Philippines · 19 Days · 9 Moments · March 2018

CHAPTER 8 - Philippinen


3 April 2018

Um nach der ganzen Fliegerei auf den Philippinen nochmal ein paar Groschen zu sparen haben wir uns dazu entschieden die Strecke von Donsol nach Manila per Bus zu überwinden. Dass es aufgrund des Osterwochenendes eine 19 Stunden Fahrt werden würde war uns leider nicht klar. So kamen wir ziemlich gerädert gegen 4 Uhr nachts in Manila an. Unseren letzten Tag in Manila verbrachten wir nochmal damit zu shoppen und uns einzudecken für das teure Japan. Die Philippinen haben uns beiden extrem gut gefallen. Definitiv einige der schönsten Strände die wir bisher gesehen haben. Großstädte, ländliche Dörfchen, Walhaie, Reisfelder, Dschungel, Traditionen, leckeres Essen und unglaublich herzliche Menschen - All das haben wir hier erlebt! An einigen Stellen sind die Philippinen leider so touristisch, dass man keinen authentischen Einblick mehr in die Kultur erhält. Glücklicherweise konnten wir genug Orte entdecken um diese Einblicke trotzdem zu erhalten.

1 April 2018

Auf unserer Rollertour haben wir noch zwei Zwischenstopps gemacht. #1: Ein philippinischer Friedhof. Die simple Erklärung zu den überirdischen Gräbern ist Kosten. In den ländlichen Regionen ist es heute noch Gang und gebe aus Platz- und aus Kostengründen Menschen ohne Begräbnis zu bestatten. #2: Der in der Kultur tief verwurzelte Hahnenkampf. Beim Vorbeifahren hatten wir die Hahnenkampfarena schon ein paar Mal gesehen, diesesmal trauten wir uns auch rein. Wie vermutet trifft man in der Arena ausschließlich Männer an. Sobald die beiden Hähne gegeneinander aufgestachelt wurden setzt jeder seine Wetten. Dabei beginnt ein große Durcheinander, denn es gibt keine zentrale Organisation sondern jeder sucht sich seinen eigenen Wettpartner der gegen einen wettet - und das lautstark durch die ganze Arena. Der Kampf selbst ist grausam und extrem blutig, was durch die Klingen an den Krallen noch gefördert wird. Das dieser "Sport" überall sonst verboten ist, ist gut und sehr gut nachvollziehbar
Am Abend gingen wir auf eine Glühwürmchen Tour bei der wir in der Dunkelheit mit einem kleinen Boot über den Fluss schipperten um die kleinen Tierchen in den Mangroven leuchten zu sehen. Uns erinnerte das Spektakel stark an Weihnachtsbeleuchtung :) Am darauf folgenden Tag liehen wir uns einen Roller um zu dem noch aktiven Vulkan Mayon zu fahren. Schon die Fahrt dorthin war es wert - immer wieder erinnerte uns die Insel mit ihren grünen Reisfeldern und dem bergigen Dschungel an Bali, weshalb wir einen Fotostopp nach dem anderen einlegen mussten. Unser Ziel waren die 500 Jahre alten Überreste einer Kirche, die im 19. Jhr durch Lavaströme zerstört worden war. Hinter der Ruine ragt der Vulkan der, wenn auch wolkenverhangen, durch seine Größe beeindruckt. Durch kleine Dörfer, Bäche und über Schotterstraßen traten wir den Rückweg an und fanden noch einen Snack für ganze 1,10 € am Burgerstand :)

31 March 2018

Dieses Jahr hatten sich meine Mum und Olaf etwas ganz besonderes für meinen Geburtstag überlegt - Schwimmen mit Walhaien in freier Wildbahn! Da es hier großgeschrieben wird die Tiere respektvoll zu behandeln und nicht anzufüttern gibt es keine Garantie ob man einen dieser Riesen zu Gesicht bekommt, zudem dürfen immer nur 6 Leute gleichzeitig ein Exemplar "begleiten" sobald eines gesichtet wird, was bei rund 15 Booten im Wasser nicht ganz einfach ist. Doch ich hatte Glück - gleich zweimal! Das erste Mal war er direkt unter mir als ich runterschaute. Kurz vor Ende der Tour hatten wir noch das Glück auf ein weiteres Exemplar zu stoßen das um die 6 Meter maß. Mit diesem Riesen konnte ich eine ganze Weile umher schwimmen. Unglaublich wie groß diese Tiere sind! Das war definitiv eine einmalige Erfahrung die mir lange in Erinnerung bleiben wird. Dank des Geschenks hatte ich mir eine GoPro geliehen und kann euch ein Video davon zeigen: https://bit.ly/2JcnwFQ

