Germany, Cuba · 21 Days · 82 Moments · November 2017

¡2 Mojitos, por favor!


24 November 2017

Alle wieder da. Es war ganz zauberhaft. ¡Hasta siempre!

23 November 2017

Boarding! Gleich gibt's Kabeljau.
Jetzt ist es 22.30 Uhr, theoretisch fliegen wir jetzt los. Praktisch sitzen wir noch hier. Ohne Geld (die letzten CUC sind längst umgesetzt), fast ohne Internet (ich habe noch ein bisschen aufgehoben), ohne Air Condition, ohne Essen und jetzt auch ohne Bier. Wir könnten den Duty Free-Rum trinken, dann müssen wir ihn aber austrinken. Vielleicht machen wir das gleich. (Der Havanna-International-Airport ist eher sozialistisch und nicht so reich bestückt mit diversen Essens- und Trinkmöglichkeiten. Und ohne CUC....)
Von wegen "nur eine halbe Stunde Verspätung"... Es ist jetzt 22.00 Uhr, das Boarding für den 20.30 Uhr-Flug ist noch nicht fertig und hat für den 21.45 Uhr-Flug auch noch nicht begonnen. Ich habe den Eindruck, dass hier auch nicht parallel mehrere Flüge geboardet werden.... Auf dem Klo im Sicherheitsbereich wird mittlerweile heimlich geraucht.
So, mit nur 30 Minuten Verspätung geht es gleich zurück. Es war eine geniale Reise. Und die richtige Musik zum Abschied: “Havana, ooh na-na. Half of my heart is in Havana, ooh-na-na...” (Camilla Cabello)
Nach reichlich Pasta (wir fürchten den Eurowings-Kabeljau) noch ein Spaziergang am Malecon. Um das Problem der "letzten Male" zu umgehen, habe ich mir überlegt, dass ich wiederkomme. Unser Taxi ist auch schon da. Eine Stunde zu früh. Aber tranquillo. Es ist heiß und fast windstill, mehr als ultra-tranquillo geht auch gar nicht. Leider können wir nirgendwo mehr duschen gehen. Wir kommen also in einer knusprigen Panade aus Schweiß, Reiseschmutz, Insekten- und Sonnenschutz zurück. Nehmt ihr uns trotzdem wieder auf?
Eines der letzten Highlights am letzten Tag: eine Stadtrundfahrt im pinken Oldtimer. Unser Fahrer fand uns merkwürdig, weil wir weder am Platz der Revolution spazieren gehen wollten, noch uns beim Ein- und Aussteigen helfen lassen wollten und auch kein Foto mit einer metallenen John Lennon-Figur im John Lennon-Park machen wollten. Wir haben gefragt, ob er stattdessen noch ein Foto von uns auf dem Malecon machen würde.... bekommen haben wir eine Fotosession mitten auf der Straße. Dazu lief "Despacito". In Dauerschleife; für mich :)
Der letzte Tag in Havanna führt uns auch durch “China Town”. Allerdings sollte man nicht glauben, dass es dort Chinesen gibt.
Wir haben zufällig eine Dachterrasse im 9. Stock in einem krassen Luxushotel entdeckt. In der Lobby wird klassische Musik gespielt (live natürlich, nicht vom Band), alles ist sehr nobel. Keiner hat uns aufgehalten, also konnten wir von oben einen Blick auf die dümpelnden Touristen im Hotelpool und auf die Stadt werfen.

22 November 2017

Zum Abendessen hat sich TripAdvisor bewährt: VanVan - tolle Einrichtung, leckeres Essen und das beste Baño in ganz Kuba.
Hanna kommt morgen nicht mit zurück. Sie ist entdeckt worden und hat eine neue Karriere angefangen.
Noch ein paar Eindrücke aus dem trubeligen bunten Havanna. Vielleicht müssen wir morgen doch nochmal eine Oldtimer-Runde drehen durch die Stadt.
Zigarren - eine ganz eigene Kultur hier.
Kleine Pause mir Gurken- und Ananaasaft in einem schönen patio an der plaza vieja. Die Deko wirkt hier noch sonderbarer als ohnehin schon.
Zwischen den renovierten bunten Kolonialpalästen tauchen immer wieder schöne Plätze auf. Hier eine Ausstellung mit tollen von Fotos von Gabriel Bianchini an der Plaza Cathedral. Außerdem eins der ältesten Bauwerke Havannas, ein Franziskaner Kloster an der Plaza de San Francisco de Asis.
Habana vieja ist ein kleines Juwel. Traumhaft schön. Wir flanieren und staunen.

