Ireland · 32 Days · 16 Moments · September 2017

Auslandssemester in Ireland


11 October 2017

Am Dienstag besuchten einige Kommilitonen und ich den Shelbourne Park, um uns dort Windhundrennen anzusehen. In Irland ist das Windhundrennen immer noch eine große Nummer und ein Klassiker der Abendgestaltung. In restaurant-ähnlicher Atmosphäre setzen hier die Iren bei Bier und Chips auf ihre Favoriten. Bei mir sind dummerweise jedes Mal die verkehrten Hunde zu schnell gerannt, sodass ich am Ende mit leeren Taschen nach Hause gehen musste 😅💸💸💸

9 October 2017

Am letzten Wochenende hat Nils mich besucht. Das Highlight des Besuchs sollte das Abschlussgeschenk meiner Schockbrüder Tickets fürs Finale des World Grand Prix sein. Nachdem ich Nils nach seiner Ankunft am Freitag das irische Nachtleben näher gebracht hab, ging es am nächsten Tag nach kurzer Sightseeingtour in Richtung Citywest Hotel. In einem spannenden Finale bei grandioser Stimmung konnte ich der Nordire Daryl Gurney über die volle Distanz (9 Sätze) im prestigeträchtigen DIDO-(Double In, Double Out)Turnier durchsetzen. Ein tolles Spektakel, das wir sicherlich auch in Zukunft mal mit allen 421-Schockern zusammen erleben werden. Nils, vielen lieben Dank für deinen Besuch! Das ist keine Selbstverständlichkeit, dass du den weiten und nicht ganz billigen Weg auf dich genommen hast! Ich hoffe, es hat dir Spaß gemacht, auch wenn es nicht immer einfach war mit mir 😉

3 October 2017

Aufgrund der größeren Entfernung zum Stadtzentrum, habe ich letzte Woche beschlossen, mir ein Fahrrad zuzulegen. In einem Second-Hand-Fahrradladen bin ich dann für knapp 120€ auch fündig geworden. Für das sportliche Fahrrad mit Aussicht auf Weiterverkauf Ende des Semesters ein guter Preis, dachte ich... Allerdings hatte ich mit dem Fahrrad bisher mehr Probleme als alles andere. Zunächst verdrehte sich der Lenker beim Fahren trotz mehrfacher Eigenreparatur immer wieder und am Freitag war die Luft dann aus dem Hinterreifen raus. Gestern bin ich dann mit dem Schrotthaufen zum Händler und hab erstmal ne Aufstand gemacht, da das für den Preis ja nicht sein kann. Nach einigem hin und her (ich sei durch ne Scherbe gefahren etc. - Nee, ist klar, bei nem Loch in der Seitenwand 😂😂😂) hat er es dann doch eingesehen, mir das Bike für lau zu reparieren. Ich hoffe, dass ich mit dem Ding jetzt endlich mal Ruhe hab und ich endlich mal halbwegs mobil bin.

26 September 2017

Seit Montag bin ich nun endlich eingezogen in meine langfristige Unterkunft 😊 Ich wohne jetzt in einer kleinen Gartenhütte mit eigener Küche und Bad. Die Hütte ist sehr modern eingerichtet und hat wirklich alles, was man braucht. Zudem ist meine Gastfamilie sehr nett und steht mir bei Fragen stets zur Seite. Nichtsdestotrotz gewähren sie mir die nötige Privatsphäre, sodass ich absolut zufrieden mit meiner Unterkunft und dem Verhältnis zur Gastfamilie bin. Der einzige Nachteil ist die Entfernung zum Stadtzentrum Uni (knapp 45 Minuten Fußweg), weswegen ich mir ein Fahrrad gekauft hab, das zu Beginn allerdings nicht alle Probleme lösen konnte (siehe weiterer Beitrag). Abschließend möchte ich mich bei allen bedanken, die mir in den letzten Tagen Asyl gewährt haben und mir die ein oder andere Hostelnacht erspart haben.

