South America, North America · 47 Days · 40 Moments · July 2017

Evas Abenteuer in Peru und Ecuador


18 August 2017

Dank unseres umgebuchten Fluges haben wir 14 Stunden Wartezeit in Atlanta. Anstatt einfach nur zu warten, verlassen wir den (riesigen) Flughafen jedoch und erkunden die Stadt! Es ist unglaublich heiß, und so wissen wir die klimatisierten CNN Studios und Center for Civil and Human Rights zu schätzen. Doch auch abseits der angenehmen Temperaturen haben diese Sehenswürdigkeiten viel zu bieten. Wir bekommen einen Einblick hinter die Kulissen von CNN und erfahren einiges über Martin Luther King Jr., den Kampf gegen Rassismus und Menschenrechte allgemein. Am Abend geht's zurück zum Flughafen und nun wirklich ab nach Hause!

17 August 2017

So leicht fällt das Abschiednehmen doch nicht, und so verlängern wir die Reise noch um einen Tag. Der Preis dafür? Eine Nacht mit Vollpension im 5-Sterne Hotel im Zentrum Quitos und ein Gutschein für unseren nächsten Flug. Danke, Delta Airlines! Und jetzt ab in den Jacuzzi :-)

16 August 2017

Viel zu schnell ist er gekommen, der letzte Tag unserer Reise! Wir verbringen ihn gemütlich in Quito, bevor wir uns mit vollgepackten Rucksäcken und viiiielen schönen Erinnerungen auf den Weg zum Flughafen und dann ab nach Hause machen! Ein bisschen traurig ist es schon, dass diese wunderbare Reise zu Ende geht, doch mit dem Motto "don't cry because it's over, smile because it happened" fällt das Abschiednehmen leichter - und immerhin bleiben uns ja die unzähligen Eindrücke, die wir gesammelt und Abenteuer, die wir erlebt haben, erhalten. Und ein paar Souvenirs sind auch im Gepäck :).

15 August 2017

"Hola, chocolate?" - mit diesen Worten wurden wir auf unserer dreitägigen Wanderung durch die Anden oft begrüßt, zumindest von den Kindern! Die Route führte uns von Tigua über Quilotoa und Isinlivi nach Sigchos. Am Weg trafen wir neben einem Flötenbauer und Maler viele Einheimische, die unterwegs zu ihren Viehherden, Feldern oder zurück zu ihren Hütten an den steilen Hängen waren. Auch Lamas, Hunden, Schafen, Rindern, Ziegen, Eseln, Hühnern und Pferden begegneten wir. Wir genossen das traumhafte Panorama, den strahlenden Sonnenschein und den Blick auf die wunderschöne Laguna Quilotoa, einen blitzblauen Kratersee auf ca. 3900m. Übernachten konnten wir ganz günstig, im 1 Milliarden Sterne Hotel, einmal sogar mit Privatpool :).

12 August 2017

Eine bunte Farbenpracht erwartete mich heute in Otavalo! Diese Stadt, ca. 2h nördlich von Quito, ist bekannt für ihren riesigen Kunsthandwerksmarkt. Von Hängematten über Kleidung bis zu Schmuck bekommt man fast alles, was das Herz einer Souvenier-Jägerin begehrt. Viele Dinge sind wirklich handgemacht, einige wohl "Made in China". Die drei Stunden, die ich dort verbracht habe, vergingen wie im Flug und um ein paar Dollar ärmer und zwei volle Einkaufstaschen reicher fuhr ich, gesättigt durch leckere Humitas (ecuadorianisches Mais-Käse Gericht) und Brombeerensmoothie, zurück zu Patrick. Der hat sich inzwischen im Museum "Capillar de Hombre" mit Kunstwerken von Guayasamin auseinandergesetzt.

11 August 2017

Heute stand eine geführte Stadttour durch das historische Zentrum Quitos am Programm. Wir erfuhren so einiges über die Geschichte der Stadt und Ecuadors und sahen den wirklich schönen, gepflegten Stadtkern. Da das ganze Wochenende Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag am 10.8. stattfinden, gibt es überall Tänze, Aufführungen, Lichtershows,...

