France, Spain · 36 Days · 51 Moments · July 2017

Pilgerfahrt auf dem Camino in Spanien 2017


25 August 2017

Nach Hause Gestern bin ich gegen 9 Uhr am Bahnhof in Santiago angekommen und habe mir eine Zeitschrift und ein Buch für die Fahrt geholt Die Fahrt war problemlos und ich konnte sogar in Irun aussteigen. Dort fand ich die Alberga erst, als ich mit dem Handy suchte. Es war gerade rechtzeitig, vor 22 Uhr, und ich habe noch einen Schlafplatz im Keller bekommen. Ich konnte nicht mehr duschen und morgens nur Zähne putzen. Am Morgen bin ich dann zum Bahnhof nach Hendaye gelaufen, 30 Minuten, und habe dort gefrühstückt. Café o lait und Schokocroissant für 5,50€ teurer als in Spanien. Dann ging es mit dem TGV weiter, aber langsam. In Paris habe ich dann die Metro Nr. 4 bis zum Gare de L'Est genommen, ging ganz einfach. Am Bahnhof habe ich mir noch ein Sandwich geholt. Der TGV nach Mannheim ging pünktlich los und in Mannheim hatte der Zug nur 20 Min Verspätung. Tobi hat mich dann gleich abgeholt und wir sind gegen 20 Uhr in Rheinstetten angekommen.

23 August 2017

Santiago de Compostela Heute Morgen war ich um 8 Uhr in der Messe in der Kathedrale. Sie wurde von einem deutschen Pfarrer vom Bodensee auf deutsch gehalten. Sie war richtig mit Singen und Predigt, wie in Deutschland - sehr schön. Habe anschließend noch gefrühstückt, gewaschen und eine lange Hose angezogen - es ist kühl in Galizien.
Santiago de Compostela Heute Morgen war ich um 8 Uhr in der Messe in der Kathedrale. Sie wurde von einem deutschen Pfarrer vom Bodensee auf deutsch gehalten. Sie war richtig mit Singen und Predigt, wie in Deutschland - sehr schön. Habe anschließend noch gefrühstückt, gewaschen und eine lange Hose angezogen - es ist kühl in Galizien. Gegen 12 war ich auf dem Platz der Kathedrale und habe mich mit dem letzten Team getroffen : Dirk, Pauline, Laura, Carlos, Soon Moon, den 2 Cousin und Cousine aus Münster und noch ein paar mehr. Es war schön wieder alle zu sehen, mit denen ich eine Weile zusammen gegangen bin. Wir haben zusammen ein paar Bierchen getrunken und vom Camino gesprochen. Dann ging jeder seiner Wege, um Einkäufe zu machen. Gegen 6 Uhr haben wir uns wieder getroffen und zusammen gegessen. Es war ein schönes Abschiedsessen. Jetzt packe ich meine Sachen zusammen und bereite mich auf Morgen vor.

22 August 2017

Cap Finisterre Hier noch ein paar Bilder
Cap Finisterre Heute Morgen bin ich aufgewacht und mußte nicht mehr loslaufen. Das war irgendwie neu. So ging ich gegen 8 Uhr in die Stadt und habe gefrühstückt Café con leche und ein Croissant. Danach habe ich meine Blase am Großen Zeh versorgt und bin zum Bus nach Cap Finisterre. Der Bus ging über mehrere Stationen an der Galizischen Küste entlang. Muxia, Finisterre, Ezaro, Carnota und Muros. In Muxia ist das Denkmal von einem Tankerunfall vor vielen Jahren. In Ezaro einen Wasserfall ins Meer. In Carnota den längsten Horreo. Und in Muros den längsten Strand. Die Bilder sprechen für sich selbst.

21 August 2017

Santiago de Compostela Nach dem Duschen bin Ich durch die Stadt und habe ein Reisebüro gesucht. Man sagte mir dann, dass es schon zu hat. Ich suchte jetzt in Finisterre ein Zimmer und den Bus. Bei der Touristen-Information hat man dann herausgefunden, dass es nur noch Zimmer ab 75€ gab und da habe ich verzichtet. Jetzt mache ich morgen mit einem Bus eine Rundreise zum Cap Finisterre für 35 €. Das sollte Ok sein. Die Rückfahrt habe ich auch schon. Jetzt kann ich ruhig schlafen. Auf Empfehlung des Vermieters habe ich in einer kleinen Bar zu Abend gegessen. Kalamares und ganz lecker. Dazu ein Bier und eine Tarta Santiago.
Santiago So wie ich es mir vorgestellt habe, ist es nicht gelaufen. Nuria ist vorgegangen. Ich hinterher. Ich habe sie aber nicht eingeholt. So bin ich auf den Monte Gozo und habe erwartet, dass es dort Frühstück gibt. Gab es aber nicht. Nur das Denkmal, die Natur, ein paar Pilger und ich. So bin ich weiter nach Santiago gelaufen und habe bei der nächsten Bar angehalten und gefrühstückt. Mit dem Frühstück im Bauch ging es schon viel besser. Nach Santiago rein war es noch ein gutes Stück zu laufen. Ich bin gleich zur Kathedrale hin und habe den Dirk aus Flensburg getroffen. Er war schon seit 2 Tagen da und wollte nach Finisterre. Da wäre ich gerne mitgegangen, aber ich hatte noch kein Quartier. So habe ich erst mal die Touristen Info gesucht und die haben mir ein Zimmer für 22 € die Nacht vermittelt. Nahe am Zentrum und ziemlich privat (nette Vermieter). Dann bin ich zum Pilgerbüro gelaufen und das Diplom abgeholt. Geschafft. Dann bin ich zum Friseur gegangen und habe noch geduscht.

