Around The World · 219 Days · 213 Moments · November 2017

Mit Anja um die Welt


25 June 2018

Hiermit endet Sollis und meine Reise, die uns in 218 Tagen um die Welt führte. 🌏 Jedes der Länder, die wir bereist haben, war auf seine Weise einzigartig und aufregend. Sei es Singapur mit seiner Kombination von moderner Architektur und Natur. 🏯 Neuseeland mit dieser unfassbar grünen Hügellandschaft. 🖼 Rarotonga mit seiner atemberaubenden Unterwasserwelt. 🐠 Oder die Golden Coast mit ihren Megastädten und den unendlichen Entfernungen dazwischen. 🏕 Ich bin dankbar für alles, was ich erlebt, und jeden, den ich kennengelernt habe. Ganz besonders für die Bekanntschaft mit Leo, meinem einen (deutschen) Neuseeland-Menschen. 🦁 Wie ihr vielleicht gemerkt habt, hat mich während meinem ersten Mal Backpacken glatt das Reisefieber gepackt! 🤒 So kommt es, dass ich gedanklich schon am Planen meiner nächsten Reise bin. CHECKLISTE ◻ Reiseziel auswählen📍 ◻ Spaaaareen!! 💸 DANKE, dass ihr auf meiner Reise (so gut wie) live dabei wart. Es war mir ein Vergnügen. 😇

24 June 2018

Nach neun Stunden Flug sind wir am späten Nachmittag in Deutschland angekommen und von einem fußballbegeisterten München begrüßt worden. Direkt vor dem Flughafen war eine große Leinwand fürs Public Viewing aufgebaut worden. Und überall Werbung mit deutschen Fußballern. Fühlten uns sofort wieder heimisch. 🇩🇪 Kurz vor Mitternacht sammelte uns der Flixbus nach Dresden auf.🚏Wir verbrachten also eine weitere Nacht on the road. Im Bus konnte man natürlich aufgrund der vielen Stopps auch nicht schlafen. Die mit ihren lauten Durchsagen, bei denen immer der ganze Bus aufgeschreckt ist. 🙄 "In fünf Minuten erreichen wir die Haltestelle Chemnitz Hauptbahnhof!" Und fünf Minuten später: "Wir erreichen jetzt CHEMNITZ HAUPTBAHNHOF!!" Die von Flixbus wollen damit nämlich nicht bezwecken, dass man seine Haltestelle nicht verpasst, sondern einfach nur alle nerven. Ist Fakt.☝🏼 Insgesamt habe ich also zwei Mal hintereinander etwa drei Stunden geschlafen, wodurch der Jetlag ausblieb. Immerhin. 🙈

23 June 2018

Dann hieß es auch schon Sachen schnappen und ab zum Flughafen. Diesmal flogen wir mit Lufthansa. ✈ Wie oft wir das deutsche Personal auf Englisch zutexten wollten. Witzig nur, dass die uns immer auf Deutsch angesprochen haben. Sehen immer noch zu Deutsch aus. :D Es stellte sich als Glück heraus, dass wir mit einer deutschen Fluggesellschaft flogen. Dort gilt nämlich (auch über amerikanischem Boden) das deutsche Gesetz. Das bedeutet, wir konnten bereits kurz nach dem Start mit Wein auf das Ende unserer Reise anstoßen.🍷 Später sah ich mir Get Out an, den ich ausschnittsweise letztes Jahr bei den Filmnächten gesehen habe. Es geht um einen farbigen Fotografen, dessen Freundin Teil einer rassistischen Familie ist, die Schwarze entführt, hypnotisiert und versklavt. ☕ Er soll dieses Schicksal teilen. Am Ende sterben fast alle. Trotz Müdigkeit habe ich während des Fluges nur drei Stunden geschlafen. Die Aufregung darüber, bald wieder zu Hause zu sein, ließ mich kaum ein Auge zukriegen. 😳
San Francisco besitzt ein für amerikanische Verhältnisse überraschend ausgeprägtes öffentliches Verkehrsnetz.👏🏼 Neben (teilweise historischen) Straßenbahnen aus aller Welt kann man auch per Oberleitungs- bzw. Omnibus und der U-Bahn durch die Stadt fahren. 🚋 Ein besonderes Highlight sind die Cable Cars, seilgezogene Straßenbahnen aus dem 19. Jahrhundert, die noch in manchen Straßen verkehren. So kann man ganz entspannt mit öffentlichen Verkehrsmitteln jede Ecke San Franciscos erreichen. 😎 Fast wie in Deutschland! Und wenn das einem doch mal zu kompliziert ist (z.B. mit 23kg Gepäck auf seinem Weg zum Flughafen), nutzt man eben Uber oder Lift. 🚖
Heute ist also schon der letzte Tag unserer Weltreise. Wie schnell die Zeit vergangen ist! Nicht weit von uns befindet sich die Market Street, auf der wir mittags shoppen waren. Ganz nach dem Motto: Bevor wir dieses Land verlassen, kaufen wir alles, was uns in die Hände fällt. 😏✨ Oder doch lieber nicht. Die meisten Läden waren nämlich nicht bezahlbar. #sowiesoschonfastpleite Dieses Wochenende fand die San Francisco Pride statt. Sie ist eine der weltweit bekanntesten und bestbesuchtesten Paraden von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgendern. Traditionell findet die Parade am letzten Juniwochenende statt, um an den Stonewall-Aufstand zu erinnern. Die Regenbogenfahne als ein internationales Symbol der LGBT-Bewegung wurde übrigens als Motto für die SF Pride Parade 1978 entworfen. 🏳️‍🌈 Demnach sahen wir überall bunt gekleidete Menschen. Regenbogenfahnen hingen in jedem Geschäft und in den Straßen. Wir konnten sogar den Verlauf der Parade bei Google Maps nachvollziehen. 😎

