Italy, San Marino · 21 Days · 39 Moments · July 2017

Unser Urlaub in Italien 2017


4 August 2017

Nachtrag: Der letzte Tag - Rückreise. Es gibt wenig nennenswertes zu berichten, wenn man entlang der Autobahnen unterwegs ist. Wir übernachten schließlich in Trient, aber Urlaubsstimmung will nicht mehr so recht aufkommen. Zeit ein Fazit zu ziehen. 3 Wochen ohne Kinder kann sehr schön sein, Italien ist es und die Toskana ganz besonders. Wir fühlen uns gut erholt und freuen uns darauf bald mal wieder hier zu sein, auf einem Fleckchen Erde, der für Genuß und Erholung gemacht zu sein scheint ...

2 August 2017

Letzter Tag an der Adria-Küste und es ist wieder sehr heiß. 32*C sind es schon um 10 Uhr und im Laufe des Tages werden es noch 5*C mehr. Da werden wir wohl das Fahrradfahren abblasen und lieber mit dem Auto zur Salzsaline fahren. Hier wird das Meeressalz teilweise noch wie vor 100 Jahren gewonnen. Es gibt in der Nähe von Cervia über 40 km lange Kanäle mit den im Frühjahr das Hinterland überschwemmt wird. Danach erfolgen komplizierte und mehrmalige Trocknungsprozesse und Kondensation. Im September kann dann das „süße Salz“ geerntet werden. Süß deshalb, weil wohl aufgrund der Klimazone und des Trocknungsprozesses keine Bitterstoffe entstehen. Leider werden wir es wohl nie erfahren, weil aus der besagten Führung auf den Feldern nichts wurde. Es gibt im Museum lediglich einige Informationen auf italienisch. So konnten wir nur einige Fotos machen. Abschliessend ging es nochmal an den Strand. Noch einmal von Papa den Strandschirm bekommen, noch einmal den alten Männern zuhören.

1 August 2017

7.30 Uhr .. na also Sololauf durch den Pinienwald. Heute geht es schon etwas besser. Der schweiß tropft zwar immer noch, aber die alten Männer kann ich überholen. Nach dem Frühstück fahren wir nach Ravenna. Die Stadt hatte ich mir etwas anders vorgestellt. Durch schmucklose Vororte geht es in Richtung Zentrum. Dort sind die Sehenswürdigkeiten (immerhin frühchristl Kirchen aus dem 5Jh.) planlos verteilt.Das alles bei 35* C trägt wohl dazu bei, dass unsere Neugier bereits nach dem Besuch des Dante-Museums gestillt ist. Schnell wird noch das Mausoleum des Theoderich (König der Westgoten) abgehakt, welches sich etwas außerhalb an einer Schnellstraße verbirgt. Fast übersieht man es. Auch hier wieder nur Erklärungen in italien. Sprache. Wir verlassenen den Ort und gehen wieder in unseren netten Strandbereich. Das Wasser der Adria bietet zwar heute auch wieder nur die Qualität einer bereits benutzten Badewanne, aber zum Abkühlen langt es. Außerdem habe ich ja noch das Buch von Jens Voigt.

31 July 2017

Also Rimini ist nicht so schlimm wie erwartet, aber auch nichts besonderes - eben wie Cervia, nur größer. Etwas mehr Geschäfte, was die Chancen erhöht, mit weniger Geld zu fahren, als man mitgebracht hat. Die Mathematik hat wieder gesiegt, lt. Wahrscheinlichkeitsrechnung waren heute Schuhe fällig. Zugegeben sehr schöne und zu einem Schnäppchenpreis, der Rest fällt unter den Begriff Kosmetik und Unterwäsche. Gutdurchgeschwitzt kamen wir 14 Uhr im Hotel an, schnell ein paar Pfirsiche essen und dann ab zum Lieblingsstrandkorbverleiher. Papa kennt uns schon und weist uns heute ein, der 3,5 Mio Liegen zu. Endlich kann ich wieder in der Biographie von Jens Voigt schmökern. Ein tolles Buch und ein Super-Rennfahrer. Am Abend geht’s dann endlich mal wieder essen: Mama Bottega heißt das Restaurant und kommt auf Anhieb in meine Top5 Auswahl der tollsten Restaurants des Urlaubs. Das von uns ausgesuchte Menü hatte zur Folge, dass wir nur sehr, sehr langsam zurück zum Hotel kamen. Bueno Notte!

