Europe, South America · 289 Days · 80 Moments · April 2017

Catch the Alpaka...60 days in South America


16 January 2018

Ben schreibt : Die King Crab (Königsgrabbe): Für den letzten Abend unseres Urlaubs haben wir uns etwas ganz besonderes vorgenommen, wir werden uns eine Eismeer King 🦀 schmecken lassen. In den letzten Wochen haben wir diese riesige Krabbenart (1-2kg) immer wieder auf der Speisekarte von UpperClass Restaurants in Chile und Argentinien gesehen und uns vorgenommen uns daran zu versuchen. Am letzten Abend suchen wir uns also ein Restaurant mit Aquarium und entscheiden uns für ein 1,2kg Exemplar. Bevor die Krabbe in den Topf kommt gibt es noch ein Erinnerungsfoto. Serviert wird diese gigantische Köstlichkeit lediglich mit Zitronenstücken, Brot und einer Flasche Chardonnay. Der Kellner erkennt unsere mangelnde Erfahrung und steht uns hilfsbereit zur Seite. Bein für Bein wird die Krabbe mit Schere und Messer zerlegt. Nach dem alle 8 Beine verschwunden sind wird der Körper geknackt. Hingegen unserer Erwartung enthält dieser kaum essbares Krabbenfleisch. Bye Bye Ushuaia and South America ?
Britta /Alisa schreibt : Feuerland wirkt zunächst etwas öde, flaches Land und Steppe. Je näher wir uns Ushuaia und dem südlichen Zipfel der Insel nähern, umso reizvoller wird die Landschaft. Unsere Wanderung zur Laguna de Los Tempranos führt uns durch eine unberührte Landschaft mit einem Meer von gelben Butterblumen in den satten grünen Wiesen, weidenden Pferden, einem malerischen Bachverlauf und durch den Wald hinauf zum Gletscher(See). Wenig frequentiert und erschlossen, noch ein Geheimtipp. Der Wanderweg ist abwechslungsreich, aufgrund des Regens jedoch sehr matschig und rutschig, sodass wir für die 12 km viel länger benötigen als üblich. Die Laguna wird auch Laguna Fria genannt, das Wasser milchig weiß und Nebel hängt über der Lagune vor den dunklen Felsen...mystisch. Der Gletscher hat einen Überstand, sodass sich Eishöhlen bilden, die aufgrund der starken Verfärbung des Gletschers auf den ersten Blick jedoch wie Felshöhlen wirken. Eine tolle letzte Wanderung.

14 January 2018

Britta/Alisa schreibt : Wir sind passgenau zum jährlichen Bierfest in Punta Arenas. Verschiedene Live Bands spielen auf einer Open-Air-Bühne, von lokaler Folklore über Classic Rock bis hin zu Reggaeton. Essensstände preisen Empanadas und Gegrilltes an, die Würste sind lecker und würzig. Und nun zum Bier : in einem Zelt sind ca 15 Brauereien mit ihren Ständen vertreten, neben einer Großbrauerei (Austral) und einem Importeure für belg. Biere handelt es sich um kleine Microbreweries. Alle offerieren 3-6 Bierstile, sehr populär sind Sour Biere mit Obstnoten, doch es gibt auch genügend IPA, Stout, Amber und Pale Ale sowie Lager, Pils und sogar Kölsch. Wir probieren uns überall durch und stellen leider fest, dass Vielfalt ohne Erfahrung nicht ausreicht für ein gutes Bier; bei 8 von 10 Bieren zeigt der Daumen nach unten. Wir testen uns durch und haben einen feucht fröhlichen schönen Abend auf dem südlichsten Bierfest der Welt. Anerkennung für Ben und Stevens erste Homebrew-Ergebnisse.

12 January 2018

Puerto Natales und Torres del Paine Nationalpark: Unser nächster Stop heißt Puerto Natales. Die Kleinstadt versprüht mit ihren Wellblechhütten den Charm einer Wahlfängersiedlung, in der der Ansatz des funktionellen Pragmatismuss vorherrscht. Ohne die Nähe zum Torres del Paine Nationalpark wäre hier nicht viel los. Dank der vielen Touristen hat sich jedoch eine nette Infrastruktur an Hostels, Bars und Restaurants gebildet. Die wir auf Grund des unbeständigen Wetters auch ausgiebig nutzen. Wir entscheiden unseren Nationalparkaufenthalt auf den “Must Have”, den Hike zum “Base of the Towers” zu beschränken und starten um 7:30 Uhr mit dem Bus, um ausgestattet mit Regenjacke, Mütze und Handschuhen die 24 km lange, 8h Wanderung anzugehen. Die Landschaft besticht durch ihre Abwechslung und der finale 800hm Anstieg empfängt uns mit Schnee und Graupel, das Torres del Paine Massiv verhüllt sich in Wolken, dafür bleibt der Rückweg trocken und um 21 Uhr sind wir zurück in Puerto Natales.

11 January 2018

Britta /Alisa schreibt : Unser Highlight im gemütlichen Puerto Natales ist die Lost Hope Distillery, vor ca 8 Monaten von einem australischen Paar eröffnet, gibt es neben einer sehr gut sortierten Bar die ersten beiden eigenen Gins. Der erste whiskey wandert gerade in die Holzfässer. Bei einer Führung sehen wir das Equipment und das Herzblut der Gründer. Der Gin aus 12 Zutaten, davon 4 lokale (Zitronenverbene, Mate Tee, Calafate Beere und schwarzer Pfeffer) schmackhaft. Die Gin Cocktails begeistern und überraschen, die Atmosphäre ist toll. So kann man es auch am Ende der Welt gediegen aushalten.

10 January 2018

Ben schreibt: Perito Moreno Gletscher oder wer gewinnt die Eisbergwette: Was den Perito Moreno Gletscher besonders macht, ist dass er sich in einer Breite von 2,5km und einer Höhe von bis zu 150 Metern (davon 50-70m oberhalb der Wasserlinie) unaufhaltsam in den Lago Argentino schiebt und dabei wie die Weiße Mauer in Game of Thrones diesen in zwei teilt. Hierbei steigt der Wasserspiegel in dem Teil ohne Abfluss und einmal jährlich wird die Eisbarriere mit mehr oder weniger spektakulär durch den Wasserdruck gesprengt und der Spiegel gleicht sich in einer gigantischen Flutwelle aus. Dieses Schauspiel bleibt uns heute leider vergönnt, dafür brechen unter der Sonnenstrahlung PKW große Eisbrocken aus der Gletscherwand, stürzen tosend ins Wasser und treiben als kleine Eisberge davon. Wir schauen uns das Schauspiel mit Wein und Käse Picknick stundenlang begeistert an und schließen Wetten auf einzelne Eisspitzen ab, die nicht fallen wollen. Alisa gewinnt. Fazit: Dieser Gletscher unterhält!
Britta /Alisa schreibt: Bisher hat alles Busfahren gut geklappt und eine Woche vor Ende passiert es: wir verpassen den Bus vom Perito Moreno Gletscher nach El Calafate (1.5h Fahrt), da wir aufgrund eines Missverständnisses an der falschen Bushaltestelle warten. Nach etwas Hin und Her ruft ein anderer Busfahrt der gleichen Firma an und sichert uns 2 Plätze im letzten Bus drei Stunden später - allerdings mit der Ankündigung, eir müssten diesen separat zahlen nach Ankunft in El Calafate. Kurzerhand sprechen wir auf dem PKW Parkplatz eine argentinische Familie an, die uns ohne mit der Wimper zu zucken, gleich in ihren Kleinwagen einpackt, das Campingequipment von der Rückbank im Beifahrerbereich verstaut und uns ca 1.5 h später ohne eine Gegenleistung oder zumindest etwas Benzingeld zu akzeptieren, in El Calafate im Zentrum wieder absetzt. Wir sind begeistert, trampen ist üblich hier und die Hilfsbereitschaft Fremden gegenüber herzerwärmend und vorbildlich.

9 January 2018

Britta / Alisa schreibt: El Calafate ist das Tor zum Perito Moreno Gletscher, gelegen am Lago Argentino. Ein nettes Städtchen mit einer großen Avenida, an der alles, was man als Tourist benötigt, zu finden ist, Touranbieter, Souvenirläden, Supermärkte und viele Cafés, Restaurants und Bäckereien. Die Restaurants sehen einladen und gehoben aus im Vergleich zu dem, was wir hier kennen. Dies spiegelt sich aber auch in den Preisen wieder. Spezialität hier ist das patagonische Lamm (Cordero), das aufgespießt auf Grills direkt hinter den Fenstern des Lokals auf die Gäste wartet. Dies testen wir auch sogleich am 2. Tag im Restaurant Mako. Während ich Lamm Tenderloin esse, das unglaublich lecker schmeckt und gar nicht stinkig, kümmert sich Ben erneut um ein Argentinisches Rind. Wir treffen uns mit vier weiteren Deutschen, von denen wir eine in Salta kennengelernt haben und verbringen einen sehr netten Abend mit leckerem Essen, guten Service, schmackhaften Malbec und interessanten Gesprächen.
Britta / Alisa schreibt : Der letzte Tag in El Chalten, heute geht es weiter nach El Calafate. Wir entscheiden, auszuschlafen, um gemütlich in der Cabin zu frühstücken und dann den 13:30Uhr Bus zu nehmen. Doch als wird morgens den ersten Blick durch das Fenster am Bett auf das Bergmassiv werfen, entdecken wir dort plötzlich neue Bergspitzen. Der FitzRoy beschließt, sich uns doch noch zu zeigen. Und so entscheiden wir spontan, die 10km Wanderung bis zu dem Lookout (5 km ein Weg) vom Vortag zu wiederholen. Da wir nur noch 4,5 Stunden bis zur Abfahrt des Busses haben, heißt es, Sachen packen und klar Schiff machen, Busticket buchen und los gehts. Die Wanderung wird zum Speed Hike, den Weg kennen wir ja bereits und so kommen wir an dem Aussichtspunkt an und können das beeindruckende Panorama bewundern: hier und da scheint ein kleines Wölkchen in den Spitzen des FitzRoy hängen zu bleiben. Hat sich gelohnt und wir können guten Gewissens weiter ziehen, die Highlights gesehen zu haben. 🙂
Britta / Alisa schreibt : Schon eine ganze Weile wundern wir uns über Einheimische und Touristen, die aus bauchigen Gefäßen mit einem einer Crackpfeife ähnelndem Trinkröhrchen sowie Thermoskannen durch die Gegend ziehen und in allen Situationen (wandern, im Bus, beim arbeiten) einen Schluck davon genehmigen. Es gibt sogar Ledertaschen, um all das Zubehör stilvoll zu transportieren. Ich recherchiere und es ist : Mate Tee. Wie es der Zufall will, finden wir in unserer Cabana in El Chalten alles vor, was benötigt wird: die Tasse (Kalebasse, Zierkürbis), Bombilla (Trinkhalm) und die Yerba mate. Wir gehen in den Selbstversuch, den Zubereitungsschritten aus Wikipedia folgend: Tee sortieren und lockern, am Rand ankleben, vorsichtig aufgießen. (siehe Foto-Doku). Resultat : schmeckt erdig und nicht wirklich lecker. Aber hat irgendwie auch Stil und das Zeremonielle ist nett. Kann man beim Rotwein aber auch haben... Cheers PS: Ben findet ohne das Zeremonielle Gefallen dran (einfach aufgießen).

