Europe, Asia, South America · 352 Days · 72 Moments · December 2016

Anna's und Christoph's Reise


3 December 2017

Seit gut 3 Monaten sind wir wieder in Berlin. Da hieß es für uns erstmal: ankommen, Wohnung einräumen und Familie und Freunde treffen. Christoph ist nahtlos wieder in seinen Job eingestiegen, während Anna erstmal auf Jobjagd ging und jetzt mehr oder weniger fest auch in Berlin arbeitet. Wir beenden dann hier und jetzt den kleinen Blog und schauen auf verrückte 9 Monate zurück, in denen wir so vieles wunderbares erleben durften. Danke an alle die uns die ganze Zeit hier und über alle anderen Kanäle begleitet haben.

9 August 2017

In Kolumbien werden neben Coca und Bananen auch Unmengen von Kaffee angebaut und somit ist Kolumbien einer der größten Kaffeeexporteure weltweit. Das riecht und schmeckt nicht nur gut, sondern kann man sich im sogenannten Kaffee-Tal im Süden von Kolumbien auch vor Ort anschauen. Wir verbrachten ein paar Tage hier und sind gewandert, durch das Tal mit dem Pferd geritten, haben Christophs Geburtstag gefeiert, das lokale Trinkspiel Tejo gespielt und haben uns eine Kaffeeplantage angeschaut und ordentlich probiert. Besonderes Highlight: Sven besucht und begleitet uns die letzten Wochen durch Kolumbien.

26 July 2017

Über ne Woche haben wir in der Stadt des ewigen Frühlings, Medellin, verbracht. Abgesehen vom schönen Wetter ist die Stadt im Ausland hauptsächlich durch den Kokain-Boss Pablo Escobar und die Gewaltexzesse der letzten 40 Jahren bekannt. Doch ein Wandel hat sich in den letzten 15 Jahren ereignet. Viertel in der Hand von Drogengangs und Paramilitärgruppen wurden von der Polizei zurückerobert. Bahnlinien und Seilbahnen gebaut um die Arme und abgeschnittene Bevölkerung mit der Innenstadt zu verbinden. Kostenlose Büchereien gebaut, Jugendprojekte gestartet und vieles mehr unternommen um den Kinder Perspektiven zu geben, statt sie den Gangs zu überlassen. Und die Investitionen fruchten. In den 90er Jahren war Medellin die gefährlichste Stadt der Welt. Heute strömen Touristen und Startups in die Stadt. Nur eine Zahl zur Veranschaulichung. In 15 Jahren ist die Anzahl an Touristen von 50000 auf 5 Millionen gestiegen. Und man spürt, dass die Menschen stolz darauf sind.

22 July 2017

Nach gefühlt ewiger Bus- und Bootsfahrt kamen wir in Carpurgana an. Ein Dorf an der Grenze zu Panama, welches schöne Strände und hervorragende Tauchspots bietet. Da Anna sich eine Erkältung zuzog konnten wir nicht so viel tauchen wie gewünscht. Doch Spaziergänge nach Nord und Süd entschädigten ein bisschen. Allerdings muss man erwähnen, dass der Ort sonst nichts bietet, weder Strom noch Internet funktionieren wirklich und die Unterkünfte sind sehr basic. Daher ohne tauchen nicht so verlockend und wir begaben uns auf die nächste lange Boots- und Busfahrt nach Medellin.

18 July 2017

Cartagena - das St. Tropez von Südamerika. Die wohl schönste Kolonialstadt von Kolumbien mit einer wunderbar restaurierten Altstadt und einer begehbaren Stadtmauer. In dem Gassen reihen sich teure Boutique-Läden an schicke Restaurants. Das Preisniveau, die unerträgliche Schwüle und die Touristenmassen ließen uns hier nur eine Nacht verweilen. Heute geht es mit dem Bus weiter ins nächste Tauchparadies.

17 July 2017

Eigentlich wollten wir ja schon lange mal wieder tauchen und ggf. den zweiten Tauchschein machen. Da in Indonesien 🇮🇩 aber aufgrund des El Niño's alle Korallen ausgebleicht sind, es in Taiwan 🇹🇼 und Japan 🇯🇵 viel zu kalt war, in Bolivien 🇧🇴 kein Meer gibt und es sich in Peru 🇵🇪 irgendwie nicht ergeben hat, hat es bis zur kolumbianischen 🇨🇴 Karibikküste gedauert bis wir endlich mal wieder den Tank auf den Rücken gespannt haben und mit dem Boot aufs Meer zum Tauchen gefahren sind. 5 Tauchgänge später, darunter auch ein Nachttauchgang bei dem man das Plankton im Wasser leuchten sehen konnte, wars dann auch schon geschafft und wir sind jetzt zumindest laut Schein "fortgeschrittene" Taucher (haha). Einen Tag sind wir noch mit dem Boot zum Playa Cristal gefahren und entsprechend am Strand rumgelegen, gelesen und geschnorchelt. So verging dann eine entspannte Woche im Fischerdorf Taganga.

16 July 2017

Clever wie wir sind ist uns mitten in der Wüste die Sonnencreme ausgegangen. Ein freundliches "Hallo und schön dich mal wiederzusehen" an unseren Freund, den Sonnenbrand 🤗. Mit dem Boot sind wir am Nachmittag rausgefahren um uns die Lagunenlandschaft anzuschauen und rosa Flamingos und Pelikane abzuschauen wie sie durchs Wasser waten bzw. auf Nahrungssuche gehen. Zur Gewinnung von Salz, werden einige Teile der Wüste 🌵 hin und wieder geflutet. Dies und ein heftiges Gewitter in der Nacht am Rande der Wüste führten dazu, dass ein Großteil der Strecke zurück in die Zivilisation trotz 4x4 Jeep 🚙 unpassierbar ist. Man würde beim Versuch diesen Teil zu passieren einfach im Schlamm steckenbleiben. Nick kannte allerdings einen Umweg und so sind wir zwar später als gedacht aber gut und sicher wieder aus der Wüste rausgefahren. Zum Abschluss des Trips haben wir noch einen Zwischenstopp an einem Wasserfall eingelegt. 3 schöne Tage Mitten im Nirgendwo gehen damit zu Ende!

15 July 2017

Der nördlichste Fleck von Südamerika ist Lebensabstoßend und ein wenig No-Man's-land. Das indigene Volk der Wayuu lebt dort in einer Wüste unter 30-40 Grad Hitze, ständiger Trockenheit, von Fisch, Tourismus und Ziegen. Sie haben die doppelte Staatsbürgerschaft von Kolumbien und Venezuela, doch keine Regierung hat dort was zu sagen. Es ist schwer zu erreichen, daher haben wir uns für eine Jeeptour mit unserem Hostelpapa Big Nick entschieden. Erreicht man das Wayuu-Land verabschiedet man sich von der Zivilisation. Keine technischen Geräte, Salzwasser zum Duschen und Hängematten zum Schlafen. Alle 500 Meter wechselt die Landschaft, von Steppe mit Büschen, zur steinigen Mondlandschaft, bis hin zur reinen Sandwüste. Immer mal wieder laufen einen Ziegen über den Weg. Ansonsten sieht man wenig leben. Gut das stimmt nicht ganz. Immer wieder tauchen Kinder auf. Ziehen ne Leine in den Weg des Jeeps und verlangen für den Durchlass Süßigkeiten, die wir ihnen bereitwillig geben.

6 July 2017

Das ganze Herumgereise mit Schiff und die Zeit im Dschungel war anstrengender als gedacht und so haben wir die letzten 10 Tage fast ausschließlich genutzt um uns zu erholen und die Akkus wieder aufzuladen. In San Gil, der Ort wo wir uns gerade befinden, könnte man wieder große Wanderungen unternehmen auf Level 5 raften und paragliden - am Ende haben wir uns für den Besuch des schönsten Dorfes Kolumbiens und eine kurze Wanderung auf dem Camino Real entschieden. Den Rest der Zeit haben wir in der Hängematte gelegen, ein Buch gelesen und den weiteren Trip durch Kolumbien geplant. Für uns geht es heute an die Küste. Es erwarten uns das Meer, Strand und ein paar Tauchgänge.

