New Zealand · 141 Days · 71 Moments · September 2016

Hannah Heuser

New Zealand 1.0


7 February 2017

Immer wieder schön 😍 Noch kann ich mir gar nicht vorstellen irgendwann wieder in einem richtigen Haus zu wohnen, dass nicht mit dem Wind leicht schaukelt und in welchem man keine 360 Grad Panoramaaussicht hat. Aber bis es soweit ist, genießen wir einfach weiterhin das einfache Leben auf engem Raum und danken Atemis, unserem treuen blauen Begleiter, dass er (toi, toi, toi) alles so gut mitmacht.
Auf der Suche nach dem südlichsten Punkt Neuseelands. Sieht zwar schon gut aus, aber nein, außer viel Wind, Wellen und Wald konnten wir leider nichts finden... 🤔

5 February 2017

Eigentlich gibt es zu diesem Bild nicht viel anderes zu sagen als DANKE FÜR EINEN DER BESTEN ABENDE IN NEUSEELAND UND GENERELL EINE GEILE ZEIT ❤️🇳🇿 ❤️ Nach einer Woche, in der wir nicht nur unsere Arbeits- sondern auch Freizeit miteinander verbracht haben, musste zum Abschied noch einmal so richtig gefeiert werden. Denn die Chemie passte einfach so gut, dass wir uns auf dem Sportplatz fühlten wie in einer kleinen WG 🎉🍻

4 February 2017

Wir haben einen Job - oder Was lange währt wird endlich gut 😊 Da wir nun fast einen ganzen Monat damit verbracht hatten Arbeit zu finden, hatten wir die Hoffnung auf ein bisschen Extramoney schon fast aufgegeben. Aber wie es in solchen Situationen häufig der Fall ist, muss man erst aufhören zu suchen um zu finden 😉 Nachdem wir bereits bei unserer Ankunft von der Verwalterin des Campingplatzes darüber informiert wurden, dass sich in der Nähe ein Blaubeerfeld befinde und einige der Arbeiter ebenfalls dort übernachten würden, fanden wir uns am nächsten morgen in der Zentrale von Blueberey Country mit unterschrieben Verträgen in den Händen wieder. Zwar stellte sich in der Woche heraus, dass weder Philipp noch ich zum Blaubeerpflücken geboren wurden (wer schafft bitte 5kg pro Stunde?!) Aber auch ein bisschen Geld ist besser als keins und so können wir wenigstens von uns behaupten auch mal im Feld gearbeitet zu haben 💰🤑

29 January 2017

Da die Sonne sich bereits auf unserem Weg zum Milford Sound verausgabt zu haben schien, kam es wie es kommen musste, und regnete den ganzen Tag in Strömen. Und damit meine ich nicht nur einen netten Nieselregen, nein, es schüttete wie aus Eimern, sodass die meisten Teilnehmer der Bootsfahrt bereits auf dem Weg zur Ablegestelle komplett durchnässt wurden. An dieser Stelle möchte ich noch einmal kurz ein Loblied auf meine Gummistiefel anstimmen... 😍😄 Auch wenn die Fahrt bei Sonnenschein vielleicht angenehmer gewesen wäre, so war sie definitiv spektakulärer! Da viele der bis zu 700m hohen Wasserfälle nur bei Regen zu sehen sind (sie bilden sich durch Regenwasser, das die Felswand herunter läuft), war sogar der Kapitän ganz aus dem Häuschen - und das soll bei 203 Regentagen im Jahr schon etwas heißen! 😉 Philipp, sowie die meisten der anderen Teilnehmer, schien der Regen jedoch nicht weiter zu stören und so standen sie nass bis auf die Haut an Deck und bewunderten das Naturschauspiel.

28 January 2017

Mit dem Schiff den Milford Sound zu erkunden steht definitiv auf jeder To-Do-Liste eines Neuseelandreisenden ganz weit oben. Und nachdem wir gehört hatten, dass man auch noch ein leckeres Frühstück an Bord bekommt... besser konnte es ja fast gar nicht kommen 🍴🍳☕️😍 Da die Straße zum Fjord jedoch 140km in eine Sackgasse hinein führt (wohlgemerkt eine voll ausgebaute Landstraße 🛣), nur damit man später wieder die 140km zurück fährt, machten wir uns schon am Vortag auf den langen Weg um nicht morgens um 6 starten zu müssen. Immerhin beehrte uns mal wieder die Sonne (wohl bemerkt eine Seltenheit, die wir jedoch bei durchschnittlich 16 Grad sehr willkommen hießen), sodass sich die Landschaft entlang der kurvigen Straße als geheime Schönheit entpuppte ☀️

26 January 2017

~ Queenstown ~ Eigentlich hatten wir Hoffnung auf Zivilisation als wir uns Queenstown als nächstes Reiseziel aussuchten. Immerhin ist der Name in aller munde und wird von Reisenden als echter Geheimtipp gehandelt. Was soll ich sagen... Montabaur ist ungefähr genau so groß, liegt zwar nicht an einem See, hat dafür aber ein Outletcenter 🙈 An sich ist das Städtchen wirklich süß (immerhin verfügt es über die einzige Fußgängerzone die wir bisweilen finden konnten - und wir haben schon fast ganz Neuseeland umrundet) aber von einer wirklich Stadt, so wie wir uns eine vorgestellt hatten, ist es leider noch ein ganzes Stückchen entfernt 😄

25 January 2017

Schafe gibt es in Neuseeland tatsächlich viele. Aber so viele, dass sie eine ganze Straße fluten hatten auch wir bis dato noch nicht gesehen 🐑 Also mitten durch und weiter entlang die gewundene Talstraße zum Lake Wanaka, an dem wir unsere nächste Nacht verbringen wollten. Hier wurden wir endlich mal wieder von gutem Wetter begrüßt (denn nein, wir haben nicht immer nur strahlenden Sonnenschein wie es die Bilder vermuten lassen, trotz Sommer regnet es hier fast täglich! ☔️ ☁️ 💦) und so spazierten wir am See mit seinem berühmten "the tree" entlang und genossen die Aussicht von einem der umliegenden Berge.

23 January 2017

Um uns von den Strapazen der langen Wanderung zu erholen, hatte uns Trish im Vorfeld bereits angeboten, im Anschluss noch eine weitere Nacht bei ihnen zu verbringen. Das ließen wir uns mit nassen Klamotten und knurrendem Magen natürlich nicht zweimal sagen - und blieben, weil's schon schön war, direkt noch eine Nacht länger 😀 Aber alles hat irgendwann ein Ende und so machten wir uns, frisch gestärkt, auf den Weg die Westküste hinunter - neuen Abenteuern entgegen. Unser erstes Ziel waren die Pancake-Rocks mit ihren wasserspeienden Blowholes, die trotz mäßigem Wetter definitiv ein Highlight waren. Weiter ging es zu den beiden Gletschern, bei denen wir uns hingegen über gutes Wetter sehr gefreut hätten, denn so konnten wir lediglich die Standardroute zu Fuß nehmen anstatt die spektakuläre Aussicht aus dem Helikopter zu genießen (der sogar schon gebucht gewesen wäre... 😒)

19 January 2017

~Abel Tasman Track~ 18.-21.01.2017 So wie Columbus Amerika entdeckte, erreichte Abel Tamsan 1642 als erster die Küste Neuseelands und dient somit als Namensgeber eines der größten Nationalparks der Südinsel. Für Philipp Grund genug um nicht nur wandern zu gehen (daran hatte ich mich ja schon langsam gewöhnt) sondern dieses Mal ganze 4 Tage zu hiken. Und so schleppten wir in unseren Rucksäcken neben Zelt, Schlafsäcken und Isomatten auch Klamotten, Schuhe und vor allem Lebensmittel die 45 Kilometer entlang der traumhaften Küste und verlassenen Buchten. Weil das an sich noch nicht Abenteuer genug ist, durchwanderten wir unter anderem Wattfelder mit stellenweise knietiefem Wasser (und ja, natürlich auch das mit unseren voll beladenen Backpacks), bauten das Zelt im größten Regenschutt auf und überlebten unbeschadet einen kleinen Hurrikan. Und zum krönenden Abschluss sahen wir dann auch noch auf unserer Rückfahrt mit dem Wassertaxi eine riesige Gruppe Delfine - was will man mehr?!

