South Africa · 18 Days · 27 Moments · August 2016

Hannah Seier

Hannah's Abenteuer in South Africa, 4.8.16


21 August 2016

[1/2] Am Samstag habe ich das wohl unrealistischste in meinem Leben getan. Ich habe mich bei vollem Bewusstsein aus einem Flugzeug geworfen. Ich habe manchmal Ideen und denke mir: "super Idee Hannah, das machst du!" Und dann ist es soweit und ich denke mir "Och Hannah..." Genauso hiermit. Ich kam dort an und dann wurden wir eingewiesen und bekamen unsere Anzüge. Danach sind wir mit dem Auto zum Flugzeug gefahren und haben unsere Tandempartner bekommen. Im Flugzeug war es sehr flauschig warm und gemütlich, da wir mit circa 15 Menschen auf so einer unglaublich kleinen Fläche waren. Es war alles entspannt bis ein Licht aufleuchtete und sich die ersten aus dem Flugzeug warfen und ich habe das Gefühl, da schaltete sich einfach mein Kopf ab. Mein Tandempartner stieß sich vom Flugzeug ab und wir fielen. Ich machte die Augen zu und kreischte mir die Seele aus dem Leib, sogar die Menschen auf dem Flugplatz haben mich gehört. Ich machte die Augen auf doch es war alles so unrealistisch.

20 August 2016

[2/2] Der Fallschirm ging auf und mit einem Mal merkte ich den unglaublichen Druck auf den Ohren. (siehe Bild) Und dann fiel mir auf was ich eben getan habe und drehte komplett durch. Ich konnte die Aussicht zwar genießen doch wurde mir sehr schlecht während der Drehungen. Als wir im Landeanflug waren, waren wir noch beängstigend schnell doch im letzten Moment bremste er ab und die Landung war sehr angenehm. Mir fiel ein unglaublicher Stein vom Herzen, dass ich nun wieder auf der sicheren Erde bin. Ich stand auf und bin erstmal zu meiner Mitspringerin gerannt und habe geweint, vor Erleichterung, so doll habe ich lange nicht mehr geweint. Diese Berichtserstattung scheint nicht relativ positiv, doch so war es nunmal. Zu Hause habe ich erstmal geschlafen und am Sonntag nichts getan. Und den Tag habe ich darüber nachgedacht und bin zu dem Schluss gekommen, das es zu viel für mein kleines Körperchen war. ABER trotzdem habe ich es getan und bin unfassbar stolz auf mich!!!

19 August 2016

Am Freitag habe ich erst mit einer anderen Freiwilligen zusammen die Aquariumgläser von außen geputzt. Das hat bis zur Teatime gedauert. Danach durfte ich wieder mit kommen zu Greystone. Dort haben wir ein Geparden Gehege gesäubert und wieder Enrichment mit den Kartons gemacht, diesmal bei jüngeren Geparden. Zum Lunch sind wir wieder zur Range gefahren, an dem Tag habe ich wieder meinen geliebten Veggieburger gegessen. Danach ging der gleich Spaß wieder los, wie an dem Tag zuvor. Wir durften Eimer diesmal selber zu dem Zaun schleppen, ohne Menschenkette. Es war sehr schwer und sehr dreckig, aber am Ende sah ich nur halb so schlimm aus wie am Mittwoch. Ein Glück durften wir dadurch das wir stanken früher nach Hause gehen, was super war!! Zu Hause wusch ich entspannt Wäsche und ging ganz in Ruhe duschen und lies den Tag sehr entspannt ausklingen.

18 August 2016

Am Donnerstag war auch auf Greystone. Dort haben wir Enrichment mit den Geparden gemacht. Wir haben in Pappkartons eine Blut-/Wasser Mischung gefüllt und dann den Tieren hingeworfen. Es war super interessant zu sehen wie unterschiedlich die Tiere darauf reagieren. Danach wurden wir zurück zur Range zitiert, weil dann das Projekt der Projekte in Angriff genommen wurde: das Wasser im die Insel der Lemuren und Flamingos zu säubern. Dadurch das das Wasser zu dickflüssig war, konnte es nicht gepumpt werden sondern musste getragen werden. Also haben wir eine Riesen Menschenkette gebildet. Es standen circa 3 Menschen am Wasserloch und haben die Eimer befüllt. 10 Menschen haben es dann zu dem Mann am Zaun befördert, der diesen auskippte und dem "Auffang"- Menschen zurück warf. Eine weitere Menschenkette von circa 10 Menschen beförderte den Eimer dann wieder zurück zum Wasserloch. Es war circa 7 Eimer im Umlauf und wie man auf den Bildern erkennen kann war es eine Riesen schweinerei!

