Malaysia, Thailand · 40 Days · 24 Moments · September 2017

Anna's Abenteuer in Malaysia


27 October 2017

Danke Kathleen für dieses Wochenende! Solch eine Chance, einer anderen Kultur so nahe zu sein, darf nicht jeder erleben. Wir wurden sehr herzlich in die Familie aufgenommen und rund um die Uhr mit indischem Essen versorgt. Und eins sage ich euch: so ein Essen bekommt man in keinem Restaurant der Welt. Da Kathleens Familie sehr katholisch ist, besuchten wir Sonntag um 07:00 Uhr einen indisch-katholischen Gottesdienst. Für diesen Anlass durften wir uns jeweils ein Sari ausleihen. Natürlich fielen wir Europäer noch mehr auf, als es unter normalen Umständen schon der Fall ist. Ich fühlte mich jedoch sehr wohl. Nach dem Gottesdienst ging es gesammelt zur Oma, wo ein unglaublich leckeres Frühstück auf uns wartete! Selbstgemachtes Idli, Thosai und zahlreiche Soßen deckten den Tisch, herrlich! Mit überfüllten Mägen ging es dann in die Altstadt Ipohs für last minute sightseeing. Warum wir dafür am Samstag keine Zeit hatten? Das erfährt ihr sobald die Bilder verfügbar sind ... Spannung steigt!

19 October 2017

Eindrücke aus Bangkok, der Stadt, die uns einen verspäteten Kulturschock verpasste. Von hinterhältigen Tuk-Tuk-Fahrern, auf Thai fluchenden Taxifahrern, bauchfreie Russen im Nationalpark, über schwimmende Märkte mit thailändischen Köstlichkeiten, bis hin zu einer netten Begegnung mit einer Wildsau hatte Bangkok viel zu bieten in den 3 Tagen. Mehr dazu jedoch in Deutschland 😄

13 October 2017

In den Cameron Highlands genießen wir die kurze Abkühlung. Die meiste Zeit unserer 3 Tage dort verbrachten wir im Regenwald. Offiziell gibt es insgesamt 12 verschieden Trails mit unterschiedlicher Länge und Schwierigkeit. Jedoch ist die Hälfte dieser Wege nicht mehr zugänglich. Gründe dafür sind zerstörte Wege durch Regen, aber auch das Verschwinden von Touristen auf unerklärliche Weise und Gefahr durch Ureinwohner. Ich jedoch wurde wie in einen magischen Bann eingesogen und war umgeben von einem Märchenwald, der mich an alte Kinderzeiten zurück hat denken lassen. Besonders unser letzter Trail Nummer 6 versetze mir einen derart gewaltigen Flashback, sodass mir die Tränen unkontrolliert aufgestiegen sind. Die Leute dort sind sehr herzlich und bewundern uns "weiße Aliens", was ziemlich amüsant sein kann. Daher wurden viele Fotos mit uns geschossen.

