Indonesia · 27 Days · 21 Moments · September 2017

CHAPTER 1 - Indonesia, Bali & Lombok


25 October 2017

Hati hati! Mehr indonesisch konnten wir in den vier Wochen leider nicht lernen, also Achtung Achtung, dies ist unser letzter Bali Eintrag. Daher findet ihr demnächst auch ein neues Journi Chapter, das sollte technologisch keine zu große Herausforderung sein. Es war ein wunderbarer Start in unsere Reise. Wir haben uns sehr gut erholt und unsere Ausflüge waren sehr facettenreich: von Affenherden, schönen Stränden, malerischen Reisfeldern, beeindruckenden Wasserfällen und vor allem phantastischem Essen war alles dabei. Unsere Highlights waren definitiv die Reisfeldwanderung mit Waterslide und die Lombok-Reise. Ohne unsere Airbnb Familie wäre es wahrscheinlich nur halb so schön gewesen, sowohl in Denpasar und auch auf Lombok konnten wir so viel abseits des Tourismus entdecken. Denn der hat Bali auf jeden Fall sehr in Besitz genommen und das hat nicht immer nur positive Auswirkungen. Indonesien hat noch ein paar andere Inseln zu bieten - we'll be back! /FJA

23 October 2017

Sportlich waren wir die letzten Tage, Ben und Rockina übten sich in Canggus Wellen am surfen und Franzi war in Ubud zum Wandern in den Reisfeldern und einer tägliche Yoga-Einheit. Nach drei Wochen hieß es also erstmals ein paar Tage getrennte Wege gehen, funktioniert auch, war aber auch schön in Canggu den Sonnenuntergang bei ein paar Bier zu dritt zu genießen. Sportlich waren wir alle höchst erfolgreich, bereits nach drei Tagen durften die Surfer-Dudes vom Whitewater zum Line-Up und Franzi ist dank warmer Temperaturen so beweglich wie nie zuvor. /FJA

19 October 2017

Nach dem vollen Programm auf Lombok brauchten wir erstmal wieder etwas Ruhe. Fähre fahren ist da schon Mal ein guter Anfang, denn die Überfahrt nach Bali dauert inkl. Wartezeit beim Aufladen etwa 5-6h. Zurück auf Bali wollten wir uns noch 2 Strände anschauen, Blue Lagoon und White Sand Beach. Vor allem letztere ist wirklich traumhaft und relativ leer, so dass wir bei schönstem Ausblick einen Tag lang Energie tanken konnten. /FJA

17 October 2017

Unser letzter Lombok Tag! Umi wollte uns noch ein paar Gilis zeigen. Also rauf aufs Fischerboot und rein ins Schnorchelequipment. Wir fuhren ein paar Inseln ab und sprangen immer mal wieder ins Wasser, um uns die tollen Korallenriffe vor den kleinen Inseln anzuschauen. Fische in jeder Form, Farbe und Größe, blaue Seesterne, bunte Korallen und zu unser großen Freude eine Schildkröte. Auf Gili Layar gingen wir an Land und ließen die Seele baumeln. Auf dem Rückweg stand noch ein Lombok-to-eat offen: Matarbak. Die Zubereitung gleicht einer Kunst, wir beobachteten die Streetfood Jungs gespannt. Ebenso lecker war es dann auch!

16 October 2017

Nach dem Strandtag ging es heute wieder ins Grüne. Zunächst stand ein Besuch der Reisfelder unserer Gastgeber auf dem Programm. Es war traumhaft: wundervoll grüne Reisterrassen, eine kleine Hütte im blumenreichen Garten, gesäumt von Fischteichen. Die Bewirtung war hervorragend. Hatten wir auf dem Weg schon die besten Fried Bananas gekauft, gab es dann noch frische Kokosnüsse direkt von der Palme, Süßkartoffeln in orange, weiß und lila sowie Brombeeren und Bohnen frisch vom Strauch. Kulinarisch ging die Reise weiter. Erdbeeren pflücken in den Bergen, kurzer Aussichtsstopp in den Gemüsefeldern und lecker Mie Ayam Bakso zum Abendessen auf dem Rückweg. Nachdem wir gestern schon an vielen Streetfood Ständen hielten und mit sämtlichen lokalen Früchten und Kleinigkeiten vertraut gemacht wurden, könnten wir nach dem heutigen fast alle Speisekarten lesen. Ein paar Gerichte haben wir uns noch für morgen aufgehoben. /FJA

