Austria · 32 Days · 25 Moments · April 2015

Otto Kinzl

Von Wolkenmenschen und Schilfinseln


6 May 2015

Inzwischen sind wir wieder wohlbehalten zuhause angekommen. Eine tolles Abenteuer voll von einmaligen, intensiven Eindrücken liegt nun hinter uns. Wir bedanken uns bei allen, die uns mit ihren Nachrichten und Rückmeldungen auf unserer Reise unterstützt und begleitet haben. Auch in den einsamsten und abgelegensten Winkeln dieser Erde hat man ein gutes Gefühl, wenn man weiss, dass Freunde zuhause in Gedanken mit dabei sind. Schöne Grüße an euch alle - und vielleicht in einem Jahr mit einem neuen Abenteuer Rita und Otto

29 April 2015

Einige Eindrücke aus La Paz

28 April 2015

Schweren Herzens verabschiedeten wir uns von den liebenswürdigen Menschen. Sie haben uns einen kleinen Einblick in ihr einfaches aber zufriedenes und glückliches Zusammenleben auf dem See gegeben. Wir reisten nun weiter entlang des Titikakasees, genossen die herrlichen Ausblicke auf dem riesigen See und passierten die Grenze nach Bolivien. Am Nachmittag gerieten wir in ein starkes Gewitter, als wir gerade El Alto, das Armenviertel der Hauptstadt passierten. Ungläubig mussten wir mitansehen, wie sich Rinnsale in Bäche verwandelten und durch Gassen und Hauseingänge rannen, während Marktfrauen weiterhin ihre im Dreck liegende Waren zu verkaufen versuchten. Wir trafen schließlich am Abend in La Paz ein.
Wir brachen nun von Cusco in Richtung Alti Plano auf - diese einmalig schöne Fahrt durch die Hochebene auf über 4000 m mit Ihren Alpakas und Lamas verging wie im Flug. Puno, das wir an diesem Abend erreichten, ist eine Stadt wie viele andere auch - ihre Lage am Titikakasee hebt sie von diesen doch etwas ab. Einige km vor der Stadt lebt das Volk der Uros auf ihren schwimmenden Inseln aus Schilf. Mit einem kleinen Boot gelangten wir dorthin und verbrachten einen Tag und eine Nacht bei einer Familie auf dem See - ein intensives Erlebnis.

27 April 2015

26 April 2015

24 April 2015

Der Bus fährt um 21:00 Uhr in Ayacucho ab. Diese Fahrt nach Cusco führt über 5 hohe Pässe zwischen 3800 m und 4200 m. Die alte, etwas altersschwache Kiste quält sich die Pässe hoch und muss jedesmal auch wieder über 2000 m ins Tal hinunter. Da ohnehin draußen pechschwarze Nacht ist, nicken wir immer wieder ein. Im Morgengrauen fahren wir den dritten und höchsten Pass hoch. Die Straße ist zwar gut ausgebaut, doch übersäht von Erdrutschen. Meist ist jedoch eine Fahrspur frei - nur manchmal müssen wir warten bis es weitergeht. So treffen wir 18½ Stunden später mit lädiertem Sitzfleisch in Cusco ein. Hier ist wirklich der Hotspot des Peru-Tourismus. Und für uns ist klar- die Pilgerstätte Machu Picchu lassen wir aus - keine Lust uns mit über 4000 anderen durch die Inka-Stadt schieben zu lassen. Wir fahren zu den Salinas von Maras, die sich in der Nähe befinden. Spektakulär kleben über 3000 Becken an den steilen Hängen oberhalb des Urubamba, einem der Quellflüsse des Amazonas.

23 April 2015

22 April 2015

Die Fahrt führte über den bisher höchsten Pass auf fast 4900 m Höhe. Von Huancayo nach Ayacucho führte unsere Reise mitten durch das Altiplano und folgt auf einer Länge von 200 km dem Rio Mantaro auf einer harten, zum Teil unbefestigten Straße. Zeitweise verläuft die Route über nicht abgesicherte Felsvorsprünge. Zwischen dem Busfenster und dem schäumenden Fluss befindet sich nur Raum für den freien Fall. Nichts für schwache Nerven. Nach langer Fahrt trafen wir in Ayacucho-einer wunderschönen Stadt ein. Hier lag in den 80er Jahren das Zentrum des "Leuchtenden Pfades", wodurch die Stadt lange Zeit für Besucher gesperrt war. Heute Abend geht es mit dem Nachtbus weiter nach Cusco - dann wird's touristisch werden. ...

21 April 2015

20 April 2015

Wir verabschiedeten ins aus dem Amazonastiefland und seinem tropischen Flair und flogen zurück nach Lima, wo wir diesmal ein Hotel im Zentrum abstiegen - das Gran Hotel Bolivar - dessen Glanz und Luxus in der Vergangenheit von vielen weltbekannten Stars geschätzt wurde. Die pompöse Säulenhalle, versehen mit einer Glaskuppel, große Zimmer in Originalmöblierung aus den 1920er Jahren mag ja nicht mehr zeitgemäß sein, es strahlt aber immer noch den Glamor vergangener Zeiten aus. Das Zentrum Limas überhaupt vermittelt einem das Gefühl einer Weltstadt mit offenen, freundlichen Menschen. Die gepflegten historischen Gebäude mit den charakteristischen Holzbalkonen machen diesen Teil der Stadt so einzigartig. Schon am nächsten Tag verließen wir die Stadt, um mit dem Bus nach Huancayo zu fahren. Leider klappte die Fahrt mit dem Zug auf einer der schönsten Bahnstrecken der Welt nicht. Die Straße, die entlang der Bahnlinie verläuft, lies immer wieder Blicke auf den kühnen Trassenverlauf zu. ...

