31 Days · 60 Moments · February 2018

¡Loco loco Colombia!


3 March 2018

Jedes begonnene Abenteuer muss auch wieder zu Ende gehen. Nach fast fünf intensiven Wochen durch dieses wilde und vielschichtige Land, besteige ich erschöpft aber zufrieden das Flugzeug zurück in die Heimat. Adiós bella Colombia!
Ein letztes Highlight ist der Besuch des Avianca Wolkenkratzers im Herzen der Stadt. Vom obersten Stockwerk des lange Zeit höchsten Gebäudes Südamerikas, kann man die enormen Ausmaße der Stadt bestaunen.
Am letzten Tag traf ich mich noch einmal mit Paula, die uns am Anfang unserer Reise so herzlich aufgenommen hat und uns so viele Einblicke über dieses vielfältige Land näher gebracht hat. Gemeinsam spazieren wir durch die Stadt um meine restlichen Pesos zu verpulvern und einige Souvenirs zu erstehen.
Nach den ruhigen Tagen in der Kaffeeregion erwartete mich als letzte Etappe der Reise wieder die chaotische Metropole Bogotá. Von der Fahrt im Nachtbus gezeichnet entspannte ich mich im Hotel um mich auf den letzten Abend der Reise vorzubereiten. Über Couchsurfing fand ich eine lustige Partie, mit der ich in das spannende Nachtleben der Hauptstadt eintauchen konnte. Ein kolumbianischer Couchsurfer setzte uns sogar auf die Gästeliste eines eingesagten Clubs. Die Nacht wurde lang und meine Salsa-Skills ein wenig besser.

1 March 2018

Salento kann auch eine Oase der Ruhe sein. Nur ein Stück entfernt der touristischsten Trampelpfade kann man die abwechslungsreiche Geräuschkulisse des tropischen Walds genießen und die vielen verschiedenen Schmetterlinge am Wegrand bestaunen.

28 February 2018

Der Besuch einer Kaffeeplantage ist einen muss im Anbaugebiet des schwarzen Goldes. Mit anderen Reisenden besuche ich eine abgelegene Bio-Kaffee Plantage. Besonders interessant sind die biologischen Anbaumethoden und Hilfsmittel die es ermöglichen die anspruchsvolle Pflanze ertragreich zu kultivieren. So werden Beispielsweise viele andere Pflanzenarten zwischen den Kaffeesträuchern gesetzt um den Boden zu verbessern oder Schädlinge fern zu halten. Der Kaffee schmeckt übrigens spitze!
Für viele Touristen ist das Cocora Valley der Höhepunkt der Region. Die Besonderheit dieses lang gezogenen Tals sind die gewaltigen Wachspalmen. Diese einzigartigen Planzen sind die größten ihrer Art und werden bis zu 60 Meter hoch. Vor allem auf einer offen Fläche sieht diese Palmenart sehr beeindruckend aus.
Noch vor wenigen Jahren war Salento ein verschlafenes Bergdorf das hauptsächlich von Landschaft lebte. Heute ist es einer der touristischsten Orte Kolumbiens. Nicht nur Ausländer schätzen die einzigartige Landschaft im ausgedehnten Kaffeeanbaugebiet, auch viele Kolumbianer kommen hier her. Es ist also nicht verwunderlich, dass es in den bunten Gassen des Ortes Unmengen an Souvenirshops gibt.

27 February 2018

Auf eigene Faust geht es weiter nach Süden. Das erste mal besteige ich eine der berühmten Chivas. Diese rustikalen Fortbewegungsmittel sind der gebirgigen Landschaft angepasst und spielen für den ländlichen öffentlichen Verkehr eine bedeutende Rolle. Für die 23 Kilometer von Jardín in die nächste Stadt benötigt das kuriose Gefährt jedoch nicht weniger als vier Stunden.
Bevor Andi und ich getrennte Wege gingen, wanderten wir nochmal einen halben Tag durch die sanfte Landschaft von Jardín. Nach einem reichhaltigen Mittagessen hieß es Abschied nehmen - das nächste mal werden wir uns erst wieder in Österreich sehen.

