India, Bhutan, Myanmar · 66 Days · 107 Moments · December 2018

25 February 2019

Irgendwann sind auch die schönsten Momente im Leben vorbei. Heute Abend noch einmal mit einem langen Spaziergang am Strand einem wundervollen Land auf Wiedersehen gesagt. Morgen geht es tatsächlich nach 2,5 Monaten Auszeit zurück nach Hause. Ich bin gespannt, wie lange ich brauche, um mich wieder mit deutscher Griesgrämigkeit und Besserwisserei anzufreunden. Fazit? Man braucht weniger als man glaubt. 9 kg Gepäck für 10 Wochen- reicht. Man gewöhnt sich schneller als einem lieb ist- an Moskitos, Hitze und scharfes Essen. Man vermisst wenig- das aber heftig. Und man ist tatsächlich entbehrlich- die Welt dreht sich von ganz alleine weiter und vieles, was einen beschäftigt hat, rückt weit weg. Auch eine Lehre, um sich von unliebsamen Gewohnheiten und Menschen ganz einfach - zu trennen. Und ein guter Test, um bald wieder neu inein weiteres Abenteuer zu starten. Ich freu mich drauf!

22 February 2019

Bin nun in Nwge Saung und geniesse ein paar Tage am Meer. Nach 5 Stunden Fahrt von Yangon bis hier auf nahezu einer einzigen Straße kann man wohl zu Recht behaupten, das es sich damit um den längsten Strandweg der Welt handelt. Das Ayeyarwady Delta vor dem Meer ist sehr fruchtbar und unglaublich grün. Natürlich haben die Briten diese Kornkamer Myanmars urban gemacht. Vorher waren hier nur Mangrovenwälder und Sümpfe. Das merkt man auch heute noch, denn es ist sehr feucht mit vielen Moskitos.🤨 Alles wird von Hand gemacht. Es gibt für die gesamte Landwirtschaft nicht eine Maschine. Das habe ich so noch nicht gesehen. Selbst die Ernte wird in grossen Teilen noch mit dem Ochsenkarren eingefahren. Die Menschen sind viel zu arm, um sich solche Sache leisten zu können. 150€ ist das Durchschnittsgehalt Und man merkt: der Tourismus ist durch die Rohinga Angriffe im Norden massiv eingebrochen. Kaum Leute hier. Mir gefällt es trotzdem.

21 February 2019

Direkt nach dem Chinesen Viertel kommt schon der Hafenbeteich in Yangoon. Hier stehen direkt - quasi im Schmelztiegel der Völker, die hier sich hier freiwillig oder auch nicht angesiedelt haben (die Inder wurden von den Briten zur Arbeit hergeholt) ein Hindi Tempel neben der katholischen Kirche und um die Ecke ist die Moschee. Mittendrin das Wahrzeichen Burmas- die Unabhängigkeitssäule, die man überall im Land sieht. Abgerundet durch das ehemalige Gericht- jetzt gerade im Umbau zum Luxushotel! Und einigen Original Bauten aus dem 18. Jahrhundert. Leidet ist es nicht ganz einfach sie zu erhalten, da die Bewohner, die seit Generationen mit ihren ganzen Familien dort wohnen, nicht weg wollen und aus Kostengründen auch nicht können. Abends esse ich in einem Hilfsprojekt für Jugendliche, die hier eine Ausbildung zum Koch und Restaurantfachmann/ Frau machen. Das Fischcurry- sehr zu empfehlen und wie man beim Reisauch sieht: mit Liebe gekocht!
Der bis dato kleinste Flughafen, von dem ich je abgeflogen bin: Heho am Inle See. Man wird zuerst etwas unruhig, wenn man sieht, wie alles Gepäck von allen Reisenden zusammen geschmissen wird. Wenn man dann aber sieht, dass tatsächlich nur 1 Flug am Tag geht, ist man gleich entspannter.😂 Man darf übrigens auch auf dem Rollfeld die Maschine bewundern, hab ich mir aber dann mal gespart. In Yangoon ist es brütend heiß- 26 Grad um 11.00 Uhr! Trotzdem schmeisse ich mich in den örtlichen ÖPNV, um nach Chinatown zu fahren. Man erkennt das Viertel unweigerlich an den tausenden Lampignons, die überall hängen. Alles, wirklich alles kann man hier kaufen: Klaus hätte seine helle Freude an den vielen Kabelverkäufern. Also, wer noch nach Ersatzteilen sucht: hier wird man in jedem Fall fündig!😉

19 February 2019

Der Inle See ruft! Also ab ins Boot und früh los. So früh kam man die Fischer gut beobachten: Sie sind unfassbar gelenkig auf ihren kleinen Einbooten unterwegs. Der See besteht aus vielen Wegen und Strassen, wie Städte, nur eben auf dem Wasser. Sogar ganze Werkstätten zur Silberherstellung und Verarbeitung oder Lotusblütenweberinnen sind zu finden. Und auf einer Seiteninsel sind über 750 Pagoden. Die ersten aus dem frühen Mittelaler (Aufzeichnungen gab es ja nicht), bis in die letzten Jahre. Es wird immer weiter an-, um- und zugebaut. Es war herrlich, mit dem Boot und dem Fahrtwind in den Haaren von Ziel zu Ziel zu fahren. Morgen geht es früh zurück nach Yangoon.
Heute mit dem langsamsten Zug der Welt gefahren - von Kalaw zum Inle See. Schön war es trotzdem! Rund um den See ist es sehr touristisch- was kein Wunder ist, denn jeder möchte gerne den See befahren. Folglich sind alle Touren in Myanmar auch so ausgelegt. Sonnenuntergang und Vollmond Aufgang kriegen hier etwas magisches. Der Ort selbst erinnert an Italien: kleine Kanäle überall, viele kleine Boote und Leben an und auf dem Wasser.

18 February 2019

Auch die Buddhisten waren nicht untätig. Sie haben in jede Ecke der örtlichen Höhle Buddhastatuen auf- und eingebaut. Mitten im tiefsten Gang der Höhle fiel dann das Licht aus. Das war nicht nur gruselig, es war auch ziemlich gefährlich. Darauf eine kleine Portion Tea Leaf Salat. Das ist als ordentliche Bestellung zwar nur ein kleines Schälchen. Mit all den kostenlosen Beigaben wie frischem Tee und einer Suppe wird daraus dann eine komplette Mahlzeit.
Gestern den ganzen Tag im Bus von Bagan nach Kalaw verbracht. Die Strasse ist immer noch schlecht ausgebaut und ich bin 8 Stunden nur durchgeschaukelt worden. Also ist dann heute bewegen angesagt. Ich fahre mit einem örtlichen Truck und Guide um 8.00 Uhr zum Wandern. Er hat sich eine wunderbare Tour durch die flachen Hügel überlegt, wo man die Vielfalt der Bauern gut sehen kann. Die Erde ist sehr fruchtbar hier, das Klima ausgeglichen- Wärme wechselt mit Regen ab- also wächst hier nahezu alles, was man in die Erde steckt. Mittags gibt es bei einem lokalen Restaurant- geführt von einem Freund der Familie des Guides- ein typisches Mittagessen. Danach bin ich platt. Nach einer kleinen Mittagspause geht es wieder los. Die Briten haben hier in den Bergen gerne den Sommer verbracht, weil es schön kühl war. Also haben sie auch direkt mal die gesamte Infrastruktur mitgebaut: die kleine katholische Kirche hat heute noch knapp 75 Mitglieder. Trotzdem hat sie die älteste Bibel von Myanmar.

16 February 2019

Tuktuk ist die preiswerteste Alternative von A nach B. Für umgerechnet 8 € bekommt man seinen persönlichen Fahrer und kann einen ganzen Vormittag Einkäufe und Besichtigungen machen. Also chartere ich einen Fahrer, der sich vor drei Monaten selbstständig gemacht hat und furchtbar stolz ist, eine 'grosse 'Fahrt zu bekommen. Wir machen eine Rundtour, bei der mich ein kleines Dorf sehr beeindruckt hat. Vor drei Jahren gab es hier noch nicht mal Strom, alle Bewohner müssen sich gegenseitig helfen, um in der Vergangenheit überleben zu können. Standardmässig gibt es Reis mit Gemüse, Stoffe und Alles rund um Bekleidung, Versorgung wird selbst gemacht. Dabei wird man sehr alt, wie die älteste Bewohner in eindrucksvoll mit 94 Jahren zeigt. Ihr Rezept? Eine selbstgedrehte Zigarre täglich, viel Arbeit und Buddhagläubigkeit. Na dann....auf dem Weg sehe ich mir noch 700 Jahre alte Zeichnungen in einem Tempel an, nicht wirklich gut restauriert. Man spielt lieber Bierdeckel -Schach🤨

