Europe · 27 Days · 76 Moments · June 2018

Cornwall 2018


23 July 2018

Nun ist alles ausgepackt und Wäsche gewaschen. Was ich alles mit hatte und NICHT benutzt habe: Surfbrett, Schwimmflossen, Neoprenanzug, Sportschuhe, wasserdichte Wanderschuhe, Badelatschen, Regenhose, Regenschirm, Drachen, kleinen Campingstuhl, zwei lange Hosen, eine lange Fleece - Unterhose, zwei Jacken, ein Buch, Sitzkissen, dicken Pullover, Thermo Unterhemd, ein großes und ein kleines Handtuch, Ersatz - Gasflasche, Fahrrad-Werkzeug, zwei Lebensmitteldosen, Handwaschpaste, Taschenlampe... 😂 Man hätte fast mit Mäxchen fahren können🙄!

21 July 2018

Bei Suse um halb neun und um 22 Uhr habe ich mir zuhause noch einen Absacker gegönnt. Urlaub zuende. Schööön wars jewesen!
Die Fähre haben wir gekriegt, hatten aber zwischendurch Angst, weil es in unserer Reihe streckenweise überhaupt nicht weiter ging. Die Überfahrt war wie auf dem Hinweg ruhig und wir konnten uns sogar noch einen Kaffee mit etwas Gebäck leisten. Unsere 5-Länder-Rückfahrt ging sensationell gut los. Bis kurz hinter Duisburg hofften wir noch vor 20 Uhr bei Suse zu sein. Während unserer Currywurst-Pause kam dann die Nachricht der Vollsperrung der A2 rein. Zum Glück konnten wir ganz weiträumig über Münster und Bad Oeynhausen umfahren.
Die Nacht im seeeehr altbackenen Zimmer ging so. Das Frühstück war etwas hektisch, weil wir 90 Minuten vor Abfahrt der Fähre am Terminal sein sollten. Heather hat uns Spiegeleier mit Speck gemacht. Lecker, aber ungewohnt auf nüchternem Magen. Dazu Toast, Butter, Marmelade, O-Saft und Kaffee. War ok. Nach einem Kurzeintrag in ihr Gästebuch ging es los zum Hafen.

20 July 2018

Ach ja, warum die Hauptstraße von Dover nach Cornwall ausgerechnet direkt bei Stonehenge vorbei führt, und dann auch noch einspurig, das weiß wohl nur der Engländer, der auch die hohen Hecken an die Straßen geplanzt hat. 😡 Jedenfalls hatten wir auf dem Hinweg bei Stop and Go genügend Zeit, uns alles ohne Eintritt anzugucken. Auf dem Rückweg ging es zum Glück im langsam fließenden Verkehr dran vorbei.
Was für ein Ritt nach Dover! 😠 Um London herum alles dicht. 2 Stunden Verspätung. Heather und ihr Göttergatte und ihr Hund haben uns freundlich empfangen, die Frühstückswünsche abgefragt und ein Lokal für unseren letzten Abend gebucht. Netter Pub mit einfacher Karte, aber gemütlich und das Essen reichhaltig. The Royal Oak. Wie das schon klingt! Suse hatte fish and chips im Bierteig und ich chicken Curry mit Reis. Dazu ein paar Pint Bier. Hat gut geschmeckt. Jetzt liegen wir im Bett und trinken einen letzten schluck Sherry. Die Fährgesellschaft hat geschrieben, dass wir nicht 45, sondern wegen des Ferien Beginns 90 Minuten vorher da sein sollen. Also früh aufstehen...

19 July 2018

Dort nur noch Abendessen, Tarp abbauen, ein bisschen vorpacken und jetzt hoffentlich etwas ruhiger schlafen als letzte Nacht! Im Moment befürchten wir das Schlimmste und die Ohrstöpsel liegen bereit. 😠
Nach einem kurzen Kaffee Trinken vorm Zelt ging es dann zu Fuß die 1,6 km zum Hausstrand, den wir bisher nur von oben bewundert haben. Möglicherweise sieht er von oben noch schöner aus, aber der tatsächliche Nutzen ist am Wasser erheblich größer. Irgendwie ärgerlich, dass wir das Erlebnis erst am letzten Abend und damit nur einmal hatten. Naja, selbst schuld halt. 🤷‍♂️ Und trotzdem schön! 😂 Nach zwei Gängen und Kampf gegen die (mäßigen) Wellen ging es bergauf zurück zum Zelt.
Letzter Urlaubstag. 😭😭😭 Vormittags sind wir noch einmal von Wadebridge nach Padstow mit dem Rad gefahren, um zu sehen, wie die Mündung des Camel bei Flut aussieht. Fazit: Komplett anders - und eher schöner. In Padstow noch ein paar Mitbringsel eingekauft und dann zurück zum Auto.