23 September 2017

Groundhopping - Einwurf Wie eigentlich zu erwarten, hält sich das fußballerische Niveau und das Niveau auf den Rängen in Irland in Grenzen. Während auf dem Platz auf Iänge Bälle gesetzt wird, dominiert auf den Rängen in erster Linie Stille. Kurze Schlachtrufe und Pöbeleien sind zwar regelmäßig zu vernehmen, jedoch ist dies meilenweit von irischen Auftritten bei der Nationalelf entfernt. Schade, denn das drumherum hat in Irland einiges zu bieten. Günstige Eintrittspreise, keine Show, preiswertes Bier und alte (wenn auch ein wenig heruntergekommene) Stadion laden eigentlich zum Fußballschauen ein. Jedoch muss man wohl anerkennen, das anderen Sportarten eine deutlich höhere Bedeutung zu Teil wird. So sind es hier in Irland vor allem Gaellic Football und Hurling, die die Massen bewegen. Selbst die PL des ungeliebten Nachbarn scheint hier einen höheren Stellenwert zu haben, als der heimische Clubfußball. Den ein oder anderen Ground werde ich aber wohl trotzdem noch aufsuchen ✌🏼🍻

22 September 2017

Groundhopping #2 - Dalymount Park Im zweiten Spiel verschlug es mich dann erstmal in die erste Liga Irlands. Zum Fußball in Irland im Allgemeinen und zur Stimmung in den Stadien werde ich, aufgrund der begrenzten Zeichenanzahl in einem anderen Beitrag näher eingehen, da sich diese Komponente hier wohl von Club zu Club nicht groß unterscheidet. Dublin Derby: Bohemians FC - St. Patrick's Athletic Mit einigen Kommilitonen ging es am Freitag zum gemäßigtsten Derby in Dublin. Nichtsdestotrotz wusste das Spiel von Beginn an mitzureißen und so hätte auf einer vorhanden Anzeigetafel nach 15 Minuten schon 2:1 und eine rote Karte gestanden. Ähnlich spektakulär entwickelte sich dann trotz roter Karte ein offener Schlagabtausch, bei dem der Gastgeber am Ende mit 3:2 die Nase vorn hatte. Im Stadion wussten insbesondere die Flutlichtmasten im Strommastenstil, die verwucherte Stehtribüne und das kultige Vereinsheim zu gefallen. Bohemians FC - St. Patrick's Atheltic 3:2 Dalymount Park

19 September 2017

Die ersten Uniwoche ist rum und ich kann allmählich abschätzen, was mich erwartet. Bisher hab ich mit dem Stoff keine Probleme, weil vieles schon bekannt ist. Dementsprechend blieb auch in Woche 2 genug Zeit für "Kulturelles"🍻 Das Woolshed hat sich hier in den letzten Tagen zu meinem zweiten Wohnzimmer entwickelt. Als Marketingopfer kann ich den unschlagbaren Angeboten wie Karaokenacht, Bundesliga, 5€-Chicken-Wings-Angebot, Pizza zum halben Preis, Pitcher für 10€ selten widerstehen, sodass wir uns dort schon den ein oder anderen Abend um die Ohren geschlagen haben 😅🍻 Ab Montag bin ich dann endlich in meiner Hütte, sodass ich endlich (abgesehen von meinem zweiten Wohnzimmer) einen festen Wohnsitz habe. Freu mich schon 😊 Der letzte Teil meines Wochenrückblicks ist nun auch fertig, guckt einfach mal rein, um auf dem Laufenden zu bleiben ✌🏼 Anbei ein paar Bilder von Trinity College (der größten und teuersten Uni in Dublin).

18 September 2017

Heute war mein erster Vorlesungstag. Nachdem ich am Donnerstag schon bei der Registrierung einen ersten Einblick in die Dublin Business School bekommen konnte, fing der Unialltag heute so richtig an 📖 📚🎓 Bisher lässt sich auf jeden Fall festhalten, dass die DBS um einiges unorganisierter daher kommt, als man es von einer deutschen Uni gewohnt ist. Dafür bekommt man außerhalb der Vorlesungen einiges geboten. Der Aufenthaltsraum für Pausen lädt mit Billardtisch, Tischtennisplatte und Dartsscheibe auf jeden Fall zum Verweilen ein 🎯 Nach den ersten Vorlesungen haben wir noch im nahegelegenen St. Stephen Greens Park das schöne Wetter in Dublin genossen: Es regnet jetzt seit knapp 2 Tagen nicht mehr 😳 Leider musste ich heute erneut umziehen, da meine langfristige Unterkunft erst nächste Woche frei wird. Mehr zum Thema Unterkunft findet ihr im Wochenrückblick Teil 3 ✌🏼