17 August 2016

Am Mittwoch taten wir das gleiche wie mit den Vögeln am Dienstag nur bei den Wallabys, auch sehr ermüdend, aber es hat Spaß gemacht und die Wallabys sind einfach zum kreischen süß. Dies war leider auch wieder ein Tagesprojekt und am Abend war ich echt alle, aber glücklich!

16 August 2016

Am Dienstag fing mein Tag damit an, dass wir die Nachthäuser der Wildkatzen sauber gemacht haben. Es war ziemlich beängstigend dabei von der Löwin so angeschaut zu werden... Danach haben wir bei den Papageien die Beete mit frischer Komposterde aufzufüllen, es war relativ ermüdend, aber wenn wenn man die kleinen Vögel auf der Schulter sitzen hat, wird man spätens dann sehr wach, wenn sie einem ins Ohr schreien. Aber die Vögel sind meine Lieblinge und ich liebe es mit Ihnen zu kuscheln. Als wir fertig waren bei den Vögeln, habe ich bei der Fütterung mitgeholfen. Das macht auch so viel Spaß! Den Tag davor kam mein Roommate an, sie ist eine Französin und super lieb, ich glaube ich hätte es nicht besser treffen können mit ihr. Abends haben wir um 18:00 Uhr wie jeden Tag gegessen und danach nur noch im Wohnzimmer zusammen gesessen und irgendwann bin ich schlafen gegangen.

15 August 2016

Am Sonntag haben wir uns nur entspannt. Dafür ging es für mich am Montag endlich wieder zur Arbeit! Nachdem ich Palmenteile quer durch den Tierpark kutschiert habe (man glaubt gar nicht, wie viel am Tag in so einem Park gemacht wird, wovon Besucher nichts mitbekommen (sollen)) durfte ich wieder etwas zur Ruhe kommen und Pappmaschee Bälle zur Beschäftigung der Tiere machen. Danach sind wir zu den Tigern gefahren, indem wir hinten auf einem Truck draufstanden, auch auf der Straße, super cool! Dort haben wir mit ihnen enrichment gemacht. Heute haben wir Pferdebeine an Bäume gehängt und die durften sie sich dann dort runter holen, sehr interessant. Danach haben wir noch etwas Sound-enrichment mit anderen Tieren gemacht. Auch super cool und Interessant. Abends bin ich komplett fertig aber glücklich ins Bett gefallen.

13 August 2016

Und dann begann einer der grossartigsten Sachen die ich jemals getan habe! Wir haben unsere Pferde bekommen und sind 2 Stunden lang geritten. Wir sind galoppiert, getrabt und eine der Highlights war, als wir so unglaublich nah die Nashörner gesehen haben. Das war so ein Moment wo die Natur mich komplett umgehauen hat und ich einen Riesen Respekt hatte. Der zweite Moment war der, als wir eigentlich schon fertig waren und uns dann gesagt wurde, das manche unserer Gruppe, die einen anderen Weg geritten sind, eine Giraffe gesehen hätten. Wir haben dann Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt um die auch noch mal zu sehen. Wir sind also dorthin galoppiert und haben die gesehen und sie war so nah dran!! Es war einfach zu krass! Diese Tiere in freier Wildbahn zu sehen und dabei auf den Pferden zu sitzen war ein unbeschreibliches Gefühl. Zurück zur Range waren die Pferde so schnell, das man einfach Vertrauen hatte und die Kontrolle abgab. Ein Tag der absoluten Freiheit.
Am Samstag sind wir um 7 Uhr morgens 1 1/2 Stunden zu Mosselbay gefahren. Dort durften wir 5 Stunden bis um 14 Uhr Zeit verbringen. In der Zeit aßen wir im Restaurant am Strand und machten viele schöne Fotos, auch als Gruppe. Leider ging es mir immer noch nicht so gut, aber das war in Ordnung, da die Aufregung auf die Horsebacksafari langsam stieg...