21 November 2017

Taxi, Taxi! Best Casa! Best cuban Restaurant! Wir waren gut essen. Richtig geil! Das Foto zeigt Vincents Dessert (!!). Und wer da jetzt Tränen in den Augen hat, ja: es ist wirklich Rinder-Carpaccio als Dessert (es hat schon als Vorspeise überzeugt). Dazu gab's 15jährigen Rum und für uns Limoncello.
Geiles Zimmer in Havanna-nanananananaaaa
Fliegen mit Cubana de Aviacion ist lustig. Wir sind natürlich ganz entspannt fast als letzte eingestiegen. Und dann... freie Platzwahl. Sich einfach auf die zugewiesenen Plätze zu setzen wäre auch irgendwie spießig und langweilig. Zwischendrin gab's Kaffee und Turbulenzen und auf einmal fingen mehrere Leute an zu rufen (das sorgt ja immer sehr für Zuversicht und Vertrauen, die Dame neben mir war eh schon sehr nervös): ein Baby hatte sich verschluckt. Zum Glück hat sich das auch von alleine geklärt. Das Flugzeug hatte die Landebahn noch nicht berührt, da waren schon alle am Telefon. Die Verrückten!
Check-in am Aeropuerto Antonio Maceo in Santiago. Wir sind immer noch mit den Holländern unterwegs.

20 November 2017

Seit gestern Abend erstrahlt auch die Krippe vor der Cathedrale in Santiago. Abends waren wir noch in einem ausgefallen italienischen Restaurant. Heute Inlandsflug nach Havanna.
Wir wollten nochmal Kaffee mit Zitronensaft und Alkohol trinken (Dranquet) und sind also in dieses Café zurück gekehrt. Hier wurden wir mit Wangenküsschen wie alte Freunde begrüßt und mussten von Baracoa berichten (das wusste die Kellnerin alles noch!). Unseren Getränkewunsch hat sie uns auch von den Augen abgelesen.
Bye bye Baracoa! Wir sind wieder in Santiago in der schönen casa und genießen Großstadt.

19 November 2017

Shiva hat, nachdem die Sandalen kaputt gegangen waren, an einer "Hütte" 2h meditiert, während der Rest von uns den Gipfel bestieg. Es war nicht so matschig wie bei Fidel, aber viel problematischer, weil der Weg anspruchsvoller war. Wie die Schweine sahen wir aus. Die ganzen teuren Trekkingschuhe haben nach dem Abstieg erstmal ein Bad im Fluss genommen. Der local guide geht übrigens in Gummistiefeln wandern. Die hat er dann auf dem Rückweg Shiva gegeben und dafür die mit Palmenblättern notdürftig reparierten Sandalen getragen. Ich hab eine rote Hibiskusblüte geschenkt bekommen. Der Mann ist ein Held und ein Gentleman. Insgesamt hatte ich viel Spaß und bin stolz oben gewesen zu sein. 2. Erkenntnis: Trekkingsandalen sind nicht nur ästhetisch äußerst bedenklich. ¡Und jetzt hätte ich gern viele cervezas, por favor!
Der Fluss blieb für Touris unpassierbar, wir hatten die Wahl zurück zu fahren oder auf den El Yunque (lokaler Tafelberg) zu klettern. Fast 40°C, 575 Höhenmeter, gestern war mir das zu anstrengend. Heute eigentlich auch, zumal ich ja schon in der Stadt nicht gern bergauf laufe. Aber ich hatte auch Bock mich ein bisschen zu verausgaben. Ich bin voll auf meine Kosten gekommen! Zuerst musste -ihr ahnt es schon- wieder ein Fluss überwunden werden. Weil der auch gerade soviel Wasser hat, mussten wir nicht durchwaten, sondern wurden mit Bambusfloßen rübergestakt. Der Aufstieg war echt anstrengend. Außerdem war ein verrückter Althippie namens Shiva zu unserer Gruppe hinzugekommen. In Sandalen, Trekkingsandalen. Auch nachdem er auf die Unzulänglichkeit derer hingewiesen wurde, versicherte er gut gelaunt, dass das kein Problem sei, "very strong shoes". Der Mann trug Hörgeräte und letztlich ist ihm erst während des Aufstieges klar geworden, dass wir den Berg nicht umrunden werden.
Der entspannte Sonntag geht für mich weiter mit El Castillo, bisschen Stadtblick und ein schattigem Plätzchen mit Blick auf den Tafelberg El Junque den Anne gerade hochsteigt. 😅
Während Hanna chillt, unternehme ich noch einen Versuch in den Nationalpark Alejandre Humboldt zu kommen. Das Wasser ist heute angeblich niedriger, aber nicht niedrig genug. Wir müssen eine Stunde warten. Zeit genug die fliegenden Fische beim Flussaufwärtsschwimmen zu beobachten. Ich persönlich finde allein den Versuch wahnwitzig, umso beeindruckender, dass die das tatsächlich schaffen.
Sonntag! Ich lasse es tranquillo angehen und Anne probiert es nochmal zum Nationalpark zu gelangen. Fingers crossed 🤞🏼