30 July 2017

Unser Nachmittagsausflug führt uns nach San Marino. Die kleine Republik (drittkleinster Statt nach dem Vatikan und Monaco) begrüßt uns mit einem Mittelalterfest und mit offenen Läden (am Sonntag!). Aber Andrea schaut sich nur den 329. Ring an Cool bleiben 😎. Ein kleines Restaurant mit bezauberndem Ausblick lockt uns und wir gönnen uns zwei Eiskaffee, eine Pizzaund Salat Caprese. Das alles bei herrlichem Sonnenschein und einem herrlichen Blick auf die Ausläufer der Appeninen. So schön kann Urlaub sein. Der Rückweg verläuft über eine Burg und mehrere kleine Türme durch den Wald. So haben wir heute ganz viele schöne Dinge gesehen, erlebt und uns obendrein viel bewegt und weniger gegessen. Kurz vor der Ankunft halten wir noch an einem Frutta-Stand und Andrea kauft Pfirsiche und Aprikosen. Mit einem Sprung in das Meer endet ein wunderschöner Urlaubstag. Oder vielleicht doch noch nicht. Am Strand spielt Musik und ich fürchte, dass ich noch tanzen muss. Wie war dass nochmal: 1,2,3,4 ... 🕺?
Der Morgenlauf fand heute leider ohne uns statt 🙈. Wir geloben Besserung. Nach dem Frühstück beginnen wir den Tag mit einer kleinen Radtour ... es geht den Strand entlang durch die Hitze. Mein Sattel liegt in etwa der Höhe eines Ferrari und damit schon am höchsten Punkt. Und trotzdem macht es riesigen Spaß am Kanal und den Fischerbooten bis ins Stadtzentrum zu fahren. Dort haben die Geschäfte offen und somit auch meine Geldbörse „Tag der offenen Tür“. Noch einen Abstecher in den Pinienwald am Tierpark und schon ist die Zeit bis zum Mittag vorbei....

29 July 2017

Auf geht’s an die Adria - zum Ballermann Italiens - lasst die Schlüpfergummis krachen und uns Amore machen ... Viva Italia. Nach 3,5h durch die Berge kommen wir in Cervia (zwischen Ravenna und Rimini) an. Das Hotel Gambrinus ist viel besser als es auf den ersten Blick scheint - alte Grand Hotel Schule mit Pinguin am Eingang. Den Nachmittag verbringen wir am Strand. Für 10€ bekommen wir einen exzellenten Platz in der zweiten Reiheund genießen 3 h Meer und Ruhe und ein gutes Buch (Jens Voigt „Shut up legs“). Andrea wundert derweil wegen einiger schöner Muscheln rum. Das Abendessen im Hotel beginnt zwar im 20er Jahre Stil mit Original-Musik und teurem Wein. Aber offensichtlich halten nur wir uns an die empfohlene Kleiderordnung und den seriösen Stil. Nach 20 min ist die vornehme Zurückhaltung vorbei und die Italiener telefonieren hemmungslos und laut und die Russen stürmen das Büffet. Da tut ein Abendspaziergang gut. Für morgen früh haben wir einen Morgenlauf eingeplant. 🏃🏻‍♀️🏃🏼‍♂️

28 July 2017

In Radda scharwenzeln wir noch einmal durch die Altstadt, halten auch noch einmal an Taschenläden an (Nr. 236, 237, ...) bevor wir den Ort verlassen und zu einer kleinen Trattoria Le Vergne, 2km außerhalb des Ortes fahren. Dort ist es zauberhaft, wir genießen die Landschaft, einen Sprizz und sind glücklich. Nicht ein einziges Mal denke ich an Harry, Urlaub vom feinsten, Erholung pur ... Die Rückfahrt leidet ein wenig unter Zeitdruck, da wir 17 Uhr wieder im Hotel sein müssen, Ein kurzer Abstecher über eine Schotterpiste wird aufgegeben und so erreichen wir 16.45 Uhr die Villa Lecchi und haben unser Vespa-Adventure gesund und bestens gelaunt überstanden.Zur Belohnung geht’s am letzten Abend noch an den Hotelpool, bevor wir noch ein Abendessen genießen und packen müssen. Was für eine Woche in der Toskana.
Heute ist 🛵 Tag... endlich wird dieser Punkt eingelöst. Unsere nette Rezeptionistin Gabriella hat unseren Traum erfüllt und pünktlich 10 Uhr steht eine weiße Vespa vor dem Hotel. Andrea besteht darauf, dass ich eine Proberunde fahre... also kreise ich 2 Runden ums Hotel. Gar nicht so einfach, diese kleinen Räder durch den Schotter zu steuern, aber bloß nix anmerken lassen, sonst fahren wir am Ende noch Fahrrad. Auf ins Chianti, erstmal über einige Serpentinen nach Castellana di Chianti. Die Rechtskurven mag Andrea nicht so, steuert gern ein bißchen dagegen, in dem sie sich nach links lehnt. Im genannten Bergdorf angekommen bummeln wir durch die urigen Gassen. Nachdem Andrea den Weg zur besten Eisdiele auf engl. erfragt hat, schlecken wir tatsächlich unser bisher bestes Eis. Noch ein paar Bruchetta-Kräuterund Olivenöl für Laura’s Präsentkorb und weiter geht’s nach Radda in Chianti, den Mittelpunkt des Chianti-Gebietes.