15 February 2019

Lackkunst hat eine lange Tradition in Myanmar. Zuerst wird aus Bambus ein Grundgerüst geflochten, dann mit Lack immer wieder beschichtet, bis die gewünschte Standfestigkeit erreicht ist. Statt mit Bambus werden besonders edle Stücke auch aus Rosshaar geflochten, was eine ziemlich langwierige und sehr detailverliebte Sache ist. Das wäre nix für mich, da fehlt mir die Geduld. Dann lieber zum Napaya Tempel, wo der Sage nach ein unglücklicher, weil verschleppter König 'seinen' Buddha wie sich selbst eingekerkert dargestellt hat. Etwas beängstigend und traurig. Deshalb werfen die Gläubigen auch ganz viel Geld in die grosse Schale, um den Buddha zu besänftigen. Ein wunderbarer Sonnenuntergang mit einem Spicy Grünen Papayasalat runden einen schönen Tag lecker und harmonisch ab.
5.30 Uhr geht es los, um einen wundervollen Sonnenaufgang mit Ballonbegleitung zu erleben. Danach auf den lokalen Markt in Alt Bagan. Hier wird gehandelt, was die Felder hergeben und der Kochtopf so verarbeiten kann. Zwischendurch rauchen die Damen dann auch mal eine Zigare, natürlich selbstgerollt! Hier findet man auch noch Grauen mit den berühmten langen Hälsen, durch jahrzehntelanges Tragen ihres Goldringschmuckes ist der Hals ein wenig länger geworden🤪 Bezahlen kann man übrigens per App! Am Ananda Paya Tempel sind die Hindi Einflüsse nicht zu leugnen. Einen architektonischen Hingucker gibt es auch: in einem kleinen Wasserloch (da hat wohl ein Bauarbeiter am Material gespart!) spiegelt sich der Tempel wunderbar. Also wird das auch als touristisches Highlight verkauft!

14 February 2019

Manchmal muss es ein Faulenzertag sein. Morgens mit dem Bus nach Bagan. Nachmittags war es so heiß, das nur der Pool Abhilfe schaffen konnte. Ei frühes Bagan Tamarind Curry Leaf schafft die Grundlage für den Abend. Um 18.30 Uhr geht es los zum

13 February 2019

Boot fahren ist ja meine heimliche Leidenschaft. Umso besser, das eine Tour mit dem Boot mich über den Ayeyarwady River, nach Mingun fährt. Dort angekommen, will mich doch tatsächlich ein Ochsentaxi zu den Denkmälern bringen. Ich gehe lieber zu Fuß, es ist nicht weit. In Migun geht es noch sehr ursprünglich zu. Trotzen haben die Frauen des Dorfes das Geschäfte machen für sich entdeckt. Am Nachmittag dann die berühmte U Bein Brücke. Sich einzureden, man wäre dort alleine, ist etwas ambitioniert. Das macht echt keinen Spaß... Da ist es auf dem Sagaing Hügel schon etwas ruhiger. Herrliche Ausblicke und egal wohin man schaut, eine Pagode reiht sich an die nächste. Ein unvergesslichet Anblick, auch wenn es heute 'nur' noch 20.000 und nicht mehr wie noch vor rd. 20 Jahren 270.000 Tempel und Pagoden sind. Der Ayeyarwady River hat schon viele Eroberer kommen und gehen sehen. Und er hat sie alle überlebt.

12 February 2019

Das Mittagrssen in einem traditionellen Restaurant ist fantastisch: man bestellt ein Currygericht und bekommt jede Menge sog. Side dishes wie scharfe Kartoffeln, Picklrs oder Spinat da zu. Lecker. Nachmittag dann zum "Golden Monastery," ursprünglich Teil des Königlichen Palastes von Amarapura. Wunderschöne Holzarbeiten, die leider in den vergangenen Jahren doch etwas stümperhaft aufgebessert wurden. Ein Universitätsprojekt lässt hoffen, das es besser wird. Dann zur Kuthodaw Pagoda, eine riesige Anlage mit mehreren hundert kleine Gräbern. Dort findet sich in jedem eine Seite des buddhistischen Buches der Theravada Buddhisten. Sie gehen von Grab zu Grab, lesen und beten. Das dauert.. Zum Abschluss des Tages dann noch rauf zum Mandaly Hill- spektakulärer Ausblick auf die Stadt Natürlich auch für den Sunset. Obwohl man sich nicht einreden sollte, das man der Einzige mit dieser Idee ist🤣. Im Hotel dann in dr Rooftop Bär einen leckeren Wassemelonensaft getrunken.
Flug von Yangoon nach Mandalay. Ich bin noch etwas müde, und habe vor allen Dingen ziemlichen Muskelkater. Eine Massage gestern Abend hat bösen Muskelkater beschert. Bei der Ankunft in Mandalay könnte man schon vom Flieger aus überall goldene Spitzen zwischen den Bäumen aufblitzen sehen. Und selbst das Flughagfengebäude ist wunderhübsch verziert. Die Regierung hat alle Infrastrukturprojekte an private Investoren ausgelagert. Sie dürfen für 5 Jahre Einnahmen generieren, danach entscheided die Regierung, ob sie das Geschäft selbst übernimmt oder an einen anderen vergibt. Das nennt man hier: Demokratie!😶 Manadaly ist die goldene Stadt.  Viele Chinesen und auch Birmesen verdienen ihr Geld mit dem Metall. Wirklich überall sind Shops für Goldwaren. Auch die Tempel profitieren davon. Alle Statuen werden immer wieder mit Goldplättchen beklebt- und werden im Laufe der Zeit immer dicker und runder.

11 February 2019

Natürlich gehört auch ein echter grosser Hingucker zum Tag: der liegende Buddha würde im 2. Weltkrieg zerstört und erst in den 2000er Jahren wieder aufgebaut. Weiterer trauriger Zeuge des Weltkrieges: der Memorial Friedhof in Yangoon. Neben den Landsleute sind auch viele Inder hier beerdigt. Am Nachmittag finde ich noch die alte Bibliothek der Mönche, die offensichtlich kurz vor dem Abriss steht. Was schade ist, denn die alten Gebäude haben wirklich Charme. Auch wenn man ihnen ansieht, das sie harte Jahre während der Militärdiktatur hinter sich haben. Yangoon präsentiert sich festlich, denn morgen ist Unabhängigkeitstag. Darauf einen Streetfood Grillfisch- Spicy, frisch und traditionell auf dem Plastikhöckerchen.
Heute Morgen erstmal mit Mohinga, de traditionellen Suppe der Burmesen in den Tag gestartet. Erster Halt des Tages ist eine Babusmöbelschreinerei. Aus Bambus kann man alles mögliche machen. Vor allen Dingen Möbel. Ein Bambusbauer schafft 7 Stühle pro Tag, und bekommt dafür umgerechnet 18 €/Tag. Davon kann die Familie sehr gut leben. Sie brauchen Muskelkraft, eine Säge und manchmal auch einen Bohrer. Keine Nägel, kein Leim- alles hält durch gute und logische Kombination. Darauf gönne ich mir eine Pomelo:ist schon fast eine Nationalfrucht. Anders als in China - wo z.B. auch die Schale als Brennstoff genutzt wird- wird hier nur das Fruchtfleisch verwendet. Das Abendessen ist gesichert.  ein paar Ecken weiter riecht es streng: traditionell wird der Fisch hier getrocknet, um dann zum Kochen wieder eingeweicht weiter verwendet zu werden. Schmeckt lecker, riecht aber fürchterlich. Die Garnelenpuffer am Nachbarstand riechen UND schmecken dafür umso besser.

10 February 2019

Es gehtvweiter zum goldenen Felsen. Vor her noch im Hotel eingecheckt. Auf den ersten Blick wird klar: die Familie ist starker Fan der amtierenden Ministerpräsidentin. Mit einem Truck geht es eine gute halbe Stunde rauf zum Felsen. Man kann sich auch mit einer Sänfte hoch tragen lassen. Wer hätte das gedacht; zufällig wird gerade das bekannteste Denkmal Burmas auch renoviert! Also verpackter Fels.. da kam man nix machen. War auch so ein Erlebnis. Frauen dürfen hier aufgarkeinen Fall die wichtigen Heiligen Stätten betreten. Sie malen lieber ihr Gesicht mit Baumabrieb an und die Kinder gleich mit. Hilft gegen Krankheiten, Sonnenbrand und macht schön. Sieht trotzdem seltsam aus. Auch hier wird gespendet was das Zeug hält.
Heute morgen direkt zur Shwedagon Pagode, eine komplette Tempelstadt. Unfassbar, was hier heute los ist. Am Sonntag geht die ganze Familie zum gemeinsamen Gebet, jeder zu seinem Heiligen und seinem Geburtstagsheiligen. Leide wird die Pagode gerade renoviert. Alle vier Jahre holt man das Gold herunter, danach kann man wieder fleissig spenden, damit Goldplättchen aufgeklebt werden können. Wer spendet sagt: Miau, Miau, Miau. Die andern antworten: Sadu, sadu, sadu. So geht das lautstark die ganze Zeit. Jeder will der beste und grösste Spender sein. Alle haben sich fein gemacht, Blumen gekauft und lassen sich beim Spenden abbilden

9 February 2019

Samstagmorgen dann gut in Yangoon gelandet. Mein Koffer hat's zerrisen- im wahrsten Sinne: er ist auf dem Flug quasi gestorben. Also direkt vom Hotel in einen Supermarkt- wo man Realmässig alles bekommt. Nun ja, Qualität made in Germany ist nicht zu erwarten, aber muss ja auch nicht sein. Abends erst mal lecker Essen in einem schicken Gartenrestaurant. Die Chinesen sind auch überall, weil ja Neujahr ist.