20 August 2017

Arzua - Labacolla Heute Morgen ging es 5:45 Uhr los. In dem großen Schlafraum gingen schon einige gegen 5 Uhr aus dem Bett und machten ordentlich Krach und beleuchteten alles außer ihrem Rucksack. Damit muss man leben. Das Laufen bei Dunkelheit wird durch die Stirnlampe erleichtert und das mache ich morgen nur noch ein Mal. Auf dem Weg kam ich mit einer Spanierin aus Barcelona ins Gespräch. Sie heisst Nuria und half mir heute hierher nach Labacolla zu kommen. Sie hat hier gebucht und als wir darüber sprachen hat sie für mich auch einen Platz reserviert. Ich habe sie zu einem Bier eingeladen, und wir haben eine Kleinigkeit zusammen gegessen. Morgen geht es wieder früh los und es gibt ein Frühstück auf dem Monte Gozo So gegen 9 Uhr sind wir in Santiago vor der Kathedrale und dann trennen sich unsere Wege. Ich werde eine Herberge dort suchen und am Dienstag nach Cap Finisterre fahren. Dort übernachten und am Mittwoch wieder in Santiago sein. Dann brauche ich einen Zug nach Karlsruhe.

19 August 2017

Casanova - Arzua Heute Morgen wollte ich eigentlich früher aufstehen, aber als ich daran dachte, daß die Sonne erst ab 7:30 Uhr scheint, und ich dann im Dunklen den Weg finden muß, da habe ich mich noch mal umgedreht und bis 6 Uhr geschlafen. Der Anfang ist schwer mit dem Knie. Aber nach einiger Zeit ging es ziemlich gut. Und so habe ich immer wieder Pause gemacht und die 23 km heute habe ich geschafft. Jetzt habe ich noch 2 Tage bis Santiago und irgendwie freue ich mich nicht so sehr, weil dann alles zu Ende ist. Ich habe das Gefühl, danach ist eine Leere. Da muss ich noch drüber nachdenken.

18 August 2017

Gonzar - Casanova Heute ging es von Gonzar über Palas de Rei nach Casanova. Für mein rechtes Knie war es am Anfang eine leichte Übung, dann wurde es laufend schlechter. Nach dem Mittagessen war es besonders schwer. Bin mit 2 netten Mädels aus Italien gelaufen, die auch deutsch sprechen. Eloisa und Georgia. Das hat mich sehr motiviert bis Casanova zu laufen. Die beiden sind dann weiter nach Melide - die sind eben fit. In Casanova ist eine hübsche Alberga mit einem Restaurant, in dem es eine super Paella und einen super Ensalada mixta gab.

17 August 2017

Barbadelo - Gonzar Heute ging es erst nach Portomarin und dann nach Gonzar. Am Anfang ging es mit meinem Knie nicht so gutaber später wurde es immer besser. Unterwegs traf ich auf eine Rinderzuchtfarm, mit den typischen spanischen Rindern. In Portomarin habe ich einen Ensalada mixta gegessen und bin dann nach Gonzar weitergelaufen. Ich bin langsam und vorsichtig gegangen, um mein Knie zu schonen. Der Nachteil : ich bin heute im oberen Doppelstockbett.

16 August 2017

Triacastela - Barbadelo Heute Morgen ging es nach Sarria. Das ist die Stadt, in der viele die letzten 100 km beginnen. Dem entsprechend bin ich um 6 Uhr aufgestanden, um dem Ansturm zu entgehen. Kaum bin ich aus der Alberga, da treffe ich Carmen, Evelyn und Bob aus Boston. Die Freude war groß, und wir gingen wieder eine Weile zusammen. Meinem Knie ging es nicht so gut und so ließ ich die 3 ziehen. Dann kam Adrian aus München vorbei und wir haben uns eine Weile unterhalten und nach ca. 11 km zusammen gefrühstückt. Dann kam Lola aus Verona mit zum Frühstück und es war eine lustige Runde. Ich denke, die beiden mögen sich.... Ich war dann wieder langsam und Adrian ging voraus. Dafür hat mich Lola bis Sarria begleitet. Sie studiert Produktdesin in Südtirol und hat ähnliche Probleme wie Biene. Wir haben in Sarria einen Salat gegessen und Lola ist dem Adrian hinterher. Ich habe dann eine Bleibe in Barbadelo gefunden.

15 August 2017

Vega de Valcarce - Triacastela Wir verließen Vega de Valcarce gerne so gegen 5:30 Uhr und gingen im Dunkeln, nur vom Mond beschienen, den Weg in die Berge. Ich habe geschnauft wie eine Dampfmaschine. Aber wir waren schnell oben auf 1.300 m Höhe. Das machte mir Mut den Ort Triacastela zu erreichen. Und so ging ich locker weiter. Aber das sollte sich bemerkbar machen. Meine Knie meldeten sich und ich musste langsamer gehen und häufiger Pause machen. Deshalb bin ich erst gegen 16 Uhr in Triacastela angekommen. Nach dem Duschen und Waschen, bin ich durch den Ort gegangen und habe Bob aus Boston wiedergesehen. Wir haben zusammen etwas gegessen und er erzählte mir, dass er mit Carmen und Evelyn bis hierher gelaufen ist. Sie sind in einer Alberga, die besetzt war als ich angekommen bin. Ich denke, wenn meine Knie morgen halten, dann sehen wir uns wieder. In die Alberga zurück gekommen, mußte ich feststellen, dass die Wäsche nicht trocken geworden ist. Morgen ist auch noch ein Tag.

