New Zealand · 55 Days · 59 Moments · September 2017

Hannes alone in New Zealand


30 October 2017

Schon am Morgen überkam mich der unheimliche Drang einen der umliegenden Berge zu besteigen, also machte ich mich schon bald in der Früh auf den Weg und bestieg den Royce Peak. Man hatte von oben eine herrliche Aussicht und es war defintiv die Anstrengung wert. Am Abend unternahm ich noch einen kleinen Spaziergang und sah einen Mann mit einem Fußball spielen. Da ich schon lange keinen Ball mehr am Fuß hatte fragte ich ob ich mitspielen durfte. Also kam es, dass wir dann zu dritt (ein Kanadier, ein Deutscher und ich) ein bisschen kickten und einen netten Abend zusammen verbrachten.

29 October 2017

Heute stand einmal etwas ganz neues am Programm: ein Hubschrauberflug mit anschließender Wanderung auf dem Franz Josef Gletscher. Meine Vorfreude war schon beim Besteigen des Hubschraubers gewaltig und ich wurde dann auch auf dem Gletscher nicht enttäuscht. Man fühlte sich dort oben wie in einer anderen Welt. Man war umgeben von riesigen Eiswänden und Eishöhlen. Der Tourguide Hamish war richtig lustig und erzählte uns viele interessante Informationen über den Gletscher. Es war ein außergewöhnliches Erlebnis, das mit dem Hubschrauberflug zurück endete. Ich genoss anschließend noch die Hot Pools, wo man den Eintritt gratis zur Gletscherwanderung dazu bekam. Entspannt machten wir uns nach den Hot Pools auf Richtung Wanaka. Wir kamen bei der Autofahrt noch an einigen coolen Wasserfällen vorbei und durften dann auch schon bald das erste Mal die Schönheut des Lake Hawea und des Lake Wanaka sehen.

28 October 2017

Heute sollte der Fox Gletscher dran sein. Doch zuerst machten wir noch einen Stop beim berühmten Lake Matheson, der die Berge fast perfekt spiegelte. Da wir dieses Mal eine noch bessere Aussicht auf den Gletscher wollten, bestiegen wir den Mount Fox und was wir dort oben geboten bekamen, war mehr als spektakulär. Eine 360° Aussicht, wobei man zur einen Seite Schneebedeckte Berge und zur anderen Seite das Meer hatte. Ich denke dies ist einer der vielen Faktoren die Neusseland so besonders machen. Einfach die Vielfalt der verschiedenen Landschaftstypen so nahe beieinander. Nach dem langen Abstieg waren wir aber fix und fertig und konnten fast unsere Beine nicht mehr spüren, da wir den ganzen Tag unterwegs waren. Das Bett in den Hostels war selten so angenehm wie heute.

27 October 2017

Die Sonne lächelte uns schon am Morgen entgegen und wir wussten, dass es nur ein guter Tag werden konnte. Wir machten uns auf den Weg um den Franz Josef Gletscher zu besichtigen. Es war schon ziemlich beeindruckend am Fuß des Gletschers zu stehen, der bis zu einer Meereshöhe von 200 Metern runterkommt. Es gab dort einige Wanderwege, die wir bewältigten und da das Wetter auch am Abend noch so angenehm war, ging ich sogar noch Laufen. Nach diesem langen und anstrengenden Tag hatten wir uns ein großes Festmahl für das Abendessen verdient und wir kochten Wraps.

26 October 2017

Am frühen Morgen machten wir den Baumkronen-Wanderweg, den wir ein bisschen überteuert fanden. Danach holten wir noch schnell die Deutsche und Brasilianerin ab und starteten Richtung Franz Josef. Mit 3 Frauen an Board kam ich schön langsam zur Erkenntnis, dass mein Auto ein wahrer Frauenmagnet sein musste. Wir machten noch einen Wanderstop in Okarito, wo sich einige schöne Wanderwege befanden. Danach kamen wir endlich in Franz Josef an und unsere 2 Mitreisenden luden uns am Abend noch auf ein Bier ein, da sie sehr dankbar für die Mitfahrgelegenheit waren. Es wurde noch zu einem lustigen Abend, da wir noch mehr Leute trafen und kennenlernte.

25 October 2017

Unsere Pläne wurden ein bisschen durcheinander geworfen. Eigentlich wollten wir heute einen Baumkronen-Wanderweg machen, aber das Wetter versaute uns diese Planung. Stattdessen besuchten wir ein Kiwi Center um das erste Mal einen Nationalvogel live zu sehen. Da die Kiwis Nachtaktiv sind, habe ich leider kein gutes Foto bekommen können. Weiters gab es auch noch eine Aalfütterung dort, wobei man die Aale selber füttern durfte. Das Wetter wurde nicht besser, sondern eher schlechter und wir beschlossen den Tag im Hostel zu verbringen und dann morgen erst den Baumkronen-Wanderweg zu machen. Also verlängerten wir um eine Nacht und trafen eine Deutsche und eine Brasilianerin, mit denen wir eine nette Unterhaltung hatten und welchen wir auch anboten sie nach Franz Josef mitzunehmen.

24 October 2017

Da es in Westport nicht so viel zu sehen gibt und unser nächstes großes Ziel der berühmte Franz Josef und der Fox Gletscher sind, geht es heute schon wieder weiter die Westküste runter. Der erste Stop war Cape Foulwind, wo man eine Seerobbenkolonie beobachten konnte und ein kleiner netter Wanderweg war. Schon deutlich weiter im Süden waren dann auch noch die berühmten Pancake Rocks, die ihren Namen bekamen, weil sie so ähnloch wie Pfannkuchen aussehen. Aber dort waren nicht nur die Steine waren dort so besonders, auch die riesigen Wellen des Tasmanischen Meers die gegen die steilen Felswände klatschten waren spektakulär. Am Abend kamen wir in Hokitika an, wo wir nur eine Nacht als Zwischenstopp einplanen. Vom Hostel hatte man eine sehr gute Sicht auf das Meer und uns wurde ein traumhafter Sonnenuntergang geboten.