8 February 2019

Nach 5 Tagen Strand wird es Zeit für mich, wieder loszuziehen. Ich nehme den 6.00 Uhr Zug von Trivandrum nach Ernakulam und bin früh da. Also dann erstmal ein leckeres Frühstück vegetarisch. Meinen Koffer habe ich im Bahnhof geparkt und musste dafür meinen Reisepass vorlegen, einen Fragebogen ausfüllen und sonst noch tüchtig Informationen zur Verfügung stellen. Auf meine Frage warum soviel für die Aufbewahrung eines Koffers gefragt wird, antwortet die Dame am Counter mit bösem Blick: Terroristen! Nä, ist klar. Aber die Sicherheitsschleuse am Eingang ist komplett im Brötchen und alle zogen ihren Hausstand so in den Bahnhof. Ich weiß jetzt, was mir die letzten Tage gefehlt hat: indische Logik! Fahre erstmal 1 Stunde Böotchen!

4 February 2019

Abad Harmonia Hotel hat auch ein Ayurveda Treatment. Der Doktor hat mir Pillen gegeben, die ein wenig wie kleine Ziegenköttel aussehen und auch so riechen.😖Dazu eine große Flasche Saft, der lecker riecht und schmeckt. Ich habe alles brav genommen: besser! Was immer es auch ist: wer heilt, hat Recht. Abends dann grossen Hunger, da hilft: großer Fisch. Und heute auch schon wieder munter den Strand um 10.00 Uhr lang gestreift, bei 34Grad und 69 % Luftfeuchtigkeit. Da wird der Hund im Sand verrückt. Gott sei Dank ist es bewölkt und ein schöner Wind weht. So lässt es sich gut leben!

2 February 2019

Nach einer Horror- Nacht mit gefühlt 3 Millionen Mücken und völlig zerstochen steige ich heute Morgen um 6.00 Uhr unausgeschlafen in den Zug nach Trivandrum. Von dort noch 20 Kilometer bis an die Beach. Jetzt wird nach 6 Wochen für 6 Nächte hintereinder im selben Bett geschlafen, nachdem ich vorher maximal 2 Nächte im selben Hotel war. Ist auch bitter nötig, denn ich habe mir einen bösen Husten und Fieber eingefangen. Sonne, Meer und Ruhe kriegen das wieder hin!

1 February 2019

Allepy- Homestay bei einer indischen Familie. Da muss man in Sachen Komfort schon Abstriche machen. Und wenn man in Kerala ist, gehört eine Backwater Tour unbedingt dazu. Zähne putzen am Wasser, sehr praktisch Und natürlich will sich jeder auch mit den Gästen fotografieren lassen! Die Kinder haben Spaß, die Mutter macht fürs Abendessen Muscheln. Lecker!

31 January 2019

Endlich in Gewürze eintauchen! Was man alles mit einer einzigen Zimtstange oder Vanilleschote machen kann, hier erfährt man es! Und Tips zum Recyceln gibts kostenlos dazu.

30 January 2019

Wem die Süsse zu Kopf steigt, der kauft Gemüse, was frisch lecker und regional ist. Zwiebeln gehören in jedes Essen, in rauen Mengen! Eine Kooperative für Alleinstehende im angrenzenden Wohngebiet webt Tücher und schafft sich so ein Existenzgrundlage, weil das kommunale Sicherungssystem Alte, Kranke und Alleinstehende Frauen noch nicht auf der Agenda hat. Modi ist auf Wahlkampftour und verspricht hier Besserung. Denn Witwen werden heute eben nicht mehr mitverbrannt, sondern gehen eigene Wege. Manches erinnert doch noch an Mittelalter! Dennoch sind die Menschen hier unglaublich stolz auf ihr Land, ihr Leben und ihre Familie. Und das sieht man ihnen auch an!
Am Nachmittag eine Fahrrad- Rikschatour. Die Fahrer haben es schwer, sich gegen Autos und Tuktuks durchzusetzen. Waren sie vor 20 Jahren noch Alltag, sind sie heute Exoten. Was ich nicht verstehe, weil Indien Vorreiter im Umweltschutz sein will. Da fühlt man sich doch gleich wie in Deutschland: Plastik verbieten, aber SUV fahren. Hier genauso. Mein Fahrer ist 75 Jahre alt und super fit. Er fährt mich zum Bananenmarkt. Dort werden alle Bananen der Umgebung angeliefert, 75 Sorten von insgesamt rd. 270 in ganz Indien. Es wird an örtliche Händler und Hochzeitsplaner weiter verkauft. Denn bei Hochzeiten werden schon mal schnell 500- 2000 Bananen geordert, da die Hindi zwar Süsses mögen, das aber in Form von Obst. Es gibt wenig Süssigkeiten, Schokoliebhaber haben es schwer, weil importiert und teuer. Die Bananen werden von jedem Händler in Öfen mit geräucherten Palmblättern selbst zum individuellen Reifegrad nachgereicht, Chemie gibt es keine. Was man dann auch schmeckt.
Heute morgen die Tempelstadt in Madurai besichtigt. Leider darf man nicht fotografieren. Ich kann allerdings die UNESCO verstehen, dass sie die Anlage nicht in das Weltkulturerbe aufnimmt. Wenn man sieht, wie schlecht die Renovierung nach dem Brand im letzten Jahr durchgeführt werden, möchte man einfach nur Aufhören rufen... Mittags dann zum ersten mal selbst ein Ticket bei der Indischen Eisenbahn gekauft. Nicht wirklich einfach, weil alles im Hindi geschrieben ist und die Mitarbeiter ähnlich wenig dienstleistungsorientiert sind, wie in Deutschland. Und was die alles wissen wollen! Ok, trotzdem erfolgreich, wenn auch bei 32° ziemlich durchgeschwitzt. Pause über Mittag im Hotel, wo endlich die Braut ja gesagt hat! Plakate im Umfeld laden jeden ein, die Braut sieht super aus, kann aber bei all dem Schmuck und Firlefanz den Kopf nicht bewegen und geht wie eine Puppe. Der Bräutigam ist doch recht klein geraten😉

29 January 2019

Eine lange Busfahrt nach Madurai, die Stadt, die niemals schläft. Was man man dann heute Nacht auch feststellen konnte: neben den Vorbereitungen für eine Hochzeit im Hotel ein Wahrsager, der mir durch seinen Papagei die Zukunft voraussagte. Besuche einen Viehmarkt, auf dem Hahnenkämpfe noch zum Tagesgeschäft gehören. SEHR grosse Mausefallen lassen Schlimmes ahnen 😶 Ein Besuch in einem traurigen, weil schlecht gemachten, Ghandi Museum runden den Tag ab.

28 January 2019

Puducherry wartet mit einem wunderbaren französischen Viertel auf mich. Direkt am Meer das Verwaltungsgebäude, dem eine Frau vorsteht. Sie wird bewacht von Polizistinnen, die ihren Schlagstock nicht zur Zierde bei sich tragen! Ghandi wird wieder mal überpinselt. Das ist wohl schon häufiger passiert, denn er ist ziemlich pummelig 🤣. Nehru ist zwar dünner, aber auch bunter. Besuch im Sri Aurobimdo Ashrams, ein besonderer Ort, an dem nicht fotografiert werden darf, wie häufig in Tempel und heiligen Plätzen. Absolute Stille, ungewohnt. Auch Hunde wissen das zu schätzen. Danach der grosse Ganesha Tempel, der als Thema Ganesha in aller Welt darstellt. Ein Elefant ist er immer, aber man muss sich schon wundern, was man daraus alles machen kann! Ein langer Spaziergang rundet den Tag ab, bevor es am Abend zum Abschluss des Tages in ein schickes fanny Restaurant geht.
Die 5 Rathas sind im Mallapuram ein weiteres historisches Rätsel: direkt am Ozean wurden aus einem einzigen Felsen von oben nach unten 5 Tempel von Hand herausgeschlagen. Bemerkenswert: hier wurde erstmals eine Gottheit mit zweierlei Geschlecht dargestellt. Bis heute sind Menschen mit zwei Geschlechtern eine besondere , weil von den Göttern besonders geliebte Gruppe. Bei Geburten werden sie zur Segnung gerufen, Kinder mit sexuellen Abnormitäten werden von ihnen adoptiert und in ihrer Gemeinschaft groß gezogen. Indien ist weltweit das einzige Land, wo sie gesellschaftlich akzeptiert leben können. Der Shore Tempel war jahrhundertelang direkt am Golf von Begalen im Sand verborgen. Auch hier waren es die Engländer, die der Sache sprichwörtlich auf den Grund gingen. Eine riesige Anlage, bei der durch den Tsunami 2004 weitere Grundmauern freigelegt wurden. Die Weiterfahrt nach Puducherry mit Stachelbeeten in Chili- Zitronensaft Snack mässig überbrückt. Frisch, scharf, lecker.

