Georgia, Armenia · 24 Days · 46 Moments · August 2017

Unterwegs im Kaukasus


3 September 2017

Das Fazit nach 25 Tagen in Georgien und Armenien: Überaus abwechslungsreiche Destinationen, ausgezeichnete Küche, hohe Berge, herrliche Landschaften, schmackhafter Wein, viele Klöster, lebenswerte Städte, bequemes und sicheres Reisen, beeindruckende Architektur und freundliche Leute. Gerne wieder!

2 September 2017

Am letzten Abend ließen wir es uns noch einmal besonders gut gehen. Zum Essen gab es Steak in Pflaumensauce und Hase in einer Weißwein-Pilz-Sauce. Mit vollem Bauch und einigen Gläsern Wein intus, torkelten wir zum Szeneviertel rund um das bekannte "Fabrika Hostel", wo wir den Abend ausklingen ließen.
Für Streetart-Liebhaber und Liebhaberinnen ist Tiflis definitiv eine Reise wert. Die Stadt wird im Hipster-Milieu schon als neues Berlin angepriesen.
Am dritten Tag in Tiflis unternahmen wir einen ausgedehnten Spaziergang durch die Stadt. Dabei besuchten wir das Museum für moderne Kunst und eine Fotogalerie. Auch die Sameba-Kathedrale, erbaut vom größenwahnsinnigen Oligarchen Ivanishvilli lag auf unserer Route. Die sonst so ruhige Altstadt, wurde an diesem Tag von irischen Fußballfans überschwemmt, die wegen des WM-Qualifikationspiels gegen Georgen angereist waren.

1 September 2017

Die Stadt Mzcheta liegt nicht weit entfernt von Tiflis und war lange Zeit das politische und noch heute das religiöse Zentrum Georgiens.
Die verfallene Höhlenstadt Uplistsikhe war einst ein blühendes Handelszentrum mit rund 20.000 Einwohnern; heute kann man nur noch ihre Ruinen bestaunen, die inmitten einer faszinierenden Landschaft liegen.
Gori ist ansonsten eher ein eher verschlafenes und unspektakuläres Städtchen, in dessen Zentrum jedoch eine imposante Festung aufragt.
Am zweiten Tag buchten wir einen privaten Fahrer und besuchten interessante Orte in der Umgebung der Hauptstadt. Das Stalinmuseum in Gori, der Geburtsstadt von "Iosseb Bessarionis dse Dschughaschwili" besser bekannt als Josef Stalin, bot eine skurrile und glorifizierte Sichtweite auf den Tyrann und Massenmörder. Neben diversen Gegenständen die der Generalsekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Sowjetunion persönlich benutzt haben soll, kann man auch seinen persönlichen Reisewagon samt Badewanne bewundern.

31 August 2017

Für die letzte Etappe unserer Reise hatten wir nochmal drei Tage Zeit, um die Hauptstadt samt Umgebung dieses vielfältigen Landes zu erkunden. Den ersten Tag faulenzten wir in den hippen Cafés der Innenstadt und fuhren gegen Abend mit der Seilbahn zum Mtatsminda Vergnügungsparks, der auf einem Hügel weit über der Stadt liegt. Von dort aus hat man einen beeindruckenden Ausblick über weite Teile der Stadt.

30 August 2017

Die Georgier lassen nicht viele Gelegenheiten aus, um zu erwähnen, dass sie die Erfinder des Weins sind. Die kachetische Methode Wein herzustellen, ist weltweit einzigartig. Dabei werden alle Bestandteile der geernteten Weinreben bei der Fermentation verwendet. Der Wien reift sechs Monate lang in großen, in der Erde versenkten Tongefäßen, wobei sich die festen Bestandteile am Boden absetzen. Aufgrund des Erzeugungsprozesses gibt es nur trockene Weine.
Unserer Taxifahrer/Tour Guide meinte es besonders gut mit uns. Innerhalb eines Tages besuchten wir gleich sechs georgische Klöster, sowie drei Weingüter.

