihm waren wohl selten im Wald, denn sie sind ständig stehen geblieben und haben massig Fotos gemacht und sind in Begeisterungsstürme ausgebrochen. Sie hatten auch Ballerinas an und waren nicht wirklich gut ausgerüstet. Im Wald haben wir sogar einen Affen gesehen und ein anderes Tier auf dem Baum und natürlich jede Menge tolle, beeindruckende, alte Bäume.

28 October 2017

Dann wurden wir schon aus unserem Zimmer geklopft - der kleine Junge hatte auch Geburtstag und wollte uns zu seiner kleinen Party dabei haben. Dann war es ein bisschen anstrengend, denn es wurde ein riesen Tanz um die Torte veranstaltet und wir hatten das Gefühl, wir kommen nie ins Bett. Aber nachdem wir auch ein bisschen probiert hatten - die Familie selbst war gar nicht so scharf auf den Kuchen - und das Mädchen uns extra Schokoladestücke rausgesucht hatte, ging es dann ins Bett. Eine Art Krankenhausbett gegenüber vom Wohnzimmer.
Sie lieben hier Karaoke wirklich über alles. Die Männer saßen mit nacktem Oberkörper auf dem Boden und haben gegessen. Uns wurden dann extra Stühle angeboten im Wohnzimmer. Das Wohnzimmer war komplett leer geräumt, die Stühle wurden extra gebracht. Dann haben wir kurz mit ihr geredet - sie arbeitet 7 Tage die Woche in einem japanischen Restaurant in HoChiMinh, jetzt hatte ihre Nichte Geburtstag und dafür ist sie dann angereist. Sie war wirklich unglaublich nett und wollte uns auch gerne Essen anbieten, aber wir hatten vorher schon in der Lodge zu Abend gegessen. Dann ging es weiter zum Haus unseres Gastgebers und wir haben seine Kinder und Frau kennengelernt. Der Eingang ist der Shop zur Apotheke, die seine Frau führt. Dann steht man auch schon mitten im Wohnzimmer, das auch wieder komplett leer geräumt war. Die Kinder haben uns ihre Kämpfe vorgeführt und dann wollten Mama und ich nur noch ins Bett. Kaum lagen wir allerdings- vorher habe ich von der Frau noch jede Menge Pillen bekommen
Nach einer ruhigen Nacht sind wir in den wunderschön gepflegten Bungalow aufgewacht, mit Affen-und Vogelgeschrei und hatten hier das beste Frühstück : Bananen und Mangos aus dem Garten, dazu Brötchen und Tee mit Blättern aus dem Garten. Zwei vietnamesische Frauen, die hier als Gäste untergebracht sind und planen, selbst eine Unterkunft im Cat Tien Nationalpark zu eröffnen und sich hier Tipps holen und nach Grundstücken suchen, haben mir unaufgefordert ein Dampfbad mit frischen Kräutern aus dem Garten gemacht. Diese Geste hat uns total gerührt. Dann haben wir ein gutes Mittagessen gehabt und erfahren, dass der Besitzer der Lodge ein Umweltaktivist ist, der sich schon mit der Regierung angelegt hat, damit der Nationalpark geschützt bleibt. Am Nachmittag ging es auf ein kleines Boot, mit dem wir über den Fluss gefahren sind. Am Abend ging es dann auf die Party des Mädchens gestern aus dem Bus - es war unglaublich laut, weil die Familie dort selbst Karaoke veranstaltet hat.

27 October 2017

Nachdem ich dem Ticket Kontrolleur auf dem Handy unser Ziel gezeigt habe, hat er kurz darauf herumtelefoniert und mir auf einmal sein Handy in die Hand gedrückt, wo schon der Besitzer der Lodge war. Ich war ein bisschen überfordert mit der Situation, aber am Ende, als wirklich alle Gäste ausgestiegen sind, haben sie uns tatsächlich Nähe der Lodge rausgelassen und bei einem Tourist-Office mitten in der Pampa und dann kam auch schon recht schnell der Besitzer, der auf dem Moped unsere beiden Rucksäcke transportiert hat. Bald darauf kamen er und seine Schwester noch mal auf dem Mopeds an und haben uns in die Lodge gefahren - wieder mal ohne Helm 😄 Mama und ich sind wirklich begeistert, wie hilfsbereit hier alle sind und das wir für 4€ pro Nase so weit gekommen sind und fast bis vor die Tür gefahren worden sind.
Die letzten Kilometer verliefen noch abenteuerlich. Ich habe bei den anderen Gästen gefragt, ob wir in der Nähe unserer Lodge halten, aber irgendwie gab es Missverständnisse und ich hatte das Gefühl, wir werden nie ans Ziel kommen. Das nette Mädchen, das uns die Süßigkeiten gekauft hat, hat uns gleich angeboten bei ihr zu übernachten und war ganz aufgeregt und wollte uns gleich eine Tour vermitteln von ihrem Freund. Es war wirklich unfassbar rührend. Auf Maps.me habe ich dann aber gesehen, dass wir von unserem Ziel gar nicht so weit entfernt sind und da die Fahrt doch recht anstrengend war, haben wir Nummern ausgetauscht und vielleicht kann man sich ja zum Abendessen treffen. Auf der Fahrt haben wirklich alle miteinander gequatscht, als würden sich alle kennen und jeder wurde gefühlt kurz vor deren Häusern rausgelassen. Der Busfahrer bzw. der Ticketkontrolleur drückt aber ganz oft den Leuten sein Handy in die Hand und die Regeln irgendwas. Am Ende ging es uns aber genauso.
Am Busbahnhof lief es dann wieder wie am Schnürchen, als wir das Ticket einem Service-Mitarbeiter gezeigt haben, sprach der wiederum in sein WalkieTalkie und wir wurden von einem anderen Mitarbeiter angepasst und in Richtung Bus geführt. Man findet die Busse hier anhand der Kennzeichen-Nummer, die auf das Ticket gedruckt sind. Beim Einsteigen in den Bus mussten wir vorbei an einer Waschmaschine krabbeln, die am Eingang aufgestellt war. Der Bus fuhr dann sogar 5 Minuten vor der eigentlichen Abfahrt los, also sie sind hier wirklich auf Zack und eher zu früh als zu spät. Während der Fahrt wurden wieder durch Schreie, Hupen und Winken weitere Fahrtgäste eingesammelt, die auch wieder in den fahrenden Bus springen mussten. Hektik pur, aber das ist wirklich total nach Mamas und meinem Geschmack 😄 Im Bus hat uns ein Mädchen eine Spezialität gekauft - Kokosnusssüßigkeiten in einer Art Gelee in Bananen Blättern. Ich fand es furchtbar nett 😍 Die Fahrt hat sich dann aber doch ganz schön gezogen.
Am Flughafen angekommen, ging die Gepäckaufgabe und der Check In eigentlich recht schnell und wir hatten noch eine Stunde am Gate Zeit. Plötzlich hören wir bzw. Mama, dass unsere Namen aufgerufen werden. Nachdem wir bei etlichen Flughafenmitarbeitern nachgefragt haben, sind wir wieder zurück zum Check In Schalter und wurden in einen Raum gerufen, wo Mamas Tasche lag und nach technischen Geräten gefragt. Das mobile Akkuladegerät war anscheinend das Problem, aber ins Handgepäck durften wir es nehmen. Angekommen beim Gate war Mama schon kurz vorm Durchdrehen, denn wir kamen genau richtig zum Einsteigen ins Flugzeug. Der Flug verging dann wirklich schnell und in HoChiMinh sind wir mit dem Taxi zur Bushaltestelle, weil vom Flughafen keine Busse dorthin fahren. Dort angekommen haben wir durch einen Infoschalter recht schnell erfahren, wo wir die Tickets kaufen können und wann es losgeht. Da wir noch Zeit hatten, sind wir noch günstig essen gegangen.