10 August 2017

Am Rückweg von Baños nach Quito haben sich die Wolken doch verzogen und der Vulkan hat sich in seiner vollen Pracht sehen lassen! So war die Busreise eine schöne Panoramafahrt. In Quito angekommen ging es für uns dann gleich noch höher hinauf, diesmal ohne sportliche Aktivität mit dem Teleferico. Von oben genossen wir den herrlichen Ausblick über die riesige Stadt. Nächstes Ziel war die Mitte der Welt - Mitad del Mundo, etwas nördlich von Quito. Tja, genießen konnte ich den Ausflug nicht wirklich, da mir im vollgestopften Bus Handy und Geld gestohlen wurden. Nette Mitreisende gaben uns 3 Dollar für die Rückfahrt, nur den Eintritt konnten wir uns nicht mehr leisten.... interessierte uns aber auch nicht mehr wirklich ;-).

9 August 2017

Baños ist ein Paradies für alle, die den gewissen Adrenalinkick suchen. Von Rafting über Canyoning bis Ziplines über tosenden Wasserfällen wird fast alles angeboten. Wir gehen es ein bisschen ruhiger an, wandern zum "Casa del Árbol" und fahren mit Fahrrädern entlang der "Route des Cascades", wo wir in kurzer Zeit seeehr viele beeindruckende Wasserfälle sehen können, teilweise zum Greifen und Hören nahe. Was man im touristischen Baños noch machen kann: gut essen gehen und frisch gerösteten ecuadorianischen Kaffee trinken:)! Den Vulkan Tungurahua, der sich gleich hinter der Stadt befindet, bekommen wir leider nicht vollsrändig zu Gesicht - er versteckt sich während unseres Aufenthalts hinter den Wolken!

7 August 2017

Der heutige Tag begann mit leckerem Frühstück im modernen Quito. Was unsere weiteren Pläne angeht, hat uns das Wetter leider einen Strich durch die Rechnung gezogen... Am Ausgangspunkt unserer Wanderung goss es wie aus Kübeln, und da sich das Wetter in den nächsten Tagen dort nicht bessern sollte, beschlossen wir, uns in den nächsten Bus zu setzen und machten uns eine besondere Eigenschaft Ecuadors zu Nutze: hier gibt es nämlich die unterschiedlichsten Klimazonen auf relativ kleinem Raum, und nach ein paar Stunden Fahrt sitzen wir jetzt in einem Hostel im tropischen Tena!

6 August 2017

¡Adios Pacifico! Wir verlassen die Küste, nehmen viele schöne Erinnerungen mit und fahren wieder in die Anden, mit kurzem Zwischenstopp in Quito.

5 August 2017

Heute stand für mich also ein Ausflug auf die Isla de Plata, "Poor Man's Galapagos", am Programm. Mein persönliches Highlight gab es allerdings schon am Weg dorthin: Buckelwale!!! Und zwar viele, die noch dazu nicht faul herumtrieben, wie man es von einem so gigantischem Tier wohl erwarten würde, sondern vergnügt durch die Lüfte sprangen. Auf der kleinen Insel, die auch ein Naturschutzgebiet ist, angekommen, unternahmen wir einen Rundgang, bei dem wir versch. Pflanzen, Echsen und Vögel sehen konnten. Am außergewöhnlichsten sind wohl die Enten mit den blauen Füßen und die Pelikane. Danach konnten wir beim Schnorcheln das Meer rund um die Insel erkunden und viele verschiedene Fische in allen Farbtönen sowie Schildkröten beobachten. Die Tour und damit verbundene kurzzeitige Trennung von Patrick hat sich für mich also wirklich bezahlt gemacht. Mit meinem erweiterten Biologie-Wissen mache ich mich nun auf die Fahrt zurück zur fliegenden zweiten Hälfte unseres Reisedreamteams!
Wer etwas trinken oder essen geht, braucht Zeit in Südamerika. Vor allem, wenn es zum Bezahlen kommt. Zwsichen "la cuenta, por favor" und dem Verlassen des Lokals können nämlich so einige Minuten vergehen. Denn was anscheinend überall hier Mangelware ist, ist das Wechselgeld. Will man z.B. 5,- (Soles/Dollar) mit einem Zwanziger bezahlen, wird man verlegen angelächelt und darum gebeten, einen Moment zu warten. Der Kellner/ die Kellnerin verlässt dann das Lokal, geht bestenfalls zum Nachbarn, aber auch zur Bank, über den ganzen Hauptplatz oder weiß Gott wohin, um das Wechselgeld zu besorgen. Das kann dann schon etwas dauern, bis er/sie wieder zurückkommt. Aber immerhin hat man dann genug Münzen, um beim nächsten Lokalbesuch die Rechnung möglichst genau zu begleichen und den Kellner mit viel "cambio" glücklich zu machen!