22 June 2018

Für den Nachmittag hatte ich eine Halbtagestour zu den Muir Woods gebucht. Mit dem Tourbus machten wir uns zu den Küstenmammutbäumen nördlich von San Francisco auf, sodass ich nun stolz sagen kann, dass ich die Golden Gate Bridge überquert habe. 🌉 Das Muir Woods National Monument schützt die letzten in der Region San Francisco verbliebenen Sequoias. Die höchste Baumart der Erde kann bis zu 115m hoch und locker über 1000 Jahre alt werden. 🌲 Besonders zwischen den Bäumen der Cathedral Grove konnte man ganz leicht den Rest der Welt vergessen. Wie Namensgeber John Muir sagte: "And into the woods I go, to lose my mind and find my soul." ❤ Allzu bald machten wir uns auf den Rückweg. Dabei fuhren wir einen Schlenker über den Urlaubsort Sausalito, der nahe dem Nordende der Golden Gate Bridge liegt. Als ich schließlich am Hostel eintraf, war es bereits dunkel. Nur wenig später begann ein Feuerwerk über dem AT&T Park, das man ganz fantastisch von unserem Zimmer bestaunen konnte. Jackpot. 🎆
Bei gutem Wetter machten wir uns zu Lands End, dem westlichsten Punkt San Franciscos, auf. Von dort aus kann man das Sutro Baths bestaunen. Das frühere Salzwasser-Schwimmbad brannte 1966 während eines Feuers ab und liegt nun in Ruinen.🔥 Von Lands End aus folgten wir dem Coastal Trail weiter zur Fort Miley Military Reservation und bis hinauf zur Golden Gate Bridge. Der Wanderweg ist Teil des California Coastal Trails und gehört zur Golden Gate National Recreation Area. 🌲 Einige Parks dieses Erholungsgebietes befinden sich also in San Francisco selbst, um Menschen und Nationalparks zusammenzuführen. Golden Gate ersteckt sich jedoch weit über die Stadt hinaus nach Norden und Süden. Im Alleingang wanderte ich zum Palace of Fine Arts. Inspiriert von römischer und griechischer Architektur wurde er 1915 als einer von zehn Palästen anlässlich der Panama-Pacific-Weltausstellung erbaut. Wegen seiner Schönheit erhalten geblieben, fanden später im Palace selbst noch viele Ausstellung statt. 🏛
San Francisco ist Heimat zweier Teams in den amerikanischen Profiligen: 1) San Francisco 49ers (American Football) 🏈 2) San Francisco Giants (Baseball) ⚾️ Weil ich mein erstes American Football-Spiel als ziemlich langweilig in Erinnerung habe, sind Solli und ich heute zu unserem ersten Baseballspiel gegangen. Genüsslich unsere Garlic Fries mampfend beobachteten wir das Spiel zwischen den San Francisco Giants und den San Diego Padres, welches die Giants gewannen. 🎉 Ursprünglich waren die Giants unter dem Namen New York Gothams in NYC ansässig. Nach ihrem Umzug 1958 konnten sie lange Zeit nicht an ihre bisherigen Siege anknüpfen. Erst 2010 gewannen sie erneut die World Series. Mit zwei weiteren Siegen in 2012 und 2014 sind sie zurzeit achtfacher nordamerikanischer Baseballmeister. 🏆 Stattgefunden hat das Spiel übrigens im AT&T Park, in welchem die Giants alle ihre Heimspiele austragen. Es wurde im Jahr 2000 fertig gebaut und soll das schönste Baseballstadium in den USA sein. 🏟