27 July 2017

Micha kommt mitsamt seinem Anhang tatsächlich auf den Campo und so treffen sich zwei Mibi-Arbeitskollegen auf dem schönsten Platz der Toskana, um gemeinsam Selfies zu machen. Der Nachmittag geht kaputt für die sienesische Kunst drauf. Wir sind begeistert über die Zuckerbäckerfassade des Doms, die herrlichen Marmorbilder im Domfussboden, die Skulpturen Pisanos und Figuren im Baptisterium Donatellos. Nach 3h Besichtigungstour lässt unsere Aufnahmefähigkeit nach und wir beenden den Kunstausflug in einem kleinen Cafe und auf dem Il Campo bei einem Abendessen. Pizza und Pici werden unter Durchschnitt abgehakt, aber dafür war die Aussicht grandios. Siena ist eine Reise wert.
8Uhr - der Wecker klingelt, auch wenn das völlig überflüssig ist, denn seit 7 Uhr ist die japanische Reisegruppe im Hotel auf den Beinen und scheint die aufgehende Sonne lautstark zu begrüssen. Wir fahren nach Siena. Dieses Kleinod toskanischer Baukunst steht Florenz in nichts nach. Es gibt ebenso prunkvolle Adelspaläste und gut erhaltene enge Gassen in der historischen Altstadt. Und über allem steht der Il Campo (viertschönster Platz der Welt und Austragungsort des berühmten Palios) und natürlich der marmorverkleidete Dom, Prunkstück der Stadt. So ist Siena ein einziges Freilichtmuseumitalienischer Gotik. Nach der Eroberung durch Florenz entstanden keine herausragenden Bauten mehr, so dass der Baustil unverfälscht blieb. Wir lassen (sehr zum Unmut meiner Begleiterin) die Schuh- und Taschenläden links liegen und begeben uns direkt auf den Campo mit dem 88 m hohen Torre del Mangia. Nach einem kleinen Espresso sitzen wir auf den historischen Steinen des Platzes und warten auf Micha.

26 July 2017

Am Nachmittag fahren wir weiter nach Bolheri, einem kleinen Bergdörfchen, ca. 15 Autominuten vom Strand entfernt. Unterwegs kommen wir an einer filmreifen Zypressenallee vorbei, die fast in den malerischen Ort hineinreicht. Der wurde inzwischen auch vom Massentourismus entdeckt und jedes Haus ist inzwischen eine Enothek und verkauft den berühmten und teuren Sassicaia-Wein. Trotzdem gefällt es uns hier. Wir bummeln durch die Gassen und kaufen einige italien. Spezialitäten für Laura. In einer kleinen Enothek gönnen wir uns einen Vino bianco und sitzend grinsend in der Sonne, geniessen den Urlaub. Das Abendessen in der vom Reiseführer empfohlenen „La Taverna del pittore“ ist ein Highlight unseres Urlaubs. Es gibt Pappardelle mit Wildschweinragout und andere leckere Spezialitäten. Wir sitzen unter einem Orangenbaum, trinken Wein und laben uns an der untergehenden Sonne. So ein schöner Tag.
Oh nein... der erste Strandtag, so dachte ich heute morgen, als ich aufwachte. Bei wieder sehr gutem Wetter starteten wir die Tour über die toskanischen Serpentinen. Ca. 84 km bis nach Marina da Castagneto Carducci. Gegen Mittag erwarten uns 12 km feinster Sandstrand und sauber aneinander gereihte Strandschirme. Andrea ist in ihrem Element. Strandtasche hier, Badelatschen da... Sonnencreme rechts, Sonnenbrille links, ... Varna, Ballermann oder Rimini ... Hauptsache Strand. Ich habe mir mein dickes Buch von Ray Cookes „Most Wanted“ mitgenommen, rechne mit Sonnenbrand und Langeweile. Nix da, die Zeit vergeht wie im Fluge ... S.396 Buch fertig, rein ins Meer, angenehm kühl, Strand nicht zu voll, Sonne erträglich. Kann sogar Spaß machen. Hey alter Knabe, nicht dass Dir das noch gefällt. Nee, nee sagt der Individualurlauber, ist nur mal ein Tag außer der Reihe, aber doch sehr schön....

25 July 2017

Noch etwas zu dem restlichen Tag: Nebenbei ein wenig shoppen (BH, Bluse....) ein Mittagessen in dem netten Newscafe und ein unvergleichlicher Cappuccino in der zentralen Markthalle. Dazu durchgelaufene Schuhe, eine Riesenportion Eis, viel Schweiß und die Gewissheit, dass wir im Vergleich zu den Künstlern der Renaissance ein Fliegensch**** im Universum sind. Trotzdem ein wunderschöner Tag mit vielen schönen Erinnerungen, tollen Fotos und der Erkenntnis, dass wir hierher nochmal zurückkommen müssen, um die restlichen Bilder zu sehen und den Ring zu kaufen, den Andrea auf der Ponte Vecchio zurückgelassen hat.
Hilfreich war auf jeden Fall die 2,5h stündige Tour durch die Uffizien mit einem Schnellkurs in Kunstgeschichte. So detailreich und interessant ... dass wir gern länger geblieben wären. Da Vinci sehe ich jetzt in einem völlig anderen Licht.
Vorab schon mal so viel: der erste Tag der 364 Tage läßt auf ein gutes neues Jahr hoffen... Blitzschnell geht es über die Autostrada die 40 km nach Florenz. Der ausgesuchte Parkplatz an der Porta Romana passt. Fast ohne Umweg gelangen wir zur Ponte Vecchio, der Brücke der Juweliere, früher Metzger. Mit zugebundenen Augen sollte ich Andrea über die Brücke führen, aber zum Glück sind die Preise abschreckend genug für die kleine Bördeelster. Schnell finden wir die beeindruckenden Uffizien, die Gemäldesammlung der Medici, ursprünglich als Verwaltungsräume neben dem Palazzo Vecchio geplant. Jetzt alle Sehenswürdigkeiten zu beschreiben würde den Rahmen sprengen und sicher würde ich vieles vergessen. Florenz war die bedeutendste Stadt der Renaissance. Und so sind hier an diesem Ort sämtliche Größen dieser Zeit vereint: Botticelli, Donatello, Michelangelo, Leonardo da Vinci ... um nur einige zu nennen...