8 January 2018

Ben schreibt: Wir starten unsere erste Wanderung an diesem Wolken verhangenen Tag um 9 Uhr morgens, da ab 14 Uhr Regen gemeldet ist. Ziel ist die 10km entfernte Laguna Torre, in die der Gletscher der Drei Cerro Torre Spitzen mündet. Die Wanderung ist angenehm; wird jedoch zu einen Wettlauf mit den Wolken. Wir erreichen die Laguna und können den Cerro Torre in den letzten Sonnenstrahlen bewundern, bevor er sich in Wolken verhüllt. Pünktlich um 14 Uhr fängt der Regen an und wir machen es uns in unserer Cabin mit Kaffee und Kuchen gemütlich. Am zweiten Tag steht Largo de los Tres und FitzRoy auf dem Programm, ein anspruchsvoller 26km hike mit kräftezehrenden 600hm in den letzten 2km. Heute mit Wolken und 45km/h Wind, der auf den Rückweg ordentlich schiebt. Alisa knickt mehrmals um, sodass es nach 4km leider alleine weiter geht. Ich erreiche nach 4 Stunden den Fuß des FitzRoy, es stürmt und beginnt zu regnen - dank GoreTex macht auch der Rückweg Spaß, Regen und Wind schieben

7 January 2018

Ben schreibt: El Chalten Nach unserem Aufenthalt in Bariloche bringt uns eine 24 Stunden Busfahrt in das Herz Patagoniens, dem Los Glaciares National Park. Wir haben eine Cabin in El Chalten für zwei Nächte gemietet, was sich als wahrer Glücksgriff erweist. El Chalten ist der ideale Ausgangspunkt für Tageswanderungen zum Cerro Torre und zum FitzRoy Mountain, bzw. den Lagunen, in die deren Gletscher münden. Als wir die Vermieter kennen lernen sind wir erst etwas skeptisch. Die Cabin entpuppt sich jedoch als liebevoll eingerichtete Berghütte mit Alpencharm; Kochwohnbereich im EG und einer gemütlichen Empore mit Bett und Blick auf das FitzRoy Massiv. Leider verdecken diesen Morgen Wolken den 3.300m hohen Berg mit seiner Krone aus Fels und Eis. Die Cabin lädt zum Verweilen ein und wir beschließen heute selber Spagetticabonara zu kochen und dazu Wein zu trinken. Da es aber erst 9:00 Uhr morgens ist steht der erste DayHike auf dem Programm.

5 January 2018

Britta / Alisa schreibt : Bariloche ist unser Tor zu Patagonien und hat demnach See und schneebedeckte Berge und ein umwerfendes Panorama zu bieten, am besten auf dem 25 km langen Circuito Chico zu erkunden. Start ist am Cerro Campanario, den man zu Fuß in guten 30 min erklimmen kann (oder Seilbahn) und der einen tollen Ausblick auf den See und die Anden bietet. Danach geht es weiter zum Hotel Llao Llao, im britischen Royal Stil mit Bridgeroom etc. , kann das 5 🌟 Hotel in exponierter Lage für die Region unglaubliche Preise verlangen. Die anschließende Wanderung durch den Wald versetzt uns gefühlt nach Nordeuropa. Urwald, Stille und schöne Ausblicke auf den See geben eine schöne Wanderung her. Die 25 km ziehen sich doch länger als erwartet, sodass wir bei dem weniger interessanten Passagen spontan versuchen, zu trampen. In 🇨🇱 und 🇦🇷 üblich und bei den 3 Versuchen dauert es tatsächlich keinmal länger als 5 Autos, bis wir einen netten Lift erhalten. Läuft... bzw. fährt mit
Bariloche, 🇦🇷, unser Tor nach Patagonien, wird mir immer in Erinnerung bleiben als das Schokoladen-Traumland. Hier gibt es eine Fußgängerzone, bei der in jedem 2. Laden eine Schokomanufaktur bzw. - Verkauf sitzt. Riesige Ladenflächen mit loser Schokolade, Pralinen, Schokofiguren. In den meisten gibt es Kostproben, ein Schlaraffenland. In den dazugehörigen Cafés und Konfisserien gibt es von Eis über Kuchen und Waffeln alles was das ♥ begehrt. Die Qualität und Vielfalt sind wirklich beeindruckend. Weiter geht es mit den 🇨🇭 Spezialitäten : da es unangenehm nass-kalt ist, gönnen wir uns ein 🧀 Fondue. Das muss zwar mit Weißwein, Salz und Pfeffer noch optimiert werden, ist aber ein Genuss. Das letzte kulinarische Highlight von Bariloche ist die Brauerei Patagonia Cervezeria mit großer Auswahl und beeindruckende Panorama. Die Vielfalt der IPAs begeistert, hier wird ein Lebensgefühl verkauft. Eine Top Adresse für jeden, der in Bariloche ist.

2 January 2018

Britta / Alisa schreibt: Pucon in der Seenregion, auch chilenische Schweiz genannt, empfängt uns zwar nicht mit Schweizer Januarkälte, dafür aber mit Dauerregen. Eigentlich hat man hier ein atemberaubendes Panorama auf schneebedeckte Vulkane vor blauen Bergseen und satten grünen Wiesen . Ersteres kann man bei dem Nebel und Wolkenvorhang noch nicht mal mehr erahnen, die tolle Sicht auf den 🌋 Villarica vom Hostel - vergebens. Wir hatten geplant, den 🌋 Villarica zu besteigen und oben in den Kegel zu schauen, was bei dem Wetter leider unmöglich ist. So müssen wir uns mit dem Lago Villarica und dem schwarzen Lavastrand begnügen. Das Regenwetter wird durch die schönen Cafés mit dt. Kuchenqualität im an einen franz. Skiort erinnernden Pucon (aufgrund der Holzchalets) sowie das angenehme Hostel mit großer Küche (endlich mal wieder kochen) etwas kompensiert. So hat Britta/Alisa Zeit für die Reiseplanung (14 Tags, 2.500 km), während Ben tapfer 50km per 🚲 im Regen die Gegend erkundet.

31 December 2017

Ben schreibt : Valparaiso Art-Scene / Concón surf Neben Party und Studenten hat Valparaiso eine gigantische Künstler- und Grafityscene zu bieten. Auch empfehlenswert ist das 20 km nördlich gelegene Concón, das einen netten Surfstrand zum Entspannen und Wellenreiten bietet. Chris und ich beenden das Jahr 2017 indem wir Mittags ein paar Wellen reiten, bevor es zur New Years Party zurück nach Valparaiso geht.
Ben schreibt : Valparaiso New Year: Auf der Death Road💀 in Bolivien haben wir Dominik aus Österreich kennen gelernt, der in Valparaiso ein Erasmus-Semester absolviert. Da Valparaiso DIE LOCATION ist um in Chile das neue Jahr zu beginnen und seine Vermieter sich über ein nettes Extra freuen ziehen wir kurzerhand zu Dominik, seiner Freundin Babsi und seinem Mitbewohner Chris aus Worms, für zwei Tage in die StudentenWG. Valparaiso ist an 360 Tagen im Jahr ein Nest, mit einer aktiven Künstler- und Alternativenscene. Zu Neujahr kommen Party- und Feuerwerk-Hungrige aus ganz Chile hierher um mit viel Alkohol, Meerblick und einem gigantischen Feuerwerk (20 Tonnen!!!) das neue Jahr zu beginnen. Der Alkohol fließt in Strömen, dazu dröhnen lokale Schlager und TechnoBeats aus den Lautsprechern. Die ganze Stadt ist eine gigantische Party und Bäche aus Champagner und Urin ergießen sich in die Straßen...Valparaiso und seine Bewohner werden sich noch lange an diesen Abend erinnern, und wir auch ?

29 December 2017

Britta / Alisa schreibt : Auffällig sind die vielen Cafés in Santiago, die wir am nächsten Morgen gleich zum Frühstück testen wollen. Allerdings gibt es dort nur Kaffee und Tee, ggf noch O-Saft. Dabei waren die am Tag zuvor zum after work voll mit Anzugträgern und gut gekleideten Personen... Also müssen wir zur Bäckerei gegenüber, die uns mit deutschen Spezialitäten wie Berlinern verwöhnt und diese mit zum Cafe nehmen.. Später erfahren wir: die Cafés mit tropischen Namen (Caribe, Haiti) werden vorrangig von Männern im Anzug im mittleren Alter besucht. Da die Chilenen wenig Kaffee getrunken haben, hat man in den 90ern neue Kaffeehäuser eröffnet mit gut aussehenden, knapp bekleideten (sprich kurzer Rock) Damen als Bedienung. Das hat natürlich funktioniert. Je weiter man aus der Stadt raus kommt, umso freizügiger wird die Kleidung (bis hin zu nichts), umso dunkler die Schaufenster und größer das Menu (Prostitution ist illegal). Der Kaffee war dennoch vorzüglich, to be repeated.
Britta / Alisa schreibt : Santiago kulinarisch. Wir machen eine free walking tour (immer empfehlenswert hier) und erfahren, dass die peruanische Küche hier sehr beliebt ist, da die chilenische eher simpel gehalten ist - das klingt schonmal spannend, war die peruanische zum Großteil auf Reis, Pommes, Fleisch begrenzt. Ben muss die Tour leider abbrechen - der kulinarischen Ausflüge sei dank. Es ist unklar ob es an dem Kirschen lag oder an der Paila Marina Especial, dir wir auf dem Markt gegessen haben (allerlei Meeresfrüchte im Sud, lecker wars). Der Markt bietet alles, was das Meer zu bieten hat zu guten Preisen. Das Streetfood können wir leider zeitlich bedingt nicht testen, aber interessanterweise scheinen sich Einkaufswägen als Stände durchgesetzt zu haben :mit Gasflasche und Grill/ Topf ist die Mobilität gewährleistet. Bei der Hitze muss es ein Eis sein und blauäugig bestellen wir 1 bzw 2 Bällchen als Nachtisch - die 1 Portion entspricht ca 3 dt. Kugeln - handgemacht & lecker
Britta / Alisa schreibt: Santiago de Chile, eine Metropole, die auch ohne weiteres in Europa zu finden sein könnte im Hinblick auf Infrastruktur, Lifestyle und und Standards. Wir fokussieren uns auf die Erkundung des Zentrums, da die Stadt mit ca 6 Mio. Einwohnern zu weitläufig ist. Die Lage ist unspektakulär, auch wenn man die Anden sieht, der Fluss Mapucho eher ein brauner Bach. Die Gebäude erinnern an europäische Metropolen. Santiago wurde durch Erdbeben mehrmals komplett dem Erdboden gleich gemacht, sodass es kaum alten Baubestand gibt. Andererseits die Chance, Ende des 19. Jh. herrschaftliche Regierungsbauten in europ. Stil zu errichten. Das Bankenviertel hingegen ist im Stil Manhattans dieser Zeit gehalten. Auf der anderen Seite des Flusses hingegen wird es chilenisch. Das Viertel Bella Vista mit seinen Bars und Restaurants, von Partymeile (1l Bier für 3 EUR) bis hin zu den schicken Szenelokals (0.33l Bier für 6 EUR), besticht durch interessante Bauten und Hausbemalungen.