14 January 2017

Vor allem bei der Freizeitgestaltung ist es stets von Vorteil eine einheimische Informationsquelle zu Rate zu ziehen. Dass wir dabei nicht die ersten zu sein schienen, zeigte sich an Trish's fertig erstellter Tages-To-Do-Liste an Sehenswürdigkeiten in den Umgebung, samt Zeitangaben und beigefügter Wegbeschreibung 🗺 Und so genossen wir nicht nur die Aussicht von Takaka Hill, spazierten durch "the Grove", saßen am Pier von Pohara und wanderten zu den Wainui Falls, sondern stoppten auch an den Waikoropupu Springs mit einem der klarsten Wassern der Welt und sahen Seehunde am Wharariki Beach - und das alles an einem Tag! 😍😍😍

13 January 2017

Bereits an unserem ersten Tag fragte Trish ob wir nicht Lust hätten am kommenden Freitag mit ihr zum Pferderennen nach Richmond zu kommen, um so richtig Geld auf den Kopf zu hauen 🐎 💰 (okay, das war vielleicht nicht ganz ihre Wortwahl, aber trotzdem konnten und wollten wir uns dieses Spektakel auf keinen Fall entgehen lassen 😄) und so machen wir uns mittags gemeinsam auf den Weg. Auch wenn uns Trish als Pferdetrainerin in Sachen Wettabgabe natürlich komplett überlegen war, machten wir am Ende des Tages, und 11 Rennen später, nur $8 Verlust 🏁 Fürs erste Mal gar keine schlechte Bilanz wie ich finde 💪🏻 Trotzdem war mein Highlight des Tages (neben der Tatsache auf einem echten Pferderennen zu sein und sich irgendwie besonders vorzukommen) definitiv die Wahl der schönsten Kopfbedeckung, die hier anscheinend sehr ernst genommen wird. Immerhin wurde sie mit $100 Preisgeld dotiert und das Bild der feinen Damen (und Herren) mit Hut war einfach zu gut 😄🎩

12 January 2017

Das Projekt "Chicken-Eiland", wie wir es liebevoll getauft haben, war vor unserer Zuwendung nur ein mit Unkraut überwucherter Dreckhüppel mit einem Pfirsichbäumchen in der Mitte - aber mit ein bisschen Anstrengung und vereinten Kräften verwandelten wir den Schlafplatz der Hühner in ein neues Blumenbeet 🌻🌺🌹 Neben den angenehmen Aufgaben wie dem Anlegenein eines neuen Beetes, wobei ziemlich schnell erste Erfolge ersichtlich werden, fiel neben Holz holen, Heu machen, (Klein-)Tieren füttern und allem was sonst spontan auf einer Farm so anfällt, auch das Jäten von Unkraut in unseren Aufgabenbereich. Und das auf ganzen 8ha!!! 😳 Hier die Ausbeute an Disteln, die wir gemeinsam mit Trish und Terry an zwei Tagen gesammelt haben. Der Berg den wir zum Verbrennen aufgetürmt haben war schlussendlich höher als Philipp! 💪🏻

8 January 2017

- Männer unter sich - Nach unserem Start auf der Südinsel, bei dem wir zwar keinen Job, dafür aber die beste real-fruit-icecream der Insel gefunden haben (man muss sich auch mit kleinen Erfolgen zufrieden geben können... 🍦😍) sammelten wir unsere ersten Erfahrungen als wwoofer. Dabei steht WWOOF für world wide opportunities on organic farms und bietet Reisenden (also uns) die Möglichkeit für ein paar Stunden Arbeit am Tag (in der Regel ca. 4) ein Dach über dem Kopf und ein warmes Abendessen zu bekommen. Über eine Onlinebörse hatten wir uns im Voraus eine Farm im Norden ausgesucht, welche sich, nachdem der erste Schock über die Zustände des Hauses überwunden war, als ein absoluter Traum herausstellte. Dabei überzeugte uns nicht nur die Regelung, dass an einem Tag mehr gearbeitet werden konnte, um den nächsten Tag komplett frei zu bekommen, sondern vor allem Trish und Terry mit ihrer offenen und liebenswürdigen Art.

2 January 2017

Mit dem Ende des alten Jahres, endete auch unsere Zeit auf der Nordinsel Neuseelands und so verbrachten wir die erste Woche des neuen Jahres damit, den Norden der Südinsel zu erkunden. Die Überfahrt mit der Fähre war so schaukelig, dass ich die meiste Zeit der 3 1/2 stündigen Überfahrt damit beschäftigt war, mich nicht zu übergeben (erfolgreich übrigens 😉) und so musste Philipp an der Reling alleine Abschied von Wellington nehmen ⛴ 🙋🏻🙋🏼‍♂️
Wellington-City Tour ☺️ In ganz Neuseeland wird der Einfluss, den der Erfolg der Herr der Ringe Trilogie auf den Tourismus hat, sichtbar. Doch vor dem Eingang der Weta-Cave, dem Ort, der für die special effects zuständig ist, steht mit Abstand das größte Beispiel dafür, das wir bis jetzt finden konnten 😄

31 December 2016

Nach ein paar weitern Tagen gefüllt mit der Suche nach den günstigsten Campingplätzen auf dem Weg Richtung Süden und vielen Stunden Autofahrt, schafften wir es bis Silvester tatsächlich bis nach Wellington 🚘 Nachdem auf der gesamten Insel striktes Knallverbot für die gesamte Bevölkerung besteht, war die Erwartung an das öffentliche Feuerwerk in der Hauptstadt natürlich groß. Den ganzen Abend über gab es Livemusik direkt am Hafen bevor der Countdown endlich startete 10-9-8-7-6-5-4-3-2-1 HAPPY NEW YEAR!!! 🎆 Verglichen mit Deutschland war das Feuerwerk schlussendlich ein Witz, dafür war aber die Stimmung super und das ist es ja worauf es ankommt! ☺️

