1 Days · 4 Moments · December 2017

James braucht Starthilfe


27 December 2017

Nach Weihnachten am Stoney Bay sind wir alle gemeinsam nach Coromandel Town gefahren. Wir haben dort ein wenig in Geschäften gestöbert und etwas gegessen. Danach wollten wir uns trennen. Zoey, Mimmi und ich wollten wieder Richtung Tauranga und danach nach Opotiki und Kiki und Niko wollten nach Rotorua. Leider hatten wir vergessen das Licht am Auto auszuschalten. Niko fiel es nach 30-45 Minuten auf, doch da war es schon zu spät. Als wir weiter fahren wollten, startete der Motor nicht. Unsere Batterie war leer. Zu Kiki und Niko haben wir gesagt sie sollen ruhig fahren, wir hatten ja noch Zoeys Auto, was Starthilfe geben konnte. Wir haben uns also zuerst verabschiedet. Zum Glück hatten Mimmi und ich sicherheitshalber zuvor schon Überbrückungskabel gekauft. Wir standen also nur noch vor drei Herausforderungen: 1. Unsere Batterie lokalisieren 2. Unsere Batterie freiräumen 3. Erfolgreich überbrücken
Die Batterie war relativ leicht zu finden. Mimmi erinnerte sich an eine Klappe im Boden unter unserer Box. Google sagte ebenfalls, die Batterie befindet sich in Fußraum auf der rechten Seite. Hinter dem Fahrersitz haben wir sie dann auch gefunden. Vorher mussten wir jedoch erstmal unsere Box ausbauen. Zum Glück wussten wir ja genaustens über die Positionen von Schrauben bescheid. Das Auto wurde also ausgeräumt, drei Schrauben gelöst und die Box ausgebaut. Die dritte Herausforderung war etwas größer. Das grundsätzliche Prinzip einer Überbrückung wussten wir alle, wir wussten aber nicht was alles passieren kann, wenn man etwas falsch macht und wollten unser Zuhause lieber nicht einfach so aufs Spiel setzen. 😅 Es war zwei Uhr nachmittags. In Deutschland war es also zwei Uhr nachts. Ich habe zuhause angerufen. Ohne Plan ob Papa vielleicht Nachtdienst hat oder tief schläft. Tatsächlich nahm Mama recht schnell ab und hat mich gleich an Papa weiter geleitet.
An dieser Stelle sei schonmal ein riesiges Dankeschön an Papa gesagt! 😘 Ich schoss direkt los. Erklärte die Lage und fragte was ich nun tun müsse. Papa fragte direkt wer denn am anderen Ende der Leitung überhaupt sei. 😂 Man kann ja auch nicht erwarten, dass man nachts un zwei einen Anruf der Tochter von der anderen Seite der Welt bekommt und sofort einsortieren kann. 😅 Als das geklärt war, war Papa unglaublich wach und konnte mir bzw uns alles nochmal erklären. Mit Dauerstandleitung nach Deutschland haben wir James nach dem zweiten Versuch wieder erfolgreich zum Laufen gebracht. Papa war definitiv der Held des Tages! ✨💕 Ganz brav haben wir den Motor beim Einräumen des Autos die ganze Zeit laufen lassen und sind erstmal eine Weile gefahren. Nach einer Stunde haben wir uns Pizza geholt. Auch dabei haben wir sicherheitshalber die ganze Zeit das Auto laufen lassen. 😁 Danach ging es es noch einmal zweieinhalb Stunden weiter zum Mc Laren Falls Parc bei Tauranga.
Erst dort haben wir uns getraut den Motor wieder aus zu machen. Er ging auch wieder ganz normal an. Später habe ich erfahren, dass Papa wohl tatsächlich schon vor meinem Anruf in der Nacht wach war. Wenn das nicht mal ein sechster Sinn für die Kinder war.. 💕 PS.: Der Mc Laren Falls Campground ist wunderschön. Wir waren schon zuvor einmal da und sind dann gleich zwei Nächte geblieben. Tatsächlich haben wir auch wieder Leute aus Opotiki getroffen. Zum Beispiel Méri. Tibor (mein deutscher Nachbar) war wohl auch da, wie wir später in Opotiki festgestellt haben. Der Park ist aber so groß, dass wir uns dort nicht gesehen haben. Ich bin dort auch mal wieder zum Gitarre spielen gekommen. 😊