18 July 2018

Vorletzter Tag in Cornwall. Ein Highlight haben wir uns bis zum Schluss aufgehoben, obwohl es nur 5 km Luftlinie vom Campingplatz entfernt ist: Der Strand Bedruthan Steps. Über eine steile Treppe geht es bei Ebbe hinunter, bei Flut gibt es dort keinen Strand. Monumentale Felsen auf dem feinsten Sandstrand. Viel Platz, wenig Menschen, wie wir das schon so oft in Cornwall hatten. Baden ist offiziell verboten, aber gut möglich. Und unsere Neopren Anzüge werden nicht zum Einsatz kommen, weil das Wasser, anders als im Reiseführer beschrieben, nicht so kalt ist. Am Abend gab es auf dem Zeltplatz noch einmal Windstille und Sonnenschein, so dass wir den schönen Tag mit einem Gläschen Rotwein beenden konnten.

17 July 2018

Der Zugang zum ehemaligen Castle war vor allem für Suse eine echte Herausforderung, ging es doch zunächst über eine Brücke auf die Halbinsel und dann eine extrem steile in den Fels geschlagene Treppe bis nach oben. Was sich uns dort bot, lohnte aber jeder Mühe. Da kam einiges an Höhenmetern zusammen, aber es ist wirklich ein besonderer Ort, an dem man sich auch einen ganzen Tag aufhalten und die Aussicht genießen könnte. Am Ende des beschwerlichen Rückwegs haben wir uns ein ausgesprochen leckeres Eis gegönnt und in Newquay endlich Briefmarken für unsere Postkarten gefunden.
Tintagel ist wie Glastonbury ein magischer Ort. Im letzteren soll King Arthur begraben worden sein, in Tintagel ist er angeblich geboren worden. Am Car Park stießen wir als erstes auf das windschiefe ehemalige Tintagel Post Office. Skurril!

16 July 2018

Am Abend gab es noch ein tolles Schauspiel am Himmel.
Von Bodmin aus sind wir dann die gesamte Strecke bis Padstow gefahren. Ab Wadebridge wird der Camel zu einem ausgesprochen breiten Fluß, der bei Ebbe aussieht wie das Wattenmeer. Padstow ist unheimlich wuselig. Menschenmassen und nochmal doppelt so viele Hunde dazu. Nicht mal ein kleines Plätzchen zum Abstellen der Räder war zu finden. Nach dem Einkauf von ein paar Ansichtskarten sind wir schnell wieder geflüchtet und nach Wadebridge zum Auto geradelt. Insgesamt 48 km. Hat total Spaß gemacht. ☺️ Dann beim Lidl einen kleinen Einkauf gemacht (Brot, frische Himbeeren und Wein) und den Tag auf dem Zeltplatz ausklingen lassen.
Der Camel Trail war früher eine Bahnlinie im Zusammenhang mit den Zinnminen in der Gegend. Heute sind die Gleise weitgehend verschwunden und die Trasse wurde zu einem Radweg ausgebaut (ähnlich dem Bristol - Bath - Railway - Path). Die Strecke führt von der Gourmet - Hochburg Padstow am Fluss Camel entlang über Wadebridge nach Bodmin am Rande des Bodmin Moors. Wir sind in der Mitte in Wadebridge gestartet und zuerst hoch nach Bodmin. Dort ist der Camel ein kleines Flüsschen. Unterwegs gab es eine echte kleine Dampflok zu sehen und wir haben den süßen Tea Garden für eine Stärkung genutzt. Suse hatte zum zweiten (und wie sie sagt, letzten) Mal Cream Tea und ich Lemon Drizzle Cake mit Kaffee.
Heute richtig ausgeschlafen, unentschlossen etwas rumgelungert und dann spontan beschlossen den Camel Trail zu befahren. 🚲🚲

