India · 28 Days · 13 Moments · February 2018

CHAPTER 7 - Indien


28 February 2018

154 Tage, 52 Betten, 11 Flüge, 7 Länder .... und so schnell sind fünf Monate vorbei. Ich freue mich: auf heiße Duschen, Vollkornbrot, Freunde und Familie, durch die Straßen gehen ohne überfahren und angequatscht zu werden, mein eigenes Bett. Ich werde vermissen: Sonnenschein und Wärme, jeden Tag neues zu entdecken, die Köstlichkeiten aus allen Ländern, keine Termine und einen freien Kopf, die viele Zeit in der Natur, Dachterrassen, die Zeit zum Lesen.... ...und natürlich meine wunderbaren Reisebegleiter Rockinaki und Penjawin. Es war mir eine Ehre mit euch auf Tour zu gehen ❤❤❤ Kopchailalai Eure Fran

27 February 2018

Zum Ende der Reise noch Mal fünf Tage entspannen, so der Plan, daher ging's für fünf Tage ins Ashram. Für den Kopf war es auch auf jeden Fall entspannend, fünf Uhr aufstehen und zwei mal Yoga am Tag war für den untrainierten und ans ausschlafen gewöhnte Körper dann doch auch anstrengend. Jetzt bin ich einmal wieder komplett durchgedehnt, das Essen war super lecker und ich konnte einen Einblick in allmorgendliche Feuerzeremonien gewinnen. Freizeit gab's auch ab und zu, die der gemeine Yoga Student in einem der vielen Cafés verbringt um den Bedarf nach Koffein zu decken. Auf den Spuren der Beatles entdeckten wir noch einen alten Ashram, der wunderschön, aber leider nicht mehr in Benutzung ist. Hari Om!

25 February 2018

Franzi wollte noch ein paar Tage im Yoga Ashram verbringen und Ben und ich wollten unbedingt noch die heiligste Stadt Indiens sehen - Varanasi. So haben wir uns auf die allerletzten Tage kurz voneinander getrennt. Durch Erzählungen auf das wirklich schlimmste eingestellt waren wir extrem positiv überrascht wie viel diese Stadt zu bieten hat. Auf einer Walking Tour ließen wir uns die Ghats (Wasserzugänge) entlang führen. An vielen Ghats entspannen Locals, an anderen finden Festlichkeiten und Zeremonien statt, an wieder anderen wird das Holy Bath vollzogen. Gebannt und auch fasziniert waren wir von den Burning Ghats an denen zu jeder Tages- und Uhrzeit die Toten nach hinduistischem Ritual verbrannt werden. Unbegreiflich und abstrus für uns, so ist es für die Inder einfach Kultur. Beim Sonnenaufgang ließen wir uns mit dem Boot noch einmal den Ganges auf und ab rudern, um ein letztes Mal diesen spirituellen Ort zu bestaunen. Varanasi war die 28 Stunden Busfahrt auf jeden Fall wert!

19 February 2018

Nach unserer Runde durch Rajasthan brauchen wir erstmal etwas Abkühlung, ab in den Norden nach Shimla. Gestern schlenderten wir durch die britische Hillstation und fragten uns des öfteren ob wir wirklich noch in Indien sind, kein Verkehr, alles sauber, so viel Ruhe... Heute wollten wir wenigstens von der Ferne Mal einen Blick auf den Himalaya werden. Also weiter hinauf in die Berge und plötzlich überall Schnee! Unserer Fahrer kennt sich mit Eis auf der Straße nicht so aus und so blieben wir direkt mit den Sommerreifen liegen. Wir konnten unsere Winterkompetenz einbringen und der heldenhafte Ben befreite in harter Arbeit mit dem leicht panischen Fahrer dessen Auto. Weiter ging's mit vielen Zwischenstopps auf der Suche nach dem perfekten Ausblick - wunderschöne Bergpanoramas. Dafür nehmen wir auch die Kälte in Kauf, obwohl wir ohne die Pullover und Socken unseres Guesthouses wohl kaum überleben würden.