18 November 2017

Im weiteren Verlauf galt es noch mehrere Flüsse zu queren. Im Bus über winzige, provisorische Brücken, im Ruder-Boot. Oder zu Fuß durch ein sehr heterogenes steiniges Flussbett, was für den trekkingschuhverwöhnten Fuß europäischer Städter ehrlich gesagt recht schmerzhaft war. Belebte Natur gab's auch wieder zur Genüge: der kleinste Kolibri (so klein, dass man ihn im Bild kaum sieht), ein sehr langer Tausendfüßler, kleine Schlangen.... Der krönende Abschluss war ein Abstecher an den Strand.
Nach der Wanderung und Bootstour am Rio gabs ein weiteres Highlight mit frischen Kokusnüssen, die für uns aufgesäbelt wurden, Bambushalme als bio-Strohhalm. Das macht natürlich gute Stimmung in der hauptsächlich europäischen Reisegruppe. Insgesamt gabs auf dem Weg zwischendurch immer wieder auch schöne Aussichten.
Der erste Halt an der Kakaoplantage war interessant und unerwartet lecker. Die Orange Kakao Frucht am Baum schmeckt ein bisschen wie Mango, die Kerne werden getrocknet geröstet und später gemahlen. Das gabs hier Stück für Stücl zu sehen und zu probieren, bishin zur 100% Kakao Schokolade. Bananen und Papaya Bäume wachsen in der Regel zwischen den Kakaopflanzen. Die Schnecke ist nicht zum Essen und stehen hier unter Naturschutz.
Heue Humboldt Nationalpark: auf dem Hinweg dahin müssen wir leider umdisponieren da durch den Regen der Fluss nicht überquert werden kann. Zumindest von unserem Touri-Transport-Gefährt. Der local LKW-Bus hat es gewagt und auch geschafft. Bleibt als Alternative für heute: Kakaoa-Plantage, Yurumi-Flussmündung ins Meer und die Fahrt an einen abgelegenen Strand. Es bleibt spannend...

17 November 2017

Wenn es regnet dann gibts schon am Nachmittag Mojitos und verfrühtes Dinner mit der Deutsch-niederländischen Reisegruppe 👏🏻
Die Farola ist ein von Fidel eingehaltenes Revolutionsversprechen und somit noch eine recht junge Straße, die Baracoa mit Santiago de Cuba verbindet. Sie führt zunächst durch ein farbenfrohes Guantanamo (Stadt), wo wir uns dennoch gegen das verlockende Angebot von Bars mit Jail View entschieden. Es folgte eine wahrlich mahlerische (höhö) Straße: links die Berge, rechts das Meer. Im Schneckentempo hat sich der Bus dann die Serpentinen hochgekreiselt. Oben hat's geregnet, aber wir wurden mit Schokolade, Bananen (endlich!), Mandarinen und Kokos-Honigpaste in Palmenblättertütchen belohnt. Übrigens... Die winzigen Toilettentürchen sind hier üblich, häufig gehen sie auch eh nicht zu. Toilet collectivo quasi. Und viele kubanische Männer tragen ihr T-Shirt hochgerollt, sodass man ihre dicke Wampe bewundern kann. Auch Nachts. Mich verwundert das ein bisschen. Warum?
Heute machen wir wieder Strecke. In diesem wunderschön gebatikten Oldtimer ging's zum Viazul-Bus.