29 March 2018

Um noch ein wenig mehr von der Umgebung zu sehen machten wir uns heute auf den Weg nach Port Barton, ein kleines verschlafenes Örtchen an der anderen Küstenseite von Palawan. So fuhren wir mit dem Tricycle 1 Stunde quer über die Insel, schon der Weg hat sich gelohnt. Erst geht es durch das Tal mit etlichen Reisfeldern um dann über die Berge mit einem satten grünen Dschungel auf die andere Seite zu gelangen. In Port Barton angekommen waren wir überrascht wie klein das Dorf geblieben ist trotz des vielen Tourismus. Resorts und Hotels sucht man vergeblich, es gibt nur kleine Hostels und Guesthouses, nette Restaurants und gemütliche Bars, sowie eine wunderschöne Bucht mit Strand die einen Blick auf die Bergkette freigibt die die Bucht fast umschließt. Obwohl wir keine der vielen Bootstouren die angeboten werden gemacht haben fanden wir es wirklich schön! Wir entspannten am Strand und sprangen ab und an in das geschätzte 30 Grad warme Wasser, was eher einer Badewanne glich ;)

24 March 2018

Von Boracay ging es mit dem Flieger mit Zwischenstopp in Manila nach Puerto Princesa. Hier verbrachten wir nur eine kurze Nacht um uns am nächsten Morgen auf den Weg nach Roxas zu machen, oder besser gesagt ein kleines Dörfchen bei Roxas. Hier haben wir uns ein Baumhaus über Airbnb gemietet auf das wir uns schon eine ganze Weile freuen. Angekommen waren wir auch direkt begeistert. Das Baumhaus ist wirklich der Hammer! Direkt am Strand mit Terrasse, eigenem Bad und einem Schlafzimmer bietet es alles was wir brauchen. Unsere Gastgeber Tom aus Kanada und Belle von den Philippinen sind auch unglaublich nett, es gibt viele Unterhaltungen und immer unglaublich leckeres Essen. Nachdem Tom mitbekommen hat, dass wir in Indien eine ganze Weile vegetarisch gegessen haben, scheut er auch keinen Moment immer dafür zu sorgen das ordentlich Fleisch für uns da ist: Chicken, Burger, Wurst, Bacon ... Versorgt sind wir auf jeden Fall. Wir verbringen die Tage ganz entspannt und genießen die Unterkunft.

20 March 2018

Heute auf dem Programm: Insel Hopping. Unsere Gastgeberin hat uns eine Tour zu einem kleinen Discount organisiert. So ging es um 11 Uhr für uns auf ein viel zu überfülltes Boot und los zu unserer ersten Station - Puka Beach. Genau so hatten wir uns die Philippinen vorgestellt: Glasklares Wasser - ohne Algen, ein weißer Strand , Palmen und Klippen - traumhaft. Das zu volle Boot wurde somit schnell zur Nebensache. Leider ging es dann auch schnell weiter zur nächsten Station wo es Lunch gab, um dann weiter zur Cove Island zu fahren. Cove Island ist an für sich eine wirklich schöne kleine Insel an der sich Grotten gebildet haben die zugänglich gemacht wurden, aber der Tourismus ist hier so extrem, dass es sich nur noch halb so verträumt anfühlt wie vermutlich einst vor vielen Jahren. Schön war es trotzdem. Dann ging es auch schon zurück zu unserem Startpunkt dem White Beach auf Boracay, hier entspannten wir noch mit einem Bierchen.

18 March 2018

In Caticlan, am kleinsten Flughafen den ich jemals gesehen habe, angekommen machten wir uns auf den Weg nach Boracay. Mit einer kleinen Fähre ging es rüber zur Insel und mit dem Tricycle weiter zu unserer Unterkunft. Ein kleines Paradies wartete hier auf uns. Schöne Terrassen mit einer überragenden Aussicht, Hängematten, ein bequemes Bett und ein großes Bad. Alles was man sich wünschen kann. Hier lassen wir es erstmal langsam angehen. Die letzten Tage haben wir am White Beach verbracht und einfach entspannt. Der Strand ist wirklich weiß, zig Palmen zieren die Promenade und das Wasser ist glasklar. Leider beginnt derzeit die Algensaison und teilweise ist das Wasser eher grün, aber an der richtigen Stelle merkt man fast garnichts davon. Die Insel ist touristisch extrem erschlossen, vorallem Koreaner und Chinesen sind stark vertreten, die Preise sind auch deutlich höher als wir es gewohnt sind aber zumindest das Bier ist günstig und ein Sonnenuntergang ist schöner als der nächste :)

15 March 2018

Nach 31 Stunden Anreise meinerseits und 4 stündiger Anreise von Bens Seite, trafen wir uns auf den Philippinen am Manila Airport wieder. Reisegruppe Benjamin ist also wieder vereint nur eben ohne Franzi ;) Auf den Philippinen angekommen war sofort der deutliche Unterschied zu Indien spürbar. Tropisches Klima, eine Menge an amerikanischen Franchise Ketten und lauter dickliche Filipinos. Manila erinnert uns ein wenig an Kuba, auch wenn wir beide noch nie da waren. Kleine Gassen, bunte Häuser, und extreme Armut zwischen den Malls. Manila ist also geprägt von Gegensätzen. In Manila hatten wir nur einen Abend, da es am nächsten Tag auch schon weiter auf eine kleine Insel, Boracay, geht. Da der westliche Einfluss sehr stark ist genossen wir erstmal das ein oder andere Bierchen, sahen einen wunderschönen Sonnenuntergang an der Promenade und für mich gab es nach 6 Wochen vegetarischer Kost endlich wieder Fleisch :)