16 February 2018

Was wir nicht alles für diese Sehenswürdigkeit in Bewegung gesetzt haben! Unsere Tour war eigentlich so mit Hostelbuchungen und Bus/Zugtickets durchgeplant dass wir gemütlich am Freitag den Taj Mahal besichtigen wollten. Blöd nur als wir erfuhren, dass dieser am Freitag geschlossen ist. Bus wieder storniert und uns doch noch Mal hinreißen lassen einen Zug 6 Uhr morgens zu nehmen. Doch als wir 2 Stunden später als geplant am Vorabend in Jaipur ankamen, erkannten wir dass vier Stunden Schlaf beim aktuellen Krankenstand nicht drin sind. Also Zug verfallen lassen und für den Schönheitsschlaf einmal tief in den Geldbeutel gegriffen und luxuriös mit dem Taxi nach Agra. Selbst die Reifenpanne konnte uns nicht mehr daran hindern, den Palast der Paläste zu besuchen. Schon tausendmal gesehen aber so direkt davor absolut faszinierend. Der Maharaja muss seine Lieblingsfrau doch sehr gemocht haben.

14 February 2018

Kurzer Zwischenstopp in Sawai Madhopur. Viel gibt's hier nicht zu tun, deswegen reichen uns knappe 24 h um auf Safari zu gehen. Im Ranthambhore Nationalpark gibt es ein großes Vorkommen der Bengaltiger. Ob das wirklich stimmt können wir nicht sagen, gesehen haben wir leider keine, außer ein paar Tatzenspuren im Sand. Toll wars trotzdem, allerhand Rehe und Antilopen sowie Pfauen bekamen wir zu Gesicht und der Park selbst konnte sich auch sehen lassen.

13 February 2018

Vier Tage Udaipur! Die fast ein wenig europäisch anmutende Stadt hatte nicht so viel zu bieten, aber die Zeit haben wir trotzdem gut gebrauchen können. Einen Tag verbrachten wir im Waschsalon um die letzten Reste des Bettwanzen Angriffs zu beseitigen. Zu dem gab es wieder allerhand körperliche Leiden auszukurieren und der Rest des Indienaufenthalts wollte geplant werden. Letzteres stellte sich als größte Herausforderung dar. Wir können hier ohne indisches Bankkonto nix selber buchen und im Reisebüro sind Busse und Züge immer wieder nicht verfügbar, ausgebucht oder es existieren nur abenteuerliche Reisezeiten. Um am Ende nicht mehr Transportzeit als Zeit beim Erkunden zu haben, gönnen wir uns für unsere Nordtour einen eigenen Fahrer! Ansonsten tourten wir durch den größten Palast Indiens, testen die Vielzahl an Cafés mit Lassis, Chai, seit langem mal wieder einer Pizza und genossen die herrliche Dachterrasse unseres Hostels.

9 February 2018

Pink hatten wir schon, nun war also die blaue Stadt dran: Jodhpur. Noch ein wenig traumatisiert, konnten wir während der Zugfahrt nicht so recht entspannen, daher ließen wir es etwas ruhiger angehen. Gemütlich durch die Stadt bummeln, ein paar Einkäufe tätigen, es ist auch einfach alles so schön bunt hier, hier und da ein paar Snacks und natürlich wurde umgeben von all den tollen blauen und bunten Häuserfassaden alle paar Meter ein Fotostopp eingelegt. Wie in jeder Stadt in Rajasthan hatte sich auch hier ein Maharaja Festung und Palast bauen lassen, aufgrund unserer durchaus höheren Tagesbudgets in Indien verzichteten wir diesmal auf ein Besichtigung von innen.

7 February 2018

Das Wüstenabenteuer rief und wir hatten eine grandiose Zeit. Auf Kamelen ritten wir durch die einsame Stille der Thar Wüste. Mittagessen gab es im Schatten einer der wenigen Bäume, frisch zubereitet von unseren Guides über offenem Feuer. Anschließend ging es weiter durch die Steppe, vorbei an kleinen Hütten und allerhand Getier: Antilopen, wilde Kamele, Füchse ... bis wir unser Nachtquartier in den Sanddünen erreichten. Während wir uns vom Sonnenuntergang verzaubern ließen, wurde am Feuer wieder fleißig ein schmackhaftes Essen zubereitet. Am Lagerfeuer ließen wir bei unserem ersten indischen Bier den Tag ausklingen, um eingekuschelt in einem Berg aus Decken unter dem Sternenhimmel einzuschlummern. Geweckt vom Sonnenaufgang und dem ans Bett servierten Chai, räumten wir unser Lager und ritten zurück. Welch wunderbare 24 h. Danke Johnny, Rainbow und Kamel-ohne-Namen, wir könnten gleich wieder mit euch los, wenn uns nicht alles so weh tun würde vom Reiten.