20 June 2018

Weil ich während der letzten Woche nie wirklich Zeit für mich hatte, zog ich heute alleine los gen Westen. 😙🎶 Nach über einer Stunde laufen erreichte ich Haight-Ashbury, das nach der Kreuzung von Haight Street und Ashbury Street benannt wurde. Bekanntheit erlangte der Stadtteil durch die Beatnik- und Hippie-Bewegungin den 60ern. Auch heute ist er noch Anziehungspunkt für eine alternative Gegenkultur. Während man durch die Straßen geht, trifft man auf viele interessante Leute und passiert einmalige Geschäfte. 🤩 Noch weiter westlich liegt der über 4km lange Golden Gate Park. Der Besuch des Parkes selbst ist frei, während man für besondere Aktivitäten (z.B. den japanischen Teegarten oder das Aquarium) Eintritt bezahlen muss. 🌿 Spaziert man im Park herum, kann man glatt vergessen, dass man sich in einer Großstadt befindet. Kein Wunder, dass er den San Franciscans als Erholungsort dient. Bis ich im Dunkelwerden zurücklief, genoss ich im Rosengarten sitzend das schöne Wetter.🌹

19 June 2018

Heute sind Solli und ich entlang der Wharf von Pier 40 bis zu Pier 39 gelaufen. Und nein, die liegen nicht nebeneinander. Warum auch? Erst ging es in geraden Zahlen abwärts bis Pier 14 und dem berühmten Ferry Building und dann von Eins in ungeraden Zahlen wieder aufwärts. Zwischendurch wurden beliebig Nummern übersprungen. Why oh why?? 🤯 Von Pier 39 war es jedenfalls nicht mehr weit bis zur Lombard Street. Wegen eines Gefälles von 27% musste ein Abschnitt der Straße tatsächlich in Serpentinen gebaut werden! Er wird als „kurvenreichste Straße der Welt“ bezeichnet und bietet mit seiner üppigen Bepflanzung einen tollen Anblick. 🌼 Ungeachtet der geologischen Beschaffenheiten ist übrigens der überwiegende Teil der Straßen von San Francisco schachbrettförmig angelegt. Das heißt, sie verlaufen direkt über die Hügel. Daher sind viele Straßen extrem steil und Laufen ist nicht gerade ein Vergnügen. 😩 Ein Glück laufen wir ja nie. 🙂😭

18 June 2018

Weil Conor am Nachmittag nach Hause fliegt, haben wir uns zum Brunchen mit ihm verabredet. Wir trafen uns in seinem Hotel und gingen hinüber zum angeblich besten Frühstückscafè in ganz San Francisco. Und ja, es war richtig lecker! Wenn auch teuer. 🙈 Anschließend sind Solli und ich zurück zu unserem Hostel gegangen und haben den restlichen Tag verschlafen. 😴 Wir sind wohl nicht mehr so motiviert, die Stadt zu erkunden. Die letzten Tage sind wir weniger aus dem Haus gegangen, um die Stadt zu sehen, und viel mehr, um Zeit mit unseren Reisekameraden zu verbringen. ⏳ Nun, da heute alle die Stadt verlassen haben, gibt es für uns vorerst keinen Anreiz, hinauszugehen. Denn auch Sam und Nick haben am Morgen die Stadt verlassen und fahren entlang der Küste hinunter nach LA. Durch den kontanten Schlafmangel in der letzten Woche fühlen Solli und ich uns ausgelaugt. Und weil wir während unserer Reise bereits so viel Schönes gesehen haben, reißt uns gerade leider nicht mehr viel vom Hocker. 😣