26 October 2017

Der letzte Stopp war dann der Pfeffergarten und wir konnten dort auch einiges an Pfeffer erstehen. Es war wirklich cool, mal den Pfeffer als Pflanze zu sehen. Mango-Bäume haben wir auch schon gesehen. Danach ging es zurück ins Hotel, die Wäsche abholen bei der netten Lady und ab ins Meer bei Sonnenuntergang. Wir haben uns bei einer alten Oma noch frische Früchte gekauft (Wassermelonen, Maracuja und Bananen) für wirklich wenig Geld und sie hat sich wohl riesig gefreut. Sie ist bestimmt schon um die 80 Jahre alt und auch schon gestern fleißig und unermüdlich auf und ab gelaufen am Strand mit ihren schweren Früchtekörben. Was uns noch aufgefallen ist - in Vietnam kümmern sich die Männer auch sehr gut um die Kinder und es kommt uns total emanzipiert vor. Wir werden als Alleinreisende Frauen auch total in Ruhe gelassen und nicht belästigt. Wenn wir unsere Bikinis am Strand wechseln, wird nicht mal ein Blick in unsere Richtung geworfen - das ist wirklich sehr angenehm.
Danach ging es an den Hafen, wo man jede Menge Seesterne, Seepferdchen und anderes Meeresgetier kaufen könnte. Wir haben uns eine Trink-Kokosnuss geholt und versucht, das Gesehene zu verarbeiten und nachgedacht. Danach war der nächste Stop ein Nationalpark mit Wasserfall, in dem jede Menge Plastiktiere aufgestellt waren und in dem die Familien Picknick gemacht haben. Dazu haben sie teilweise riesige Musikanlagen mitgeschleppt, so groß wie Fernseher und Mikrofone zum Mitsingen. Vietnamesen lieben Karaoke, große Plastiktiere und Mikrofone, das haben wir jetzt schon öfter gesehen. Man konnte auch wieder Zuckerrohr-Saft kaufen und Mama und ich haben bei der Herstellung zugeschaut, es war wirklich spannend. Im Park war es durch die Musik und eine Art Alarm aber leider sehr laut und es kam gar nicht recht die typische Naturstimmung auf.
Nach dem Strand ging es erst zur stinkenden Fischsaucen-Fabrik, wo wir uns nicht lange aufgehalten haben und danach zum Coconut Prison, das sehr traurig war. In den Gefängnissen wurden sog. Tigerkäfige in der prallen Sonne aufgestellt, in denen die US-Soldaten die Kriegsgefangenen gesteckt haben. Das waren ganz kleine Maschendraht-Gefängnisse in der prallen Sonne, in denen sie nackt und ungeschützt vor sich hin siechen mussten - ohne Toilette und ohne Schutz vor Sonne oder Moskitos. Bei Hitze wurde daneben Feuer gemacht, bei Kälte wurden die Insassen mit Wasser überschüttet. Die Insassen eines bestimmten Traktes haben aber anscheinend einen Tunnel bauen können und konnten fliehen. Anderen Insassen wurden Nägel in die Beine gehämmert, sodass diese nicht fliehen konnten. Es war wirklich traurig, aber das Verhältnis zur USA ist hier teilweise nicht verständlich. In den Shops gibt es Shirts mit der amerikanischen Flagge und Panzern darauf zu kaufen.
Nach den Fabriken hat uns der Taxi Fahrer am São Beach rausgelassen, wo wir zwei Stunden für uns hatten. Nach einem teuren (für die Verhältnisse hier, dafür mit Meerblick) Mittagessen und Face Time mit Hannes haben wir uns den traumhaften Strand angesehen. Menschenleer und im Hintergrund die grünen Wälder, es war wirklich wie im Prospekt, dazu klarer, blauer Himmel.
In Vietnam gibt es tatsächlich so gut wie keine Supermärkte, sondern nur die kleinen Tante Emma Läden - er muss daher immer alle möglichen Läden abklappern für die unterschiedlichsten Dinge. Die Preise, insbesondere die Mieten sind hier wohl sehr gestiegen. In der Nebensaison müssen sie sich aus den Ersparnissen aus der Hochsaison über Wasser halten, weil die Mieten so hoch sind. Er verdient in seiner 70 h Woche nicht viel, entweder es ist sehr heiß oder es regnet, es ist laut und sehr harte Arbeit und man bekommt zu Mittag ein Schälchen Reis 😅. Er hat uns einige Geheimtipps gegeben, allerdings wollte unser Taxi Fahrer uns dort nicht hinfahren, was sich der Schweizer schon vorher gedacht hat. Der Fahrer bekommt nämlich von allen Firmen Provision und der schönere Park und Strand wären noch abgelegener gewesen. Er hat ursprünglich viele Jahre ein Restaurant auf dem Nachtmarkt gehabt, aber dann wurde der Markt geschlossen und ein neuer eröffnet, der sich nicht mehr rentiert hat.
Wir waren die einzigen, denen der Schweizer was zum Perlenfactory erzählt hat und dann haben wir ganz lange privat mit ihm geredet. Es standen um uns jede Menge Touri-Busse und wir waren wieder ein mal froh, dass wir das privat Taxi gebucht haben und uns so lange mit ihm Zeit lassen konnten, wie wir wollten. Vorher hatte uns der Taxi Fahrer nämlich auch bei einer Likör-Fabrik rausgelassen, aber es hat uns nicht wirklich geschmeckt und interessiert und dann konnten wir einfach schnell weiterfahren. Die Geschichten des Schweizers haben uns da schon mehr interessiert. Er hat schon den thailändischen König getroffen, der ihm damals Bitcoins geschenkt hat. Er hat sie aber verschenkt und jetzt wären sie jede Menge Geld wert. Er hat eine 70h Woche und war kurz vorm durchdrehen und er meinte, er kündigt bald, aber ist zu alt, um in der Schweiz einen Job zu finden. Er war gefühlt auch ganz froh, mit uns auf deutsch sprechen zu können.
Der erste Stop war ein großes Shoppingzentrum, die „Pearl Factory“. Hier gab es ein wahres Shopping Paradies mit Perlenschmuck, Kleidern, Pfeffer, Süßigkeiten und vielem mehr. Mama wurde gleich fündig mit zwei schönen, leichten Baumwollkleidern und ich habe eine Ethno-Hose gefunden und einige Kokosbeauty-Artikel für hier gekauft. Der Schmuck wäre auch günstig gewesen, war aber meist zu grob für unseren Geschmack. Danach haben wir in einer günstigeren Pearl Factory die Hintergründe zur Perlenzucht erfahren. Sie züchten die Muscheln in kleinen Netzen im Meer, 10 Jahre brauchen die Muscheln ca. bis sie eine gewisse Größe erreicht haben, sie können bis zu 30 Jahre alt werden. Ein Schweizer Auswanderer hat nur Mama und mir alles erklärt und es uns gleich vorgeführt, wie man die Muschel öffnet und es war tatsächlich in dem Fleisch verborgen eine Perle. Die Muschel ist von innen auch wirklich wunderschön. Draußen standen auch riesig große Muscheln, die gar nicht beachtet werden.
Nach einer Nacht im Bungalow stehen wir wieder früh morgens auf, einschlafen fiel uns erst mal schwer, weil wir uns ein bisschen vor dem Moskitonetz geekelt hatten. Nach einem schönen Frühstück (Banana Pancakes und frische Früchte) direkt am Meer, das sogar kostengünstig war, haben wir uns fertig gemacht für den Tagesausflug mit dem Taxifahrer.

25 October 2017

Nachdem uns die letzte Unterkunft nicht so gefallen hat - direkt am Nachtclub, ohne Frühstück etc und daher haben wir Bungalows direkt am Strand gebucht. Als wir aus dem Hotel kamen, wollten wir eigentlich Taxis rufen - sie haben uns allerdings lediglich die Wegrichtung gezeigt. Also sind wir beladen als schwere Packesel in die Richtung gelaufen, die allerdings nicht mit Google Maps übereinstimmt hat. Irgendwann sind wir am Strand gelaufen, um uns wenigstens ein bisschen an Google Maps zu halten. Es kam und kam allerdings nicht und gerade als es die Stimmung kippte - Hitze, schwerer Rucksack und das Gefühl, wir werden es niemals finden - war es vor uns. Wir haben dann einen komplett entspannten Tag am Strand verbracht mit Massage und allem drum und dran 🙏🏻