27 December 2017

Ben schreibt : Mendoza / Maipu Weintour Um unsere weihnachtlichen Foodyanfälle abzurunden, beschließen wir eine Weintour in der nahen Umgebung zu unternehmen. Nach einem Besuch in der TourismusInfo fällt die Entscheidung auf eine self guided Weintour in Maipu. Hierbei werden Vineries, Olive Oil und Distillery’s mit dem Fahrrad auf eigene Faust angefahren. Wir verlassen Mendoza mit dem öffentlichen Bus um nach 45 min Maipu zu erreichen. Wir leihen uns für einen halben Tag Fahrräder aus und radeln los. Erste Vinery: closed 🤔 Zweite Vinery: Nächste Weinprobe 16 Uhr 😐 Durstig und enttäuscht radeln wir weiter. TEMPUS ALBA, ist ein Volltreffer! Liebevoll zubereitete Lunch Kleinigkeiten und ein Malbec Rose zum verlieben. Wir probieren uns durch die gesamte Palette - der Distributor für Europa ist vorgemerkt. MEVI ist ok, aber hat keine Chance gegen TEMPUS ALBA und so kehren wir zurück für ein weiteres Glas Malbec Rose und Tempranillo. Wir sind glücklich und schon wieder betrunken ☺
Ben schreibt : Mendoza foody Argentinien ist bekanntlich berühmt für seine Steaks von Weltformat. So lassen wir uns nach unserem Stadtbummel nicht lange bitten und lassen uns nach zwei Craftbeer als Aperitif im angesagten Steakrestaurent La Lucia nieder. Das 650g T-Bonesteak erregt unsere Aufmerksamkeit und wir beschließen, zu teilen. Der Filetanteil ist riesig und wir sind uns einig, das Steak sollte sich Porterhouse nennen, anstatt T-Bone. Begossen wird das ganze mit einer Flasche Malbec aus der Region; köstlich! 🙂 Nachdem nur noch der Knochen übrig ist geht es in der Bar nebenan mit Happyhour Gin Tonic weiter (2 für 7 EUR!! 17-22h). Der Gin Tonic füllt die Aperolspritzgläser vollständig aus und wir sind schnell ganz schön betrunken. Eine weitere Runde folgt, die im leichten Sommer Nieselregen genossen wird. Cooler Abend 🙂👍🏻 Anmerkung Britta: so sind die Kilos, die man immer über Xmas zulegt , etwas verspätet auch bei uns angekommen

26 December 2017

Ben schreibt: Mendoza Stadt Endlich zurück in der westlichen Welt. Mendoza mit seinen knapp 300.000 Einwohnern bildet das Zentrum der argentinischen Weinwelt. Mit seinen prächtigen Kolonialbauten sowie hunderten von Restaurants und Bars könnte die Stadt genauso gut in Süd-Spanien liegen. Es ist beeindruckend wie stark sich Bolivien, Peru und Argentinien unterscheiden. Der Lifestyle erinnert an Spanien und die Argentinier und Argentinierinnen sind deutlich hellhäutiger und größer als ihre Vertreter in Bolivien und Peru. Wir schlendern durch die Fußgängerzone und die Parks und genießen das bunte Treiben. Als schwierig gestaltet sich jedoch die Bargeldversorgung. ATMs spucken Max. 2000 Peso aus, was umgerechnet lediglich 90 EUR entspricht, dabei werden 5 EUR Gebühren verlangt. Zum Glück kann in Mendoza im Gegensatz zu Peru und Bolivien fast überall mit Kreditkarte bezahlt werden; wir müssen also nicht auf gutes Essen und Wein verzichten 😉

24 December 2017

Britta / Alisa schreibt: Salta , die größte Stadt Nordargentiniens mit ca 600.000 Einwohnern und eine schöne Kolonialstadt verbessert den schlechten Eindruck von Argentinien immens. Schöne Gebäude, liebevolle Parks, schön eingerichtete Cafés und Restaurants, sauber und wieder richtige Zivilisation. Der Heiligabend ist gemütlich, wir schlendern durch die Stadt und ein paar Geschäfte, erledigen die Wäsche und buchen die Weiterfahrt nach Mendoza. Tut gut, in der Zivilisation zu sein und mal wieder "normale" Sachen zu machen. Der Heiligabend ist diesmal ungewöhnlich, wenn auch nicht der erste jenseits der geliebten Heimat: wir sind vor den typischen Weihnachtsstimmung verbreitenden Aspekten in Deutschland bereits weg gewesen. Nach Telefonaten mit der Familie, geht es zum Weihnachtsessen in eines der wenigen Restaurants, die abends geöffnet haben. Bei Humidas zur Vorspeise, argentinischem Steak und Malbec zur Hauptspeise wird gefeiert.
Britta / Alisa schreibt : Endlich angekommen in Salta nach einer 28-stündigen Odyssee um 1.30 Uhr nachts. Für Weihnachten haben wir ein schönes Hotel, die Design Suites Salta gebucht und der erste Eindruck ist super : modern, schick, sauber. Das Zimmer ist mit über 40 m2 groß, das Bad zum Wohlfühlen mit richtiger Toilette (ohne Wassereimer), das Bett groß mit guter Matratze. Das Frühstück am nächsten Morgen begeistert : riesige Auswahl an Kuchen, mehrere Brotsorten, Käse und Schinken, Cappuccino. Manchmal ist man so leicht glücklich zu machen. Nach dem üppigen Frühstück und leckerem Heiligabendessen nutzen wir das Gym, tut mal wieder gut. Auch der Service ist gut : die Rezeptionisten sind hilfreich und da unser Bus nach Mendoza erst nachmittags fährt, können wir nach dem checkout weiterhin den Jacuzzi auf dem Dach sowie alle weiteren Einrichtungen nutzen. Richtige 4 Sterne und eine gute Wahl.

23 December 2017

Ben: Erste Pechsträhne! Von Uyuni geht es weiter nach Salta, Argentinien. D.h. mit dem Nachtzug zur Grenze, zu Fuß die Grenze überqueren und dann mit dem Bus weiter nach Salta. Wir steigen um 21:40 Uhr in den Zug, machen es uns gemütlich und erwarten um 6 Uhr vom Wecker geweckt zu werden, um eine halbe Stunde später an der Grenze in Villazon auszusteigen. Als ich um 3 Uhr die Augen aufmache, ist irgend etwas komisch. Ich brauche ein paar Sekunden, um festzustellen, dass wir stehen und das schon seit 3 Stunden; wie uns ein Passagier berichtet ist der Zug “kaputt?”und wir haben erst 1/3 der Strecke zurück gelegt. Gegen 5 Uhr setzt sich der Zug wieder in Bewegung und wir erreichen Villazon mit 7 Stunden Verspätung; was genau vorgefallen ist erfährt man nicht und eine Entschädigung gibt es auch nicht. Ich denke “Servicewüste Bolivien!”. Die Grenze überqueren wir ohne Vorfälle, dafür will man uns im Busterminal in Argentinien übers Ohr hauen. Wir buchen und haben schlechte Laune 🤨

22 December 2017

Britta / Alisa schreibt :. Der letzte Tag der Tour: die vulkanische und geologische Aktivität steht in Vordergrund. Es geht früh raus (4 Uhr), um nach einer Stunde die Geysire zu erreichen und diese in der morgendlichen Kälte auch ordentlich qualmen zu sehen. Viel Gebrodel in den grauen Matschpfützen. Danach geht es in die Aguas Calientes, erneut und doch wieder anders. Diesmal 2 pools mit 35 Grad und 38 Grad, in die wir morgens um 6:45 Uhr in der Kälte eintauchen. Die Rückfahrt nach Uyuni mit ca 6 Stunden steht an mit einem Zwischenstop an einer weiteren, wieder ganz anders gelegenen Lagune. Inmitten von Felsformationen fast in einem Canyon gelegen, grün und mit Lama Herden besiedelt. Die Landschaft ist sehr abwechslungsreich, Steinbrache, Steppe, Salzwüste, gesäumt von Herden von Lamas, Alpakas und erstmals auch Vicuñas. Resümee der Uyuni-3-Tages- Tour : Landschaft - Top, Gruppe - super, Tourqualität -. Mangelhaft.

21 December 2017

Britta / Alisa schreibt : Tag 2 steht im Zeichen von Vulkanen und Lagunen. Wir fahren am Rand der Salar entlang und sehen die schneebedeckten Vulkane in Chile, es sind nur wenige Kilometer bis zur Grenze. Die Laguna Turquin liegt mitten in dieser kargen Landschaft, umgeben von dicken Felsen und Steppen mit Steppengras und Lamas. In der Lagune sind einige Algen und färben das Wasser ockerfarben. Die Gesteinsformationen um die Lagune sind interessant. Die Laguna Cachi haut uns um mit den natürlichen Pastellfarben in der Lagune und den umliegenden Bergen inkl 🏔. In der Lagune befinden sich viele Flamingos, die ersten die wir je im natürlichen Lebensraum sehen. Man kann sich kaum satt sehen an diesem Panorama. Über Stock und Stein geht es weiter zur Laguna Kara, eine sehr helle Lagune. Den Abschluss bildet die Laguna Colorada, in der sich drei Flamingoarten wohlfühlen und die rötlich gefärbt ist und durch viele Mineralien auch andere Färbungen und Salzkristalle aufweist.