29 June 2017

So mal wieder ein Lebenszeichen von uns. Die Flugpreise von Iquitos haben uns überzeugt den Amazonas erneut auf einem Frachtschiff entlang zu schippern. Diesmal sogar in Begleitung von Ochsen die alle 100m in einem Dorf eingefangen wurden. In Leticia erreichten wir dann kolumbianischen Boden. Eine kleine Stadt mitten im Dschungel und anscheinend von Hitchcock Vögeln bevölkert 😉 Einen Tag später landete das Flugzeug in Bogota. In der Hauptstadt planten wir erst mal unseren weiteren Reiseverlauf in Kolumbien und unternahmen sonst nicht viel. Richtung Küste ging es nach Villa de Leyva. Eine wunderschöne Stadt, umgeben von Toskanischer Landschaft. Zum einen wegen der Nähe zu Bogota und weil es vor einigen Jahren noch zu den wenigen sehr sicheren Gegenden zählte, reiht sich Villa an Villa. Zudem ist die SUV- und Restaurantdichte extrem hoch^^

23 June 2017

Nun was wir so gesehen haben: 5-6 verschiedene Affenarten. Von wirklich winzig bis relativ groß und fluffig. Schnell sind sie in Bäumen am Ufer rumgesprungen. Natürlich hunderte Vögel, vor allem morgens in der Dämmerung. Besonders bemerkenswert für uns: bunte Papageien, Fischadler (oder ähnlich aussehend), ne Art Storch, Aasgeier, und Adler auf Affenjagd sowie Graue und pinke Delfine mit spitzer, langer Schnauze und mit stumpfen Kopf, Piranhas und andere Fische. Sowohl beim Angeln, wie auch wenn sie einfach ins Boot gesprungen kamen. Nachts ein Baby Krokodil, was Willy unter Grünzeug fing und nur durch die Augen entdeckte Respekt! Wir duften es kurz halten und streicheln und dann schnell zurück ins Wasser setzten bevor die Mutter kam (diese werden zwischen 4 und 6 Meter lang). Im Wald entdeckten wir eine Tarantula. Unsere Schlangen- und Skorpionensuche war leider Erfolglos. Generell ist es eh reine Glückssache was man sieht. 4 Tage waren gut aber für uns auch genug 😉

21 June 2017

Katergorie: NATUR! Und diesmal so richtig. Wir machten uns auf den Weg mit Bus und Boot tiefer in den Dschungel um Iquitos. Unser Guide Willy sollte die nächsten 4 Tage auf uns aufpassen und uns so viele Tiere wie möglich zeigen. Die Fotos geben die Umgebung wieder, da das Iphone einfach zu schlecht im Zoomen für Tieraufnahmen ist. Unsere Unterkunft war sehr Basic und als Überraschung für einen Spanier gab es nur ne kalte Dusche, Spinnen in allen Größen und sehr sehr viele Mücken...ach ne 😂. Doch zum Essen und schlafen ausreichend. Wir fühlten uns auch wohler, als Willy ein großes Nest mit anscheinend sehr gefährlichen Wespen entfernte. Von der Lodge unternahmen wir Ausflüge zu Fuß oder mit einem kleinen Boot in Seitenarmendes Amazonas, zu Seen und Sümpfen. Der Wasserstand schwankt um die 10-15 Meter zwischen Regen- und Trockenzeit, dass muss man sich mal vorstellen bei diesen riesigen Wassermassen!!! Wir hatten Glück, am Anfang der Trockenzeit ist vieles noch per Boot erreichbar

16 June 2017

Die Bootsreise dauerte 3 Tage und als Mensch der Neuzeit fragt man sich davor "was mach ich eigentlich die ganze Zeit?" Zum einen bestaunt man immer wieder die Landschaft. Wenn auch nicht sonderlich Abwechslungsreich, beeindruckt der Fluss mit Breite und das Ufer mit 100 Grünschattierungen. Man fühlt sich oft eher wie auf einem See als auf einem Fluss. Das ärgerliche dabei, die Einheimischen benutzen ihn als Mülleimer. Egal ob Plastiktüte oder Abfall, alles landet mit einem Schwung des Handgelenks im Wasser. 😥 Zum anderen lesen, in der Hängematte baumeln, Musik hören, schlafen. Letzteres ging für Anna nicht so gut. Peruaner sehen einfach die Notwendigkeit für Kopfhörer nicht. So schallt es aus allen Richtungen aus Handylautsprechern zu jeder Uhrzeit. Erstaunlich: man gewöhnt sich tatsächlich dran. Und wann hat man heutzutage schon den Luxus in 3 Tagen 2 Bücher zu lesen? :) Wenn das Schiff hier und da zum Aus- und Einladen hält, gibt es Dschungeldörfer anzusehen und frische Früchte.

15 June 2017

Unser weiterer Weg sollte uns nach Iquitos führen. Aber wie kommt man eigentlich in eine Stadt mitten im Dschungel, wenn es keine Straße dahin gibt? Fliegen geht immer aber das ist nicht so unser Ding. So deckten wir uns mit Hängematten, Moskitonetzen und Tupperdosen ein, nahmen ein Tuk-Tuk zum Hafen und buchten Plätze auf einem Frachtschiff, welches für 3 Tage und 2 Nächte dann unser zu Hause war. Zu unserer positiven Überraschung legte es noch am gleichen Tag ab und so schipperten wir gemächlich Richtung Amazonas. Das Leben an Bord bestand hauptsächlich aus in der Hängematte lümmeln, lesen und sich die Mahlzeiten beim Smutje in der Kombüse in eigens mitgebrachte Tupperdosen einschenken zu lassen. Nebenbei gab es noch eine Gruppe Chilenen zu bewundern deren Lösungsansatz für jedwede Herausforderung an Bord (Aufstehen, Essen holen, Hängematte zurechtzupfen) darin bestand erstmal ein bisschen Gras durch die Pfeife zu rauchen.

11 June 2017

Der nächste Stop auf unserer Weiterreise in Perus Norden war Huaraz. Die Stadt liegt in den Anden auf 3100m und ist Ausgangspunkt für Wanderungen durch die Hochgebirgsregion Cordillera Blanca (höchste Gebirgskette des amerikanischen Kontinents). Es stand also mal wieder eine Wanderung inkl. Mitten in der Nacht aufstehen auf dem Programm :). Als Ziel hatten wir uns die Lagune 69 ausgesucht und so ging es nach Abholung im Hostel und Frühstück auch los. 3 Stunden, 600 Höhenmeter, mehrere Wasserfälle und Blicke auf die vielen Gletscher um uns herum später standen wir am Rand der Lagune. Die Fotos werden dem tiefen Blau der Lagune mal wieder nicht gerecht, das sah wirklich sehr schön aus. Wenn man ganz still war, konnte man sogar das Knacken der Gletscher hören. Wir verlassen jetzt wieder die Anden und sind auf dem Weg in den Dschungel. Wir tippen auf ca. 30h Busfahren 🙄.

6 June 2017

Wir können nach ner knappen Woche bestätigen was die meisten Blogs und Reiseführer sagen: Lima (10 Mio. Einwohner, 2. trockenste Hauptstadt der Welt nach Kairo) kann man in 2 Tagen abhaken. Die Stadt besteht aus einem Altstadtkern, der schön aber klein ist. Dort kann man mal wieder kolonialen Architekturstil bestaunen. Um diesen winden sich Büro- und das Univiertel. Im Süden kommen dann das schicke Miraflores und das alternative Barocco. Der Rest der Stadt ist weder sehenswert noch sicher, also schwierig spontan herumzuschlendern. Wir haben in Miraflores gewohnt. Die Restaurants waren außerhalb unserer Preiskategorie und an jeder Ecke stand ein privater Sicherheitsmann. Die Häuser sind alle neu und schick, von den fetten SUVs ganz zu schweigen. Im Kontrast dazu bestehen die ärmeren Viertel, die wir nur aus der Ferne beäugt haben, aus einfachsten Ziegelhäusern mit Wellblechdächern und sandigen Straßen. Die einzigen Farben kommen gefühlt von großen Coca-Cola Werbeflächen.

3 June 2017

Nach nur 15 weiteren Stunden heiterer Busfahrt gen Norden sind wir in Paracas angekommen. Das ist ein kleines Nest direkt am Pazifischen Ozean. Das bedeutet das wir erstmals seit Ewigkeiten Abends keine zweite Decke und unsere Alpaca-Pullover brauchten, da es doch recht warm war ☺️. Der Ort hat rein gar nichts zu bieten ABER von hier kann man ein Boot zu den Islas Ballestas, auch bekannt unter dem Namen Galapagos Inseln für monetär Beschränkte, chartern. Gesagt, getan und so gings am frühen Morgen mit dem Boot Richtung Inseln. Kurz vor den Inseln kündigten sich die vielen Seelöwen bereits nasal an und wenige Augenblicke später waren sie nur noch zwei Meter direkt vor uns. Wir bestaunten sie beim Sonnenbaden und wie sie sich recht tollpatschig aber mit Erfolg aus dem Wasser hievten. Wir hatten Glück und konnten neben vielen Pelikanen und Möwen auch noch ein paar watschelnde Pinguine sehen. Niedlich!