28 December 2016

Teil lll: die aufsteigende Panik lies sich langsam nicht mehr leugnen, als ich tatsächlich, viele Meter über mir, Philipp erkannte (da zählt es sich aus, schon so lange zusammen zu sein, dass man den anderen alleine an seinen Bewegungsabläufen erkennen kann - und an den leuchtend grünen Handschuhen... 😉) Philipp freute sich immerhin genau so sehr wie ich mich ihn endlich wiederzusehen, denn er hatte wohl ein ziemlich schlechtes Gewissen, dass er es nicht pünktlich (immerhin mit gut einer Stunde Verspätung!) zum Treffpunkt geschafft hätte. Und so machten wir uns gemeinsam an den beschwerlichen Abstieg. Es war eine einzige Rutschpartie, die nicht jeder Kletterer ohne Blessuren überstand, wie der um uns kreisende Hubschrauber zeigte. (Wann ist man sonst schon mal auf Augenhöhe 👀 ?!) Nach 10 Stunden kamen wir völlig am Ende mit den Kräften endlich wieder am Parkplatz an. Und auch wenn wir es nicht beide bis ganz zur Spitze geschafft haben, war es doch eine beachtliche Leistung 💪
Teil ll: immerhin waren wir so weit über den Wolken, dass die Sonne genügend Kraft hatte mich zu wärmen, während Scharen von Menschen aller Herrensländer schnaufend an mir vorbeikamen. 😤 Und so kam es wie es kommen musste; obwohl wir einen festen Treffpunkt samt Uhrzeit vereinbart hatten, erwachte der Ehrgeiz auch in mir und ich machte mich, wenn auch langsam, auf den steinigen Weg Richtung Krater. Ich hatte mir überlegt, dass Philipp auf seinem Weg nach unten ja zwangsläufig an mir vorbeikommen, und ich ihn somit nur abpassen müsste. In 2300m Höhe, 1,5 Stunden später und zu der Uhrzeit, zu der wir uns eigentlich dort treffen wollten, wo wir uns getrennt hatten, begann langsam der Zweifel an mir zu nagen, ob nicht doch irgendetwas an meinem grandiosen Plan schiefgelaufen sein könnte... 😳 Und so begann ich wieder zu warten, immer in der Hoffnung, dass der nächste Mensch der mir entgegen kam, Philipp sein müsste.
Teil l: ...und wenn Philipp sich einmal etwas in den Kopf gesetzt hat; ihr wisst ja wie er ist...😉 Nach einer (zu) kurzen Nacht in Sichtweite des Vulkans (dafür war sie immerhin kostenlos), machten wir uns also früh morgens, zusammen mit der Sonne, auf den Weg zum Summit. Die ersten beiden Stunden des Weges kannten wir bereits von unserem vorherigen Ausflug, nichts ahnend, was uns noch alles bevorstehen würde. An der zweiten Hütte angelangt, und bereit fürs 2. Frühstück, trennte sich bereits die Spreu vom Weizen, als es daran ging ein riesiges Geröllfeld zu durchqueren, nur um danach den "stairway to heaven" zu erklimmen 😱 Nach einer weiteren Stunde stetigem und vor allem sehr steilen bergauf, hatte ich definitiv genug vom Bergsteigen und beschloss auf Philipp zu warten während er "schnell" den Krater erklimmen sollte, um mich dann wieder abzuholen. Und so saß ich da, während Philipp immer kleiner wurde, und schaute den anderen Amteurbergsteiern bei ihrem Kampf zur Spitze zu. 🗻

26 December 2016

Nachdem sich New Plymouth (übrigens eine neuseeländische Großstadt 🙈) als ziemlich langweilig entpuppte, entschieden wir uns für einen Spaziergang am Hafen. Dieser beinhaltet nicht nur erstaunlich klares Wasser, sondern ist auch Chill Out Area für Seehunde, wovon sich ein Exemplar als sehr fotogen herausstellte. Oder einfach nur zu faul sich zu bewegen... Da auf unserer weiteren Route wieder ein Vulkan samt dazugehörigem Nationalpark unserem Weg kreuzte, fingen Philipps Augen wieder an zu leuchten - und wir verbrachten den Nachmittag mit einer 3 1/2 stündigen Wanderung durch Wolken entlang des Berges bis zur nächsten Lodge. 🌋😍☁️ Als wir auf einen Wanderer trafen, der uns mittags um 3 davon abriet die Spitze des Mount Taranaki jetzt noch zu besteigen, hielt ich das ganze noch für eine Witz. Immerhin lag die schneebedeckte Spitze zu diesem Zeitpunkt immer noch stattliche 1000 Höhenmeter über uns. 🔝 Doch in Philipps Kopf hatte sich die Idee einer Gipfelbesteigung bereits festgesetzt

25 December 2016

Nach einem gemütlichen Abend im Restaurant und einem leckeren Abschieds-/Weihnachtsfrühstück bei Paarmanns, machten wir uns am 25. auf den Weg Richtung Süden. Genaue Ziele hatten wir keine, nur die Silvesternacht in Wellington zu verbringen, war unser grober Plan. Den ersten Abend on the road verbrachten wir an einer abgelegenen, nahezu menschenleeren Bucht, kurz vor New Plymouth. Bei der Suche nach den kostengünstigsten Übernachtungsmöglichkeiten kamen bis zu drei verschiedene Apps zum Einsatz; ganz nach dem Motto: Viel hilft viel! 😄

24 December 2016

Das Warten war schon als Kind immer das Schlimmste. Das Warten darauf, dass es endlich in die Kirche geht; das Warten auf das gute Essen, dessen Duft schon den ganzen Tag durch die Küche weht, während einem bei der Andacht verdächtig laut der Bauch rumort; und schlussendlich natürlich das Warten bis man endlich seine Geschenke auspacken darf 🎁 Um das diesjährige Warten ein wenig zu verkürzen, machten wir uns auf den Weg nach Manukau Heads, einer Landzunge westlich von Auckland, an dessen Spitze ein alter Leuchtturm steht, den ich in einer Zeitschrift gesehen und mich sofort hinein verliebt hatte. Im Gepäck hatten wir Käse, Brot, Oliven, guten Rotwein (ganze $23 die Flasche 🍷- immerhin ist ja Weihnachten) und was ich nicht wusste, einen Ring 💍 Und so standen wir alleine oben auf dem Leuchtturm, um uns das Meer und der Wind, als Philipp auf die Knie ging und mich fragte ob ich seine Frau werden möchte, was ich natürlich sehr, sehr gerne tue. ❤️ 👰🏻 ❤️️
Wie würde Weihnachten in einem fremden Land, genau genommen, am komplett anderen Ende der Welt? Wie schlimm würde das Heimweh - und vor allen Dingen, was machen wir mit unserer ganzen freien Zeit rund um die Feiertage?! Diese und viele weitere Fragen kreisten uns die letzten Tage im Kopf umher und sorgten immer wieder für neuen Gesprächsstoff (und manchmal sogar für das ein oder andere Taschentuch 😢) Auch wenn sich das Heimweh die meiste Zeit in Grenzen hält, (dafür gibt es hier einfach viel zu viel zu entdecken und das Wetter spricht einfach für sich 😉), so ist es doch komisch daran zu denken, dass "alle anderen" nach gutem Essen GEMEINSAM unter dem geschmückten Baum sitzen während man selbst, gefühlt als einzige, abwesend ist. Ein bisschen fühlt es sich an, als würde man von außen seine Nase an die kalte Fensterscheibe drücken, während drinnen die Familie gemütlich beisammen sitzt, bevor man sich selbst auf den Heimweg macht. Zu Philipp. Meinem Zuhause. ❤️️