20 December 2017

Britta / Alisa schreibt : Nun geht es richtig in die Salzwüste mit den Stops Ojos de Sal Wasserpfützen am Rand der Salzwüste, in denen einige Gase aufsteigen. Salar de Uyuni, der weißeste Fleck in der Salzwüste. Nichts als weiße Fläche um ins herum, könnte auch Schnee sein. Das Salz ist so kristallisiert, dass es richtig scharfkantig ist. Beeindruckend. Insel der Kakteen Mitten in der Salzwüste erhebt sich eine , auf der hunderte Kakteen stehen und das seit vielen Jahren, da sie nur ca 1 cm pro Jahr wachsen. Salzhotel, in dem wie übernachten. Die Tische und Stühle sind aus Salz, die Wände und auch die Betten.
Britta / Alisa schreibt : Salar de Uyuni - die größte Salzwüste der Erde. Wir machen eine 3-Tages-Tour mit einem Toyota Landcruiser, gemeinsam mit 2 Bolivianern und 2 Kolumbianern. Eine super Gruppe (vor allemda wir viel über Südamerika lernen) und ein sehr demotivierter Guide. Cementario de trens - Zugfriedhof: Hier liegen ca. 40 Zugwaggons und 15 Loks bereits seit über 100 Jahren und rosten vor sich hin. Die Bahn wurde im 18. Jahrhundert genutzt, um Silber von Potosi nach Chile zu transportieren, um es von dort nach Spanien zu verschiffen. Ein toller Fotospot mit den verrosteten Zügen mitten in der Steppe vor den Toren Uyunis. Museo del Sal, in dem diverse Skulpturen aus Salz dargestellt sind. Umgeben ist es von den typische Touristen-Ständen mit bolivianischen Produkten und wir werden fündig und kaufen für unverschämt billiges Geld Alpaka - Schals. Monument der Dakkar Rallye (natürlich aus Salz), die seit wenigen Jahren in Peru, Bolivien und Argentinien stattfindet.

19 December 2017

Britta/Alisa schreibt: Busfahren in Bolivien - ein Erlebnis. Während in Peru alles sehr geordnet abläuft, man die Tickets online buchen kann und alle Infos online erhalten, sieht das in Bolivien ganz anders aus. Die meisten Abfahrtszeiten und verfügbare Buslinien müssen direkt am Busterminal erfragt werden, auch nur dort kann man die Tickets buchen. Gesagt getan, der Bus nach Potosi für 9. 30h ist gebucht. "check-in" erfolgt, wir stehen warten an der Plattform. Da kommt die Dame vom Schalter, teilt uns mit der Bus fahre heute nicht und drückt uns ein Ticket für einen anderen Bus einer andern Linie für 10 Uhr in die Hand. Beim eingestiegen, weist ein Schild daraufhin, dass keine Tiere mitgenommen werden sollen in den Bus. Dafür scheint eine Familie ihren kompletten Hausstand dabei zu haben. Unsere Sitzplätze sind belegt und bei der Ticketkontrolle fällt auf, dass das ältere bolivian. Paar auf dem falschen Sitz sitzt. Willkommen im lokalen Busverkehr...

17 December 2017

Ben schreibt : Nach dem Huayna Potosí Abenteuer steigen wir am selben Abend in den Nachtbus nach Sucre, wo wir uns ein *****Hotel gebucht haben zum Relaxen. Als wir ankommen zeigt sich jedoch bereits die erste Enttäuschung, die sich leider auch durch unsern weitern Aufenthalt wie ein roter Faden zieht. - Jaccuzi und Pool kosten Aufpreis - Zimmer deutlich kleiner und schlechter ausgestattet als im Internet beschrieben - Cappuccino bei Frühstück nur gegen Aufpreis. Wir beklagen uns und drohen mit einer negativen Bewertung, jedoch ohne Erfolg. Das Personal und auch der Manager sind Feedback resistent. Wir machen das beste aus unserem Aufenthalt, schmuggeln günstiges Bier aus dem Supermarkt ins Hotel und gönnen uns eine Ganzkörpermassage außerhalb des Hotels.

15 December 2017

Ben schreibt: Gipfel - Huayna Potosi (6.088m) Wir drücken uns an eine Felswand um dem eisigen Wind zu entgehen und Kraft für die letzten 88 Höhenmeter zu sammeln. Es ist 5:00 Uhr und langsam beginnt die Morgendämmerung und taucht die Bergwelt und das Lichtermeer von La Paz, in ein blau, rötliches Licht. Die letzten Meter sind technisch anspruchsvoll und lenken uns von der dünnen Luft und den schweren Beinen ab. Wir steigen auf einem felsigen Grad nach oben und erreichen mit unserm Guide um 5:30 Uhr als erste den Gipfel. Viel Zeit zum Verweilen bleibt nicht, aber genug für die Beweisfotos und einen Schluck aus der WhiskyFlasche die ich dabei habe. Maaike kommt leider nicht am Griffel an, wie auch weitere 8 Personen der ca. 20 BergsteigerTouristen die an diesem Morgen gestartet sind. Erschöpft und Glücklich erreichen wir nach 2 1/2 Stunden Abstieg das HighCamp, wo Maaike, Tee und heiße Suppe auf uns warten. Fazit: Das war das Anstrengendste was ich je gemacht habt!! 6000er - Check
Der Aufstieg - Huayna Potosi Besteigung (6.088m) Es ist soweit, der Wecker klingelt um 23:30 Uhr und wir machen uns fertig für den Gipfel. Wirklich schlafen konnte wegen der Aufregung und der dünnen Luft sowieso keiner von uns Dreien. Um 0:30 brechen wir mit Stirnlampen und Gletscherequipment bewaffnet auf. Nach ca. 30 Min Aufstieg über Geröll erreichen wir den Fuß des Gletschers auf 5300m. Steigeisen, Pickel und Seil werden angelegt und es geht in zwei Seilschaften im Lichtkegel der Stirnlampen los Richtung Gipfel. Langsam setzten wir einen Fuß vor den Anderen; das Vertrauen in die Ausrüstung steigt. Bei 5700m erreichen wir eine 35m Klettererpassage und steigen mit Pickel und Seil auf. Der Puls steigt, die Atmung geht schnell. Bei 5900 scheinen die Beine Tonnen zu wiegen und wir kämpfen gegen den Gedanken aufzugeben. Als der Gipfel bei 6000m in Sicht kommt kommt neue Kraft und Motivation.

14 December 2017

Ben schreibt: Huayna Potosi Besteigung (6.088m) Es gibt auf der Welt zwei Möglichkeiten als Ungeübter einen 6000er zu besteigen. 1. Kilimanjaro(Kenia) 2. Huayna Potosi (Bolivien) Da die Besteigung des Huayna Potosí mit $200 p.P. lediglich einen Bruchteil des Kilimanjaro kostet und mit einer Autostunde von La Paz quasi vor unser Haustüre liegt, gehen wir den 6000er an. Wir buchen mit ClimbingSouthamerica eine 3 Tages Tour und starten am 14. Dezember mit einen PracticeDay am Gletscher um uns mit dem gestellten Equipment vertraut zu machen - Bergschuhe - Eispickel - Steigeisen - Klettergurt, Seil und Eisschrauben Nach einer Übernachtung im BaseCamp (4700m) geht es am 2. Tag zu Fuß ins HighCamp (5.200m) von wo aus wir gegen Mitternacht den Aufstieg zum Gipfel beginnen werden. Wir sind zwei Guides und drei BergsteigerTouristen (Alisa, ich, Maaike aus dem bergigen Holland), die den Aufstieg wagen werden.

13 December 2017

Ben: Death Road 💀 Für einen MTB verrückten wie mich darf eine Downhillfahrt auf der Yungas Road nicht fehlen. Die Straße verdankt ihren Spitznamen “Death Road 💀” den vielen Todesopfern durch abstürzende Fahrzeuge und Radfahrer, an den senkrechten Abhängen. Vor dem Bau einer Umgehungsstraße starben jährlich mehrere Hundert Menschen. Heute fordert die Death Road jährlich ein Opfer = einen MTB Touristen, der sich überschätzt oder einfach Pech hat. Vorab: In unsere Gruppe überleben alle 16 Biker 😉 Specialized und Transition MTBs hören sich verlockend an, nach einem ersten Check durch den erfahrenen Biker stellt sich der Zustand jedoch als mangelhaft heraus; egal, die Bremsen funktionieren. Start ist auf 4700m und nach 23km Straße beginnen die 45km “Death Road” bestehend aus Fels, Kies und Matsch. Der Guide fährt zügig, ich hänge ihm am Hinterrad und sporne ihn an Gas zu geben. Anfangs fühle ich mich etwas ausgebremst, bin ihm aber dankbar nicht zum Opfer 2017 geworden zu sei

12 December 2017

Britta / Alisa schreibt : Der Hexenmarkt von La Paz Hier sitzen Bolivianerinnen und verkaufen alle möglichen Mixturen und Kräuter für das eigene Wohlbefinden und das Verhexen anderer. Auch die Opfergaben für pachamama (Mutter Natur), denen man auch Miniaturausgaben der Gegenstände, die man sich wünscht (Haus, Auto, LCD Fernseher oder Alkohol oder Geld) beilegt, kann man hier kaufen. Für eine wichtige Zeremonie (Hochzeit, Geburt) wird ein Shaman benötigt und Embryonen von Lamas oder Alpakas, die aber angeblich auf natürliche Weise verstorben sein müssen, beigelegt. Beim Bau eines Hauses und der Segnung werden größere Opfergaben benötigt und so war es früher (heute ggf auch noch?!) üblich, ins Fundament einen Menschen mit einzubetonieren. Der Schaman hat dazu offenbar häufig Obdachlose, die nicht vermisst werden, betrunken gemacht und in einer Zeremonie, der auch der Architekt, Bauleiter und Bauherr beiwohnt, mit anderen Opfergaben in das Fundament einbetoniert. Wahrheitsgehalt?
Britta/Alisa schreibt: La Paz ist eine besondere Stadt: Die Lage man findet die meisten "höchstgelegenen" xy hier (Flughafen, Stadion, Regierungssitz). Die Stadt wächst vom zerklüfteten und bergigen Kessel an den Hängen hoch ins Altoplano, ca. 1.000m höher. Daher gibt es 4 Doppelmayer Seilbahnen als öffentliche Verkehrsmittel, aus denen man einen interessanten Blick auf das Gewusel, Verkehrschaos und überlappende Bebauung der Metropole hat. Die urban legends: eine Stadt in der Stadt bildet der Knast San Pedro, in dem von Kleinkriminellen bis Drogenbossen alles einsitzt und der wegen des Credos "im Zweifel schuldig" total überfüllt ist. Schlafplåtze muss man mieten und wer es sich leisten kann, lebt mit der ganzen Familie dort, die ganz normal ihrem Alltag nachgeht. Der Eigensinn: man will anders sein und hat daher eine Uhr mit umgekehrtem Zifferblatt If dem Hauptplatz installiert. Die Streitlust: jeden Tag wird gestreikt, auch weil die Simpsons abgesetzt werden sollen.