26 February 2018

Eher durch Zufall stolperte ich auf meiner Wanderung über die Almen auf ein Highlight dieser Reise. Ich habe auf meinen Reisen schon viele beeindruckende Wasserfälle besucht, doch dieser Ort hatte eine ganz besondere Aura. Das Wasser das durch ein großes Loch in der Decke in die Höhle strömte, sammelte sich in einem poolartigen Becken und die aufgewirbelten Wassertropfen glitzerten in der einfallenden Nachmittagssonne Kolumbiens. Ein mystischer Ort.
Da Andi leider wieder etwas erkrankt war, machte ich mich wieder alleine auf den Weg die verborgenen Schönheiten dieses Landes zu erkunden. Jardín umgibt eine sanfte Almlandschaft mit einer üppigen Vegetation auf der zahllose Rinder und Pferde grasen. Ein bisschen erinnerte mich die Region an die Heimat.
Nicht nur der Ort hatte viel zu bieten, sondern auch unsere Unterkunft für die nächsten zwei Tage. Die etwas außerhalb von Jardín gelegene Finca hatte einen ausgedehnten und liebevoll angelegten Garten der uns schon beim betrachten entspannte.
Das Partywochenende in Medellín fordert seinen Tribut. Unsere Kraftreserven sind erschöpft und wir sehnen uns nach etwas Ruhe. Darum beschließen wir in das verschlafene Örtchen Jardin (spanisches Wort für Garten) zu fahren. Der liebliche Ort ist touristisch noch kaum erschlossen und beherbergt viele Möglichkeiten um die vielfältige Natur zu genießen.

25 February 2018

Spätestens seit der populären TV-Serie „Narcos“ ist Medellín in vielen Teilen der Welt bekannt. Besonders das Nachtleben der Stadt ist legendär. Auf die 4 Millionen Einwohnerstadt verteilen sich eine große Menge an Clubs, Bars und Salsa-Tanzlokale. Wir sind über Couchsurfing mit einigen Kolumbianern verabredet die scheinbar genauso trinkfest sind wie die Österreicher. Es wird gesungen, getanzt und gefeiert bis die Sonne hoch am Himmel steht. Eine unvergessliche Nacht!

24 February 2018

Ein weiteres Highlight Medellíns sind die drei Seilbahnen, welche die armen unzugänglichen Viertel auf den Berghängen mit dem pulsierenden Stadtzentrum verbinden. Aus den modernen Gondeln bewundern wir die grandiose Stadtkulisse, sehen jedoch auch auf viel Armut und Elend herab.
Am ersten Tag in Medellín besuchen wir den berühmt-berüchtigten Stadtteil San Javier, besser bekannt als Comuna 13. Noch vor wenigen Jahren war die Comuna 13 Kriegsgebiet, in dem wechselnde Parteien um die Oberhand kämpften. Mit dem Terrorregime von Drogenkönig Pablo Escobar tobte in Medellín und ganz Kolumbien ein Bürgerkrieg zwischen Sicherheitskräften, rechten Paramilitärs und der linken Farc-Guerilla. Jetzt erinnern nur mehr die zahlreichen Graffitis an die blutigste Periode der kolumbianischen Geschichte.
Um fit für das Nachtleben in Medellín zu sein, beziehen wir ein gut gelegenes 5 Sterne Hotel im Party- und Gringo-Bezirk El Poblado. Die Kosten von nur 50 Euro pro Nacht und Zimmer kann unser Reisebudget noch verschmerzen.

23 February 2018

Gleich vom Terminal in Medellín fahren wir in das zwei Stunden entfernte Guatapé. Die kleine Stadt ist bekannt für ihre bunten Häuser und den riesigen Felsblock der unübersehbar in der Landschaft thront. Auch die künstlich angelegte Seenlandschaft zieht über das ganze Jahr viele Kolumbianer und Ausländer an.

