Spain · 11 Days · 43 Moments · February 2013

Thomas Straubinger

Fotoreise auf den Kanaren - 12 Tage


5 March 2013

Fazit Die Kanaren hinterlassen bei mir unterschiedliche Gefühle. Trotz der durchaus sehr schönen Landschaften, allen voran die Gegend um das Anaga Gebirge auf Teneriffa und der Nordwesten von Gran Canaria, hätte ich mir manches Mal mehr erwartet. So wunderschön diese Gegenden sind, so hässlich sind teilweise die sehr trockenen Regionen. Allen voran der Osten bzw. Südosten beider Inseln. Im Wesentlichen bestehen diese Gebiete bzw. deren Küsten aus Stein, Sand, Touristen und Plastikflaschen. Solche die noch vor den Planungen stehen, würde ich eher zu einem Aufenthalt auf Teneriffa raten. Teneriffa ist sehr vielfältig und bietet neben schönen Stränden auch dichte Wälder, hohe Gebirge und unterschiedlichste Klimabedingungen. Ob man nun Gran Canaria oder Teneriffa wählt, auf eines kann man sich verlassen: Auf die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Einheimischen! Aus Sicht eines Fotografen kann ich sagen, dass man die Kanaren einmal besucht haben sollte.
Die „Calima“ Beim Mittagessen kam ich schließlich mit einem Finnen ins Gespräch, welcher nach 15 Jahren Großbritannien nun in Teneriffa sein neues Zuhause gefunden hat. Das vermeintlich nebelige Wetter, so erklärte er mir, sei in Wirklichkeit die „Calima“. Bei der Calima handelt es sich um eine Wetterlage, die durch ihren starken Ostwind Sand in der Sahara Wüste aufwirbelt und ihn dann bis auf die Kanaren und manchmal auch weiter bis zu den Azoren trägt. Wie das dann aussieht, kann man auf diesem Bild sehen. Da so eine Wetterlage mehrere Wochen andauern kann, war ich nicht so sehr traurig, dass ich heute die Kanaren wieder verlassen musste und so brach ich auf in die Heimat...
Einzigartiger Leuchtturm Auf meiner Liste befand sich noch der im Nordwesten von Teneriffa gelegene Ort Punta de Hidalgo. Dieser Ort ist für viele Touristen Ausgangspunkt für Wanderungen ins wunderschöne Anaga Gebirge. Punta de Hidalgo hat aber auch etwas anderes zu bieten. Einen Leuchtturm, von dem ich bis heute nicht so recht glauben mag, dass er einer ist. Denn seine Architektur erinnert nicht gerade an einen klassischen Leuchtturm wie man ihn eigentlich kennt.
Schmetterlingshaus in Icod de los Vinos Nachdem meine Heimreise erst am späten Abend stattfand, hatte ich noch Zeit einige Dinge nachzuholen, die ich bisher aufschieben musste. Zuerst stattete ich dem Schmetterlingshaus in Icod de los Vinos einen Besuch ab. Nachdem ich einen saftigen Eintrittspreis bezahlen musste (knapp 9,- Euro), betrat ich das klimatisierte Haus und erblickte dort – man würde es nicht glauben – massenweise Schmetterlinge. Es ist relativ einfach dort ein paar gute Fotos mitzunehmen, wer also in der Nähe ist, sollte darüber nachdenken vielleicht einmal vorbei zu schauen.

4 March 2013

TF-38 erkunden Da ich für heute nicht mehr wirklich einen Punkt auf meiner Liste hatte, machte ich quasi nur eine kleine Sonntagsfahrt. Gegen Sonnenuntergang schließlich habe ich mich in Richtung der TF-38 begeben, welche in Richtung Südwesten vom Teide wieder herunter führt. Meiner Meinung nach ist die TF-38 die schönste Straße rund um den Teide, denn die Landschaft ist hier wirklich einzigartig. Vulkangesteinwüste zieht sich hier über nahezu die komplette Landschaft und doch trotzdem immer wieder Ansammlungen von Bäumen der unwirtlichen Natur, die ihnen hier alles andere als einfache Bedingungen liefert.
Gebiet um den Teide Vom Teide und der Gegend rund um den Teide bin ich bei meinen Recherchen auf sehr viele Bilder gestoßen. Schnell war klar, dass dieses Gebiet sehr touristisch sein muss, was mein gestriger Besuch schließlich auch bestätigte. Normalerweise neige ich ja eher dazu, die Touristenströme zu meiden, aber da auch heute das Wetter an der Küste Teneriffas nicht gerade einladend war, ging es auch heute wieder dem Teide entgegen. Oben angekommen bin ich erst einmal – und eher ungewollt – auf das Fotomotiv gestoßen, was wohl jeder Teneriffa Besucher schon einmal gesehen hat. In diese Gegend werden die Touristen massenweise mit Bussen und Autos heran gekarrt, nicht unbedingt ein Ort, an dem ich mich lange aufhalten muss.