11 December 2017

Britta/Alisa schreibt : Das wirkliche Copacabana, nicht ganz der Strand von Rio, aber auch wir finden unser Paradies hier: im Hotel Las Olas, das mit einzelnen, phantasievoll gebauten & liebevoll eingerichteten Bungalows und einer schön gepflegten Anlage aufwartet. In der Anlage werden auch Alpakas gehalten und das Beobachten des Baby Alpakas beim Erkunden der Umwelt bereitet wahre Freude. Gleiches gilt für das Bestaunen des Sonnenuntergangs aus der Hängematte, das gemütliche Abendessen mit bolivianischem Rotwein, Käse, Cracker, Oliven, Avocado und Co (etwas zusammengewürfelt) vor dem flackernden Lehmofen sowie den Blick auf den Titikaka See beim Aufwachen aus der Fensferfront am Bett. Eine Wohltat und nach Arequipa die erste Unterkunft zum Wohlfühlen.

10 December 2017

Die Sightseeing-Highlight von Copacabana heißen Isla del Sol und Isla del Luna. Bei beiden handelt es sich um Inseln, die 1-2 Bootsstunden vor der Küste von Copacabana im Titicacasee liegen. Beide Inseln stellten mit Ihrem Sonnen-, bzw. Mond Tempel die wohl heiligsten Punkte den Inkareiches dar; nach einer Sage soll hier die Keimzelle des Inkareiches liegen. Die Felsformation im Norden gab dem Titicacasee seinen Namen (Titi = Puma, Caca = Fels). Wir buchen uns eine Bootstour und starten um 8:30 als erstes Boot Richtung Isla del Sol. Leider versucht unser Boot Sprit zu sparen und so werden wir bald überholt und kommen als letzte an. Isla del Luna kann lediglich mit seinem überlaufenen Mondtempel aufwarten, was etwas enttäuscht. Isla del Sol hingegen bietet eine atemberaubende Landschaft und Blick auf den See, sowie die Schnee bedeckten 6000er Gipfel der LaPaz Region. Wir machen uns auf den Weg zum Sonnentempel und fahren anschließend auf knapp 4000m mit dem Boot zurück nach Copacabana

9 December 2017

Britta /Alisa schreibt: Bolivien empfängt uns kulinarisch mit neuen Speisen und der nach 3 Wochen Peru auch notwendigen Abwechslung. Beim schlendern durch Copacabana kommen wir an der Mercado/Markthalle vorbei, wo frisch und einfach gekocht wird und man das essen auf Bänken und Stühlen, die direkt am Kochstand stehen, zu sich nimmt. Nach Empfehlung der Reiseführer und da wir hier am See sind, versuchen wir die Titicacasee-Forelle. Frisch gefangen, in der Mitte aufgeschnitten und leicht eingemehlt in einer Pfanne mit ordentlich Öl gebraten. Ein Gaumenschmaus. Danach treffen wir auf große weiße getrocknete irgendwas. Wir vermuten Pilze oder getrocknete Kartoffeln, doch die Marktfrau klärt uns auf, dass es Popcorn sei. Riesen-Popcorn und zur Abwechslung auch süß und nicht salzig. Die kleinstmögliche Portion (siehe Foto) kostet 60 Cent. Wir sind somit gut gestartet.
Britta / Alisa schreibt: Adios y hasta la vista Peru , hola Bolivia. Grenzübertritt problemlos , auch die viel berüchtigte Gelbfieberimpfung wollte keiner kontrollieren. So verlassen wir nach 3 Wochen Peru, um die nächsten 2-3 Wochen Bolivien zu erkunden. Die ersten Unterschiede , neben der Währung und dem Preisgefüge (noch günstiger), sind zu spüren anhand der Kleidung und Trachten. Der Titicaca See verbindet beide Länder und wir halten Ausschau nach Pippi Langstrumpfs Vater 😜

8 December 2017

Britta / Alisa schreibt : Die 3 Tage in Dschungel wurden mit viel Vorfreude angegangen, gleichzeitig wussten wir aber nicht, ob unsere Erwartungen erfüllt werden. Wurden sie für Britta / Alisa, da wir wirklichen Primär-Regenwald (ohne abholzen oder menschl. Eingriff) gesehen haben. Bens Highlights: - Lunch aus dem Bananenblatt - Duschen mit Stirnlampe und Kakerlake in Augenhöhe - Termiten essen, schmecken nach Minze und Holz (Kommentar Alisa: nun ja, mit viel Einbildung vielleicht) Die Erfahrung war definitiv sehr naturverbunden, mit vielen Mitbewohnern, an die man sich nicht unbedingt gewöhnen möchte, ohne Strom und reduziert auf das notwendigste. Interessant, nun freuen wir uns wieder auf die Zivilisation.
Dritter und letzter Tag im Dschungel, heute Nachmittag geht es mit dem Nachtbus endlich weiter nach Copacabana (Bolivien). Der Wecker klingelt um 3:40 Uhr, damit wir rechtzeitig zum Sonnenaufgang am Claylick ankommen, um hoffentlich Schwärme von Papageien zu beobachten, wie sie innerhalb von wenigen Minuten aus einer Steilwand Mineralien fressen, damit die giftigen Stoffe aus den Samen verschiedener Urwaldfrüchte in ihren Mägen neutralisiert werden können. Unser Guide verschläft und das Boot muss auf halben Weg einen Tankstop einlegen; Organisation 👎🏻. Der Bootsmann gibt Gas und wir kommen gerade noch rechtzeitig an, um die letzten Papageienschwärme (Macau) in der Steilwand zu fotografieren. Auf der Rückfahrt sehen wir am Flussufer noch eine Reihe von Wasservögeln und ein Faultier in einer Baumkrone, das sich erstaunlich schnell bewegt und versucht sich zu verstecken. Zurück in der Lodge schlagen wir weitere Aktivitäten aus und verbringen den Rest des Morgens in unserer Hängematte

7 December 2017

Ben: Am 2. Tag können wir endlich mal wieder ausschlafen, auch, da keiner unserer Mitbewohner versucht, sich unter unser Moskitonetz zu schleichen. Es gibt Pancakes zum Frühstück und ein Lunchpaket für Mittags, dass wir gemeinsam mit unserem Guide an Lake Sandoval zu uns nehmen werden. Wir bekommen Gummistiefel und machen uns auf den 2,5km langen Weg über Holzbrücken und durch Matschpfützen, bis wir einen Kanuverleih erreichen. Von hier aus gehts mit dem Kanu raus auf den See, wo eine Vielzahl von Tieren auf uns wartet. Cayman - Check Otter - Check Wasserschwein - Check Schildkröte - Check Kormoran - Check Asmatic Bird??? - Check Um rechtzeitig zu unserm Lunchplace zu kommen, packe ich beim Paddeln mit an. Wir verspeisen unser Lunchpaket. Es gibt Curryreis mit Huhn und Ei im Bananamnblatt, sowie verschiedene Früchte zum Nachtisch. Wir gönnen uns eine kalte Coke. Zurück in der Lodge steht ein Nightwalk auf dem Programm, der uns die hiesige Insektenwelt (teils giftig) näher bringt

6 December 2017

Wir haben erneut Pech, so langsam wird es auffällig: nach dem Anlasserstreik beim Sandbuggy in Huacachina mit fast verpassten Sonnenuntergang, bekommen wir diesmal einen ungeplanten am Rio Madre de Dios. Bei der Rückfahrt von Monkey Island gegen 17 Uhr streikt der Bootmotor. Nilton , unser Guide ist tiefenentspannt und der Bootsführer (Kapitän passt hier nicht) beginnt, den Außenborder auseinanderzubauen, schraubt etwas rum, setzt ihn wieder zusammen und versucht es. Ohne Erfolg. Nach ca. 20 min startet auch der Guide, mit anzupacken während wir immer noch nutzlos da sitzen. Wir werden gebeten, zu prüfen ob wir ein Mobilfunknetz empfangen können - Fehlanzeige. Die beiden sind nicht mehr so tiefenentspannt, sagen aber, dass man uns bestimmt suchen wird. Auf der anderen Seite des Flusses ist eine Lodge, rüberpaddeln mit den Kayaks jedoch zwecklos, da die Strömung hier zu stark ist. Gegen 18 Uhr kommt tatsächlich ein Boot mit einer peruan. Schulklasse, die Riesenspaß beim Abschleppen hat.
Ben schreibt :. Nach dem Zipline Abenteuer gibt es ein reichliches Mittagessen in der Lodge (leckere traditionelle peruanische Kost). Anschließend geht es per Kajak über den Rio Madre de Dios zum MonkeyIsland. Hier wurden vor einigen Jahren zwei Affen Arten angesiedelt. Die eine konnten schwimmen und entkamen in den richtigen Dschungel, die anderen (Totenkopfaffen) sind immer noch hier und lassen sich in der Trockenzeit gerne von Touristen füttern. In der Regenzeit gibt es mehr als genug Futter, so ließen sich die Affen nur kurz hoch in den Bäumen blicken und verschwanden nach wenigen Minuten in den Baumwipfeln. Affen - Check! Wir machen uns mit dem Boot auf den Heimweg.
Kaum haben wir unseren Rucksack abgestellt steht auch schon ein Ausflug in die Baumwipfel des Dschungels inkl. ZipLine Adventure an. Die Besitzer der Lodge haben einen richtigen Hochseilgarten in den Urwald gebaut mit Hängebrücken in 30m Höhe und zwei Ziplines mit je 300m Länge, das Adrenalin steigt, vor allem auf Grund der etwas in die Jahre gekommenen Ausrüstung; manchmal wäre es besser keine Ahnung von der Materie zu haben. Wir kommen alle wohlbehalten auf der anderen Seite an. Jetzt heißt es auf einem Hand breiten Holzsteg zwischen den Baumkronen zur nächsten Plattform zu balancieren (diesmal gesichert) und mit der zweiten ZipLine zurück. Das macht Spaß!!! Was man uns verschwiegen hat ist, dass es um den Hochseilgarten einen Erbstreit gab und ein sich benachteiligt gefühlter Bruder mit der Kettensäge an den Hauptbäumen vergangen hat. Die Schnitte hat man versucht zu verdecken, wir haben sie aber trotzdem entdeckt. Der Standard hier ist eben bei allem etwas anders als gewohnt.
Ben: Als nächster Stopp steht der Tambopata Rainforest auf unserem Progrgamm. Hierfür verlassen wir Cusco mit dem Nachtbus Richtung Puerto Maldonado um drei Tage im Regenwald zu verbringen. Nach einer Stunde Bootsfahrt auf dem Rio Madre de Dios erreichen wir die Paradise Eco Lodge, von der aus wir verschieden Aktivitäten in den nächsten Tagen unternehmen werden. Die Lodge besteht aus mehreren Schilfrohr gedeckten Hütten für je drei Personen, sowie einer großen Hütte als Aufenthaltsraum und Küche. Hängematten laden zum Verweilen ein. Leider ist der Pool nicht gefüllt und Elektrizität steht nur zu den Essenszeiten via Generator zur Verfügung. Handy Empfang gibt es keinen, dafür aber umso mehr Moskitos. Als wir unsere Hütte betreten lernen wir unsere Mitbewohner kennen, einige Kakerlaken schauen uns munter entgegen und verkriechen sich ins Badezimmer als wir eintreten. Hiermit werden wir uns schon arrangieren, außerdem gibt es Moskitonetze über den Betten damit wir ruhig schlafen können.
Britta / Alisa schreibt : Ho ho ho, der Nikolaus war auch bei uns. Stilecht mit Panettone und Cappuccino bei 25 Grad. Komisch, könnte aber schlimmer sein. Und die lokale Polizei ist auch zu Gange und stärkt sich hier...