15 July 2018

Auf dem Rückweg haben wir an einem Hof gehalten und ein Glas selbstgemachte Marmelade gekauft. Blackcurrant. Wir sind gespannt... Zurück auf dem Platz haben wir die letzten 60 Minuten vom hochinteressanten WM Endspiel gesehen, das Kroatien bestimmt gewonnen hätte, wenn sie nicht die ganzen Verlängerungen in den Knochen gehabt hätten. Weil es im Camping Shop kein Brot mehr gab, haben wir ausnahmsweise take away food geholt. Eine Pizza für Suse und pulled beef Chili mit Reis für Reinah. Ging so.
Auf dem Car Park gab es so eine Art Gastronomie: Eine Bretterbude, in der zwei junge Damen refreshments anboten. Nachdem wir in St. Ives als erste regionale Spezialität Cornish Pastries probiert hatten, war heute Cream Tea dran: Irgendwas zwischen Milchbrötchen und Wecken mit Marmelade und clotted cream (so zwischen Sahne und Creme fraiche). Dazu eine Kanne Tee. Seeeehr schwer. Seeeehr gehaltvoll. Seeeehr süß. Eine komplette Mahlzeit, die uns schwer im Magen lag.
Nach langem Überlegen haben wir uns entschlossen, den längsten vorgenommenen Ausflug von hier zu machen. Fast 100 km über den Atlantic Highways nach Norden bis Devon. Ziel: Hartland Point mit gleichnamigem Lighthouse. 1982 ist dort das letzte Küsten Schiff zerschellt und vermodert nun auf den Klippen. Sehen könnten wir das Wrack leider nicht. Insgesamt war das ein schlechtes "Preis-Leistuns-Verhältnis" - lange Anreise und (verglichen mit anderen Ausflügen) mittelmäßige Ausblicke. Zugegeben ist das meckern auf hohem Niveau.

14 July 2018

Unser neuer Hausstrand bis zum Ende des Urlaubs ist ein ganz bescheidener. Nicht mal 4 km lang und bei Ebbe nicht mal 500 Meter breit. Und Steine und Algen sucht man vergebens. Und soooo viele Menschen auf engstem Raum. Da muss man wohl Abstriche machen. 😭

13 July 2018

Nachtrag 2: Eintracht hat mit der zusammengewürfelten Truppe immerhin gegen Fürth gewonnen. 4 Testspiele, 2 Siege, 2 Unentschieden und 11:2 Tore. Vielleicht wächst zusammen, was zusammen gehört...
Nachtrag: Einen Haken gibt es immer. Der Campingplatz liegt 2 km vom Newquay Airport entfernt - und genau in der Einflugschneise. Irre laut und irre tief. Man kann quasi die Speichen der Räder zählen. 🤨 Angeblich geht der Flugbetrieb aber nur bis 21:30 Uhr. Suse hat nachgeguckt.
So, Zelt steht auf einem bescheidenen 12x12m pitch, eine Maschine Wäsche ist gewaschen und trocken und der Einkauf bei Morrisons ist erledigt. Heute wird zum ersten Mal gekocht: Mingmang - Pfanne mit Basmati Reis. Oder: Porc Sirloin Curry. Oder so. Anscheinend hat der Platz einen Pool, den haben wir aber noch nicht angeguckt. Aber das WLAN ist irre schnell. Wie zuhause. Einen kleinen Shop gibt es, eine Bar und anscheinend wird auch Fußball gezeigt.
Völlig überrascht hat uns der gigantische Sandstrand kurz davor. 5 km endloser goldener Sand, Ebbe und sooooo wenig Menschen! Unfucking fassbar! 🤔
Heute ist ja Umzugs - Tag. Deshalb eigentlich nix los. Da wir aber um 10 Uhr mit dem Zelt im Auto startklar waren und die Strecke nur kurz ist, hatten wir die Idee, an der Küste entlang zu fahren anstatt die A30. Ziel war der Leuchtturm Godrevy Lighthause, der malerisch vor der Küste auf einer Insel liegt. Was für ein herrlicher Anblick! Auch zwei Seehunde lagen dort auf den Felsen in der Sonne. ☀️