12 October 2017

Es wird Zeit für "One Taste a day"! Victor und Jersley, unsere Kollegen aus dem Finance, luden uns zum Satay Celup essen ein. Satay Celup ist eine malaysische Spezialität und nur in Malakka erhältlich. Die Gemüter streiten sich über die Beliebtheit dieses Gerichts. Unter Satay kann man sich ganz normale Spieße vorstellen, die mit allem Möglichen bestückt werden können. Egal ob Fleisch, Fisch, Tofu, verschiedenes Gemüse, Bohnenhaut oder andere asiatische Spezialitäten. So weit, so harmlos. Mit was sich Viele nicht anfreunden können, ist was dann mit den Spießen passiert. Diese werden nämlich in eine heiße (und unheimlich leckere) Erdnuss-Soße gesteckt und dort gegart. Für manche Leute ist das ein Widerspruch zu ihren Hygiene-Vorschriften, da viele Menschen ihr Spieße in der Soße kochen lassen. Ich kann definitiv sagen, dass für mich der Geschmack eindeutig Vorrang hat. Und es war einfach himmlisch! Danke an unsere Kollegen, die uns dieses wunderbare Gericht nahe gebracht haben.
Zurück in Georgetown machten wir uns direkt auf den Weg nach Little India. Ob ihr wollt oder nicht, aber indisches Essen ist einfach das Beste! Ganz knapp vor der malaysischen und chinesischen Küche. Wir bestellten das für Penang berühmte Nasi Kandar (Reis mit Verschiedenen Soßen, Hühnchen und Ei) und Naan (indisches Fladenbrot mit schmackhaften Soßen) und dazu einen White Coffee (Kaffee mit Сгущёнка, sehr lecker!!!). Anschließend gingen wir in Little India spazieren und probierten uns durch die süßen und deftigen Spezialitäten, einfach himmlisch! Da muss ich euch definitiv etwas mitbringen, das kann man einfach nicht beschreiben. Und leider war es dann auch schon Zeit, sich zurück zum Flughafen zu begeben. Es war ein wundervolles Wochenende. Wir haben so viele liebe Leute kennen gelernt, so viele Leckereien probiert und sind um sehr sehr viele Erfahrungen reicher geworden.
Nach unserem aufregendem Samstag sind wir natürlich todmüde, aber super glücklich ins Bett gefallen. Sonntag steht der Penang Hill an! Bereits am frühen Morgen brechen wir auch und erreichen nach einer halbstündigen Fahrt den Penang Hill. Wir entschieden uns leider aus zeitlichen Gründen mit der Bergbahn hochzufahren, anstatt den 2-stündigen Wanderweg zu nutzen. Oben angekommen, war die Sicht über Penang von einem Nebelschleier bedeckt. Da es dort oben leider nicht viel zu sehen gab, entschieden wir uns dazu, zu Fuß den Berg hinabzusteigen. Natürlich wussten wir bis dato nicht, dass auf uns über 3000 Stufen, wilde Hunde und feuchte Hitze warten. Es war ein sehr lustiger und langer Abstieg und der Muskelkater in unseren Waden blieb uns noch eine ganze Woche als Erinnerung erhalten.

11 October 2017

Penang Nationalpark - Teil 2 Nach einiger Zeit fragten wir uns, ob wir denn noch auf dem richtigen Weg seien, denn was einst ein Weg war, hat sich in einen Fluss verwandelt. Nicht mal das hielt uns ab, denn unser Ziel war Turtle Beach! Also zogen wir unsere Schuhe und Socken aus und passierten den "Weg" barfuß. Ein mulmiges Gefühl hatten wir aber dennoch. Keine Menschenseele, keine Schilder, keine Anzeichen von einem Strand. Doch plötzlich hörten wir etwas, Menschen! Erleichtert und erneut motiviert blieben wir auf dem Weg bis wir dann endlich den Schildkrötenstrand erreicht haben. Doch wie kommen wir zurück? Den gleichen Weg zurück durch den Wald wollten wir sehr ungern gehen. Wir fragten, ob es möglich sei, ein Boot zu mieten, doch das hätten wir schon am Eingang des Parks machen müssen. Was hieß das für uns? Warten und abwarten bis ein Boot kommt und uns gütigerweise mitnimmt! Und tatsächlich, nach 2 Stunden kam ein Schnellboot und nahm uns mit. Man kommt immer ans Ziel, egal wie!