14 August 2017

Cacabelos - Vega de Valcarce Der Weg nach Vega de Valcarce ist geprägt von der Landstraße. In der Frühe gingen wir noch durch Natur, Aber ab Villafranca verloren wir den Weg und gingen immer der Landstraße entlang. Es war eintönig und in den Pausen tranken wir Café und Orangensaft. In Vega de Valcarce angekommen, war der Hospitalero nicht in der Alberga sondern beim Mittagessen. So haben wir jeder ein Bett bezogen, geduscht und die Wäsche versorgt, bis er wieder kam. Danach haben wir ein wenig geschlafen und dann versucht ein Lokal zu finden. Alle Lokale haben hier Montags geschlossen, war unser Eindruck. Wir fanden dann ein Restaurant, das offen hatte, aber die Wirtin hat erstmal den Hof gefegt und die Blumen gezupft, bevor sie zu uns kam. Sie hatte auch kein Pilgermenue und so bestellten wir à la carte. Sie hat uns alles auf den Tisch plaziert, aber wir hatten den Eindruck nicht willkommen zu sein. Der Salat ohne Brot, das Omelett gleich neben den Salat, irgendwie lieblos.
Acebo nach Cacabelos. Ich fühlte mich fit und so marschierte ich munter bis nach Ponferrada. Es ging über Geröllwege immer bergab und so war ich in Ponferrada ziemlich müde. Ich machte deshalb eine längere Pause und habe einen tollen Ensalada mixta gegessen. Anschließend war ich fit für den weiteren Weg . Der ging immer der Straße entlang und war etwas langweilig. Zum Schluss war ich ziemlich müde und froh die Kirche von Cacabelos zu sehen. Die Alberga dort hat lauter kleine 2er Zimmer ebenerdig und ist sehr gut organisiert. Ich war zusammen mit einem Japaner, der jeden Tag ca. 40 km gelaufen ist. Ziemlich drahtig und durchtrainiert. Ich traf dort den Dirk aus Flensburg und den Adrian aus München wieder und wir gingen mit einer Italienerin, die wir auch schon kannten zum Essen. Kurz gesagt, das Essen war ein Reinfall, zu wenig und kaum gewürzt. Wir sind nicht satt geworden. Auf dem Rückweg gingen wir über eine Brücke, von der Jugendliche in den Fluss sprangen.
Acebo In der Alberga von Acebo gab es nach dem Abendessen noch einen Spaziergang, um den Sonnenuntergang zu sehen. Sogar mit Musik von einem nahegelegenen Hotel. Am nächsten Morgen ging es gegen 6:30 Uhr weiter

12 August 2017

Murias de Rechivaldo - Acebo Heute Morgen sind wir gegen 5.30 Uhr von Murias de Rechivaldo ganz im Dunkel, bei Mondenschein, ohne Frühstück losgelaufen. Nach etwa 1 Stunde waren wir in St. Catalina und hofften auf eine offene Bar mit Frühstück. Eine war offen, aber der Wirt wollte zumachen und hat und ziemlich grob abgewiesen. Im nächsten Ort war auch keine Bar offen. Zum Glück öffnete gerade ein Dorfladen, bei dem es Kaffee gab. Ich war aber so genervt, dass ich mir ein paar Kekse kaufte und allein weiterging. Ich wollte erst mal mir den Ärger von der Seele laufen. In der nächsten Bar hatte ich dann meinen Café con leche und den Zumo de Naranja. Als ich fertig war kamen die 3 um die Ecke. Ich bin trotzdem allein weiter, um einfach das Alleinsein zu genießen. Jetzt ging es über die Berge. Gegen 15 Uhr bin ich dann über das Gebirge in Acebo - einem kleinen Bergdorf - angelangt.

11 August 2017

Hospital De Orbigo - Murias de Rechivaldo Heute Morgen sind wir von Laura gegen 6.45 Uhr in Hospital del O.....abgeholt worden. Hat gut geklappt. Der Weg nach Astorga war schön abwechslungsreich und Astorga selbst ganz nett. In die Kathedrale bin ich nicht rein, weil man da Eintritt zahlen musste. Ich habe mir einen neuen Gürtel dort gekauft. Wir haben noch etwas gegessen und sind dann weiter nach Murias de Rechivaldo.

10 August 2017

La Virgen del Camino - Hospital De Orbigo Heute morgen ging es weiter bis Hospital De Orbigo. Wir starteten gegen 6:30 Uhr und wollten im nächsten Ort frühstücken. Es war eine Pleite, im nächsten Ort war keine Bar offen. Da alle drei Hunger hatten, haben wir unsere Fressalien ausgepackt und gemütlich vor der geschlossen Bar gefespert. Als wir fertig waren, kamen die Besitzer und öffneten die Bar. Aber wir gingen weiter. Das passierte im nächsten Ort wieder, als wir dringend auf ein Örtchen mußten. Wir fanden erst nach einer ganzen Weile eine Alberga, die offen war, Kaffee, Zuma de Naranja und eine Toilette hatte. Danach kam ein langer Weg ohne Alberga bzw. Bar und wir waren froh als wir in Villavante ankamen. Dort machten wir eine große Pause. Weil Laura nicht weiter wollte, beschlossen wir, Laura dort zu lassen. Am nächsten Morgen sollte Laura die 5 km bis Hospital De Orbigo laufen und uns dann treffen. Wir sind dann dorthin weiter und fanden die Alberga Karl Leisner - sehr schön.

9 August 2017

Puente Villarente - Leon - La Virgen del Camino Heute ging es nicht so früh los. Es gab ein kurzes Frühstück und gegen 7:30 Uhr starteten wir nach Leon. Es war ein kurzer Weg (ca. 12 km) und so kamen wir gegen 10 Uhr in Leon an. Leon ist eine schöne Stadt. Gerade die Innenstadt hat Flair und Atmosphäre. Dort habe ich mir für 20€ eine leichte wasserdichte Jacke geholt, die ich bei Regen leicht überziehen kann. An der Kathedrale haben wir verschiedene Fotos gemacht, da uns Song Moon, Elli und Carlos in Leon verlassen. Carlos führte uns in eine Tapas Bar in der ein Bier 1,20€ kostet und man dazu noch eine kleine Pfanne mit Tapas bekam. Es hat gut geschmeckt und wir gingen noch zum Start des Camino. Dort hatten wir einen herzlichen Abschied. Aber da jeder noch den Camino bis Santiago geht, ist es wahrscheinlich, dass wir uns wiedersehen. So gingen wir zu dritt nach La Virgen del Camino weiter. Es hatte keiner richtig Hunger und so besorgten wir etwas kaltes zum Abendbrot mit Wein.