27 January 2019

Heute Vormittag vor der Hitze Kulturprogramm. Riesige Steinskulpturen, Verzierungenn und- wie kann es anders sein- natürlich zu allem und jedem eine Geschichte. So liegt ein Fels sehr abschüssig auf einer glatten Steinfläche. Man erzählt sich, Krishna, der Butter sehr liebt, habe diese in den Haushalten gestohlen um sie zu essen. Man verfolgte ihn, er warf das Stück weg- dort liegt es noch heute und heisst Krishnas Butterball. Die Engländer sahen in dem Stein ein Sicherheitsrisiko und versuchten, ihn mit Elefanten wegzuziehen. Das hat nicht funktioniert, was wiederum Anlass war, den Ort sofort für heilig zu erklären. Hätten die doofen Engländer mehr Elefanten genommen, gäbe es heute keine Story und ein Heiligtum weniger in Indien.
Die Kinder finden die Rutsche, die sie in Hunderten von Jahren selbst in den Stein gerutscht haben viel spannender als die Geschichte und die ollen Steine.

26 January 2019

Eine Zugfahrt steht an: nach Chennai sind es rd. 7 Stunden. Allerdings vergeht die Zeit wie im Flug: Es ist Unabhängigkeitstag, und das wird von allen gefeiert, auch die Kleinsten tragen ein typisches Schiffchen wie Nehru zur Sympathiebekundung. Viele nutzen die Gelegenheit, ihre Familie zu besuchen oder machen einen Ausflug. Gut, wenn Inder unterwegs sind, kommen schon ein paar Leutchen zusammen. 😉 Das Hotel, sonst SEHR einfach, lockt aber mit einem Pool. Wer will das, wenn doch der Ozean um die Ecke lockt?

25 January 2019

Der Mysore- Palast begeistert bei Tag wie bei Nacht.
Wenn man nicht aufpasst: beim Tamilen bekommt man sein Essen auf einem Bananenblatt serviert. Knickt man nach der Mahlzeit das Blatt vom unten nach oben zusammen, kommt sofort der Koch und fragt nach, ob es nicht geschmeckt hat. Man bekommt dann ein neues Essen. Da die Portionen riesig sind, falte ich lieber mal von oben nach unten 😉 auf dem Weg zum Basar jede Menge Hochzeitsbusse, es ist Hochsaison. Der Basar ist riesig und bunt und verführt.
Der Hindu- Tempel in Mysore ist ein bedeutendes Heiligtum für die Hindus. Die Opfergaben sind bunt, die Kokosnuss als Zeichen für Fruchtbarkeit darf natürlich nicht fehlen. Auch hier- wie an der Hohenzollernbrücke im Köln 'werden Wünsche mit sichtbaren Zeichen- Bändern und Armreifen- angebunden. Bunter Puder- in den heiligen Farben Rot, gelb und Gold werden überall eingesetzt. Bei Mandalas und Steine und den Treppenstufen. Heilige Kühe gibt es auch, nicht ganz so farbenfroh wie die Gottheiten, die verehrt werden.

24 January 2019

Auf dem Weg nach Maduray. Da liegt es nahe, sich direkt auch eine der lokalen Teefabriken anzuschauen. Zeitreise nach 1920: seit dem arbeiten die englischen Maschinen hier schon zuverlässig. Der weltweite Teepreis verfällt immer mehr, so dass man auf den Auktionen für 26 kg- 1 Sack- Orange Pekoe Qualität noch 800 Rupies erzielt, 10€. Also wird kaum noch von Hand gepflückt, sondern mit Scheren. Für Dubai Kunden wird von Hand verlesen, 1 Kg braucht 2 Tage, der Preis wird nicht genannt....
Inder sind anders Auch bei Ver- und Geboten. Eine kleine Auswahl:

23 January 2019

Outdoor Tag: zuerst die Eddakal Höhle besichtigt. Hier finden sich die ältesten Wandmalereien Indiens, weit über 5000 Jahre alt. Man erkennt immer noch die Tanzszenen, die Motive für die Gottheiten und hofft, das der Stein im der Mitte, eine Art Dach, auf keinen Fall gerade jetzt herunterfällt. Man muss aber keine Angst haben, versichert der Guide: der indische TÜV überprüft das jedes Jahr. Gut, da bin ich dann doch mal lieber ein Stück zur Seite gegangen. Nachmittags dann eine Wanderung. Und die hatte viel Natur zu bieten: hier steckst du einen Stock in die Erde und er fängt an zu blühen! Auf jeder Baustelle steht ein Black Eye Dummy, der den Teufel und die bösen Geister abhalten soll. Auf dem Weg zurück Elefanten, die hier nicht nur beliebt sind. Auf ihrem Weg zu Futter und Wasserplätzen trampeln sie auch gerne mal durch Vorgärten, wenn plötzlich auf ihrer bekannten Route eine Garage steht. Und überall meine Lieblingsfarbe und nette Menschen.

22 January 2019

Auf dem Weg nach Kalpetta die Vorzüge des grössten Arbeitgebers der Welt erneut genossen: Alles von der Toilette über WiFi bis zur Platzreservierung ist frei. Grundnahrungsmittel und Getränkepreise fast nicht mehr umzurechnen für Europäer...(80 Cent =1€. 1Tee =5 Rupies). Statt Speisewagen gibt es hier Flying Buffet. Und zwar vom Feinsten! Cotlett- frittiertes Gemüse mit Käse, fast wie Croquetten. Tee, Kaffee, kalte Getränke und Säfte. Pakora- gemischtes Gemüse, Soft oder Spicy. Sandwiches, Süssigkeiten und an jeder Station wird das Angebot gewechselt. So kann sich jeder auf dem Weg ins Büro noch versorgen, und die Dhawallas kennen ihre Kunden sehr genau! Leider reicht es bei mir nur für ein Chai, da der Hoteleigner es heute Morgen gut mit mir meinte: neben frisch gepressten Ananasaft gab es einen Teller frisches Obst Omelett mit Gemüse und Kaffee. Das reicht erstmal 😉

21 January 2019

Heute morgen endlich mal wieder ein Müsli bekommen. Das hat nach fast 4 Wochen gut getan. Danach einen Rundgang durch Kochi: St.Francis Church, eine der ältesten Christlichen Kirchen Indiens. Hier waren Franzosen, Engländer und Niederländer- da liegt die Christianisierung nicht fern. Damit es bei der Messe den Gläubigen nicht zu warm würde, gibt es eine Konstruktion von der Decke, die von aussen per Hand gezogen wird und so für Ventilation sorgt. Clever! Vasco da Gama hat hier sein Grab Und um die Ecke ist dann der Drehort vom Marigold Hotel Es gehört einem Privatmann, der das Haus ganz oft für Filmaufnahmen zur Verfügung stellt. Wohnen kann man dort auch, direkt mit Blick aufs Wasser und die chinesischen Fischernetze. Sie wurden von den Chinesen, die als Einwanderer kamen dort aufgebaut und stehen seit 500 Jahren aktiv im Einsatz. Man muss von Hand an den befestigte Steinen ziehen, dann senkt sich das Netz und umgekehrt. Der Fang wird abgeschöpft, das ganze dann wieder von vorne.
Da kommt auch schon mein Bus in voller Lautstärke das Lieblingslied des Fahrers spielend, um die Ecke, der mich zum Waschplatz der Stadt bringt. Von allen Hotels und Privathaushalten wird hier nach alter Tradition die Wäsche gewaschen, indem sie geschlagen wird. Danach in interessanter Hängetechnik ohne Klammern in der Sonne 30-40 Minuten trocken lassen, wenn gewünscht wird auch gebügelt: mit Kohle, oder elektrisch, auch das Faltpapier zum Einlegen wird gebügelt. Fertig! Die Waschleute sind einst von den Portugiesen zum Uniformen waschen dort angesiedelt worden. Heute sind sie unentbehrlich. Und sehr gut, denn auch meine Wäsche war picobello. Am Abend dann zum traditionellen Katakali. Ein Ausdruckstanz, bei dem jede Fingerbewegung eine Bedeutung hat. Auch Make up und Kostüme sind beeindruckend.

20 January 2019

Es ist auch um 22.00 Uhr noch wunderbar warm. Geniesse einen spicy Fisch, namens Grandmas Fisch- gebacken im Bananenblatt. Unfassbar lecker und Spicy! Dazu frischen Ingwer- Lime Soda, lecker. Heute Nachmittag am Hafen Kardamonsoda getrunken, ein Geschmackserlebnis. Hier im Süden wird wenig Alkohol getrunken, 75 % Hindi geben den Takt vor:-) auch im den Restaurants. Wer trinken will, muss in einen Laden mit extra Lizenz. In Kochi gab und gibt es viele Kunstprojekte. Auch viele junge Leute machen mit. Hier ist gerade auch Hochzeit für Hochzeiten. Also jeden Abend Feuerwerk, geschmückte Hochzeitskutschen mit viel PS und natürlich viel Bling Bling. Was man ja sonst bei Indern kaum findet🤣Man kann auch ein Fahrrad mieten und per Pedes die Gegend erkunden. Allerdings sehen die Räder nicht wirklich vertrauenerweckend aus.
Wie groß dieses Land ist, wird mir heute wieder bewusst: 3,5 Std. Flug, um von Dehli nach Kochin im Süden zu kommen. Übrigens der erste Flughafen der Welt, der ausschließlich über Solarenergie betrieben wird. Sonne gibt es hier genug, um 9.00 Uhr bereits 21 Grad. Aber nicht nur die Temperatur, die ganze Umgebung ist anders: grün, viel Wasser, entspannte Menschen und keine Hupe wird betätigt! Schon jetzt sehr erholsam...