23 October 2017

Heute lag wieder Aufbruchsstimmung in der Luft. Bevor wir jedoch Richtung Westport fuhren, besuchten wir noch die Pupu Springs, die wahrscheinlich klarste Quelle der Welt. Es war unglaublich wie klar das Wasser dort war und wir waren richtig begeistert. Danach ging es aber auch schon weiter und wir verließen bei unserer vierstündigen Fahrt nach Westport nicht nur das wunderschöne Golden Bay, sondern leider auch das gute Wetter. Als wir am Abend ankamen wurden wir von strömenden Regen begrüßt und legten uns auch sofort erschöpft von der Reise ins Bett.

22 October 2017

Nachdem wir gestern wirklich nur den ganzen Tag rasteten und uns vom langen Wandern im Hostel in Mouteka ausruhten, ging die Reise heute zum Golden Bay weiter. Im Ort Takaka befand sich unser Hostel und wir erkundigten uns was es so zu tun gibt. Wir wurden sofort auf das Cape Farewell aufmerksam gemacht und beschlossen dies zu besichtigen. Vom Wharariki Beach starteten wir die Wanderung zum Cape Farewell und das ganze Ambiente an diesem Ort war atemberaubend. Wie zwei verschiedene Welten trafen hier einerseits der Strand und andererseits die Klippen und die hügelige Landschaft aufeinander. Da wir so begeistert waren, folgten wir noch einem weiteren Wanderweg, welcher jedoch nicht wie anfangs gedacht ein Rundweg war, sondern mitten im Nirgendwo endete. Also beschlossen wir erstmals per Anhalter zu fahren um wieder zurück zum Auto zu kommen. Ein nettes Schweizer Paar mit 3 Kindern nahm uns in deren Wohnwagen mit.

20 October 2017

Da das Schnarchen 2 Betten neben mir, einem Schweinegrunzen gleichte, fiel es mir eher schwer in der Nacht Schlaf zu finden. Trotzdem ging die Wanderung schon relativ bald weiter und es standen wieder 25 Kilometer am Programm. Es war schon deutlich anstrengender mit Blasen an den Füßen und einem Muskelkater sich einen Berg hochzuschleppen, als ohne diese Kriegsverletzungen. Als wir kurz eine Pause an einem Strand machten entdeckten wir eine Robbe und machten kurzerhand ein Fotoshooting mit dieser. Das Mittagessen genossen wie an dem idyllischen Kleopatra's Pool, von dem aus es nur mehr wenige Stunden bis zum Ziel waren. Als wir wieder beim Auto ankamen war die Erleichterung groß endlich das schwere Gepäck ablegen zu können. Nachdem wir diese wunderschöne Erfahrung hinter uns gebracht haben, heißt es aber morgen bestimmt einmal: Ausrasten!

19 October 2017

Wir kamen zu einer Passage, die man nur bei Ebbe überqueren konnte und wir trafen dort 2 Deutsche mit denen wir uns ganz gut verstanden. Also als die Ebbe eintraf setzten wir die Reise mit Flo und Henni fort. Nach insgesamt 8 Stunden Wanderung waren wir froh, als wir endlich die Hütte erreichten um ums dort unser wohlverdientes Abendbrot bei einem Sonnenuntergang zu gönnen. Die Hütte war ausgebucht und so kam es, dass 28 Leute sich 2 Zimmer teilen mussten. Außerdem gab es dort auch keinen Strom, kein Handysignal oder warmes Wasser. Und ja, ich werde es mit hoher Wahrscheinlichkeit trotzdem überleben.
50 Kilometer in 2 Tagen standen vor uns, bevor wir in das Boot einstiegen, das uns zum Start unserer Wanderung bringen sollte. Der Skipper machte noch an einigen wichtigen Stellen Halt und erzählte immer wieder einige Sachen über den Track und verschiedene Gesteinsformationen. Nach 2 Stunden auf dem Wasser, wurden wir endlich abgesetzt und schnell stellten wir fest, dass wir hier eine sehr schöne Zeit haben werden. Superbe Strände und Landschaften lagen vor uns und es war ein Traum hier zu wandern. Und auch der Wettergott spielte mit und bescherte uns ein traumhaftes Wetter.

18 October 2017

Ein eher langweiliger Tag. Von Picton nach Nelson gab es auf der kurvigen Straße einige Aussichtspunkte, aber nicht viel mehr zu sehen. Da Nelson eine etwas größere Stadt war nutzten wir dort die Zeit um unsere weitere Route zu planen und Einkäufe zu tätigen. Wir beschlossen einen der 9 Great Walks von Neuseeland in Angriff zu nehmen: den Abel Tasman Track. Und es sollte schon morgen los gehen!

17 October 2017

Da ich ja schon ein bisschen Erfahrung mit Kreuzfahrten habe, beeindruckte die große Fähre, mit der wir heute auf die Südinsel übersetzten nicht mehr wirklich. Jedoch war es für mich ein Highlight mein Auto auf das Schiff fahren zu dürfen. Kaja und ich verbrachten die 4 Stunden Bootsfahrt am obersten Deck und wir genossen die Aussicht auf die Fjorde der Südinsel. Hier erkannte man auch schon den ersten Unterschied zur Nordinsel: Es sah alles viel bergiger und verlassener aus. Wir kamen am späteren Nachmittag in Picton an und verbringen hier auch die Nacht. Das Hostel dort bot einen gratis Whirlpool UND gratis Apfelstrudel mit Eis. Ein Paradies auf Erden.

16 October 2017

Heute ist wieder einmal viel passiert. Schon am Morgen schrieb mir eine Bekannte aus einem vorherigen Hostel, dass sie ihren Job gekündigt hatte und nun mit mir reisen möchte. Sie würde heute am Abend zu mir nach Wellington kommen. Ich willigte ein und startete meinen Tag. Zuerst ging es zum berühmten Cable Car in Wellington, mit dem ich einen kleinen Berg hinauffuhr. Oben besuchte ich dann kurz das Cable Car Museum und machte mich durch die Wellington Gardens wieder zurück zum Stadtzentrum. Als nächstes besichtigte ich das Parlament und lernte bei der gratis Tour einiges über das Regierungssystem. Leider durfte man drinnen keine Fotos machen. Am Abend traf ich dann Kaja, die alte Bekannte und wir nutzten das sehr preiswerte Kino um ums einen Film anzusehen. Den Kinobesuch ließen wir noch mit einem Besuch auf dem Mount Victoria ausklingen, wo man eine atemberaubende Aussicht über die Skyline von Wellington hatte.