22 December 2016

Und so sieht unsere momentane Karte aus 🗺 Rote Stecknadeln stehen für Orte, an denen wir übernachtet haben, Blaue für Dinge die wir uns angeschaut oder gemacht haben Und orange für all die Dinge, die wir uns unterwegs noch anschauen möchten. Nach nur 3 Monaten gar nicht mal so schlecht, was? 😉 Und für alle die sich fragen, wie unsere Weihnachtspläne so aussehen: ganz entspannt. Mittags wollen wir zu einem alten Leuchtturm nach Manukau fahren und für Abends haben wir einen Tisch bei "red earth", einem süßen Lokal nicht weit von hier, reserviert. Wenn alles klappt wollen wir Silvester in Wellington verbringen, also geht es am 25. wieder ab on the road, damit wir auch pünktlich ankommen um am 2.1. die Fähre zur Südinsel zu erwischen ⛴ Ach so, und das ist der niedliche kleine Käfer den wir vor ein paar Tagen im Woolshed hatten. Der war bestimmt 5cm lang 😨
Teil lll: Oben angekommen belohnte uns eine Aussicht, die sogar mich meine Abneigung gegenüber Bergbesteigungen vergessen lies (und das soll schon etwas heißen... 😉), sodass ich nach acht Stunden Wanderung, gesäumt von Lavafeldern, Eis und Schwefelseen sogar als erste meinen Fuß über die Ziellinie zum Parkplatz setzte. Zugegeben ich habe Philipp kurzzeitig dazu gebracht stehen zu bleiben aber das weiß ja niemand und schlussendlich zählt ja sowieso nur das Ergebnis 😜
Teil ll: Zwar hatte ich mir geschworen gefälligst meinen ***** zusammen zu kneifen und ohne viel zu jammern diese Wanderung hinter mich zu bringen, jedoch hatte ich, zugegeben, ein etwas mulmiges Gefühl im Bauch, als ich meinen Fuß auf die erste der endlos erscheinenden Stufen setzte. Sowohl Tabea, Philipp als auch Jonas schien das Schild nicht weiter zu kümmern, denn alle drei hatten bereits fröhlich schwatzend mit dem Aufstieg begonnen und so trottete ich (zugegeben etwas mürrisch und mit gebührendem Abstand) vor mich her 😄 Auch wenn es wirklich unglaublich viele Stufen waren, die sich unablässlich gen Himmel schraubten, musste ich zu meinem eigenen Erstaunen feststellen, dass mit der richtigen Atmung und einem gemäßigten Tempo selbst dieser Aufstieg ohne allzu große Atemnot zu bewältigen war 💪🏻
Teil l: Nach einem kurzen Tag der Vorbereitung gefüllt mit einkaufen, packen und ein ganz wenig entspannen, kamen wir nun zum Höhepunkt unserer gemeinsam Reise mit Tabea und Jonas (im wahrsten Sinne des Wortes!). 🌁 ~ the tongariro crossing ~ 🌁 Schon seit Wochen lag Philipp mir mit dieser Überquerung in den Ohren und jedesmal wenn ich auch nur an die 20 zu bewältigenden Kilometer in bis zu 2000m Höhe dachte, wurden meine Knie ganz weich. (Jeder der mich kennt, weiß wie schlecht meine Kondition ist...🙄) Und trotzdem: Pünktlich um 9 (wofür wir um halb 7 aufstehen mussten 🤔), marschierten wir, wie die Orks von Isengard, in Richtung Helm's Klamm. Nach gut einer Stunde leichtem aber stetigen bergauf erreichten wir den eigentlichen Startpunkt der Bergbesteigung (ich war an diesem Punkt schon ziemlich fertig und das Schild welches freundlicher weise darauf hinwies, dass nun noch gut 16km folgten, welche man nur mit guter Kondition bewältigen könne, machte die Sache nicht besser 😅)

13 December 2016

Teil ll: Ausgestattet mit geliehenen Schuhen und einer wasserfesten Taschenlampe, wanderten wir ein gutes Stück in knöcheltiefem Wasser durch die Höhle, bevor wir vor einem Felsvorsprung stehen blieben. Kurzzeitig dachte ich noch wir müssten nun über die Felsen nach oben klettern, doch dann zeigte Phillip auf ein winziges Loch vor sich im Boden, in welches wir uns langsam nacheinander durchrutschen lassen sollten. Und so begann der eigentliche Spaß 😍 Auf allen vieren kriechend, mal robbend auf dem Bauch, arbeiteten wir uns Stück für Stück durch den engen, halb unter Wasser stehenden Gang, bis wir nach etwa 25m den ersten großen Glühwürmchensaal erreichten. Von dort führte der Weg entlang von Jahrtausende alten Stalagmiten und Stalaktiten nur begleitet durch den Schein unserer 5 Taschenlampen. Immer wieder schalteten wir unser Licht aus und wurden dafür mit dem dem leuchten unzähliger Glühwürmchen belohnt. Es war wirklich atemberaubend - und definitiv ein richtiges Abenteuer 😄
Teil l: Nach einem ausgiebigen Frühstück im Grünen, machten wir uns um neun wieder auf den Weg zum Café, wo uns Phillip (?), der Besitzer, bereits erwartete. Wie er uns erzählte, war der Grund, auf dem sich neben unzähligen Schafweiden auch die Höhle befindet, schon seit vielen Jahren in Familienbesitz, sodass er alleine schon über 5000 Führungen durch die Glühwürmchenhöhle gemacht habe. Da es sich im Gegensatz zu den rein kommerziell genutzten Höhlen tatsächlich noch um ein Familienunternehmen handelt, waren wir 4 um diese Uhrzeit die einzigen Tourteilnehmer die Phillip dem ca 1km langen Weg bis zum Höhleneingang folgten. Schon zu Beginn mussten wir ein Formular unterschreiben in dem wir unterzeichneten, dass wir uns dessen bewusst waren, dass die Führung auch "crawling" also krabbeln/kriechen beinhaltete - aber was uns wirklich erwartete, damit hatte wohl niemand von uns gerechnet 😄

12 December 2016

Zum Glück setzte Philipp seine Routenplanung entlang endloser Hügelketten und zahlloser Schafe trotz einiger bedenken auf Kosten unserer Stoßdämpfer durch, denn bei den Nikau Caves angekommen, erwartete uns nicht nur ein schönes Café mit selbstgeröstetem Café (nein, immer noch nicht...) sondern auch eine Schatzkarte mit der Wegbeschreibung zu einem Wasserfall 😍 Auch wenn wir unsere Karte beinahe filmreif an eine Windböe verloren hätten (gell Philipp 😜) und uns der Weg innerhalb einer halben Stunde entlang des Flusses durch Dschungel, Wiesen und Schafweiden führte, fanden wir schlussendlich glücklicherweise unser Ziel 🗺 Zudem hatten uns die Besitzer des Cafés einen Schlafplatz auf ihrer Wiese angeboten, auf der wir nicht nur einen exklusiven Blick, sondern auch die absolute Ruhe und Abgeschiedenheit genießen durften, bevor wir uns am nächsten morgen in die Cave wagen wollten 🙏🏻
Unser erstes gemeinsames Ziel war Port Waikato, ein kleines Dörfchen an der Westküste, von wo aus wir die kurvige Straße vorbei an der Wetterspitze aus Herr der Ringe, zur Nikau Cave fahren wollten. Natürlich regnete es beim bepacken des Autos immer mal wieder in Strömen, was jedoch glücklicherweise genau dann aufhörte, als wir endlich fertig waren 🌧🌦⛅️🌦☀️ Aus Erfahrung lässt sich folgende Faustregel festhalten: ist der Himmel durchgehend grau, mach lau - schüttet es wie aus Wannen, mach dich von dannen. Denn nach jedem festen Regenguss folgt stets der nächste Sonnengruß 😊 Port Waikato besteht aus einer Handvoll kleiner Häuschen, die um die Maraetai Bay verteilt liegen, dafür gibt es jedoch einige Dünen, die sich als riesiger Spielplatz herausstellten 🏜 Dafür war die Wetterspitze in Wirklichkeit so spektakulär, dass wir beinahe daran vorbei gefahren wären, hätte und das Navi auf der holprigen Straße durch die Limestones nicht zum anhalten bewegt 😄

11 December 2016

Es geht wieder los 😍 Auch wenn wir es selbst fast nicht glauben können, dass die 2 Monate, die wir auf der Farm der Paarmanns verbringen durften bereits vorbei sind, kribbelte uns die Reiselust schon wieder unter den Fingernägeln, als wir uns am Montag (doch ein wenig später als geplant - ich frage mich immer wieder, wie wir sooooo viele Dinge in unserem Auto verstaut bekommen...) auf den Weg machten. Tabea und Jonas hatten bereits am Samstag wieder in unseren Woolshed zurückgefunden, was uns genügend Zeit verschaffte, und schon einmal eine (mehr oder weniger) grobe Route für die kommende Woche zu überlegen 🚘🚐 Auch wenn wir (nach wie vor 😉💪🏻) zu zweit ein super Team bilden und uns blendend verstehen, ist es doch unfassbar schön seine Freunde hier zu haben und einfach nach Herzenslust rumalbern und zu quatschen zu können ❤️

9 December 2016

Na, was darf in Neuseeland auf gar keinen Fall fehlen bei all dem guten Wetter? Genau, die Gummistiefel - und genau die hab ich mir am Samstag mal gegönnt 😍 Auch wenn wir die letzten Monate in einem Schafstall auf einer Kuhfarm gelebt haben (das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen...), Leute die für so etwas tatsächlich die angegebenen $177 ausgeben würden sind mir noch nicht begegnet - und nein, die hätte ich selbst ganz sicher auch nicht bezahlt. Somit bin ich unendlich froh, dass zum Ende unseres Farmstays (und damit dem Abschied vom Antjes Gummistiefeln) der gute alte Schlussverkauf dazu beigetragen hat, mir meine eigenen zu bescheren (und das für weniger als 1/3 des Preises 💪🏻) 😁 Henner beweist jedenfalls schon einmal guten Schuhgeschmack...