5 February 2018

Welch ein Tiefpunkt nach dem hervorragenden Start in Indien. Wir machten es uns bequem auf unseren drei übereinander hängenden Betten und wollten bis zur Ankunft morgens um fünf ein wenig schlummern. Bereits eine Stunde später war es jedoch vorbei mit dem Schönheitsschlaf, denn wir bemerken den so lang gefürchteten Angriff der Bettwanzen. Nach einem kurzen Schockmoment fanden wir uns Voraum wieder. Bisse konnten wir in unterschiedlichen Mengen alle finden und an unseren Rucksäcken wimmelte es nur so. Wir verbrachten die letzten Stunden auf dem Notsitz und planten schon Mal die notwendigen Maßnahmen. Ein Glücksgriff war unser Guesthouse, dessen Besitzer uns bereits 5 Uhr morgens einchecken ließ. Nach einer Dusche sah die Welt schon viel besser aus. Eine Wäscherei mit Trockner bekamen wir auch noch organisiert um die kontaminierten Kleidungsstücke zu waschen. So konnten wir die unglaublich tolle Unterkunft in der weltweit einzig bewohnten Festung doch ein paar Stunden genießen

4 February 2018

Unsere erste indische Zugfahrt verlief überraschend entspannt. Extrem pünktlich und ohne das viel angekündigte wilde Treiben erreichten wir die Wüstenstadt Bikaner. Etwas kleiner als Jaipur, aber umso größer der Trubel. Autos sind wenige unterwegs, dafür umso mehr Ziegen, Kühe, Fußgänger und Auto-Rikshaws. Zugegeben die hygienischen Bedingungen sind hier etwas schlechter aber eigentlich auch eher so wie wir das erwartet hatten. Unser homestay Besitzer bereitete uns ein leckeres Essen auf der Dachterrasse und sein Kumpel führte uns durch die verwinkelten Straßen der Altstadt. Wunderschön verzierte alte Gebäude, die meist leer stehen, Gewürzhändler, bei denen wir uns mit Chai eindecken und ein paar wildgewordene Kühe, die uns anbloeckten. Am Nachmittag besuchten wir eine weitere Festung, wesentlich reich verzierter als in Jaipur, der Raja hier hatte das mit feindlichen Übergriffen besser unter Kontrolle. Gleich geht's mit dem Nachtzug Richtung Jaisalmer, das Wüstenabenteuer wartet!

2 February 2018

Jaipur war zwei weitere Tage hervorragend zu uns! Wir entdecken den Stadtpalast, ein Observatorium mit überdimensionalen astronomischen Gebäuden, eine riesige Festung aus dem 16. Jahrhundert... Wir shoppten & handelten, ließen uns im Tempel den allseits bekannten rote Flecken auf die Stirn malen und fuhren in allerhand verrückter Tuk-Tuks durch den unvorstellbaren Verkehr. Wie immer ist unser absolutes Highlight das Essen. Unglaublich leckere Currys, Lassis, Capatis, Rotis... und Dank einer Hostel Tour trauten wir uns in Läden und an Speisen, die wir allein niemals probiert hätten: Chai Tee aus einen Souterrain-Laden, Süßigkeiten und Kurkuma-Milch vom Bazaar, Pani-Puri vom Straßenhändler, gebratene Kartoffel in einer Soße über die sich auch jede Currywurst freuen würde. Beeindruckend ist auch nachwievor die Herzlichkeit der Inder. Unsere Hostelfreunde managten unseren halben Tag und die Angestellten erklären uns jede Speise und buchen selbst Zugtickets für die nächsten 14 Tage für uns.

1 February 2018

Wow! Wir sind noch keine 24 h in Indien aber schon hin und weg. Der erste Tag war mehr als perfekt. Ein klassisches indisches Frühstück mit Dosa (gefülltes, frittiertes crepeartiges Brot), eine Runde durch die Altstadt der Pink City....und überall dieses wahnsinnige Treiben aus Verkehr, Menschen, in jedem Laden wird irgendwas gehandwerkelt, bunte Farben von Saris und Kurtas strahlen uns entgegen - eine komplett andere Welt als alles bisherige! Mit ein paar Hostelkollegen ging's auf einen Festung zum Sonnenuntergang und danach zum Curry Essen. Zwei Inderinnen waren auch dabei, beantworteten uns tausende Fragen und klärten uns auf wie man wirklich indisch isst. Während der Taxifahrt erhaschten wir noch einen Blick auf die Mondfinsternis während auf der anderen Straßenseite zwei Elefanten durch den Verkehr marschierten - schaut mal ganz genau aufs letzte Bild ;) Ein Traumstart in unser letztes Land als Trio ❤