United Kingdom · 5 Days · 14 Moments · October 2017

Anni & Basti's Abenteuer in Schottland, Verei


19 October 2017

Letztendlich haben wir, anders als geplant, in einem b'n'b übernachtet, weil eine weitere Übernachtung im freien aufgrund des anhaltend lebenagefährlichen Gesundheitszustandes bei Basti eine Lotterie gewesen wäre ;). Unsere Gastgeber zu finden war schwerer als gedacht. In Fort William fand nämlich gerade ein alljährliches Fest der gälischen Sprache statt, alles war ausgebucht und zu späterer Stunde liefen alle in traditionellen Klamotten rum. Zwei richtig herzliche, betagtere Gentlemen haben uns ein paar Worte gälisch beigebracht und wollten sogar nochmal mit uns an eine Bar, obwohl ihre Frauen schon gemurrt haben. Leider mussten wir ablehnen, die Aussicht auf den sich anschließenden Ägyptenurlaub mit Erkältung wirkte zu bedrohlich, die Aussicht auf eine heiße Dusche und ein tolles Bett zu verlockend. Nach einem herzhaften Frühstück und dem Beiwohnen der täglichen Abfahrt des origanen (!) Hogwartsexpresses ging es zurück mit dem gebuchten Zug entlang unseres Weges nach Glasgow.
Der letzte Ritt auf dem Weg nach Fort William. Schottland hat uns nochmal wunderbare Seiten gezeigt. Basti ging es auf der Tour nicht ganz so gut (bis heute wissen wir nicht so ganz genau, was da los war :) ) so dass Anni sich als Zugpferd in Richtung Endpunkt verdingen musste. Viertel 5 nachmittags waren wir dann in dem kleinen Örtchen, zugegebener Maßen kein optischer Leckerbissen schottischer Stadtarchitektur, aber mit vielen charmanten Leuten.
Buntes Durcheinander: Hier sind nochmal ein paar Bilder, die wir auf den Handys finden konnten (die meisten befinden sich jedoch auf unserer Action-Cam, wer also den besten Eindruck unserer Reise bekommen möchte, sollte einen schottischen Abend mit uns verbringen und Videos & Bilder bestaunen). Besonders hervorzuheben ist das Skelett, was uns auf unserer nächtlichen Odyssee während des Orkans begegnete. Sehr nett, dass das aufgehängt wurde- vor allem Basti hatte in dieser Nacht seine gruselige Freude (nicht). Zwischendurch auch noch ein paar Bilder von einem echt schottischem Pub mit reichlich Bier, traditioneller Musik und super Stimmung! Morgen kommt dann der letzte Bericht unseres kleinen Trips ! Viele Grüße aus Fort William!

18 October 2017

Zum Abschluss der Journi noch ein paar überspielte Fotos von der Actioncam, leider waren wir internettechnisch und akkumäßig ja unverwöhnt auf der Tour (wer hätte das gedacht :) ), einer von vielen Erfahrungswerten auch für unsere künftigen Abenteuer. Nach den Erlebnissen im schottischen Pub jedenfalls hat uns spät am Abend hinter Kinglochleven unser schöner Lagerplatz erwartet, den Anni ausfindig gemacht hat. Nach einer windigen Nacht, in der unser Zelt eigentlich erstmalig zeigen musste, dass es wetterfest ist, haben wir uns nach Abschluss der morgendlichen Rituale (Wasser filtern, Frühstücken, Waschen, Zusammenpacken) auf den Weg nach Fort William gemacht, zum Ziel unserer Tour.
Entgegen der ursprünglichen Planung haben wir die darauf folgende Nacht ebenfalls in einem "Bothy" verbracht. Wollten es uns eigentlich nur ansehen, waren dann aber entzückt und schwuppdiwupp hat Anna Holz gesammelt für vier Nächte und Basti gesägt bis zur totalen Ermüdung. Nach einigen Schwierigkeiten entflammte der Kamin und Tizia kam, auf einem Hügel vorher zeltend, vorbei und leistete uns Gesellschaft (sie ging offen damit um, wegen unseres Feuers da zu sein). Im Ernst, es war ein netter, lauschiger Abend mit offenen Gesprächen. Allerdings war Basti sich sicher einen Marder im Gebäude zu wissen. Der Schlingel hielt sich in einem fast leeren Raum mit vier Ecken aber offensichtlich gut versteckt, so dass man ihn nur hören konnte. Er wollte unsere Vorräte rauben und so saß Basti noch eine halbe Stunde mit Taschenlampe und Schürhaken bewaffnet da und starrte Löcher in die Ecken, während Anna mit den Worten "der geht nicht auf Menschen!" Oropax reinsteckte und schlief.
Unglaublich wie gut getarnt diese eleganten Wesen grazil mit ihrer Umgebung verschmelzen. Verborgen blieben uns die "wild gouts" trotzdem nicht, in erster Linie weil man sie aus 30 m bereits riecht. Leider auch scheu, aber irgendwie niedlich. Für uns typisch schottisch und irgendwie immer an den guten alten Braveheart erinnernd: Steinmauern, überall, ob lowlands oder highlands und sicher doppelt so hoch wie die stärksten Männer seinerzeit. Heutzutage konnte sogar Anna ohne Probleme drüber steigen :).
Wäre interessant zu erfahren, was ein Schotte wohl zu unseren spektakulären Wasserfällen im Thüringer Wald sagt. Solche wuchtigen Szenarien fanden jedenfalls auch wir anfänglich noch besonders ;) Die "britische" Locke in der Stirn wird in ganz GB übrigens zum Andenken an die alten Earls getragen, es galt zu ihren Zeiten als vornehm und "very politely" wenn man aus wenigem Haupthaar eine einzelne geschwungene Strähne flechtete und sie kokett über die Augen warf :).