4 December 2016

Nun auch endlich mit Text zum Bild 😉 Nachdem ich am Freitag meine beste Freundin Tabea am Flughafen in Empfang nehmen konnte, blieb am Wochenende leider wenig Zeit alles genau zu dokumentieren. Denn am Samstag folgte, in Form eines ehemaligen Klassenkameraden, direkt Besuch Nummer 2 aus Deutschland, sodass wir uns erst einmal viel zu erzählen hatten 🇩🇪 Zum Glück durften wir dieses Wochenende unser blaues Auto gegen das der Paarmanns tauschen, denn auch wenn ich Philipp jeden Morgen auf der Liegefläche unseres Autos vom Woolshed bis vor die Haustüre transportiere - direkt zwei Personen und das dann auch noch über die Autobahn bis nach Auckland, musste dann doch nicht sein... Zum Glück zeigte sich der Norden das Wochenende über von seiner besten Seite, sodass Philipp und ich, nachdem wir Tabea und Jonas am Sonntag an der Autovermietung abgesetzt hatten, bei strahlendem Sonnenschein die Unterwasserwelt um Auckland City bestaunen durften 🐳🐬🐠☀️

1 December 2016

Der alljährliche Besuch des Weihnachtsmarktes gehört für mich definitiv zu den besten Methoden sich auf die bevorstehende Weihnachtszeit einzustimmen. Die Lichterketten in der Dunkelheit, der Duft von gebrannten Mandeln, der sich in kleinen Wölkchen in der klirrenden Kälte kringelt - und natürlich die ein oder andere Tasse Glühwein mit guten Freunden... (den Besten, die man sich nur wünschen kann, im übrigen) Dieses Jahr sah das Ganze ein klitze kleines bisschen anders aus als wir uns bei 25 Grad und kurzen Klamotten in unsere Schlittschuhe zwängten, wobei das Eis aus Temperaturgründen leider durch eine Plastikschicht ersetzt werden musste 🤔 Statt Glühwein gab es selbstgemachtes Erdbeereis, die Sonne ersetzte jede andere Lichtquelle und die Luft roch nach leckerer Paella und Schweinebraten 😄 Alles in allem also ein gelungener Tag 👍🏻

28 November 2016

Und weil's so schön war, wanderten wir am Montag direkt noch einmal - natürlich bergauf. Was auch sonst?! ⛰ Eigentlich dachten wir, der Weg würde durch die als "the Pinnacles" bezeichneten Berge führen, doch stattdessen führte er strack die Wand hoch und hinten durch den Dschungel wieder runter 🤔 Dafür wurde der harte Aufstieg, oben angelangt, mit einem traumhaften Ausblick auf die umliegende Hügellandschaft belohnt, von der es aus Sicherheitsgründen jedoch leider keine Fotos gibt. Lieber stürze ich den Berg hinunter als meine geliebte Kameraausrüstung 😱😄 Auch wenn ich beim Erklimmen des Berges eventuell das ein oder andere bisschen geschimpft und Philipp und seine Bergsteigerei verflucht habe 😇 hat der Weg (vor allem wieder nach unten) sehr viel Spaß gemacht. Mein persönliches Highlight war der verlassene 500m lange Goldgräbertunnel, den es als Teil der Strecke in völliger Finsternis zu durchqueren galt. Aber dafür gibt es ja Glühwürmchen 😍

27 November 2016

Das praktische ist ja, wenn man morgens früher aufsteht, hat man den ganzen Tag über mehr Zeit, Abenteuer zu erleben 😄 So blieb uns nach dem Lunch noch genügend Zeit um zum Hot Water Beach zu fahren, welcher seinem Namen alle Ehre zu machen scheint. Ich selbst habe mich schon aus Protest geweigert auch nur die Schuhe auszuziehen um meine Füße mit 50 anderen Touristen in ein Wasserloch zu strecken, aber Philipp ließ sich davon nicht abhalten. Das Foto ist übrigens nicht gestellt sondern seine ganz eigene Reaktion auf das heiße Wasser 😂😂😂 Weiter ging es zur Cathedral Cove, einer weiteren Touristenattraktion, nur wenige Kilometer entfernt (praktisch...) Auch wenn das schöne Wetter einem leichten Nieselregen wich, spazierten wir tapfer die 45 Minuten lang Berg rauf, Berg runter, bis in die Bucht mit dem großen ausgebrochenen Felsen und genossen es keinen festen Plan haben zu müssen und einfach mal die Seele baumeln zu lassen.
Am nächsten Morgen (diese beginnen bei mir nämlich, ganz zu Philipps und meinem Leidwesen, nach wie vor, pünktlich um 07:00 Uhr 🙈) folgte Kulturprogramm, in Form einer einstündigen Bahnfahrt entlang von handgefertigten Tonskulpturen. Auch wenn die Fahrt an sich, in etwa genau so spannend war, wie ihr sie euch gerade vorstellt, kommt man dennoch nicht umher, diese Meisterleistung eines Gesamtkunstwerkes zu bewundern. Weiß man nämlich, dass das gesamte Schienennetzwerk von einem einzigen Mann durch den Urwald verlegt wurde, nur um seinen Ton von A nach B zu transportieren, bekommt die Arbeit eine ganz andere Bedeutung 😱 Die Wege und Skulpturen auf privatem Grund, entstanden in Zusammenarbeit mit vielen nationalen und internationalen Töpferern (ich hoffe dieser Wort existiert 🤔) die sie über 30 Jahr hinweg ausbauten und erweiterten.

26 November 2016

Angekommen in Coromandel Town (wobei die Übersetzung als "Dörfchen" es wohl am besten beschreibt, wessen ich mir vorher nicht so ganz bewusst war...) parkten wir unser Auto auf dem dorfeigenen Campingplatz und ließen uns erst einmal die schon vermisst geglaubte Sonne ins Gesicht scheinen ☀️️ Später machten wir uns zu Fuß auf den Weg, die Gegend zu erkunden, wobei wir ganz zu Philipps Wohlgefallen mal wieder einen Berg fanden, der beklommen werden wollte, welcher jedoch nicht ganz so hoch und somit, ganz zu meinem Wohlgefallen, auch in Flip Flops zu besteigen war ⛰📸
Endlich Urlaub 😍 (...okay, es ist nur ein verlängertes Wochenende, aber es fühlt sich fast wie Urlaub an 😉) Die Bilder entstanden auf einem der vielen Stops auf dem Weg nach Coromandel, der Halbinsel südöstlich von Auckland. Unterwegs gibt es einfach so viel zu entdecken, dass es einem fast unmöglich ist, eine Strecke komplett durchzufahren ohne anzuhalten und die Natur zu bewundern (natürlich nur wenn es nicht mal wieder in Strömen regnet 🌧) Zum Glück schniefen und husten wir beide nur noch gelegentlich um die Wette, da meine Erkältung und Philipps Heuschnupfen passend zum Wochenende zumindest ein bisschen nachgelassen haben 💪🏻 Also stehen folgenden spannenderen Blogbeiträgen nun hoffentlich nichts mehr im Weg ☺️

24 November 2016

Das wohl letzte Foto von Mr. Mümmler, dem kleinen Hasenbaby 🐰 Auch wenn wir schon geahnt hatten, dass es um den kleinen Fratz nicht so gut steht, hatten wir doch die Hoffnung, dass wenn wir ihn nur durch die erste Woche bekämen, alles wieder gut werden würde. Doch obwohl er ordentlich an Gewicht zunahm und seinen ganz eigenen Charme versprühte, reichte es letztlich nicht aus um den Tierarzt zu überzeugen, da seine Brüche nie wieder richtig zusammen heilen und er nie wieder hoppeln können würde. Danke, dass du Teil unserer Reise warst - der Beifahrersitz wird nachts immer für dich frei sein ❤️