5 December 2017

Nach 3,5h Busfahrt v Cusco erreichen wir das Tal, an dessen Ende der Rainbow Mountain (Apu Wincunca) liegt. Durch die unterschiedlichen Mineralien hat der lose Grund verschiedene Farben, die so akkurat länglich angeordnet sind, dass er wie ein Regenbogen aussieht. Eine weitere Besonderheit für uns: der höchste Aussichtspunkt liegt bei ca. 5.200m, somit ein neuer Höhenrekord. Los geht's bei rund 4.600m, also absolut machbar, allerdings eben ziemlich hoch. Wir laufen unser Tempo, stetig ohne viele Stops und kommen ohne Probleme oben an. Für den kleinen Motivationsschub zwischendurch sorgen die Baby-Alpakas, die wir am liebsten mit dem Rucksack rausschmuggeln würden. Für den ein oder anderen Lacher hingegen die ungleich geschorenen Alpakas, die den Weg säumen. Der Weg lohnt sich, die Landschaft und Farben sind wunderschön. Man merkt die 5.000m schon anhand der Temperatur : trotz Mütze und Handschuhen ist der Wind eisig und je weiter wir wieder absteigen, umso wärmer wird es, spürbar.

3 December 2017

Ben schreibt : Nach der gemeinsamen Besichtigung folgt der Aufstieg nach Hyana Picchu, neben Machu Picchu Mountain mit 250hm der zweite Berg und Heilige Stätte der Inkas, von den man einen Blick auf Machu Picchu hat. Also weiter 1500 Stufen nach oben. Der Himmel klärt auf und wir werden mit einem Atem beraubenden Ausblick belohnt; mal wieder alles richtig gemacht. Der Abstieg beginnt gegen 12:00 Uhr und wir kommen zwei Stunden später erschöpft aber glücklich zurück in Aguas Calientes an. Die verbleibenden zwei Stunden bis zur Rückfahrt nach Cusco nutzen wir um uns mit Pizza und Bier zu stärken. Die Zugfahrt führt uns durch das Heilige Tal und bietet uns dank Panoramafenstern (auch im Dach des Zuges) einen letzten herrlichen Ausblick inkl. Sonnenuntergang über den mit Schnee bedeckten Gipfeln.
Ben:der Große Tag ist gekommen, Machu Picchu steht auf dem Programm. Der Tag startet mit einem Atem raubenden Treppen-Race; 40 Minuten und 1700 Stufen später stehen wir naß und verschwitzt um 5:45 vor dem Eingangstor. Um 6:00 Uhr öffnet das Tour. Wir sind unter den ersten 100 Besuchern, die an diesem Tag das noch menschenleere UNESCO Weltkulturerbe und Weltwunder Machu Picchu betreten dürfen. Atemberaubend!!! In den nächsten zwei Stunden führt uns Carlos, unser Guide, in die Geschichte von Machu Picchu ein. Leider weiß man nicht viel über die 500 Inkas, die hier gelebt haben und warum und wohin sie im 15ten Jahrhundert verschwunden sind. Was Machu Picchu besonders macht, gegenüber deutlich größeren und für die Inka bedeutenderen Siedlungen, ist die Tatsache das Macchu Picchu nicht von den Spaniern entdeckt und zerstöret wurde. Machu Picchu wurde erst im 19ten Jahrhundert offiziell entdeckt und war weitestgehend unbeschädigt geblieben. Die Lage der Tempelanlage ist ebenso einzigartig.

2 December 2017

Britta schreibt: Aguas Calientes ist ein richtiges Tourismus Loch, vergleichbar mit den Skiorten in Europa; nur da für Touristen. Restaurant an Restaurant, kleine Supermärkte mit dem nötigsten und große Touri-Souvenir-Märkte, die total überteuert sind. Die Unterkünfte unverschämt teuer für den gebotenen Standard. Beim Anblick unseren spärlich eingerichteten Unterkunft und den Handtuchlappen mit Löchern wünsche ich mir das Zelt zurück. Prompt gibt es kein warmes Wasser und das Duschen muss warten. 2 Stunden später (18 Uhr) folgt ein kompletter Stromausfall in der gesamten Stadt und daher Abendessen bei Kerzenschein und dem Gebrumme von Dieselgeneratoren. Der Strom kommt auch im Laufe der Nacht nicht zurück. Um 3:30 Uhr müssen die Stirnlampen herhalten fürs fertig machen und packen; wir sind startklar. Das frühe Aufstehen/ Anstellen für den Aufstieg zu Machu Picchu führt zu Unverständnis (4.30h an der Brücke, öffnet um 5h), lohnt sich aber und wir können als erste Macchu Picchu betreten.
Britta / Alisa schreibt : Tag 4 wartet mit 25 km, aber kaum Höhenmetern auf. Es geht von Santa Teresa für 14 km entlang der unbefestigten Straße nach Hidroelectrica, dem Ende der Bahntrasse von Cusco nach Machu Picchu. Kein interessanter Weg; so machen wir ordentlich Tempo und das mit dem vollen Gepäck auf dem Rücken, da uns die Mulis und Köche planmäßig verlassen haben. In Hidroelectrica geht unser Gepäck in den Zug nach Aguas Caliente, dem Tor zum Machu Picchu und wir laufen entlang der Bahngleise 11km unserem Gepäck hinterher. Eine interessantere Strecke, vor allem da immer wieder ein Zug kommt. Dieser hupt lautstark, damit man sich einen sicheren Platz sucht und der Zug sicher passieren Kann. Wir treffen die 4 Trekker, die uns am Tag davor verlassen haben, weil sie eine 4-Tagestour gemacht haben, wieder. Unter anderem 2 Spanierinnen aus Bilbao, mit denen wir uns super verstanden haben und so ist die Freude groß. Um 15:30 kommen wir KO aber Glücklich in Aguas Calientes an.

1 December 2017

Britta: Tag 3 des Salkantey Trek: heute gehen wir es ruhiger an, 5h Wanderung durch den Regenwald entlang des Flussbetts, vorbei an tropischen Pflanzen und umringt von Schmetterlingen. Es geht mehr oder weniger flach mit kleinen Auf- und Abstiegen (Peruvian Flat) bis zum Endpunkt, wo uns ein Bus abholt und zum Lunch und anschließend zum Camp nach Santa Teresa (Zivilisation) bringt. Da der Bus nicht genug Plätze hat, fahren 4 Personen auf dem Dach mit. Allerdings war das Frühstück offenbar zu üppig und der Bus kommt an einem Anstieg nicht weiter. Also alle raus, bzw. runter und zu Fuß bis zum Ende des Anstiegs, der Bus kommt weiter. Am Mittag besuchen wir die Hot Springs, eine Wohltat nach 3 Tagen ohne Dusche. Den Abend klingen wir im Camp mit Inka Tequila (ekelhaft, kostet 1 Sol = 30 Cent), PIsco Sour, einem Lagerfeuer und ausgelassenem Tanzen zur Latino - Gringo (=weißhäutig) Playlist. Diese besteht aus den 15 Songs, die vermeintlich am erfolgreichsten waren und wiederholt sich.

30 November 2017

Britta:. Tag 2 startet mit einem großartigen Frühstück, für peruan. Standard: Banana-pancakes mit Nutella. Gestärkt packen wir den Aufstieg von 3.900m auf die höchste Stelle des Treks (4.600m) an. In 4h, mit Pausen, laufen wir hoch und haben Glück den Salkantey (mit über 6.000m) im Sonnenschein erleben zu können (manche Gruppen sehen den Berg wegen 🌦 nicht). Die Höhe bereitet uns keinerlei Probleme, gut aklimatisiert. Der Salkantey ist ein heiliger. Berg der Inka und bedeutet “wild”, wirklich beeindruckend! Der Pfad auf dem wir wandern ist auch ein (aber nicht DER) Inkatrail. Dieser wurde ursprünglich von Boten, später auch als illegaler Transportweg für Coca genutzt. Nach 2h Abstieg erreichen wir unseren Lunchplace, danach geht es weitere 4h über Geröllhalden hinab - nicht unser terrain mit kaputten Knie und Bein. Der Weg durch den "hohen" (=ungiftigen) Regenwald zieht sich. Es regnet sich ein und so sind wir froh am Ende der 22km die härteste Etappe des Trekks überstanden zu haben.