18 January 2019

Eine der grössten buddhistischen Tempelanlagen steht in Varanasi. Viele Mönche aus Bhutan getroffen, die hierhin eine Pilgerreise machen. Am Nachmittag das muslische Seidenviertel besichtigt. Hier wird noch jedes Sarimuster von Hand in Lochkarten gestanzt, auf die (mittlerweile) maschinell betriebenen Webstühle gespannt und gewebt. Die 6 Meter langen Saris müssen dann von Hand nachbearbeitet werden. Natürlich von Frauen, die für jeden Sari dann 10 Rupies, also umgerechnet 12,5 Cent bekommen. Der Lärm in den Gassen ist ohrenbetäubend, von Sicherheitsmassahmen keine Spur. Hier werden von rund 1000 Familien durch die Sari- Produktion rd. 25 % des gesamten Sozialproduktes von Varanasi erwirtschaftet. Alle, auch alte und kranke Familien werden über die Kooperative versorgt. Und auch hier werden Freundschaften fürs Leben früh beim Spielen geschlossen!
Heute morgen um 6.00 Uhr den Sonnenaufgang mit indischer Musik auf einem Boot begrüsst. Viele Baden morgens im Ganges, was aber derzeit höllekalt ist. Es geht um die spirituelle Erfahrung Ich lasse das mal weil ich durch die ganze AC einen fetten Schnupfen habe. Sieht auch nicht so richtig lecker aus. Stattdessen gab es zurück an Land erstmal ein leckeres Frühstück mit Zimtschnecke.

17 January 2019

Varanasi- man liebt oder hasst es. Ich gehöre zu der ersten Gruppe. Eine faszinierende Stadt, die älteste bewohnte der Welt. Was gibt es da nicht alles zu sehen! die Verbrennungsplätze der Toten am Ufer des Ganges brennen 24 Stunden. Rund 240 Menschen werden jeden Tag eingeäschert, seit Jahrhunderten. Geht man durch die Altstadtgassen ertönt alle paar Minuten der Ruf: Rama, Rama. Ertönt der Name des Gottes Rama, gehen alle einen Schritt zur Seite und lassen die Trauergemeinde mit dem reichgeschmückten Leichnam vorbei. Man darf nicht fotografieren oder als Fremder zu nah herangehen. Ist der Trauerzug vorbei, wird weiter eingekauft, geschwätzt oder gekocht. Frauen und Kinder sind dito nicht erlaubt, weil nach der Lehre die Seele über das Feuer nicht aus dem Körper geht, wenn Emotionen gezeigt werden. Nur vom Wasser aus darf man zuschauen, auch bei den Hindi- Tempelzeremonien. Beeindruckend!
Mitten in der Altstadt von Varanasi gibt es einen Lassi- Shop. Und ja, das ist ein Lassi wie aus dem Bilderbuch! Unfassbar lecker. Das Geheimnis? Es wird von Hand gerührt und nicht über einen Mixer zu Tode püriert 😁

16 January 2019

22.15 Uhr fährt der Zug nach Varanasi los. Für mich nicht ganz einfach, sich direkt in die richtige Schlafposition zu bringen. Inder haben da eher kein Problem, sondern legen sich direkt im Bahnhof aufs Ohr. Manche warten Tage auf die Anschlusszüge. Nach einer eher schlaflosen Nacht Chai Tee direkt ans Bett. Auch warmes Essen oder Chapati kann geordert werden der Zug hat dann auf 500 Kilometer zwei Stunden Verspätung. 14 Stunden später in Varanasi, wo die Kofferträger meinen roten Koffer so schnell durchs Gewühö tragen, dass ich kaum hinterher komme-Ohne was auf dem Kopf🙄. Auf den Schreck erstmal ein leckeres Chicken Briyani Reisgericht.
Am Abend zu einer Hinduzeremonie. Man durfte nicht fotografieren, aber es war auch so ein für mich völlig neues Erlebnis. Vishnu wird hier verehrt, was bedeutet, wenn der Priester allabendlich dem Schrein öffnet, die ganze Meute anfängt zu schreien, singen, und die gekauften Blumen und Süssigkeiten in den Schein zu werfen, weil das Glück bringen soll. Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man meinen, ein Boygroup Konzert liefe da vorne ab Dazwischen Bettler, Gaukler, weise Männer und Kühe. Tätoviert wird frei aus der Hand, Hygiene wird ja auch etwas überbewertet. Hoffentlich hat er den Namen der Liebsten richtig geschrieben. Wenn nicht, auch nicht schlimm. Man macht dann eine Anzeige in der Zeitung, wie es richtig heissen muss und das Ding ist geritzt. Passiert hier jeden Tag, weil es immer wieder Übertragungsfehler bei den Namen gibt. Inder sind wirklich pragmatisch:-)
Ochra ist eigentlich eine Tempelstadt, soll heissen, in der ganzen Stadt reiht sich Tempel an Tempel. Ich hatte vorher nicht davon gehört als ich vor 20 Jahren das erste Mal hier war. Gut, seit 2010 wird die Anlage auch erst touristisch vermarktet, nachdem die ersten Hippies danach fragten. Heute lebt der ganze Ort davon. 500 Jahre hat er brachgelegen. Warum? Nachdem man 20 Jahre den Palast und die Tempelanlage gebaut hatte, feierte man gemeinsam mit allen wichtigen Priestern die Einweihung. Ein Hindupriester, der dem König nahestand, lobte seine Investition. Als Dankeschön für das Lob schenkte der König ihm in dieser Nacht den Palast. Der Priester freute sich, kehrte nach Hause zurück, um seine Sachen zu packen und nach Ochra umzuziehen. Leider verstarb er auf der Rückreise. Und da man ein einmal gegebenes Versprechen niemals brechen darf, verwaiste der verschenkte Tempel und der Waldrand, der immerhin 15 km umfasst, holte sich sein Terrain zurück. Bis die Hippies kamen....

15 January 2019

Am Nachmittag dann nach Ochra. Auf dem Weg mitten ins Vetkehrsgetümmel gekommen, weil ja Feiertag war (Die Winterzeit ist zu Ende). Da wird tüchtig geschmaust, eingekauft und die Platten auf dem Kopf der Frauen sind keine Reparaturplattem für's Badezimmer, sondern Küchengerät, um leckere Chutneys zu machen. Und das Tuktuk für den Heimweg teilt man sich mit ungefähr 15 anderen Nachbarn. TÜV wird ja allgemein überbewertet. Das Hotel dann mal richtig chic, mitten im Tempelgelände.
Heute statt Frühstück ein Farm- Brunch. Der Maharadscha hat ja nicht nur ein Hotel, er versorgt seine Gäste mit eigenem Gemüse und Obst. Eine riesige Farm mit allem was das Herz begehrt: Mangos, Papaya, Guaven, Chilis und leckerem Gemüse aller Art. Farmarbeiter mit vielen Kindern wohnen auf dem Gelände. Ihr Dienstherr kümmert sich um Schulbildung und eine einigermaßen gute Unterbringung. Die Frauen arbeiten wie immer hart. Aber auch die Männer engagieren sich- in der Küche! Ein wenig erinnert es an Zustände in Deutschland im 19. Jahrhundert. Roti, also selbstgemachtes Brot, Chicken Masala, Korianderchutney und Djaal- yummi und superfrisch. Zum Abschluss warmer Karotten- Koriander Pudding-Diät sieht anders aus 😚

14 January 2019

Am Nachmittag nach der Rückkehr eine Runde Kricket, Volkssport Nr. 1. Vorsichtig formuliert haben wir uns nicht wirklich in Top Form präsentiert. Den Kids hats jedenfalls ziemlich gefallen. Abends dann doch mal am Lagerfeuer einen indischen Rum probiert. Leider lecker 😁
85 Tempel lagen jahrhundertelang tief im Dschungel verborgen. Als die Engländer kamen und die Geschichte hörten, begann das große Graben. Das Ergebnis heute: 25 wunderbare steinerne Monumente, die zu Recht zum Weltkulturerbe gehören. Die Steinmetze haben die Geschichte des Hindiismus detailreich erzählt. Und sich natürlich auch selbst verewigt mir einem Elefant. Alles Leben beruht auf Vereinigung. Ohne kein neues Leben. Und je mehr Mühe man sich dabei gibt, umso schöner das Ergebnis. Bekannt als Kama Sutra- neues Leben- wurden gängige Praktiken dargestellt. Was nicht gesellschaftsfähig war, davor wendete sich Gesellschaft ab. Und auch die Tierwelt kam nicht zu kurz;. Stutzig machte mich allerdings die Szene der aufeinander auflaufenden Elefanten: das Dschungelbuch kannten die Steinmetze doch sicher nicht?