22 November 2016

Päckchen-Day! 🎁 Ich habe es ja schon in Deutschland geliebt, wenn mein Briefkasten mit netten Briefen und Karten gespickt wurde - und hier in Neuseeland freue ich mich noch viel mehr, wenn Post aus der ganzen Welt eintrifft 🌎😍🇳🇿 Das Hasenbaby wird im übrigen immer agiler und hat es gestern sogar schon geschafft aus seiner Kiste zu springen 🙈🐰 Dabei bin ich mir leider ziemlich sicher, dass eines seiner Hinterläufe nicht ganz in Ordnung ist - mal sehen was John der Tierarzt dazu sagt... Da er nach wie vor alle 2 Stunden gefüttert werden muss, schläft der kleine Fratz mit uns im Van (nein, natürlich nicht in der Mitte, sondern auf dem Beifahrersitz! 😂) Da sieht man mal wieder, wie viel Platz (oder eben wenig) man zum Leben wirklich benötigt. Und wir dachten schon, dass es zu zweit voll sein würde 😉

20 November 2016

Nachtrag zum Hasenpost: 🐰 Gefunden wurde das Hasenbaby übrigens vom heldenhaften Mr. M., der es auf einem Weg sitzend fand, einfing und unerschrocken mit nach Hause brachte 💪🏻 Einen großen Dank dafür 💐

19 November 2016

Ich berichtete ja bereits, dass die Aufgaben eines Au Pairs auf dieser Farm sehr vielseitig ausfallen können. Mein neustes Projekt ist dieses niedliche kleine Hasenbaby, dessen Mama ich nun bin, und welches alles 2 Stunden per Pipette gefüttert werden muss 🙈 man hat mit 3 Kindern ja sonst nichts zu tun 😄 Hoffentlich überlebt der kleine Fratz bis wir uns Mitte Dezember wieder auf den Weg machen und er alleine auf sich aufpassen muss 🐰

13 November 2016

Auch an meinem einzigen freien Tag in 4 Wochen (wobei man dazu sagen muss, dass ich mir das selbst so ausgesucht habe) weckte mich meine innere Uhr pünktlich um 06:30h, womit sich mein Traum vom langen ausschlafen in Luft auflöste 😤 Dafür fuhren wir nach dem Frühstück ans Meer und genossen die (wenn auch etwas bewölkte ⛅️) Aussicht bei einem ausgiebigen Lunch und schmiedeten eifrig Pläne, wie es nach unserem Jahr weitergehen könnte 🌊 Auf dem Rückweg stoppten wir an einer Mall, bummelten ein bisschen und schauten im Anschluss Dr. Strange im Kino, bevor wir uns, wieder zurück beim Woolshed, auf das Motorrad schwangen und den Sonnenuntergang über den umliegenden Hügeln auf uns wirken ließen 🌅 Immerhin muss dieser Tag ja auch für die nächsten 2 Wochen ausreichen 😉

10 November 2016

Und hier die Auflösung 🎉 Es ist einfach der Wahnsinn, was man hier für Lebensmittel bezahlt! Zum Glück reicht der Wageninhalt für eine ganze Woche. Trotzdem, wenn man sich überlegt, dass damit die Hälfte des Gehalts draufgeht ist das ein bisschen ärgerlich... 😤

8 November 2016

Nachdem hier, Dank Wochenendsarbeit, schon länger nichts außergewöhnliches mehr passiert ist, hier ein kleines Quiz, basierend auf unserem letzten Einkauf (also nur für Philipp und mich - wenn wir für alle einkaufen sieht das doch ein bisschen anders aus 🙈) Wie viel mussten wir für den Inhalt unseres Einkaufswagens an der Kasse bezahlen? a) $67 b) $94 c) $132 d) $159 Na, wer weiß die Antwort?

1 November 2016

Man lernt nie aus 👌🏻 Unter dieser Devise, ebenso wie unter "man muss es ja wenigstens mal versucht haben, (Janna kann das mit ihren 9 Jahren ja schließlich auch)" schmiss ich mich in den nächstbesten Blaumann und versuchte mich am melken 🐮 Eigentlich war mein Ziel lediglich, nicht eher den Hof zu verlassen, als dass ich ordentlich Milch aus einem Euter bekomme, aber nun kann ich von mir behaupten, dass ich sogar eine Melkmaschiene anschließen kann (falls mir in Notzeiten neben einer Kuh also zusätzlich eine Melkmaschine zur Verfügung stehen sollte, bin ich bestens vorbereitet) 💪🏻 Ein herzliches Dankeschön geht somit an Janna und Mr. M., die mir beide mit Rat und Tat zur Seite gestanden und mich rechtzeitig vor sich hebenden Kuhschwänzen und Schlimmerem gewarnt haben 😄

29 October 2016

Nachdem die große Auswahl an Aktivitäten durch mein schwäbisches Sparfuchsgen ein wenig eingeschränkt wurde (und schon alleine dadurch, dass ich mir im Vorfeld nicht wirklich die Mühe gemacht hatte herauszufinden, was es denn in der Umgebung alles zu entdecken gibt 😇) entschieden wir uns für einen ausgiebigen Spaziergang im Redwood Forest 🌳 Zwar war die gewählte Route bestimmt nicht die idyllischste (denn unser Weg führte nach 500m wieder aus dem Redwood heraus 🙄), dafür bekamen wir einen Blick über einen Teil der Schwefelseen mit Rotoruas Geysir, dessen Fontäne (angeblich) bis zu 30m hoch sein soll. Zum Glück hatten wir uns diese $30 pp Eintritt schon mal gespart denn 30m waren das - nach ewig langen warten - ganz sicherlich nicht 😤 Dafür war der Wald wenigstens schön, wenn dieses Vergnügen, wie gesagt, auch nicht so lange anhielt 😄
Nach der gelungenen Überraschung entschieden wir uns kurzerhand für einen Stellplatz am Lake Okareka, in der Nähe des Stadtzentrums von Rotorua. Wie bereits andere Stellplätze wurde auch dieser durch das DOC betrieben (fragt mich nicht was das heißt - kann aber nicht so wichtig sein...😉) was bedeutet, dass es nur einen Briefkasten gibt, in den man seinen zu zahlenden Betrag einwirft. Leider waren wir mal wieder bis auf den letzten Cent bargeldlos unterwegs, sodass wir wohl oder übel die kurvige Straße zurück nach Rotorua fahren mussten um wenigstens die Übernachtung bezahlen zu können 🙈💵 Um, wie es unser Challengebook vorschreibt, einen Sonnenaufgang über Neuseeland gesehen zu haben, stellten wir unseren Wecker (trotz Wochenende!!!) auf kurz vor sechs 🌅 Leider stimmten unsere Berechnungen nicht hundertprozentig mit denen der Sonnen überein und so müsst ihr euch wohl oder übel mit den beigefügten Bildern zufriedengeben ☺️

28 October 2016

Überraschung 🎉🎉🎉 Das war es, was mich am Freitag erwartete, nachdem wir uns an unserem langen freien Wochenende auf den Weg Richtung Rotorua gemacht hatten (wie ich zumindest dachte, bevor ich das Schild nach Hobbiton sah, zu dem Philipp mich ganz unauffällig gelotst hatte) Die Sonne schien über die grünen Hügeln des Auenlandes ☀️, die Blumen blühten 🌸 und die Bienen summten 🐝 Und es ist nicht gelogen wenn ich sage: Es war wie im Film 🎥 😍😄