29 November 2017

Britta: Tag 1 des Treks: Die Mulis werden beladen, neben Campingausstattung und Lebensmitteln samt Kocheuipment (inkl Gasflasche-wir haben 3 Köche für 2 Gruppen dabei), darf jeder 5 kg persönl. Gepäck auf die Mulis laden. Den Rest müssen wir selbst tragen. So leihen wir in Cusco noch einen day pack mit 40l und Wanderstöcke (Empfehlung Himalaya Shop, faire Preise, kompetent, gutes Equipment). Und los geht's, direkt ein paar Höhenmeter durch eine tropisch anmutende Landschaft, hoch oben durch das Urumba Tal. Ein schöner Weg und angenehmer 3h- Marsch bis zum ersten Camp auf 3.600m Höhe am Humantay. Nach dem Mittagessen laufen wir ca 1.5h zum Humantay Lake, der wunderschön im mit Schnee bedeckten Massiv des Salkantey liegt. Das Wetter schlägt um, Regen zieht auf. Bei der Höhe von knapp 4.000m wird es etwas frisch und wir freuen uns über Cocatee, Heißeschokolade und Popcorn ( 🌽 ist genug da), vor dem leckeren Abendessen. Um 20.30h liegen wir alle in den Zelten und tanken Kraft für Tag 2.
Der Salkantey Trek startet mit einer Panne: wir sitzen ab 4.15 Uhr startklar im Hotel. Nachdem um 5:30 Uhr noch immer niemand da war um uns abzuholen, senden wir Nachrichten an alle Nummern, die wir von den guides/Agenturen haben. Zum Glück, denn nur so schaffen wir es gerade noch rechtzeitig zum Tourstart. Der Bus ist längst unterwegs nach Mollepata und so werden wir kurzerhand mit einem Taxi abgeholt, Fahrtzeit 2 h durchs Umland von Cusco. Der Taxifahrer versucht permanent, noch weitere Fahrgäste am Straßenrand aufzugabeln und so noch ein paar soles extra zu verdienen; wir beschweren uns. Schließlich kommen wir um 8:15 Uhr in Mollepata an und stoßen zu unserer Gruppe, die bereits gefrühstückt hat. Müsliriegel müssen es richten für die erste Etappe am Morgen. Der Guide, Carlos, macht einen guten Eindruck. Die Gruppe ist gemischt, 14 Leute von 20 bis 40, USA, Canada, Schweiz, Deutschland, Mexiko, Kolumbien, Spanien. Von 2 Wochen Urlaubern bis 6-Monats-Aussteiger. Ein interessanter Mix.

28 November 2017

Ben schreibt : Die Aufregung steigt. Morgen geht es um 4 Uhr morgens los zum 5 Tages Salkantay Trek bei dem wir mit Wanderschuhen einen 4600m hohen Pass erklimmen und auf 3900m im Zelt übernachten werden. Am fünften Tag steht Machu Picchu auf dem Programm, als eins der top Highlights dieses Urlaubs. Cocablätter gegen die Höhe, Cocasportsalbe und 3M Sportbandagen sind eingepackt. Wir sind sehr gespannt! Britta/Alisa schreibt: Und da ich ja nicht so an Hokuspokus glaube, haben wir uns im Coca Museum informiert, wie das denn helfen kann. Als Vorgeschmack auf Machu Picchu nochmal kurz die Baukunst anhand der gut erhaltenen Inka-Mauer (kein Mörtel, sondern die Steine so gut gehauen, dass sie eins zu eins auch ohne passen) begutachtet. Alle notwendige Ausstattung geliehen / gekauft, nur das notwendigste dabei. Es kann also losgehen... Und nach Cusco kommen wir gerne am Sonntag für 2 Tage zurück. Eine angenehme, schöne und abwechslungsreiche Stadt.
Britta/Alisa schreibt: Der San Pedro Markt in Cusco ist ein Erlebnis. Hier wird alles verkauft, frisches Obst, Gemüse, Fleisch, Souvenirs, Weihnachtsdeko, Taschen, Kleidung, traditionelle Arzneimittel. Während alle seit neuesten gehypten super foods (quinoa, maca...) hier in rauen Mengen für einen Bruchteil erworben werden können, gibt es auch Stände der Schamanen, an denen diverse Kräuterchen und Salben angeboten werden, weshalb auch immer bekräftigt durch 3 Tierskelette von kleineren Genossen (siehe Foto). Alle Teile der Kuh oder des Schweins (inkl dem Kopf bzw der abgezogen Haut dessen - das Foto erspare ich euch) werden zur Schau gestellt und verkauft - diese Präsentation würde das deutsche Metzgerhandwerk nicht gut verkraften und die Zahl der Vegetarier wohl zunehmen. Hier kann man einige Zeit verbringen und viel entdecken - wir kommen nach dem Trekking Anfang kommender Woche wieder zurück...

26 November 2017

Nach einer holprigen Nachtfahrt sind wir gestern in Cusco angekommen, die Hauptstadt der Inkas und UNESCO Weltkulturerbe. Hier haben wir unsern Tourguide für den anstehenden 5 Tages Salkantay Trek mit anscheinendem Höhepunkt Machu Picchu getroffen und unsere Packliste bekommen...könnte eng werden mit den 5kg p.P. die auf die Maultiere dürfen. Sonst stand der gestrige Tag unter dem Motto “kulinarische Grenzerfahrung und Nightlife”. Gesagt getan. Das Knusprig gegrillte Meerschweinchen kommt auf den Tisch; genau richtig portioniert für zwei, zeigt es uns die langen Nagezähne und wartet darauf verspeist zu werden. Wir sind uns beide einig, die Meerschweinchen in den deutschen Zoohandlungen sind vor uns sicher 😉. Weiter geht es zur Happy Hour “one for two” ...ein Pisco Sour 15 Soles, 2x 22 Soles ??? ... seltsames one for two Konzept 🤔 Wir lassen den Abend unter Peruanern in einem Hinterhofclub ausklingen und trinken Tee Picso (heißer Schwarztee mit Schnaps) zu Musik aus den 2000ern..
Britta / Alisa schreibt : Der 2. Marktbesuch in Arequipa. 3 Früchte, die wir nicht kennen, werden getestet und professionell mit Schweizer Taschenmesser zerlegt. Fazit: Alle interessant vom Geschmack her und alle mit einem Bratsch mit Kernen (O-Ton Ben). Die grüne Kaktusfrucht hat was von Wassermelone, Fruchtfleisch und Kerne der gelben schmecken etwas nach Meerrettich und die Orange Frucht nach Passionsfrucht. Jetzt müssen wir nur noch die Namen rausfinden beim nächsten Marktbesuch... Auflösung : gelb = Papaya Arequipeña, eine der kleinsten Papaya Sorten die es gibt und eine Spezialität hier in der Gegend. Orange = süße Granadilla, eine Passionsfrucht Sorte Grün = Kaktusfeige

25 November 2017

Zurück in Arequipa. Die letzten beiden Tage haben wir mit Wanderschuhen und Rucksack den berühmten Colca Canyon bezwungen. Im Detail heißt das 3:30 Uhr (Nachts) Abfahrt in Arequipa und nach 3 Stunden Fahrt in einem atemberaubend schönen Tal ankommen und nach einem magerem Frühstück mit Guide und 9 weiteren Treckern die 1100 Meter bis zum Grund des Canyon über Geröllhalden und steile Pfade absteigen. Hierbei kommt man an keinen Dörfern vorbei in dem die Einwohner von Wasserflaschenverkauf an schlecht ausgestattete Touries und mühseligen Ackerbau leben; viele dieser Dörfer sind nur zu Fuß oder mit dem Esel erreichbar. Unten angekommen trifft man auf den ColcaRiver, der sich zur Regenzeit in einen Reisenden Strom verwandelt und folgt diesem für weiter 3 Stunden. Nach einer Übernachtung ohne Strom, aber mit Pool geht es am nächsten Tag um 4:30 wieder an den Aufstieg, bevor die Sonne und der Staub das Atmen schwer machen. Fazit: Deutlich anstrengender als erwartet, aber sehr lohnenswert!
Ben schreibt: Die Region um den Colca Canyon ist von einer Vielzahl von aktiven Vulkanen umgeben von denen der Sabancaya (5.926m) aktuell wieder schwer am qualmen ist. Der letzte Ausbruch hat 2016 stattgefunden, trotzdem machen sich die Bewohner der Region aktuell keine Sorgen, das hier was passieren könnte “you get used to it”. Bei einem Stop auf 4900 Meter (unser persönlicher Höhenrekord 🙂🍾👊🏻) sind die Vulkane von einer steinigen Hochebene aus gut sichtbar. Beim Weiterfahren treffen wir auf eine Alpakaherde und ein auf einem Parkplatz angeleintes braunes Alpaka. Wir können nicht widerstehen und machen ein Foto. Erstes Alpaka gefunden 👍🏻. Nach einem Bad in heißen Thermalquellen sind wir KO und es geht zurück ins Hostel.

23 November 2017

Britta / Alisa schreibt : Arequipa hat viele Kaffees und somit auch guten Kaffee. Bei Kaffee und Keksen (sehr europäisch) planen wir unser Trekking zum Colca Canyon morgen und machen uns auch gleich wegen des Trekkings zum macchu Picchu schlau. Hier lässt es sich aushalten ....
Britta / Alisa schreibt: Ankunft in Aerquipa nach der ersten von einigen Nachtbusfahrten. Die gute Klasse ist wie eine business class beim fliegen - bequeme Sitze mit 160 Grad Neigung, Decke und Kissen. Das Entertainment Programm mit 10 Filmen ist nett gemeint, das Essen (1 Brötchen mit Frischkäse und ein Stück Kuchen) kann man sich schenken, aber erfüllt den Zweck. Ich meine , das ist eine gute Alternative zu einer Hotelübernachtung , Ben ist noch unentschlossen. Schlafen können nur die mutigen, wenn der Doppeldeckerbus durch enge, holprige Straßen durch die Berge rauscht, es wackelt ganz gut. Aber die 10h haben wir gut rum gebracht und sind erholt. Arequipa ist auf den ersten Eindruck sehr schön. Die zweitgrößte Stadt Perus mit 850.000 Einwohnern und wirklich eine Stadt. Ein schönes Hostel mit Dachterrasse und einem tollen Zimmer mit 4 m hoher Decke hat uns stilecht empfangen. Und wir gleich die Nacht von Samstag auf Sonntag nach dem Trekking wieder hier gebucht.