17 June 2018

Zusammen mit Sam und Nick erklommen wir heute die Twin Peaks. Die beiden Hügel im geografischen Zentrum von San Francisco sind ein markantes Wahrzeichen und bieten atemberaubende Blicke auf Stadt und Bucht. 😍 Bald darauf sind wir durch Height-Ashbury zum Golden Gate Park gelaufen, wo wir eine Weile am Stow Lake saßen. Tatsächlich lernte ich Nick und Sam erst heute richtig kennen. Natürlich haben wir vorher schon geredet, aber nie so lange und tiefgründig. 💬 Auf dem Rückweg machten Solli und ich einen Abstecher zu den Painted Ladies, sechs viktorianischen Häusern mit Kultstatus. 🏠 Victorians gibt es in San Francisco viele und alle wurden sie während des 1848 in Kalifornien beginnenden Goldrausches gebaut. Über die Hälfte wurde 1906 in einem Erdbeben und dem darauf folgenden Brand zerstört. Heute gibt es noch etwa 15'000 Victorians. Mit 300'000 US$ plus kosten sie mehr als das Einhundertfache ihres Ursprungspreises. 💰

16 June 2018

Heute schliefen wir erstmal richtig aus. Nach einer Woche sich konstant weit nach Mitternacht in den Schlafsack mummeln und bereits vor Sieben wieder aufstehen, war das bitter nötig. 😪 Gegen Nachmittag trafen wir uns erst mit Conor und später mit Sam, Nick und Roman im Mission Dolores Park. Dieser scheint ein beliebter Treffpunkt für Einwohner zu sein, die Erholung und Entspannung im Freien suchen. An einem sonnigen Wochenende sollen bis zu 10'000 Menschen die Grünanlage besuchen. Läuft man den am Hang gelegenen Park bis zum südlichen Ende hinauf, so hat man einen tollen Blick auf den Mission District und die dahinterliegende Skyline von San Francisco. 😍 Abends stießen Jan und Conor zu uns, die gerade von ihren Ausflügen zurück waren, und wir gingen alle gemeinsam Thailändisch essen. :3 Ich mag es, dass wir Übriggebliebenen aus der Reisegruppe uns auch nach Ende der Tour noch treffen. Es wäre sehr schade gewesen, wären wir einfach so auseinandergegangen. 🙃

15 June 2018

Schlussendlich erreichten wir heute San Francisco. Vom Meer aus lange Zeit unentdeckt geblieben, segelte man erstmals 1775 in die San Francisco Bay hinein. ⛵ Bereits ein Jahr später ließen sich spanische Siedler hier nieder und benannten ihre Ortschaft nach dem Heiligen Franz von Assisi. Am späten Nachmittag traf sich unsere Gruppe ein letztes Mal am Pier 39, wo wir einigen Seerobben beim Faulenzen zusahen. Im Anschluss gingen wir an Bord eines Segelschiffes, das uns, vorbei an dem berüchtigten Hochsicherheitsgefängnis Alcatraz, hin zur Golden Gate Bridge brachte. 🌉 Gewöhnt an warmes Wetter und Sonnenschein, war der schneidende Wind eine unangenehme Überraschung für uns alle. Glücklicherweise konnten wir uns auf Nachfrage kostenlos heiße Schokolade zubereiten lassen. ☕ Kurz vor unserer Rückkehr aufs Festland lernte ich Hans, den Steuermann unseres Segelbootes, kennen. Nachdem wir uns eine Weile sehr nett auf Deutsch unterhalten hatten, ließ er mich überraschend das Boot steuern. 😍

14 June 2018

Nach der üblichen Routine (zeitig aufwachen, Zelt abbauen, frühstücken) fuhren wir in den Yosemite National Park hinein. 🏞 Geschützt seit 1864 birgt Yosemite tiefe Täler und steile Granitfelswände, uralte riesige Mammutbäume, Wasserfälle und ausgedehnte Wildness. Nach einem kurzen Abstecher zum Tenaya Lake führte uns unsere Spazierfahrt einmal von Ost nach West durch den riesigen Nationalpark. Ein sehr beliebter Fotostopp ist der Tunnel View mit seinem Ausblick auf gigantische Felswände, ein Meer aus Nadelbäumen und einen erstaunlich hohen Wasserfall. 😍 Später hatten wir Zeit, das Yosemite Valley auf eigene Faust zu erkunden. Dummerweise hatte ich mir über die letzten Tage durch die Klimaanlage eine starke Erkältung eingefangen. Wegen der konnte ich keine fünf Minuten bergauf steigen, ohne halb zu sterben. 😷 Stattdessen blieben Solli und ich auf dem Grund des Tals, liefen dort ein wenig herum, zum Besucherzentrum und zur Swing Bridge, bevor wir uns mit den anderen am Bus trafen.