24 October 2017

Nachdem wir in einen Platzregen geraten sind, haben wir in einem netten Laden verschiedene Sachen anprobiert, aber es war alles unvorteilhaft. Im Laden daneben gab es alles aus Krokodilleder, was uns natürlich nicht gefallen hat. Wir waren dann froh, als ein Taxi an uns vorbeigefahren ist, das uns für 1€ wieder zum Hotel gefahren hat, denn der Weg hätte sich gezogen. Angekommen im Hotel haben wir erst mal Nickerchen und Face Time mit Hannes gemacht, dann habe ich noch alle Flüge für Tokyo, Bali und Frankfurt gebucht. Mittlerweile haben wir gemerkt, dass das Hotel direkt gegenüber von einem Club ist, der richtig aufdreht und weinen unserem wunderschönen und abgelegenen Resort MIT Frühstück und aufmerksamen Personal hinterher.
Wir waren lecker und günstig Essen in einem Restaurant in der Nähe des Hotels. Die Stühle waren wieder recht klein und es saßen viele Einheimische darin, das ist ja immer ein gutes Zeichen. Wir sind dann zum Tempel und Nachtmarkt gelaufen und haben ein cooles Hipster-Café am Fluss entdeckt.
Kaum im Hotel angekommen, gab es wieder einige Missverständnisse, als wir nach einem Safe und Handtüchern gefragt haben, aber das war nicht schlimm. Von einer netten Mitarbeitern aus dem Hotel wurde uns der Weg zum Hotel gezeigt, entlang an verlassenen Bungalows. Nachdem wir von den Liegen eines anderen Hotels vertrieben worden sind, haben wir es noch mal bei Liegen an einer entlegenen Stelle eines anderen Hotels versucht. Hier gab es sogar eine Schaukel, was wirklich traumhaft war. Wir haben hier entspannt und keiner hat uns mehr aufgescheucht und Low Budget mäßig haben wir kein Geld für die Liegen gezahlt.
Am Morgen waren wir wieder früh wach (6.00 Uhr) und hatten auch schon wieder großen Hunger. Nach einem leckeren und gesunden Frühstück sind wir schon aus dem Hotel ausgecheckt, die Mitarbeiter waren wieder ganz freundlich und verständnisvoll, wollten noch Fotos mit uns machen und haben uns einen kostenlosen Shuttle zum nächsten Hotel angeboten, das 7 km entfernt ist und näher am Strand ist. Das neue Hotel ist dafür leider nicht ganz so idyllisch, an der Straße gibt es jede Menge Geschäfte - aber das wollten wir auch so. Nur im Nachhinein weiß man die Ruhe des ersten Hotels zu schätzen und die schöne Natur um uns herum.

23 October 2017

Zum Essen waren wir wieder in unserem Lieblingsrestaurant und vorher noch mit den Rädern beim Bank Automaten und Supermarkt. Meine Kette ging wieder kaputt und ich bin wieder Laufrad mäßig gefahren. Als wir beim Lieblingsrestaurant vorbei gefahren sind, kamen sie schon auf uns zu und wollten es reparieren. Als wir das Restaurant wieder verlassen wollten, wurde ein riesen Heckmeck veranstaltet und wir wurden rausbegleitet und unsere Räder abgetrocknet. Am Ende lief uns dann ein armer Mitarbeiter auf Flip Flops mit unserem Bilder-Wörterbuch hinterher und wir haben ihn erst super spät bemerkt. Und es wird nie Trinkgeld erwartet. Und während wir gegessen haben, haben sie mein Rad repariert und als Mama sich Luft zugewedelt hat, als wir angekommen sind, haben sie schon einen Ventilator herbeigetragen. Und uns an die Füße Räucherstäbchen gestellt gegen Moskitos.
Kurz vorm Ziel ging meine Kette wieder kaputt und ich habe es wieder wie ein Dödel als Laufrad genutzt. Wir hatten Glück und fanden direkt und schnell ein nettes Restaurant, an dem Mama sich draußen erst mal die schlammverkrusteten Füße abwaschen konnten und ich habe direkt nach den vietnamesischen Frühlingsrollen gefragt. Was uns dann serviert wurde, war das beste Essen bisher auf Vietnam. Alles super lecker, Mamas Curry und meine Frühlingsrollen waren delikat und haben richtig satt gemacht. Dazu gab es Mangosmoothie und Wassermelonensaft, wirklich super super lecker. Während wir aßen, haben draußen die Mitarbeiter unsere Räder sauber gemacht und wieder repariert. Daher ging es direkt danach für einen kurzen Shoppingausflug in einen Laden, der sehr nett war und von einer Europäerin geführt, aber leider recht teuer und sehr kleine Größen. Danach ging es wieder zurück ins Hotel.
Um 6 Uhr waren wir schon wach und erschienen als viel zu frühe Vogel am Frühstücksbuffet. Die Mitarbeiter des Hotels ließen uns aber entspannt gewähren, obwohl das Buffet noch nicht eröffnet war und wir haben in aller Ruhe gefrühstückt und fühlten uns richtig angekommen und entspannt. Danach ging es mit den Rädern an den Strand, die Fahrt war wieder recht abenteuerlich mitten durch den größten Schlamm. Der Strand war menschenleer (abgesehen von ein paar vietnamesischen Fischern, die mit ihren Netzen durchs Wasser gelaufen sind) und wir sind direkt ins Wasser gesprungen. Nach einem schönen Strandspaziergang und einer Trink-Kokosnuss ging es für uns zurück Richtung Hotel, weil es anfing zu regnen und wir Hunger bekamen. Mitten auf dem schlammigen Weg ist meine Fahrradkette rausgesprungen und Mama und ich hantierten ungeschickt daran herum, bis ein paar Vietnamesen und kleine Jungs an uns vorbeikamen und uns ohne Worte direkt halfen.