31 May 2017

Nach ein paar erholsamen Tagen in Arequipa ging es wieder auf Wandertour. Wenn du für 66km (Luftlinie) 7 Stunden mit den Bus brauchst, weißt du drei Dinge: 1. Der Bus hält alle 10 Minuten um jemanden ein- oder aussteigen zu lassen. 2. Die Strecke führt von 2000m auf 5000m und wieder auf 3000m zurück. 3. Du fährst in den 2.tiefsten Canyon der Welt hinein. Der Colca Canyon ist doppelt so tief wie der Grand Canyon und schier unendlich lang. Wir hatten die wunderbare Idee an einem Tag herunter und am nächsten Tag wieder hinauf zu laufen. Womit wir nicht gerechnet haben: glühende Sonne und kein Wölkchen in Sicht, außerdem läuft man "unten" im Canyon nicht einfach entlang, sondern es geht zwischendurch immer wieder durch die Seiten-Canyons hoch und runter. Also nach ca. 1800 Höhenmeter runter und 1800m wieder hoch und gerade mal 15-20km später, standen wir wieder oben und ziemlich froh. Das wars erst mal für ne Woche mit Wandern!! Doch wie die Fotos hoffentlich zeigen, lohnt es sich :)

25 May 2017

Während Christoph sich aufs Motorrad für eine Entdeckungstour schwang, hielt ich es für clever noch mal eine Wanderung zu machen. Morgens um 3:30 Uhr wurde ich abgeholt und auf 4300m gebracht. Dann ging es hoch auf 5200m. Während ich mich durch einen Schneesturm kämpfte und schon ganz genervt war, wegen der wahrscheinlich nicht vorhandenen Aussicht, zogen viele Touris auf Pferderücken an mir vorbei. Doch ich hatte Glück und oben lichtete sich das Wetter und ich hatte einen guten Ausblick auf den Regenbogenberg. Dieser entstand durch Gletscherverschiebungen und verschiedene Mineralien. Dann ließen wir zu 7. die Massen hinter uns und wanderten über das rote Tal zurück zur Straße. Dieses ist geprägt durch einen hohen Kupferanteil in der Erde. Die Farbenpracht von weißen Schnee, rotem Sand und Gestein, sowie grüne Wiesen und klare Bächlein war wirklich beeindruckend. Da waren das Herzpumpen beim Aufstieg und der noch vorhandene Muskelkater, sowie Schnee und Regen schnell vergessen.

24 May 2017

Cusco war die ehemalige Hauptstadt und das Zentrum der Inkas (bis die Spanier kamen). Davon sieht man in der Stadt aber nur noch vereinzelt etwas, da sie mit Kolonialbauten und großen Innenhöfen mittlerweile entsprechend Spanisch geprägt ist. Im Gegensatz zu den Städten in Bolivien ist Cusco überlaufen von Touristen und an jeder Ecke kann und soll man Touren, Massagen und Pullover kaufen. Das kennen wir ja bereits aus Thailand und Indonesien und mit einem netten "No Gracias" ist das auch schnell erledigt. Wir haben die Zeit hier genutzt, um uns zum Einen vom Salkantay-Trek zu erholen und zum Anderen die Stadt zu Fuß zu erkunden und im Schokoladenmuseum unsere eigene Schokolade zu kreieren. Unser Favorit ist Vollmilchschokolade mit Gummibärchen 🤤

22 May 2017

Heute klingelte der Wecker um 3:50 Uhr und um 4:15 Uhr liefen wir zum Eingang von Machu Picchu. Um 5 öffnete sich das Tor und wir strömten mit 100 Anderen hindurch. Danach kam der harte Teil. 1,8 km bzw. 400 Höhenmeter Treppen !!! Und das mit den schweren und schmerzenden Waden der letzten 4 Tage. Doch eine Stunde später standen wir oben. Im 15. Jhdt. errichteten die Inkas auf 2400m in Mitten von Bergen und Dschungel eine Stadt. Wie sie die Berghänge begradigt und bestellt haben, sowie riesige Steinblöcke entfernt und statt dessen Häuser und Tempel errichtet haben, ist uns nach dem Besuch immer noch rätselhaft. Der Eindruck bleibt. Hunderte Stufen tiefer und 10 km weiter sitzen wir im Bus zurück nach Cusco und freuen uns auf eine heiße Dusche, frische Socken und eine Nacht länger als bis um 5 Uhr ;)

20 May 2017

Am dritten Tag wurden wir wieder zeitig aus unserem Zelt geholt. Nach dem Frühstück standen weitere 16km, diesmal durch den peruanischen Dschungel entlang eines Flusses an. Auf und ab, auf und ab...und wir dachten der Guide hätte gesagt, es geht nur noch bergab. Doch kurze Pausen mit fantastischen Ausblick und kleine und grosse Wasserfälle überall entschädigen. Nachmittags belohnten wir uns mit einem Bad in heissen Quellen in Mitten von hohen Bergen. Der vierte Tag beginnt für Christoph mit Zip-Lining. 90 Minuten schwang er sich sitzend, kopfüber und in Adler-Pose 200m über dem Jungle durch die Lüfte. Anna war froh zuzuschauen ;) Dann wurde noch mal 3 Std entlang von Bahnschienen gewandert. Wir waren durch und fielen ins Bett. Der Wecker würde wieder um 3:40 Uhr klingeln.

18 May 2017

Der ursprüngliche Plan über den Inka-Trail zum Machu Picchu zu wandern ging nicht ganz auf: 1200$ pro Nase und 6 Monate im Voraus buchen (Haha). Zum Glück für uns gibe es als Alternative den Salkantay Trek, der mehr Höhenmeter und eine vielfältigere Natur bietet. So ging es um 5 Uhr am Donnerstag mit einem kleinen Bus in Cusco los. Unsere kleine Gruppe von 4 Leuten und unser Guide, 3 Küchenleute und 2 Pferdebetreuer und 4 Tragepferde und -esel machten sich also auf den 5 Tagestrip. Was erwartete uns am 1. Tag? Wir starten auf 3400m und schlagen unser Camp auf 3900m auf (ja die Nacht war verdammt kalt im Zelt, trotz Alpaca- und Fleecepullover). Nach dem Lunch ging es noch für 2,5h auf Tour zu einer herrlichen Lagune. Auf dem Weg durften wir schon mal den steilen Aufstieg für Tag 2 üben. Am nächsten Tag wurden wir um 4:30 Uhr geweckt. Es warteten 10h wandern auf uns. 3h nur hoch (von 3900m auf 4650m), das Herz pochte ordentlich. Danach 7h runter bis zu unserem Camp auf 2900m.

15 May 2017

An unserem letzten Tag in Bolivien sind wir mit dem Boot auf die Isla del Sol übergesetzt. Die Insel gilt als Geburtsstätte der Inkas und bietet neben Ruinen und Inka-Pfaden einen tollen Blick über den Titicaca See. Am Abend sind wir mit dem Nachtbus nach Cusco, Peru gefahren. Kurzfazit zu Bolivien: Bolivien hat viel Potenzial als Reiseziel, da es vom Dschungel im Tiefland über Salzwüste bis hin zu Gletschern in den Anden sehr abwechslungsreich ist. Das einzige was die Freude am Reisen etwas getrübt hat, war die Unfreundlichkeit der Bolivianer gegenüber allen Fremden und Reisenden, selbst wenn sie davon leben. Entgegen allen Befürchtungen zu Beginn der Reise in Südamerika haben wir uns die meiste Zeit sicher gefühlt auch wenn das jetzt kein Freifahrtschein sein sollte offensichtlich mit Kamera und 2 Handys am Ohr am Abend durch eine Favela zu laufen. Wir freuen uns jetzt auf Peru und sind gespannt was uns erwartet. :)

14 May 2017

Auf dem Weg zum Titicaca See musste der Bus per Holzboot ein kurzes Stück über den See transportiert werden, da es keine Brücke gab. Trotz aller Skepsis hat das wunderbar funktioniert. Der Ort am See heißt Copacabana hat aber nur wenige Gemeinsamkeiten mit seinem brasilianischem Pendant. Auf 3800 Metern über dem Meeresspiegel erstreckt sich der Titicaca See weit über den Horizont und lädt zu Spaziergängen am Ufer und Wanderungen durch die Berglandschaft ein. Bei unserer heutigen Wanderung wurden wir die ganze Zeit von 4 Hunden begleitet. Jeder der Anna kennt, wird wissen wie sehr sie sich den Weg über entspannen konnte. Allerdings griffen die Hunde nur andere Passanten und Autos an ;)

9 May 2017

Unser nächster Stop Sucre versprach koloniale Architektur, Schokolade und Dinosaurier Spuren. Die ersten beiden haben wir auch bekommen, die letzte auf Grund von unverschämten Tourpreisen nicht. Nach hin und her brachen wir Richtung Santa Cruz auf (15 Std Busfahrt). Santa Cruz liegt im Osten und war endlich mal wieder warm. Umgeben von verschiedenen Nationalparks, Wasserfällen und Sanddünen ein echtes Highlight. Doch die einzigen zwei Touragenturen hatten zu und auf E-Mail-Nachfrage keine aktuellen Gruppen...also anscheinend auch hier kein Glück für uns. Da keiner Geld verdienen wollte, sind wir mit dem nächsten Nachtbus (25 Std) zum Titicaca See gefahren. Schade.