3 March 2013

Hinweis zum Aufstieg auf den Teide Hinweis: Wer den Krater des Teide besichtigen möchte, braucht dazu vorab eine Bewilligung der Parkaufsicht. Der Wanderweg Telesforo Bravo verbindet den Ausgangspunkt La Rambleta (3.555m) mit dem Gipfel (3.717m). Alle anderen Hinweise findet man unter dem Link!
Teide Observatorium Ich wusste nicht genau, ob es erlaubt ist, das Areal des Teide Observatoriums zu betreten oder nicht. Es gibt jedenfalls keine Besucherparkplätze, aber auch keine Umzäunung. Wie es nun wirklich ist, weiß ich bis heute nicht, an mir hat sich jedenfalls keiner der Mitarbeiter gestört und somit konnte ich unbehelligt meine Bilder machen. Kurz nach Sonnenuntergang färbte sich dann der Himmel plötzlich in blau-rosa Bonbonfarben, etwas, dass ich so vorher noch nie gesehen hatte. Natürlich blieb ich bis in die Nacht! Wie erhofft trat dabei dann auch der Fall ein, dass der Sternenhimmel so klar und deutlich wurde, wie ich es nie zuvor erlebt hatte.
Fahrt zum Teide Observatorium Heute früh war der Himmel richtig dick mit Wolken behangen. In den letzten Tagen sah ich kein einziges Wölkchen, somit kam mir dieses Wetter sehr recht, denn es war Zeit für den Teide! Der Teide ist mit beachtlichen 3718 Metern der höchste Berg Spaniens. Das Gebiet rund um den Teide bietet neben einer Seilbahn, die einem auf die Spitze des Berges bringt, auch ein Observatorium. Letzteres sollte mein Ziel sein. Während ich mich entlang TF-373 der Wolkendecke näherte, sank die Temperatur rapide von 19° auf fast schon eisige 6,5°. Einige Radfahrer kamen mir in dieser bitterkalten Nebelsuppe entgegen und wirkten dabei alles andere als glücklich. Am oberen Ende der Wolkendecke stieg die Temperatur schließlich wieder auf erträgliche 14°. Das ganze Plateau rund um den Teide ist so hoch gelegen, dass man nun auch wie erhofft einen wunderbaren Blick über die im Tal liegende Wolkendecke hatte.