13 January 2019

So ein alter Palast ist schon schön, macht aber viel Arbeit. Nicht alles ist perfekt und Moskitos gibt es auch. Egal. Beim Gang durch das Dorf stellt sich die Frage, wer jetzt die Attraktion ist, nicht wirklich 😀 Hier wird noch von Hand getöpfert und in einem Erdloch gebrannt. Die Häuser sind winzig, aber es ist alles zum Leben da.
Sonntagnachmittag im Dorf. Die Männer spielen Karten, die Frauen drehen Zigarette, die in den umliegenden Ashrams sehr beliebt sind, weil sie aus natürlichen Rohstoffen sind und deshalb 'healthy'- indische Logik😊. Vor dem Haus wird schnell noch der 'Vorgartem' mit Kuhdung aufgefrischt, und die Männer machen sich beim Frisör hübsch für die Liebste. Hosen werden vor dem Haus genäht, Und dazwischen: Pänz, Pänz und Pänz!
Heute morgen mit dem Zug nach Alipura. Pünktlich, sauber, im Ticket ist Frühstück enthalten und: PÜNKTLICH! Unruhig macht mich jedoch die 450 Volt Anlage, die so ganz offen rumstehen. Nach einer Stunde Transfer im alten Alipura Palast eingecheckt.

12 January 2019

Am Nachmittag dann Agra Fort. Viele Palastanlagen ähneln sich, aber jede hat doch immmer neue Ideen zu bieten, die verblüffen: hier wurde der König morgens durch singende Konkubinen geweckt. Sie gingen rund um das Schlafzimmer in einem verdeckten Seitenschiff um sein Bett. Seidenteppiche an den Wänden kühlen, Wasser, das im Hintergrund der Wände herunter rinnt, kühlte im Sommer. Man spielte Würfelspiele mit lebenden Figuren, und Fensternischen sahen von der einen Seite wie Mauervorsprünge aus, waren aber von der anderen Seite Belüftungssysteme. Beeindruckend! Zum Abschluss des Tages das sog. Baby Taj Mahal. Man blickt von seiner Rückseite direkt auf das Original. Bei einem Masala Chai den Tag Revue passieren lassen.
Heute morgen 5.30 Uhr dann anstellen bei Taj Mahal. Die Sicherheitsvorkehrungen haben sich verschärft. Und was hatten wir ein Glück: der einzige neblige Tag war unser!🤣 trotzdem war es proppenvoll. 60.- 70.000 Menschen gehen jeden Monat durch die Anlage. Egal, der Anblick ist atemberaubend! Zum Mittagessen zum Sheroes. Abgeleitet aus 'Heroes' schaffen sich Frauen, die Opfer eines Säureattentats geworden sind, hier mithilfe eines kleinen Restaurants eine neue Existenz. Und entwickeln wieder neuen Lebensmut, der ihnen genommen wurde, weil entweder eine Schwiegermutter oder ein Ehemann sie für falsches Verhalten oder die Geburt eines Mädchens bestrafen wollte. Rund 300 Anzeigen gibt es jedes Jahr immer noch in Indien, die Dunkelziffer ist sehr hoch. Oft auf dem Land, wo durch mangelnde Bildung immmer noch solche Greueltaten geschehen. Endlich trauen sich auch andere indische Frauen das Projekt zu unterstützen, als sie gesehen haben, dass die Frauen nicht aufgeben. Hilfe tut not!

11 January 2019

Es war dann doch etwas kalt im Zelt. Aber mit Wärmflasche und Decken ging es. Morgens Katzenwäsche, bevor es weiter geht in Richtung Agrar. Auf dem Weg Stop gemacht an Chand Baori. Diese Stufenkonstruktion ist unglaublich: Die steinernen Stufen dienten zum Ab- und Aufgang zur Quelle. Man wusch sich Hände und Füße,  bevor es in den Tempel ging. Die Königliche Familie hatte ihre eigenen Räume, es war luftig und das Wasser kühlte die Räume. Der dazugehörige Tempel ist von Muslimen zerstört worden, die-wie kann es anders sein- ihre Religion verbreiten wollten.  Auf dem Weg nach Agra geht es über Kilometer an blühenden Raps- und Mustardfeldern vorbei. Und zum Abschluss dann Fatehpur Sinti! Einst Hauptstadt des indischen Mogulemperiums, ist die Palaststadt ein Musterbeispiel für kluge Politik: König Akbar hatte drei Frauen aus unterschiedlichen Religionen. So schaffte er es, konkurrierende Mächte miteinander friedlich zu vereinen.
Und überall spannende Begegnungen!

10 January 2019

Auf dem Weg nach Agra. Dort Stop in Dhula Bagh. Das beste Essen seit langem, was etwas heissen will. Denn jeder Samosa Koch gibt sich die grösste Mühe. Mit Blick auf den Pool und der Aussicht auf eine Nacht im Zelt kann man es gut aushalten.
Bei der Fahrt zu den Besichtigungen kann man manchmal kaum glauben, dass man heile am Ziel ankommt. Pferde tauchen in Millisekunden wie aus dem Nichts auf, milchkannen suchen ihre Haushalte und das Tempo: rasant. Was sonst? In Jaipur gibt es eines von drei steinernen Observatorien. Mit einer maximalen Abweichung von 20 Sekunden konnte über Sonnenuhren, Mondstand und weitere astronomische Instrumente das persönliche Horoskop und der Jahresverlauf berechnet werden. Alles ohne Tante Google und Technik. Bis heute sind die Berechnungsgrundlagen für Sommer und Winter nachgefragt.

9 January 2019

Und weil es so riesigen Spaß gemacht hat: am Nachmittag dann mal eine Bollywood Class. Was haben wir gelacht und geschwitzt. Aber wer Simba treffen will, muss tanzen können! Also ran. Unser Trainer war sehr geduldig mit uns!
Nachmittags zum Tempel der Affen. 2000 Tiere leben hier im Tempel des Affengottes. Das Ganze macht einen ziemlich heruntergekommenen Eindruck. Was aber wie so oft in Indien niemand so wirklich stört.
Heute morgen zum Palast der Winde- ein Muss! Und dann zum Amber Fort. Im 17. Jahrhundert erbaut, erstaunen die einzelnen Ideen immer noch. Spiegel überall, um in der Dämmerung vielfach zu leuchten. Ein Warm-und Kaltwassersystem, das zugleich kühlt, wärmt und Musik macht! Irre. Ein Gebäudekomplex, um den die Stadt herangewachsen ist und ein System von Familienarbeitstraditionen aufgebaut hat: der Sohn des Sohnes von wem auch immer darf dann im Berufsbild weiterarbeiten. Ob er will wird nicht gefragt. Ist ja eine Ehre!

8 January 2019

Ein absolutes Highlight war der Kinobesuch in Jaipur. 'Simba', ein Polizist, der für die Rechte der Frauen kämpft. Derzeit ein aktuelles Thema. Und der Hauptdarsteller ein Plätzchen. Also gefühlt 10.000 Frauen im Kino. Was dann kam, habe ich noch nie erlebt: es wird geweint, geschrien und bei den Kampf,- und Tanzszenen gejohlt und geklatscht. Kinder, Eltern alle durcheinander. Zwischendurch hat mein Hintermann noch seine Cousins aus Singapore per Whatsapp zugeschaltet, damit sie mich begrüssen können. Obwohl in Hindisc (Hindi & Engisch), man also eigentlich kein Wort versteht, weiß man immer (!) um was es geht. Pröbchen mit Ton anbei. Und das Gute gewinnt am Ende. Klar, sonst wäre es ja auch nicht das Ende. 😂
Jaipur ist bunt, riecht gut nach vielen Gewürzen und macht nach dem Delhi Chaos richtig Spaß. Die Tempelwächter singen, den Musikern ist langweilig und wenn man nicht aufpasst, hat man die Affen vor der Haustür sitzen. Jetzt schnell los mit der Fahrrad Rikscha ins Kino. Die bunte Decke ist das einzige Leuchtmittel des Fahrers, der sich selbst als Helikopter Taxi bezeichnet. Das gute Trinkgeld ist ihm sicher.
Auf dem Weg nach Jaipur. Man sieht bei der Fahrt aus der Stadt, wie Delhi sich immer weiter frisst. Die Gebäude werden immer höher,  die Flächen immer kleiner.  Parallel zur neuen Autobahn die alte Straße. Die Natur holt sich alles zurück.  