8 August 2017

El Burgo Ranero - Puente Villarente Heute Morgen ging es von Burgo Ranero wieder um 5 Uhr los und ohne Frühstück. Was ich nicht bedacht habe, war, dass es die nächsten 12 km kein Restaurant mehr gab. Ich hatte nach 6 km so richtig Hunger und habe die 12 km durchgezogen, aber ich hatte schlechte Laune. Dann gab es frisches Baguette mit Omelett drauf. Und wir trafen dort Nikoletta, das mit dem Taxi vorgefahren ist, und auf ihre Familie wartete. Während der Pause hatten wir eine unterhaltsame Nikoletta und sie verging wie im Flug. Der Rest des Weges war unproblematisch und wir kamen gegen 13 Uhr in Puente Villarente an. Carlos kannte dort eine Bäckerei, die Espanadas verkauft und so bekamen wir ein Mittagessen nach spanischer Art. Die Alberga hat dort einen Pool und 3 von uns sind in den Pool gehüpft. Es gab auch keine Küche, und so haben wir im angrenzenden Restaurant gegessen. Es war ganz gut und da wir zu 6 am Tisch saßen gab es gute Unterhaltung.
El Burgo Ranero Am Abend haben wir zusammen in der Küche gekocht. Es gab Salat mit Tomaten und Paprika und anschließend Reis mit gehackten scharfen Würstchen und Gemüse. Wir hatten viel Spaß beim Kochen und Essen.

7 August 2017

Sahagun - El Burgo Ranero Heute war ein merkwürdiger Tag. Wir starteten gegen 6 Uhr und wollten im nächsten Ort frühstücken. Der nächste Ort kam nach 6 km so gegen 8 Uhr. Dort war keine Bar offen und einige Wanderer gingen schon weiter. Schließlich fanden wir eine Alberga, die Frühstück anbot. Es gab aber nur noch Café con leche und ein Schinkenbrot und ein paar Cakes. Wir setzten uns rein, und draußen fanden sich auch einige Wanderer ein. Als wir die Alberga verlassen wollten traf ich Evelyn wieder, die nochmal mit dem Bus fahren musste, weil sie am Fuß einige große Blasen hatte. Ihre Schwester Carmen ist schon voraus gelaufen. Wir gingen dann weiter bis nach El Burgo Ranero und fanden auch die Albergo Municipal, und mußten noch bis zur Öffnung warten. Und wer kam um die Ecke? Uli aus Mönchengladbach und Elli aus Köln. Uli wollte aber noch weiter gehen. Und wir bezogen unsere Betten und hatten einen kleinen Mittagstisch mit Carlos aus Madrid.

6 August 2017

Calzadilla - Sahagun ir starteten gegen 6 Uhr und liefen eine ganze Weile im Dunklen. Der Weg war gut gekennzeichnet und so kamen wir gut voran. Nach 6 km hatten wir die Bar erreicht, wo wir frühstücken konnten. Es gab Tortilla mit Kartoffeln und Ei, dazu ein Café con leche und Zumo de Naranja (Orangensaft natur). Danach sind wir gut gelaufen und in Sahagun angekommen. Es ist keine lange Etappe, aber unsere Füße sollten heute etwas geschont werden. Hier sind inzwischen eine ganze Menge Deutsche eingetroffen. Darunter eine Mutter mit ihren zwei Töchtern (12 und 14 Jahre). Die sind richtig gesprächig und neugierig und mischen die Gesellschaft richtig auf. Das Abendessen war ein Menue surprise : Die Mutter mit ihrem Gefährten ist Veganer, die Kinder essen kein Fleisch. Der Wirt hat nur noch Reste zur Verfügung : Es gab Linsensuppe, Gemüsesuppe, Tortilla mit Pilzen, Hähnchenschenkel mit Tortilla, Bier und Wein und Wasser. Es war für jeden etwas dabei und es sind alle satt geworden.

5 August 2017

Villalcazar - Calzadilla Heute Morgen erlebte ich ein Desaster. Die gerade erst gekaufte Voltarensalbe war weg. Zuvor hatte ich schon meine Zahnpasta vermisst. Ich habe den ganzen Rucksack durchforstet, sie war nicht zu finden - geklaut. Ich war enttäuscht, genervt, entsetzt. Wie kann jemand so etwas tun. Aber es sollte vorwärts gehen und ich zog die Bandage an und wir gingen langsam los. Unterwegs war der Weg nervig - eine staubige Straße immer gerade aus und flach wie ein Pfannkuchen. Am Anfang ging es ganz gut, es war bewölkt und ein stetiger Wind kühlte uns. So gegen Mittag kam die Sonne richtig raus und man lief wie im Tran, fast meditativ. Meine Schmerzen wurden größer und einer der Koreaner gab mir ein Schmerzpflaster, das mir ganz gut half. Ich hoffe, ich kann ihm auch mal helfen. Endlich gegen 13:30 Uhr kamen wir in der Herberge in Calzadilla de la Cueza an. Und als ich den Rucksack am Bett abstellte, grinste mich die Voltarensalbe an! !? Wie auch immer, ich war dankbar.

4 August 2017

Boadilla - Villalcazar de Virga Heute bin ich von Boadilla aufgebrochen, um im nächsten Ort Fromista zur Apotheke zu gehen und die Voltarensalbe zu kaufen. In der Apotheke angekommen , traf ich die zwei Schwestern, Carmen und Evelyn. Carmen ist in die Apotheke, weil sie am ganzen Körper kleine Stiche hatte. Der Apotheker versuchte ihr auf spanisch zu erklären, dass es sich um Bettwanzenstiche handelt. Er hatte auch schon die Lösung für das Problem : Den Schlafsack in einen Müllbeutel stecken, Insektenspray drauf und für mindestens 2 Stunden zu machen. Mit den Klamotten auch so verfahren. Am besten noch in die Sonne hängen. Ich habe die Sache mit unterstützt, in dem ich übersetzt habe, was ich verstanden habe. Der Apotheker hat mir dann noch ein Kompressionsteil für den Unterschenkel empfohlen, den ich auch zusammen mit der Voltarensalbe gekauft habe. Und so konnte ich heute bis Villalcazar de Sirga kommen ca 22 Km .Wir können hier im Garten sitzen und uns entspannen.

