Germany, Iceland · 9 Days · 45 Moments · March 2018

Frídagur á Íslandi 2018


12 March 2018

Vom kühlen Island (im Bild Reykjavik) zurück ins nasse Deutschland! Wir hatten in 8 Tagen keinen Regen (nur eine Nacht mit etwas Schnee) und durchgehend Sonnenschein! Damit hatten wir, wenn man den letzten und den aktuellen Islandbesuch zusammennimmt, mehr Regen in Kalifornien als in Island. Wieviel Glück ist das denn?! Und beim Zoll haben wir auch den Joker gezogen und wurden beide — Premiere! — bei der Ankunft gefilzt. Aber es gab keine Beanstandungen. In Frankfurt gab's dann noch ein Mittagessen und unsere Wege haben sich erst mal wieder getrennt...
Abflugbereit!

11 March 2018

Für die kurze Nacht (um 3:30 Uhr müssen wir aufstehen) sind wir in einem Hotel auf der ehemaligen US-Airbase Keflavik untergebracht. Man sieht den Zimmern die amerikanische Abstammung in vielen Details an.
Nach der Reittour haben wir dann noch den Vulkan Geitahlíð bestiegen... Der hat sich gerade so angeboten. (Im Bild der rechte Hügel.)
Das Glück der Pferde liegt ja bekanntlich ... darin, nicht uns auf ihrem Rücken zu haben 😉 Zum ersten Mal saßen wir heute auf einem (Island-)Pferd! (Aber nicht auf dem selben.) Wir sind schon nach wenigen Metern durch einen Fluss geritten und haben auch den Tölt ausprobiert. (Wir sind uns aber beide nicht sicher, ob wir tatsächlich im Tölt geritten sind, es war nämlich noch sehr holprig.) Unser Fazit: schönes Erlebnis, aber zu Reitern werden wir vorerst nicht.

10 March 2018

Die vorletzte Unterkunft (nicht auf dem Foto zu sehen) ist erreicht! Wir sind uns noch nicht sicher, ob wir aus unserem Fenster Pferde beobachten oder sie uns — thematisch ist das auf jeden Fall eine gute Vorbereitung für morgen! In der Nähe der Unterkunft ist auch der Urriðafoss, der wasserreichste Foss in Island. Den und die Umgebung haben wir uns heute Abend noch angeschaut.
Sehr fortschrittlich: Kostenloses WLAN wird auf Verkehrsschildern angezeigt. Nicht sehr fortschrittlich: Der ÖPNV.
Beim Skógafoss, vielleicht der berühmteste Wasserfall Islands, waren wir erwartungsgemäß nicht alleine. Es war aber etwas mehr los als wir für diese Saison erwartet hätten. Trotzdem konnten wir oberhalb des Wasserfalls ungestört wandern — nach den rund 500 Stufen bis zur oberen Aussichtsplattform.
Vorbei an vielen Stationen der letzten Tage stoppten wir noch kurz beim Vogelfelsen Dyrhólaey und erkundeten eine Höhle, von der wir vor zwei Jahren noch nichts wussten.
Den Morgen starteten wir noch vor dem Frühstück mit einem Flug der Drone nur 100 Meter hinter unserer Unterkunft. Dabei hat uns auch der Hund der Besitzer des Guesthouses Gesellschaft geleistet während wir den Sonnenaufgang genossen haben.
Fun Fact: Island exportiert Tomaten und hat die zweitgrößte Bananenplantage Europas.

9 March 2018

Wir freuen uns übrigens sehr über eure Kommentare und Reaktionen!
Und während wir die Bilder des Tages sichteten und sortieren klopfte es an der Tür: "The northern lights are starting!" rief der indischstämmige Mitarbeiter der Unterkunft. Und so war es dann auch...
In der Nähe unserer Unterkunft haben wir die Drone auch nochmal aufsteigen lassen, pünktlich zum Sonnenuntergang. Neben einer Kirche im typisch isländischen Stil haben wir auch eines der Gatter abgelichtet, in denen Schafe oder Pferde nach dem Abtrieb sortiert werden.
Auf dem Weg zu unserer Unterkunft haben wir die fliegende Kamera nach einem Tag Pause wieder starten lassen und haben an ein paar interessanten Stellen Luftbilder geschossen (unter anderem in der endlosen Ödnis von Öræfi).
Den östlichsten Punkt der Reise haben wir nun hinter uns gelassen und fahren jetzt auf der Ringstraße wieder nach Westen. Erster Stopp auf der Rückfahrt war der Skaftafell-Nationalpark. Dort wanderten wir zum Wasserfall Svartifoss und zur Gletscherzunge des Skaftafellsjökull. Beim Wasserfall konnten wir Eiskletterern zuschauen und auf dem Rückweg haben wir unerwartet einen Geocache gefunden. Durch eine echte Mondlandschaft führte uns der Weg zum Gletscher.