16 October 2017

Nach einer mittaglichen Stärkung am "Loch Lomond", dem, wie wir glauben gelesen zu haben, größten See entweder von Schottland oder aber von ganz Großbritannien (in jedem Fall ewig lang gezogen, begleitete uns linksseitig zweieinhalb Tage), ging es Richtung Unterkunft Nummer 2, geplant war eine abendliche Ankunft in einem "Bothy", einer Schutzhütte, welche kostenlos genutzt werden kann und außer hölzernem Boden ein paar Wäscheleinen und einen Kamin zu bieten hat. Angekommen sind wir dank Bastis Navigationskünsten mit der grobschlächtigen Karte bei Sturm, Regen und absoluter Finsternis gegen 21 Uhr. Die Bilder aus dem Inneren sind vom Morgen, als unsere Mitbewohner (britisches, amerikanisches oder australisches nettes Pärchen, Tizia aus Deutschland, die keine Polizisten mag aber gern meditiert und ein Marder) schon von dannen waren. Blöd: am Abend waren schon alle Leinen belegt. Clever aber: der erfahrene Trapper hat immer 10 m Rettungsschnur anbei und beherrscht den Doppelknoten! ;)
Die Rinder auf dem Weg nach Balmaha taten wenigstens anfänglich noch interessiert, bevor sie sich gelangweilt abwandten. Selbst in den Lowlands "prügelt" einen der Wind auf den Ebenen fast von der Piste. Die Landschaft übertrifft alle Erwartungen und ist traumhaft!
In aller Früh' das Lager geräumt und los in Richtung Abenteuer. Die Kumpels sind leider eher skeptisch, wenn es um komisch angezogene Menschen geht und wollten nicht mit.

15 October 2017

Wir liegen in unserem abendlichen Domizil kurz vor Drymen, ca. 20 km nach Start in Milengavie. Haben einen netten Platz neben einem Bach gefunden. Keinen wird wundern, dass wir unserem Zeitplan hinterher hinken aber das macht nichts :)..Nach unserer Odyssee durch Glasgow auf der Suche nach einer vernünftigen Gaskartusche sind wir 12:30 Uhr mit dem Zug am Startpunkt angelangt. Die ersten Kilometer zogen sich durch ein schickes Waldgebiet, bevor das Gelände offener wurde. Das Wetter war erstklassig, selten mal ein herrlicher Nieselfilm, sonst abwechselnd Sonne und Wolken. Wir sind hier noch irgendwo am Rande der Zivilisation, das stellen wir dann morgen ab, nachdem wir ein paar Bilder von unserem Nachtlager gemacht haben (sofern die schottischen Bullen uns heute Nacht in Ruhe lassen...und ja, damit sind die zarten Tierchen gemeint :P). Hoffentlich klappt es dann noch mit dem Internet ;).
Frühstück im Belhaven und los geht die Tour 😊

14 October 2017

Good morning everyone. Wir sind nach einem super Kaffee / Espresso bei Sonne (Happy Market Kassa) gestern 12.15 Uhr von Jena gestartet. Bei einem kurzen aber sehr herzlichen Zwischenstopp mit Elki an der Autobahn standen ein leckeres Eis und ein paar Knuddeleien auf dem Plan. Danach ging's weiter Richtung Frankfurt zum Parkfuchs24! Alles lief super und binnen kürzester Zeit wurden wir zum Terminal 2 des Flughafens befördert. Abgesehen davon, dass so manche Mitarbeiter von Ryan Air uns die Gepäckaufgabe durch Ahnungslosigkeit schwer gemacht haben gibt es vom Flughafen nur zu berichten, dass anscheinend die Sicherheitskontrollen ganz schön modernisiert wurden, seitdem wir das letzte Mal geflogen sind :-). Schottland begrüßte uns mit schottischem Wetter und komischen Bier...Klasse! Das Hotel ist niedlich vornehm. Das Frühstück war super! Jetzt geht's los!