3 August 2017

Hontanas nach Boadilla del Camino Morgens ging es wieder früh los und ich fühlte mich so richtig gut. Es ging 5.5 km bis zum nächsten Ort San Anton und dort sollte es Frühstück geben. Doch die Dame an der Theke war komplett überlastet und ich habe 15 Minuten auf Kaffee und eine Tortilla gewartet. Dabei habe ich ein nettes Paar aus Straßburg kennengelernt und mit ihnen gefrühstückt. Danach lief es bei mir nicht mehr so gut. Ich hatte Schmerzen im rechten Schienbein, die den Tag über auch nicht mehr verschwanden. Trotzdem bin ich in Boadilla del Camino angekommen und habe wieder viele Bekannte getroffen. Das Abendessen bestand aus Gemüsesuppe, Hühnerschlegel und Eis. Hat gut geschmeckt. Danach hat Antonio aus Rom mir mit meinem Schienbein geholfen. Ich hoffe, dass es morgen besser geht - auf jeden Fall langsamer
Hontanas Nach der Paella sind wir in die Bar des Ortes gegangen und haben ein Bier getrunken. Dann fing die kleine Fiesta an

2 August 2017

Burgos nach Hontanas Burgos hat viele große Plätze und Cafés und Restaurants mit netten Menschen und leckeren Gerichten. Wir hatten eine Plata Peregrino mit einer kalten Tomatensuppe (ähnlich wie Gazpacho) und bei der Hitze sehr lecker. Dann gab es Fisch mit einer guten Fischsoße und Kartoffelspalten. Anschließend eine Art Creme Catalan und dann Einen Espresso. Danach waren wir schläfrig und gingen in die Alberga zurück. Am nächsten Morgen durften wir erst um 6:30 Uhr raus. Deshalb war ich da schon marschbereit, ich wollte heute 30 km schaffen von Burgos nach Hontanas über die Mesetas, die kaum Schatten und viel staubige Wege bieten. Ein Highlight war San Bol. Das liegt etwas abseits aber hat einen großen Pappelhain mit viel Schatten und eine Quelle mit einem Wasserbecken, wo man seine Füße reinhängen konnte. Eine Wohltat. Der restliche Weg war nur Laufen Laufen Laufen. Die Herberge hier ist rustikal und ich habe noch ein Bett unten bekommen. Sehr bequem. 19 Uhr gibt's Paella.

1 August 2017

Heute gingen wir gegen 6:30 Uhr von Ages nach Burgos los. Ich mußte noch kurz zurück, weil ich den Schlüssel zu dem Schrank in der Hosentasche fand, den ich in der Herberge bekam. Dann ging es zügig los und nach ca. 1 1/2 Stunden haben wir im nächsten Ort gefrühstückt :Kaffee, Apfelkuchen und Orangensaft Natur (lecker). Inzwischen treffen wir immer häufiger bekannte Gesichter. Die 4 Koreaner, die Italiener, deren Ältester wie James Bond aussieht, die beiden Mädels aus Tübingen, , Bobby aus Boston, die Spanier mit dem tollen Gitarristen und andere. Wir nähern uns Burgos. Eigentlich wollte ich den Weg am Fluss nehmen, aber es gab keine Ausschilderung dafür. So sind wir immer der Straße lang 10 km nach Burgos zur Kathedrale gelaufen. Dort ist auch die Alberga Municipal und wir trafen alle wieder, die wir schon vorher getroffen hatten. Mit Uli aus Mönchengladbach ging ich noch Einen Schlafsack und Wandersandalen holen. Und wir tranken noch ein Bier zusammen bevor ich jetzt im Bett bin.

31 July 2017

Villambistia nach Ages Von Villambistia ging es nach St. Juan und wir kamen gut voran. Gestartet sind wir gegen 6:30 Uhr und wir gingen ständig bergauf. Die Wege waren breit und ab einer bestimmten Höhe wuchs Heidekraut, es gab Eichen und viele Schmetterlinge . Wir haben sogar einen Wiedehopf gesehen. In St. Juan machte wir gegen 11.30 Uhr Pause und trafen dort Carmen und Evelyn mit dem Gitarrenspieler Joseph wieder. Wir sind dann bis Ages gegangen und sie gingen noch einen Ort weiter. In Ages haben wir die "Römer " wiedergesehen. Der Papa hat seinen Sohn nach Hause geschickt und traf sich mit seiner Tochter hier, um den Camino weiter zu laufen. Bob aus Boston ist auch hier abgestiegen und ich vermute, dass wir alle zusammen morgen in Burgos ankommen.

30 July 2017

Grañon -Villambistia Nach dem Abendessen sind wir noch in die Kirche gegangen und haben einen besinnlichen Abschluss gehabt. . Jeder hat so seine Eindrücke von dem Tag in wenigen Worten wiedergeben können. Dazu ging eine Kerze in die Runde und wer etwas sagen wollte konnte das tun. Es Endete mit einem Gebet und alle waren ziemlich berührt. Am nächsten Morgen sind wir gegen 5.30 Uhr aufgestanden und haben noch einen Kaffee getrunken. Ich bin dann wieder allein losgegangen. Nach kaum 1 km traf ich einen aus der Gegend von Mönchengladbach - Uli - und wir gingen zusammen bis Villambistia. Unterwegs haben wir ein paarmal Pause gemacht. Unter Anderem weil ich mich auf einem Kurzen Stück bergab hingelegt habe. Mein rechter Unterarm ist vom Ellenbogen an aufgeschüft, aber schon abgetrocknet. Heute Abend trage ich die Bepanthen Salbe auf. Arnika habe ich gleich genommen. Ansonsten verlief der Tag normal. In Villambistia haben wir Abendbrot und Frühstück für 15 Euro gebucht Wir sind versorgt.