4 August 2017

Nach vielen gemeinsamen Unternehmungen haben wir nun beschlossen, getrennte Wege zu gehen - zumindest für zwei Tage und eine Nacht. Während Patrick weiter über dem Pazifik gleitet und von oben beste Sicht aufs Meer und die Wale genießt, bin ich nach 3 Bussen und 4 Stunden Fahrt in Puerto López angekommen! Sonniges Wetter hat mich in Empfang genommen und so konnte ich mich von den Strapazen der Reise am Strand erholen und im angenehm warmen Pazifik baden, der Sonne beim Untergehen zuschauen und Säfte aus Früchten kosten, die ich bisher nichtmal beim Namen kannte (Naranjilla und Tomate de Arbol). Der eigentliche Grund meiner Reise ist jedoch ein Ausflug zur Isla de Plata, den ich morgen unternehmen werde!

3 August 2017

Seit gestern sind wir etwas weiter nördlich, in Crucita. Hier haben wir sogar ein nettes Zimmer mit Meerblick! Doch wir sind nicht vorrangig wegen des Strandes hier - obwohl der auch sehr schön ist - sondern zum Fliegen. Patrick arbeitet an seinen Paragleit-Künsten und auch ich war schon in der Luft, im Tandemflug mit Luis. Echt ein tolles Gefühl, so hoch über dem Meer zu gleiten und alles von oben zu sehen. Was wir sonst noch so machen: am Strand entspannen, Kokosnüsse schlürfen, das Leben genießen...

1 August 2017

Nach Wandern und Klettern steht nun Surfen am Programm! Die Berge wurden gegen Wellen, die Wanderschuhe gegen Flipflops getauscht. Mein Fazit nach der insgesamt dritten Einheit auf dieser Reise: Surfen ist verdammt lustig, erfordert viel Balance und geht ganz schön in die Oberarme! Trotz der Wolken am Himmel ist der Pazifik ganz warm - aber viel Zeit, über die Wassertemperaturen nachzudenken, bleibt einem eh nicht. Sobald man im Meer steht heißt es, das Surfbrett sicher hinaus aufs Wasser zu bringen, Wellen beobachten, kurz abwarten, sich aufs Brett schmeißen, paddeln paddeln paddeln und dann aufstehen und eine gute Figur machen!:) Zum Kräfteauftanken gibt's dann eine frische Kokosnuss am Strand! Viel besser als das viele salzige Wasser davor...