16 November 2017

Noch einige Bilder aus dem Hauptquartier der Guerilla. Sehr spannend. Sehr schön. Sehr wild. Die Sierra Maestra ist traumhaft schön und beeindruckend und man hat stetig das Gefühl auf den Spuren von Che, Fidel und der Geschichte zu wandeln. Und manchmal sieht man das Meer am Horizont über der Sierra. Zum Schluss noch ein Foto unserer gestrigen Trinkrunde. Wir haben uns alle im Bus getroffen und werden uns dort morgen zufällig alle wiedersehen... auf dem Weg nach Baracoa.
Hier ist auch der Weg das Ziel: meist holprig und voller Schlaglöcher. Heute extrem steil. Auf der kubanischen Autobahn verkehrt alles, was in irgendeiner Form zu Bewegung in der Lage ist. Autos, Kutschen, Pferde mit und ohne Reiter, Esel als Geisterreiter, Fußgänger, Fahrräder, Hunde, Hühner, ... dazwischen immer wieder Propaganda.
Tagesausflug in die Sierra Maestra. Landschaftlich absolut umwerfend. Der Weg zur Comandancia de la Plata (Und Fidel Castros Haus/Versteck in der Bergen) hätte auch eine kleine Etappe eines ‚Mud Run‘ sein können, durchaus „ein bisschen“ matschig auf Grund des Regens der letzten Tage. Das hat aber meistens eher zur Belustigung unserer kleinen Reisegeuppe mit Guide und noch zwei Deutschen beigetragen. In der Tierwelt gab es vor allem Geckos, Vögel und ein paar Schlangen. (Auch wenn man uns weiß machen wollte die seien nur aus Plastik.... von Wegen.)

15 November 2017

Hanna hat zum Abendbrot eine mehrstöckige Fleischtorte bekommen. Was leichtes.
Auch in der Abenddämmerung mit schönem Flair.
Santiago ist laut, bunt, stickig (Abgase!), man liebt es oder man hasst laut Reiseführer. Ich hatte ein bisschen Sorge, ... finde es aber leider geil. Es gibt überall Musik, das fetzt. Wir werden ständig angequatscht, auch wenn wir gerade im Schatten auf dem Fußboden vor der Kirche sitzen und internetten "¿Taxi?" "äh nee..." wie kommen die darauf, dass wir ständig ein Taxi brauchen könnten? Aber irgendwie ist dieser ständige Eiertanz zwischen Touris und Locals auch witzig. Manchmal nervig. Außerdem ist es unglaublich heiß hier. Damit uns das Gehirn nicht schmilzt, haben wir erstmal n Kaffee mit Likör und Zitronensaft getrunken, unerwartet lecker.
Erste Eindrücke aus Santiago...
Weiße Laken, hohe Decken, türkise Wände und ein begrüntes Hybrid aus Dachterrasse und Patio - nach einer langen Busfahrt hat Santiago de Cuba uns mit einer schönen Casa empfangen. Das uns kredenzte Essen ist lecker und im Kühlschrank steht Bier. <3

14 November 2017

Wir sind gestern in Camaguey angekommen, von wo es heute weiter nach Santiago de Cuba geht. Highlights hier: ich konnte 10h Internet kaufen (das sollte bis zum Ende reichen) und ein hervorragendes italienisches Essen in einem Hinterhof. Dort haben wir probiert uns unsere ernüchternde Casa schön zu trinken. Weit sind wir nicht gekommen: halb 9 waren wir (wie immer) müde.

13 November 2017

Hamburger Wetter zum Abschied von der Playa Coco. Wer hat das geschickt?

12 November 2017

Und zum Ende des Abends ein kleiner Streichelzoo aus Kröten, Riesenkrabben und Pferd auf unserer Veranda..
Heute haben wir NICHTS gemacht. An der playa coco in der Nähe von Santa Lucia gibt es auch nichts, was uns von diesem Plan hätte abbringen können, nicht mal Internet. Heißt: wir haben ausgiebig die Schaukelstühle genossen, Bier getrunken und in Schmuck investiert. Die eigene Nabelschau war nur von einer Hai-Sichtung am Morgen unterbrochen. Das war kurz aufregend. Auf einem Foto sieht man eine Betonröhre im Wasser und daneben einen Stock und daneben einen Schatten, das ist der Hai. Echt wahr (kein Orka diesmal... und auch kein Kabeljau). Einheimische berichten, dass es hier friedliche Bullenhaie gibt und die sieht man oft. Die tun auch nichts.... ja ja, wir waren tatsächlich später baden.

11 November 2017

Am Abend gabs dann neben einem kurzen Spaziergang eine super Paella am Wasser und danach ein Rum auf der Terrasse.
Endlich angekommen im the middle of nowhere, ein hübsches kleines Häuschen am Strand und das Meer tobt vor der Tür. 😍 kurzzeitig auch mit kleinem Tropengewitter.
8.35 Uhr, 1. Tag des paradiesischen Strandurlaubes: Bilanz bisher ernüchternd, es gibt kein Paradies und der tropische Regen hindert uns an der Suche danach.