11 August 2016

Leider hat es mich Donnerstag und Freitag komplett umgehauen und ich lag leider flach mit einer Grippe.

10 August 2016

An dem Morgen waren wir in Greystone. Das ist die Tieraufzuchtsstation des Parks. Denn viele wissen nicht, dass der Park nicht nur ein gewöhnlicher Tierpark ist, sondern auch Geparden paart und mit der Handaufzieht. In Greystone wurde uns erzählt wie das ganze dort abläuft und wo die wohnen und so weiter. Sehr interessant. Wir durften uns auch hinten auf einen Truck stellen und dort fahren, es war sehr hügelig und steinig, super coole Erfahrung. Nachdem wir wieder zurück in Park gefahren sind, dass sind circa 2 Minuten fährt, haben wir das Nachthaus vom Hippo sauber gemacht, da danach VIP Gäste gekommen sind und dies besichtigt haben. Danach haben wir uns Gummistiefel bekommen und sind ins Krokodilbecken geklettert. Das Wasser wurde natürlich rausgelassen abgepumpt. Der Boden wurde abgespritzt und wir durften schrubben. Es war zwar sehr anstrengend, aber auch super cool, da die Kollegen lustig sind und wir nur durch ein Gitter von den Krokodilen getrennt, sehr aufregend!

9 August 2016

Und dann kam bis jetzt dass coolste, wir durften ein paar der Tiere kennen lernen und es war so cool! Die Lemuren waren mit Abstand dass flauschigste was ich jemals angefasst habe, es fühlte sich an als würde man in eine Wolke fassen. Und der auf der Schulter war dass coolste, weil die Wange an diesem flauschigen etwas war, unglaubliches Gefühl! Aber auch die Geparden kennen zu lernen, sowohl die älteren als auch die Cubs, die waren zwar nicht sonderlich flauschig, aber die Vorstellung einen Geparden anzufassen war einfach heftig. Die Papageien waren auch cool, extrem laut im Öhrchen, aber die sind so lustig, der Papagei ist von selber auf meinem Kopf gelandet. Und auch die Schlange, das Gefühl die Muskeln im Körper arbeiten zu spüren ist unglaublich. Ein Tag den ich so schnell nicht vergessen werde. 🇿🇦
Morgens wurden wir von Anina, unserem Host, abgeholt und mit dem Bus zur Range gebracht. Dort wurde uns das Büro, unsere Schließfächer und andere Kollegen gezeigt und vorgestellt. Alle super cool. Dann haben wir an einer Führung mit anderen Besuchern teilgenommen und alle Tiere kennen gelernt, alle total süß und ich freue mich echt sie kennen zu lernen und mich um sie zu kümmern.

8 August 2016

Der Flug von Kapstadt nach George ging süße 50 Minuten, dass war also abhebenessentrinkenlanden. Und genau so schnell verlief dieser Flug auch. Ich bin unheimlich dankbar das ich auch diese Strecke fliegen durfte, da ich mit dem Bus 6 Stunden gebracht hätte. Als ich Ausstieg, kam ich mir vor wie in einem Film. Es war der kleinste Flughafen den ich je sah und wenn man nach rechts schaute. sah es aus wie Wüste. Eine Welt aus Farmlife entsprungen. Nachdem ich meinen Koffer holte, sah ich schon die Frau, die mich abholte. Sie sah harmlos aus, doch sie ist unglaublich hyperaktiv, redet viel und schnell aber ist super lieb. Nachdem wir die anderen 3 Mädels noch abholten fuhren wir zur Range, und in dieser Stunde verliebte ich mich schwer in die Landschaft. Keine Bilder konnten diese Schönheit leider einfangen. Dort angekommen sahen wir schon 3 Leopardenbabys. Ich wurde in mein Zimmer gebracht und abends schauten wir noch einen Film.
Und wieder begann ein neues Abenteuer. Ich muss sagen, dass die Tage in Kapstadt so schön waren, dass ich diese tolle Stadt nur schweren Herzens verließ, doch Oudtshoorn rief nach mir. Ich wurde um 9 von meiner unglaublich liebenswürdigen Kapstadt-Mama abgeholt und sie brachte mich zum Bus. Es war leider keine Zeit mehr für große Worte, da der Bus schon da war, also sagte ich schnell "thank you so much for everything" und winkte ihr aus dem Bus aus nochmal zu. Ich musste an der Station "Civic Centre" aussteigen und dort in den Bus zum Airport steigen. Es klappte alles problemlos und es wurden mir zum Abschluss nochmal wunderschöne Blicke auf table mountain, lions head und signal hill gewährt. Beim Airport angekommen ging ich, nachdem mir niemand mein Ticket geben wollte, zum Self-check in und gab danach meinen Koffer ab. Der Security-Check lief auch problemlos ab. Nachdem ich mein Gate gefunden hatte, hieß es schon Bye bye Cape Town.

