1 Days · 6 Moments · March 2018

Gletschersuche und Mäusejagd :D


25 March 2018

Unser Weg führte uns zur Westküste. Dafür muss man wieder über Wanaka fahren. Wir verbrachten eine regnerische Nacht auf einem Campingplatz an einem See. Auf dem Weg zum Fox Glacier sind wir immer wieder an weißen Steinbergen vorbei gekommen. Diese sind mit allem möglichen beschriftet. Ein Beispielbild habe ich hinzugefügt. :) Hier und da haben wir mal angehalten, aber im Durchschnitt war das Wetter nicht so toll, weshalb wir viel gefahren sind. Das vierte Bild ist quasi ein Suchbild. Finde den Gletscher! :D Als wir am Fox Glacier ankamen, machten wir nur einen kleinen Walk, um den Gletscher wenigstens von weiter weg sehen zu können, ohne komplett durchnässt zu werden. Der Nebel ließ grüßen, aber man kann ihn entdecken. 😉.. Zugegebenermaßen hat man ihn in echt wenigstens etwas deutlicher gesehen, als auf dem Bild. Leider ging im Souvenirshop meine Handykamera kaputt, was meine Stimmung etwas gedämpft hat. Das Handy ist nunmal meine einzige und auch gute Kamera.
Trotzdem ging es nach einiger Zeit natürlich weiter. Denn etwas weiter oben im Norden liegt der Franz Josef Glacier. Auch bei diesem hatten wir kein tolles Wetter und der Nebel wollte den Gletscher verdecken. Doch hier hat er es nicht so gut geschafft, weshalb wir dennoch eine schöne Aussicht hatten. Danach ging es für uns noch bis nach Hokitika, wo wir einen günstigen, netten, kleinen Stellplatz gefunden haben. Wir machten uns ein leckeres Butter Chicken zum Abendbrot und gingen schlafen. Das war zumindest der Plan...
Mimmi schlummerte schon bald vor sich hin und ich las noch mein Buch. Zwischendurch hörte ich immer mal wieder Geräusche, doch ich sortierte sie einem Weka oder anderen Tieren draußen zu. Zumindest solange, bis ich ein Geräusch gefühlt direkt neben meinem Kopf wahrnahm. Als sich das ein paar Mal wiederholte, weckte ich Mimmi mit den Worten: "Ich glaube wir haben ein Tier im Auto". Mimmi, dann wieder wach, hörte ebenfalls eine Weile hin, aber natürlich hörten wir erstmal nichts mehr. Typisch! Währenddessen schlief ich wieder so halb ein, bis ich erneut von Mimmi geweckt wurde, die nun auch Geräusche gehört hatte. Schlafen war somit nicht mehr drin. Die Geräusche haben uns ganz verrückt gemacht und wir saßen immer wieder senkrecht im Bett. Wir gingen raus und durchsuchten unser Auto im Dunkeln, versuchten die Maus, oder was auch immer, aus dem Auto zu verschrecken. Den Müll stellten wir raus und und und.
Das Endergebnis dieser Nacht war, dass wir bis sechs Uhr wach waren und nur ab und zu für ein paar Minuten in einen Halbschlaf fielen. Wir hörten ein Hörspiel, um irgendwie auf andere Gedanken zu kommen, aber bis sechs Uhr morgens gab die Maus keine Ruhe. Ab da schafften wir es dann ca 4 Stunden zu schlafen. Es war eine Horrornacht. Am Morgen sahen wir, dass unser Müll draußen dann tatsächlich auch noch zusätzlich von Wekas zerrupft wurde und wir trafen einen Mitarbeiter des Stellplatzes. Er hatte Mitleid mit uns und schenkte uns eine Mäusefalle und Käse. Wir wollten unser gesamtes Auto ausräumen, aber das Wetter ließ das nicht zu. Daher fuhren wir nach Greymouth und versuchten meine Handykamera zu reparieren, was allerdings leider nicht ging und verklebten unsere Essensbox. Später landeten wir bei McDonald's und erledigten internetabhängige Dinge. Am frühen Abend stellten wir uns auf einen echt tollen Stellplatz mitten in Greymouth.
Dort blieben wir zwei Nächte. Endlich sollten wir ab den nächsten Morgen auch wieder besseres Wetter haben und wir wurden dann auch richtig produktiv. Wir haben das gesamte Auto ausgeräumt (wir durften unsere Sachen neben der Office in einem Raum abstellen) und kauften eine weitere Mäusefalle. Statt mit Käse, probierten wir es dann mit Nutella und Peanutbutter, worauf die Mäuse wohl richtig abfahren sollen. In der Nacht hörte ich laute Musik über Kopfhörer und konnte tatsächlich ganz gut schlafen. Am Tag darauf räumten wir unser Auto wieder ein. Das nahmen wir gleich zum Anlass, Fotos davon für den Verkauf des Autos zu machen. Außerdem wurde die Wäsche gewaschen. Die Abende verbrachten wir mit einem deutschen (Martin), einem Briten und einem Holländer. Das war sehr lustig. Es gab Diskussionen über gutes Brot, Geister und über Gott und die Welt. 😂
Da wir dort Internet hatten, nutzte ich die Chance mit Freunden und Familie zu telefonieren. Gerade als ich mit Papa telefoniert habe, kam Martin auf mich zu, ob ich meinen Verband holen könnte. Ein Blick auf seine Hand verriet, dass er diesen dringend nötig hatte. Er hatte sich beim Öffnen einer Dose in den Daumen geschnitten und dabei, wie sich später herausstellte, eine Arterie getroffen. Nach Papas Anweisungen fertigen wir dann einen 1A Druckverband an. 😅 Spät in der Nacht fuhr Mimmi ihn dann noch ins Krankenhaus, wo das ganze vernäht wurde und er eine schicke Armschlinge bekam. Tja bei uns wird es nie langweilig. :D Im Übrigen: Die Maus ward nie wieder gesehen und ist einfach verschwunden. Immerhin hatten wir keine tote Maus in unseren Fallen. Es ist ein Mysterium.