10 November 2017

In Camaguey angekommen sind wir kurz entschlossen direkt in ein "Taxi" gestiegen. Ans Meer. Unser Fahrer und seine Tochter waren zwar die meiste Zeit stumm, aber nett. Ihr Auto hingegen war ein Höllengefährt, dessen grässliche grüne Plüschsitze in Gänze mit Plastefolie überzogen waren. Zur Schonung? Sonst war nichts verschont worden an diesem Auto. Alles klapprig, kaputt und alt. Als es zwischendrin geregnet hat, hat's ein bisschen reingetropft. Nichtsdestotrotz sind wir wohlbehalten angekommen. Da es schon dunkel war, sind wir in das erste Hotel vor Ort eingezogen. Kommunistischer Charme, das Meer kann man hören, aber bei totaler Dunkelheit nur erahnen. Morgen sehen wir weiter.
Auf geht's nach Camaguey! In Trinidad lassen wir ein paar pelzige, kleine Freunde zurück (ein Blog ohne Katzenbild ist ja eh kein richtiger Blog). Unser Listenplatz für den Bus führte tatsächlich zum Erwerb von Tickets, Check-In problemlos. Nach ungefähr 5 (in Worten fünf) gefahrenen Metern entschwand einer unserer Busfahrer durch die Dachluke des Busses - wir hatten uns bei der Ausfahrt aus dem Busbahnhof in irgendwelchen Kabeln verheddert 😂 Dieses Problem konnte aber routiniert gelöst werden. Ein weiteres schönes Detail sind die Toilettentüren unterwegs. Halbhoch und aus Plexiglas; zum drunter, drüber und hindurch gucken.

9 November 2017

Heute: Ausritt im Westernsattel durch das Zuckertal. Pause bei frisch geröstetem Kaffee & Zigarre 😬, Abkühlung im Wasserfall, Saft aus gepresstem Zuckerrohr (mit ein ganz bisschen Rum), und Mittagessen in der Casa des alten José in den Bergen. Ganz schön spannend und eindrückliche Natur. Mitbringsel: Kaffee & Po-Schmerz. 😅

8 November 2017

die Stellen des Wifi Publico erkennt man sofort. Von Mensch und Tier sehr beliebt.
Trinidad - bunt, gelb, warm, Kopfsteinpflaster, kolonial, umgeben von der Sierra del Escambray. Auf dem einen Bild sieht man wie hier Internet funktioniert: man muss an staatlichen Stellen anstehen, Wifi-Guthaben kaufen und dann nach öffentlichen Plätzen mit vielen Leuten Ausschau halten, das Handy als Wünschelroute gezückt. Stößt man auf Internet, muss man sich nur noch mit viel viel Geduld und etlichen Versuchen einwählen.
Heute ist Tag der Schönheit. Nicht nur sind wir im besten Assi-Antisonnenbrand-Chic unterwegs, auch unser Oldtimer-Taxi, die Fahrt nach Trinidad und unsere neue Unterkunft sind sehr schön. Alles ist so schön, immer wieder. Und das obwohl ich nicht von der Fernet-Branca-Cola-Mische unserer kolumbianischen Mitfahrer genascht habe. (Hanna auch nicht.)
Unser Gefährt für 80km bis nach Trinidad. 😂😂 Der Oldie ist laut Fahrer 65 Jahre alt, schnurrt wie ein Kätzchen. Guter Stimmung bei Unserer Reisegruppe mit einem Franzosen und zwei Kolumbianern.
Mit viel Phantasie sehen wir hier ein Krebs der versucht eine alte Zeitung zu lesen. Gleich geht’s weiter ca 80 km nach Trinidad.

7 November 2017

Frühstück auf der Terrasse, Flamingos in der Lagune Guanaroca und Piña Colada am Strand Rancho Luna - das Leben meint es gut mit uns. Hannas Flamingo-Bilder sind schwarz-weiß, für alle die, die rosa nicht mögen.
Nirgends erkennt man Flamingos besser als in schwarz-weiß Fotos 🙈 Ein paar Krabben und Pelikane waren auch dabei.