24 July 2017

Unser Ausflug nach Volterra und San Gimignano werden nicht allzu viel Raum einnehmen. Insgesamt war es doch eher enttäuschend. Zu viele Touristen, zu viel Kitsch und Tamtam und immer das Gefühl , dass Du als zahlender Tourist gern willkommen bist. Freundlichkeit und Service bleiben bei dieser enormen Nachfrage auf der Strecke. Parkplätze zur Hochsaison ausnahmslos überfüllt. Organisation Null, fällt ja nicht auf, ob 100 Touristen mehr oder weniger in der Stadt sind. Die mittelalterlichen Städte verlieren im Getümmel ihren Charme, geht es doch eher um den Kauf von Ledertaschen, Schuhen und Alabaster-Kitsch. Wissensvermittlung zur Geschichte oder die Besonderheiten der Türme von San Gimignano interessieren nur einen Bruchteil der Touristen. Und so haben wir zwar viele Fotos gemacht, aber der eigentliche Wert des heutigen Ausflugs lag eher in der Fahrt durch die unglaublich schöne, hügelige, romantischeBerglandschaft der Toskana mit ihren Zypressenalleen und malerisch schönen Villen.
Hurra, Geburtstag oder besser nicht. Mit 48 freut man sich nicht mehr darauf, akzeptiert aber, dass man diesen Jahrestag wohl begehen muss. Ich selbst bin lieber an 364 Tagen glücklich.... als auf den einen im Jahr zu hoffen. Fazit: nicht den Geburtstag feiern, sondern alle anderen Tage im Jahr. Trotzdem habe ich mich natürlich über Andrea‘s Geschenke, Kerze, Luftballons ..... gefreut. Es ist immer schön, wenn andere an einen denken. So war auch der Extra-Tisch im Restaurant keine Selbstverständlichkeit, sondern ganz lieb von Andrea vorbereitet.

23 July 2017

Nach dem Sonnenbad fahren wir zum sehr gut geplanten Picknick. Alles Obst wurde von Andrea persönlich abgewaschen, wahrscheinlich der Picknickkorb auch. Wir fanden einen sehr schönen Platz auf einem Feld außerhalb des Ortes neben einem Strohballen mit Blick ins Chianti und auf zwei prächtige Burgen. 🍷 🧀 🌭... selbst das harte 🥖 wurde durch das Olivenöl aufgehübscht... wenig Chancen um diesen Abend nicht zu einem Besonderen werden zu lassen. Ich hatte noch die passende Musik dabei und das Wetter reihte sich ein in die stimmungsvollen Begleitfaktoren. Es sind Momente wie dieser, für die wir leben, kein Haus, Auto, Geld, Karriere... diese Momente und die Liebe und Dankbarkeit, die wir fühlen, machen uns als Menschen aus und lassen uns glücklich sein. Wiederholen oder planen lässt sich so etwas nicht, aber es funktioniert wohl nur, wenn zwei Menschen, die etwas ganz besonderes füreinander empfinden, beieinander sind und ohne zu reden, die gleiche Glückseligkeit spüren.
Im Reiseführer habe ich gelesen, dass hier eine der besten Enotheken des Chianti sein soll. Also nach dem Essen fix die paar Schritte zur Farlini-Verkostung. Hier kann man eine Chipkarte erwerben, Geld aufladen und sich dann an „Weinautomaten“ nach Belieben Kostproben von über 100 Weinen kaufen. Das macht Freude, gute Laune und am Ende einen prall gefüllten Einkaufskorb. Ein echtes Vergnügen am Sonntagnachmittag. Sicher war der Wein alhoholfrei und die anderen Autofahrer in dieser Gegend haben ihn ja schließlich auch getrunken ... und so fahren wir gutgelaunt und ohne schlechtes Gewissen, aber dafür mit einem prall gefüllten Kofferraum voller Wein wieder zurück ins Hotel. Die restlichen Stunden des Nachmittages ist Pool-Zeit, d.h. Der Schriftsteller widmet sich seiner Arbeit und die Muse liegt schön daneben 😉
Der Tag beginnt 10 Uhr mit dem Frühstück im Garten und einem Blick in das sonnige Chianti. Das wird auch heute unser Ziel sein. Wir fahren mit dem 🚘 durch hügelige, romantische Dörfchen und Strassen bis nach Panzano. Dort auf dem Marktplatz kaufen wir für das geplante Picknick ein: Tomaten, Staudensellerie, Pfirsiche, Feigen, Weintrauben, Käse. Nur Brot fehlt noch. Aber kein Bäcker weit und breit. Dafür ein Olivenölstand und eine Enothek mit leckerstem Dessertwein Vin de Santo und schwupps, sind wieder 60€ weg. Und Brot? ... nix da, der Markt schliesst. Ohne Brot kein Picknick und so fahren wir weiter bis nach Greve, einem kleinen Ort im Chianti, 36 km südlich von Florenz. Der coop hat gerade geschlossen und so probieren wir es nochmal auf dem Markt. Und haben 🍀, wir erwischen noch für 2€ ein halbes Brot, welches offensichtlich noch aus der Zeit der Medici stammt - so hart ist es. Einmal hier setzen wir uns in die Metzgerei Fatorni auf den schönen Marktplatz ....