17 September 2017

Nachdem ich gestern die Konferenz und das Abendspiel im Pub angeguckt haben, habe ich es heute nun endlich geschafft mir Sky Go fürs Ausland einzurichten (Vielen Dank an Andi!). Sky Go konnte ich dann auch gleich nutzen, um den souveränen 5:0 Sieg mit einem, aufgrund des sicheren Sieges, lachenden, aber auch mit einem weinenden Auge zu sehen. War es schließlich das erste Spiel im Westfalenstadion seit mehr als 1,5 Jahren, welches ich verpasst habe. Ich hoffe, alle die mit waren, hatten auch ohne mich ihren Spaß und konnten auch auf der Tribune an die gute erste Heimspielleistung anknüpfen. In Dublin stand heute auch ein großes Highlight auf dem Programm: Das All-Ireland Football Final im Croke Park zwischen Dublin und Mayo. Gaelic Football ist ein unfassbar intensiver und spannender Sport, welchen ich nur empfehlen kann (Finale im Re-Live auf Youtube zu finden). Die Dubs konnten in einem mitreissenden Match (Endstand 1-17 : 1-16) den Titel verteidigen 🏐🏆 Gratulation und "Up the Dubs"

16 September 2017

Wochenrückblick #5 - Alltag Im 5. und letzten Wochenrückblick der ersten Woche soll es um die Besonderheiten des Alltags hier in Dublin gehen. Unterschiede zur Heimat sind v.a. auf der Straße zu spüren. Dass die Autos auf der falschen Seite fahren, sollte ja bekannt sein. Hinzu kommt das die ewigroten Ampeln hier scheinbar nur auf dem Papier Bedeutung haben. "Wenn kein Auto kommt, warum soll man also auf die Ampel warten?" ist eine der gängigsten Aussagen. Ungewohnt, aber ist was dran 😅 Zudem halten Busse nur, wenn man sie heranwinkt, was zu Beginn öfter mal zu Problemen führt, wenn der Bus einfach vorbei fährt 🙈 Auffällig ist auch der irische Akzent: Ein "th" wird wie ein "t" gesprochen und ein "u" im Englischen gleicht eher einem "o" im deutschen (z.B. Doblin, fonny). Am leichtesten ins Gespräch mit den "Dubs" kommt man bei einem kühlen Guiness (siehe #2)🍻 Erst einmal angefangen, kann man sich so stundenlang über Dublin, Deutschland, die Kultur oder einfach Fußball austauschen. ✌

15 September 2017

Groundhopping #1 Ganz ohne Fußball gehts dann doch nicht und wenn man schon in einem unbekannten Land ist, kann man sich den Länderpunkt auch schwer entgehen lassen und so habe ich heute die erstbeste Gelegenheit genutzt, um mir den Punkt beim Zweitligaspiel zwischen dem bald 122 Jahre alten Dubliner Traditionsverein Shelbourne FC und dem Gast aus Athlone im Tolka Park (9500 Plätze) zu ergattern. Sowohl Stadion als auch Heimverein haben ihre besten Zeiten definitiv hinter sich. Nichtsdestotrotz kann man die Erfolge der Vergangenheit im Stadion förmlich spüren. Eine altes klappriges Stadion, mitten im Wohngebiet mit klassischen Dachpfeilern und kleinen, dunklen Tribünen lassen das Fußballromantikerherz durchaus höher schlagen. Sportlich war, wie zu erwarten, einer schlechter als der andere, sodass lediglich die Halbzeit zu überzeugen wusste, als die F-Jugendtrainer des Vereins ihre (ca. 100) Schützlinge zur Extraeinheit aufforderten. Shelbourne FC 4-1 Athlone Town Tolka Park

13 September 2017

Wochenrückblick #4 - Howth Am Mittwoch letzter Woche stand das bisherige Highlight an: Besuch der Halbinsel Howth 15 km nord-östlich von Dublin. Bei ausnahmsweise strahlendem Sonnenschein haben wir das kleine Fischerörtchen Howth auf der gleichnamigen Halbinsel besucht und haben so einen Einblick bekommen können, wie traumhaft schön Irland sein kann. An den steilen Klippen führt ein kleiner Pfad entlang, auf dem man die herrliche Aussicht genießen kann und einen Blick auf Dublin und die Dublin Bay werfen kann. Die Halbinsel lädt definitiv zum Verweilen ein und deutet an, wie spektakulär und beeindruckend die Natur in Irland sein kann. Wie es sich für Irland gehört, zog später dann allerdings doch noch ein kurzer, aber heftiger Schauer auf, sodass wir es vorzogen, auf asphaltierte Wege umzusteigen und im Dorf noch eine ordentlich Portion Fish & Chips (ohne Fisch) zu uns zu nehmen, ehe es zurück nach Dublin ging.