2 March 2013

Leuchtturm Relativ schnell hat man die Straße aber hinter sich gebracht und kurz darauf begrüßt einen auch schon von der Ferne der Leuchtturm von Punta de Teno. Bis zum Nachteinbruch verbrachte ich hier beim Punta de Teno, wo ich ein paar tolle Bilder machen konnte. Wie immer findet man die Ergebnisse davon in der Galerie.
Faro de Punta Teno - Leuchtturm Ca. 15 Minuten später befindet man sich in Buenavista del Norte, welches einen sehr schönen Golfplatz direkt an der Küste vorzuweisen hat. Von dort aus sieht man auch schon den Weg zu meinem Ziel. Der Punta de Teno ist von Buenavista del Norte nur noch wenige Minuten entfernt. Doch genau dieses letzte Teilstück hat es in sich, denn die Straße, die hier von vielen benutzt wird (auch von der Polizei) ist eigentlich gesperrt. Klar und deutlich weist ein großes Schild, welches in etlichen Sprachen vorzufinden ist, darauf hin, wie gefährlich diese Straße ist. Da sich davon aber offenbar niemand aufhalten lies, bin auch ich einfach losgefahren. Schnell wurde klar: Das Schild übertreibt keineswegs. Stark überhängende Felsen, die kaum noch bröseliger sein könnten, hängen drohend über der einzigen Verbindung zum Punta de Teno. Geröll liegt auf der Straße und großzügiges Flickwerk in der Asphaltdecke zeugt von früheren Felsstürzen. Das erhöht nicht gerade den Wohlfühlfaktor.
Fahrt nach Punta de Teno über TF 346 Mein nächstes Ziel war der Punta de Teno, der westlichste Teil von Teneriffa, der dankender Weise mit einem Leuchtturm bestückt wurde. Mittlerweile im Westen angekommen, wurde die Landschaft wieder deutlich grüner und ansprechender. Auf dem Weg zum Punta de Teno benutzt man vom Süden her kommend die Straße TF-346, die quasi über den Los Gigantes führt. Kurz bevor ich den Los Gigantes wieder hinunterfuhr, änderte sich das Klima nach nur zwei Kurven schlagartig. Die Temperatur fiel von einem Moment zum anderen um sieben Grad! Gleichzeitig öffnete sich auch der Blick ins nächst gelegene Tal, das einen interessanten Erdhaufen präsentierte.
Strand von Tejita Weiter ging es also zum Strand von Tejita, der auf so manchem Foto recht vielversprechend aussah. Als ich mich ihm näherte, brach ich die Sache aber ab, da mir die ganze Gegend so gar nicht gefiel. Was ich sowohl auf Gran Canaria, als auch auf Teneriffa bezüglich der Südost Küsten beobachtet hatte, ist eigentlich ein Phänomen. Bei beiden Inseln ist der Süden und Südosten der touristischste und landschaftlich gesehen der hässlichste. Das muss man leider so sagen, denn außer Geröll, ein paar Pflanzen, die ums Überleben kämpfen und weggeworfene Plastikflaschen gibt es dort nicht viel. Somit setzte ich meine Fahrt ohne Reue fort und ließ damit den Südosten Teneriffas hinter mir.
San Miguel de Tajao Da ich auf meiner "To do"-Liste noch zwei Spots auf der Südost Seite von Teneriffa hatte, nutzte ich die Gelegenheit Teneriffa einmal mit dem Auto zu umrunden. Wieder startend von Icod de los Vinos aus startend ging es zuerst nach San Miguel de Tajao. Dieser Ort besitzt eine Küste, dessen Felsen aus einer Art Sandstein bestehen, wodurch diese auffällig geschwungene Formen aufweisen. Dort angekommen begrüßte mich allerdings sehr heftiger Wind, der nicht nur mit Meerwasser, sondern auch mit Sand um sich warf, an Fotografieren war damit leider nicht zu denken.

1 March 2013

Auditorio de Tenerife Nachdem ich dem Auditorio de Tenerife noch einen kurzen Besuch abstattete, ging es schließlich wieder nach Hause.
Playa de Teresitas Mein im Großen und Ganzen zuverlässiges Navi sollte mich heute nach San Andrès bringen. Dort angekommen positionierte ich mich - nach dem ich die Sonne noch etwas genoss - sogleich auf den Playa de Teresitas. Das ist ein kleiner Berg im Norden von San Andrès, von wo aus man einen hervorragenden Blick über das kleine Örtchen, bis weiter nach Santa Cruz de Tenerife hat, der Hauptstadt von Teneriffa.