19 April 2015

16 April 2015

Das eindrücklichste Erlebnis der bisherigen Reise ist der Besuch des Stadtteils Belen in Iquitos. Wir haben einen Geldbetrag von zwei Personen mitbekommen mit der Bitte, diesen auf unserer Reise an arme Familien zu übergeben. Dieser Stadteil liegt auf einem Seitenarm des Amazonas, die Häuser sind auf schwimmenden Holzfloßen errichtet - hier leben die ärmsten der Armen. Mit einem kleinen Holzboot fuhren wir durch die "Wassergassen" und verteilten das Geld an die Mütter, die in den schäbigsten "Häusern" leben. Und verteilten kleine Geschenke an die Kinder, die uns Andreas mitgegeben hat. Morgen fliegen wir zurück nach Lima, von dort möchten wir abermals über die Anden in Richtung Bolivien.

15 April 2015

Kuelap ist die Anstrengungen der Anreise auf jeden Fall wert. Eine Monumentale Zitadelle auf 3100 m. Die Weiterreise nach Tarapoto gestaltete sich ziemlich abwechslungsreich an Zwischenfällen. Unzählige Erdrutsche und Muren verlegten die Strassen jetzt am Ende der Regenzeit. Mit Glück und manchmal etwas Wartezeit kamen wir glücklich nach langer Fahrt an. Nun waren wir nur noch eine halbe Tagesreise von Yurimaguas entfernt, von wo wir unsere "Flusskreuzfahrt" über den Huallaga, den Maranon und schließlich den Amazonas beginnen wollten. Der Frachter machte einen soliden Eindruck und brachte uns sicher in 3 Tagen und zwei Nächten nach Iquitos, der größten Stadt der Welt, die auf dem Landweg nicht erreichbar ist. Nachdem wir von Bord gingen, wurden wir von der Hitze und der hohen Luftfeuchtigkeit fast erschlagen - nun fehlte ja die frische Brise. Nicht zu glauben dass hier eine halbe Million Menschen lebt. Bis bald ...

11 April 2015

Die harte Tour Man braucht Mut, Geduld und stählerne Nerven für diese landschaftlich schöne aber nervenaufreibende Bergroute - ist im LP zu lesen. Und er hat nicht übertrieben. Der Blick auf den über 3500 m weiter unten fließenden Rio Maranon ist ebenso eindrücklich, wie die nebelverhangenen Wälder, die dieser Fahrt einen Hauch des Geheimnisvollen geben. Während die anderen Passagiere ziemlich teilnahmslos im Bus saßen, musste sich die beiden Gringos mit der Fahrweise des Chauffeurs erst vertraut machen. Als gäbe es die steilen Abgründe gar nicht lenkte er den Bus auf dem schmalen Band, das durch die Felsen führt. Offenbar kann man sich an dem Umstand gewöhnen, dass das Leben in jeder Kurve an einem seidenen Faden hängt und jeder Fehler des Fahrers oder technische Gebrechen absolut tödlich ist. Wir lassen diesen gefährlichen Abschnitt hinter uns und wir erreichen Chachapoyas, das in etwa 2500 m Höhe auf einem Bergrücken liegt. Morgen möchten wir nach Kuelap, der berühmten Festung.

10 April 2015

9 April 2015

Wir sind nun nach einer langen abwechslungsreichen Fahrt durch die Wüste entlang der Pazifikküste und durch ein fruchtbares Flusstal über hohe Pässe mitten in den Anden, in Cajamarca eingetroffen. Eine geschichtsträchtiger Ort, an dem sich an einem Tag die Geschichte Südamerikas völlig veränderte. Auch befindet sich in der Nähe der Stadt eine riesige Goldmine - und deren Auswirkungen auf die Umwelt konnten wir bei der Herfahrt nur erahnen. Das Stadtbild wird durch seine Kirchen geprägt. Morgen geht es dann weiter nach Chachapoyas - weiter durch die Anden - wenn alles gut geht sollten wir nach 12 bis 13 Stunden Fahrt dort sein. Jetzt am Ende der Regenzeit sind die Straßen durch die vielen Erdrutsche ziemlich in Mitleidenschaft gezogen. Aber heute, als wir die Tickets holten, war die Straße frei.
Zeitungsverteilung in Trujillo

6 April 2015

Entspanntes Sightseeing Trujillo; Bei den Chimu und bei den Moche deren beeindruckende Bauwerke bereits lange vor den Inka entstanden. Danach bei den Fischern am Strand, die mit ihren Schilfbooten die Wellen ähnlich wie die Surfer abreiten.

4 April 2015

Barranco, das Künstlerviertel Limas ist für kurze Zeit unsere Bleibe. Bei angenehmen Temperaturen verbringen wir einen relaxten Tag. Während Rita bereits von den Peruanern herzlich aufgenommen wurde, blieben bei mir ähnliche Erfolgserlebnisse aus.