31 July 2017

Kaffeetrinken in Peru und Ecuador ist ein bisschen wie ein Glücksspiel. Die Chancen stehen 1:3, einen guten Kaffee - frisch, aus "echten" Bohnen, vielleicht sogar aus der Siebträgermaschine - zu bekommen. Die Alternativen: man erhält ein Kännchen einer sehr starken, zähen, kalten, (alten?) nach Kaffee schmeckenden Flüssigkeit und heißes Wasser zum Verdünnen (das ist schon die gute Version, meist umgekehrt eine fast volle Tasse heißes Wasser und dicker Kaffee, von dem nicht mehr viel Platz hat) oder man kriegt eine Tasse heißes Wasser und Instantkaffeepulver auf den Tisch gestellt. Und auch hier gibt es Abstufungen in puncto Genießbarkeit von Nescafé-Pulver mit sauberem Wasser bis billig-Kaffeepulver (inkl. Zucker) in schmutzigen Tassen - oder eben Plasticksackerln... Hätte ich mir auf jeden Fall einfacher vorgestellt, in Ländern, wo Kaffeebohnen angebaut werden, guten Kaffee trinken zu können! Denn auch der schlimmste Fall ist schon eingetreten: GAR KEIN Kaffee!
Unser erstes Ziel in Ecuador ist Montañita an der Pazifikküste. Hier wird hauptsächlich gesurft, gefeiert und getanzt. Wir gehen es ein bisschen ruhiger an... Patrick hütet das Bett, für ihn heißt es jetzt mal Kräfte sammeln, nachdem er in den letzten Wochen viele davon verbraucht hat. Ich genieße das Rauschen der Wellen am Strand, verbessere meine Figur am Surfbrett und stärke mich mit frischen Früchten, Empanadas und gutem Kaffee! Die Leguane scheint das bunte Treiben nicht zu stören, sie liegen faul auf den Steinen am Flussufer und posieren für die Kamera. Vor einem Sonnenbrand brauchen wir uns nicht zu fürchten, da hier gerade Herbst und der Himmel meist bewölkt ist. Trotzdem hat es um die 25°C und das Meer ist auch nicht kalt.

29 July 2017

Kaffee aus dem Plastiksackerl. Nicht gerade umweltfreundlich, aber Kaffee. Und nach der kurzen Pause geht die Busfahrt auch schon wieder weiter. Zurück in den bequemen Ledersitzen ganz vorne im Stockbus genießen wir den Meerblick, schauen uns den nächsten Film an und warten aufs Mittagessen, das hoffentlich bald serviert wird. Adios Perú!

28 July 2017

Feliz 28 de julio! Heute feiern die Peruaner ihre Unabhängigkeit und wir genießen unseren letzten Tag in Peru am Strand von Huanchaco. Mit Diego stürzen wir uns in die Fluten und schwingen uns aufs Surfbrett. Dank seiner Tipps und Hilfestellungen reiten wir wie Profis (ok, vielleicht nicht ganz aber fast, oder zumindest ein kleines Bisschen) über die Wellen des doch recht frischen Pazifiks. Bald sind wir k.o. vom vielen Paddeln und schauen den echten Profis zu, für die es hier heute einen Bewerb gibt!
Nach einer 7-stündigen Fahrt mit dem Nachtbus, die gemütlicher war als erwartet, sind wir in Trujillo gelandet. Schnell zur Gepäckabgabe für die Weiterfahrt nach Ecuador am Abend und dann - VAMOS A LA PLAYA!

27 July 2017

Heute machten wir eine Wanderung im Nationalpark Huascara. Schon am Weg dorthin konnten wir den höchsten Gipfel Perus sehen und während der Wanderung das tolle Panorama genießen. Unser Ziel war die wunderschöne Laguna 69 auf 4600 Höhenmetern, die mit ihrem türkisblauen Wasser und den Gletschern im Hintergrund zurecht ein beliebtes Fotomotiv ist. Patrick, der ja immer wieder mal die Herausforderung sucht, wagte auch den Sprung ins eiskalte Wasser.

26 July 2017

Auch im Vorort von Huaraz, Los Olivos, kann man klettern. Und das mit wunderbarer Sicht über die Stadt und auf die mit Gletscher bedeckten Berge. Aber wer hätte gedacht, dass es auf über 3000m Seehöhe soooo heiß werden kann? Wir leider nicht, und so beenden wir die Sporteinheit nach 2,5h und finden, es ist Zeit für ein gutes (und für 10PEN ein echt günstiges 3-Gänge) Mittagessen in der Stadt und Kaffee auf der Terrasse. Außerdem steht morgen wieder eine Wanderung am Programm, also ist Kräfte-Tanken angesagt!

25 July 2017

Heute Früh fuhren wir ins nächste Klettergebiert, zum Hatun Machay. Dort konnten wir jedoch hauptsächlich die wunderschöne Felslandschaft genießen und den Rindern beim Weiden zusehen. Denn wegen irgendwelcher Streitereien wurden alle einfachen Kletterrouten dort zerstört... Umsonst war der Ausflug dennoch nicht, ein bisschen Klettern und viel Schauen und Staunen standen am Programm!