22 October 2017

94 km mit der Fähre, um 12.40 Uhr ging es los, gegen ca. 15:30 Uhr kommen wir an. Die Fahrt hat sich also ein bisschen gezogen, da wir vorher ja auch schon recht lange mit dem Bus unterwegs waren. Umso erleichterter waren wir, als wir ausgestiegen sind und ein Taxi zum Hotel nehmen konnten, das wir gestern gebucht haben. Der Taxifahrer war sehr angenehm und freundlich und die Fahrt war für den langen Weg nicht allzu teuer. Im Hotel angekommen, wurde uns gleich das Gepäck abgenommen und Wassermelonen-Shakes serviert. Das Hotel ist sehr ruhig und schön gelegen und ist nicht zu groß. Die Mitarbeiter sind wirklich sehr, sehr freundlich. Mama und ich wollten nur noch duschen, ins WLAN und essen 😄 wir fühlten uns bald wie neugeboren und haben auch gleich Wäsche zum Waschen abgegeben. Im Restaurant des Hotels haben wir erst mal groß bestellt und es uns gut gehen lassen.
Danach klappte alles wie am Schnürchen - wir wurden zu einem Bus Transfer gebracht, der uns wiederum zu einer Bus Station gefahren hat. Dort angekommen zeigte uns der Fahrer, wo wir die Tickets kaufen könnten und es ging ab in den Schlafbus, der sogar mit WLAN ausgestattet war und richtigen kleinen Schlafkabinen. Vorher im Homestay haben wir sogar Rückgeld erhalten, es lief also alles ganz ehrlich ab.
Wir haben schon wieder irre viel erlebt. Um diese Uhrzeit! Wir waren ab 05.30 Uhr parat wegen des schwimmenden Marktes ! Durch höheren Wasserstand mussten wir durch Wasser waten bis zu einem kleinen Boot ! Dann ging es noch in der Morgendämmerung zum schwimmenden Markt. Eine tolle Stimmung auf dem Wasser! Und Früchte in Hülle und Fülle, die geschickt hin und hergeworfen werden ... danach wurden wir zurück zum Homestay getuckert und wir wateten zurück und haben schnell unsere Rucksäcke gepackt und aufs Frühstück gewartet - mal wieder Suppe 🙄

21 October 2017

Angekommen in Can Thớ haben wir noch einen Tempel besichtigt und die Statue von Ho Chi Minh und sind dann zum Homestay gefahren, das ein bisschen abgelegen ist und nicht an einer befahrenen Straße liegt, sondern in einem sehr schmalen Gässchen direkt am Fluss. Wir mussten erst mal duschen und unsere schmutzigen Gesichter waschen. Wir haben uns dann gleich aufgemacht zu einem Spaziergang und haben superleckere, riesige Kokosnüsse an einem Straßenstrand getrunken. Auf dem Grundstück hier gibt es sprechende Papageien, jede Menge Hunde und Katzen. Das Abendessen war leider weniger lecker, dann sind wir schon fix und fertig ins Bett gefallen.
Auf den Reisfeldern gibt es auch jede Menge Enten, die die übrig gebliebenen Körner essen und somit gemästet werden. Wir haben eine Kaffee Pause eingelegt und uns auf den Hängematten ausgeruht, die es in jeden Kaffees rund um die Tische gibt. Dann gab es noch eine Mittagspause mit Gemüse und Suppe in einer Suppeküche an der Straße und dann ging es langsam nach Tra Vinh, hier sind wir über eine riesige Brücke gefahren, die auch gefährlich gewackelt hat.
Dann sind wir über die Landstraßen gefahren und es war wirklich ein einmaliges Erlebnis. Vorbei an Reisfeldern, Kokosnussfabriken, Backsteinziegeleien, Baumschulen, Plantagen von verschiedensten Pflanzen. An den Reisfeldern haben wir einen Stop eingelegt und Erntearbeitern zugesehen. Auch das verpacken und Verladen von Reis auf Schiffen. Wir sind mit einer Fähre und den Mopeds darauf weitergefahren und dann ganz schmale, enge Straßen entlanggefahren mit wunderschöner Natur links und rechts. Autos fahren auf diesen Straßen keine - hätten wir den Bus gebucht, hätten wir diese wunderschöne Strecke und beeindruckende Landschaft nicht gesehen. An der Ziegelei haben wir ebenfalls einen Halt eingelegt und er hat uns den Prozess erklärt - erst schneiden und trocknen sie den Lehm, dann kommt dieser in runde hohe Behälter, wo er gebrannt wird. Brennmaterial sind Reishülse, die Asche wird als Dünger genutzt.
Um 9 Uhr wurden wir von den Motorradführern abgeholt. Wir konnten schon nicht gut schlafen vor Aufregung vor dem heutigen Tag. Es wurde wild diskutiert zwischen unseren Hotelbetreibern (Neuseeländer, der uns allerdings auch nicht so sympathisch war), den „Reiseführern“ und uns. Am Ende einigten wir uns darauf, den Rest des Preises erst zu bezahlen, wenn wir angekommen sind. Allerdings ☝🏻 kaum waren wir vom Hotel einige Meter entfernt, hielten die Motorräder an und der Feilscher von gestern wollte wieder, dass wir sofort bezahlen. Mama und ich haben das aber nicht mit uns machen lassen und blieben stur, die vietnamesische Rezeptionistin hat uns auch vorher zugeflüstert, dass wir erst zahlen sollen, wenn wir angekommen sind. Wir haben energisch unsere Rucksäcke gegriffen und freundlich gesagt, dass wir dann eben den Bus nehmen werden. Dann lenkte er aber ein und es ging endlich los. Der Feilscher ist zum Glück nicht mitgekommen und die beiden Fahrer waren super freundlich.