12 July 2018

Morgen früh geht es weiter ein paar Meilen nach Norden. Der letzte Zeltplatz in der Nähe der Surfer-Hochburg Newquay wartet auf uns. 😎
Die schönsten Sanitär Anlagen dieses Urlaubs. Wie werden wir sie vermissen! 😟
Dann ging es weiter zu einem unglaublichen Strand, dem Kynance Cove. Die Bilder sprechen für sich. Leider unglaublich voll und wegen der nahenden Flut minütlich immer kleiner. Bei Ebbe und vor dem Frühstück ist es sicher ein Traum. Wir waren nach 20 Minuten ohne Bad wieder weg und haben wie viele andere die Anblicke von oben genossen.
Heute wieder fast wolkenlos, aber bei 21-23 Grad bei einigem Wind recht frisch. Nach langer Überlegung, was wir am letzten Tag auf diesem Campingplatz unternehmen wollen, fiel die Wahl auf Mount St. Michael, dem cornishen Gegenstück zum Mont St. Michel in der Bretagne. Wir waren bei Ebbe dort, haben satte 5 Pfund für den Behelfsparkplatz abgedrückt und sind dann zu Fuß rüber zur "Insel". Ohne Eintritt kann man weder ins Kloster, noch ins Schloss, noch in die Gärten. Mussten wir aber auch nicht. Die Völkerwanderung war enorm, das ist sicher eine der Top 3 Sehenswürdigkeiten in Cornwall. Also über den Strand zurück zum Auto und weiter zur Halbinsel Lizard. Auf dem Rückweg gab es dann noch ein Foto bei Flut.

11 July 2018

Nach einem kleinen Einkauf ging es mit dem Bus zurück zum Campingplatz. Alle schon etwas im WM - Fieber vor dem England - Spiel. Ein paar Erdbeeren als Vorspeise und dann mit dem brüchigen WLAN auf dem Platz auf dem Handy eine sehr stockende Übertragung des Halbfinals gesehen. Danach war es sehr still auf dem Platz. 🙄 Morgen ist unser letzter Tag hier und es soll wieder sonnig werden. Ein paar Sachen haben wir noch auf unserer Anguck - Liste. Mal sehen, worauf wir Lust haben.
Die Tate Galery hatten wir ja gestern schon von außen bewundert. Heute Senioren-Eintriit bezahlt und uns Werke vor allem aus den letzten 100 Jahren angesehen. Viele Skulpturen und Bilder mit Relief-artigen Eigenschaften haben mich sehr interessiert. Bemerkenswert und inspirierend, dass man immer wieder Ausblicke auf den Strand und die Bucht hatte. Der Anbau, der erst im vergangenen Jahr eröffnet wurde, hat auch Platz für großformatige Werke, die mit mir allerdings nicht so gesprochen haben. Die Aussicht vom Open Air Cafe im 4. Stock dagegen war wundervoll. Der Cappuccino war gut und die Bedienung muffelig.
Eigentlich wollten wir nur der Tate Galerie einen Besuch abstatten, aber wir hatten bisher noch keine einzige Cornish Pastry gegessen. Also gab es zwei Award winning traditional Pastries direkt aus dem Ofen. Fleisch, Zwiebeln, Möhren und seeeehr scharf.
Heute nach dem Frühstück gleich nochmal hingelegt. Himmel bedeckt, sehr frisch und im Zelt keine 40 Grad. Danach ging es mit dem Bus runter nach St. Ives.

10 July 2018

Am Abend dann das erste Mal gegrillt. Auf Suses genialem Klappgrill. 👍 Rindfleisch scheint das einzige zu sein, was in England billiger ist als zuhause. Lecker war es jedenfalls und dazu gab es das erste Halbfinale der WM.
Der Ort ist das komplette Gegenteil unseres Campingplatzes: Rappelvoll mit Touristen, Shop an Shop, Möwen, die scharf auf alles sind, was Menschen essbares in der Hand halten, stehender Verkehr. Natürlich sind die Gassen und die Häuser schön und die Lage des Kaffs mit seinen vielen Stränden ganz außerordentlich, aber für mich ist es too much. Das berühmte Museum Tate St. Ives haben wir nur von außen und bis in den Kassenraum angesehen. Von der Wanderung waren wir zu durchgeschwitzt um rein zu gehen. Vielleicht ja morgen... Also haben wir nur eine awardwinning icecream 🍦 zu uns genommen, beim Coop den obligatorischen Einkauf gemacht und sind dann mit dem Linienbus bis vor die Schranke des Campingplatzes gefahren. Was für ein Luxus! Und spektakulär, wie die Busse durch die Gassen heizen!
Vom Campingplatz führt ein Fußweg über knapp 4 km nach St. Ives. Den haben wir heute genommen, weil der Ort verkehrsmäßig eine Katastrophe ist. Enge Straßen, verstopft mit Wohnmobilen und Lieferwagen und Parkplätze nur weit außerhalb. Der Weg führte zunächst über Wiesen und Felder mit den typischen Stein-Stiegen bis zum Coast Path und dann mit tollen Ausblicken nach St. Ives.