7 May 2017

Der letzte Tag begann 5 Uhr morgens, um den Sonnenaufgang hinter Dampfwolken aus Geysiren inkl. Regenbogenwolke zu bewundern. Zum Aufwärmen ging es anschließend in natürliche heiße Quellen (war auch bitter nötig). Die Tour endete mit der grünen Lagune, einer Kletterpartie auf roten Felsen und einem Mittagessen in einem typisch bolivianischen Dorf. Wie auf den Fotos gut zu sehen ist bestehen die Dörfer hauptsächlich aus Sand, Ziegel und Wellblech. Allerdings sind immerhin rund 80% der Dörfer ans Stromnetz angeschlossen. 8h später sind wir wieder am Ausgangsort Uyuni angekommen. Da die Stadt so rein gar nichts zu bieten hat, haben wir den nächsten Nachtbus Richtung Sucre genommen. Auch wenn sich die Tourenanbieter teils die größte Mühe geben jegliche Kundenorientierung zu vernachlässigen, so machen die Landschaft und das nette Miteinander in der Gruppe die Kälte und den immer Coca kauenden und entsprechend gestressten Fahrer wieder wett. Also liebe Leute: Ab in die Salar de Uyuni

6 May 2017

Nach einer Nacht im Salzhotel starteten wir zeitig in den zweiten Tag unserer Jeep-Tour durch den Süden Boliviens. Der hatte es landschaftlich noch mehr in sich, als der erste Tag. Alle hundert Meter und zwei Kurven später gab es ein neues atemberaubendes Fotomotiv. Wüstensand und farbenfrohe Muster in den Bergen, wechselten sich mit Salzseen und Lagunen ab. Dazu Schneekoppen, rosa Flamingos, Lamas (mit und ohne Fell) und sogar zwei Füchse. Abends übernachteten wir in einem Dorf, welches eher als Geisterstadt wirkte und freuten uns auf die -10°C kalte Nacht. Als Belohnung gab es einen Blick auf die Milchstraße.

5 May 2017

Wir hatten uns entschieden eine drei Tagestour im Süden Boliviens mit dem Jeep zu machen. Der erste Tag führte uns quer durch die größte Salzwüste der Welt (12000 km2) auf ca. 4200m. Also verdammt kalt...jedenfalls sobald die Sonne weg ist. Die Tour startete natürlich zu spät und wir wurden auch in einen Jeep von einer anderen Firma gesetzt. Nach der ersten Stunde mussten wir dann den Wagen und Fahrer in ner kleinen Nebenstraße ohne Erklärung wechseln...alles sehr merkwürdig, aber hat alles geklappt :) Also die Fotos sprechen ja für sich. Es war wirklich bezaubernd. Das Salz wirkte wie Schnee. Die Weiten und der blaue Himmel ließen einen selbst winzig erscheinen. Abends haben wir dann den Fahrer bestochen noch den Sternenhimmel abzuwarten. So bibberten wir 2 Stunden der Milchstraße entgegen. Wir hatten nicht mit dem großen Mond und dem hell reflektierenden Salz gerechnet, doch war es trotzdem wunderschön.

29 April 2017

Unter der Woche ist nicht viel passiert, da wir Morgens und Abends Spanischunterricht haben. So langsam versteht man was einem gesagt wird und die ersten einfachen Gespräche können wir auch schon führen. Am Wochenende hat sich Anna den ganzen Tag für Skype geblockt und trotz quälend langsamen Internet mehrere Stunden telefoniert. Christoph hat sich mit ein paar anderen Deutschen aus La Paz getroffen und ist mit dem Motorrad durch die bolivianische Landschaft gefahren. Es galt tiefe Schluchten, breite Täler und steile Hänge zu befahren. Der Ausblick war wieder fantastisch und irgendwie surreal. Die Straßenverhältnisse sind sehr einfach, mal schlammig, mal nass, immer eng und man sollte nicht das erste Mal auf einem Motorrad sitzen. In der nächsten Woche verlassen wir La Paz und fahren Richtung Süden in die Salzwüste.

22 April 2017

Nachdem uns das Valle de la Luna schon beeindruckt hatte, bot Philipp an Tourguide im Valle de animas (Tal der Geister) zu spielen. Und das war auch nötig! Durch ein schier endlos wirkendes trockenes Flussbett ging es durch eine surreale Felslandschaft. Vorbei an wilden Rindern (was bei Anna zu einem nahezu Herzinfarkt führte und die Jungs zum schmunzeln brachte), die auf steilen Abhängen grasten, erklommen wir schwer atmend die Felsspitze auf 4200m und standen gleichzeitig am Abgrund. Atemberaubend im wahrsten Sinne des Wortes! Durch die unterschiedlichen Steinsorten formt der Regen seit Jahrtausenden diese Landschaft. Wir waren besonders über die doch noch reichlich vorhandene Vegetation erstaunt, da in Indonesien schon ab ~2500m die Vegetation nahezu vollständig stoppte. Unsere Zeitplan war etwas verschoben, sodass wir den Abstieg bei Dämmerung meisterten und das Flussbett im dunkeln durchquerten. Dabei konnte man sich gut vorstellen, wie in den Felsspalten Geister hausen ;)

21 April 2017

Eines der Must-Do's in Bolivien ist das Befahren der Death-Road. Dabei handelt es sich um eine 65km lange Straße in den Anden, beginnt auf 4650m, endet auf 1200m Höhe und durchquert dabei alle Klimazonen Südamerikas. Also oben kalt und unten tropisch warm. Jährlich starben auf der Strecke bis zu 300 Menschen, da die einspurige Straße zumeist ohne Leitplanken an steilen Abhängen (bis zu 300m) entlangführt. Mittlerweile gibt es eine Umgehungsstraße und jetzt kann man mit dem Fahrrad runterfahren. Haben wir gemacht und 50% von uns hatten einen grandiosen Tag mit viel Speed, Adrenalin und jeder Menge Spaß, am Besten gleich noch mal. :D Die anderen 50% sind nach der Hälfte wieder in den Bus gestiegen und haben sich die schöne Landschaft angeschaut - nicht nochmal.

15 April 2017

Hola Amigos! Nach einer durchaus spannenden Diskussion am Flughafen, ob wir ein Visum benötigen oder nicht (da kein Rückflugticket) sind wir in der am höchst liegenden Großstadt der Welt, in La Paz, Bolivien angekommen. Die Höhe von 4200m Höhe merkten wir direkt anhand von Schwindelgefühlen nach dem Verlassen des Flugzeuges. Nach ein paar Tagen haben wir uns mittlerweile an die Höhe gewöhnt, obwohl wir zugeben müssen immer noch unter Schnappatmung zu leiden, gerade auch weil La Paz gefühlt nur aus Steigungen besteht. Die nächsten 3 Wochen werden wir hier bleiben, Spanisch lernen und ein paar Ausflüge in die Umgebung machen. Den ersten Ausflug haben wir heute ins Valle de la Luna (Mondtal) unternommen. Also wir waren zwar noch nicht auf dem Mond, aber so solls da wohl aussehen 😉.

6 April 2017

Ach dieser Himmel! Schaut euch bitte diesen Himmel an! Blau, einfach nur Blau und keine Wolke weit und breit :) Na genug geschwärmt. Nach anstrengenden 15 Stunden in der Luft kamen wir in Madrid an. Dank Dominic klappte die Schlüsselübergabe problemlos. Punkt 6 (danke Jetlag) lagen wir am nächsten Morgen wach, Zeit für ein ausgedehntes Frühstück ;) Am Nachmittag holten wir unseren Ehrengast, Anna's Mama, ab. Die Tage vergingen mit Sonnenbaden im Park und beim schlendern durch die hübschen Gassen Madrids. Wir genoßen besonders die Stimmung am Abend. Alle saßen draußen, es war warm und guter Wein floss :) Ein Highlight für Christoph war sein Besuch im Estadio Bernabeu zum Derby Real Madrid vs. Atletico Madrid. Nach 5 Tagen sitzen wir jetzt wieder am Flughafen und freuen uns auf den nächsten 20h Trip nach Südamerika.

5 April 2017

Mmh...oh werden wir Japan vermissen! Einfach kugelrund könnte man hier werden. Natürlich als erstes erwähnenswert ist Sushi. Das günstigste Sushi vom Supermarkt schmeckt noch besser als das durchschnittliche Sushi in Deutschland. Und im Restaurant zergeht es einem auf der Zunge und hinterlässt Glückstränen ☺️ Das bezahlbare Sushi bekommt man in Läden mit "Fließband". Man kann über Computer direkt bestellen und bekommt es dann per Fließband zugestellt. Die zweite Hauptspeise ist Ramen. Eine Nudelsuppe basierend auf Miso oder anderen Brühen. Immer lecker und wärmend. Dann gibt es je nach Region noch Spezialitäten. Z.B. halbrohe Teigbällchen mit Squid gefüllt, Krauttaschen mit Omelett oder krosse Hähnchenflügel. Worauf sich die Japaner auch verstehen sind Desserts. Mit viel Liebe zum Detail verziert und immer super lecker. Auch den besten Cheesecake gab es hier 🍰🤤.

