1 Days · 5 Moments · March 2018

Glowworm Caves und Lumsden


12 March 2018

Am 12. fuhren Mimmi und ich weiter zu Monkey Island. Es war schon Dämmerung als wir ankamen und wir suchten uns einen Platz zwischen den anderen Vans. Nach unserem Abendessen wurde es schon ziemlich windig, sodass wir uns in James zurückzogen. Nachts wurde es immer stürmischer, sodass ich davon sogar wach wurde. Es fühlte sich teilweise fast wie ein Erdbeben an. Irgendwann wurde auch Mimmi wach und an ein Einschlafen war nicht mehr zu denken. Vor allem wussten wir nicht, wie weit das Wasser von uns entfernt war, doch wir wussten wir sind in einer Tsunami Gefahrenzone. Bei ungewohnten Geräuschen des Meeres oder Erdbeben muss man also wachsam sein. Das machte unser Gefühl natürlich nicht besser. Draußen war es pechschwarz und wir hörten das Meer die ganze Zeit peitschen. Auch das unser Nachbar dauernd rauskam und kontrollierte, ob an seinem alten Wohnmobil noch alles dran ist, beruhigte uns herzlich wenig.
Da er mit seiner Familie schon ein paar Nächte länger dort stand als wir, ging ich irgendwann rüber und klopfte an seine Tür. Wir wussten ja, dass er wach war und hofften, er könnte uns beruhigen, dass das Wasser weiter weg sei. Ich erschrak total, als ich aus dem Fenster plötzlich seine Stimme hörte. Mein Blick war auf die Tür konzentriert, doch die bekam er bei dem Wind gar nicht richtig auf. 😅 Übers Fenster informierte er mich dann, dass momentan Ebbe sei und wir somit erstmal nichts zu befürchten hätten. Mimmi und ich machten uns zwar weiterhin Gedanken, ob James sich bei dem ganzen Geschwanke und dem nassen Boden festfahren würde, aber immerhin waren wir etwas beruhigt, was das Meer anging. Nach einer gefühlten Ewigkeit schlief ich endlich wieder ein. Es war keine erholsame Nacht. Am nächsten Morgen im Hellen war Flut und das Wasser war wirklich nicht weit von unserem Auto entfernt. Aber alles war gut und wir kamen problemlos weg. 🙈 Sorgen umsonst gemacht.
Auf dem Weg zu unserem nächsten Ziel stoppten wir ein paar Mal, um entweder Aussichtspunkte, Strände oder ähnliches anzuschauen. So zum Beispiel den Gemstone Beach und die längste Hängebrücke aus Holz in Neuseeland.
In Clifden haben wir über Campermate (unsere Backpacker Travel App) eine Glowworm Cave gefunden. Wir waren neugierig und sind hinein geklettert. Wir haben nicht den ganzen Track gemacht, aber sind insgesamt etwa eine Stunde durch die Höhle geklettert. Es hat sehr viel Spaß gemacht und wir haben auch viele Glowworms gesehen. Manchmal musste man richtig kriechen. :)
Nach der Höhle überlegten wir uns, wo es am schlausten wäre, als nächstes hinzufahren. Wir entschieden uns für einen Free Campground in Lumsden. Ich finde, einer der coolsten Free Camps die wir je hatten. Er befindet sich an einem alten Bahnhof. Dort steht auch eine alte Lokomotive. Mimmi lernte in der Library andere deutsche Backpacker von einem anderen Campingplatz kennen,weshalb wir uns an einem Abend zu ihnen schlichen und Karten spielten. Wir blieben insgesamt drei Nächte in Lumsden, einfach weil es uns dort so gut gefallen hat. Nach einer Nacht gab es schon wieder den lustigen und schönen Zufall, dass Anna zum gleichen Campground gefahren war. Sie sah unseren James und stellte sich sogleich neben uns. 😊 Das Schöne ist, dass wir schön viel Zeit für uns hatten. Ich habe viel gelesen und Musik gemacht.