7 January 2019

Heute morgen einen Rundgang mit Salaam Balak Trust durch die Elendsviertel gemacht. Sie sammeln Kinder von der Straße auf und versuchen sie aus dem Mafiasystem von Betteln, Prostitution und Drogen rauszuholen. Gegründet vom Regisseur, nach dem Erfolg von Salam Bombay der Strassenkinder im Film eingebunden hat, hat die Organisation mittlerweile über 10.000 Kinder in Ausbildung geschickt. Sehr beeindruckend. Danach den bekanntesten Sikh Tempel Indiens besucht. Jeden Tag werden mehrere tausend Menschen hier mit kostenlosem Essen aus Spenden versorgt. Bei all der Arbeit wird prunkvoller Auftritt im Gebetsraum nicht vergessen. Mit der Uhrzeit hatte ich jedoch Probleme. Nachmittags Bummel über den Connaught Place. Hier sind alle Markenhersteller vertreten, was die Hunde völlig unbeeindruckt lässt. Und mitten im Gewimmel an der Jama Moschee lässt sich vortrefflich häkeln 😉

6 January 2019

Am India Gate ist zu jeder Zeit viel los. Jede Menge Vollexistenzen. Ein Eimer reicht, und los geht es . Ein schwerer Job, weil man definitiv nicht der Einzige ist. Sich fotografieren zu lassen, ist immer noch groß in Mode. Ich bin dann auch gefühlt 700 mal gefragt worden, ob ich nicht doch vielleicht? ....Nein, danke. Lieber die Muskelmänner nehmen. Die von ihren Kollegen sehr bewundert werden. Und das muss man als Frau auch deutlich sagen, dann wirst du in Ruhe gelassen.  Toll, zu sehen, dass die Frauen endlich mehr geschützt werden. Überall gibt es Women Areas, und sie werde  vom Personal begleitet.
Nach einer ziemlich gruseligen Nacht ohne frische Luft und AC, viel Lärm im Haus heute Morgen zu einem schlechten Frühstück runtergewankt. Danach noch mal für eine Stunde ins Bett, weil es draussen heftig regnet.    Grade als ich loswollte zum India Gate,  fiel dem Rezeptionisten ein, dass ich ja heute am offiziellen Start der Reise in ein besseres Zimmer umziehen muss.  Ok. Dann in ein Tuktuk, der sofort an der nächsten Ecke einem Motorrad rein gefahren ist.  Mit Höllenheschwindigkeit zum IG. Dort aber heute grosse Parade. Und der Seppel lässt mich 3 km vor dem Ziel raus. Eine Sikhfamilie, die das gesehen hat,  kam mir bei den Preisverhandlungen zur Hilfe. Ich habe nicht verstanden, was Vater Sikh gesagt hat, aber der Fahrer hat die Hälfte vom Fahrgeld wieder rausgerückt. Und erst als sie einen Landsmann im Tuktuk gesehen haben, durfte ich mit ihm weiterfahren. Toll, wie die Menschen doch helfen.

5 January 2019

Die Agentur hat mich kurzfristig umbuchen müssen. Ich formuliere mal vorsichtig: ich habe schon besser übernachtet. Was man nicht sieht, hört und riecht man. Dehli als drittgrößte Metropole der Welt stinkt. Nicht nur draussen, auch die Gebäude. Vorteil: mitten im Geschehen von Kharol Market. Gefühlte 1000 Garküchen, noch mehr Klamotten, noch mehr Gewimmel.
Jeder ist hier irgendwie sein eigener Chef. Und sei es, dass Ingwer und Knoblauch auf dem eigenen Karren verkauft werden. Der 'richtige Chef schließt morgens aich persönlich auf und seine Mitarbeiter stehen Spalier, um sofort mit der Arbeit zu beginnen. Es sind ja auch viele Dinge zu tun. Zum Beispiel, die Angebote stets zu aktualisieren. Ein Mantel für 7€? Wer kann da widerstehen? Nur die Schuhputzer haben weniger zu tun, wenn die Damenwelt zum Glitzerschuh greift. Egal, was ist: in Indien ist Glitzer ein Muss.
Heute morgen hieß es Abschied nehmen: Klaus muss wieder zurück, weil die Pflicht ruft. Mit Uber bin ich dann in mein Starthotel für die nächsten 28 Tage gewechselt. Interessant zu sehen, wie Singlefrauen hier besondere Betreuung erfahren: das Hotel bestand darauf, für mich das Taxi zu bestellen. Ich wurde persönlich begleitet. Der Uber Code wurde abgeglichen und der Fahrer fotografiert mit Fahrzeugkennzeichen. Das war auch notwendig, weil er kein Wort Englisch sprach...

4 January 2019

Ein wunderbar bunter, lauter Nachmittag in Delhi am Kali Haat Markt Mit der Metro für umgerechnet 15 Cent rein ins Getümmel. Viele Gerüche, Musik und natürlich wie überall viel buntes China- Gerümpel. Und mittendrin Schülerinnen im Freizeitmodus, aber mit Uniform. Abends dann im bekannten Hotel Claridges noch einmal zusammen Freizeit genossen, bevor Klaus und ich ab morgen leider getrennte Wege gehen: die Arbeit ruft, und Klaus muss wieder zurück
Über eine der 10 gefährlichsten Startbahnen weltweit vom Flughafen Paro in Richtung Khatmandu geflogen. Schon ganz schön heftig die kurze Startbahn. Die Himalayakettte in optimalem Morgenlicht. Zwischenstopp, dann weiter Richtung Delhi. Statt Taxi auf Alternative ausgewichen. Klappt super. Nachmittags zu Kahli Hatt, einem bunten Markt. Die Anfahrt mit der Metro ist einfach und günstig

3 January 2019

Leider ist die Straße nach Haa völlig vereist. Deshalb heute am letzten Tag in Bhutan noch ein wenig Lokalkolorit. Dr Bär war nicht nur etwas ramponiert, weil er schon seit 100 Jahren dort so im Tempeleingang steht, er roch auch etwas seltsam. Unser Guide hatte trotzdem Spaß! Handfester ging es dann bei der Autopanne mit den München zu: da musste auch Klaus mit ran. Wir hatten einen ruhigen Nachmittag, bevor es am Abend zum Abschluss des Tages in ein weiteres typisches Farmhouse ging. Die beiden anderen Gäste waren aus Singapur. Und waren nur mit ihren Handys beschäftigt. Wir hatten Spaß mit Gastgebern und Fahrern und Guides. Morgen früh 7.40 Uhr Flug nach Delhi.

2 January 2019

Nach der langen Wanderung tut ein Hot Stone Bad gut: Steine aus dem heimischen Fluss werden 3-4Stunden im offenen Feuer glühend heiß gemacht. In die Badewanne aus Holz fliesst eiskaltes Flusswasser. Dann werden die heissen Steine an einer abgetrennten Seite durch ein kleines Fenster in das Wasser per Zange hereingelegt. Binnen Sekunden ist das Wasser heiss. Will man mehr, hilft eine kleine Klingel beim Service: kalte Steine raus, heisse neu rein. Durch das Erhitzen geben die Steine nicht nur Wärme, sondern auch Mineralien ab. Das Ergebnis: wohlige Wärme, totale Entspannung und fast ein Saunafeeling. Danach lecker gegessen und ab ins Bett.
Heute von 1200 Meter Höhe auf 3.200 zum Tigers Nest gewandert. 2,5 Stunden hoch, mehrere hundert Stufen rauf und runter, oben Eis und Schnee. Aber unvergesslich. Die Beine beim Runtergehen wie aus Gummi, aber stolz. Wer will auf einem Pferd hochreiten, wenn man unterwegs spannende Begegnungen bekommen kann? Viele Wünsche begleiten uns in Form der Wunschflaggen. Was sich wohl die Katze wünscht?

1 January 2019

Heute morgen so kalt in Gangtay, dass sogar das Wasser im Auto tiefgefroren war.🙄 Egal, trotzdem über den Pass Richtung Paro. Und heute klare Sicht über die gesamte Himalayakette. In Paro erstmal lecker Neujahrskaffee. Auch wenn hier die Törtchen mit Essbesteck serviert werden. Morgen früh zum Tigers Nest.
Allen ein gutes neues Jahr und viel Glück und Gesundheit!

31 December 2018

Aus Bhutan kommen all die Haselnüsse für die Haselnuss- Schokocremes...sie werden das Kilo für ca. 6€ an die Türkei oder China verkauft. Von dort aus in die EU. Allerdings zu einem deutlich höheren Preis. Also Augen auf beim Schokocreme- Haselnusskauf! Der junge Mann hat viel erzählt und man merkt ihm an,das er.seinen Job wirklich liebt. 6 Milliarden (!) Haselnuss Sträucher hat er unter seiner Vertriebsleitung in Bhutan,Tibet und Nepal. Ich habe mich dann mal mit ihm über FB vernetzt, man weiß ja nie 😉
So, heute Morgen also dann die Kraniche. Schon beeindruckend, wiegen sie doch mindestens 5.5 kg. Hier in Gangtay ist die Population am grössten, was mit der Tallage begründet wird: wenig natürliche Feinde. Zur Unterstützung ein Film, gedreht vom BR Rundfunk! Was haben wir gelacht! Wir haben unser 2018 mit einer langen Wanderung abgeschlossen. Danach war uns nach feiern. Nicht ganz so einfach hier. Aber mit dem richtigen Riecher findet man die besten Bars. Neben spannenden Geschichten noch parallel Bhutan Fernsehen geguckt. Lovestory, was sonst 😍 Wir haben in zwei örtlichen Bars für 3,80€ lokales Bier und Bhutan Wein probiert und hatten schon einen sitzen. Klaus ist strackes auf die Nummer 1Bar los. Nun ja, das Bier ist ok. Der Wein schmeckt wie süsser Pfirsischlikör, ist aber für die Damen hier das Highlight. Gott sei Dank Silvester auf einem Montag, morgen ist ja wieder Zero Alcohol Day😊.