9 October 2017

Penang Nationalpark - Teil 1 Am nächsten Tag ging es nach einem leckeren indischen Frühstück mit dem Bus zum Taman Negara Nationalpark Penang. Geplant war eine Wanderung durch den Regenwald zum Turtle Beach. Nur der Regen selbst war nicht Teil unseres Planes. Als wir losfuhren schien die Sonne und der Himmel strahlte in einem wunderschönen hellblau. Kaum waren wir am Park angekommen, regnete es Katzen und Hunde, und das ununterbrochen! Aber davon ließen wir uns natürlich nicht abhalten. Stattdessen machten wir es uns bei einer Tasse heißen japanischen Grüntee gemütlich und warteten, bis der Schauer vorüber zog. Nach 1,5 Stunden war es endlich so weit und wir begaben uns in den Wald. Nun ja was soll ich sagen. Was ursprünglich den Pfad durch den Wald abbilden soll, war jetzt bedeckt von Matsch, Erde und Wasser. Wir kämpften uns dennoch durch die Schlammschlacht.
Penang - wo soll ich da bloß anfangen? Nach 2,5 Stunden in unserem Flieger mit seinen Turbienchen (Danke Alex!), sind wir Freitag Nachmittag in unserem Hostel in Georgetown angekommen. Nach dem Einchecken machten wir uns direkt auf den Weg und erkundeten die wundervolle Stadt. Schon in den ersten Minuten, fühlten Christina und ich uns so heimisch wie noch kein Mal zuvor hier in Malaysia. Georgetown strahlt durch seine Art, die Menschen und deren Kultur und natürlich das Essen eine so positive Aura aus, sodass man sich durchgehend einfach glücklich fühlt. An diesem Abend schafften wir, alle Must-Sees der Stadt abzugehen: Berühmte Straßen, den Hafen, chinesische sowie indische Tempel und natürlich die beeindruckenden Street Arts. Auch eine mehr oder weniger nette Bekanntschaft mit wilden, hungrigen Hunden blieb uns nicht erspart. Aus dem Nichts haben sie uns angegriffen! Wie gut, dass wir schnell genug wieder auf der Hauptstraße waren, das war nämlich ein sehr knappes Ding!

29 September 2017

Hier ein kleiner Einblick in unser heutiges Mittagessen, natürlich nach dem Motto "One Taste a day"! Schon mal etwas von tausendjährigen Eiern gehört? Wenn ja, habt ihr bestimmt nicht den Drang, diese zu probieren, nehme ich an. Bei diesen sogenannten "Century Eggs" handelt es sich um eine chinesische Delikatesse. Rohe Eier werden für 3 Monate in Salz, Asche, Anis, Pfeffer, Sägespäne und was der Haushalt noch so zu bieten hat, eingelegt. Am Ende ihres Reifeprozesses sind sie als unappetitliche schwarze Eier vorzufinden. Traditionell werden diese zum Frühstück mit Tsa Tsai gegessen, dem chinesischen Reisbrei. Glaubt mir, wenn wir unser Essen selber bestellen müssten, wäre unsere Wahl sicher nicht auf verfaulte Eier in Reisbrei gefallen! Aber zu allen Erstaunens muss ich sagen, es war verdammt lecker. Gewürzt mit Sojasauce und eingelegtem Chili, Hammer!
Next stop - Singapur! Mit vollem Magen sitzen wir nun im Bus. Eine 4-5 oder auch 8 Stunden Fahrt steht uns jetzt bevor, je nach dem wie die Grenzkontrollen voranschreiten. Heute war ein sehr schöner Tag in der Arbeit, deswegen habe ich mich entschieden, meine Zufriedenheit gleich mit euch zu teilen. Sim, unser Kollege aus Finance, versorgt uns rund um die Uhr mit Essbarem und zeigt uns die besten Orte zum Mittagessen. Heute sind wir mit ihm und seinem Kollegen und Freund Yau aus der IT zu einem chinesischen Restaurant gefahren. Ach es war wie immer einfach nur herrlich! Sim bestellt auf malayisch für uns unbekannte Speisen, diese werden wenige Momente später in der Mitte der runden Tische serviert und jeder greift zu und probiert von allem so viel er oder sie möchte. Aus diesem Grund wurden auch die Ess-Stäbchen in der chinesischen Kultur des Teilens erfunden: man kann mit diesen ganz einfach und schnell an das andere Ende des Tisches greifen, eine super Erfindung!