22 February 2018

Am letzten Tag in Cartagena verbringe ich wieder alleine. Ich besuche die neuzeitlichen Befestigungsanlagen der Stadt von denen man einen hervorragenden Ausblick genießen kann. Diese mächtigen Bauwerke schützten die reiche Stadt einst vor Piraten und anderen Invasoren. Bevor es mit dem Nachtbus weiter nach Medellín geht erkunde ich noch die protzige Skyline der touristischsten Stadt des Landes.

21 February 2018

Auch in der Nacht hat Cartagena einiges zu bieten. Die beleuchtete Altstadt sowie die moderne Skyline von ... sind auf jeden Fall ein Hingucker.
Die bunten Gassen der berühmten Kolonialstadt haben einen ganz besonderen Charme. Von den zahlreichen kleinen Balkonen hängen exotische Pflanzen und an jeder Ecke gibt es ein trendinges Restaurant oder Geschäft.

20 February 2018

Dieser Tag wuss leider wieder zur Gänze geopfert werden um in diesem riesigen Land voranzukommen. Vom nördlichsten Punkt Südamerikas schlagen wir uns in 16 Stunden Jeep- uns Busfahrt bis in die Touristenhochburg Cartagena durch. Zur Entschädigung für die Strapazen buchen wir wieder ein komfortables Hotel.

19 February 2018

Am späten Nachmittag machen wir eine kleine Wanderung und erkunden die karge Landschaft zu Fuß. Dabei stoßen wir auf Kakteen in jeder Form und Größe und werden Zeugen wie die Einheimischen das Müllproblem hier lösen.
Der beeindruckendste Teil der Wüste sind die Dünen von Taroa. Die direkt am Meer gelegenen Sandberge wirken wie ein überdimensionierter, auswuchernder Sandstrand der wie ein Geschwür ins Landesinnere wächst.
Der nördlichste Punkt Südamerikas ist so unspektakulär, man könnte glatt daran vorbeifahren ohne es zu merken. Nur ein kleiner Leuchtturm sowie ein Schild weisen auf die geographische Besonderheit des Ortes hin. Die angrenzende Landschaft ist dafür umso beeindruckender.
Kurz vor fünf Uhr werden wir aus unsern Hängematten geholt. Wir müssen wieder eine weite Strecke auf schlechten Straßen zurücklegen. Auf dem weg Zum nördlichsten Punkt Südamerikas werden wir von zahlreichen Straßensperren aufgehalten. Diese Sperren bestehen aus von Kindern gespannten Seilen, die auf diesen Weg versuchen, Süßigkeiten und Geld von den wenigen vorbeifahrenden Autos zu erbetteln.

18 February 2018

Per Jeep besuchen wir die umliegenden Landschaften und staunen über das enge Zusammenspiel von Wüste und Meer.
Cabo de la Vela ist wie der Rest La Guajiras sehr unterentwickelt und verarmt. Man hat eher den Eindruck das man sich hier in der Sahelzone befindet als in Kolumbien. Auch die Unterkünfte sind rudimentär. Geschlafen wird in einer großen Hängematte am Strand. Fazit: Wenig Schlaf, schönes Erlebnis.
Als nächstes wollen wir nach La Guajira, eine der abgelegensten Regionen Kolumbiens. Die Fahrt dorthin ist wie so oft in Kolumbien beschwerlich. Von Minca geht es über Riohacha und Uribe nach Cabo de la Vela. Die Wüstenlandschaft stellt einen starken Kontrast zum sonst so fruchtbaren Land dar.

17 February 2018

Am 2. Tag in Minca mache ich mich alleine auf den Weg in die Natur da Andi die Ruhe im Hotel bevorzugt. Auf einem halbtägigen Rundweg erkunde ich die anderen Eco-Hotels und nehme mir Zeit zum Fotografieren.