20 October 2017

Mit den Rädern sind wir dann durch strömenden Regen gefahren und es war urplötzlich sehr dunkel. Mitten im hektischen Kreisverkehr und eingekesselt von tausenden von Mopeds hatten wir schon ein mulmiges Gefühl. Aber wir hatten es recht schnell geschafft und kaum waren wir im Hotel angekommen, fing es draußen zu schütten und zu stürmen an.
Auf der nächsten Insel gab es Früchte, Tee und eine Gesangseinlage von mehreren vietnamesischen Frauen und Männern. Danach sind wir in eine kleine Nussschale gestiegen und auf einem Fluss gefahren, was uns beiden super gefallen hat. Mitten durch den Dschungel war es wirklich sehr erholsam und schön. Danach wurde uns noch kurz die Herstellung der Kokosnuss Bonbons erklärt, erst wird eine Art Mehl hergestellt und dann wird es auf dem Feuer karamellisiert. Das Feuer stellen sie aus dem Holz der Kokosnuss her. Wir konnten die frischen, warmen Bonbons probieren, es hat uns auch sehr geschmeckt. Dann ging es wieder zurück und nach einem langen Gespräch mit dem alten vietnamesischen Opa über die Liebesgeschichte mit seiner Frau wurden wir von zwei Männern zurück gefahren, wo unsere Räder standen. Die Fahrt war sehr abenteuerlich, weil jetzt Feierabend Verkehr war und der Himmel schon dunkelgrau und unheilschwanger aussah.
Auf der Motorradfahrt haben wir ein Moped gesehen, das voll beladen war mit lebenden Gänsen in Plastiktüten. Dann wollte er bereits die erste Hälfte der Summe erhalten - Mama und ich haben mit ungutem Gefühl gezahlt und wurden dann an einen alten Opa übergeben, der angeblich sein Vater sei. Dieser hat uns dann aufs Schiff gebracht und wir wurden zur ersten Insel geschippert, wo es Essen gab. Mama und ich haben in weiser Voraussicht gesagt, wir wären Vegetarier und haben wirklich gutes Gemüse mit Nudeln bekommen. Auf den Nachbar Tischen haben wir den typischen Fisch gesehen, der uns aber überhaupt nicht angemacht hat. Nach einer Runde auf der Insel, wo uns Krokodile, Schlangen und ein kleiner Tempel, ein Kokosnuss Museum und viele Blumen gezeigt wurden, ging es weiter auf die nächste Insel.
Wir sind dann bei den Märkten herausgekommen, die im Inneren wirklich unheimlich riesig sind. Wir hatten den Eindruck, dass sich nicht oft Langnasen darin verliefen, denn wir wurden argwöhnisch beobachtet. Draußen haben wir uns dann Kokosnussmilch gekauft und direkt am Fluss getrunken und entspannt. Kaum einige Minuten dort gesessen und gequatscht, wurden wir von einem findigen Vietnamesen angesprochen, der uns einen Boot Trip und eine Fahrt auf dem Motorrad nach Tra Vinh angeboten hat. Wir haben ewig mit ihm verhandelt, bis wir uns am Ende auf 155€ geeinigt haben für : Boottrip mit Transfer, Motorradfahrt nach Tra Vinh und Homestay dort, Besichtigung der schwimmenden Märkte, Transfer zu den Bussen zu den Phu Quoc Inseln. Mama und ich wurden überredet und dann standen er und sein Kumpel schon mit Motorrädern bereit und es ging quer durch die ganze Stadt, ca eine halbe Stunde bis zum Fluss
Gegen 8 Uhr sind wir aufgestanden und haben hier im Oasis Hotel gefrühstückt. Die Milch für das Müsli kam in einer ganz komischen Packung, wie für Reinigungstücher. Nach dem Frühstück haben wir uns die Räder geliehen und sind herumgefahren, eigentlich wollten wir Richtung Stadt, aber haben uns zuerst nicht über die viel befahrene Brücke getraut. Stattdessen waren wir dann in einer Art Industriegebiet, wo es jede Menge Kokosnuss Farmen gab. In einem Café haben wir Halt gemacht und Eiskaffee getrunken und sind danach dann doch zur Brücke gefahren.

