1 Days · 4 Moments · October 2017

Work, work, work, work, work


11 October 2017

1. Wie sind wir zu diesem Job gekommen? Felix der frühere Autobesitzer hat uns seinen alten Arbeitgeber ans Herz gelegt. Wir sollten einfach Ngaio fragen, sie würde uns den Kontakt geben. Naja, ganz so war es dann aber nicht. Ngaio hatte uns zuerst an eine Jess weitergeleitet. Sie vermittelt auch Jobs an Backpacker. Die arbeiten dann für OPAC, eine riesige Firma, die Arbeiter an Kiwi-Orchards (Plantagen) vermittelt. Von den Leuten die mit uns bei Motu Trails wohnen, arbeiten meiner Meinung nach mind. 80% für OPAC. OPAC arbeitet nämlich irgendwie mit Ngaio zusammen. Whatever.. Wir fallen mal wieder aus der Reihe. 😁 Und wir sind froh drum. Unsere Arbeitgeber sind Daniel und Craig Morrison. Bis es dazu kam, gab es noch einige Turbulenzen und Versprechen, die doch nicht wahr zu sein drohten.. Aber am Ende hat alles geklappt. 😊 Uns hat auch jeder gesagt, dass alle die bei Daniel und Craig arbeiten immer sehr zufrieden sind. "They are the best, you can work for." Glück gehabt! ☺️
2. Die Leute auf dem Orchard Daniel und Craig haben eine eigene Kiwifarm. Eine ziemlich große. 😂 Wir fahren auf dem Jeep unseres Supervisors immer von Block zu Block, weil die Wege teilweise echt sehr lang sind. Unsere beiden Chefs sind super sympathisch! Wie es scheint sind sie auch zufrieden mit uns. Sonntag geben sie uns Bier aus. 😂 Unser Supervisor ist Tahi. Er arbeitet mit uns zusammen auf dem Orchard, sagt uns was wir wo zu tun haben und ist ein sehr cooler Typ! Wir haben uns von Anfang an super mit ihm verstanden. Er hat sich auch dafür eingesetzt, dass wir dort arbeiten können. Außerdem hat er 7 Hunde. Manche von ihnen bringt er immer mal wieder mir zur Arbeit. Die laufen dann zwischen uns herum. Sie sind sehr gut erzogen und hören auf sein Wort. Tahi und seine Familie gehen auch regelmäßig jagen, nach Maori Tradition. Das ist auch wirklich spannend zu verfolgen. Das ein oder andere mal kommt auch sein Sohn vorbei mit ein paar Wildschweinen auf der Ladefläche..😅
3. Was müssen wir machen? Erstmal ein grundsätzlicher Aufbau eines Orchards. Ein orchard besteht was mehreren Blöcken (Blocks). In einem Block sind mehrere Reihen (Rows), die wiederum in Bays (mehr oder weniger quadratische Anteile) eingeteilt sind. Das können schonmal locker 20 Rows mit je 15 Bays pro Block sein. Was wir bisher machen mussten nennt sich Crush Tipping und Bud Thinning. Crush Tipping: Dabei geht es darum die "Blätterknospen" zusammen zu drücken, damit diese nur noch maximal einen Meter weiter wachsen und dann stoppen. Damit möchte man erreichen, dass die gewollten Begrenzungen der Pflanzen eingehalten werden und nicht unnötig Schatten für drunter liegenden Pflanzen entsteht. Dafür muss man teilweise ganz schön groß sein. Aber ich habe meine Helferlein: Stahlkonstruktionen, die ich unter meine Schuhe binden kann. 👌🏼
Bud thinning: Buds sind die Knospen, die zu Blüten und später zu den Kiwis werden. Beim Thinning also beim Ausdünnen der Knospen müssen wir Triples (3 auf einmal) und Doubles (2 auf einmal) reduzieren. An einem Halm sind immer mehrere an Triples und Doubles. Bei den Halmen gibt es welche, die sich schon zu nach vier ca. Blättern oder kurz danach selbst 'schließen'. Das heißt, er endet einfach nach mehreren in einem Blatt. Diese nennen wir 'Self-terminated' . Andere wiederum (die, die wir auch crush tippen müssen) wachsen sehr viel länger & größer bzw. zu groß für den Orchard. Diese nennen wir 'Grower'. Bei den Self-terminated darf jeweils nur ein Bud pro vorheriger Triple /Double sein und bei den Growers sind jeweils zwei erlaubt. Klingt jetzt wahrscheinlich komplizierter als es ist. 😂 Sowohl Bud Thinning, als auch Crush Tipping sind einfach aber zeitaufwendig und gehen nach einer Weile auf Rücken, Schultern und Nacken. Aber das passt schon. Die Gruppe ist einfach super lustig. ☺️