29 July 2017

Najera - Grañon Heute Morgen wurde die Alberga erst um 6 Uhr aufgeschlossen. Deshalb verzichtete ich auf ein Frühstück und holte mir nur einen Kaffee. Nach ca. 2 Stunden kam ein kleiner Ort mit einem kleinen Café und ich machte erst mal Frühstück mit Kaffee Grande und Orangensaft und Schokocroissant. Dort traf ich alle wieder, die gegen 6 Uhr losgegangen waren. Der nächste Halt war in Santo Domingo und ich fühlte mich so fit, dass ich weitergelaufen bin. In Grañon blieb ich dann. Die Alberga ist in einer Kirche und privat bewirtschaftet. Aber die Leute hier haben alle Pilger mit einbezogen. So haben wir zusammen für das Abendbrot geschnibbelt sind anschließend in die Kirche gegangen und haben für unser Abendbrot gesungen. Eine Bäckerei hat für alle Hähnchenschenkel gebacken und die Sänger durften sie mit in die Alberga tragen. Dann waren die Tische aufgebaut und gedeckt und wir saßen mit ca 35 Leuten am Tisch und haben gut gegessen und getrunken und die Unterhaltung war laut.

28 July 2017

Logrono nach Najera Heute ging es nochmal 28 bis 29 km weit von Logrono nach Najera. Ich bin um 5 Uhr aufgestanden und ohne Frühstück bis Navarrete gelaufen. Dort gab es ein kleines Café in dem ich Kaffee, Orangensaft und frisches Marmeladen-Baguette bekam. Dann ging es fast ohne Pause bis nach Najera. Es war besser als vermutet und wir sind gegen 12:30 Uhr angekommen. Die Herberge war noch nicht offen und wir mussten warten. Alle sind jetzt in einem Raum. Der wird 22 Uhr geschlossen und um 6 Uhr wieder aufgemacht. Bin mal gespannt, wie das läuft. Zum Mittag habe ich mir ein Pilgermenue für 14 € gegönnt. Es gab eine Bohnensuppe mit Einlage und Forelle und zum Nachtisch einen hiesigen Pudding. Wein von hier aus Riocha und Wasser. Danach war ich satt.

27 July 2017

Los Arcos nach Logrono II Dann habe ich den Weg nach Logrono in Angriff genommen. Am Anfang bin ich langsam gegangen und nach einer Weile hörten die Beschwerden auf und ich ging automatisch schneller. Unterwegs traf ich noch auf ein spanisches Pärchen mit einem Beagle. Der Hund mochte mich und wir liefen bis zu meiner nächsten Pause zusammen. Aber bis Logrono war ein langer Weg. Nach der Ankunft war ich ziemlich fertig und ging ins falsche Heim. Das liegt genau neben dem öffentlichen und ich habe es erst gemerkt als die 10 € haben wollten. Ich habe bezahlt, es war mir eigentlich egal. Nach dem Duschen habe ich ein bisschen Tagebuch geschrieben und bin dabei eingeschlafen. Nacher gehe ich mal nach Logrono rein. Habe mir einen großen Paprika und Tomaten und Sardinen geholt und den Paprika so geschnitten, dass die Sardinen reinpassten -hat gut geschmeckt. Dazu gab es Bier und jetzt bin ich müde.
Los Arcos nach Logrono. Ankunft gegen 12: 30 Uhr Aber der Weg dorthin war hart. Laut Führer sind es 28,6 km in meinen Beinen steckt mehr drin. Wir sind um 5 Uhr aufgestanden und haben unsere Sachen gepackt. Dann habe ich noch einen Kaffee getrunken und habe mich verabschiedet. Ich fühlte mich so fit, dass ich allein laufen wollte und ich wollte auch nachdenken. Und so bin ich in der Dunkelheit losgegangen und in den Tag hinein gelaufen. Es war ein schönes Gefühl. Ich bewunderte die Landschaft, den weiten Blick über das Tal und mir fielen Melodien ein, die ich dann gepfiffen oder gesungen habe . So nach 3 Stunden habe ich in Viani Pause gemacht und ein Schinkenbrötchen und ein Ei-brötchen gegessen. In einem Lebensmittelladen habe ich mir dann noch Obst, Paprika und Wasser geholt. Als ich mich dann hingesetzt habe, um eine Nektarine zu essen, ging es mir nicht mehr so gut. Ich konnte nicht mehr ohne Schmerzen in den Beinen aufstehen und bin erstmal ne Weile rumgehumpelt.

26 July 2017

Estella nach Los Arcos. Wir sind um 5:30 Uhr aufgestanden. Es waren alle Betten in der Herberge besetzt und die Pilger drängten zur Toilette und Dusche und wir waren schon so früh, dass man ruhig zum Zähneputzen kam. Der Weg ging wieder durch Ortschaften und Felder und Olivenwälder. Die Straßen waren wie breite Wanderwege. Ich habe sie Pilger Autobahnen genannt, weil sie dem Wanderer die größte Geschwindigkeit ermöglichen. Trotzdem haben wir nach oben geschaut und die Adler gesehen. Wir kamen an mehreren Bars und Kiosken vorbei, aber die sind teuer, ich werde da nichts mehr kaufen. Als wir gegen 12.30 Uhr ankamen gab es noch Paella vom Fest und die hat gut geschmeckt. Ich habe dann geduscht, Wäsche gewaschen und ein bisschen geschrieben und geschlafen. Gegen 6 bin ich zum Einkaufen - Thomas hat gekocht - Pfannkuchen. Von mir kam eine Dose Aprikosen, die wir in kleinen Stücken auf dem Pfannkuchen gegessen haben. Dann war 10 Uhr und das Haus hat das Licht gelöscht.
Puente la Reina - Estella Am Morgen danach wurden wir von einem Chor empfangen und der sang für uns ein Lied vom Vater des Camino - Señor Santiago - ich war sehr berührt. Danach ging es nach Estella. Immer durch kleine Ortschaften und hügeliges Gelände mit Feldern und Wäldern. In der Ferne sahen wir eine Burg, die mich an die Burg Hohenzollern erinnerte. Wir kamen müde an, aber ein bisschen besser als am Vortag. Der Thomas hatte Rührei mit Kartoffeln gemacht und wir haben noch Getränke und Paprika beigesteuert. Dann ging es im Hof mit dem Gitarrenspiel los. Jeder wurde aufgefordert etwas zu spielen, aber nur 4 Leute haben sich beteiligt und so kam es zu einem Festival mit einem Spanier, Italiener, Amerikaner und noch einem Älteren Spanier. Es war schön, teilweise klassisch und abwechslungsreich. So gegen 10 Uhr bin ich ins Bett gegangen.