7 August 2016

Nachdem Ziplining waren wir am Boulders Beach. Dort kann man Pinguine mal von weitem und mal vom nahen sehr gut sehen. Ich kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Das lustigste war, als einmal circa 20 Pinguine aufeinmal aus dem Wasser kamen, es war einfach viel zu süß.
Heute waren wir auf einer Zipline. Wir kamen dort an und nur wir 4 wurden mit einem Jeep oben auf einen Berg gebracht, was total schön und familiär war. Dort sahen wir schon die ganzen Ziplines. Es war nicht eine lange, sondern 7 Stück und so hangelte man sich von Berggipfel zu Berggipfel, manche kürzer, manche länger und bei 2 mussten wir zu zweit auf eine, weil uns der Wind sonst zu schnell abgebremst hätte. Es war großartig!! Man fühlte sich so frei, als könnte niemand einem etwas antun. Es war wie träumen, weswegen ich kaum Angst hatte und die Aussicht ungestört genießen konnte, die natürlich atemberaubend war. Die Tourguides waren super lieb und sehr lustig, sodass wir auf einer Plattform Pause gemacht haben und zusammen die Aussicht genossen haben und zusammen deutsche Schokolade aßen. Super empfehlenswert und ein unbeschreibliches Erlebnis.

6 August 2016

Gestern waren wir auf dem Tafelberg. Wir sind hochgewandert. Es ist sehr schwer zu beschreiben wie es war. Auf dem einen Foto sieht man die "Treppe" die wir hochgewandert sind. Aber es ist nicht wirklich so gleichmäßig. Manchmal musste man richtig klettern. Das war mit Abstand das anstrengendste was ich jemals in meinem ganzen Leben getan habe. Aber auch dass erfüllendste. Ich war so unfassbar stolz auf mich als ich nach 2:15 Std. oben angekommen bin. Ich hatte eigentlich schon vor nach circa 2 Minuten aufzugeben, aber einer der, der auch mit war, hat mich den ganzen Weg über mit unfassbar viel Geduld motiviert. Ich habe mich immer wieder kurz umgedreht (eigentlich waren es die zahlreichen, aber auch nötigen Pausen) um die wunderschöne Aussicht zu genießen.
Oben angekommen: Stolz kam ich oben an. Oben genossen wir die Aussicht und machten ein kleines Picknick. Noch nie schmeckte ein Sandwich so gut, wie nach dieser Wanderung. Die Bilder sprechen höchstwahrscheinlich für sich.