28 February 2013

Gegend rund um Benijo Und wenn ich schon einmal da war, nutze ich natürlich die Gelegenheit, noch ein paar Bilder der wirklich schönen Gegend rund um Benijo mitzunehmen.
Strand in Benijo In Benijo angekommen, wo sich nur wenig Touristen befinden, steigt man über einige Stufen hinab zum Strand. Dort ist dann unter anderem auch dieses Bild entstanden: Übrigens: Der Strand von Benijo hat neben den markanten Felsformationen noch eine Besonderheit. Der Sand ist hier so fein, dass er fast schon ins schlammige übergeht. Das führte dann auch dazu, dass ich am nächsten Morgen viel Spaß dabei hatte, mein Stativ wieder halbwegs sandfrei zu bekommen.
Fahrt nach Benijo Schließlich ging es weiter Richtung Nordosten bzw. Nordwesten Teneriffas, dem Anaga Gebirge entgegen bzw. genauer gesagt zum Strand des kleinen Örtchen Benijo. Sobald die ersten Ausläufer des Anaga Gebirges beginnen, verändert sich die Landschaft schlagartig. Die Straßen werden schmal und kurvig und die vorher nur vereinzelt sichtbaren Bäume, verwandeln sich in dichte Wälder, während es stets bergauf geht. Kein Wunder, dass sich hier ein sehr bekannter Wald Teneriffas, der sogenannte Mercedeswald, befindet. Oben angelangt führt die Straße entlang der vielen Bergspitzen und belohnt dabei laufend mit einem einmaligen Panorama über den gebirgigen Nordwesten von Teneriffa.
Küste von Puerto de la Cruz Ein paar Minuten weiter nördlich befindet sich die Stadt Puerto de la Cruz. Auch dort war das Ziel die Küste bzw. im Speziellen ein fast schon ins Meer gebautes Wohnhaus, welches ein gutes Fotomotiv abgab. Aber auch die Küste von Puerto de la Cruz lohnt einen Blick.
Playa de Soccoro Frisch erholt war mein Programmkatalog für heute prall gefüllt. Von Icod de los Vinos aus (mein Ausgangspunkt, welcher im Nordwesten von Teneriffa liegt), ging es zuerst zum Playa de Soccoro, wo sich lt. meinen Recherchen manchmal Surfer tummeln sollen. Surfer habe ich dort keine vorgefunden, dafür einen sehr schönen Strand, der durchaus einen Besuch lohnt wenn man sich in der Nähe befindet.

27 February 2013

Sonnenuntergang und Surfer Mein Plan, den Los Giganten bei Sonnenuntergang zu fotografieren, ging aber nicht auf. Zum einen aufgrund der Lichtverhältnisse und zum anderen aufgrund des sehr kleinen Strandes, der kaum Möglichkeiten für reichhaltige Perspektiven bietet. Als Ersatzprogramm habe ich schließlich die aus schroffem Vulkangestein bestehende Küste im Süden von Puerto de Santiago gewählt. Wer in der Nähe ist, sollte auf jeden Fall einmal vorbeischauen. Über eine nicht asphaltierte Nebenstraße kann man hier die sehenswerte Küste entlang fahren, wo sich tagsüber auch die einen oder anderen Surfer tummeln.
Puerto de Santiago und Los Gigantes Puerto de Santiago ist ein sehr touristischer Ort, nicht zuletzt weil man von dort aus auch einen hervorragenden Blick auf den Los Gigantes hat. Beim Los Gigantes handelt es sich um eine Steilküste, dessen Felsformationen zum Teil mit über 450 Metern aus dem Wasser ragen. Vom Hafen aus, hat man einen tollen Blick auf die Giganten.
Fahrt nach Puerto de Santiago Noch etwas die Strapazen vom gestrigen Tag intus, ging ich es heute ruhig an, heute stand nur ein Spot auf dem Plan. Es sollte nach Puerto de Santiago gehen bzw. besser gesagt, dessen nahe gelegene Küstenstraße im Süden des Ortes. Während der Fahrt wird einem schnell klar, dass sich Teneriffa landschaftlich stark von Gran Canaria unterscheidet. Teneriffa ist um einiges grüner und die Vegetation vielfältiger. Wälder muss man hier im Gegensatz zu Gran Canaria nicht lange suchen.