16 February 2018

Wir haben uns viel vorgenommen. Mit Hilfe eines Mountainbikes wollen wir den 25 Kilometer entfernten 3100 Meter hohen Cerro Kennedy erklimmen. Leider merken wir schnell, dass unsere Waden nicht fürs Mountain-biking geschaffen sind. Die Räder werden die meiste zeit geschoben. Die Strecke zum Gipfel ist wunderbar artenreich und gesäumt mit vielen Gebirgsbächen. Die Mühen des Aufstiegs werden schließlich mit einer halsbrecherischen aber aufregen Abfahrt belohnt.

15 February 2018

Wir suchten nach Kupfer und fanden Gold! Im bei Backpackern beliebten Bergdorf Minca entdeckten wir eine paradiesische Unterkunft für die nächsten Tage. Eine Hängematte mit Ausblick, sowie ein Pool im Wald machten unseren Aufenthalt zu einem Erlebnis.

14 February 2018

Das Feiern hat seine Spuren hinterlassen. Ich mobilisierte meine gesamte Motivation und fahre zum Strand nach Taganga der etwas außerhalb von Santa Marta liegt. Andi ist leider nicht in der Lage mitzukommen und so verbringe ich meinen Geburtstag alleine in der rustikalen Meeresbucht.
Schon wieder ein Jahr vergangen. Meinen 28. Geburtstag verbringe ich einmal wieder tausende Kilometer von zu Hause entfernt. Wir treffen uns mit einer Gruppe Couchsurfer und feiern ausgelassen bis die Sonne aufgeht.

13 February 2018

Santa Marta ist eine lebendige Stadt an der kolumbianischen Karibikküste. Der Strand der Stadt ist aber leider sehr heruntergekommen und lädt nicht einmal zum spazieren gehen ein. Dafür gibt es einige sehr nette Straßenzüge mit vielen hippen Restaurants und Bars.
Den letzten Tag des Karnevals lassen wir aus. Wir besuchen das Karibikmuseum in Barranquilla und ziehen dann weiter nach Santa Marta. Um uns von den Strapazen des Karnevals zu erholen, können wir uns ein fünf Sterne Hotel im Herzen der Stadt.

12 February 2018

Natürlich ist beim Carnival nach der Parade noch lange nicht Schluss. Die Stadt bebt. Überall gibt es Konzerte und Partys. Auf den Straßen und in den Häusern wird ausgelassen gefeiert. Wir besuchen die Hauptparty und sind von den Eindrücken fast etwas überfordert.
An unserem zweiten Tag am Karneval ist Andi wieder fit und wir besuchen gemeinsam mit unserem Couchsurfing-Host Alexander die prächtige Parade.

11 February 2018

Da Andi über die Nacht krank geworden ist, verbringe ich den ersten Karnevaltag alleine. Auf einer der zahlreichen Zuschauertribünen bestaune ich die Kreativität und Ausgelassenheit des nicht enden wollenden Festumzuges. Es dauert nicht lange und ich lerne einige Kolumbianer kennen. Es wird viel Bier getrunken und nach der Parade werde ich zum Essen eingeladen. Wir beenden den Tag gemeinsam auf einer der zahlreichen Karnevalpartys.

10 February 2018

Ja auch das ist Kolumbien: Wir nehmen den 12-stündigen Nachtbus von San Gil nach Barranquilla. Mitten in der Nacht kommt der Bus zum stehen, fünf Stunden später befinden wir uns noch immer an der selben Stelle. Erst auf Nachfrage erfahren wir den Grund unseres ungeplanten Haltes: Die Rebellengruppe ELN hat in der Nacht einige Kilometer vor uns eine wichtige Brücke in die Luft gesprengt. Uns wird gesagt das wir drei Tage nicht weiterfahren könnten und somit den Karneval verpassen würden. Wir reagieren schnell und nehmen den Bus zum Flughafen nach Bucaramanga, von dort fliegen wir über Bogota nach Barranquilla. Mit zwölf Stunden Verspätung und 200 Euro weniger in der Reisekassa erreichen wir die Karnevalhauptstadt.