26 September 2017

Kurzes Update zu unserem Trip durch den Regenwald: Wir hatten einen Guide, ja. Das war auch gut so, sonst hätten wir da niemals lebend wieder rausgefunden. Die "Route" ist einfach durch Einschnitte in Baumrinden markiert, die nicht immer (fast nie) gut erkannt werden können und erstmal gesucht werden müssen. Auch unser Guide musste mehrmals alternative Wege testen, bevor wir gemeinsam unter den Bäumen hindurch kletterten. Man denkt sich so ziemlich die ganze Zeit, dass das nicht der richtige Weg sein kann. Kein Pfad, keine Menschenspuren. Nur Natur pur.

24 September 2017

An unserem (leider) letzten Tag auf der Insel Tioman wollten wir auf eigene Faust den Jungle erkundigen. Vergeblich fragten wir an der Rezeption nach einer Wanderkarte. Ausgeschilderte Trekking-Wege? Fehlanzeige. Touren durch den Jungle sind ausschließlich mit Guide möglich. Ganz spontan schlossen wir uns einer Gruppe französischer Studenten für eine geführte Tour durch den Jungle an. Wir wurden gewarnt, dass die Tour sehr steil und anstrengend sein wird. Aber nach dem Motto "No risk, no fun" zögerten wir nicht und packten unsere Rucksäcke. Und ich kann nur sagen: Das war es Wert. Zwar waren wir nach nicht mal 5 Minuten von oben bis unten durchnässt (Kann nicht genau sagen, ob mehr Schweiß oder mehr Feuchtigkeit), aber einen Trip durch den Regenwald sollte man einmal gemacht haben. Wer Angst vor Insekten und vor allem Blutegel und Tausendfüßler hat, sollte gewarnt sein! Den krönenden Abschluss bot ein heftiger Regenschauer. Was wäre ein Regenwald bloß ohne Regen?

22 September 2017

Nach unserer Stärkung ging es ab zum Strand. Das türkisblaue Meerwasser lockte uns förmlich an, sodass wir sofort mit Maske und Schnorchel die Unterwasserwelt erkundeten. Das Wasser war sehr warm und angenehm, ich würde sagen, so um die 23-25 Grad. Doch leider gab es wider Erwartens neben ein paar kleinen und großen Fischen und Sand nicht viel zu sehen. Also machten wir uns auf dem Weg zum Jetti (Hafensteg) und suchten nach Schnorcheltouren. Wie gerufen kam uns ein französisches Pärchen, welches ebenso auf der Suche nach Schnorchelpartnern war, um sich die Kosten für das Boot zu teilen. Wir buchten ohne zu zögern und eine Stunde später waren wir bereits mit dem Schnellboot auf dem offenen Meer. Und wow, das war vielleicht ein Erlebnis! Grüne, gelbe, blaue Fische, Nemo und Komplizen, ja sogar zwei kleinen Haien sind wir über den Weg geschwommen!
Die zweite Woche ist bereits um - wow, wie schnell die Zeit vergeht. Das Highlight der Woche war selbstverständlich unser Wochenende, welches wir auf der Insel Tioman verbrachten. Nach eine sehr sehr holprigen, anstrengenden und langen Anreise sind wir Freitag Morgen endlich auf der Trauminsel angekommen. Unser Bungalow, in dem wir zwei Nächte verbrachten, war klein aber wirklich fein. Nicht mal 100m trennten uns vom wunderschönen Strand. Da unsere Fähre am Freitag sehr früh abgelegt hat, mussten wir leider auf unser Frühstück verzichten. Somit war die erste Aktion auf der Insel: erstmal Essen! Und was gab es überraschenderweise? Na Roti Canai natürlich! Mit dieser köstlichen Stärkung starteten wir höchstmotiviert in unseren kleinen Kurzurlaub.

