1 Days · 9 Moments · April 2018

Auf in die Heimat


16 April 2018

Wir kamen in Opotiki an und überraschten damit alle. Ngaio schrieben wir, ob sie around sei, um eine dicke Umarmung zu bekommen. Wie immer wurden wir von Ngaio und Wanita herzlich empfangen. Eigentlich wollten. Mimmi und ich etwa eine Woche bleiben.. Naja daraus wurden später drei. ^^ Zunächst telefonierte ich erst einmal mit meiner Familie, es war nämlich Papas Geburtstag. Lustigerweise waren zwei alte Freunde dort, die ebenfalls zurückgekommen waren. Wir kannten Pierre und Jérémy noch von vor ein paar Monaten.
Am Montag darauf fingen Mimmi und ich an, ein Paket zu packen. Wir hatten viel zu viel Stuff, um damit durch Australien und Singapur zu reisen. Manches wurde aussortiert und manches nach Hause geschickt. Es wurde ein riesiges Paket. 😂 Tatsächlich ist es ein paar Wochen später auch heil angekommen. :D
Dienstag und Mittwoch kehrten wir zur Aushilfe für insgesamt 9 1/2 Stunden zu Daniel and Craig zurück. Wir hatten die beiden zuvor gefragt, ob sie zufällig etwas Hilfe gebrauchen könnten und so arbeiteten wir spontan ein wenig. Es war schon toll zu sehen, was aus unseren kleinen Buds➡️Flowers➡️Fruits geworden ist. Unsere Aufgabe bestand darin, die Blocks durchzuscannen. Zu kleine oder vom Wind zu stark beschädigte Kiwis wurden aussortiert. 🙂 Wir arbeiteten mit Tahis Schwager und seinen Söhnen. Die kurze Arbeit reichte dann aber auch ersteinmal wieder. :D Wir haben sogar aussortierte Kiwifruits mitnehmen dürfen und ich sage euch: Das waren die besten Kiwis überhaupt! Außerdem haben wir immer wieder bei Ngaio und Wanita ausgeholfen. Wir haben Betten bezogen oder auch die Office und das Einchecken übernommen.
Die Gruppe war einfach wieder toll! Wir haben viele neue Freunde gewonnen. Auf diesem Foto sind nicht einmal alle drauf. Motu Trails wird immer wieder von großartigen Menschen bewohnt. Wir hatten super Abende, waren feiern, haben am Lagerfeuer zusammen gesessen und Musik gemacht. Es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell man Menschen ins Herz schließt. Ein weiteres Mal wurden viele Namen auf unseren Travelbags verewigt.
In Opotiki sind wir dann auch wieder voll sportlich geworden. :D Ich war regelmäßig laufen, entweder alleine oder mit Lara und zu dritt haben wir Workouts gemacht und Stretching. Es tat richtig gut. :) Mein Lieblingsplatz in Opotiki ist und bleibt die Plattform am Strand, 2,5km hin und 2,5km zurück. Dort hat man einfach die wunderschönste Aussicht!
Zum Glück war Opotiki auch wieder voller Musik. Wir konnten bei der Probe von Ngaios Ukulelegruppe dabei sein und mit ihnen singen. Später habe ich sogar auch noch Gitarre mitgespielt. Wir haben alle möglichen Lieder gespielt. Mimmi und mir haben am meisten die Maori Lieder gefallen. Bei der Probe war auch Karonn wieder da, die letztes mal die Sound Journey gemacht hatte. Es war eine weitere geplant, die war aber leider erst ein paar Tage nach unserem Abflug geplant. Als wir ihr erzählten, dass wir das sehr schade fänden, bot sie uns spontan an, am nächsten Tag bei ihr vorbei zu kommen. Gesagt, getan. Das war wieder sehr interessant und wir durften viele Instrumente selbst ausprobieren. Später habe ich ihr Klavier entdeckt. Sie meinte ich solle doch gerne darauf spielen, also spielte ich ein wenig Klavier. Plötzlich begleitete sie mich mit ihrer Querflöte. Einmal mehr wurde Musik zur Sprache. ;)
Auch Tahi konnten wir glücklicherweise nochmal treffen. Wir trafen uns bei ihm auf einen Kaffee. Er hat eine Kiwifruit Orchard App herausgebracht. Wir haben eine Weile gequatscht und uns für den Abend verabredet. Dann sind wir gemeinsam zu einem Bush Track gefahren und dort zu Glowworms gelaufen. Außerdem hat er uns ein wenig über die pflanzliche Medizin der Maori erzählt.
I gonna miss these crazy nights and days! Egal ob man Yoga oder zumindest sowas ähnliches zusammen auf dem Rasen machte, herumturnte und Kopfstand übte oder man einen auf Dirty Dancing gemacht hat. Dank unserer neu gewonnen Freunde wurde Opotiki noch mehr zu unserer zweiten Heimat, als es vorher sowieso schon war. Umso schwieriger wurde es dann aber auch, sich nach drei Wochen endgültig zu verabschieden. Wir mussten das Auto verkaufen und dafür nach Auckland fahren. Als der Tag dann gekommen war, zögerten wir es so lange wie möglich hinaus. Unser Flug sollte uns in neun Tagen nach Australien bringen.
Gegen fünf Uhr mussten wir dann aber wirklich los. Wir waren schon dabei die allerletzten Sachen zusammenzusuchen, da kam Ngaio zu uns und sagte wir sollten bitte die Augen schließen. Wir taten wie uns geheißen und als wir sie wieder öffneten, fanden wir wunderschön Passport Covers vor. Sie werden uns immer an unsere Zeit in Neuseeland und speziell an Opotiki erinnern. Sie stellen eine Maori Frau dar und die Maori Kultur. Wir lieben diese Passporthüllen! Danach sollten wir noch ein zweites Mal auf dem Board im Gemeinschaftsraum unterschreiben. Nach Ngaios bitte, umrandeten wir es dann noch mit einem Herzen. Es war ein sehr trauriger Abschied. Wanita und Ngaio sagten noch, dass wir doch bitte in der gleichen Woche heiraten sollten, damit sie zu unserern Hochzeiten kommen könnten. :D Danach ging es noch ein letztes Mal zum Strand. Bis dort konnte ich mein glückliches Gesicht noch bewahren, aber dort wurde dann auch ich traurig. PS.: Mimmi hat erfolgreich Sand nach Hause geschickt :D