3 April 2017

Mit 40 Mio. Einwohnern ist Tokio der größte Ballungsraum der Welt - und das merkt man auch. Man denkt der Zug ist voll, der Schaffner sieht das anders und drückt die letzten Leute noch in die Bahn, Hauptsache die Tür geht zu 😂. Highlights für uns waren der Fischmarkt auf dem man allerlei leckeres essen und einiges ekeliges sehen konnte, die Gärten und Parks, die im Vergleich zum hektischen Stadttreiben eine gewisse Ruhe ausstrahlen, und besonders die blühenden Kirschblüten in der ganzen Stadt. Sobald die ersten Blüten zu sehen sind, ist in Japan die Hölle los. So manch Japaner nimmt sich sogar tatsächlich mal einen halben Tag frei, um das weiße Blütenmeer zu bestaunen😉.

29 March 2017

Man man man, da hatten wir mal wieder mehr Glück als Verstand. Bei strahlendem Sonnenschein sind wir von Tokio auf zum Mount Fuji, oder auch Fuji-San wie er in Japan respektvoll genannt wird. Dieser Vulkan ist mit seinen 3776m und seinem nahezu perfektem Kegel eines der Highlights in Japan. Als sich die Wolken am Nachmittag verzogen haben und auf einmal aus dem Nichts dieser Berg auftaucht stockt einem schon kurz der Atem. Rauf sind wir diesmal nicht, war schon am Fuße des Berges kalt genug und mittlerweile sind wir auch auf genug Vulkanen gewesen ;).

25 March 2017

Obwohl uns Japan mir relativ viel Sonne verwöhnt ist es mit 5-12° C doch recht kalt. Wir fragen uns doch das ein oder andere mal warum wir uns antun...und beschließen anschließend in die japanischen Alpen zu fahren 😁 Bei einem kurzen Zwischenstopp in Nagoya (Hometown von Toyota) bewunderten wir mal wieder ein Schloss und den dazugehörigen Garten. Das Wohnhaus besteht aus 3 Warteräumen (gegliedert nach Rang), einem Audienzraum und zwei Wohnräumen. Jeder ist mit unterschiedlichen Zeichnungen verziert. Ansonsten bietet Nagoya außer einem TV-Turm nicht viel. In Kanazawa verbrachten wir viel Zeit in einem der 3 schönsten Gärten Japans, inklusive Blick auf die Alpen. Weil Kanazawa weder von Naturkatastrophen noch von US Bomben zerstört wurde, sind ein Samurai- und Geisha-Viertel gut erhalten. Ein Markt lässt das Essensherz mit allen Köstlichkeiten rund um Fisch höher schlagen - das haben wir natürlich ausgiebig genutzt 😉 Nächster Halt: Tokyo - Kirschblüten

20 March 2017

Kyoto bietet neben 17 UNESCO Weltkulturerbe Stätten noch zahlreiche weitere Tempelanlagen. Doch nach den sehr vollen letzten Tagen konzentrierten wir uns auf 3 Highlights. Den goldenen Pavillon, einen Bambuswald und den Fushimi Inari Shrin mit über 1000 roten Toren, die sich den Berg hochschlängeln. Überall begleiteten uns Massen von einheimischen und ausländischen Touristen und jugendliche Mädchengruppen oder Pärchen, die sich als Geishas und Samurai verkleidet vor den Sehenswürdigkeiten fotografierten. Mit Kaja gönnten wir uns Abends gutes Essen und streiften durch kleine Gässchen mit alten Holzhäusern oder großen und glitzernden Straßen. Dabei erhaschten wir sogar einen Blick auf zwei Geishas 🍀

18 March 2017

Juhuu, ein Stück Heimat in Japan, wir treffen Kaja und fahren mit ihr nach Hiroshima. Dort erwartet uns ein Stück traurige Geschichte. Hier wurde am 06.08.1945 die 1. Atombombe auf Menschen abgeworfen. Auch wenn im Großteil der Stadt nichts mehr davon zu sehen ist, ist das Zentrum als Mahnmal gestaltet. Die Ruine, eines der 3 Gebäude die den Abwurf überstanden, das Museum mit schrecklichen Zeugnissen, die Friedensglocke und die Flamme, die brennen soll bis alle Nuklearwaffen vernichtet wurden. Man kann nicht passend beschreiben wie dieser Ort auf einen Wirkt. Betäubt, erschüttert und ungläubig, diese Worte passen vielleicht ganz gut. Wir hoffen, dass so etwas nie wieder passiert. Am Samstag nahmen wir die Fähre auf eine kleine Insel und ließen die beruhigenden Kräfte der Natur auf uns wirken. Ein im Wasser schwebender Schrein, kleine süße Rehe und das erklimmen eines Berges mit super Aussicht gestaltete den Tag, bevor wir in den Nachtbus nach Kyoto stiegen.

15 March 2017

Was in so jedem Reiseführer als "Must Do" steht ist die Übernachtung in einem Kapselhotel. Und Kapsel stimmt auch. In einem großen Raum sind jeweils links und rechts Kapseln. Jede ca. 1,10m breit, 1,50m hoch und 2,10 tief, jeweils 2 Kapseln übereinander. Dazu hat jede Kapsel einen eigenen TV, Klimaanlage, Wecker und kleine Ablagemöglichkeiten. Früher waren die Hotels für Businessmänner die den letzten Zug verpasst haben oder einen über den Durst getrunken haben gedacht, heute sieht man auch den ein oder anderen Tourist der eine günstige Übernachtungsmöglichkeit sucht. Habe wir auch gesucht und in Osaka dann für erstmal eine Nacht gefunden. Allerdings sind Männer und Frauen getrennt untergebracht. Die Hotels sind auch so ausgerichtet, als ob man außer Geld nichts dabei hat. Zahnbürste, Shampoo, Haargel, Bürste und sogar einen Pyjama gabs kostenlos dazu. In der Nacht wird die Kapsel mit einen Vorhang verschlossen. Alles in allem echt in Ordnung 👍🏻.
"Eat till you drop", also "iss bis du umfällst" ist der Leitspruch unserer nächsten Station Osaka. Mit 2,6 Mio. Einwohnern drittgrößte Stadt Japans, gezeichnet durch Industrie und Hafen (mit einem der größten Riesenräder der Welt). Die lokalen Spezialitäten sind halb rohe Teigbällchen mit Tintenfisch und japanische Teigfladen mit Ei. Wir dachten Taiwan verwöhnt uns, Japan ist ein neues Level. Streetfood auf allerhöchstem Niveau. Die bekannteste Sehenswürdigkeit in Osaka ist die Burg und der dazugehörige Park. Japanische Burgen sind allerdings nicht ganz mit europäischen Burgen zu vergleichen. Zwar sind der umgebende Graben und die dicke Mauer zur Verteidigung geeignet, die Burg an sich soll aber eher hübsch aussehen - tut sie auch. Im Park blühen Pflaumen und die Kirschen sollten auch nicht mehr ewig auf sich warten lassen. Abends blinkt und leuchtet dann die ganze Stadt mit riesigen Werbeflächen und am Flussufer spielen und tanzen japanische Girlbands - sehr witzig anzusehen.

14 March 2017

Konichiwa! Ein freundliches "Hallo" aus dem Land der aufgehenden Sonne, aus dem Land von Kobe Beef, Reis, Fisch, Mila Superstar, den Kickers, Origami und Super Mario. Konichiwa aus Japan 🇯🇵. In Osaka gelandet sind wir gleich nach Nara gefahren um mit frei umherlaufenden Rehen und Hirschen zu spazieren. Mein Gott sowas niedliches haben wir noch nicht erlebt. Man kann Kekse kaufen und die Rehe essen direkt aus der Hand. Nur knuddeln lassen wollten sie sich nicht 😉. Durch Zufall konnten wir noch eine Feuerzeremonie (Omizutori) am Tempel anschauen. Wie ihr sehen könnt haben wir Mützen auf und Anna hat sogar Handschuhe an, da es hier noch ganz schön kalt ist. Das soll aber bald besser werden, denn schließlich ist bald Kirschblütenzeit und davon hoffen wir jede Menge zu sehen.