24 July 2017

Puente la Reina Das Fest zum heiligen Jakob wird hier ausgiebig mit Musik und Tanz und Essen und Trinken gefeiert. Morgen sind die Geschäfte zu und wir haben für morgen mit einkaufen müssen. Einige haben in der Herbergsküche gekocht und ich bin eingeladen worden. Es waren Spanier, Deutsche, und Amis mit am Tisch.
Puente la Reina Das Fest zum heiligen Jakob wird hier ausgiebig mit Musik und Tanz und Essen und Trinken gefeiert. Morgen sind die Geschäfte zu und wir haben für morgen mit einkaufen müssen. Einige haben in der Herbergsküche gekocht und ich bin eingeladen worden. Es waren Spanier Deutsche und Amis mit am Tisch
Pamplona - Puente la Reina Diese Nacht war schrecklich, es lag nicht allein daran, dass 250 Leute in einem Raum, so groß wie eine Kirche in 2 Stockwerken schlafen mußten, sondern auch daran dass eine Person nicht nur laut schnarchte sondern auch Atemaussetzer hatte, die er mit besonders lauten Geräuschen begleitete. Man bekam fast selbst Aussetzer. Dann war da noch die Luft, die zum schneiden dick und warm war. Als der Morgen kam - so gegen halb sechs bin ich raus habe mich kurz gewaschen, den Rucksack gepackt und raus zum Frühstück. Eine junge Frau sollte zum Busbahnhof, weil sie so viel Blasen an den Füßen hatte, dass sie einen Tag Schonung brauchte. Sie ist zur nächsten Station vorgefahren. Dann sind wir wieder auf den Camino und sind 27 km gelaufen. Dabei bin ich mit Thomas aus Dresden gelaufen und wir haben uns so gut unterhalten, dass die Strecke wie im Flug verging. Danach war ich aber erledigt. Unser Ziel war Puente de la Reina und hier wird der Feiertag Santiago gefeiert.

23 July 2017

Pamplona Dann sind wir ein paar Straßen weiter zum Essen gegangen. Für 14,50 € gab es ein Pilger Menue aus Fischsuppe, Lammfleisch mit Patatas, einem Pudding von hier ( Flanes ) und Wein und Wasser dann sind wir in die Kathedrale zum Rosario gegangen -es war sehr feierlich mit Prozession. Als wir wieder draußen waren haben wir noch etwas getrunken und sind zurück in unsere Alberga gegangen.
Zubiri nach Pamplona Heute morgen sind wir um 6.30 Uhr aufgestanden und viele waren schon wach und fertig zur Wanderung. Wir sind erst mal zum Frühstück in ein Lokal am Platz gegangen und haben das Pilgerfrühstück für 4.50 € gegessen (Kaffee, Schokoladenhörnchen, Orangensaft ) Dann gegen 8 Uhr ging es los und zwar zügig. Wir liefen so flott, daß wir gegen 11 Uhr die Hälfte geschafft hatten. Genau zu der Zeit trafen wir auf ein Café für Pilger und machten Pause. Danach spürten wir unsere Knochen und es ging etwas langsamer. Unterwegs treffen wir immer die gleichen Leute : Bob aus Boston, Joseph aus Kanada und Gitarrenspieler, Carmen und Evelyn aus Tübingen , 5 Koreaner Jungs, ein paar Spanier mit Familie und welche, die ich noch nicht kenne. Die drei vom Anfang habe ich gestern Abend noch getroffen, aber heute nicht mehr. Gegen 15 Uhr sind wir in der Albergo Jesus y Maria angekommen und haben unsere Betten bezogen, geduscht, die Sachen gewaschen und unter einem Föhn getrocknet.

22 July 2017

Es gab noch eine Radrundfahrt mit vielen bunten Radfahrern, das Überqueren der Straße war schwierig.
Roncesvalles nach Zubiri Der Empfang war richtig gut die Leute sprachen englisch, deutsch niederländisch und mehr Sie zeigten uns wo die nassen Schuhe hinkommen und führten zur Rezeption wo man Übernachtung, Abendbrot und Frühstück buchen kann. Dazu gab es einen Waschservice für 3,50 Euro, den wir zusammen mit einem weiteren Pilger aus Boston /USA nutzten. Die Wäsche war dann nach 2 Stunden auf dem Bett. Jeder bekam ein Bett mit abschließbarem Spind und konnte dort den Rucksack einschließen. Das Bett war sauber und fest und ich habe gut geschlafen. Um 8:00 Uhr mussten wir draußen sein und um 6 Uhr wurde im Schlafsaal das Licht angeschaltet. Nach dem spanischen Frühstück - Weißbrot, Butter, Marmelade - ging es weiter nach Zubiri ca. 22 km zu laufen. Es war erst eine Wanderung bei Bewölkung und wandelte sich in eine bei Sonnenschein. Wir trafen auf Kühe, Pferde und kleine Katzen und konnten relativ ruhig laufen. Bis auf Blasen am Fuß gab es keine Besonderheiten.