9 July 2018

Nachtrag zum Campingplatz: Nicht nur die pitches sind extrem groß und der Platz ist großzügig angelegt. Die Sanitär Einrichtungen sind oberamtlich: Fußbodenheizung, Seifenspender an allen Waschbecken, frische Croissants und Baguettes und die Buslinie nach St. Ives hält vor der Tür und fährt alle 30 Minuten. Das Personal ist oberfreundlich und ab 21 Uhr sind zwei security Leute unterwegs. Safe and comfort. 👍
Am Ende der Tour ging es noch nach Mousehole, einem kleinen verträumten Fischerort, an dem die Zeit anscheinend spurlos vorüber gegangen ist. Winzige Gassen, kaum Tourismus und die Kinder baden im Hafenbecken und springen von der Kaimauer.
Und dann Porthcurno Beach! Wow! Von oben beim Theater aus ein grandioser Anblick, aber auch von unten herrlich. Feiner weißer Sand, trotz Flut sehr groß und überhaupt nicht so voll. Zweimal bin ich in die Fluten. Frisch, aber nicht kalt. Wenn man erstmal drin ist, kann man es auch länger aushalten. Das war quasi der erste richtige Badetag. 24-27 Grad und keine Wolke am Himmel. Ab morgen soll es etwas Kühler und wolkiger werden. Der Wind ist schon aufgefrischt.
Kurz entschlossen haben wir dann doch den Eintritt in das Theater bezahlt - und nicht bereut. Was für ein herrlicher Ort!
Today sea & see! 😁 Über die bekannten teilweise einspurigen Landstraßen ging es zuerst zum Minnack Theatre, einem hoch in die Felsen gebauten Amphitheater. Allein der Blick von dort oben auf den Küstenabschnitt ist atemberaubend. Insgesamt vier feine Sandstrände sind von dort zu sehen. Der größte von ihnen, Porthcurno Beach ist von dort oben über einen halsbrecherischen Weg zu Fuß zu erreichen. Später sollte es dort zum Zwecke der sportlichen Erfrischung auch noch hin gehen.

8 July 2018

Land's End ist nicht mehr das, was es mal war. Zwar immer noch der westlichste Punkt des britischen Festlands und Ausgangspunkt für den end2End - Radweg von hier nach John O'Groats, dem nordöstlichsten Punkt in Schottland. Ansonsten ist das in Privatbesitz befindliche Gelände eine Mischung aus Rummelplatz und Vergnügungspark. Grässlich! Landschaftlich natürlich trotzdem sehenswert.
Dann ging es weiter auf der Küstenstraße zu Sennen Cove, dem Strand kurz vor Land's End. Dort haben wir 80 Höhenmeter oberhalb das Auto abgestellt und sind mit dem Rad auf dem Coast Path zu Land's End gefahren. Damit haben wir 6 GBP (!) Parkgebühr gespart und dazu tolle Ausblicke aufs Meer gehabt.
In dem entzuckenden Wohnwagen-Café haben wir einen günstigen Kaffee aus Queen-Bechern getrunken.
Cornwall ist schon unser Freund. Am ersten Tag ging es nach Süden auf der hinreißenden Küstenstraße von St. Ives nach Cape Cornwall. Das liegt nur wenige Kilometer von Land's End entfernt und ist im Gegensatz dazu kein Rummelplatz mit Vergnügungspark, sondern ein hübscher ruhiger Fleck. Parkgebühr 1 GBP - und eine redselige typisch britische Mom als Parkwächterin, die ihre gesamten Deutschkenntnisse an den Mann gebracht hat, nämlich Willkommen und Schmetterling. 🦋