29 August 2017

Nach den körperlichen Strapazen in den Bergen, wollten wir unsere Kraftreserven, in Georgiens berühmter Weinregion, Kachetien wieder auffüllen. In der Provinzhauptstadt Telawi lernten wir in einem bezauberndes Guesthouse am Stadtrand, die georgische Gastfreundschaft erneut kennen. Der regelmäßige Genuss von Wein, hätte natürlich oberste Priorität!
Nach 19 erlebnisreichen Tagen zu viert, heißt es Abschied nehmen. Clara und Dominik fahren schon etwas früher zurück in die Heimat.

28 August 2017

Eine etwas entspanntere Tagestour führte uns ins Terek-Tal. Die abwechslungsreiche Talstraße führte uns vorbei an geologischen Besonderheiten, Viehherden, Mineralwasserquellen, verfallenen Dörfern und Wasserfällen. Am Ende der Straße erreichten wir die Zakagori Festung, von der wir eine atemberaubende Aussicht über das gesamte Tal hatten.

27 August 2017

Der Kazbegi: Laut einer Legende soll der aus der griechischen Götterwelt stammende Prometheus an diesen Berg angekettet sein, wo Vögel ihm Tag für Tag aufs neue, seine Leber aus dem Leib reißen. Unsere Wanderung führt uns von Stepanzminda (1700m) über die Gergetier Dreifaltigkeitskirche, bis zum Gergeti Gletscher auf Schwindel erregende 3375 Meter Seehöhe. Die Mühen werden mit spektakulären Panoramen vergolten.

26 August 2017

Auf der Etappe Tiflis nach Kazbegi besuchten wir noch die Ananuri Festung welche am Zhinvali Reservoir liegt.
Nach zwei Tagen Wanadsor verließen wir Armenien wieder und machten uns auf den Weg zum Kazbegi im Norden von Georgien. Auf dem Weg nach Tiflis erhielten wir von unserem Taxifahrer eine Tour zu den schönsten Klöstern in der Region. Mit 180 Kilometer war es die längste Taxifahrt unserer Reise. Das Tanken der Taxis ist nicht ganz ungefährlich, da sie anstatt Benzin billiges Flüssiggas verwenden.
Wanadsor war zu Sowjetzeiten eine wohlhabenden Industriestadt, hier befand sich eines der größten Chemiekombinate der Sowjetunion. Kurz nach der Wende schloss das Kombinat seine Pforten und die Stadt erlebte einen rasanten Niedergang.

25 August 2017

Da wir die einzigen ausländischen Besucher der Stadt waren, wurden wir von zahlreichen neugierigen Bewohnern angesprochen. Wir erhielten sogar eine Führung samt Showeinlage im Kampfsportverein von Wanadsor.

24 August 2017

In der Stadt, in der Julia neun Monate ihres Lebens als EVS-Volunteer (Europäischer Freiwilligen Dienst) verbracht hatte, legten wir einen ruhigen Tag ein und entspannten uns im lieblichen Garten unserer Unterkunft.
Da uns der Bus vor der Nase davon fuhr, nahmen wir kurzerhand ein Taxi nach Wanadsor, welches 120 Autokilometer nördlich von Jerewan liegt. Die Fahrt über das armenische Hochland war sehr beeindruckend.

23 August 2017

Den Abschluss unseres Aufenthaltes in Jerewan, bildete eine ausschweifende Schmankerl-Tour durch die Szene-Lokale der Innenstadt.
Die Gedenkstätte und das Museum, welche an den Völkermord an den Armenian im Osmanischen Reich erinnert, ist sehr eindrucksvoll konzipiert worden.
Am Fuße des über 5000 Meter hohen Ararats, befindet sich Khor Virap, das bekannteste Kloster Armeniens. Gleich dahinter verläuft die geschlossene Grenze zur Türkei, die von russischen Soldaten bewacht wird.
Die Gestaltung der armenischen Grabstätten unterscheidet sich markant von unseren.