15 October 2017

Tag zwei mit Umi und ihrem Bruder. Zunächst ging es zum historischen Dorf Sade. Hier wohnen ca. 700 Sesak, die Ureinwohner Lomboks. Ja, das ganze ist mittlerweile recht touristisch aufgezogen, aber ein paar spannende Highlights gab es trotzdem. Alle 700 Dorfbewohner sind verwandt, da fast ausschließlich innerhalb der Gemeinschaft geheiratet wird. Heiratsanträge gibt es nicht, die Braut wird einfach aus dem Elternhaus entführt. Franzi durfte an einem Webstuhl Platz nehmen, ihr traditionelles Handwerk, auch wenn die Sarongs zum Verkauf mittlerweile eingekauft werden. Weiter ging es die südlichen Strände abklappern. Traumhafte Ausblicke, türkises Wasser, kleine Buchten. Aber auch viel Enttäuschung bei unseren Gastgebern. Wo es vor drei Jahren noch idyllisch war, werden jetzt Hotelanlagen und Moto GP Strecken hochgezogen und die Strände versinken im Müll. Einen Traumstrand haben wir dennoch gefunden und uns in den Wellen ausgetobt. /FJA

14 October 2017

Von Gili Air ging's heute weiter nach Lombok. Ans frühe Aufstehen haben wir uns mittlerweile schon gewöhnt, 6:30 Wecker klingeln - kein Problem. In Lombok wurden wir vom Ehemann unserer Airbnb Gastgeberin aus Denpasar in Empfang genommen. Er und seine Schwester kommen ursprünglich aus Lombok und werden uns die nächsten Tage ihre Heimat näher bringen - einfach toll! Heute standen zwei Wasserfälle auf dem Programm, kleine Wanderung und Badesession inklusive. Auf der relativ langen Fahrt fragten wir Umi Löcher in den Bauch. Lombok ist auf den ersten Blick eine ganz andere Welt als Bali: sehr dörflich, mehrheitlich muslimisch, was auch durch Moscheen alle 100m sehr sichtbar wird und ein wahres Paradies an Früchten und Gemüse. Wir freuen uns auf weiter Entdeckungen, denn die nächsten Tage hat Umi für uns komplett durchgeplant. /T: FJA B: BWI

13 October 2017

Irgendwann mussten wir unser gemütliches Heim bei Novi in Denpasar verlassen, gestern war es soweit, Rückkehr allerdings nicht ausgeschlossen. Mit dem Speedboot ging es nach Gili Air, einer der drei vorgelagerten Inseln von Lombok. Hier geht das Leben noch etwas ruhiger zu, keine Autos, keine Mopeds nur ein paar von Pferden gezogenen Karren. Unser homestay fühlt sich an wie auf dem Bauernhof einer Familien inklusive Hühner im Vorgarten und muslimischer Gebetsgesänge im Gemeinschaftsraum. Viel zu tun gibt's nicht, aber das wiederum genießen wir sehr. Mit dem Fahrrad ein bisschen um die Insel kurven, mal ins Wasser springen, in einer der vielen Strandbars Säfte trinken, in der Sonne liegen. Zum Tagesausklang bei leckerem Essen am Strand Sonnenuntergang, Sterne und Milchstraße gucken....leider geht's morgen schon weiter. / T: FJA B: BWI

10 October 2017

We ❤ streetfood! Anfangs etwas scheu, haben wir die letzten Tage genutzt, um in unserer wenig touristischen Gegend die Streetfood Wagen der Einheimischen abzuklappern, es ist einfach alles super lecker. Nur den richtigen Schärfegrad galt es zu finden, um unsere deutschen Gaumen nicht zu überfordern. Heute ließen wir uns Mie Goreng (gebratene Nudeln, der indonesische Klassiker) schmecken, inkl. Krabbenchipps und Onde Onde als super leckere Nachspeise. Das Ganze für sagenhafte 2,50€ - miam miam!
Der Monkey Forest in der Nähe von Ubud ist nicht nur aufgrund der ca. 600 Makakken ein super Erlebnis. Dichte Wälder, uralte heilige Banyan-Bäume, moosbewachsene Steine und Felsen bieten eine tolle Atmosphäre um die süßen Äffchen beim tollen, schlafen, essen und Pool Partying zu beobachten. Unsere Kameras liefen heiß! Danach spazierten wir nach, durch und um Ubud. Die Erwartungen waren hoch, schwärmen doch alle Reiseführer, Blogs und Bali-Reisende von diesem Fleckchen Erde. Uns war es zu laut, zu voll und die schönen Ecken haben wir einfach nicht entdeckt. Franzi gibt dem ganzen in 10 Tagen noch eine Chance, vielleicht ergeben sich in entspannter Yoga Atmosphäre noch schönere Eindrücke. /T: FJA B:BWI