15 October 2017

Natürlich war mein erstes großes Ziel heute das berühmte Nationalmuseum Te Papa, welches man sogar mit freiem Eintritt betreten konnte. Zum Einen gab es eine sehr interessante Ausstellung zur Entwicklung von Neuseeland und der Geographie. Jedoch war dort das Highlight für mich die Ausstellung über den Einsatz neuseeländischer Truppen im ersten Weltkrieg. Die massiven Wachsfiguren von diversen Soldaten wirkten wie echte Menschen und man konnte richtig mit ihren Geschichten mitfühlen. Da ich aber bei perfektem Wetter nicht den ganzen Tag unter einem Dach verbringen konnte, machte ich noch eine größere Wanderung am Nachmittag und kam bei einem Windrad an, wo man wieder einen herrlichen Ausblick hatte. Ich freundete mich mit einem Slowaken an, der mich anschließend in seinem Auto mit in die Stadt nahm und mir somit den weiten Rückweg ersparte. Wiederrum auf Empfehlung des Rezeptionisten, besuchte ich am Abend noch einen klasse Burgerladen.

14 October 2017

Auf der Fahrt nach Wellington machten wir heute noch 2 weitere Stops. Zum einen in dem Ort Bulls, wo jedes Geschäft "Bull" im Namen hat und dann noch einen kleinen Abstecher auf einen Wanderweg, der direkt neben dem Highway lag. Als wir in Wellington ankamen, einigten Helen und ich uns darauf, dass wir verschiedene Vorstellungen vom Reisen haben und es trennten sich unsere Wege. Nach nicht so schwerem Abschied war ich top-motiviert die Stadt zu erkunden und wurde sofort vom freundlichen Rezeptionisten, der gerade Pause hatte, begleitet. Er zeigte mir einen der schönsten Aussichtspunkte der Stadt und gab mir quasi eine gratis Stadtführung. Am Abend besuchte ich, durch Empfehlung des Rezeptionisten einen Night-Street Food Market, wo ich sehr leckeres indisches Essen genießen konnte.

13 October 2017

Whanganui ist eine nette kleine Stadt. Wir wollten schon bald in der Früh den Hausberg besteigen, wofür wir gefühlte 100000 Stufen überwinden mussten und dann nochmals auf einen Turm rauflaufen. Der Aufwand machte sich aber mit einem tollen Ausblick auf die Stadt bezahlt. Danach schlenderten wir noch ein bisschen durch die Stadt, aber wir merkten bald, dass es hier eher nicht so viel zu tun gab. Deshalb kehrten wir schon eher früh ins Hostel zurück und besonders ich freue mich schon auf morgen, da es in die Hauptstadt nach Wellington geht.

12 October 2017

Obwohl der Wetterbericht sehr vielversprechend war, wurden wir als wir den Fuß des Mount Taranaki erreichten vom Nebelschleier um den Berg herum enttäuscht. Trotzdem war es eine ganz schöne Wanderung, für die wir circa 4 Stunden brauchten. Wir besuchten danach noch die in der Nähe gelegenen Wasserfälle und dort lichtete sich dann plötzlich auch der Nebelschleier und man hatte eine imposante Aussicht auf die Bergspitze. Um 4 Uhr verließen wir dann aber den berühmtem Berg und machten uns auf den Weg nach Whanganui, wo wir bei einem kleinen Örtchem namens "Hawera" vorbei kamen.

11 October 2017

Heute spielte leider das Wetter wieder nicht mit unseren Plänen mit. Doch trotzdem entschlossen wir uns zu einem Spaziergang zu einer berühmten Fußgängerbrücke in der Nähe. Obwohl wir fast vom Wind verblasen worden wären, war es trotzdem eine schöne Attraktion. Wir machten uns zu Fuß auf den Weg in die Innenstadt und besichtigten dort ein Museum, wo man jedoch leider nicht fotografieren durfte. Wir kehrten schon ziemlich bald zum Hostel zurück und weil mir dort schnell langweilig wurde, machte ich den Entschluss GeoCaching zu gehen. Ich fand 2 Caches und kam zufrieden zum Hostel zurück. Nach 18 gegangenen Kilometern an diesem Tag, fällt mir das Einachlafen heute bestimmt nicht schwer!

10 October 2017

Das erste Ziel von meiner Reisebegleiterin Helen und mir war New Plymouth. Ich setzte meinen Willen durch und wir mieteten uns ein Hostel für 2 Nächte. Nach dem erdolgreichen Check-In, bestiegen wir einen kleinen Berg am Stadtrand, wo man eine tolle Aussicht über die Stadt hatte. Danach besichtigten wir noch den Stadtpark und kochten uns unser Abendessen im Hostel.

9 October 2017

Jubiläum! Mein erster Tag an dem ich rein gar nichts unternahm. Es regnete draußen in Strömen und ich fand das Hostel eigentlich ganz gemütlich. Ich wurde in einer Facebookgruppe von einer Deutschen angeschrieben, ob wir nicht zusammen reisen wollten. Da sie ganz nett wirkte und sie auch auf ihrem Profilbild ziemlich gut aussah, willigte ich ein und wir machten uns ein Treffen für heute Abend aus. Als ich sie abholte, erkannte ich sie zuerst gar nicht, da sie doch deutlich anders aussah als auf ihrem Profilbild und das leider nicht im Positiven. Außerdem musste ich feststellen, dass sie sehr sparsam und eher anti-spaßig eingestellt war. Da ich aber schon vorher eingewilligt hatte und ich zu meinem Wort stehe, kam es so, dass wir die Nacht nicht in einem "teuren" Hostel verbrachten, sondern das erste Mal in meinem Auto schliefen.