19 October 2017

Unsere Füße wurden uns in viel zu kleinen Schüsseln gewaschen und wir kamen uns vor wie riesige Elefanten. Ich war ganz unentspannt, als sie mir in die Haut geschnitten hat, aber Mama war total relaxed. Dann wurden wir noch eingeladen frische Kokosnüsse zu trinken aus ihrem Garten. Und weil es gewittert hat, wurden wir noch eingeladen mit ihnen zu Abend zu essen im Haus der Familie. Daran schloss sich eine Hausführung an und am Ende brachten uns der Schwager und Neffe auf Rollern durch den strömenden Regen ohne Helme, aber dafür mir Regenmänteln wegen den frisch gewaschenen Haaren nach Hause.
Da wir uns verliefen, landeten wir zuerst in einem Café, wo wir die einzigen Gäste waren 😂und kamen ins Gespräch mit der Besitzerin. Eine 70-jährige Vietnamesen die mit einem Amerikaner verheiratet ist und sowohl in USA als auch Vietnam lebt. Weil wir so schmuddelig aussahen und schwarze Fingernägel hatten, hat sie uns gleich kosmetische Behandlung bei ihrer Nichte angeboten für 2€ oder so 😄 Dann wurden wir noch eingeladen frische Kokosnüsse zu trinken aus ihrem Garten. Und weil es gewittert hat, wurden wir noch eingeladen mit ihnen zu Abend zu essen im Haus der Familie. Daran schloss sich eine Hausführung an und am Ende brachten uns der Schwager und Neffe auf Rollern durch den strömenden Regen nach Hause. Dann lud sie uns Behandlung gleich nebenan an. Den Kosmetikladen betreibt ihre Nichte und so bekamen wir die Nägel gemacht und die Haare gewaschen und auch unser Gesicht wurde geschrubbt. Und mit schrubben meine ich wirklich schrubben😂. Die Utensilien waren alles andere als steril
Als wir angekommen sind im Busbahnhof, haben wir uns im Reiseführer ein Hotel ausgesucht und dem Taxi Fahrer die Adresse gezeigt. Nach einer abenteuerlichen Fahrt sind wir im Hotel angekommen und waren panisch, dass es keine Zimmer mehr geben könnte und der Taxi Fahrer ohne uns weiterfährt, weil es gefühlt mitten im Nichts war. Allerdings waren im Hotel noch Zimmer frei und gefühlt sind wir auch die einzigen Gäste. Wir sind dann erst mal losgelaufen auf der Suche nach Essen und auf einmal waren wir im Dschungel und dann in einem leeren Restaurant, das aber ganz und gar leer war. Das Essen war leider ein Reinfall, den bestellten Fisch haben wir gar nicht angerührt. Dann wollten wir zurück zum Hotel laufen, aber haben auf die App gehört, die uns in die falsche Richtung geführt hat.
Ein Mädchen hat uns dann geholfen, den richtigen Bus nach Ben Tre zu finden und wir hatten auch gar nicht viel Zeit und schon ging es los. Der Bus kostet 4€ für 50 km nach Ben Tre und war nur voll mit einheimischen, ohne Klima Anlage und schon in die Jahre gekommen 😄 Bei dem öffentlichen Bus davor durch Ho Chi Minh ist uns aufgefallen, dass in Vietnam nicht getrödelt wird. Der Bus hält gar nicht richtig, sondern die Gäste steigen während des Fahrens zu und wieder aus. Vorne bei den Sitzen muss man seine Schuhe ausziehen.
Fahrt ins Mekong Delta: Mama und ich wollten nicht mit einer geführten Tour, weil das immer Hin und Rückfahrt ins Mekong Delta beinhaltet hat und wir bräuchten ja nur die Hinfahrt. Diese Touren wären auch sehr teuer gewesen, 80€ pro Person. Wir haben uns daher vom Hotel ein Uber Taxi buchen lassen für den Bus Bahnhof, von dem wir dachten, dass Busse für 5€ fahren. Das Taxi war dann spottgünstig, 1€ für 30 min Fahrt durch die halbe Stadt. Allerdings war es dann der falsche Bahnhof und wir sind mit einem öffentlichen Bus wieder die ganze Strecke zurück gefahren und zum anderen Ende der Stadt. Die Busse in den Süden fahren am Busbahnhof im Süden von Ho Chi Minh, die Busse in den Norden am Bahnhof im Norden 😄 eigentlich echt logisch. Die Busfahrt im öffentlichen Bus war dann sehr abenteuerlich und auch wieder super günstig, 50 ct für beide. Im Bus habe ich einer älteren Dame den Platz angeboten und die Leute waren dann ganz begeistert von uns. Ein Mädchen hat uns geholfen, den richtigen

18 October 2017

Ben Thanh Market: der Markt ist wirklich riesig und sehr verschlungen, es gibt alles zu kaufen - Kleidung, Schuhe, Korbtaschen, Funktionstaschen von Jack Wolfskin, Schmuck, Obst etc. Mama und ich haben uns super leckere Smoothies gekauft für 1€ und ich habe mir eine traditionelle Uniform geholt. Dabei wurden wir beschissen, weil wir dachten es wäre Seide, dabei ist es Polyester. Aber für ungefähr 30€ haben wir da auch nicht viel falsch gemacht. Mama hat sich für 4€ 4 Sepoten gekauft, was wahrscheinlich auch viel zu teuer war. Und auf der Taxi Fahrt haben wir uns total übers Ohr hauen lassen. Im Taxi war es schon dunkel und keiner von uns hatte es sofort passend. Also hab ich mit 50.000 dong gezahlt, er hat aber so getan als hätte ich ihm 2.000 gegeben und mir diese zurück gegeben. Das waren aber seine eigenen und er hat mein Geld eingesteckt und sich von Mama noch 30.000 bezahlen lassen.