23 July 2017

Nach einigen Tagen des Herumreisens steht ab heute wieder Sport am Programm - und zwar Klettern! Und das, mit atemberaubender Aussicht in atemraubender Höhe (über 4000m). Noch dazu gibt es hier, am Inka Waqanqa, historische Höhlenmalereien. Und Ziegen. Und Hunde. Und einen Bauern, der hier anscheinend ohne fließend Wasser und Strom in einer in sich zusammenfallenden Hütte lebt. Idyllisch! Lektion des Tages: Wasser kocht wirklich verdammt schnell auf über 4000m!

22 July 2017

Estamos en Huaraz! Und schon macht uns die Höhe (wieder) zu schaffen... daher beginnt der Aufenthalt hier mal sehr gemütlich mit Frühstück im Bett, Kokatee in der Sonne und Yoga! Der sonnige Tag ist perfekt, um durch die Stadt zu flanieren und die nächsten Tage zu planen. Und: die Haare und vor allem der Bart müssen weg :D

21 July 2017

20 July 2017

Estamos en Iquitos! Kaum zu glauben, dass es in einer Stadt mitten im Urwald - der Name Großstadtdschungel erhält hier eine ganz neue Bedeutung - die nur per Flugzeug oder Boot über den Amazonas erreichbar ist, so viel Motorenlärm gibt. Schuld daran sind die luftigen Mototaxis, die wie wild durch die Stadt rasen. Neben Aussicht auf Amazonas und Regenwald genießen haben wir vor allem viel (und gut) gegessen, von Kokosnüssen bis zu Urwaldspaghettis, und uns um die Weiterreise nach Huaraz gekümmert. Schon morgen geht's nämlich wieder aus dem Dschungel in die Anden!

19 July 2017

Welcome to the Jungle! 2 Tage und eine Nacht verbrachten wir im Dschungel, am Ursprungsort des Amazonas. Mit einem Boot ging es von Nauta aus am Fluss entlang in den Wald hinein, dort bauten wir unsere Zelte auf und erkundeten den Urwald. Wir fanden Kautschuk, ernteten "Spaghettis de la Selva", sahen und hörten viele Tiere, von Spinnen über Frösche bis zu Affen, und hatten eine tolle Zeit. Edwin, unser Guide, war stets mit der Machete unterwegs, mit der er uns u.a. Bambusflöten aus einem umgefallenen Baum schnitzte. Ein super Instrument, um die Delfine zu rufen! Meine persönlichen Highlights waren wohl der kleine Affe, der unser Boot enterte und nach Essbarem durchsuchte, und das Baden im Fluss mit Fischen, die um uns herum aus dem Wasser sprangen.

16 July 2017

Let's do this: an Bord eines Frachtschiffes geht's ab heute über den Flussweg Richtung Iquitos - in die größte Stadt, die nicht per Straße erreichbar ist! Mit an Bord: hunderte Eier, Reissäcke, Früchte, Hühner, Trinkwasser und was sonst noch alles so gebraucht wird... Zu den Essenszeiten läutet die Glocke und die Passagiere stellen sich mit mitgebrachtem Geschirr an, um sich ihre Portion zu holen. Die restliche Zeit verbringen wir lesend, schlafend, die vorbeiziehende Landschaft betrachtend und mit anderen Reisenden tratschend am Deck. Wir verlassen das Schiff schon in Nauta, um dort eine Dschungeltour zu machen.

15 July 2017

Wir sind nun in Yurimaguas, als zwei der sehr wenigen Touristen hier. Die, die hierherkommen, wollen so wie wir weiter ins Amazonasgebiet hinein. Unsere Hängematten hängen bereits auf einem Frachtschiff, das hoffentlich morgen Früh in Richtung Iquitos startet! Bis dahin wird gechillt 😎 Nachteil der wenigen Touristen: keine Cafés, Pizzerias, Postkarten... Den Einkauf erledigt man am Markt, wo es von frischen Fischen über alle möglichen Obstsorten bis zu Kleidung und Hängematten alles gibt. Kochen können wir im Hostel direkt am Fluss, mit der besten Spüle die's wohl gibt auf dieser Welt!