26 February 2013

Apartment in Icod de los Vinos Auf Teneriffa bezog ich ein sehr schönes Apartment. Es enthielt neben einem schönen und seperatem Schlafzimmer eine Küche, einen Esstisch und einen Couchbereich mit TV. Der Empfang war sehr freundlich, alles klappte ohne Probleme. Sehr zu empfehlen!
Neues Mietauto Auf Teneriffa nahm ich mein neues Mietauto entgegen, ein Skoda Fabia, welcher für die nächsten Tage mein treuer Begleiter werden sollte.
Fähre nach Teneriffa Die Fährverbindung kostet bei der schnellen Fährverbindung (80min.) ca. 30€. Zu finden sind diese unter: http://www.fredolsen.es/en-US/CompraOnline/C-DatosTarifa.aspx Ungefähr halb so schnelle Fährverbindung (150min.), dafür aber günstigerer Kartenpreis (von mir genutzt) kostet ca. 25€ und man findet sie beim angegebenen Link!
Taxi zur Teneriffa Fähre Eine Taxifahrt - mein spanischer Freund Teil II. Wie zu erwarten sprach auch der Taxifahrer kein Wort Englisch, aber mein Deuten auf das Fährticket von Armas machte ihm klar, wo ich hin wollte. Auch dieser war sehr freundlich und sympathisch und versuchte stets, ein Gespräch mit mir zu beginnen, was aber trotz der guten alten Hand- und Fußkommunikation nicht glückte. Ich muss sagen, ich wusste angesichts des Endbetrags von 15,- Euro auf der Taxiuhr nicht so recht, wie ich mich verhalten sollte. Schließlich war mehr als die Hälfte davon unserer Irrfahrt geschuldet. Meinen Vorschlag, es bei 10,- Euro zu belassen, erwiderte er mit einem eindringlichen Dackelblick, dem ich schließlich nicht widerstand.
Avis Auto Rückgabe Heute machte ich einige nette Bekanntschaften mit unseren spanischen Freunden. Nach dem Auschecken aus dem Hotel musste ich den Mietwagen zurückbringen. Da mir nicht klar war, wo in Las Palmas ich die Avis Rückgabestation finden würde, bewies ich Wagemut und fragte - trotz meiner Kenntnis über die englischen Sprachfähigkeiten der Spanier - nach dem Weg. Auf einer Tankstelle traf ich schließlich einen Mann, der die Abgabestation zu kennen schien und mir in einer liebenswürdigen Freundlichkeit zu erklären versuchte, welchen Weg ich nehmen müsse. In sehr gebrochenem Englisch erklärte er aufgeregt den Weg, schien sich dabei aber nie sicher zu sein. Zur vollständigen Verwirrung verwechselte er dabei stets die Bedeutung der Wörter "before" und "behind". Trotz aller Bemühungen gelang es uns nicht einen Konsens zu finden und so verabschiedeten wir uns nach ca. 15 Minuten mit einem Lachen voneinander. Irgendwie schaffte ich es dann den Weg zur Abgabestation zu finden!

25 February 2013

Natürlich Bäder in Puerto de las Nieves Ein sehr freundlicher deutscher Obdachloser erzählte mir schließlich noch davon, wie er im Sommer und Winter zwischen Deutschland und Gran Canaria hin- und her pendelt und nachdem ich mich ein paar Euro später von ihm verabschiedete, machte ich auch noch ein paar Aufnahmen der nahe gelegenen natürlich Bäder in Puerto de las Nieves.
Puerto de las Nieves Nachdem ich auf der felsigen Küste von Puerto de las Nieves mein Equipment aufgebaut hatte, nahm ich zugleich auch die Position der hiesigen Attraktion ein. Zumindest gewann ich mit meinem Herumgehüpfe auf den teils glitschigen Steinen jede Menge Zuschauer für mich. Und so wollten nach getaner Arbeit einge von ihnen gleich das Ergebnis auf meinem Kameradisplay zu sehen bekommen.
Ausflug auf der GC-200 Heute ging es mit dem Auto entlang der Straße "GC-200". Eine wirklich beeindruckende Küstenstraße, die sich entlang der dortigen Berghänge schlängelt. Diese Straße sollte man auf keinen Fall versäumen, vor allem als Motorradfahrer. Mehrere Kilometer fuhr ich die Straße an der Westküste Gran Canarias entlang (die einen bedeutend schöneren Eindruck auf mich machte als die Ostküste) und drehte bei San Nicolas gezwungenermaßen wieder um, um rechtzeitig zum Sonnenuntergang in Puerto de Las Nieves zu sein. Im Nachhinein gesehen finde ich es schade, dass ich mir für die Westküste Gran Canarias nicht mehr Zeit genommen hatte, ich bin mir sicher, hier hätte es - fernab der Touristenströme - noch einiges zu entdecken gegeben.