22 October 2016

Die drei Männer von der Tankstelle 💪🏻 V.l.n.r. Den hofeigenen Praktikanten Mr. M. (dessen Namen wir hier aus Diskretionsgründen nicht weiter ausführen und nicht weil ich mir partout nicht seinen Namen merken kann und ihn hier jetzt jeder so nennt 🙈) Philipp und Henner auf dem wöchentlichen Farmersmarket 🌾🐮🍎🍙🎤 Jeden Sonntag aufs neue ein Pilgerziel, das mehr Menschen anlockt als die Montabaurer Kirmes 🎡

18 October 2016

So sieht es also aus, wenn man als Au Pair auf einer Farm in Neuseeland arbeitet 🇳🇿 Die Bilder sind vom agricultural day (kurz Ag-Day) bei dem Kinder verschiedener Schulen mit ihren Tieren in verschiedenen Disziplinen gegeneinander antreten. Dabei durften Ziegen, Kälber und Schafe an den Start, die seit ihrer Geburt in einem bestimmten Zeitraum von den einzelnen Kindern aufgezogen und gepflegt wurden (und ja, die Tiere gehören den einzelnen Kindern wirklich - wir hatten auch Lucky das Kalb 🐄und Socks die Ziege 🐐auf dem Anhänger 😉) Philipp macht sich als Jungbauer übrigens prächtig wie ihr auf den Bildern sehen könnt 😂 und jedes der beiden Kids hat mit seinem Tier jeweils einen ersten und einen dritten Platz belegt 💪🏻

16 October 2016

Auch wenn die meisten Tage auf der Farm nach dem selben Schema ablaufen (morgens die Kinder für die Schule fertig machen, dann Frühstückstisch decken, Mittagessen vorbereiten, für Ordnung sorgen und nach der Mittagspause die Kinder bis zum Abendessen betreuen) gibt es keinen Tag an dem wir nicht irgendetwas dazulernen oder neues erleben. Bei mir handelt es sich dabei beispielsweise um die Vorzüge eines privaten Gärtners vor dem Küchenfenster 😍😄 Bei Philipp war es die Erkenntnis, dass auch sehr alte Maschinen schnurren wie ein Kätzchen solange man weiß wie man mit ihnen umzugehen hat 😎

13 October 2016

Der Blick von der Terrasse 😎 Wenn die Sonne scheint lässt es sich hier definitiv aushalten ☀️ Nach der ersten Woche Arbeit ist das Fazit durchweg positiv und es bestätigt sich immer mehr das Gefühl, die richtige Entscheidung getroffen zu haben 👍🏻 Die Arbeit mit den Kindern macht durchweg Spaß (zum Glück sind sie für ihr Alter wirklich gut erzogen!) und das Ambiente ist einfach traumhaft! Wie die meisten von euch wahrscheinlich schon mitbekommen haben, sind Philipp und ich für die 2 monatige Dauer unseres Aufenthaltes in den ausgebauten Woolshed gezogen und fühlen uns somit ein bisschen wie Joseph und Maria (bloß ohne Kind versteht sich 🙅🏻) Auch wenn der Stall über eine kleine Küche, ein Bad und einen kleinen Aufenthaltsbereich mit Ofen verfügt und wir in unserem Auto davor schlafen, ist der Aufenthalt doch ein kleines Abenteuer bei dem man nie weis, was der nächste Tag so bringen wird. Alleine in der 1. Woche haben wir Kälber gescheucht und dem hiesigen Schwimmkurs beigewohnt😎

12 October 2016

Ein Blick hinter die Kulissen für all jene, die sich schon die ganze Zeit fragten wie es in unserem Stall so aussieht 😄 Hinter dem Podest ist der eigentliche Stall, den man durch die Türen in der Wand betreten kann. Die fertig geschorenen Schafe kamen dann durch kleine Rutschen in den anderen Teil des Stalles eine Etage tiefer (wir sind etwa 1,5m über der Erde). Hinter dem Ofen ist ein leeres Schlafzimmer, dahinter die Küche. Die Toilette befindet sich auf der anderen Seite (also links außerhalb des ersten Bildes, auf dem anderen dafür gut zu sehen 👍🏻) Ja, es ist wirklich ausgebaut, nein, wir leben nicht im Luxus ABER es ist saumäßig cool und irgendwie gemütlich 😎 - wer kann schon von sich behaupten mal in einem Stall gewohnt zu haben?! 😅

9 October 2016

Nach dem Autokauf war unser nächstes großes Ziel einen Job zu finden, der das Loch in unserer Haushaltskasse wieder etwas stopfen würde 💸. Schon im Vorfeld hatten wir Kontakt zu einer Organisation aufgenommen, die Traveller sammelt und an die umliegenden Kiwifarmen verteilt aber nach einem morgendlichen Bad in den heißen Quellen war der Kontrast zu dem riesigen Parkplatz voller Zelte und anderer Campervans noch extremer als er sonst wahrscheinlich schon ausgefallen wäre. Noch in Auckland hatten wir eine Hand voll anderer möglicher Arbeitgeber angeschrieben, in der Hoffnung uns noch ein Hintertürchen offen zu halten aber mit Zusagen auf alle Bewerbungen hatten wir definitiv nicht gerechnet 😱 Auch wenn wir uns die Entscheidung nicht ganz leicht gemacht haben, viel unsere Wahl schlussendlich auf einen Job für mich als Au Pair (für einen Zeitraum von 2 Monaten), bei dem Philipp die Möglichkeit hat, vorerst seine Stunden für Reschke abzuarbeiten bevor er kleine Farmjobs übernimmt 🐄

8 October 2016

Auch wenn die Bilder schon etwas älter sind (Entschuldigung für den Zeitsprung aber da wir momentan nicht viel unternehmen was bildgewaltige Fotos versprechen würde müsst ihr wohl oder übel mit den alten vorlieb nehmen...🙈) wollte ich euch den Blick vom Mount Maunganui sowie dem nahegelegenen Aussichtspunkt nicht vorenthalten, den wir auf unserem Weg zurück Richtung Auckland genießen durften ☺️ PS: Der Berg (eigentlich ist es ein Vulkan 🌋) ist übrigens schon einmal auf einem Bild aufgetaucht - wer findet ihn?!😜

6 October 2016

Auf dem Weg zu unserem ersten Ziel als richtige Traveller, ließen wir dem Regen zum Trotz das Auto an einer verlassenen Bahnstrecke stehen und liefen einen Rundweg durch die alten Tunnel entlang an einer alten Goldmine. Um ein freundliches Ambiente für das Kennenlernen zwischen Mensch und Maschine zu schaffen, entschieden wir uns für einen Campingplatz mit heißen Quellen, der sein Geld definitiv wert war 😍

4 October 2016

Tadaaaaa 🎉 hier ist es, das erste Selfi mit unserem neuen Auto 😍 Tatsächlich gestaltete sich der Autokauf ein wenig wie die Suche nach einem neuen Paar Schuhe. Wir gingen durch die Halle, schauten uns alle Autos an, setzten uns in einige rein und mussten schlussendlich die Qual der Wahl treffen, welches der zahlreichen Favoriten es denn nun werden sollte. Der Gewinner ist ein Toyota Estima Luxury (jaha! 😎) mit eingebautem Bett und einer kleinen Küche im Kofferraum, einem Klapptisch mit 2 Stühlen und einem Einsteigerset an Küchenutensilien. Eben alles was man so braucht wenn man versucht in solch einem Ding zu (über)leben 💪🏻 Ich hoffe wir drei werden gute Freunde über die nächsten Monate - Fotos von der Innenausstattung folgen sobald er (ich finde es ist ein er - immerhin ist er blau 🚙) meiner Verschönerung zum Opfer gefallen ist 😄 Namensvorschläge werden dankend entgegenkommen und ein Ranking der besten 3 veröffentlicht - doof nur, dass es keine Kommentarfunktion gibt... 🤔

2 October 2016

Nachdem wir aufgrund von "unüberbrückbarer Differenzen" beschlossen hatten unsere Reise zu dritt ein wenig zu verkürzen (alles gut, es stellte sich nur heraus, dass wir einfach zu unterschiedliche Arten des Reisens bevorzugen) blieben wir auf der Rückfahrt in der Nähe von Auckland, um uns am nächsten Tag ein paar Autos ansehen zu können. 🚗🚕🚙🚌🚐 Von Deutschland aus hatten wir uns schon einen Händler rausgesucht der Vans in gutem Zustand kauft, umbaut und anschließen an Traveller überteuert wieder verkauft (klar, alles Ansichtssache...) aber nachdem wir beide doch eher weniger Lust hatten die verschiedensten Händler abzuklappern, uns mit anderen Reisenden auseinanderzusetzen (und womöglich übers Ohr gehauen zu werden bei unserer grandiosen Ahnung von Autos 🙄🙈) schien uns das schlussendlich dann doch die entspannteste (wenn auch nicht billigste) Variante zu sein um an einen (funktionsfähigen!) fahrenden Untersatz zu gelangen.