18 September 2017

"One Taste a day" - Part 2: Nach unserem ausgesprochen leckerem Dinner überkam uns das Verlangen nach etwas Süßem. Das ließen wir uns von unseren Körpern nicht zweimal sagen. Also machten wir uns sofort auf die Suche. Fündig wurden wir in einem netten Café mit einem Dessert namens "Cendol" auf der Speisekarte. Da wir schon mehrere Male von diesem traditionellem malaysischen Dessert gehört haben, bestellten wir ohne lange zu überlegen. Was uns genau erwartete, wussten wir aber immer noch nicht. Gebracht wurde uns eine große Schüssel mit weißem kokosartigen Etwas, grünen gummiartigen Würmchen und roten Kidney Bohnen, was sonst? Begleitet wurde diese Schüssel mit zwei kleineren Bechern, gefüllt mit Kokosmilch und (wie sich später herausstellte) Gula Malakka (Palmzuckersirup). Da wir mit großer Wahrscheinlichkeit sehr hilflos aussahen, half uns der Kellner bei der Essensweise: man muss einfach alles gut mischen! Es schmeckt super und wider Erwartens verleihen die Bohnen das gewisse Etwas!
Und weiter gehts mit "One Taste a Day". Heute waren es sogar zwei neue Erlebnisse, wiedermal in der Kategorie "Essen". Part 1: Für unser Abendessen hatten wir beide sehr Lust auf Indisch. Reis mit Soße geht einfach immer! Also begeben wir uns in Malakkas "Little India" und halten Ausschau nach einem netten Lokal. Erfahrungslos und einfach nur hungrig kehrten wir in einem kleinen Restaurant ein. Bestellt haben wir Reis mit zwei verschiedenen Soßen mit Hühnchen. Bekommen haben wir Reis mit 7 verschieden Soßen, darunter 5 mit undefinierbarem Inhalt. Anstatt Teller gab es riesige Bananenblätter, auf denen unsere Mahlzeit platziert wurde. Traditionell wird in Indien mit der sauberen rechten Hand gegessen, Besteck wird hier deutlich überbewertet! Indisches Essen mit den Händen auf banana leaves? Top!
Mein Motto für mein Abenteuer in Malaysia lautet "One Taste a Day". Jeden Tag muss mindestens etwas Neues probiert werden, egal ob Essen, Aktivitäten oder was es sonst noch gibt. Zugegeben, handelte es sich bei meinen Probierereignissen immer um etwas Essbares. Einen sehr bleibenden Eindruck hat die sogenannte "King of Fruits" bereits am ersten richtigen Abend hinterlassen. Die malaysische Nationalfrucht mit dem mehr oder weniger verlockenden Namen "Durian" ist kaum zu über-riechen. Ihr, nennen wir es mal "Duft" ist 500 Meter weiter immer noch präsent. Einheimisch sagen, man hasst sie oder man liebt sie, es gibt kein Dazwischen. Für mich kann ich definitiv sagen: Nach Zwiebeln schmeckende Durians gehören eindeutig nicht zu meinen Lieblingsfrüchten!
Kuala Lumpur hat sehr viel zu bieten. Wie es uns möglich war, innerhalb 1,5 Tagen, so gut wie alle Sehenswürdigkeiten abzugehen (ja, gehen), wissen wir auch nicht so genau. Die 40.000 Schritte pro Tag kann unser Schrittzähler aber bezeugen. Man muss schon sagen, dass die Petronas Twin Towers ziemlich beeindruckend sind, vor allem bei Nacht. Die 452m hohen Türme wurden von dem gleichnamigen Mineralölkonzern Petronas erbaut und werden als Bürogebäude genutzt. Neben unzähligen Wolkenkratzern Bieter KL aber auch eine Auswahl an Tempeln und religiösen Stätten nahezu aller Kulturen. Vor allem der hinduistische Tempel Batu Cave hinterließ einen bleibenden Eindruck. Betende Hindus, Taufzeremonien und bunte Gottheiten verleihen diesem Ort zusätzlichen Charm.