8 October 2017

Auf diesen Tag freute ich mich schon seit längerer Zeit: Es standen die Waitomo Caves am Programm. Nach ca. 1 Stunde Fahrt von Hamilton, traf ich in Waitomo ein und meldete mich im Büro für die Führung an. Zuerst mussten wir uns Wetsuits, Gummistiefel umd Helme anziehen, danach gab es eine kleine Einführung zum ersten Programmpunkt, nämlich dem Abseilen. Wir seilten uns 20 Meter in eine Bucht ab und warteten in einem Fluss auf den Rest der Gruppe. Danach schnappten wir uns Gummireifen für das Rafting und marschierten Flussaufwärts. Wir stoppten bei einer wunderschönen Höhle, wo man die Pracht der "Glühlarven" bewundern konnte. Kurze Zeit später stürzten wir uns mit den Gummireifen in die Strömung und passierten weitere mit Glühlarven gefüllte Höhlen. Als Abschluss eines großartigen Tages, kletterten wir noch eine 20 Meter hohe Wand hoch. Da man kein Handy mitnehmen konnte, habe ich die Fotos leider nur auf einem USB Stick und stelle hier ein paar Eindrücke aus dem Internet rein.

7 October 2017

Mein nächstes Ziel war die belebte Stadt Hamilton. Als erstes musste ich den Luxus einer größeren Stadt nutzen und eine Shoppingtour unternehmen, da ich mein einziges Cap verloren und auch mein ganzes Internet verbraucht hatte. Nachdem ich fündig geworden bin, machte ich mich auf zu den berühmten Hamilton Gardens. Da ich nicht so ein Fan von Gärten bin, war hier natürlich das Hauptziel meiner Familie gute Fotos zukommen zu lassen. Doch ich musste überrascht feststellen, dass mich auch bald selbst für die beeindruckenden Gärten interessierte. Den Abend ließ ich noch gemütlich im Hostel mit einem netten Franzosen ausklingen, den ich dort kennengelernt habe.

6 October 2017

Gestern und heute waren meine beiden Tage in Raglan, einer kleinen Surferstadt an der Westküste, jedoch gefiel es mir nicht sehr gut dort. Im Hostel waren nur ca. 30-jährige Kiffer unterwegs, mit denen ich nichts anfangen konnte und am Tag spielte das Wetter nicht mit, also bin ich froh wenn ich morgen endlich weiter kann.

4 October 2017

Was für ein verrückter Tag. Es fing eigentlich alles ganz normal an. Ich bin bald aufgestanden und startete Richtung Süden. Am Weg zum Baylys Beach machte ich noch einen Zwischenstopp im Waipoua Forest und bekam dort die größten Bäume Neuseelands zu sehen. Als ich endlich am Baylys Beach ankam unternahm ich noch eine Strandwanderung und beschloss danach die Nacht in meinem Auto zu schlafen. Doch es kam anders. Als ich gerade mein Bett machen wollte, wurde ich von einem Fremden und seiner Frau angesprochen und nach einem netten Gespräch zum Essen und Übernachten eingeladen. Ich sollte in einer Stunde bei ihnen sein und als ich im Auto darauf wartete, hielt plötzlich ein weiteres Auto und der Mann darin fragte mich genau das selbe. Von der Gastfreundschaft und Offenheit der Neuseeländer überwältigt machte ich mich auf zum Abendessen und verbrachte einen super lustigen Abend mit Clay und seiner Frau.

3 October 2017

Heute war ein einzigartiger Tag. Ich habe an der Cape Reinga Tour teilgenommen und kann sie nur jedem anderen Reisenden weiterempfehlen. Ich wurde zuerst direkt vom Hostel abgeholt und dann ging es auch gleich los. Zuerst fuhren wir circa eine Stunde in den Norden und die Reiseführerin informierte uns über die umliegende Landschaft. Das erste Ziel war Sandsünensurfen. Und ja es war auch genau so lustig wie es sich anhört, auch wenn man danach fast den halben Strand in der Hose hat. Als nächstes war das Mittagessen an der Reihe, das man an einer top Location genießen konnte. Mit vollen Bäuchen kamen wir dann endlich beim fast nördlichsten Punkt Neuseelands an: dem Cape Reinga. Von dort aus hatte man eine unglaubliche Aussicht auf die 2 Ozeane die genau dort aufeinandertreffen. Nach einer kurzen Wanderung machten wir uns auf den Rückweg. Bei der Heimfahrt blieben wir zuerst noch bei einem Eisladen stehen und fuhren dann auf dem Strand zurück zum Hostel.

2 October 2017

Der Tag des Abschieds war gekommen. Es ist zwar immer schwer Abschied zu nehmen, doch ich war trotzdem höchst motiviert weiter zu reisen. In den letzten 2 Tagen passierte nichts Spannendes außer einer kleinen Angeltour. Ich habe auch noch eine Reise zum Cape Reinga gebucht und meinen weiteren Trip geplant. Ich machte noch ein paar Fotos von den Hunden und dem Holzstapel den Frank und ich errichtet hatten und verließ Frank und Kay um etwa 11:00. Zu Mittag kehrte ich im nächstgelegenen McDonalds ein. Danach fuhr ich eine halbe Stunde weiter zu meinem nächsten Hostel. Ich bin nun das erste Mal an der Westküste und das Meer ist hier deutlich unruhiger als auf der Ostküste. Trotzdem bin ich vom Strand in Ahipara mehr als nur beeindruckt. Am Abend kochte ich mir klassisch meine Spaghetti mit Tomatensoße und lernte ein kanadisches Paar kennen, mit denen ich mich ca. 2 Stunden über Neuseeland austauschte und dann gemeinsam Serien schaute.

29 September 2017

Gestern war ich an einem nicht ganz so spektakulären Strand, habe aber die Zeit dort trotzdem genossen, vor allem weil ich mit Franks Quad dort hinfahren durfte. Heute kam Kay wieder nach Hause und zur Feier des Tages kamen auch Stumpi und seine Frau wieder mal zu Besuch. Wie immer wenn Stumpi zu Besuch war, wurde auch heute wieder zum Alkohol gegriffen und wir hatten einen lustigen Abend.

27 September 2017

Über gestern gibt es nicht viel zu sagen. Es war ein ganz normaler Arbeitstag mit ein bisschen Bier und gutem Essen am Abend. Heute in der Früh machte sich Kay auf zu ihrer Tochter, wo sie die nächsten 2 Tage bleiben wird. Das heißt Frank und ich werden nun für 2 Tage einen reinen Männerhaushalt führen. Ich bekam auch eine neue Arbeit zugewiesen, von der ich jedoch nicht sehr begeistert war, und zwar Unkraut ausreißen. Nach der Arbeit stieg ich ins Auto und machte mich auf den Weg zum Rarawa Beach, wo mich ein beeindruckender Strand erwartete. Ich genoss etwa eine Stunde die Sonne dort und machte mich dann auf den Rückweg, um mit Frank einen gemütlichen Männerabend genießen zu können.