Vom botanischen Garten aus sind wir mit dem Taxi zur Pagode des Jade Kaisers gefahren. Ein unscheinbarer Tempel inmitten einer belebten Gasse, wir hätten es ohne Taxi nicht gefunden. Im Innenhof ist der Tempel aber schon schön, mit grünen Dachziegeln und einem Teich mit Glücksschildkröten. Im Inneren des Tempels war es ziemlich kitschig und fast angsteinflößend, weil riesige chinesische Figuren dort rumstehen. Wir sind durch den Tempel gelaufen, der ziemlich verwinkelt war und es wirkte als würden wir durch private Räume laufen. Ein Mönch hat unermüdlich auf irgendwelche Gebetssteine geklopft und wir haben uns an ihm vorbeigeschlichen und sind auf eine wirklich schöne Dachterrasse gekommen, die total ruhig war.
Nach der Pagode des Jadekaisers sind wir zum Financial Tower gefahren. Das höchste Gebäude in Ho Chi Minh. Wir waren auf der Aussichtsplattform im 54. Stockwerk und es war wirklich beeindruckend. Eine riesige Stadt und ein tolles Panorama. Als wir angekommen sind, haben sich gerade dunkle Wolken gebildet und es wirkte sehr dramatisch. Leider hat es nach Runde 1 angefangen zu regnen und der Blick war dann sehr diesig, aber es war auf jeden Fall ein Besuch wert.
Nach der Pagode des Jadekaisers wollten wir eigentlich in einem vegetarischen Restaurant essen gehen, das wir im Reiseführer gefunden haben, das ganz in der Nähe sein sollte. Aber irgendwie sollte es nicht sein und wir landeten in einem Restaurant direkt am Fluss, bei dem neben uns zwei ältere Vietnamesen saßen, die ganz begeistert waren. Es gab nur Bier, also haben wir Bier bestellt, was aber ganz in Ordnung geschmeckt hat und die beiden Vietnamesen wollten ständig mit uns anstoßen. Wir haben dann Nudeln mit Fleisch und Frühlingsrollen bestellt und es war ganz lecker.
Der botanische Garten war riesig und beeindruckend. Der Zoo ist wohl einer der ältesten der Welt und befindet sich mitten in der Stadt. Die Tiere sind nicht wirklich gut gehalten, haben viel zu wenig Platz und es scheint absurd, dass im Hintergrund der Elefanten direkt Hochhäuser erscheinen. Die Besucher füttern die Elefanten auch einfach, alle Tiere sind aus nächster Nähe zu sehen. In dem Zoo ist auch ein Freizeitpark untergebracht, in dem aber gar nichts los war. Mama und ich sind für 1€ mit der Achterbahn gefahren, die nur für uns gestartet wurde 😄 der Mitarbeiter aus dem Kassenhäuschen wurde dafür von uns aus dem Schlaf gerissen. Beim Verlassen des Zoos haben wir noch die Miss Vietnam bei einem Fotoshooting gesehen. Die Fotografen waren total nett zu uns und haben uns erklärt, dass sie das traditionelle Kostüm trägt. Wir haben vorher auch ziemlich lange eine Gruppe von Jugendlichen beobachtet, die unermüdlich verschiedene Tänze in der Hitze aufgeführt haben.
Nach dem Wiedervereinigungspalast waren wir in dem Café in dem dortigen Park. Wir haben mal wieder Suppe bestellt und aus versehen einen Cookies Shake, bei dem wir eigentlich dachten es kommt ein Cookie an. Nachdem wir uns dort ein bisschen ausgeruht haben, sind wir mit dem Taxi zum botanischen Garten gefahren.
Unser erster Halt war die Notre Dame Kathedrale, das alte Postamt und der Palast der Wiedervereinigung. Beim alten Postamt haben wir den letzten Briefe-Schreiber von Saigon gesehen, der für seine Kunden Karten und Briefe schreibt. Er ist über 80 Jahre alt. Das Postamt wurde von Gustav Eiffel erbaut und ist ein schönes Gebäude. Im Postamt wurden wir von einer netten vietnamesischen Studentin gefragt, ob wir eine Umfrage mitmachen würden und haben mit ihr geredet, was wir in Vietnam für Touristen verbessern würden. Eigentlich hauptsächlich die Verkehrssituation, es war auf jeden Fall nett mit ihr zu quatschen. Danach sind wir zum Palast der Wiedervereinigung gelaufen und haben uns Audio Guides geholt. Das Gebäude hat uns nicht so gefallen, oben auf dem Dach gab es einen Militärhubschrauber und man konnte die Räume des früheren Präsidenten besichtigen. Seit 1975 wird der Palast allerdings nicht mehr genutzt.