24 February 2013

El Bufadero - ein Naturspektakel Nach meiner Runde durch Las Palmas ging es weiter zum El Bufadero. Dabei handelt es sich um eine Art Auswaschung im Vulkangestein an der Ostküste der Insel, in unmittelbarer Nähe des Ortes La Garita. Was diesen Ort so besonders macht, ist, dass in den dortigen Aushöhlungen das Wasser des Atlantiks mit jeder Welle hochschnellt und wieder hinunter braust. Ein Naturspektakel, das man sich auf jeden Fall ansehen sollte. Nachdem ich den Rest des Tages an diesem, auf eine eigenartige Weise besonderen Ort verbrachte, ging es schließlich zurück ins Hotel.
Las Palmas erkunden Nachdem heute bestes Wetter herrschte, machte ich mich auf, Las Palmas etwas zu erkunden, der Hauptstadt Gran Canarias. In der Stadt selbst herrscht turbulentes Treiben, wer dabei etwas fernab des Zentrums durch die Straßen flaniert, stößt mitunter auch auf die typisch spanischen Häuser, welche sich hier zum Teil an steile Hänge schmiegen.

23 February 2013

Aufstieg zum Roque Nublo - "Wolkenfels" Nachdem man am Parkplatz ankommt, geht es auf einer ca. 30-minütigen Wanderung dem Roque Nublo entgegen. Oben angekommen sticht einem sofort der riesige Basaltfelsen ins Auge (auf diesem Bild befinden sich zwei Personen). Noch ein Stückchen weiter hinauf begrüßt einen schließlich ein wunderschönes Panorama, welches sich nahezu über die ganze Insel erstreckt. Auch den Berg Teide, den höchsten Berg Spaniens, der sich auf der Nachbarinsel Teneriffa befindet, kann man von hier aus sehen. Als es schließlich dunkel wurde, brach ich wieder auf, zurück zu meinem Auto. Der Abstieg war dabei etwas gruselig, denn die Stimmung hatte sich komplett gewandelt. Nebel kam auf, der Vollmond schien und der Wind blies plötzlich sehr stürmisch. Wie so oft war ich der letzte der noch da war. Nachdem der einsame Waldweg schließlich überwunden war, freute ich mich, mein Auto wieder zu sehen. ;-)
Parkplatz Roque Nublo - "Wolkenfels" Nach einer kurzen Wandertour durch die Sanddünen von Maspalomas ging es weiter ins Landesinnere, zum Roque Nublo. Der Roque Nublo ist quasi das Wahrzeichen von Gran Canaria und bedeutet soviel wie "Wolkenfels". Im Wesentlichen handelt es sich dabei um einen ca. 1800 Meter hohen Berg, der an seiner Spitze einen markanten Basaltfelsen trägt. Während es über eine sehr kurvige und teils enge Bergstraße dem Ziel entgegen ging, konnte man beobachten, wie sich die Landschaft verändert. Die Vegetation wurde langsam Grün und sogar die ersten Bäume tauchten auf. Kein Vergleich zu der eher kargen und wasserarmen Ostküste.
Sanddünen von Maspalomas Angekommen in Maspalomas wird klar, dass dieser Ort wohl einer der touristischsten Orte von ganz Gran Canaria ist. Überall findet man Restaurants und Geschäfte, die meist auch auf die Hauptklientel (Deutsche Touristen) zugeschnitten ist. Trotz dessen lohnt sich natürlich ein Besuch der Sanddünen, vor allem wenn man so wie ich selbige bisher noch nirgendwo bewundern durfte. Wer vor hat, die Dünen ohne Fußspuren zu fotografieren, wird es jedenfalls recht schwer haben. Unter Tags streifen viele Menschen durch die Dünen, wer es also gerne unberührt hat, sollte früh aufstehen, denn der Wind beseitigt den Großteil der Spuren über Nacht.