8 March 2018

Danach haben wir nochmal kurz den Diamond Beach besucht und dann die Heimreise angetreten. Die Region, wo wir sind, heißt Öræfi und erst 1974 wurde an dieser Stelle die Ringstraße ausgebaut und damit geschlossen — vorher galt die Region als die abgelegenste Islands (und das will was heißen). Auch heute ist die Infrastruktur hier eher spärlich ausgebaut und gastronomische Angebote gibt es nur wenige. Unser Abendessen gab es in einem einfachen Containerbau, der in Deutschland selbst für einen Tankstellenshop unattraktiv wäre. Hier ist er nicht nur das, sondern auch Post, Souvenirshop, Supermarkt und eben Restaurant. Das Essen war ganz okay und für hiesige Verhältnisse sehr günstig.
Nachdem wir endlich auch mal mit einem dieser Riesentrucks unterwegs waren, die man hier überall sieht, ging es am Nachmittag nochmal Richtung Osten und zu den Gletscherlagunen Fjallsárlón und Jökulsárlón (wo wir auch gestern Abend waren). Bei Tageslicht wirken die Eisberge nochmal ganz anders! Das sind schon Bilderbuchlandschaften, aber Janett wünschte sich (scherzhaft) noch ein paar Robben — unsere treuen Leser wissen, dass die uns in unserem letzten Urlaub immer wieder begegnet sind. ... 5 Minuten später ... ROBBEN IM JÖKULSÁRLÓN! Nach dem wir die letzten Tage schon fast durchgehend Sonne hatten, dürfte das Glück für die nächste Zeit aufgebraucht sein 😉
Expedition in die Eishöhle! Mit dem Monstertruck ging es zum Svínafellsjökull und dann zu Fuß in die Höhle im Gletscher. Faszinierende Strukturen und ein einzigartiges Licht dort unten! Das Eis, in dem die Höhle entstanden ist, ist ca. 700 Jahre alt.

7 March 2018

Höhepunkt und Abschluss des Reisetages: Die Eisberge in der Gletscherlagune Jökulsárlón und der "Diamond Beach", an dem sich Eisbrocken in allen Größen und Formen sammeln.
Fjaðrárgljúfur bei Kirkjubæjarklaustur ist eine zwei Kilometer lange, 2 Millionen Jahre alte Schlucht, die man von oben und, im Sommer, auch von unten besichtigen kann.
Den Bauernhof haben wir verlassen (nach einem Besuch im Stall) und sind weiter Richtung Osten gefahren. Starker, böiger Wind ist unser ständiger Begleiter, auch im Lavagebiet von Eldhraun* und durch die Ödnis vor dem Vatnajökull-Gletscher. Der ist übrigens beeindruckend groß (der größte außerhalb der Arktis)! *Die Entstehung von Eldhraun hängt übrigens direkt mit der französischen Revolution zusammen!