14 July 2017

Heute stand eine abenteuerliche Reise am Programm. Zuerst ging es mit dem Flugzeug nach Lima, wo wir verspätet ankamen und auf die Minute unseren Anschlussflug nach Tarapoto erwischten. Dort angekommen fühlten wir uns wie in einem anderen Land. Tropische Temperaturen und Pflanzen anstatt der kühlen Höhenluft in den Anden. Mit einem luftigen Moped-Taxi ging es in die Stadt, von dort mit einem Auto zuerst über unzählige Serpentinen auf und ab und dann durch viele kleine Dörfer, vorbei an Stieren, Feldern und Palmen nach Yurimaguas. Außer uns und dem Fahrer waren noch 2 Frauen (am Beifahrersitz), ein Bursche und sein Haustier (ein Murmeltier?) mit im Auto... Es war also ziemlich eng und nach 2h waren wir froh, unser heutiges Ziel erreicht zu haben :)

13 July 2017

Nach 5 Tagen, an denen wir wandernd in den Anden unterwegs waren, sind wir zurück in Cusco. Der Trek war einfach wunderschön. Neben unzähligen Moskitostichen, Blasen und Muskelkatern konnten wir vor allem viele schöne Eindrücke, Erinnerungen und kleine Erfolge mitnehmen. Die Route (Mollepata, Soraypampa, Colpapampa, Llactapata, Machu Picchu Pueblo, Macchu Picchu) war sehr abwechslungsreich, mit vielen schönen Ausblicken. Es ging bergauf und bergab, wir sahen viele verschiedene Tiere (Vögel, Schmetterlinge, Pferde, Alpacas,.. ) und Pflanzen, die es zu Hause nur in der Gärtnerei gibt. Auch wenn wir definitiv ein beliebtes Ziel - Machu Picchu - hatten, traf das Motto "Der Weg ist das Ziel" in diesen Tagen absolut zu und wir haben den Salkantay-Trek nicht nur überstanden, sondern genossen!

7 July 2017

Nach fast 11 Stunden Schlaf begann der Tag heute mit "Sunrise Yoga". Danach zeigte uns unser peruanischer Yogalehrer einen köstlichen Tee mit Quinoa, den wir am Platz vor der Kirche um 1 Sol bekamen. Das war ein guter Start in unseren letzten Tag in Cusco, bevor wir morgen mit dem Salkantay-Trek beginnen wollen. An die Höhe gewöhnt sich mein Körper langsam aber doch, ich halte mich an die Tipps meines peruanischen Flugzeug-Sitznachbarns Manuel: viel Flüssigkeit, viele Kohlenhydrate und Koka-Tee!

6 July 2017

Pläne für heute: an die Höhe anpassen! Cusco liegt auf 3416m, da braucht der Körper schon mal ein paar Tage, um sich daran zu gewöhnen... Zum Glück haben wir eine sonnige Dachterasse :)

5 July 2017

Das Schlafen wurde doch auf den Abend verschoben, Cusco lockte mit herrlichem Wetter, in der Stadt zu flanieren und mir einen ersten Eindruck von Südamerika zu verschaffen.
Der Flug nach Cusco war beeindruckend. Nachdem ich die Berge nun schon von oben betrachten konnte, freue ich mich umso mehr auf schöne Wanderungen hier! Aber zuerst auf eine Dusche und ein Bett :).
Nach 29 Stunden Reisezeit (Vorau-Wien-Amsterdam-Atlanta-Lima) habe ich nun endlich peruanischen Boden betreten! Am Flughafen in Lima warte ich nun auf die Weiterreise nach Cusco, wo mich dann hoffentlich ein bequemes Bett erwarten wird.

3 July 2017

Heute wurde in aller Ruhe gepackt, dass auch nichts Wichtiges zu Hause bleibt! Schlafsack, Matte, Kleidung, Wanderausrüstung, Toiletttasche, Essensvorräte, E-Reader und die wichtigsten Dokumente haben nun ihren Platz im Rucksack oder Handgepäck gefunden. Keepin' my fingers crossed, dass alles mit nach Cusco kommt. Dazwischen wird nämlich 3x das Flugzeug gewechselt...