7 July 2018

Verrückt! Tagsüber Hitzetod und Sonnenbrand und ab 19 Uhr Socken, Fleecejacke und Bodennebel. 🙄
Kurz vorm Ende des Elfmeterschießens. Kroatien - England. Tolles Halbfinale!
Endlich in Cornwall - dem eigentlichen Ziel der Reise. Das Zelt steht seit 14:30 Uhr, so dass wir mit Camping - WiFi und Notebook den verdienten Sieg der Engländer gucken konnten. Das letzte Viertelfinale nachher werden wir uns wohl verkneifen. Dafür stehen die Chancen auf einen Sonnenuntergang gut. Wir campen mit Blick auf eine Wiese und dahinter bis zum Horizont das Meer, das hier mit die beste Wasserqualität in ganz Europa haben soll.
Beim Abbau des Zeltes bin ich gaaaaanz böse gegen eine Holzlatte gelaufen. Schwerste Verletzung! 😢

6 July 2018

Ein running gag im Urlaub: Auf der Fähre hatten wir im duty free Shop eine große Toblerone mit 15% off für 4,99 britisch pound günstig eingekauft. 🙄 Hier im Supermarkt kostet sie überall 2,99. Nun essen wir die Kostbarkeit in homöopathischen Dosen seit einer Woche...
Da muss man bis Totnes fahren, um endlich ein richtig gutes Brot beim Öko Bäcker zu kaufen. Die Verkäuferin kommt aus der Nähe von Hannover.... Der Brite isst tatsächlich immer noch Toastbrot in allen Variationen. Auch ungetoastet. 😱
Kleiner Nachtrag: Nach dem Rundgang durch Totnes ging es noch weiter nach Dartmouth und danach zum Strand Blackpool Sands, wo ich mein erstes Vollbad genommen habe. War nicht so kalt wie befürchtet, aber sehr steil und kieselig.
Heute in Totnes, die alternative Hauptstadt Devons. Ganz feine Straßenmusik nach einem ganz leckeren Eis. 🍦

5 July 2018

Heute wieder 27 Grad. Das Ziel: Jurassic Coast. Felsen, Strand und ein Küsten Wanderweg. Letzteren haben wir wegen der Hitze von knapp 10 auf etwa 3 km abgekürzt. Ganz sicher hätte sich der weiterhin gelohnt, aber what shall's!? Anschließend im hübschen Örtchen Beer einen Kaffee getrunken und am Kieselstrand gesessen.

4 July 2018

Heute ging es kreuz und quer durchs Dartmoor. Die Wetterprognosen hier sind völlig für die Katz. In den letzten vier Tagen stimmten sie nicht einmal für den kommenden Tag. Egal, Regen und kalt passt perfekt zum Dartmoor, dachten wir uns. Trotzdem war es ein toller Ausflug mit freilaufenden Schafen, Ziegen, Kühen und Ponies. Dazu Hügel im Nebel, der River Dart und andere Flüsse mit tollen alten Steinbrücken und den großen Steinen im Wasser, bei denen ich immer an meine kleinen Töchterchen denken musste. 😍
Überraschung: Englisches Wetter in England! 🙄

3 July 2018

Die Engländer haben sich schwer getan, aber am Ende verdient gewonnen. In den Pub hat kein Blatt mehr gepasst, aber im Restaurant konnten wir uns einen Sitzplatz ergattern.
Kontrastprogramm! Mit persönlicher Verabschiedung von Camp-Seite-Jackie und Eintrag ins Gästebuch sind wir nun in Devon an der Südküste auf Cofton Holiday Camp mit Innen- und Außenpool, Sauna, Gym, mehreren Restaurants, Shop und allem Heititei. Wir wohnen auf einer Parzelle, wo trotz Auto und Zelt noch der halbe Platz frei ist. Aber alles sehr schön hier. Offensichtlich noch Nebensaison. Viele Plätze sind noch frei. Nach dem anstrengenden Tag gestern und Zeltab- und Aufbau haben wir eben ein Schläfchen gemacht und beschlossen, heute gar nichts zu unternehmen - und stattdessen Urlaub zu machen. 🙃