Fahrt nach Maspalomas Jeder Tourist der etwas auf sich hält, spart natürlich einen Ort auf Gran Canaria nicht aus: die Sanddünen von Maspalomas! Und so sollten diese für heute mein erstes Ziel sein. Entlang der Ostküste von Gran Canaria ging es gen Süden. Auf so einer Fahrt merkt man: Hier herrscht sehr reger Schiffsverkehr. Bei gemütlicher Fahrt braucht man weniger als eine Stunde um von der Nord- zur Südseite (oder umgekehrt) zu kommen. Man merkt bei so einer Fahrt sehr schnell, dass Gran Canaria nicht sehr groß ist. Ein Mietwagen lohnt trotzdem, Taxifahrten sind sehr teuer und die Flexibilität mit öffentlichen Verkehrsmittel geht einfach schnell verloren.
Hotel Bora Bora Nach der Aufnahme des Mietwagens ging es erst einmal in das vorab gebuchte Bora Bora Hotel im Norden von La Palmas. Ein guter Ausgangsort für meine Fototour und ausreichend um dort die Nächte zu verbringen. Das Hotel ist klein und bietet 19 Zimmer und es gibt eine Sonnenterrasse mit kostenlosem WLAN. Da ich in der Vornacht nur ca. zwei Stunden Schlaf hatte, holte ich erst einmal nach, was mir spürbar fehlte: Schlaf.
Mietwagen abholen bei Avis Um mobil zu sein, holte ich erst einmal meinen Mietwagen ab, welcher mich in den nächsten Tag durch Gran Canaria tragen sollte.
Anreise Wieder einmal sollte es vom Flughafen München zur Zieldestination gehen. Nach einer unfreundlichen Check-In Prozedur durch die Condor Mitarbeiter und einem um zwei Stunden verspäteten Flug, ging es - begleitet vom sanften Gefühl, mich angesichts der Klientel auf einer Kaffeefahrt zu befinden - endlich los. Schon der Landeanflug auf Las Palmas stimmte mich auf eine aufregende Reise ein. Der Wind blies so stark von der Seite, dass der Pilot gezwungen war, die Nase des Flugzeugs diagonal zur Landebahn auszurichten um erst kurz vor der Berührung mit dem Boden das Ruder herum zu reißen.
Geschichtlicher Abriss Wie auch schon bei meiner Islandreise, besuchte ich mit Gran Canaria und Teneriffa wieder eine Vulkaninsel. Die Inselgruppe der Kanaren befindet sich etwa 100 bis 500 Kilometer entfernt von der Küste Marokkos und liegt ungefähr auf der gleichen Höhe wie die Sahara, Florida oder Kuwait. Es gibt sieben Hauptinseln, welche in einem Zeitraum von vor 1,2 bis 22 Millionen Jahren - durch einen vulkanischen Hotspot unter der Erde - entstanden sind. Gerade das Klima macht die Kanarischen Inseln bei Touristen sehr beliebt, denn die Durchschnittstemperaturen bewegen sich im Sommer bei ca. 25° und im Winter bei immer noch angenehmen 17° (im Schatten wohlbemerkt). Die ersten Spanier trafen Anfang des 14. Jahrhunderts auf den Kanaren ein. Nach einer nicht sehr freundlichen Unterwerfung der Guanchen (quasi der Ureinwohner der Kanaren) im Namen des Spanischen Königs Heinrich III., ist die Bevökerungszahl mittlerweile auf mehr als zwei Millionen Menschen angewachsen.
Die Kanaren - Vorgeschichte Die Kanaren! Wer das hört, denkt vielleicht an Schlagwörter wie Massentourismus, Strandurlaub, überlaufen von Deutschen oder Ähnliches. All das haben sie wohl zu bieten, doch dass die Kanaren auch beeindruckende und abwechslungsreiche Landschaften fernab vieler Touristenströme bieten, möchte ich in diesem Reisebericht zeigen. Für 14 Tage ging es also für eine Fotoreise auf die Kanarischen Inseln Gran Canaria und Teneriffa. Als Reisezeit suchte ich mir Ende Jänner bis Anfang Februar aus. Das Klima ist das ganze Jahr über sehr mild und so bin ich selbst zu einer Zeit, zu der in unseren Gefilden Kälte, Schnee und Eis herrscht, zu einer ordentlichen Portion Sommer gekommen. Bei meinen Vorabrecherchen wurde bereits klar, dass Gran Canaria für mich weniger zu bieten haben wird als Teneriffa, also plante ich vier Tage auf Gran Canaria ein und die restlichen acht Tage auf Teneriffa.