25 September 2017

Nach 2 Tagen fischen, war jetzt wieder Arbeit an der Reihe. Ich durfte wieder mit Frank Feuerholz kleinschneiden und es anschließend mit dem Quad herumtransportieren. Nach der Arbeit machte ich einen kleinen Spaziergang durch den sehr gut gepflegten Garten und probierte die dort wachsenden Orangen. Am Abend kam wieder einmal Franks Freund Stumpi (der den Spitznamen hat, weil ihm ein paar Finger fehlen) und seine Frau zu Besuch. Stumpis Whisky wurde mir ein bisschen zum Verhängnis und ich war dann nach 3 Gläsern doch schon sehr heiter gestimmt. Aber auch die anderen tranken nicht zu wenig und es wurde noch ein wirklich sehr lustiger Abend.

24 September 2017

Der Vormittag lief heute wieder genau so ab wie gestern. Wir machten uns wieder zu dritt auf den Weg um ein paar Fische zu fangen. Am Nachmittag musste Franks Sohn dann wieder arbeiten fahren und verließ uns. Vorher jedoch nahm er mich in seinem 470 PS starken Ford mit und das ist wirklich ein Wahnsinns-Auto. Ich kam mir vor wie in einer Achterbahn.

23 September 2017

Am heutigen Tag musste ich nicht arbeiten, sondern konnte Frank und seinen Sohn Biban zum Fischen begleiten. Nachdem die Ausbeute zuerst eher gering war, fingen wir dann später doch einige Fische und ich musste feststellen, dass es ein richtig gutes Gefühl ist selbst einen Fisch aus dem Wasser zu ziehen. Ich fing an dem Tag 6 Fische und war auch ziemlich stolz darauf. Als wir heimkamen beschlosseb wir sofort, dass es morgen wieder zum Fischen gehen sollte, anstatt zu arbeiten. An diesem Tag waren die Wahlen in Neuseeland und ich sah mir mit Kay, Frank unf Biban die Ergebnisse an. Da ich keine Ahnung über Politik in Neuseeland habe, freute ich mich einfach mit meiner Gastfamilie über den Sieg der National Party of New Zealand.

22 September 2017

Mein erster Arbeitstag bei meiner neuen Gastfamilie verlief relativ gemütlich. Mein Job war es meinem Gastvater Frank das Holz zu reichen, welches er anschließend zersägte. Nach 4 Stunden waren wir fertig und ich ging am Nachmittag noch mit der Gastmutter Kay und den 2 Hunden spazieren, wobei mir Kay die 110 Hektar große Farm zeigte. Am Abend kamen Freunde von Kay und Frank zu Besuch und es wurde mit einer Mischung aus Bier, Wein und Whisky eine richtig lustige Runde.

21 September 2017

Nach der Bootsfahrt machte ich mich auf zu meiner nächsten Gastfamilie. Nach 3 Stunden Fahrt und einigen Pausen an schönen Stellen, kam ich endlich bei meiner neuen Familie an. Während der langen Fahrt habe ich mir viele Gedanken darüber gemacht wie sie dort wohl sein werden und ob ich mich denn wohl fühlen werde. Als ich jedoch herzlich empfangen, hereingebeten und mit selbstgemachtem Bier und Wein bedient wurde, wusste ich, dass die bevorstehende Woche nur großartig werden kann.
Ich beschloss an meinem letzten Tag im wunderschönen Bay of Islands eine Bootstour zum berühmten Hole in the Rock und anschließend zur Urupukapuka Island zu machen. Kurz nach dem Start sahen wir auch schon das erste Highlight: Delfine. Es war faszinierend den Tieren beim Schwimmen und Springen zuzusehen, wobei sie dem Boot sehr nahe kamen. Danach ging es weiter und nach der Besichtigung des berühmten Felsen, kehrten wir auf der Urupukapuka Island in einem Restaurant ein. Nach dem Essen nutzte ich die Zeit noch und erkundete die Insel. Von einem Hügel aus hatte man eine spektakuläre Aussicht über die Bucht.

20 September 2017

Heute war es Zeit für meinen ersten Adrenalinkick in Neuseeland, ich ging Mountainbike fahren. Obwohl ich mich zwar zuerst eher vorsichtig heran tastete, traute ich mir dann doch ziemlich schnell mehr zu und probierte auch die Strecken für Fortgeschrittene und je schneller ich fuhr, desto lustiger wurde das Fahren. Die negativen Seiten an 4 Stunden pasuenlos Fahrrad fahren, sind jedoch, dass einem nachher so ziemlich alle Gliedmaße schmerzen. Ich besuchte am Nachmittag noch die Haruru Falls und kochte mir am Abend zum ersten Mal selbst etwas zu essen. Ich ließ anschließend den Abend noch gemütlich mit ein paar Deutschen ausklingen.

19 September 2017

Heute war es soweit. Die Reise geht weiter. Ich nahm in der Früh noch kurz von meiner Gastfamilie Abschied und machte mich dann auch schon auf, Richtung Bay of Islands. Auf meinem Weg dorthin kam ich an mehr als beeindruckenden Buchten und Stränden vorbei und machte fast bei jeder eine kleine Pause um die Aussicht zu genießen. Ich erreichte nach einer Stunde einen kleinen Ort namens Russell in dem es sehr gemütlich war und dort beschloss ich auch eine kleine Wanderung zu unternehmen. Nach der Erkundung des Gebiets, ging es für mich und mein Auto auf eine Fähre, die uns zur nächsten Stadt brachte, wo ich dann auch übernachtete. Es tat gut un dem Hostel wieder einmal Leute in meinem Alter zu treffen und mich mit ihnen zu unterhalten.

18 September 2017

Heute war mein letzter Arbeitstag bei meiner Gastfamilie und es ist wirklich nicht viel passiert. Hauptsächlich beschäftigte ich mich mit der Planung von meiner Reiseroute und mit den Aktivitäten in den nächsten Tagen.