13 March 2017

Zum Thema Städte hatten wir ja schon erwähnt, dass hier eher grauer Beton den Eindruck prägt, doch in der Nacht die Städte anfangen zu glitzern. Während der Übergangszeit ist gut der Smog, der über den Städten hängt, zu erkennen. Wegen der Fußwege, dem wenigen Verkehr und der allgemeinen Gelassenheit wirken die Städte in Taiwan im Gegensatz zu Städten in Südostasien in gewisser Weise europäischer.
Zum Essen sagen wir nicht viel - hier sprechen die Bilder für sich. Yammi! Ach so doch: Ein was ist zu erwähnen: Die Spaghetti Bolognese aus dem 7/11 kann mit manchem Italiener in Berlin mithalten - perfekter Snack, wenn es mal schnell gehen musste.
Verkehr ...was für eine Wonne! Nach dem immer währenden Stau und den chaotischen Verhältnissen in Indonesien, grenzte es fast an Erholung sich hier fortzubewegen. Fuß- und Radwege sind eine tolle Erfindung und die Taiwaner nehmen es auch genau. Immer breit, markiert und abgegrenzt, wenn nicht separat möglich, gibt es sie. Und wenn sich dennoch mal ein Rollstuhl auf die Straße verirrt nehmen das alle gelassen hin. Platz gibt es hier auf den Straßen genug. Auch der öffentliche Nah- und Fernverkehr ist super. In den Großstädten bringen U-Bahnen einen schnell von A nach B (gibt es wohl erst seit ca 10 Jahren) und Züge und Busse verbinden die Orte regelmäßig und zügig mit einander. Für uns war erstaunlich wir reinlich die öffentlichen Verkehrsmittel und Bahnhöfe sind. Zudem haben die Sitze für Ältere, Schwangere und Behinderte eine andere Farbe und man wird böse angeschaut, wenn man darauf platz nimmt. Alles sehr diszipliniert hier. Kennt man so aus Berlin ja nicht. 😎
Was ist uns in Taiwan besonders aufgefallen? 1. Es bimmelt abends durch die Straßen und man denkt der Eismann kommt - in Taiwan kündigt sich so die tägliche Müllabfuhr an. Generell es ist sehr sauber und es liegt kaum Müll herum obwohl es nur wenige öffentliche Papierkörbe gibt 2. Überall mal mehr, mal weniger nützliche Hinweisschilder auf was man aufpassen soll 3. Viele Omas und Opas laufen durch die Parks, wischen und drücken wild auf ihrem Smartphone - Pokémon Go 😂 4. Was dem Deutschen sein Auto, ist dem Taiwaner sein Selfie-Stick 5. Ist man erkältet, so wird Mundschutz getragen um Andere nicht anzustecken. 6. Die Leute sind sehr freundlich aber nicht aufdringlich 7. Überall 4G,WiFi und USB-Stecker 8. Die Taiwaner haben ein besonderes Verhältnis zu Hello Kitty und anderem Kitsch 9. Alle total diszipliniert, für Fotos an besonderen Plätzen wird Schlange gestanden und keiner drängelt vor 10. Es ist möglich im Supermarkt seinen Blutdruck zu messen 11. Überall Glücksspielautomaten

8 March 2017

Gestern sind wir mitten in der Nacht aufgewacht, weil plötzlich alles für ein paar Sekunden gewackelt hat. Was wir Anfangs nicht so recht wahrhaben wollten wurde ein paar Stunden später dann Gewissheit - wir haben unser erstes Erdbeben erlebt - 4,9 auf der Richterskala 😳. Im Gegensatz zu uns scheint das die Taiwaner allerdings weniger zu beeindrucken, es gab keinen Alarm und auch sonst hat sich niemand gerührt. Alleine im letzten Jahr gab es hier 37 Erdbeben. Taipeh begrüßt uns leider mit Regenwetter. Der Ausflug in den Nationalpark war entsprechend kurz und wir waren froh, dass wir unsere Füße anschließend in einer heißen Quelle aufwärmen konnten. Was uns bisher besonders gut gefallen hat war der Memorial Park mit seinen gigantischem Eingangstor und Vorplatz. Da kommt man sich richtig klein vor. ☺

3 March 2017

Zurück in die Natur bedeutete eine Runde um den Sonne-Mond-See herum. Dabei mussten wir spontan von Fahrrad auf Moped für die 30Km umsteigen, da Anna sich im Bad unglücklich hingepackt hat. (Manche warfen mir ja faule Absicht vor 😎). Auch wenn wegen Nebel keine so schönen Bilder entstanden sind ist es ein schönes Fleckchen Erde. Der See ist umgeben von Bergen und verschiedene Tempelanlagen. Als besonders angenehm empfanden wir, dass rund um den See nur sehr wenig bebaut war, mehr kleine Pfade und Radwege - weniger Hotels. In Taichung stärkten wir uns mit einem Eisbecher für geschlagene 10€ !!! Hat sich aber gelohnt. War super lecker und so eine riesige Auswahl an Schokoladensorten hatten wir auch noch nie gesehen.

1 March 2017

Nach dem wir das schöne Kenting verlassen haben, besuchten wir die zweit und dritt größten Städte Taiwans. Was soll man sagen, sie hauen einen nicht vom Hocker. Grau an grau reihen sich Hochhäuser, positiv formuliert kann man auch sagen, dass asiatische Großstädte im Allgemeinen und in Taiwan im Besonderen ihren Flair erst bei Nacht entfalten, wenn es überall bunt blinkt und leuchtet. Doch haben die Taiwaner Parks für sich entdeckt und die können sich sehen lassen. Meistens um Seen oder Flüsse angelegt bieten sie Platz für sportlich Aktive, Spielplätze, Wiesen und natürlich Tempel. Jetzt geht es für uns wieder in die Natur bevor es zurück nach Taipeh geht.

26 February 2017

Eigentlich ist ja immer gutes Wetter in Kenting - und eigentlich gewinnt der BVB auch gegen Darmstadt 98. 😉 Normalerweise machen wir einen großen Bogen um irgendwelche Museen, da die übliche Verweildauer unsererseits eher unterdurchschnittlich ist. Das Maritime Nationalmuseum wollten wir uns dann aber doch nicht entgehen lassen. So haben wir ne Menge über die Unterwasserwelt und über die Tiere die darin leben gelernt (und noch mehr wieder vergessen) sowie Pinguine, Belugawale, Quallen und viele weitere kleine Meerestiere bestaunt. Dieses Museum hat sich mal richtig gelohnt! Das taiwanesisches Wandern mehr sein kann, als eine 1,5km gepflasterte Straße entlang zu gehen haben wir gestern auch noch gelernt. Über teils grenzwertige Pfade (aber mit Seil zum festhalten) haben wir uns zum Gipfel gekämpft. Zu sehen gabs da leider nichts - wir waren (mal wieder) in einer Wolke. 😂

25 February 2017

Die letzten Tage hat es uns in den Süden in den Nationalpark Kenting verschlagen. "Nationalpark" bedeutet hier eine ganz normale Area mit Städten, Straßen und sogar einem Atomkraftwerk - da muss man erstmal drauf kommen 😂 (Bild 5). Zwischendurch gibt es dann abgeschirmte Parks, gepflegte Wälder, Aussichtsplattformen, geschützte Küsten und belebte Strände. Kenting ist quasi DER Urlaubsort für einheimische Touristen, da hier ganzjährig schönes Wetter ist und die Gegend von Stränden mit Bananenbooten und Jetskis bis zu Wanderwegen alles bietet. Wir haben uns mal wieder einen Roller geschnappt und sind die Küste entlang. Wie die Bilder zeigen ist diese sehr abwechslungsreich - steil und rau bis hin zu tropisch idyllisch. Sogar eine kleine Wüste gibt es hier. Einen halben Tag haben wir im Wald verbracht, der auf Korallenbergen gewachsen ist. Der Weg führt entlang an einer Auswahl an heimischen Pflanzen, durch Korallenschluchten und Höhlen.

22 February 2017

Memo an uns: Wir sind zu alt, um in einem 16-Bett Zimmer zu übernachten. So lange sich das irgendwie vermeiden lässt, machen wir das nicht nochmal 😉. Also Bye Bye Hostelworld und ein freundliches Hallo an unsere bekannten Freunde Air BnB und Booking.com. In Taiwan ist es deutlich herausfordernder einen Scooter zu mieten als im Rest von Asien. 9 von 10 vermieten nur an Leute mit einem taiwanesischen Führerschein, den wir natürlich nicht haben. Beim allerletzten Händler hatten wir Glück und sind 60 km nördlich zur Insel Sansiantai gecruist. 😎 Dort haben wir einen Spaziergang über die 8-Bogenbrücke gemacht, sind die Felsen entlang der schroffen Steilküste hochgekraxelt und haben uns den Leuchtturm angeschaut. Auf der Brücke haben wir sogar eine Schildkröte 🐢 gesehen. Meer, Küste, steile Berge und endlich mal wieder richtig Sonne - ein wunderschöner Tag in faszinierender Landschaft. Toll und empfehlenswert.

20 February 2017

Angekommen in Taipeh sind wir direkt weiter gefahren Richtung Osten um DIE Sehenswürdigkeit von Taiwan zu bestaunen. Taipeh werden wir mehr Zeit am Ende widmen. Nachdem wir einen Tag mit Magenproblemen flachlagen ging es gestern auf dem Moped Richtung Taroko Schlucht. Vor 6 Millionen Jahren hat sich Taiwan aus dem Meer erhoben, als sich die Euroasiatische und Philippinische Kontinentalplatten gegeneinander schoben. Seitdem hat sich der Fluss durch das Gestein immer weiter nach unten gegraben (Bild 2). Wie sich der Druck der Platten auf die unterschiedlichen Gesteinsschichten auswirkt kann man gut an der Felswand in Bild 3 erkennen. Die Schlucht wird durchzogen von einer kleinen Autobahn. Immer wieder kann man anhalten und kleinere Wanderungen an den Flüssen entlang, durch Tunnel hindurch und über Schluchten hinweg machen. Es ist wirklich atemberaubend. Erfreulich ist, dass die Taiwaner mehr auf ihre Naturschätze achten, als die Indonesier (Bild 10).