21 July 2017

Roncesvalles Die anderen beiden sind etwas langsamer gegangen und ich war mittendrin und bin mein Tempo gelaufen. Bald verloren wir uns aus den Augen und so lief jeder für sich. Bald darauf traf ich zwei junge Mädchen, die etwas Hilfe brauchten, sie kamen von Tübingen und wollten den Camino gehen. So ergab es sich daß wir zu dritt weitergingen. An einem Imbiss-Stand kurz vor der französischen Grenze trafen wir die Vorauslaufende Nina und aßen und tranken etwas. Ich trank einen leckeren Kakao. Die nachfolgenden 2 sind nicht angekommen und so liefen wir weiter. Das Wetter klarte ein wenig auf und wir trafen auf Schafe und später auf Pferde. Die Aussicht war dann so gut, daß wir eine schöne Sicht auf die Pyrenäen hatten. Wir entdeckten dann einen 2. Kiosk -inzwischen in Spanien und da aßen wir ein leckeres Stück Melone. Danach ging es eine Weile auf und ab und zum Schluss ziemlich steil bis wir in Roncesvalles im Kloster ankamen. Der Betrieb ist dort sehr gut organisiert.
Hunto - Wir bekamen ein 4-Bett Zimmer und konnten uns schön warm duschen. Ich habe die Wäscheleine aufgespannt, aber durch den ständigen Regen wurde die Wäsche nicht trocken. Wir haben dann Abends gegessen : Es gab als Entree einen Süßwein, dann eine schmackhafte Gemüsesuppe mit viel Gemüse drin, dann gab es Lammgulasch mit Reis und dann einen Nachtisch mit Käse von hier, selbstgemachter Kirschmarmelade und ein Stück Apfelkuchen. Es hat fantastisch geschmeckt und Rotwein gab es auch reichlich. Und wir haben gut geschlafen. Das Frühstück war aber eintönig Kaffee, Marmelade und Baguette . Gegen 8: 30 Uhr starteten wir den ersten vollen Wandertag - 20 km - bei Nieselregen. Es ging nur bergauf. Glücklicherweise war nach 1 Stunde ein kleines Restaurant offen und wir konnten dort noch einen Kaffee trinken. Danach wurde es richtig steil und mein Anorak war wieder voll durchnässt. Die junge Frau in unserer Gruppe war gut drauf und lief allen voran.
Die Anfahrt 4 Die Landschaft wurde immer gebirgiger und dann erreichten wir St. Jean Pied de Port. Dort folgten wir den anderen Pilgern bis zum Pilgerbüro, dass noch geschlossen war. Wir nutzten die Zeit, um noch Stock und Muschel zu kaufen. Im Pilgerbüro bekamen wir unseren Stempel in den Pilgerpass. Inzwischen hatten wir besprochen, daß wir noch etwa 5 Km weiter bis zur nächsten Herberge wollten und im Pilgerbüro haben sie uns dort Schlafplätze vermittelt. Wir wollten aber noch Lebensmittel einkaufen und mußten bis 15 Uhr warten, bis die Läden aufmachen. Inzwischen tranken wir noch Kaffee und schauten uns um. Das mit den Lebensmitteln klappte nicht so gut. Der Bäcker öffnete erst gegen 16:30 Uhr. So waren wir mit Wurst und Baguette erst mal zufrieden und gingen los. Es regnete wieder. In der Kirche habe ich noch eine Kerze angezündet und damit begann der erste Aufstieg. Schritt für Schritt wurden die ersten Höhenmeter genommen und nach 1 1/2 Stunden kamen wir in der Herberge an.
Die Fahrt war sehr unbequem. Die Sitze hart und Schlafen kaum möglich So haben wir uns eine Weile unterhalten und dann vor uns hin gedöst. Der nächste Halt war in Bordeaux und dann ging es endlich nach Bayonne. Inzwischen wurde es hell, aber der Himmel war grau und man ahnte den Regen. Gegen 9 Uhr erreichten wir Bayonne und suchten gleich ein kleines Café. Der Kaffee war gut und weckte unsere Lebensgeister. Dann machten wir uns auf den Weg zum Bahnhof und mußten einen großen Fluß überqueren . Der Weg zum Bahnhof war nicht weit und wir haben dort einige Leute getroffen, die auch den Camino laufen wollten. - Erkennbar am großen Rucksack und Wanderkleidung. Der Zug sollte erst um 12 Uhr fahren und so schauten wir uns ein bisschen in Bayonne um. Es regnete inzwischen und wir kehrten bald wieder zum Bahnhof zurück. Dort wurde ein Happen gegessen und dann kam auch schon der Zug. Die Sitze waren sehr bequem. Der Zug folgte einem kleinen Fluß, der von Wildwasserfahrern genutzt wurde.
Die Anfahrt II Ich mußte noch ein ganzes Stück laufen und kam dann in eine große Halle in der der Busbahnhof untergebracht war. Dort sollte der Bus nach Bayonne abfahren. Es war aber noch zu früh und es waren nur viele Leute da, die auf verschiedene Busse warteten. So bin ich erst mal in den angrenzenden Park gegangen und habe gewartet . Als ich wieder in die Halle wollte hörte ich den Spruch: "Auch Camino? ". Da standen 3 Leute, die auch nach St. Jean Pied de Port wollten. Wir haben uns gleich gut unterhalten und verstanden. Sie kommen aus Wiesbaden und sind dort auch schon ein Stück Camino gelaufen. Wir haben dann zusammen auf den Bus gewartet. Es kam dann auch einer - Linie 703 - aber der Fahrer sagte er habe jetzt Feierabend und fährt keinen Schritt weiter. Das machte die Warterei spannend und wir hofften, dass der richtige Bus noch kommt. Er kam etwa 15 Minuten später und wir haben uns eingecheckt, das Gepäck im Gepäckraum zusammengestellt und einen Platz gesucht.
Die Anfahrt Am 19.Juli hat mich Geli zum TGV gebracht und wir haben uns lieb verabschiedet. Im TGV habe ich mich auf zwei Plätzen ausbreiten können und die Landschaft genossen, die bei Sonnenschein an mir vorbei flitzte. Wir fuhren mit 300 Km/Stunde. Ich war ganz in Gedanken und habe kein Bedürfnis gehabt, etwas zu lesen. So kam ich nach 2 1/2 Stunden in Paris an. Im Fluß mit den Aussteigenden wurde ich aus dem Gare de L'Est mitgezogen und stand dann vor dem Bahnhof und mußte mich erst mal orientieren. Wo ging es zum Busbahnhof? Die Google -Karte zeigte mir den Weg am Place de Republik vorbei - wo es Musik und Fete gab - zum Place de la Bastille und weiter bis zur Seine. Der folgte ich nach links. Ein paar Eindrücke zeigen die Bilder. Bis zum Busbahnhof sollten es 5 Km sein, aber der Weg an der Seine wurde mir lang. Dann sah ich Schilder und einen Reisebus und folgte denen. Den Busbahnhof sah ich aber nicht -bis ich einen Flixbus aus einem Tunnel kommen sah.