5 August 2016

Gruß an die Leute die mir diesen Flug erträglich machten, besonders dem Mann vor mir, der mich in meiner Vorfreude unterstütze und mir updates gab wann man endlich den Tafelberg sehen konnte. Und dann sah ich ihn. Ich hatte Tränen in den Augen, es fühlte sich an als hätte ich mein Ziel erreicht. Am Flughafen angekommen war meine einzige Emotion nur noch Euphorie. Ich quatschte jeden an, sagte einer Stewardess wie wunderschön sie aussieht und befreundete mich mit einer fremden Familie, die dann das Surf Foto von mir schoss. That's life. Nachdem ich abgeholt wurde von dem Sohn meiner Kapstadt-Mama und seiner Freundin fuhren wir in einen Park wo man Eichhörnchen füttern konnte, ganz viele kleine Ludis! Nachdem mich meine Müdigkeit einholte, beschlossen wir nach Hause zu fahren und dort erwartete mich diese süße Überraschung an der Garage.
Als dann das Essen kam, kam die Stimmung auch zurück. Danach hieß es noch 3 Stunden warten. Doch die gingen erstaunlich schnell rum. Kurz vor der Landung entwickelte sich dann endlich Freuden-"ich bin endlich im Ziel"- Stimmung. Da haute mich dann auch der sonst so kritische Druckausgleich nicht mehr um. Endlich war ich da!
Meine Gefühle während des Dubai-Kapstadt Fluges. Lippen brennen wie Feuer durch die Klimaanlage, Augen rot durch hochwahrscheinlich Müdigkeit, ich konnte nicht schlafen und noch 5 Stunden to go. Welcome to hell.
Palme im Flughafen? Wenn mich jemand fragt wie ich den Flughafen von Dubai mit einem Wort beschreiben würde...pure Reizüberflutung. Es ist alles groß, überfüllt, bunt und es gibt nichts zu kaufen was es nicht gibt. Nachdem ich mir im Dutyfreeshop eine Packung amerikanische Schokolade kaufte, suchte ich mir noch etwas zu trinken und setzte mich auf eine Bank mit anderen Menschen die nett aussahen und verweilte dort bis der nächste Flieger ging. ✈️
Die Lichter von Dubai: Für mich ein magischer Moment, den ich bestimmt so schnell nicht vergessen werde. Ich schaute raus und sah den Flügel und viele kleiner Lichter verstreut auf dem Wasser, ein wunderschönes Bild! Das Flugzeug kippte in meine Richtung und ein Blick auf das komplett beleuchtete Dubai wurde freigelegt. Das war ein wow-Effekt. Mir blieb noch nie der Mund offen stehen bei etwas schönem, aber hier schon, dieser Moment war einfach magisch!

4 August 2016

Nun sitze ich im Flugzeug. Und denke mir "ich lebe." Langsam fühle ich mich wieder lebendig und bekomme wieder etwas mehr Selbstbewusstsein. Das Essen war überraschend gut und nach dem Tomatensaft war meine Laune wieder oben. Nachdem ich nach 2 Stunden Flug entdeckte das ich auch noch WLAN hier oben habe fühle ich mich super und kann mich nun endlich auf Südafrika freuen. Mit viel Proviant und super Filmen und Serien fliege ich nun in die Abendsonne.
Völlig am Ende und alleine suche ich mein Gate und ging anstatt zum Gate C02 zu D02 und sitze dort alleine, ganz alleine, niemand war dort, kurz dachte ich, dass ich falsch bin, doch ich verwarf diesen Gedanken schnell. Kurz vor meiner Abreise gab eine sehr gute Freundin mir noch einen kleinen Brief, den ich erst aufmachen durfte wenn ich ganz alleine ohne Familie war. Den las ich und dann weinte ich nur noch. Es war einfach zu viel. Zu viel Spannung, auf sich alleine gestellt zu sein, ohne Mama und Papa, der Flug der mir bevorstand und generell diese große Reise. Kurze Zeit später waren immer noch nicht mehr Menschen dort und 2 Minuten später kam ein Polizist auf mich zu fragte mich "wo wollen sie denn hin, junge Frau?" Ich antworte, dass ich nach Dubai möchte und er sagte mir das ich dort, wo ich war, lange warten könnte und führte mich zu meinem Gate. Dort waren schon wesentlich mehr Menschen und dann war Boarding.
Es geht los: Meins große Reise. Keine Aufregung. Nur Angst. Angst vorm Abstürzen, Flugzeug durchbrechen, Triebwerke brennen. Mein erster Langstreckenflug alleine. Ich verabschiede Mama, Johan, Oma, Opa, Max und Maja. Ich komme ohne Zwischenfall durch die Security. Gefühlte 1000 mal nochmal umdrehen und winken und dann bin ich alleine. Alleine zwischen so vielen Menschen. Ich muss zugeben, ich hatte Tränen in den Augen, doch die großen Emotionen kamen noch.