16 February 2017

Zum Abschluss unseres Indonesienaufenthaltes hier ein paar Regeln zum Verkehr: 1. Linksverkehr 2. Wer hupt überholt, wer zweimal hupt hat Recht und Vorfahrt 3. Der Große vorm Kleinen 4. Rote Ampeln sind mehr als Orientierung zu verstehen 5. Auf nem Roller kann man alles transportieren, man muss es nur wollen 6. Traue Nie, wirklich Nie den Ortskenntnissen der Taxifahrer, nutze Google Maps 7. Zug fahren ist easy und sehr viel bequemer als mit der DB 8. Überqueren der Straße: Augen zu und drüber 9. Hab dich nicht so, wenn der Gegenverkehr deine Spur einnimmt, hast doch noch den Straßengraben 10. Es ist keine Seltenheit, wenn der Rollerfahrer ein Kind ist 11. Kippe rauchen, 2 Telefone bedienen, Kind auf'm Schoß und überholen ist business as usual Also entspann dich, stehst eh 80% der Zeit im Stau ;)

14 February 2017

Um euch mal einen kleinen Eindruck von der indonesischen Küche zu vermitteln, haben wir hier mal ein paar Bilder der Highlights und von zwei normalen Straßenständen zusammengesammelt. Im Grunde immer lecker aber auf Dauer deutlich eintöniger als zum Beispiel in Thailand (unserer Meinung nach die bisher beste Küche der Welt). Zum Frühstück gab es für uns meist Früchte mit Pancakes. Die Indonesier selbst essen jedoch Reis mit kalten Beilagen (Tofu, Curry, Tempeh, Bohnen) oder warme Brühe. Die Klassiker sonst sind Mie Ayam (Gemüsebrühe mit Nudeln und Hähnchenfleisch) und Nasi Goreng (gebratener Reis mit dem was man gerade will). Beliebt ist auch alles was sich irgendwie frittieren lässt und am Meer natürlich Fisch und Meeresfrüchte.

9 February 2017

Ganz so viel Glück wie beim Ausflug zum Bromo hatten wir bei der Besteigung des Ijen leider nicht. Außer einem kurzen Blick auf die blauen Gasflammen gab es für uns nur dicke Schwefelschwaden. Selbst mit Gasmaske hat man hier kaum Luft bekommen und wir mussten uns mehrmals auf den Boden kauern, um atmen zu können. Kaum zu glauben, dass da jeden Tag dutzende Minenarbeiter 90 kg schwere Körbe den Berg hochtragen und gerade mal 6 Cent je Kilo verdienen. Da bekommt man einen ganz neuen Eindruck, was "schwere Arbeit" bedeuten kann. Zu Ijen und Kratersee haben wir Fotos angehangen wie es eigentlich aussehen kann. Mittlerweile sind wir wieder in Jakarta angekommen, planen unsere nächsten 2 Ziele, fahren GoKart und PocketBike, probieren uns in den Spielhallen und lassen uns das Essen schmecken. Am 16. fliegen wir weiter.

4 February 2017

Gestern: 2 Uhr klingelt der Wecker -> Rausgehen -> Regen -> zurück ins Bett Heute: 2 Uhr klingelt der Wecker -> Rausgehen -> kein Regen -> zu viert mit Thomas und Lisa auf die Roller 3h und viele Serpentinen später haben wir den Viewpoint endlich vor Augen: Weiße Nebelwand, Nieselregen überfüllte Aussichtsplattform -> sinkende Erfolgsaussichten auf einen schönen Sonnenaufgang Doch dann der richtige Abzweig durchs Gebüsch und wir hatten eine Bergspitze ganz für uns allein! Mit der aufgehenden Sonne zieht der Nebel von dannen und siehe da -> eine grandiose Vulkanlandschaft liegt zu unseren Füßen. Nach der anschließenden Besteigung des aktiven Bromos (das Blubbern der Lava ist hörbar) ist unser Rückweg von der Regenzeit gezeichnet. Eine Sandwüste, die zur Sumpflandschaft wurde und Erdrutsche die die Straße versperrten. Die Roller mussten mehrfach über umgefallene Bäume gehievt werden. Faszinierende Natur und ein abenteuerlicher Weg - bisher eines unserer Highlights. 👍🏻🏍🌋

31 January 2017

"Hmm...ja...spannend...können wir dann weiter?" Ungefähr so liefen die Besichtigungen der meisten Tempel die irgendwann, von irgendeinem König gebaut wurden, ab. 😂 Was also dann? Richtig! Motorrad fahren, Berge hochkraxeln, Dschungeltouren auf eigene Faust unternehmen, die Stadt anschauen, die lokalen Streetfood-Köstlichkeiten probieren sowie ganz oft in die Kamera von Locals und Schülergruppen lächeln. Auf der Wanderung am Mt. Merapi ging es nicht nur durch das alte Lavabett, sondern auch mitten durch den Dschungel. Anna wollte hier mehrfach das Weitergehen verweigern, da Spinnen und Schlangen unsere Wege kreuzten 😳. Beim Borobudur-Tempel müssen wir Abbitte leisten. Zwar wurde uns aufgrund einer äußerst gemeinen Wolke ein schöner Sonnenaufgang verwehrt. Der 7-stöckige Tempelkomplex mit seinen ca. 70 Stupas macht aber echt was her und hat uns dann doch beeindruckt. Morgen geht es per Zug weiter nach Malang und von dort bereiten wir uns auf die nächste Vulkanbesteigung vor.

25 January 2017

Jakarta hat uns mit gutem Essen, schönem Wetter und herzlichen Leuten überzeugt. Was erstaunlich ist, wo doch jeder Reiseführer und Blog Jakarta als stinkendes und lautes Moloch bezeichnet, welches es so schnell es geht zu verlassen gilt. Wir hatten im Gegensatz zu Bali nun endlich das Gefühl beobachtende Besucher zu sein, denen nett zugelächelt wird und nicht auf die alles zugeschnitten ist. Sehr angenehm :) Einen Ausflug in den Themepark Ancol hat Christoph auf den Kopf gestellt und mich in 👽 abschießen geübt, man weiß ja nie 😉. Um 4 Uhr hat gestern der Wecker geklingelt. Wir steckten dann doch tatsächlich um diese Uhrzeit kurz im Stau, also war unser Zeitpuffer nützlich. Gegen 6 rollte der Zug mit uns los nach Yogyakarta, die Kulturhochburg Indonesiens. In den nächsten 3 Wochen geht es Kreuz und Quer durch Java.

24 January 2017

...und wir sind in ... Trommelwirbel ... Indonesien 🤣 Wie das? Tja eigene Dummheit. Da ist man so verwöhnt von Europa und Asien, dass man ganz vergisst es könnte Visabestimmungen für Australien geben. 🙈 So wurde Christoph das Boarden heute früh verweigert und ich habe den nächstbesten Flug nach Jakarta genommen, damit wir erst mal wieder an einem Ort sind. Der Plan war einige Tage Sydney und dann hatten wir Flüge nach Neuseeland gebucht. Nun gut, das ist jetzt Geschichte. Wohin es jetzt geht wissen wir noch nicht. Aber Essen ist immer ne Alternative, so kam ich jetzt auch in den Genuss des Nachtmarktes in Jakarta :) Wir halten euch auf dem Laufenden. Die gute Laune lassen wir uns jedenfalls nicht verderben. P.S. Ich hatte noch einen Spaziergang auf Bali unternommen, der eher in einer Schlammschlacht mit der Natur geendet hat. Abends ging der Naturkampf mit drei balinesischen Süßkartoffeln weiter, den Gaja und ich leider verloren haben.

21 January 2017

Jakarta - die indonesische Hauptstadt. Für die Einen ein Schmelztiegel Menschen und Kulturen aller Herren Länder, pulsierend und lebendig. Für Andere ein riesiges Moloch, voller Blechlawinen und mit seinen 30! Millionen Einwohnern immer laut und voller Smog, den nur der heftigste Monsunschauer wegfegen kann. Wellblech-Slums sind oft direkt neben luxuriösen Prachttempeln. Mein Fazit: Ein bisschen von Beidem. Wenn man manchmal denkt, dass Berlin voll ist, dann ist Jakarta wie jeden Tag verkaufsoffener Sonntag in der Adventszeit im Alexa - eine ganz andere Dimension von voll. Mit Djogo und Ana aus 🇵🇹 sowie Julien aus 🇩🇪habe ich mir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten angeschaut und wir wurden dabei so oft nach Fotos von den Einheimischen gefragt, dass wir am Ende fast Geld dafür verlangen konnten. Empfehlung: Foodmarket in Chinatown. Von Krabben bis Schlangen kann man hier, unter teils fragwürdigen hygienischen Bedingungen (einfach ein bisschen aufpassen), exzellent essen.