17 September 2017

Heute war mein freier Tag und ich beschloss ein bisschen wandern zu gehen. Zuerst kam ich wieder zu einem Wasserfall und danach gelang es mir auf die Spitze des Mount Parihaka zu kommen, auf dem man einen guten Ausblick auf die Stadt Whangerei hatte. Beim Abstieg kam ich ein bisschen vom Weg ab, verirtte mich und musste mir circa 30 Minuten lang durch Gebüsch, Sträucher und Bäume meinen Weg nach unten suchen. Am Abend sah ich mir dann mit meiner Gastfamilie einen in Österreich gedrehten Film an, den irgendwie jeder englischsprachige Mensch liebt, aber die meisten Österreicher nicht einmal kennen: The Sound of Music Weiters erwähnenswert ist vielleicht noch, dass ich mir heute einen praktischeren und flotteren Haarschnitt zugelegt habe, wobei ich selbst die Rolle des Friseurs übernahm.

16 September 2017

Heute startete ich den Tag mit einem Besuch auf dem Grower Market in Whangerei. Da es angeblich bei dem Stand der Hari Krishna das beste Essen gibt, kaufte ich auch dort ein und es schmeckte wirklich sehr lecker. Danach ging ich mit den Hunden zu den Whangerei Waterfalls spazieren. Es war ein wirklich schöner Wanderweg mit beeindruckendem Ausblick auf die Wasserfälle. Als ich wieder beim Haus ankam, brachte ich die Arbeit hinter mich und fuhr am Abend wieder zur Marae essen. Ein echter Maori zeigte mir ein paar typische Tänze und erzählte mir sehr viel über seine Vorfahren. Nach der Marae hörte ich von meiner Gastmutter Mandy die schönsten Worte, die man sich nur vorstellen kann: "Tomorrow you have a day off", also morgen keine Arbeit für mich!!

15 September 2017

Heute durfte ich mit den Hunden spazieren gehen und musste feststellen welch untrainierte kleine Biester das sind, trotzdem machte es mir Spaß und ich glaube die 2 Hunde mögen mich jetzt mehr als vorher. Dann ging es wieder an die Arbeit und ich durfte Abrissbirne spielen, um eine Hütte auseinanderzunehmen. Am Abend brachten mich meine Gastmütter noch mit zum Marae. Das ist ein Gebäude, wo Leute über mehrere Tage bleiben, dort schlafen und über die Kultur der Ureinwohner(Maori) lernen. Es ist wie ein echtes Maorihaus aufgebaut und man muss sich die Schuhe ausziehen bevor man es betritt, da es heilig ist. Ich unterhielt mich dort mit einigen Leuten und erfuhr viel über die Kultur und den Lebensstil der Maori. Bei einem leckeren Essen, sangen noch ein paar Leute ein typisches Maori-Lied und ein sehr schöner Abend ging langsam zu Ende.

14 September 2017

Nachdem ich 5 Stunden harte Arbeit hinter mich gebracht hatte, machte ich mich sofort auf den Weg Richtung Mount Manaia. Nach 30 Minuten Fahrzeit mit meinem Toyota (für den ich übrigends noch einen Namen finden muss) kam ich am Fuß des Berges an und die Aussicht war schon von dort aus nicht schlecht. Am Gipfel sah es aber nochmal ganz anders aus: ein atemberaubender 360° Ausblick über das umliegende Festland und den Pazifik. Nach schnellem Abstieg, wollte ich noch unbedingt den berühmten Ocean Beach sehen, der auch in der Nähe war. Dort lief ich am wunderschönen Strand entlang und musste auch feststellen, dass der Pazifik noch ein bisschen zu kalt zum Baden war. Am Ende hielt ich es noch für eine gute Idee den Namen von meinem Blog überdimensional in den Sand zu schreiben, jedoch ist er auf Grund meiner fehlenden Zeichen-Skills nur schwer lesbar.

13 September 2017

Heute war mein erster Arbeitstag und gleich nachdem ich in meinem eigenen kleinen Haus aufgewacht bin, brachte ich die Arbeit hinter mich. Ich habe eine Liste mit den verschiedensten Dingen abzuarbeiten und es ist wirklich sehr abwechslungsreich. Nach den 5 Stunden Arbeit hat mich meine Gastmutter Amanda eingeladen, sie und die Kinder zu ihren Pferden zu begleiten. Als sie sagte ich solle mir Gummistiefel anziehen "because we are going to kick that shit" dachte ich zuerst "kick that shit" wäre eine Metapher für irgendetwas Cooles, doch als wir dort ankamen und ich realisierte, dass sie mit "kick that shit" meinte die Pferdeäpfel mit Tritten über das Gras zu verteilen, war ich gar nicht mehr so begeistert davon. Am Abend gab es dann noch sehr leckeres Essen von meiner zweiten Gastmutter, die von Beruf Köchin ist.

12 September 2017

Heute war es soweit: der große Aufbruch in den Norden. Da Jonah praktisch auf dem Weg lag und zu zweit zu reisen gleich mehr Spaß machte, beschloss ich ihn mitzunehmen. Jedoch kam uns, als ich noch eine Versicherung abschließen und den Kofferraum reparieren lassen wollte, die Inkompetenz der Mechaniker dort dazwischen. Nach 4 Stunden Wartezeit, war das Schloss endlich ausgetauscht und es konnte losgehen. Ich setzte Jonah ab und machte mich auf den Weg nach Whangerei. Es fühlte sich gut an, endlich außerhalb der Großstadt zu sein. Als ich vorm Haus meiner Gastfamilie stand und mein Handy checkte, traute ich meinen Augen nicht. Sie haben mir geschrieben, dass ich allein ins Haus gehen und mir einen Tee machen solle, sie kommen erst später nach Hause. Nach langem Warten lernte ich sie endlich kennen: Zwei Lesben mit 7 Kindern und 20 Enkel (wobei nur mehr 2 Kinder bei ihnen leben). Sie sind zwar ein bisschen komisch, aber auch sehr nett und ich glaube, dass es hier eine tolle Woche wird.