22 August 2017

An unserem einzigen Tag mit einem Mietwagen, klapperten wir die "Must Sees" im Umkreis von Jerewan ab. Dabei besuchten wir zwei sehr alte Klöster, sowie einen wiedererrichten griechischen Tempel. Der Höhepunkt war der atemberaubende Sewansee, an dessen Ufer wir (nach 80 minütiger Wartezeit) einen Fisch genossen.

21 August 2017

Am zentralen "Platz der Republik" findet jeden Abend eine aufwendig gestaltete Fontänenshow statt.
Die westarmenische Küche war für uns ein kulinarisches Highlight.
Nach einem kräftestärkenden Frühstück erkundenden wir die Hauptstadt Armeniens, in der fast die Hälfte der Bevölkerung lebt. Am Morgen sind die Straßen menschenleer, erst gegen Mittag kehrt Leben in die breiten Straßen Jerewans ein.

20 August 2017

Nach den erholsamen Tagen in der pulsierendsten Stadt Georgiens stand uns der lange Weg in die Armenische Hauptstadt Jerewan bevor. Da wir wieder spontan gebucht hatten, blieb uns nur ein Platz in der Holzklasse für die 16-stündige Fahrt mif dem Nachtzug.

19 August 2017

Am letzten Abend in Batumi wurden alle Verlockungen ausprobiert, die diese schrille Stadt zu bieten hat.
Mit dem Taxi erkundeten wir den gesamten Küstenabschnitt von Batumi bis zum türkischen Grenzübergang.

18 August 2017

Der botanische Garten von Batumi liegt direkt an der Küste und bietet einen tollen Ausblick auf die Stadt. Dank des subtropischen Klimas wachsen hier die exotischsten Pflanzenarten.
Entspannung am Strand ist bei 35 Grad im Schatten Pflicht.
Am Fischmarkt von Batumi, kann man frischen Fisch kaufen, den man sich im gleich im Restaurant nebenan, zubereiten lassen kann.

17 August 2017

Bade-Urlaub mal anders: Batumi an der georgischen Schwarzmeerküste, ist quasi ein postsowjetisches Las Vegas, in dem uralte Plattenbauten neben nagelneuen Wolkenkratzern stehen. Die wenigen freien Plätze am Strand teilten wir uns mit vorwiegend russischen, arabischen und türkischen Urlaubern.

16 August 2017

Wieder gut im Tal angekommen, hatten wir uns die vielen Kalorien mehr als verdient.
Ein absolutes Highlight war die Wanderung von Mestia zum Gulli-Pass. Die Distanz von 20 km, 1600 Höhenmeter und neun Stunden reine Gehzeit konnten sich durchaus sehen lassen.

15 August 2017

Hin und wieder kann ein Museumsbesuch nicht schaden.
Von Mestia aus erkundeten wir den Chalaadi-Kletscher, der tief in das Tal vordringt.

14 August 2017

Nach zwei Tagen in Kutaisi, ging es mit dem Kleinbus sechs Stunden lang in den Norden Georgiens, genauer gesagt nach Svanetien. In dem Bergdorf Mestia gibt es einzigartige Wehrtürme, die der Bevölkerung im Ernstfall Schutz boten.

13 August 2017

Als Belohnung für den Kräfte raubenden Tag genossen wir nach der Tour ein georgisches Festessen.
Die restliche Zeit der Tour verbrachten wir mit der Besichtigung einiger Canyons und mit Badespaß im Wasserfall.
Mit unserem Gastgeber unternahmen wir eine Tour zu den Besonderheiten der Region. Die Prometheus-Höhlen kann man zurecht als Naturwunder bezeichnen.

12 August 2017

Der zweite Halt unserer Reise war Kutaisi. Die verschlafene Stadt ist ein guter Ausgangspunkt für die Besichtigung der Naturwunder in der Region.

11 August 2017

Unser Reiseteam bestehend Clara, Dominik, Julia und mir landete spät abends in Tiflis. Die ersten zwei Tage haben wir uns bei einer Vielzahl an georgischen Köstlichkeiten auf die bevorstehende Reise eingestimmt.