22 July 2017

15.45 Uhr erreichen wir unsren Zielort Poggibonsi, im Herzen der Toskana gelegen... Einige Kilometer entfernt auf einem Bilderbuchhügel, den ehemaligen herrschaftlichen Landsitz die Villa Lecchi... heute Hotel und Restaurant. Uns erwartet freundlicher Service, eine wunderbare Suite und auf der Terrasse ein Prosecco mit einem bezaubernden Blick ins Chianti. Die Grillen zirpen und die Welt ist in Ordnung.... Mikrobiologie und Harry ... was war das nochmal? Der Höhepunkt ist das Abendessen im Gartenunter Pinien mit einem grandiosen 4 Gang-Menü: Panzanella, Lasagne, Pici, Beef mit Parmesan und Rucola und Tiramisu. dazu eine Flasche Chianti, die wir bis zum letzten Schluck leeren. Beim nächtlichen Spaziergang durch den Park, bewegen sich plötzlich die „Terrakotta-Geckos“ an den Hauswänden und werden zu echten Eidechsen. Andrea möchte jetzt dem Alkohol endgültig abschwören... beschliesst dass dann aber aufgrund des hervorragenden Weines auf „nach den Urlaub“ zu verschieben.
Wir gehen zu einem netten, älteren Wachmann, der uns tatsächlich noch hoch lässt, aber erst, wenn wir die Tasche abgegeben haben. Also noch fix zum Ticketschalter. Die „freundliche“ Dame dort will us aber partout nicht mehr reinlassen. Missmutig gehen wir trotzdem ur Taschenabgabe, die Dame schaut nicht auf unsere gebuchte Uhrzeit und so sind wir endlich die lästige Tasche los und eilen wieder zu unserem Wachmann. 12.55 Uhr lässt er uns auf den Turm und wir sind happy. Ich springe vorweg... Andrea taumelt hinterher - hoch auf das 55m hohe Wahrzeichen, was schon seit seiner Erbauung 1173 schief war, weil es auf Schwemmland gebaut wurde. Das beeindruckende Bauwerk war 1991 schon einmal gesperrt, wurde nach Stützmaßnahmen weder freigegeben und weist heute eine Neigung von 4° oder 3,90m auf. Das Ensemble mit Dom und Baptisterium (mit dem größten Taufbecken der Welt) ist seit 1987 Weltkulturerbe. Auf dem Turm, soll der Legende nach Galileo Galilei die Fallgesetze entdeckt haben.
Unser letztes Frühstück im Golf-Hotel Paradiso nehmen wir heute schon 8.00 Uhr ein. 12.30 Uhr müssen wir bereits in Pisa sein (etwa 390km), denn ich habe die Tickets für den Schiefen Turm bereits vorher gebucht. Also ragazzi ...und fast pünktlich geht es los...Die Fahrt über Cremona bis Parma verläuft unspektakulär. Erst hinter der Nudelstadt wird die Landschaft schöner und wir fahren viele Kurven und durch den Tunnel durch die Apenninen. Dieser 1500km lange Gebirgszug bildet die Hauptwasserscheide Italiens. Wir kommen merklich langsamer voran und zu allem Überfluss stehen wir in Pisa 15 min. an der Mautstelle. Pisa ist autofrei, aber wir finden glücklicherweise einen günstig gelegenen Parkplatz. Es ist 12.35 Uhr, unser Ticket praktisch ungültig, ca. 35°C heiß und Andrea hetzt trotzdem der Wunderwiese entgegen, auf der sich der Schiefe Turm, der Dom und das Baptisterium befinden. Der Menschenandrang ist groß und die Schlange am Turm lang. Wir laufe trotzdem vor und zeigen unser Ticket.