12 September 2017

Wochenrückblick #3 - Unterkunft Wie die meisten sicherlich wissen, bin ich langfristig in einer schönen kleinen Gartenhütte mit eigener Küche und Bad etwas außerhalb des Stadtzentrums untergebracht. Leider wird diese aber erst ab nächste Woche Montag frei, sodass ich die ersten beiden Wochen irgendwie überbrückt bekommen musste. Da alles andere als Hostels nicht erschwinglich ist, habe ich mich in 3 Hostels eingebucht, zwischen denen ich nun alle paar Tage hin und her pendeln muss, da immer mal wieder alles ausverkauft ist. Nicht optimal, aber am 25. hab ich es ja geschafft 💪🏾 Dankenswerterweise durfte ich das ansonsten teuer gewordene Wochenende bei Lucas schlafen, der in einem Appartment in einem Studentenwohnheim wohnt. Auch wenn meine selbst gekaufte "Matratze" (eigentlich ein Bettinnenleben🙈) bestimmt kein Luxusbett war, vielen lieben Dank für die Aufnahme! Es war immer megacool bei euch und ich werde sicherlich, das ein oder andere mal im Laufe der 3 Monate vorbeischneien🍻🥘

11 September 2017

Wochenrückblick #2 - Pubs, Bars und Nachtleben Im 2. Teil des Rückblicks soll es um das Nachtleben in Dublin gehen. Wohl kaum ein Stadt zeichnet sich so sehr über Ihre Kneipenkultur aus wie Dublin. Die erste Woche (vorlesungsfrei) wurde also u.a. auch dazu genutzt die Pubkultur zu erleben und als Stiftung Biertest irisches Guinness zu testen(Note1)😄Allerdings muss man für einen Pint (kleinste Einheit Bier 568ml) mit 4-7€ relativ tief in die Tasche greifen. Am teuersten ist es sicherlich im Temple Bar Viertel, welches von den Einheimischen auch nur empfohlen wird, wenn man zu viel "Money to burn" hat oder man keine Einheimischen treffen will 😄 Aus diesem Grund zogen wir es vor etwas inabgelegenere Kneipen zu ziehen. Angetan hat es mir vor allem die Sportsbar Woolshed, in der man zu günstigen Preisen (10€ Pitcher 👌🏼), fast jedes Sportevent gucken kann⚽️ Zudem wurden wir von unserer Uni mit gleich 2 Welcome-Partys begrüßt, sodass man den Einstieg ins Nachtleben als gelungen ansehen
Wochenrückblick #1 - Sightseeing Nachdem mein kleines Hostelhochbett bezogen war, haben wir letzte Woche Montag die Stadt erkundigt. Über den historischen Stadtkern mit Trinity College und St. Patricks Cathredal ging ich über das Temple Bar Viertel, in dem es jede Menge (überteuerte Touristen-)Kneipen zu sehen gibt, am Liffey Richtung Hafen und schließlich zum Sandymount Strand im Süden des Stadtkerns. Beeindruckend war hier vor allem, dass ehemalige Zollgebäude mit der riesigen Fassade und die moderne Samuel Beckett Bridge, welche das irische Nationalsymbol, die Harfe, symbolisiert. Der Strand konnte dann leider nicht punkten, da aufgrund der Ebbe, das Wasser nahezu weg war und das Wetter hier mit 10-minütlich wechselnden Regen und Sonnenschein auch nicht wirklich zum Baden einlädt😄 Malle-Feeling wollte dementsprechend nicht aufkommen, was uns aber nicht daran hindern ließ den Tag mit den neuen Kommilitonen in den Bars und Pubs ausklingen zu lassen. Mehr über Pubs und Bars in Teil

10 September 2017

Da mich doch jede Menge Leute fragen, was ich bisher in Dublin so treibe und wie es mir geht, hab ich mich dazu entschieden euch ab sofort auch über diese Plattform auf dem Laufenden zu halten. Ich werde hier regelmäßig Updates, Highlights und Erlebnisse mit euch teilen. In diesem Post ein paar Bilder vom traurigen, aber auch notwendigen Abschied und von meinem Anflug auf meinen neuen Wohnort Dublin 😊 In den nächsten Tagen werde ich nach und nach die Erlebnisse der letzten Woche nachholen. Viel Spaß und liebe Grüße aus dem verregneten Dublin in die Heimat 👋🏽😊