9 February 2018

Den zweiten Tag in San Gil verbringen wir mit einer Raftingtour am reißenden Fluss Suarez. Nach einer längeren Anfahrt und einer ausgiebigen Einschulung stürzen wir uns in das unruhige Gewässer. Vor einigen besonders wilden Stellen, kann man die Nervosität im Boot deutlich spüren. Nach der Passage der gefährlichen Flussabschnitte kommen wir auch zum Betrachten der grandiosen Flusslandschaft.

8 February 2018

Um den ereignisreichen Tag in Ruhe ausklingen zu lassen fahren wir ins 40 Minuten entfernte Barichara. Dieses beschauliche Bergdörfchen, mit seinen weißen Häusern und grob gepflasterten Straßen, verschafft uns einen entspannten Abend.
Die Umgebung San Gils verfügt nicht nur über viele Möglichkeiten Extremsport auszuüben, sondern auch über einzigartige Naturjuwelen. Der Besuch des Juan Curi Wasserfalls bot uns nicht nur ein bezauberndes Wasserschauspiel, sondern auch die dringend benötigte Abkühlung.
Es ist nur ein kleiner Schritt nach vorne, doch es braucht große Überwindung um diesen durchzuführen. Wer behauptet den ersten Sprung beim Bungee Jumping zu genießen, ist entweder verrückt oder lügt. Allein schon das Stehen auf einer wackligen Metallplattform lässt meine Knie butterweich werden. Den Sprung selbst nehme ich aufgrund der Angst nur bruchstückhaft wahr. Erst wenn man kopfüber im Seil hängt, weiß man, dass man es geschafft hat.
San Gil ist ein kleines aber dynamisches Städtchen, das sich besonders durch sein Angebot von Freizeitaktivitäten im ganzen Land bekannt ist.

7 February 2018

Nach der kräftezehrenden Wanderung steht uns noch eine sechsstündige Fahrt in den Aktivsportort San Gil bevor. Die Strecke ist holprig und der Busfahrer glaubt er sei Niki Lauda zu seinen besten Zeiten. Auf der Strecke halten wir an einem kolumbianischen Restaurant und bestellen uns Rindszunge und Hühnchen.
Schon um 6 Uhr reißt uns der Wecker aus dem tiefen Schlaf. Wir haben viel vor! Unser Ziel ist der Nationalpark Iguaque, der ca. eine halbe Stunde von Villa de Leyva entfernt ist. Von 2600 Höhenmeter ausgehend, durchqueren wir einen ausgedehnten tropischen Wald und können sogar einen Kolibri sichten. Ab 3200 Meter Seehöhe wird jeder Schritt bergauf zur Prüfung. Unsere Füße sind schwer und unsere Atmung ist hastig. Nach 3 Stunden erreichen wir unser Ziel, die Laguna de Iguaqué auf 3600 Meter. Wir werden mit einer surrealen Vegetation und einem netten Ausblick auf das gebirgige Umland belohnt.

6 February 2018

Den Ersten Tag in Villa de Leyva gehen wir ganz ruhig an. Wir schlendern durch das kleine Kolonialstädtchen und kosten uns durch die lokalen kulinarischen Spezialitäten. Etwas später unternehmen wir einen ausgedehnten Spaziergang zum örtlichen Fossilienmuseum und durchstreifen dabei die abwechslungsreiche Landschaft.
Ungewollt stranden wir für eine Nacht in Zipaquirá. Es dauert nicht lange bis wir ein gemütliches Hostel finden, in dem wir unsere Kräfte für die lange Fahrt am nächsten Tag aufladen können.

5 February 2018

Eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Kolumbien ist die Salz-Kathedrale in Zipaquirá. Das riesige unterirdische Gotteshaus, wurde aus den aufgelassen Stollen einer ausgedehnten Salzmine errichtet.
Nach zwei Tagen Bogota reisen wir ins nördlich gelegene Zipaquirá. Die Stadt ist viel lieblicher als wir erwartet hatten und wir genießen unser erstes kolumbianisches Mittagessen.