22 November 2017

Ben schreibt : Nach dem Flug besichtigen wir eins der größten Mumiengräber in der Region (100+ Mumien sind hier zu finden) und schließen den Tag mit einem Tasting lokaler Getränke ab, bevor es mit dem Nachtbus nach Arequipa weiter geht. Inka Cola: Don’t do it! Schmeckt wie aufgelöster BigRed Bubble Gym und wird in Peru mehr getrunken als Coca Cola ...kann ich absolut nicht nachvollziehen Selfmade Getränke gegen alle möglichen Weweschen wie Magengrummeln oder Leberschmerzen, etc.. Schmeckt wie Unterberg ohne Alkohol, und muss daher einfach helfen 😉
Ben schreibt: Nach der Sandwüste geht es in die Steinwüste um Nazca, um die berühmten Nazca Linien zu bestaunen. Also ab in einen local Bus. Umgeben von Peruanern und begleitet von einem schrillen Zeichentrickfilm, der aus den Lautsprechern plärrt geht es um 7:20 los. Die Landschaft ändert sich von Sand zu Schwarzem Stein und gegen 10 Uhr erreichen wir Nazca. Da Off-Season ist wird heute nur Vormittags geflogen...also schnell einen Flug buchen und nichts wie ab in die Luft. Gesagt getan. Nach ein paar Minuten Verhandlung 100$ -> 70$ p.P. gehts mit Vollgas an den Flughafen. Hier heißt es Körpergewicht wiegen, damit der Pilot die kleine 6 spitzige Cessna ausbalancieren kann. Ich sitze neben einer dicken Brasilianerin und Alisa hat die ganze Rückbank für sich ;-) Los gehts: Die kleine Maschine nimmt Anlauf auf der staubigen Piste und erhebt sich in die Luft. Wir umkreisen in 200m Höhe die berühmten Zeichnungen. Der Astronaut, der Kolibri, die Spirale und der Affe fliegen an uns vorbei.
Britta / Alisa schreibt: Das Highlight : eine Sandbuggy und Sandboarding Tour am Nachmittag. 1 Stunde lang heizt ein Guide mit uns Düne rauf und Düne runter, echt cool. Dann werden die Boards ausgepackt mit denen wir uns zunächst bäuchlings mit Kopf nach vorne die Dünen runterstürzen. Super 😀 Doch, am letzten Spot, bevor es zum Sonnenuntergang schauen an den Rand des Dünenmeers gehen sollte, streikt der Anlasser unseres Buggy’s. Vereint versuchen wir Teilnehmer den Buggy wieder etwas auf den Dünenhang hoch zu schieben. Die Fahrer der anderen Buggys eilen zur Hilfe. Schrauben am Vergaser herum, geben aber nach wenigen Minuten auf. Da sehen wir nach dem Fauxpas mit dem Sonnenaufgang auch unseren Sonnenuntergang davon ziehen - doch ein Fahrer bringt uns mit seinem Buggy schnell und just in Time zum noch ca 1 min andauernden Sonnenuntergang. Auf dem Rückweg wird sich dafür mit ein paar heißen Dünendrifts revanchiert 👊🏻

21 November 2017

Britta / Alisa schreibt: Das Desert Night eco Camp ist echt angenehm : netter Pool direkt am Rand der Lagune in Dünennähe mit Poolbar. Shared bathroom im Stil von Hotelbädern. Hängematten überall. Übernachtet wird in geräumigen Zelten mit festen Betten und Ventilator.
Ben schreibt : Update aus der Oase Huacachina: Plan: 5:30 Sonnenaufgang auf der Sanddüne Realität: 30 Min Aufstieg und nichts als Nebel 😟 ...so ist das also in der Wüste 😉 Heute heißt es relaxen am Pool und für den Abend ist eine Sandbuggytour mit Sandboarden und Sunset geplant 🚜🏂🌄..Bericht folgt! Cheers and chill 😎🍹

20 November 2017

Britta / Alisa schreibt: Die erste Busfahrt wirft ihre Schatten voraus: über 1h vor Abfahrt machen wir uns auf den Weg mit der Metro zum Busbahnhof- und das mitten im Berufsverkehr, Richtung Zentrum. Die Busse sind so voll, dass wir mit den riesigen Rucksäcken unter Seufzern der Berufspendler erst im 5. Bus (mehr oder weniger) Platz finden. Am Busbahnhof angekommen geht der „check-in“ des Gepäcks unproblematisch; die interessantesten Gegenstände werden mitgenommen , vom TV bis hin zum Schaukelpferd. Wir sind pünktlich , der Bus nicht - mit 1h Verspätung geht’s los auf die nur 4-stündige Fahrt nach Ica. Der Bus - ein Traum : Ledersitze, 140 Grad neigbar, eine “Stewardess”. Beim Einchecken kommet man sich bereits wie beim Fliegen vor : Pass- und Handgepäck-Kontrolle. Auf der Fahrt hingegen sieht man das andere Lima: die pueblos joven, arm, mittellos, schmutzig . Und die Christus-Statue Limas - eine passende Kombination. Aber auch Markenoutlets wie in den USA - ein Land der Kontraste
Britta / Alisa schreibt: Grotesk: die Katakomben im Convento San Francisco, wo ca 25.000 Menschen beerdigt wurden und Archäologen zu Zählzwecken die Knochen sortiert haben. So läuft man an unzähligen Schädeln, Hüften und Gebeinen vorbei . Zum Teil auch künstlerisch angeordnet, sprich Schädel im Kreis um einen Hüftknochen und Oberschenkel wie Sonnenstrahlen davon weggehend. Die Südamerikaner haben aus ihren Naturreligionen heraus , wie auch der dia de los muertos zeigt, eine etwas andere Einstellung zu diesem Thema.

19 November 2017

Ben schreibt : Erstes Resümee: Lima ist deutlich besser als sein Ruf. Gegenüber der Empfehlung “Landen und nichts wie weg aus Lima”, haben wir einen Tag in Lima verbracht und schöne Ecken gefunden. Empfehlung für alle zukünftigen Lima Reisenden: - Frühsport mit Tanzeinlagen für jedermann - Führung im Kloster San Francisco - Bummel in der Jirón de la Union (Fußgängerzone) - Streetfoodmarket im angesagten Künstlerviertel Barranco - Blick aufs Meer mit PiscoSour am Mirador de Barranco Das PublicTransport BusSystem ist Einmalig. Einmal 2,50 Soles (70 € Cent) und du fährst solange wie du willst bis du dich entschließt, auszusteigen...Voraussetzung man quatscht einen Einheimischen an, der einen gegen 2,50 Soles pro Person mit seinem Abo durchs Gate lässt. Alternativ kann man sich ein Abo für kleines Geld kaufen. Fazit: 👍🏻; Einen Tag in Lima sollte man sich gönnen
Britta / Alisa schreibt : Pisco Sour - check. Echte Schokolade - check. Ceviche - check. Kulinarisch haben wir uns gleich 3 Schwergewichten gewidmet. Das Loch im Magen machte sich an der Plaza de Armas breit, die Touri-Gegend schlechthin. Aber einfach die Straße runterlaufen, in jeden Eingang einen Blick werfen und der älteren, freundlichen Peruanerin in den Hinterhof folgen (Ben schaute etwas skeptisch). Ein Restaurant voller Einheimischer. Da kann man nicht so viel falsch machen und die erste ceviche (ein wenig wie sauer eingelegter Hering mit viel Zwiebeln) war ein Genuss. Ich war erst sehr skeptisch - roher Fisch— aber lecker . Um dennoch auf Nummer sicher zu gehen , gab es noch frittierten Fisch dazu und der ordentlich gefüllte Teller plus eine 1l Karaffe Limonade für weniger als 10 Euro. Da bleibt der Camping Kocher aus. Pisco Sour kann man gut trinken , mit Maracuja als typische Abwandlung ebenfalls lecker . Und bei der Schokolade konnte ich mich beherrschen... noch 😜
Ben schreibt: Nach 20 Stunden Flug ist die erste Hürde geschafft und ich betrete das erste mal Südamerikanischen Boden. Daumen drücken, dass die Immigration uns rein lässt und unser Gepäck da ist. ✊🏻 Sind schon sehr gespannt wie Lima bei Tageslicht aussieht!

18 November 2017

Ben schreibt: Endlich am Gate angekommen und die letzten Punkte der Preparation-Checkliste abgearbeitet: Check - letzte Anrufe bei der Family Check - Email Abwesenheitsnotiz Check - Voicebox Nachricht - Flasche Whisky zum Desinfizieren Verdammt, fast vergessen...also schnell nochmal in den DutyFree. Puh, gerade noch geschafft und sogar das perfekte Backpackingformat gefunden “Tullamore in der leichten 0,5L Plastikflasche” 😉 Jetzt kann’s also losgehen! Und für Alisa standardmäßig die Brezel und das Wasser mit Kohlensäure . Und los kann’s gehen ....

10 November 2017

Britta / Alisa schreibt : Es ist soweit... Der Rucksack wird gepackt. Es ist gar nicht einfach für 2 Monate und diverse Klimazonen zu packen. Letztendlich muss es das altbewährte Zwiebelprinzip richten und Mutlifunktionale Kleidung (wie es sich für Deutsche gehört , ist auch die ZIP-Wanderhose dabei) für Abwechslung und Komfort sorgen. Der Rucksack wiegt stolze 12,3 kg - ohne die Reiseführer (13,6 kg mit) und ohne die gute Spiegelreflexkamera, die natürlich in die Umhängetasche kommt. 12 kg war mein Ziel, aber im Rucksack ist nun auch alles drin. Und da ich selten nackt rumlaufe in der Öffentlichkeit (Scherz , also nie!), ist das Ziel erreicht. So habe ich etwas Puffer, wenn auch wenig. Vermutlich ist es dennoch viel zu viel, vor allem da man vor Ort bis auf wenige Ausnahmen auch alles bekommt, was man braucht. Dennoch : das packen ist damit abgeschlossen. Noch 1 Woche ... die Freude steigt 😀

2 April 2017

Britta / Alisa schreibt: Endlich und noch etwas unreal: heute haben wir unseren Flug für das Mini-Sabbatical in Südamerika gebucht. Los geht's am 18. November und zurück kommen wir (wenn überhaupt) am 19. Januar 1 2018. Was wir in der Zeit anstellen, wissen wir noch nicht. Westküste (Peru) ist gesetzt. Jetzt heißt es also Reiseführer lesen, Bekannte befragen, Blogs lesen... Nach 4 Jahren des Vornehmens ist es endlich greifbar, der Urlaub genehmigt und ein Geschenk nach der stressigen Zeit des MBA Studiums parallel zum Job bei mir. 60 Tage raus aus dem Alltag und eine andere Welt kennen lernen...