1 October 2016

Auf unserem Weg Richtung Süden bekamen wir wieder den Grund unserer eigentlichen Flucht in den Norden vor Augen gehalten - Regen, SEHR viel Regen... 🌧☔️⛈ Und zwar soviel, dass man auf dem Weg zur Küche einen knöcheltiefen See durchqueren musste bevor man seinen wohlverdienten morgendlichen Kaffee im Trockenen zu sich nehmen konnte (nein, natürlich trinke ich immer noch keinen Kaffee, ich hatte meinen guten Tee ☕️) Auch das Trocknen der Wäsche gestaltete sich bei diesen Konditionen ein bisschen schwierig, sodass einiges an Kreativität und Papas gute Reepschnur zum Einsatz kamen um den tropfenden Wäscheberg nicht im Camper trocknen zu müssen (danke dafür ihr zwei!)
Nachdem wir unsere Reisepläne noch einmal über den Haufen geworfen hatten (nun schon zum dritten Mal), einigten wir uns darauf, es (noch) langsam(er) angehen zu lassen und nicht ein festgelegten Endziel anzusteuern, welches wir bis zu einem gewissen Datum erreicht haben hätten müssen (ich hoffe der Satz ist so korrekt...) Nachdem wir also nun mehr Zeit für kleinere Etappen hatten übernachteten wir ganz in der Nähe des Waipua Forest, einem Urwald mit unfassbar alten und riesigen Bäumen. Der Legende nach ist der größte von Ihnen der Ursprung des Lebens, da er einst seine Eltern entzweite und somit Tag und Nacht schuf.

28 September 2016

Von dort aus ging es direkt zu einem als "The Travellers Hut" markierten Ort, einem kleinen Paradies mitten in den Bergen von dem keiner so genau wusste, was uns hier zu erwarten hatte und den wir eigentlich nur wegen der angegebenen heißen Dusche aufsuchten. Was soll ich sagen: Wir kamen für eine und blieben für drei Nächte ☺️ Als wir mittags auf dem Gelände ankamen begrüßte und Mary, eine freundliche Frau Mitte 60, die auf dem Grundstück in einer selbst gezimmerten Hütte wohnte und machte uns mit der Umgebung vertraut. Waschhütte mit Dusche und WC, einer offenen Küche mit kaltem Quellwasser und einem Parkplatz für die Traveller, direkt vor einer Kuhweide. Es klingt nach nicht viel, aber es hatte ganz besonderen Charme, denn so schnell wird diesen Ort ganz sicher niemand mehr vergessen und wir haben und geschworen im Verlauf unserer Reise auf jeden Fall noch einmal vorbei zu schauen.

27 September 2016

Unterwegs zu Stellplatz Nummer 3 machten wir einen Zwischenstopp an der Waipu Cave, einer Höhle in der man Glühwürmchen zu Gesicht bekommen sollte. Leider hatten wir uns im Vorfeld nicht besonders viele Gedanken darum gemacht was uns erwarten würde und so waren wir doch relativ erstaunt, als uns die ersten Leute patschnass und von oben bis unten mit Matsch bedeckt entgegen kamen 🤔 Wir beschlossen also kurzerhand nicht direkt IN die Höhle zu steigen sondern uns damit zu begnügen über sie drüber zu krabbeln (was sich bei dem vorangegangenen regen als gar nicht so einfach herausstellte) Letztendlich wagten wir uns dann doch hinein, wenn auch nur bis kurz hinter den Eingang - das Resultat: immerhin ganze 5 Glühwürmchen 😄 Unser Stellplatz war auch diese Nacht wieder ein öffentlicher Parkplatz und nach unserem Bad in den heißen (und stinkigen) Quellen sehnten wir uns nach einer heißen Dusche 😩

25 September 2016

Nach einem Blick auf Bennis neuerworbenens Wetterradar wurde uns recht schnell klar, dass keine Besserung des Wetters in Sicht sei, es sei denn wir würden Richtung Norden fahren. Somit blieb uns eine lange Diskussion welchen Weg wir nun einschlagen sollten erspart da das Ziel des Tages lediglich SONNE hieß ☀️ Die Fahrt Richtung Sonne stellte sich als sehr regnerisch heraus und ich muss zugeben, dass ich kurzzeitig damit abgeschlossen hatte in der nächsten Zeit noch einmal blauen Himmel zu Gesicht zu bekommen doch was soll man mehr sagen - am Ende des Tages und einer langen Fahrt hatten wir es tatsächlich geschafft 😎💪🏻 Zum Glück gibt es hier auf der ganzen Insel verstreut öffentliche Parkplätze auf denen Campervans kostenlos für ein/zwei Nächte stehen dürfen - und die angeschlossenen Toiletten sind wesentlich sauberer als die meisten, die man in Deutschland so antreffen würde... Also genossen wir das Meer, die Sonne und ein kühles Blondes 🌊☀️🍻

24 September 2016

Nachdem wir uns für einen Camper entschieden hatten (und das war gar nicht so einfach, denn sowohl Neuseeland als auch Australien haben gerade Schulferien 🙄), hatte das Wetter andere Pläne mit uns, denn es begann wie aus Eimern zu schütten. Die erste Nacht in unserem neuen Gefährt war somit dadurch geprägt den Weg zur Toilette zu finden, auf dem man nicht mindestens bis zum Knöchel in Pfützen versank, was unserer Stimmung nicht unbedingt zugute kam, da es zu dem Regen auch wirklich kalt war 😩 Da half dann auch der teure Campingplatz mit Meerblick nicht mehr weiter... 🐠

22 September 2016

Mit dem Bus ging es in die Stadt - auch wenn man nicht meinen sollte, dass eine Strecke ganze 40 Minuten dauert wenn man sich anschaut wie groß die anderen Städte alle sind (in 4 Minuten ist man von einem Ende bis zum anderen gefahren!). Wenn man jedoch bedenkt, dass in Auckland so viele Menschen leben wie auf der ganzen Südinsel ist die Größe jedoch ganz beruhigend 😄 Das Treffen mit Benni hat super funktioniert und nachdem wir uns im Vodafone-Store eine neue neuseeländische Handykarte zugelegt hatten stand der weiteren Planung unserer gemeinsamen Reise nichts mehr im Wege ☺️
Müde aber glücklich sind wir in Auckland in unserer Unterkunft angekommen. Das Bett ist einfach riesig und viel zu weich um der Verlockung zu widerstehen sich nicht gleich in die Kissen fallen zu lassen - Aber das würde ja den ganzen Rhythmus zerstören 🙈

20 September 2016

Der Abflug rückt immer näher. Ich kann es kaum erwarten endlich in das Flugzeug zu steigen und all die Anspannung hinter mir zu lassen. Es ist komisch, aber genau so fühlt es sich an. Ein Jahr am anderen Ende der Welt bereitet mir weniger Kopfzerbrechen als der Abschluss des Studiums, die Packlisten und die Größe meines Rucksackes - da ist immerhin noch Platz 😉😄