11 September 2017

Heute war es soweit: ich sollte mein Auto nach langem Warten am Nachmittag geliefert bekommen. Um mir die Zeit bis dahin zu vertreiben, besuchte ich am Vormittag eine Kunstgallerie (hauptsächlich weil der Eintritt gratis war) und traf am Nachmittag im Gemeinschaftsraum des Hostels zuerst Sophia und dann Martis. Die beiden warteten mit mir gemeinsam auf die Lieferung von meinem Auto und als es endlich ankam war die Begeisterung groß. Die Reise konnte endlich losgehen, doch als ich das Auto das erste Mal fuhr und dann parkte, musste ich ein etwas beunruhigendes Detail feststellen: Die Kofferraumtür lässt sich nicht verschließen und ich werde für dieses Problem wohl noch eine Lösung finden müssen.

10 September 2017

Die Zusammensetzung meiner Zimmerkollegen war in dieser Nacht etwas eigenartig: ein Mädchen aus Deutschland mit dem ich mich sehr gut unterhalten und verstanden habe, ein alter indischer Amerikaner der nicht mehr aufhörte zu reden und sehr, sehr nervig war und ein Deutscher namens Timmathy, der wie die Pest stank und nichts redete.
Am Nachmittag machte ich mich alleine auf den Weg zu einer 20 km entfernten Insel namens Waiheke Island. Nach einer 30 minütigen Fahrt mit der Fähre, wollte ich mir ein Fahrrad mieten, jedoch hatten die Fahrräder beim Verleih keine Lichter und ich hätte in 2 Stunden wieder zurückkommen müssen. Ich wollte schon länger dort bleiben, also machte ich mich zu Fuß auf den Weg um die Insel zu erkunden. Ich kam mir dort teilweise vor wie im Paradies: weit und breit keine Menschen und der Wanderweg führte durch eine atemberaubende Landschaft. Der einzige Rückschlag war dass ich mir leider beim Versuch über einen Zaun zu klettern die Hose zerriss. Am Ende des Wanderweges genoss ich noch ein paar Minuten die Aussicht auf den dort gelegenen Sandstrand und machte mich dann auf den Weg zurück. Bei der Busstation traf ich noch 2 ältere Amerikaner, mit denen das Warten auf den Bus wie im Flug verging, da beide einen sehr guten Humor hatten.
Heute war ein sehr erlebnisreicher Tag. Er fing zwar ein bisschen langweilig an, da ich mit Martis zu einem weiteren Automarkt ausserhalb der Stadt schaute, um nun auch für ihn ein Auto zu finden. Er wurde leider nicht fündig und wir nutzten die Gelegenheit um den nahegelegenen One Tree Hill zu besteigen. Eigentlich ist das Wetter in Neuseeland nie wirklich schlecht. Das einzige Problem ist, dass es sehr oft für 15 Minuten wie aus Eimern gegossen schüttet, aber dann wieder schön ist. Durch den vielen Regen war es sehr rutschig und Martis fiel beim Aufstieg oft hin. Außerdem sahen wir das erste Mal Schafe, für die Neuseeland ja berühmt ist. Als wir oben ankamen war zwar extrem starker Wind, aber wir hatten auch einen super Ausblick. Beim Abstieg fanden wir in einem Graben einen weggeworfenen, kleinen rostigen Scooter, der uns sehr begeisterte. Jedoch nahm es für unseren Roller ein jähes Ende, da wir ihn leider bei unserem McDonalds Besuch vor dem Laden parkten und dann vergaßen.

9 September 2017

Nach dem Spiel wollte Jonah unbedingt auch noch auf den Mount Eden und da es Martis und mir dort auch sehr gefallen hat, beschlossen wir nochmal mit ihm hinaugzugehen. Auf den Weg zum Mount Eden dachten wir plötzlich, wir hätten den Jackpot geknackt: ein riesiger LKW stand auf der Straße und ein paar Männer teilten für jeden gratis, aus welchem Grund auch immer, 5kg schwere Kartoffelsäcke aus. Zuerst waren wir sehr glücklich über unsere Beute, mussten aber bald feststellen, dass 5kg Kartoffel schwerer als gedacht sind. Um sie wieder loszuwerden fragten wir zuerst zufällige Fußgänger und dann ein Mädchen außerhalb von einem Haus. Wie versuchten ein Tauschgeschäft auszuhandeln und fragten ob wir im Gegenzug Wasser haben konnten. Es endete damit, dass wir von der sehr netten Familie Wasser bekamen, unsere Kartoffel wollten sie jedoch nicht. Also haben wir die Kartoffeln den ganzen Weg zum Mount Eden und zum Hostel zurück mitgeschleppt und anschließend dort in der Küche deponiert.
Wieder zu einer unmenschlichen Zeit (8:00) war ich heute fest entschlossen den ersten Schritt in Richtung Abreise von Auckland zu machen: ich wollte mir mit Hilfe von Martis ein Auto kaufen. Ich versuchte mein Glück beim "Auckland City Car Fair" und wurde auch fündig... dachte ich zunächst. Beim Probefahren fiel dem eher zwielichtig scheinenden Händler plötzlich auf, dass am Auto was nicht stimmte, also fuhr er mit Martis und mir aus der Stadt zu seiner Autowerkstätte. Dort bot er mir ein weiteres Auto an und das sollte auch dann mein Auto werden Ein Lamborghini war es zwar nicht aber ich war trotzdem stolz mein eigenes Auto zu haben. Jedoch konnte ich es noch nicht sofort mitnehmen, da noch ein Service daran vorgenommen werden muss. Der nette Händler spielte anschließend Taxi für uns und brachte uns zum Eden Park, da wir dort ein Rugbyspiel anschauen wollten. Dort stieß auch noch Jonah zu uns und wir waren uns einig:obwohl nicht viele Zuseher waren, ist es ein wahnsinnig cooler Sport.