21 July 2017

Nur 2km weiter am Ufer des Mincio an rauschenden Stromschnellen liegt das malerische, romantische Dörfchen Borghetto - praktisch die eigentliche Geburtsstätte der Tortellini. Hier, so kann man sich das vorstellen, hat einst die schöne Gabriela für einen Hauptmann der Visconti-Truppen die berühmten Liebesknoten erfunden und sie ihm als Zeichen der Liebe verabreicht. Und da Liebe ja bekanntlich durch den Magen geht, spielten Jahre später viele Bambinis im Garten, verbreiteten das Rezept der Mutter ... und ... das Ende der Geschichte ist bekannt... sitzen wir am Flußlauf und essen Kürbis-Tortellini und Tagliatelle mit Fleischsoße. Zugegeben, die besten, die wir je hatten. Und ein ganzes Dorf lebt heute davon (und den zahlenden Touristen). Am späten Nachmittag liegen wir nochmal faul am Pool und obwohl Andrea keine Lust mehr hat, fahren wir nochmal am Abend nach Lacise an den Gardasee. Eisverkäufer und Schuhladenbesitzer profitieren von uns. Gute Nacht und bis morgen in PISA.....
Mit dicken Augen wachen wir 08.30 Uhr auf, 6h Schlaf sind im Urlaub nicht dass, was Andrea sich erträumt hat... Heute fahren wir nach Valeggio sul Mincio, einem kleinen Städtchen mit zwei Attraktionen. Zum einen wurden hier die Tortellini, auch Liebesknoten genannt, erfunden und hier befindet sich einer der schönsten Parks der Welt. Noch nie von ihm gehört - Sigurta Park - ich auch nicht. Aber, um es vorweg zu nehmen ... er ist wunderschön, auf jeden Fall sehenswert und eingebettet in die hügelige sanfte Landschaft des Mincio-Tals, einem Abfluss des Gardasees. Da stehen wir also nun in der Mittagshitze am Eingang des Parks und überlegen, wie wir 10km Weg bei 33°C überstehen und dabei die Blumen und Bäume genießen können. Zum Glück gibt es für die Parkbesucher Fahrräder & Golf-Karts. Wir entscheiden uns für die Flitzer-Buggys... Andrea chauffiert mich heute mal. Es geht durch die Ahornhügel, durch die Rosenallee, den Hortensienbogen, das Labyrinth, den Bauernhof, Seerosenbecken und ....

20 July 2017

Nach einer Rast am Ufer der Etsch mit Blick auf das römische Theater in einer kleinen Pizzeria, spazieren wir noch einmal durch die vielen Gassen mit den schönen Innenhöfen, kleinen Geschäften und versteckten Villen der 250.000 Einwohner der Stadt. Gegen 21 Uhr, nach einer letzten Erfrischung in einem kleinen Cafe.... ist es dann endlich soweit, die Aufführung AIDA im drittgrößten Colosseum (nach Rom und Capua) beginnt... Unglaublich, aber die Aufführung dauert 4h mit 3 Unterbrechungen. Niemand wird gegen 01.00 Uhr nach Hause gehen, den diese großartige Kunst nicht beeindruckt hat. Den einen mehr die Sangeskunst der Solisten, den anderen mehr die opulente Bühnenshow. Zu jedem Zeitpunkt passierte irgendetwas auf der riesigen Bühne. Eine große Leistung der Regie. Schade, dass man so wenig junge Leute für dieses Spektakel begeistern kann. Dabei ist selbst die Handlung so häufig in unsere Zeit übertragbar. Gegen 02.00 Uhr schlafen wir total fertig, aber glücklich mit schönen Gedanken ein.
Heute ist Stadtbesichtigung in Verona inkl. Opernabend im Kolosseum geplant. Da heißt es 7.30 Uhr aufstehen - eine echte Herausforderung für Andrea. 8.30 Uhr - auf ins Getümmel über die Autobahn dem italienischen Staat ein wenig Geld überweisen und dann ins reservierte Parkhaus nahe der Arena. Wir beginnen unseren kulturellen Rundgang mit der Shoppingmeile der Via Matezzini. Ein paar schöne Sachen dürfen es schon sein. Mittag ist dann auf der Piazza delle Erbe, dem Marktplatz schon seit Scaligerzeiten. Statt Pizza oder Pasta entscheiden wir uns für einen gemischten Obstbecher, der bei Temp. über 30*C wesentlich mehr Erfrischung bringt. Danach ist Sightseeing angesagt. Dank zweier netter Damen bekommen wir Church Tickets geschenkt, von denen wir die zwei Schönsten (Duomo und die San Anastasia) besichtigen. In letzter befinden sich die Fresken von Pisanello und Altichero.

19 July 2017

Gegen 15 Uhr erreichen wir das Golf Park Hotel in Peschiera, welches seine besten Zeiten wohl schon hinter sich hat, uns aber für die nächsten 3 Tage einen zweckmäßigen Standort zwischen Verona und Gardasee bietet. Nach einem einstündigem Aufenthalt am Hotelpool fahren wir nach Sirmione, die Stadt auf der Halbinsel mit den schönsten Stränden, die deshalb wohl auch im Sommer zum Touristenmekka wird. Zugegebenermaßen ist die Stadt mit ihren alten Gassen, herrlichen Palästen und Burgen aus der Scaligerzeit hübsch anzusehen, auch wenn Sie durch die gefühlten 2 Mio. Besucher sehr eng und laut ist. Der Blick am Abend auf die beleuchteten Ufer des Sees entschädigt dafür. Wir laufen nach dem Essen in einer Pizzeria durch die autofreie Altstadt, an den alten Adelspalästen, Stadtvillen und den Thermalquellen vorbei bis zum Lido, einem schmalen Strand am Ende des Parks. Hier ist es wunderschön und schwer dem kitschigen Gefühl von Bella Italia zu entfliehen. Buona notte!
Unser letztes Frühstück in Nals... wieder scheint die Sonne ☀️...das Wetter meint es wirklich gut mit uns. Unsere Reise nach Peschiera del Garda wird mit einem Zwischenstopp in Riva del Garda, dem nördlichsten Punkt des Gardasees, aufgehübscht. Ein leckeres 🍧, Füsse kurz im kühlen Gardasee und bei 31*C einen kurzen Spaziergang durch den Park und schon geht es weiter über die Westroute Richtung Limone. Viele Tunnel und steile Berghänge prägen das Bild auf dieser Seite des Gardasees. Mit 51 km Länge und 17 km Breite ist er der größte See Italiens und an der tiefsten Stelle 346 m. Mittagsstop ist in Dalo, einem hübschen Städtchen am Südwesten des Sees. Wir lassen uns in einer kleinen Pizzeria AntipastiLegumes und ein frisches Zitronensorbet schmecken.