30 December 2018

Heute am Sonntag haben die Männer sich besondes fein gemacht. Überall trifft man auf die Tracht. Die Frauen arbeiten weiter, sogar riesige Baumstämme werden auf dem Rücken transportiert. Oben steht dann ein lokales Taxi und bringt ihnen das Holz nach Hause. Autos sind nicht für jeden erschwinglich, manchmal teilt man sich auch ein Auto.
Heute morgen kein Wasser (eingefroren), Ofen kalt und draussen -5 Grad. Ok. Da hilft nur viel Chilikäse mit warmem Reis und heisser Buttertee. Dann von Bhumptang weiter Richtung Gangtey. Unterwegs Hinweise, was ein Vergehen in Sachen Umwelt kostet.Mögen 100 Rupies auch nicht viel für uns sein, für die Menschen hier ist das viel Geld. Ein Tee kostet 10, eine ganze Flasche Bhutan Wiskey 300, also umgerechnet ca. 3,80€. Da haben wir gleich mal eingekauft. Dann am Ofen einen heissen Tee, auf dem Markt eine Riesentüte Nüsse für ca. 0,55€. Los geht es dann wandernd auf dem Naturpfad, zu den schwarzen Nackenkranichen im Sumpfgebiet. Die sich heute aber Zeit lassen. Macht nix, dann morgen früh. Im Zweifel können wir sie sogar vom Bett aus beobachten, denn das Zimmer ist rundum offen mit Blick auf die Berge und das Naturschutzgebiet. Erste Erfahrungsaustausche mit anderen Gästen, diesmal aus Hongkong. Schmelztiegel Bhutan!

29 December 2018

Freien Nachmittag zum shoppen genutzt. Angebot etwas anders als bei uns, und man muss wissen, was man wo bekommt. Denn die wunderbare Ruhe hier beruht auch auf der Tatsache, dass es weder Leuchtreklame noch Beschallung gibt. Mamataxis gibt es hier auch, aber als Freiluftvariante. Und keine Helikopter- Mutter hat Angst, das was passiert, eher im Gegenteil.
Die Gebote und Verbote sind köstlich. Eine Auswahl:
Was hat mir heute am besten gefallen? Die Tatsache, dass Tote verbrannt, dann die Asche mit Erde vermischt zu einer Stupa geformt an Heiligen Plätzen vor Regen geschützt aufgestellt werden. Man besucht sie dort solange, bis Mutter Natur sie zerfallen, mit dem Wind hinausträgt. Die Klarheit und Reinheit des Wasser überall. Die liebevoll detailgetreue Darstellung in den Tempeln, Improvisationstalent (Leiter, Gerüste,etc.). Das jedes Tier seinen Platz hat. Essen so einfach wie lecker. Weihmachssterne, die ihrem Namen gerecht werden. Und natürlich alle diese Erlebnisse mit dem besten Ehemann von Welt zu teilen!
Das erste richtige bhutanesische Frühstück, nachdem wir als Touristen vorher mit gut gemeinten Intercontinental Breakfast bedient wurden: Buttertee, Chilikäse (superscharf und superlecker!) Reis und Art Chapati, nur etwas dicker. Klaus konnte kaum noch sprechen...Danach Tempel der drei Bhuddas, Residenz des ersten Königs. Landung eines Mini Flugzeugs auf dem Mini- Flughafen Bhumtang. Wandeting zum ä ltesten Kloster aus dem 15. Jahrhundert, dann zum Abschluss zum Heiligen See: der Gründer des Bhutan Buddhismus soll der Legende nach mit einer brennenden Butterlampe ins Wasser gegangen sein. Sein Schwur: wenn er nicht rein genug sei, möge er ertrinken. Er kam mit der Lampe (brennend) und einer Schriftrolle wieder hoch. Der Rest der Geschichte ist heute in jedem Tempel in Bhutan nachzulesen.

28 December 2018

Nachmittags vor dem Pass nach Bhumtang das ehemals grösste Fort des Landes besichtigt. Heilige Bäume dürfen nicht fehlen...die frechen Affen attackieren jeden, und erkennen genau ob Mann oder Frau. Deshalb tragen alle Frauen einen dicken Knüppel bei sich, um sich zu verteidigen. Gelacht haben wir aber dann doch über den Hund der Mönche: um den Affen Angst zu machen, haben sie ihn wie einen Tiger angemalt. Der arme Kerl hat sich so geschämt, das er sich nur verkrochen hat und kein Foto möglich war. Ich glaube, er hatte einfach Angst- vor den Affen🤣
Heute für 200 km über 8 Std. gebraucht. Die Strassen ausserhalb der Städte sind einfach schlecht und bei der Schneewitterung schlecht befahrbar. Mittags sehr lecker im Stammlokal des Königs gegessen. An fast jeder Provinz wird ein Check gemacht. Inder brauchen ein Extravisum. Was bei deren Geschnatter in den Gruppen auch Sinn macht.☺ Aber hier sind wir fast alleine, treffen noch ein paar Schweizer, die von Tibet,Nepal nun durch Bhutan fahren.

27 December 2018

Heute mal eine Wanderung auf dem Programm: Khamsum Yuelley Namgyal Chhorten. 1999 von der Mutter des Königs auf einem Hügel erbaut. Der Weg dorthin: Wackelbrücke.... Weihmachssterne als Allee, wunderbare Landschaft. Und der Blick vom Tempelturm: unbezahlbar. Klar, das sich Klaus dann über einen Kaffee zum Abschluss freut!

26 December 2018

Nach einem tollen Picknick am Fluss darf dann zum Abschluss des Tages Punakha Dzong nicht fehlen.
Und auf dem Weg immer wieder spannende und fröhliche Menschen und Erlebnisse. Aber bei der Brücke hat Klaus gestreikt. Dabei hat sie nur marginal gewackelt...
Die Religion ist überall und manchmal auch seltsam: es gibt eine große Glaubensgemeinschaft, die dem divine Madman Drukpa Kuenlay angehört. Er hat alles anders gemacht als die friedlichen Buddhisten: getrunken, geraucht und immer neue Jungfrauen. Heute pilgert man von Amerika hierhin mit unerfülltem Kinderwunsch. Der Weg zum Tempel ist nicht zu verfehlen 😏
Heute Fahrt nach Punakha. Über den Pass in 3140 Meter Höhe und die Hoffnung auf gute Sicht: denn man kann tatsächlich die 8 Himalaya Ranges sehen. Leider wegen Nebel nix zu sehen. Vielleicht auf dem Rückweg. Trotzdem ein Erlebnis zu sehen, dass man Eis und Schnee mit einem winzigen Ofen trotzen will. Da hilft nur Black Forrest Cake:-)

25 December 2018

Meine beiden Guides verstehen sich gut. Da fallen die alltäglichen Regeln nicht so schwer. Sehr interessant zum Abschluss des Tages die tägliche Zeromonie bei der Einholung der Fahne vor dem Königsplast. Selbst unsere Schals mussten unter den Pullover, um ein korrektes und respektvolles Bild zu präsentieren. Wo bei uns jeder gemeckert hätte, von wegen was das soll, bedankt man sich hier für den aufmerksamen Hinweis. Ich habe noch nie zuvor Menschen in einem so respektvolle Miteinander erlebt.
In Simply Bhutan, dem interaktiven Museum gewesen. Erste Versuche im Nationalsport Bogenschießen würden anerkennend gewürdigt. Allerdings nicht zu vergleichen mit den Semi- Hobby- Profis auf 150 Meter. Auch beim Sport gilt: Healthy Bhutan! An jedem Dienstag ist Alkoholfrei. Wow. Selbst in der High Season,die nur drei Monate dauert, können sich die Touristiker nicht durchsetzen. Also Moctails!
Kuensel Phrodrang, 160 Fuss hoch, DIE Buddha Statue in Bhutan. Memorial Chhorten, gebaut von der Königinmuttter, seit 1974 das religiöse Zentrum für die Bevölkerung, sehr berührend.

24 December 2018

Unser Hotel in Pari ist knallneu und erst seit vier Tagen auf. Also steht auch das ganze Team Spalier. Es gab dann allerdings noch was zu lachen: auch hier im Hotel hatte die Agency unseren Hochzeitstag angegeben. Und auf dem Zimmer: wieder Honeymoon.
Eine wunderbare Begrüßung: Weisse Schals. Wir haben jetzt schon vier. Unser Guide ist nicht nur höflich, wie übrigens alle Menschen hier, sondern auch sehr stolz auf sein Land. Und trägt seine Nstionaltracht: kurzer Rock, Bademantelähnliches Oberteil,schwarze Socken und Schuhe.
Pari International Airport. Eher sehr familiär. Und das Königspaar begegnet uns auf Schritt und Tritt.

23 December 2018

10 Jahre gemeinsam durch Dick und Dünn, durch Alltag und Feiertage, blaue und graue Momente. Und das ist uns eine kleine Feier im @Claridges Delhi wert. Schokokuchen gab es als Nachtisch mit roten Rosen vom Haus.
Nun endlich unterwegs. Von Düsseldorf nach Dubai. Und gestaunt, dass man für jedes Produkt einen Flagshipmoment hinbekommt. Nutella, Schokoladentaler neben alle den anderen üblichen Verdächtigen wie Rolex und Co. Die Preise halten das Gleichgewicht, um nicht schwach zu werden 😘