8 September 2017

Am Nachmittag traf ich mich wieder mit Martis und wir beschlossen den Hausberg von Auckland, der gleichzeitig ein ruhender Vulkan ist, zu besteigen. Nach einer 1-stündigen Wanderung erreichten wir die Spitze und mussten diesen atemberaubenden Ausblick sofort mit einer Fotosession würdigen. Nach erfolgreichem Abstieg, beschlossen wir Essen zu gehen und ich versuchte das erste Mal in meinem Leben Fish and Chips und weiß ganz sicher dass es nicht das letzte Mal gewesen ist!
Das Auckland Museum ist ein riesiges Gebäude, und wirkt durch die erhöhte Lage noch größer und beeindruckender. Wobei 2 der 3 Etagen eher mittelmäßig interessant waren, da die Geschichte der Maori und Neuseeland thematisiert war, konnte ich mich wirklich sehr für das oberste Stockwerk begeistern, in welchem eine Kriegsausstellung zu sehen war.
Heute wachte ich zu einer für mich sehr unüblichen Zeit auf. Was war los mit mir? Normalerweise würde ich so lange im Bett verbringen, wie es nur geht, doch der Tatendrang war einfach zu groß. Ich schlenderte zuerst wieder planlos die Hauptstraße runter, entschloss mich aber später das Auckland Museum zu besuchen. Anstatt wie gewöhnlich mich mit Google Maps so schnell wie möglich zum Ziel zu navigieren, beschloss ich stattdessen zu einem für mich fast neuen Medium zu greifen: zu einem Stadtplan. Ich verirrte mich zwar ein bisschen, doch das war auch gut so, denn ich kam zu einem wunderschönen Park mit tollem Wintergarten, bevor ich dann doch das Museum erreichte.

7 September 2017

Durch mein fehlendes Training und den übermäßigen Konsum von McDonalds Produkten in den letzten Wochen, wurde der Rückweg zu einer schweren Hürde, da ich die steilsten Straßen, die ich jemals gesehen habe, zu bezwingen hatte. Müde und erschöpft checkte ich im Hostel ein, durfte jedoch noch nicht schlafen, um den Jetlag zu besiegen. Also setzte ich mich in den Gemeinschaftsraum und lernte relativ schnell einen Franzosen namens Martis kennen. Wir beschlossen miteinander was Trinken zu gehen und wir trafen dabei einen weiteren Backpacker den Martis schon beim Hinflug kennengelernt hatte: Ein Deutscher namens Jonah. Also setzten wir uns zu dritt in eine gemütliche Bar und lernten noch einige andere nette Leute kennen. Das Bier floss anschließend sehr gut und es wurde zu einem wirklich lustigen Abend.
Ich war mir nun sicher: da will ich rauf! Am Weg dorthin kam ich noch am sehr schönen Victoria Park und an einem Fischmarkt vorbei. Nach circa 20 Minuten Gehzeit, stand ich endlich vor dem riseigen SkyTower und kaufte mir Eintrittskarten um hinaufzukommen. Als ich mich auch noch für einen Bungee Jump vom SkyTower erkundigte, war ich erstmals von der ehrlichen und höflichen Art der Neuseeländer überwältigt. Der Verkäufer fragte mich nach meinen Plänen und Zielen in Neuseeland und riet mir abschließend vom SkyTower-Jump ab und meinte ich solle mir das für Queenstown aufsparen, da es dort viel besser, schöner und spektakulärer sei. Nach dem Plausch fuhr ich mit dem Fahrstuhl zu der Spitze. Als ich oben angekommen war, wurde mir erstmals bewusst, dass es die richtige Entscheidung war nach Neuseeland zu reisen. Ein faszinierender Ausblick über die ganze Stadt und über den Hafen, waren die 20$ Eintritt 10.000-mal Wert!
Nach der Überquerung des Indischen Ozeans und Australien, näherten wir uns gegen 10 Uhr endlich Auckland. Die Landung verlief wie der ganze Flug reibungslos und ich war froh endlich mal wieder auf den Füßen stehen zu können. Nach einer Stunde hatte ich die ganzen Sicherheitschecks erfolgreich bestanden und machte mich mit dem Bus auf den Weg zu meinem Hostel. Dort angekommen, wurde mir sofort klargemacht, dass ich das Zimmer erst um 14:00 beziehen kann und so machte ich mich erstmals auf Richtung Stadtzentrum. Die erste Frage, die sich mir stellte als ich an der Hauptstraße ankam war: Bin ich vielleicht in Dubai in den falschen Flieger gestiegen ? Es sah nämlich nicht nach Auckland aus, sondern eher nach Shanghai, Peking oder Hong Kong. Chinesen, so weit der Blick reichte. Vom ersten Schock erholt, lief ich einfach mal ohne Plan die Hauptstraße runter und kam am Hafen an. Von dort an hatte man einen guten Ausblick auf die Stadt und mir imponierte vor allem ein Gebäude: der Sky Tower.

6 September 2017

Heute hat sich praktisch der ganze Tag nur ums Fliegen gedreht und es ist nicht wirklich viel passiert. In der Früh kam ich in Dubai an und musste am Flughafen 4 Stunden auf meinen Anschlussflug warten. Am Flughafen nutzte ich erstmals die Autorität, Entscheidungen ohne dem Wissen von meinen Eltern zu treffen: Pizza zum Frühstück. Ich war zwar müde, wagte es aber nicht zu schlafen, da ich Angst hatte, dass ich meinen Flug versäumen würde. Die Zeit verging relativ schnell und schon bald saß ich im nächsten Airbus A-380 und hatte einen 16-stündigen Flug vor mir. Durch das vielseitige Programm an Filmen und Musik im Flugzeug, verging auch hier die Zeit praktisch wie im Flug.

5 September 2017

Endlich ist es soweit. Nach langem Warten und stressigen letzten Tagen in Österreich, beginnt endlich meine große Reise. Der Abschied von Freunden und Familie fällt zwar schwer, aber auch das kann die gigantische Vorfreude nicht zügeln. Mama und Papa bringen mich noch zum Flughafen nach München und wir haben ein letztes gemeinsames Abendessen zusammen. Danach heißt es auch von ihnen Abschied nehmen. Kaum bin ich durch die Sicherheitskontrollen, lerne ich auch schon einen Tiroler kennen und komme mit ihm ins Gespräch. Wie sich später herausstellte, habe ich mich mit dem Ehemann von Bernadettet Schild unterhalten. Danach ging es auch schon in den größten Flieger der Welt (Airbus A380-800). Als Flugfan genoss ich natürlich die 6 Stunden, die es von München bis nach Dubai brauchte, obwohl ich kaum zum Schlafen kam.