18 July 2017

Was machen wir heute? Vespa fahren fällt heute aus, weil niemand einen 🛵 verleiht... und die alternative Fahrradroute kann auch nicht stattfinden, weil alle Velos bis Samstag reserviert sind. Also geht es mit dem 🚗 nach dem Frühstück die Fahrradroute entlang nach Prissian ... bei 30*C und 6km steil bergauf mit 14% Steigung wäre das eine Tour de France reife Etappe geworden... Kurzer Hand fahren wir ins Messner Mountain Museum nach St. Firmian. Hier hat der eigenwillige Südtiroler Bergsteiger 🧗‍♂️ aus einer alten Burg(Sigmundskron) eine Reminiszens an die Berge geschaffen. Die Hitze ist hier etwas erträglicher, aber der Tag und das Museum wären bei 25*C wesentlich angenehmer gewesen. Die Rückfahrt über die Weinstraße zwischen den Apfelplantagen wird zur Mutprobe, da Andrea unbedingt alle Apfelsorten probieren will, um zu testen, ob sie reif sind... natürlich sind im Juli noch alle sauer ... aber „sprich mit ner 🐮 französisch...“

17 July 2017

Mit beiden Stöcken im Anschlag geht es rasant in nur 15 min die steilen Rampen hinunter zu Andrea. Sicher wartet sie schon mit dem Fotoapparat im Anschlag auf mich, um das Zielfoto ihres Helden festzuhalten. Extra flott nehme ich die letzten Meter, steuere auf die Alm zu und... finde eine schlafende Andrea. Super Hartwig, du eitler Gockel ... du brauchst keine Zuschauer. Stolz auf meine Leistung, belohne ich mich in der Roen-Hütte mit einer Südtiroler Brotzeit, für Andrea gibts ne kalte Schnauze ... Nun aber hurtig, die Zeit eilt, und wir müssen 19 Uhr im Stachelburg Keller sein. Verschwitzt, müde, aber stolz auf unsere Wanderleistung erreichen wir nach nur 90 min die Bergstation der Standseilbahn. Sind wir froh, dass wir heute keine 4 Gänge in unserem Hotel essen müssen. Der „Lieblingssalat von Effie Fritz“ ist lecker 😋 und nicht so schwer, der Sauvignon süffig und der Venezianer so prickelnd, dass das Schreiben wie von selbst von der Hand geht. Viva Italia, vivo Vino, viva Ferien ?
11 Uhr steigen wir in die steilste Standseilbahn Italiens ein. 20 min bis zum Mendelpass auf 1.340m. Dann zu Fuß über die Enzianhütte einen breiten Forstweg durch den Wald mit teilweise steilen Anstiegen bis zur Halbweghütte auf ca 1.500m. Nach einer kurzen Rast mit Tartuffo-Eis geht es bei heißen Temperaturen über steilere kurze Anstiege hinauf zur Roen-Alm. Hier sind Kuhglocken zu hören und die Gehörnten 🐮 verbringen hier offensichtlich einen entspannten Sommer. Mir ging das etwas zu schnell, und die Alm ist nicht die Bergspitze ⛰. Offensichtlich merkt das auch Andrea und macht den Vorschlag, dass Sie sich auf der Alm ausruht und ich den steilen Weg bis zur Roen-Spitze (1h) weiter gehe. Dankbar nehme ich an, lasse meinen Rucksack da und beschließe, nur mit einer Flasche 💦 und den Laufstöcken ausgerüstet, möglichst schnell wieder unten zu sein. Die 400 Höhenmeter gehen in die Oberschenkel und trotz rasselnden Atems bin ich in 40 min oben. Auf 2.116m genieße ich die grandiose Aussich
08.00 Uhr Aufstehen bei strahlendem Sonnenschein und wieder ein fantastisches Frühstück. Der Seniorchef kommt an unseren Tisch und begrüßt uns, so wie jeden Gast. Alle anderen mussten vor uns Ihre Tagesplanung offenlegen und bekamen kluge Zusatztipps oder „bessere“ Alternativen. Aufgeregt überlege ich, ob ich eine spannende Tour statt der geplanten schnöden Wanderung erzähle. Aber so einfach gebe ich nicht klein bei. Lange habe ich zuhause an dieser Wanderung von Kaltern gefeilt. Und - es zahlt sich aus. Wohlwollend nickt der Alte und gratuliert mir zu dieser ausgesuchten Panorama-Tour. Bravo Hartwig, oder sollte ich besser schreiben SACHSEN MESSNER 😉 Der Tag soll heiß werden und so muss ich kiloweise Sonnencreme auf meinen Astralkörper verreiben. Bei diesem Verbrauch lohnen sich Rabattkarten bei Nivea. Dabei werde ich sowieso nicht braun ... aber was soll‘s Andrea fühlt sich besser, wenn Sie auf mich aufpassen kann... kann man nix machen gegen das Helikopter-Syndrom. Auf geht’s...