4 February 2018

In Südamerika haben wir erstmals die Gelegenheit, den Superbowl zu einer angemessenen Zeit mitzuverfolgen. Zum Sportereignis gibt es Chickenwings, Nachos und Bier.
Ein Besuch des berühmtesten Wahrzeichens Bogotas, dem Aussichts- und Wahlfahrtsort Monserate ist Pflicht. Mit der Zahnradbahn erreichen wir rasch den 3150 Meter hohen Berg. Von dort bietet sich uns ein faszinierender Überblick über die riesige Stadt. Kurz bevor die Sonne hinter dem Horizont verschwindet, vermischen sich Licht und Wolken zu einer atemberaubenden Kulisse.
Vor den Toren des Präsidentenpalastes kommen wir mit einem älteren Mann ins Gespräch. Er lädt uns ein, das angrenzende Quartier der Präsidentengarde zu besichtigen. Die kolumbianischen Elitesoldaten haben an diesem Sonntag Besuchertag und begutachten uns „Gringos“ neugierig. Wir unterhalten uns mit den einfachen Soldaten, plötzlich taucht der Captain der Einheit auf und fragt uns ob wir einige schöne Fotos haben wollen. Dieses Angebot bejahen wir natürlich und der Offizier pfeift nach der Reihe Soldaten in verschiedener Tracht herbei. Nachdem viele Hände geschüttelt und noch mehr Fotos gemacht wurden, ziehen wir weiter.
Nach dem köstlichen Frühstück entführt uns Paula in ihre Stadt, die pulsierende Metropole Bogota. Wir bekommen einen Eindruck vom dynamischen Einkaufsviertel und schlendern durch das hippe Szeneviertel ... Auch die Altstadt von Bogota, die noch viele architektonische Schätze der Kolonialzeit beherbergt, zählt zu unserem Programm. Neue Energie verschaffen wir uns in den zahlreichen Cafés und Cocktailbars.
24 Stunden nach meiner Ankunft in Kolumbien ist es soweit: Mein buen amigo Andi erreicht von Peru aus kommend, Paulas Wohnung in Bogota. Am nächsten Morgen serviert uns Paulas Mutter ein deftiges kolumbianisches Frühstück.

3 February 2018

Wir setzen unsere Fahrt im Hochland fort und treffen auf Spuren des erst kürzlich beigelegten Konflikts. Noch vor kurzer Zeit war dieses Gebiet unter Kontrolle der separatistischen FARC, die jahrzehntelang mit der Zentralregierung im Krieg war. Wir treffen auf einen Kontrollposten der kolumbianischen Armee, der sich besonders für den großen Mostviertler im Auto interessiert. Es werden Floskeln ausgetauscht und Fotos gemacht.
Nach ein paar Stunden Schlaf weckt mich meine Couchsurferin Paula und wir machen uns mit Familie und Freunden auf ins gebirgige Umland von Bogota. Die Ausfallstraßen der auf 2500 Meter liegenden 8 Millionen Metropole scheinen endlos zu sein. Nach einem langen Aufstieg bis auf 4000 Meter Höhe, erreichen wir den versteckten Nationalpark Sumapaz. Das Atmen fällt uns hier schon schwerer, doch wir werden durch die surreale Schönheit des Hochmoors gebührend entschädigt.

2 February 2018

Los gehts! Nur mit Handgepäck mache ich mich auf den Weg ins lateinamerikanische Sehnsuchtsland. Erster Zwischenstop der langen Reise ist die spanische Metropole Madrid. Von dort geht es bald weiter ins 10000km entfernte Bogota. Zwölf Stunden später stehe ich vor der Tür meiner kolumbianischen Gastfamilie und werde herzlich mit einem kräftestärkenden Essen empfangen.