8 October 2017

Islandlife! Tagesausflug nach Nusa Lempongan. Mit dem Speedboot einmal übergesetzt, bei hohem Wellengang festgestellt, dass wir wohl alle seetauglich sind und das erste mal gehandelt, um die Mopeds günstiger zu bekommen. Für Rockina und Franzi als Moped-Novizen wurde es jetzt richtig aufregend, aber nach kurzer Eingewöhnung trotz Schlaglöcher direkt ein großer Spaß. Wir umrundeten die Insel mit ein paar Stops an schönen Aussichtspunkten und für den fast schon obligatorischen Avocado-Saft. So traumhaft die Strände mit dem türkisfarbenen Wasser und Ressorts vor Ort sind, so dreckig und vermüllt ist leider der Rest der Insel. So reichte uns ein halber Tag für das Inselvergnügen vollkommen aus. /FJA

5 October 2017

Der Pura Luhur Uluwatu stand auf unserem Programm, ein hinduistischer Tempel auf den Klippen der Bukit-Halbinsel. Ein toller Anblick, wenn auch ein recht kurzes Vergnügen. Unser Grab-Fahrer (das asiatische Mytaxi) ernannte sich selbst im Handumdrehen zu unserem Guide und raste unter ständigem Kichern mit uns die Fotospots ab. Danach schnell zur Tanzaufführung nebenan, wo täglich zum Sonnenuntergang der Kecak-Tanz aufgeführt wird. 40 Sänger tönen für eine Stunde ununterbrochen cak-cak-cak während Tänzer in wundervollen Kostümen eine traditionelle Geschichte erzählen. In Kombination mit der Lage hoch auf den Klippen und Blick auf den Sonnenuntergang absolut sehenswert. Die 1.5 h Rückfahrt führte uns u.a. an dem Platz der fünf Religionen vorbei, Gebetshäuser fünf verschiedener Religionen direkt nebeneinander. Es zeigte uns einmal mehr wie harmonisch die unterschiedlichen Religion auf Bali zusammen leben. /T: FJA B: RSC

3 October 2017

Ein Ausflug in den Supermarkt! Tolle Ausbeute - Rocki freut sich über den Joghurt, Ben über die Chili Sauce und Franzi hat endlich Dragon Fruits gefunden. Allerdings ist der Ansturm im Supermarkt ähnlich verrückt wie der Straßenverkehr, daher wird Franzi dem Einkaufen demnächst fernbleiben damit Rocki und Ben mehr in den balinesischen Köstlichkeiten stöbern können. /FJA

2 October 2017

Waterslide! Schüchtern standen wir auf der Brücke, sollen wir uns trauen? Der Schwabe in Rockina sprach ein Machtwort: wir haben dafür bezahlt, wir machen das! Zum Glück, ein Riesenspaß war's. Weiter zum Ziel der Wanderung, das wir bei all den schönen Eindrücken schon fast vergessen hatten: die Wasserfälle! Imposant, laut, nass und einige Fotomotive wert. Zwischen uns und in dem inkludierten Essen standen jetzt nur noch 350 Stufen, die sich eher wie 700 anfühlten, da sie einfach doppelt so hoch waren. Unser Radsportler zog vorneweg, der Rest der Reisegruppe folgte gequält. Wir wurden belohnt mit einem leckeren Essen bei spitzen Ausblick. Eine rasante Moped Fahrt später fielen wir erschöpft, aber strahlend vor Freude über diesen tollen Tag ins Auto. /T: FJA B: BWI
Steile Serpentinen, tolle Ausblicke und ein paar Regenschauer später die nächste Ernüchterung: wir halten an einem Parkplatz und uns wird mit laminierten Bildern vorgeführt welche Fotos wir auf der kommenden Tour für 30€ pro Nase machen werden “exactly like this”. Wir witterten die nächste Touri Abzocke, aber nun waren wir einmal vor Ort, also los! Ab auf die Roller und rein ins Vergnügen. Den direkt vor uns blickten wir auf ein Tal mit bildschönen Reisterrassen! Unser goldiger Guide führte uns die Terrassen herab, Kokosnuss Stop inklusive und Erklärungen zu sämtlichen Gewächsen, die man sich vorstellen kann: Mango, Kaffee, Nelken, Kakao, Zitronengras, Papaya, Avocado, Erdnüsse, Mangostin. Das nächste Highlight wartete direkt auf uns. /T: FJA B: BWI
Ein erster ruhiger Tagesausflug sollte es werden, ein kleines Abenteuer wurde draus und vielleicht sogar eines der schönsten Erlebnisse, die wir auf unserer Reise sammeln werden. Los ging's mit unserem Fahrer nach Bedugul Richtung Norden ins Gebirge. Der botanische Garten bot die Möglichkeit für ein paar schöne ruhige Spaziergänge. Der folgende spontane Halt am meistfotografiertesten Tempel Balis "Pura Ulun Danu Bratan" brachte uns deutlich ins Bewusstsein, dass hier wohl so einige Touristen auf der Insel sind. Schnell weiter zum Sekumpul Wasserfall, nicht der bekannteste aber mit 90m der höchste Balis. /T: FJA B: BWI