2 July 2018

Ausgesprochen beglückt, aber auch ziemlich kaputt sind wir abends auf dem kleinen Family Camping angekommen, haben noch einen Happen gegessen und die ausgeschwitzte Flüssigkeit mit einem kühlen Weißwein und etlichen Kannen Bier aufgefüllt. 😁
Im Prinzip kann man an jeder Stelle starten, weil man eh hin und zurück fährt. Wir haben das Auto am Ortsrand von Bath auf einem kostenlosen Park & Ride Platz abgestellt und bis zum Ende des Weges in der City von Bristol gefahren. Der Weg ist weitgehend schattig, so dass die fast 30 Grad kaum zu spüren waren. Der Hammer in der Hinsicht ist der lange Tunnel in Bristol. Etliche hundert Meter wie im Kühlschrank. Im ehemaligen Warmley Waiting Room ist nun ein süßes Café mit Tea Garden untergebracht, wo wir uns auf dem Rückweg einen Chocolat Brownie mit Cappuccino gegönnt haben. Unterwegs gab es etliche verwilderte Bahnsteige zu sehen, die sich die Natur mit Macht zurück holt. Ein ganz kurzer Abschnitt der Strecke scheint ab und an als Museumsstrecke genutzt zu werden. Überwiegend sind aber gar keine Gleise mehr vorhanden. Einige Male haben wir den River Avon gekreuzt, an dem es am Ende noch bis in die City von Bath ging, wo der Avon malerisch über ovale Steintreppen geführt wird.
Der Radweg verbindet die beiden Städte auf einer ehemaligen Bahntrasse der Midlands Bahn. Die Besonderheit ist, dass er bis in beide Innenstädte führt und auf den etwa 23 Kilometern nur 2 Kreuzungen hat.
The Bristol-Bath-Railway-Path. Heute komplett abgeradelt. Hin und zurück. Bei 30 Grad. 52 km. Morgen mehr dazu. 😎

1 July 2018

Das erste Highlight im Exmoor war Dunster Castle. Im Po Sand, wie man so schön sagt. Der Blick von außen hat uns genügt. Was wir nicht wussten, dass der Ort auch schön war. Hätte sich vielleicht ein Stop gelohnt... Die Fahrt durchs Exmoor war teilweise enttäuschend, da die englischen Hecken über weite Strecken jeden Blick auf die Landschaft versperrt haben. Da, wo es was zu sehen gab, war es aber großartig. Am Schluss ging es nach Lynmouth. Motto: Exmoor meets Sea. Da war sowas von Ebbe und der Regen heftig, deshalb ging es zügig zurück zum Camping. Dort noch das Elfmeterschießen der Russen verfolgt und in dieser Sekunde läuft es auf ein Elfmeterschießen der Kroaten hinaus.
Tja. Was soll man sagen? 14 Stunden Sonne angekündigt. 0 Minuten bekommen. Statt 28-30 Grad waren es 16-18. Und dazu 6-8 Stunden Regen. Was solls? Der Plan war eine größere Auto - Tour durch das Exmoor. Das ging auch bei dem Wetter, sah nur nicht so schön aus.
Apropos Linksverkehr: Der gilt auch für englische Wasserhähne. Mit der Folge, dass beim vermeintlichen Zudrehen der komplette Wasserdruck alle Klamotten vollspritzt. 🤨