17 September 2017

Kuala Lumpur - unser 1. richtiger Wochenendtrip. Mit dem Bus von Melakka für nur umgerechnet 2€ ging es Freitag Abend für uns nach Kuala Lumpur, die Hauptstadt Malaysias. Mit sehr leeren Magen aber voller Motivation kamen wir nach insgesamt drei Stunden Fahrt in unserem kleinen aber feinen Hostel an. Was steht auf dem Programm? Erstmal essen! Gleich um die Ecke befindet sich die Petaling Street, in dem einer der besten Nachtmärkte KLs Touristen und Einheimische mit den verschiedensten Gerüchen anlockt. Das war vielleicht ein Erlebnis! Links, rechts, oben, unten, egal wo, überall Essen, das Meiste davon unbekannt. Im Erkundungsstil von Kolumbus probierten wir uns durch alle möglichen Snacks und Gerichte durch. Meine Highlights? Definitiv gegrillte Okraschoten (Ladyfingers) und mit Fleisch gefüllte Teigbällchen.
Was mich besonders in den Bann Asiens gezogen hat ist Roti Canai. Das indische Frühstück, welches übersetzt "Brot mit Soße" bedeutet, ist ein purer Inbegriff des Himmels auf Erden. Unter Roti (Brot) wird eine Art eierloser Pfannkuchen verstanden, welcher mehrmals in Kokosöl gewendet und gebraten wird. Das Roti wird dann in die Soßen getunkt und dann rein damit! Da Canai keine eindeutige Übersetzung hat, werden jedes Mal aufs Neue, die unterschiedlichsten Soßen serviert (ja, Inder sind dabei sehr kreativ!). Von süß über pikant bis hin zu sehr schart ist alles dabei. Eine etwas "gesündere" Variante ist Chapati. Chapati ist ebenfalls Fladenbrot, welches aber nicht in einem Meer von Kokosöl zubereitet wird.
Oh Asia - dein Essen hat's mir angetan! Von traditionell malayisch, über thailändisch und chinesisch bis hin zu indisch: Malaysias Esskultur kennt keine Grenzen. Nasi Lemak, Malaysias Nationalgericht, kann man bedingungslos weiter empfehlen. Die abenteuerliche Kombination aus in Kokosmilch gekochtem Reis, Hühnchen, frittierten Anchovies, Erdnüssen, Gurken und scharfem Sambal wird sowohl zum Frühstück, Mittagessen als auch Abendessen verspeist. Sogar als kleiner Snack zwischendurch wird Nasi Lemak in kleinen Tüten für 1,50RM an allen Straßenecken verkauft. Im Großen und Ganzem kann man sagen dass die Küche ziemlich simpel aufgebaut ist. Nasi (Reis) und Mee (Nudeln) bilden die Grundzutat. Durch verschiedenste Soßen, Fleischarten, Fisch und Meeresfrüchte werden damit einzigartige Gerichte gezaubert.
Unser Ankunftswochenende verbrachten wir in Malakka, unserem Wohnort für die nächsten 9 Wochen. Die Aussicht aus dem 34. Stock, in dem sich unser wunderschönes und gemütliches Apartment befindet, ist einfach herrlich. Wer hat schon etwas dagegen, nachts in die Skyline der Stadt hineinzublicken? Nach einem kurzen Regenerationssonntag ging es für uns am Montag in die Arbeit. Wir hatten keinen Schimmer, was uns dort erwartet. Wie sind die Kollegen? Wie werden wir empfangen? Gibt es viel zu tun? Diese Fragezeichen und weiter Ängste wurden uns bereits in den ersten Stunden genommen: hilfsbereite und sehr liebe Kollegen, sehr schnelle Integration und bereits erste Projekte warteten auf uns. Die erste Arbeitswoche verflog wie im Flug! Jeden Tag werden wir von unseren Kollegen zum Lunch mitgenommen, die uns die "Hot spots" Malakkas für das beste Essen zeigen (mehr dazu unter der Kategorie "Essen").
So - die 1. Woche meines Asien-Erlebnisses ist bereits vorüber. Schneller als gedacht, besser als gedacht und auf jeden Fall: anders als gedacht. Kulturschock? Fehl am Platz! Trotz unzähliger neuer und sicherlich interessanter Eindrücke, begeisterte mich die asiatische, multi-kulti Lebensweise Malaysias von Anfang an.