1 October 2017

Nach dem Strandtag noch fix zum Yoga - kein Problem. Vom traumhaften offenen Yoga Raum aus Bambus blickt man direkt aufs Meer. Beste Voraussetzungen um Rockina eine von Franzis Lieblingsbeschäftigungen näher zu bringen. Doch Augen auf bei der Kurswahl, bisschen mit dem Kissen kuscheln oder mal das Bein ausstrecken konnte einfach nicht überzeugen. Wir waren immerhin entspannter als zuvor, die Vögel zwitscherten um uns herum und bei Einsatz der Dämmerung besuchten uns auch Fledermäuse. Weitere Überzeugungsarbeit folgt! /FJA

30 September 2017

Party, party, party.... der Empfehlung für balinesische Live Musik am Samstag im Food Court sind wir direkt gefolgt. Gelandet sind wir auf dem 17. Geburtstag einer herausgeputzten Balinesin, die ihr komplettes Fest damit verbrachte mit den Anwesenden Fotos zu schießen. Gelernt haben wir, dass amerikanischen Musik der letzten 20 Jahre hier voll im Trend liegt, Mojitos auch ohne Alkohol schmecken, dass auch wir ein beliebtes Fotomotiv sind und das Essen einfach immer hervorragend ist. /FJA
Erste Versuche ins Sightseeing Business einzusteigen. Wir wagen uns zu Fuß vor, ums Eck finden wir ein historisch aussehendes Monument, man beachte allerdings dass es weniger Jahre zählt als Franzi, Zitat Ben. /FJA

29 September 2017

Wow! Das kam unerwartet. Gerade einmal 24 Stunden auf der Insel, schon sind wir zum Abendessen eingeladen. Unsere Gastgeberin hat uns spontan gefragt ob wir am Abend Lust hätten gemeinsam mit ihrer Familie „ein wenig“ Seafood zu grillen - da fiel uns das „Ja!“ nicht schwer, auch wenn Rockina nicht gerade Fan von Fisch & Co ist. Nach Sonnenuntergang ging es dann los, bis zur Großmutter waren alle versammelt. Und Essen gab es wie vermutet in Hülle und Fülle (genau genommen 9kg!). Von gegrilltem Fisch über Jakobsmuscheln und lokale Spezialitäten aus Lombok bis zu Rindereintopf war die Auswahl riesig - und richtig lecker! Dazu gab es balinesischen Punsch aus Kokosmilch und allen möglichen Früchten. Viel besser hätte der Start nicht aussehen können. /BWI
Nach unserer 26-stündigen Reise von Hamburg nach Denpasar wird erstmal entspannt. Bei 30 Grad und leichter Brise ist es in unserer offenen Küche gerade angenehm genug, um sich an die Temperaturen zu gewöhnen, Reisepläne zu schmieden, Bücher zu wälzen oder einfach nur auf der Terrasse zu liegen. Langweilig wird uns trotzdem nicht. Unsere wundervolle AirBnB Gastgeberin Novi, die direkt im Haus nebenan wohnt, hat uns zum Mittag durch die Nachbarschaft chauffiert, um indonesische Sim-Karten zu kaufen und eine große Auswahl an Restaurants und diverse Einkaufsmöglichkeiten kennenzulernen. Wir sind begeistert von unserer eher wenig touristisch Umgebung, an den hektischen Linksverkehr werden wir uns schon auch noch gewöhnen. Damit nicht genug der Gastfreundschaft, heute Abend wurden wir zum Familiengrillen eingeladen, frische Meeresfrüchte stehen auf dem Speiseplan - besser hätten wir uns ersten Urlaubstag nicht vorstellen können. /FJA