18 January 2017

Wir haben auf die Gili Inseln übergesetzt. 3 Inseln, die mit weißen Stränden, türkisen Wasser und entspannten Einheimischen ins Paradies einladen. Viel unternommen haben wir nicht ☺ Schnorcheln, Strandspaziergänge, lesen und essen. Beim Schnorcheln haben wir Meeresschildkröten beobachtet wie sie elegant durchs Wasser geiten. Umso trauriger erscheinen die ausgeblichenen und toten Korallen sowie das Plastik, was immer wieder im Meer treibt. Doch auch hier hat uns die Regenzeit eingeholt, zudem haben wir erfahren, dass die Vulkanbesteigung in Lombok wegen Regen untersagt ist. Daher haben wir uns durchgerungen Indonesien zu verlassen. Wegen eines Missgeschickes beim Buchen gehen wir für eine knappe Woche getrennte Wege. Christoph fliegt über Jakarta und Kuala Lumpur, während ich direkt von Bali aus nach [...] fliege 😉

15 January 2017

Mit 3124m ist der Gunung Agung der höchste Punkt und der zweite aktive Vulkan auf Bali. Mit etwas Glück kann man einen hervorragenden Sonnenaufgang erleben und bis auf die Nachbarinsel Lombok schauen - ein einmaliges Erlebnis. Siehe dazu das erste Foto. Auf dem zweiten Foto sieht man dann den Sonnenaufgang und Ausblick, welchen Gaja und ich auf unserer 13 stündigen Tour zu bewundern hatten 😓. Gegen 02:00 Uhr in der Nacht ging es los. Mit Beginn der Besteigung hat es angefangen zu regnen, die ganze Zeit, 9 Stunden durch. War es das wert? Nun ja...als Fotomotiv vollkommen ungeeignet, man hat gezittert wie Espenlaub und meine Erfahrung als Bergsteiger ist eher als rudimentär zu bezeichnen. Aber man hat es geschafft, man ist oben, allen Widerständen, zitternden Knien beim Abstieg und mehreren Stürzen zum Trotz, für dieses Gefühl, JA dafür war es das Wert. Anna hat schlafen bevorzugt. Die restlichen Tage haben wir uns mit schnorcheln und Chocolate Lava Cake essen vertrieben.

12 January 2017

Ein Sonnenaufgang auf einem aktivem Vulkan in 1773m Höhe? Was romantisch klingt beginnt mit einem ziemlich unsanften Weckerklingeln um 1:40 Uhr. EIN! UHR! VIERZIG! Echt jetzt?! Körperlich anwesend wurden wir gegen halb 3 abgeholt und nach einem spärlichen Frühstück begangen wir nach Einweisung durch unsere Guides gegen 4 Uhr den Aufstieg auf den Gunung Batur. Der Schar an Taschenlampen von weiteren Wagemutigen folgend, schafften wir den Aufstieg über erkaltetes Magma, Stock und Stein in ca 1,5 Stunden und sind rechtzeitig zum Sonnenaufgang am Kraterrand angekommen und genossen das Aufgehen des roten Feuerballes bei gefühlten 5°C. Ein kleines Jubiläum wurde noch gefeiert. Christoph hat seinen 100. Geocache auf der Spitze gefunden👌🏼. Lehre fürs nächste Mal: 10€ mehr für einen privaten Guide ausgeben und 1h eher anfangen, um den Massen an Leuten zu entgehen.

10 January 2017

Spaziergang durch den Affenwald 🐒 Mitten in Ubud ist ein Waldstück, welches von Affen bewohnt wird(sie sind nicht eingesperrt und könnten jederzeit das Gebiet verlassen). Die Affen hatten Christoph sehr gern, auch wenn er nicht begeistert war, dass ihm der Nacken geleckt wurde und er nicht wusste ob sie gleich zubeißen, wenn er schmeckt 🙈😳. Ich war natürlich froh, dass sie nicht auf mich gesprungen sind und hatte kluge Bemerkungen wie "bleib ruhig, der geht sicher gleich wieder" parat - Haha! Zum Abschluss des Tages haben wir uns die traditionell auf Reisstroh gegarte Bali-Ente gegönnt und bei einem Glas Arrak 🥃 ordentlich geschlemmt.

9 January 2017

Seit 4 Tagen vertreiben wir uns die Zeit in Ubud, ein touristisches Städtchen umgeben von malerischen Reisterrassen. Bei einem Stadtspaziergang wird einem "Taxi? Taxi?", Look in my shop, I made special price for you, yeah?" und "massage massage?" angeboten. Da bieten Ausflüge Entspannung 😉 Wanderungen durch Reisfelder, eine Tour mit dem Roller von Tempel zu Tempel und Rafting. Die Rafting Tour war spaßig und ging durch eine wunderschöne tiefe Schlucht, gesäumt von Dschungel, Wasserfällen und Felsgemälden. Ich war besonders beruhigt als der Guide meinte wir sollen uns entspannen und Spaß haben, wenn wir die kleinen Schnellungen herunter hoppeln, doch drehte ich mich nochmals zu ihm um und sah ihn beten. 😱😬 Er brachte uns letztlich mit Charme und Muskelkraft ins Ziel!

5 January 2017

Nach knapp 1,5 stündiger Fahrt erreichten wir Munduk - eigentlich nicht mehr als 50 an der Hauptstraße aneinandergereihte Homestays und Warungs, doch ein perfekter Ausgangspunkt für Wanderungen durch die balinesische Berglandschaft. Sogleich ging es durch den Dschungel zu drei Wasserfällen sowie zum Ende hin zu einem kleinen Café in dem man frisch zubereiteten, von Katzen erst gegessenen und dann wieder ausgeschiedenen, Kaffee trinken konnte. Klingt ekelig, schmeckt aber fantastisch. Tags darauf haben wir uns einen Roller gemietet und sind zu den Hot Springs gefahren. An sich lauwarmes Wasser in drei Becken. Wir sind weiter rumgefahren, haben die großen Straßen verlassen (mit einem Standard-Roller nur zum Teil zu empfehlen - Anna durfte einige Berghänge hochlaufen) und wurden mit einem Blick über zwei Kraterseen belohnt. Heute haben wir eine Wanderung entlang von Reisterassen und Flüsschen gemacht. Hohe Luftfeuchtigkeit erfordert Kreativität beim trocknen der Klamotten.

3 January 2017

Hurra hurra, Gepäck ist da👌. Nachdem wir die letzten Tage mehr oder weniger nur auf der faulen Haut gelegen haben, wollten wir uns heute mal die nähere Umgebung anschauen. Soooo viel gibt es im äußersten Nord-Westen von Bali zwar nicht zu entdecken aber ein Tempel findet sich in Süd-Ost-Asien ja fast überall. Gesagt, getan und so haben wir den Melanting Temple und den nach gefühlt 1 Million Treppenstufen erreichten Puncak Manik Temple besucht. Auf der Rückfahrt gabs noch eine ungewollte Dusche (Regenzeit und so) und zum Abschluss des Tages noch den ersten Geocache, jay. Morgen verlassen wir Pemuteran und fahren Richtung Berge.

1 January 2017

Ein frohes neues Jahr wünschen wir euch Allen! Wir sind gut gelandet, nachdem der Flieger in Berlin 1 1/5 Stunden Verspätung hatten und wir in der Folge in Amsterdam nur mit einem Sprint den Anschluss bekommen haben. Unser Gepäck hat es im Gegensatz zu uns leider nicht geschafft, daher auch die "un-strandigen Klamotten auf dem Hängemattenfoto. ;) Auf dem Flug selbst hat Christoph sich mit Gin ("dos Gin-Tonicos") vergnügt, während Anna bei jedem Ruckel (und davon gabs leider sehr viele) dem Jenseits schon die Hand geschüttelt hat. Doch alles ist wunderbar verlaufen und die 4 Stündige Taxifahrt zum Hotel war dann auch nur noch ein Klacks. Ein Feuerwerk am Strand hat uns dann ins neue Jahr begleitet Die Hotel-/Gartenanlage ist wunderschön, wie auf den Fotos sicherlich zu erkennen ist :) Besonders die Dusche gefällt Anna. Heute haben wir uns eine Massage und generellen Ruhetag gegönnt...und warten sehnsüchtig aufs Gepäck. Viele Grüße Christoph und Anna

29 December 2016

So ihr Lieben es geht los :) Sachen gepackt und Wohnung übergeben. Heute noch mal bei Familie schlemmen und dann heißt es: Bali wir kommen!

16 December 2016

Der Abflug naht! Heute morgen habe wir unsere Reisepässe bei der indonesischen Botschaft abgeholt und man lässt uns einreisen - Indonesien, Bali, Pemueteran wir kommen! Jetzt heißt es für die nächsten 14 Tage noch: Wohnung ausräumen, Rucksack packen, Familie, Freunde und Bekannte besuchen, Weihnachten feiern und dann steigen wir auch in den Flieger - Zauberhafte Aussichten für uns. :) Soweit die ersten Infos, wir halten euch auf dem Laufenden.