6 November 2017

Die Tourifalle hat zugeschnappt. Wir waren in einem vom lonely planet hochgelobten Restaurant essen. Das Menü war für hiesige Verhältnisse teuer und unflexibel und man konnte kaum über den Tisch gucken... dafür gab's Daiquiri aus'm Eimer und auf Augenhöhe. Das Lamm war Schwein (zum Glück kein Kabeljau) und die Spare Rips versalzen, zum Abschluss gab's Obst aus der Dose und gezuckerten Milchreis. O-Ton Hanna: "Das Essen war... moderat."
Anne und der Eimer Daiquiri in der TouriFalle. Immerhin konnten wir so gerade übern Tisch gucken.
Ok ok, ich habe Übertreibung als stilistisches Mittel genutzt. Die Fährrückfahrt ist jetzt doch ganz entspannt --> weil viel weniger voll. ... und hier gibt's fliegende Fische, die über's Wasser flitzen.
Ruinen gab's auch. Am schönsten war wie die Verkäuferin am Einlass uns ganz ungefragt einen Eintritt erlassen hat und uns mit Flüsterstimme (als könnte Fidel persönlich alles mithören) um Verschwiegenheit obdessen bat. Sie sah sehr zufrieden aus nach ihrem antikapitalistischen Sabotageakt. Es gibt hier übrigens keine Coca Cola, sondern ein sozialistisches Äquivalenzprodukt mit dem schönen Namen Berta. Nestlé hat seinen langen Arm schon nach Kuba ausgestreckt - ausgesprochen leckeres Kokoseis, wenn man sich (in Anbetracht des völlig verformten Eises mit eingeschmolzenem Stil) nicht zu viele Gedanken über die womöglich nicht ganz lückenlose Kühlkette macht.
Auch in Kuba kann man Fähre fahren. An Komfort kann diese Fährfahrt nicht mit der Elbe mithalten, ist aber deutlich abenteuerlicher und voller (da können die Elbfähren auch an Touristenstarken Sommertagen noch etwas dazu lernen, die dreifache Beladung mit Menschen, Motorollern und ähnlichem wäre absolut möglich). Es ist durchaus üblich während der Fahrt außen am Schiff rumzuklettern. Ich fand mich schon sehr rebellisch als ich mich auf die hintere Railing gesetzt habe. Bequem war das nicht, aber es hat sich herrlich verboten angefühlt.
Ein Ausflug übers Wasser zum Castillo Jugua. Anne liebt alte Ruinen wie man sieht...
Gestern kam uns das Wasser der Bucht noch zu eklig vor. Im gleißenden Licht der Morgensonne dann nicht mehr :)
6:30 Uhr morgens - wir hell wach, die sonne brennt auf die Terasse.

5 November 2017

Lichtspiele am Abend in Cienfuegos. Die Cerveza am Pier mundet.
Unsere 2. Unterkunft ist noch entzückender als die erste. Mit eigenem Balkon. Kleine Paläste für wenig Geld. Ich bin begeistert. Die Fahrt hierher war auch ein Highlight. Hanna hatte die blinkende Tankleuchte gesehen und ich den Kanister im Kofferraum. Wir wollten aber nicht klugscheißen.... hätten wir mal ;) der Kanister war so leer wie unser Tank, also haben wir ne dreiviertel Stunde mit 2 Schweden an der Autobahn auf die Rückkehr unseres Fahrers gewartet.
Pause auf der Landstrasse. Wenn die Tankleuchte im Gruppentaxi blinkt ist irgendwann das Benzin leer. Aber kubanische Taxifahrer lösen das Souverän.
Wir waren noch vor 6 wach. Leider keiner sonst. Also mussten wir notgedrungen mit sightseeing starten :) Und da war er wieder: unser Freund der Kabeljau. Am Malecon mitten in Havanna, wo immer mal der Ozean über die Quaimauer schwappt, wird geangelt. Die Farben sind pastellig, die Fassaden bröseln, es ist warm und ein bisschen windig. Kuba hat mich schon.

4 November 2017

Angekommen! Kurz nach 20.00 Uhr Ortszeit sind wir in Havanna gelandet.
Interessantes Catering bei Eurowings. Angeboten hat man uns Ravioli und Beef, bekommen haben wir Kabeljau und Makkaroni. Wenigstens den Fisch konnten wir in Fleischklößchen verwandeln. Und solange der Rotwein nicht zu Ende geht, ist alles gut über den Wolken.
¡Vamos! Es geht los. Etwas zu zeitig für mich, aber "zum [Verreisen] hat sich noch immer jede zusätzliche Anstrengung gelohnt." - frei nach Keimzeit ;)