30 June 2018

Was es sonst noch gibt: Der Linksverkehr fällt immer leichter. Auch die 30 km auf dem Fahrrad waren das kleinste Problem. Die Hitze war das größte. Heute Abend hat eine besitzergreifende britische Mutti unsere Eiswürfel aus dem Gefrierschrank genommen. Unbelieveble! Das WLAN auf dem Platz ist so gut, dass wir Fußball gucken konnten. Der Chäffe vom Platz war mit 16 Jahren im Rahmen eines Fußball - Partnerstadt - Austauschs in Braunschweig. Am Fuß des Glastonbury Tors hausten 4 Freaks, die mit einer Autobatterie betriebenen großen Musikanlage beim Aufstieg Beach Boys spielten und beim Abstieg J. S. Bach. Dazu jeweils rituelles Trommeln und Balancieren auf einem Bein. Und auch das alles ausgesprochen nett und mit einem Lächeln. Genauso wie die freundlichen und rücksichtsvollen Radfahrer unterwegs. Ganz nette Stimmung heute.
Man sagt dass Glastonbury im Schnittpunkt mehrerer heiliger Erd - Linien liegt. Glastonbury Tor soll das einstige Avalon sein und King Arthur und seine Guinivere sollen in der noch als Ruine erhaltenen Glastonbury Abbey begraben worden sein. Fakt ist, dass der kleine Ort Anziehungspunkt für Freaks, Gläubige, Pilger und allerlei obskure Gestalten ist. Traumfänger, Trommler, Meditierende, Sänger, Flötenspieler, Betende, Rezitierende - viel Abwechselung oben auf dem Berg. Und im Ort: schon lange nicht mehr durch Hasch-Wolken dieses Ausmaßes bewegt. Fast alle Geschäfte mit myth and holy and Arthur and so on. Trotz allem ein ausgesprochen angenehmer Ort. Heute Abend zum Essen gab es Urus gegen Ronaldo. Die Urus waren offenbar mehr...
Heute: Glastonbury! Das stand ganz oben auf meiner Guck-es-dir-noch-einmal-an-Liste. Wir waren mit dem Fahrrad da - und ganz schön blöd! 😣 Es waren fast dreißig Grad und wegen Windstille und Feldern gefühlt noch mehr. Aber die Strecke war toll. Durch Torfanbau und die Summersetter Seenplatte war es eine schöne Tour. Besonders war ein zauberhafter Rastplatz zu Ehren eines verstorbenen 16-jährigen Mädchens...

29 June 2018

Fertig ist der Tag und fertig sind auch wir. Leckeres Abendbrot mit kaltem Bier und warmem Wein - und Sonnenuntergang. Und das Beste: Es kühlt ab zur Nacht.
Nach dem Zeltaufbau sind wir noch kurz zum Einkaufen und Wassergucken nach Bournham-on-sea. Füße ins Wasser und gut war's. Oder auch nicht. Ist halt Bristol Chanel und nicht das offene Meer. Entsprechend warm und sandig war die Brühe.
Die Tour vom Roebuck Inn zum ersten Campingplatz war mühsamer als erwartet. Auf der Strecke sind wir direkt an Stonehenge vorbei gekommen und für die 10 km dran vorbei waren bestimmt 45 min stop and go. Bei 29 Grad im Schatten haben wir dann das Zelt aufgebaut. Der Platz ist irre. Es gibt 4 oder 5 unbewohnte Dauer Wohnwagen und außer uns ein Zelt und zwei Wohnmobile. Total ruhig. Mit Familienanschluss quasi. Mister und Misses und mom of Misses haben sich persönlich vorgestellt, Tipps für Ausflüge und gutes Essen gegeben, auf Kühlschrank, Gefrierschrank, Mikrowelle usw. hingewiesen und uns gegen die Hitze einen Plastikbeutel mit Eiswürfeln gebracht. Extraordinary!
Zum Glück haben wir Cooked Breakfast nur einmal bestellt. Mit Toastbrot und Marmelade ging es dann.

28 June 2018

England-Belgien 0:0 zur Pause. Überraschend wenig Emotion im Pub
Und dann von der Fähre direkt in den Linksverkehr. 😯 Im ersten Kreisel gleich die Ausfahrt verpasst. Eine Extrarunde gedreht und nochmal die Ausfahrt verpasst. 🤣 Dann lief es wie geschmiert als wäre man nie anders gefahren. Nun sind wir kurz vor Anpfiff des England-Spiels im Roebuck Inn angekommen, wo unten im Pub gleich Kneipen - Quizz und Fußballübertragung beginnt. Uns geht es ausgezeichnet. Jetzt einen Happen essen und das ein oder andere Pint nehmen und dann gute Nacht! Morgen geht es nach Westen auf den ersten Zeltplatz.
Die Tour "In 12 Stunden durch 5 Länder" haben wir elegant an Staus vorbei und durch Staus hinter uns gebracht. Die total ruhige Überfahrt von Dunkerque nach Dover haben wir überwiegend an Deck verbracht. Nur für einen überteuerten Kaffee waren wir kurz im Café. Die Kreidefelsen hatte ich gar nicht mehr so imposant in Erinnerung...

27 June 2018

Seit heute im Ruhestand... Das Auto ist gepackt. Gleich geht es für das letzte Gruppenspiel der MNNSCHFT 🇩🇪🇩🇪🇩🇪 zu Suse und morgen in aller Frühe nach Duinkirchen Richtung Fähre.