1 Days · 5 Moments · April 2018

3 April 2018

Herbert verdient eine eigene Journi f├╝r sich allein. ­čśü Gegen Mittag in Nelson haben wir mit Sophie und Elia geschrieben, die wir in Lumsden kennengelernt haben. Sie waren in Picton angekommen und deshalb fuhren wir auch nach Picton. Ein paar Stunden sp├Ąter haben wir uns dann getroffen und uns auf dem Gehweg an der Stra├če unterhalten. Pl├Âtzlich kam ein ├Ąlterer Herr und sprach uns an, was wir hier so in Neuseeland machen. Es stellte sich heraus, dass er ebenfalls Deutscher war und 1980 nach Neuseeland ausgewandert ist. Er bot uns an, umsonst auf seinem Grundst├╝ck zu parken/ zelten. Da er am Wochenende Geburtstag haben sollte, wollte gerne in unserer Gesellschaft schonmal vorfeiern. Er meinte wir k├Ânnten in etwa einer Stunde kommen, da er noch zuhause aufr├Ąumen wollte. Wir nahmen das Angebot an und standen somit eine Stunde sp├Ąter vor seiner Haust├╝r.
Zur Begr├╝├čung gab es ersteinmal einen Lik├Âr. Als wir Herbert's Wohnung sahen, staunten wir nicht schlecht. Sie war mit allem M├Âglichen vollgestellt. Zugegebenerma├čen steckte dahinter ein System und es waren alles irgendwelche Lieblingsst├╝cke. Da es ja eine vorgezogene Geburtstagsfeier war, fragte wir, ob wir bei ihm f├╝r ihn einen Kuchen backen k├Ânnten. Wir hatten ja sowieso alles im Auto dabei. So wurde also frei nach Schnauze ein leckerer Kuchen gebacken. In einem sehr sch├Ânen Garten hatte Herbert eine Terrasse mit Ofen. Er holte sein bestes Geschirr raus und es gab Kaffee und Kuchen. Er erz├Ąhlte sehr viel und man merkte, er genoss es, mal wieder Gesellschaft zu haben. Es gab hier noch einen Sekt und dort noch einen Gin Tonic. ­čśé
├ťber Herbert: Herbert ist geb├╝rtiger L├╝becker und wollte als Junge schon immer zur See fahren. Deshalb beendete er seine Berufsschule auf dem Priwall und segelte sieben Jahre um die Welt. Sp├Ąter wurde er aufgrund der Familie in Hamburg sesshaft, wo er Hochbauingeneurswesen studierte. Er hat tats├Ąchlich auch mal in Bargteheide gearbeitet, weshalb er auch Ahrensburg und Ammersbek kannte. In Neuseeland lebte er zun├Ąchst in Wellington und baute sich eine kleine Farm mit K├╝hen und H├╝hnern auf. Sp├Ąter arbeite er dann auch im Ingeneurswesen. Inzwischen ist er eine Art Reisef├╝hrer, weshalb er uns auch sehr spannende Dinge ├╝ber die Maori erz├Ąhlen konnte und lebt in Picton.
Nachdem wir noch sehr lange drau├čen gesessen haben, wollte er uns unbedingt noch seine Andr├ę Rieu DVD's zeigen. Seine Meinung: "Wenn ihr hier nichts f├╝hlt, dann seid ihr schon tot!" ­čśé Ich mag klassische Musik wirklich gern, aber er hat die St├╝cke meistens nach einem Viertel abgebrochen, sodass wir es nicht so sehr genossen haben, wie man es h├Ątte k├Ânnen. Danach war es auch schon Mitternacht und wir sagten ihm, dass wir jetzt wirklich ins Bett m├╝ssten. James stand auf der Auffahrt und Sophie und Elia hatten ihr Zelt im Garten aufgebaut. Am n├Ąchsten Morgen waren wir um halb zehn zum Aufstehen und danach zum Fr├╝hst├╝ck verabredet. Um neun klopfte er am Auto, dass wir ja schon viel zu sp├Ąt dran seien. W├Ąhrend des Fr├╝hst├╝cks lief dann lautstark Musik. Nach dem Fr├╝hst├╝ck und noch weiterer freundlicher Konversation verabschiedeten wir uns dann.
Wir hatten noch eine weitere Nacht bis zur Abfahrt mit der F├Ąhre, aber wir wollten lieber in Ruhe auf einem Campingplatz stehen, damit wir uns nochmal unterhalten konnten. Der Tag bei Herbert war zwar lustig und er ist auch sehr nett, aber ein Tag/ eine Nacht war dann auch genug. ­čśë Der Platz war sehr sch├Ân! Wir hatten einen gem├╝tlichen Tag, schrieben Briefe/ Journis und spielten Karten.