6 March 2018

Nichts leichter, als den Namen der Höhle auszusprechen, die wir heute erkundet haben: Hjörleifshöfði! Davor: endloser Strand, heute als Schnee- und Eiswüste. Der Weg zur Höhle ist eine unbefestigte Schotterpiste mit tiefsten Löchern. Wir haben dann unseren Geländewagen stehen lassen und sind zu Fuß weiter. Typisch Island: erst 100 Meter weiter wird nebenbei darauf hingewiesen, dass man ab jetzt einen Geländewagen braucht!
Wir haben den Privatcanyon unseres Gastgebers erkundet und den Hausberg bestiegen! (Einhörner haben wir auch gesehen!)
Am Strand in Vik mit Blick auf die Felsen von Reynisdrangar. Der Strand bestand nun nicht mehr nur aus schwarzem Sand, sondern auch aus Schnee mit einer dünnen Sandschicht oben drauf. Das sorgte für eine interessante Optik. Leider pustete der Wind uns den Schnee und Sand auch ins Gesicht (das ist kein Nebel im Bild).
Über Nacht gab es Schnee und noch mehr Wind! Die Folge waren Schneeverwehungen auf den ansonsten freien Straßen. Der Wind ist auch mittags noch so kräftig, dass das kleine Windrad an der Wetterstation wie ein Helikopter klingt.
Unsere Unterkunft für zwei Nächte — auf einem Bauernhof — ist im ersten Bild hinten zu sehen. Sehr schöne Landschaft hier! Der Gastgeber ist Isländer und spricht fließend Deutsch. Kuriosität am Rande: nachdem einige seiner Schafe gelernt haben, das Viehgitter zu überqueren, mussten diese "aus der Zucht genommen" werden, damit sie ihre überlegenen Gene nicht weitergeben. "Sonst ist bald deine ganze Herde weg!"
Die nächste größere Siedlung hat 380 Einwohner, bis zur nächsten "Stadt" (7000 Einwohner) sind es fast zwei Stunden mit dem Auto. Wir haben Internet über Glasfaser mit 150 MBit/s! Da kann man in Deutschland nur von träumen...

5 March 2018

Der Sonnenuntergang am schwarzen Strand bei Vik, mit Blick auf die Halbinsel Dyrhólaey und Basaltformationen.
Der schwarze Strand bei Vik. Wie an anderen isländischen Stränden auch, gibt es hier hinterhältige "Sneaker Waves", die sich recht langsam aber ausdauernd den Strand hoch schleichen und dann gerne mal den ein oder anderen Touristen ins eisige Grab ziehen. Davor wird überall gewarnt! Aber was machen einige Fotografen? Stellen sich bewusst ins Wasser!
Okay, der letzte: der berühmte Seljalandsfoss! Im Sommer kann man hinter ihm durch laufen, im Winter wird das durch beeindruckende Eisschichten verhindert.
Noch ein Foss (der vorletzte heute): der Gljúfrabúi. Er fällt in eine Höhle, für die wir uns leider nicht wasserfest genug ausgerüstet gefühlt haben — weder was unsere Kleidung noch was die Technik betrifft. Dafür gab's eine kleine Klettersteigeinlage zu einem Aussichtspunkt oberhalb des Wasserfalls.
Der zweite Zufallsfund: der Gluggafoss. Ein besonderer Wasserfall, weil er "um die Ecke" fällt!
Unser erster Halt heute auf dem Weg nach Osten: Der Wasserfall im þorsteinslundur, einem Park benannt nach dem Dichter þorstein Erlingsson. Eigentlich hatten wir den überhaupt nicht auf dem Plan, aber wir haben ihn durch Zufall entlang einer weniger befahrenen Strecke gesichtet. Immer wieder konnten wir hören, wie Eisstücke laut krachend herunterstürzen.
Es ist schweinekalt hier! Ein paar Minuten an der Luft und man ist durchgefroren, selbst mit 3–4 Lagen! Dafür schlägt sich die Kameradrone selbst bei starkem Wind sehr gut (nur die Bilder werden etwas schräger).
Guten Morgen! Unsere Unterkunft von gestern auf heute...

4 March 2018

Der Nationalpark Þingvellir — die Wiege der Isländischen Demokratie — im Sonnenuntergang. Hier sieht man deutlich, wie die Kontinentalplatten auseinanderdriften. Janett schaut vom eurasischen auf den amerikanischen Kontinent und über den zugefrorenen See Þingvallavatn. Ein faszinierender Ort!
Unsere ersten Kilometer in Island. Die gefrorene Landschaft hat uns so fasziniert, dass wir unsere ursprünglichen Pläne gleich verworfen haben.
Angekommen!
Eis auf dem Ijsselmeer.
Frankfurt verlassen!
"Alle Geräte in den Flugmodus!" - gilt das auch für meine Drone im Handgepäck? 😉
Auch in Bonn geht offenbar ein einsamer Koffer auf Reise. Ob sie zusammen finden werden?