16 July 2017

Unter den berühmten Laubengängen ist die Hitze einigermassen erträglich. Wir schlendern bis zur Kurpromenade an der Etsch entlang und geniessen den pittoresken Park mit den kunstvoll gestalteten Büschen. Pflastermüde fahren wir mit dem Sessellift zum Dorf Tirol und erkunden die Gegend, gönnen uns im Hotel Panoramablick einen Apfelstrudel und eine Tasse Kaffee. Nach dem Abstieg fahren wir mit einigen Umwegen flugs wieder aus der Stadt zwischen reifen Apfelplantagen, prächtigen Weinreben und immer an dem trüben Gletscherfluss Etsch entlang. Jetzt werden die Beine müde und immer öfter wird dankbar 🙏🏻 die elektronische Unterstützung gewählt. Mit Tempo 30 erreichen wir 16.30 Uhr Nals und gönnen uns glücklich 90 min. am Hotelpool. 19 Uhr ergattern wir noch einen Tisch auf der Hotelterrasse für den Luis Trenker Abend mit Südtiroler Spezialitäten und einer Flasche Enos, einem Cuvee Weißwein vom Kalterer See. Nach einem Verdauungsspaziergang durchs Dorf schlafen wir 22.30 Uhr todmüde ein 💤..
Nach einem ausgiebigen Frühstück mit Rührei und Wunschzutaten mieten wir uns zwei Fahrräder... okay... nicht einfach zwei normale Velos... nein... wie die Rentner.... 😂 Mountain-E-Bikes. Bei knapp 30*C geht’s tatsächlich schon 10.30 Uhr los. Wegen des Motors am Bike wird kurzfristig die Strecke verlängert bis nach Meran. Der Radweg an der Etsch ist gut ausgebaut und so fahren wir erst einmal hochmotiviert ohne techn. Unterstützung den flachen Teil der Etappe. An den steileren Stellen wird (zwar mit schlechten Gewissen) der Hilfsmotor dankbar zugeschaltet. Rast an einem kleinen Imbiss mit Wasser, Eis und Kaffee. Gegen 12 Uhr erreichen wir Meran und stellen unsere Velos einstweilen ab... wir wollen die mediterrane Stadt zu Fuß erkunden.
07.30 Uhr, kurzer Morningjogg zur Burgruine Casatsch, etwa 2 km steil bergauf aus dem Dorf über einen mittelalterlichen Pfad durch Apfelplantagen und Weinreben... die Ruine aus dem 13. Jh. ist gut erhalten und frei zugänglich und bietet einen grandiosen Blick über das Tal bis nach Bozen. Ich merke, dass ich lange nicht gelaufen bin.... schnauf 😤

15 July 2017

19 Uhr habe ich einen Tisch im Schloss Korb reserviert, einem Restaurant/Hotel mit super Aussicht, einer tollen Küche und im Besitz der bekannten Winzerfamilie Dellago. Entsprechend gut sind dann auch die Weine zum 4 Gänge Menü (Cuvee Bogmant und ein fantastischer Zweigelt). Der Abend und das Essen machen den Anreisetag zu einem wahren Erlebnis und Highlight des Urlaubs. Im Hotel bieten Sie Vespas 🛵 zum Verleih an. Prompt für Dienstag geplant. Für morgen steht eine Mountain-Bike entlang der Etsch an und früh ein erster Morgen-Jogg. Ob es allen gelingt, erfährt der geneigte Leser morgen.... Einstweilen Gute Nacht 💤...
01:50 Uhr, der Wecker klingelt... tatsächlich fahren wir pünktlich los (danke Andrea😁) bei strömenden Regen und wenig Stau ... bis zum Schliersee. Dort Frühstück in einem kleinen türkischen Kaffee mit Brezel und Kuchen und dann bei Kufstein/Österr. über die Grenze. Immer noch Dauerregen und auf dem Brennerpass 12*C. Wie angekündigt und Andrea versprochen, scheint in Südtirol die Sonne. Binnen kürzester Zeit steigt das Quecksilber im Auto auf 27*C. 11:45 Uhr erreichen wir unser Hotel in Nals, etwa 20 km hinter Bozen. Es ist ein schnuckliges, kleines Boutique-Hotelmit aufmerksamen Personal, liebevoll geführt und individuell eingerichteten Suiten mit Balkon. Nach einem kurzen Spaziergang durch den Ort an der Südtiroler Weinstraße geniessen wir, völlig untypisch, den Nachmittag am Pool mit Aperol Sprizz, einem guten Buch (MTV Legende Ray Cookes) und einem Nickerchen auf der Sonnenliege.... Die letzten Wochen bei Harry und die nächtliche Fahrt haben offenbar doch Sehr geschlaucht ...😴