17 October 2017

Wir sind gegen 8 Uhr morgens im Hotel angekommen - haben uns am Flughafen erst mal Geld abgehoben und uns dann auf einen unseriösen Taxifahrer eingelassen ohne vorher einen Fixpreis zu vereinbaren. Klassiker 🤦‍♀️ aber letztendlich hat die wirklich lange Fahrt zum Hotel 20€ gekostet - für die Verhältnisse hier natürlich teuer, zu Hause wäre es immer noch günstig gewesen und durch zwei geteilt, ist es dann immer noch billig. Im Hotel angekommen, sind Mama und ich erst mal ins Bett gefallen. So viele Eindrücke, draußen die hohe Luftfeuchtigkeit und zu Hause wäre es ja 2 Uhr nachts. Zum Glück war ein Early Check In möglich und nachdem wir beide lange geschlafen haben, sind wir gegen ca. 16 Uhr aus dem Hotel und haben eine SIM Karte für mich geholt und dann haben wir einen super leckeren Obst Shake gekauft und sind dann „flaniert“. Bei dem vielen Verkehr und den fehlenden Gehsteigen war das gar nicht so einfach 😄 aber sehr, sehr spannend und pulsierend.
Wir haben uns dann in eine Suppen Küche gesetzt, in der relativ viel los war und für beide Suppen 1€ gezahlt. Die waren wirklich super lecker, aber der Verkehr war wirklich der Wahnsinn. Es war sehr spannend und Mama und ich haben dann mit Orientierungssinn und maps me gut zum Hotel zurück gefunden und waren total erledigt von den Eindrücken.

16 October 2017

Filme: die Traumprinzessin, gifted (begabt - die Gleichung eines Lebens), the Founder
Mama und ich waren kurz vor dem Flug dann doch sehr aufgeregt. Julia hat uns die Rucksäcke richtig eingestellt und wir haben tausend mal gecheckt, ob wir auch wirklich alles dabei haben. Die Zugfahrt nach Frankfurt lief problemlos und am Flughafen haben wir uns auch gut zurecht gefunden. Der Flieger war dann echt schön, ich habe ja mit allem gerechnet, weil die Internet Seite so unseriös wirkte 🙈 aber der Service war bis jetzt super gut, es gibt ein riesiges Entertainment Angebot - tausend gute Filme, die ich alle im Kino sehen wollte. Es war also gar nicht notwendig, das ich vorher Filme herunter lade. Und wir wurden direkt bedient mit Nüssen, Getränken, Abendessen und co. Die Fenster haben so eine coole Systematik, das es langsam abdunkelt, wenn man das möchte. Also wirklich alles super modern 🙏🏻 Das Einzige, was im Flugzeug wirklich immer beängstigend ist - man hat kein Internet 😄 man wird also mal richtiggehend gezwungen nachzudenken.