13 June 2018

Es ist mein Geburtstag und ich bin in fucking Las Vegas aufgewacht. Was für ein Traum! 😍 So richtig realisieren kann ich das Ganze irgendwie noch nicht, aber das geht mir eh jeden Tag so. :D Heutiges Reiseziel war Death Valley, der heißeste, trockenste, tiefste Punkt der Erde. 🏜 Überall Wüste, so weit das Auge reichte und Temperaturen von bis zu 50°C. Wir waren also immer alle sehr glücklich, wenn wir wieder in unseren klimatisierten Bus steigen und die Landschaft mit genügend Sicherheitsabstand bestaunen konnten. Obwohl ich niemandem erzählt hatte, dass heute mein Geburtstag ist, bekam ich auf unserer sieben-stündigen Busfahrt (die längste der Woche) von allen ein Ständchen gesungen. Total rührend! ❤ Am Abend machten wir ein Lagerfeuer auf dem Campingplatz und saßen in gemütlicher Runde zusammen. Ich durfte nicht mal mit Essen vorbereiten und bekam überraschenderweise von allen einen kleinen Geburtstagskuchen, sowie ein kitschiges Amerika-Shirt geschenkt. 🦅🎂

12 June 2018

Auf nach Las Vegas, der größten Stadt im Bundesstaat Nevada! Wegen der vielen Casinos wird sie auch The Entertainment Capital of the World genannt. 🃏 Nächtigen werden wir im Golden Nugget, das als erstes Hotel von Beginn an auch als Casino konzipiert wurde. Heute ist es für seine durch ein Haifischbecken führende Wasserrutsche bekannt. 😍 Am Nachmittag hatten wir Freizeit, in der wir mit Caity, Sam und Nick das Neon Museum besuchten. Es beherbergt eine große Ansammlung an verjährten, inzwischen restaurierten Neonschildern und die dazu passenden Geschichten. Abends hatte unsere Gruppe einen Partybus gemietet, der uns durch die Stadt kutschierte. Hin zu einer der vielen Hochzeitskapellen, dem Las Vegas Sign und der Wassershow des Bellagio Hotels. 🎉 Weil Solli und ich unter 21 Jahren sind, durften wir natürlich noch nicht im Casino gamblen. Stattdessen bin ich um Mitternacht mit dem Aufzug auf den Eiffelturm des Hotel Paris gefahren, um von dort Las Vegas bei Nacht zu bewundern. 🌆
Zusammen mit Leona und Sabrina haben wir am Morgen einen Flug über den Grand Canyon gewagt. ❤ Für eine dreiviertel Stunde segelten wir einmal im Uhrzeigersinn über die Schlucht und bekamen so eine Ahnung, wie groß diese tatsächlich ist. Nämlich 450 km in der Länge, zwischen 6 und 30 km in der Breite und bis zu 1'600 m in der Tiefe. 🤓 Dabei lernten wir auch allerhand über die Entstehungsgeschichte des Canyons. Lasst sie mich euch kurz erzählen: Es war einmal vor 250 Mio Jahren ein Ozean, auf dessen Grund sich viele, viele Schichten Sediment ablagerten. Als schließlich vor 60 Mio Jahren nicht weit entfernt die Rocky Mountains aus dem Boden wuchsen, hob sich auch das Colorado-Plateau bis zu 3 km in die Höhe. ⛰ Aufgrund der veränderten Höhenverhältnisse verlagerte sich der Colorado River, sodass er sein Bett nun durch die Bruchzonen des Canyons führte. 🌎 Innerhalb von Jahrmillionen grub sich der Colorado immer tiefer in das Gestein und schuf so eines unserer neuen sieben Weltwunder.

11 June 2018

Heute wieder früh aufgestanden (und es wird die ganze Woche so weitergehen - RIP myself), Zelte abgebaut und in den Bus gestiegen. Auf zur London Bridge in Havasu City! Diese Brücke stand tatsächlich mal in London, bevor sie von den Amis gekauft und über den großen Teich geschippert wurde. 😶 Weiter ging es entlang der früheren Route 66 nach Seligman, dem selbsternannten Geburtsstädtchen jener historischen Fernstraße. Jenes diente übrigens als Inspiration für Radiator Springs in Cars. 🚘 Nach mehr Busfahren erreichten wir den Grand Canyon, dessen Größe und Schönheit einem den Atem verschlägt. Wir wanderten bis zum Ooh Aah Point in den Canyon hinein (definitiv ein großes Ooh wert) und später am oberen Rand entlang. ❤ Von einigen Felsen direkt an den Klippe aus, betrachteten wir, wie die Sonne hinter den Felsen verschwand. 😍 Ganz ohne von Wolken gestört zu werden und in Mitten eines wunderschönen Abendrots. Der Tag endete, indem wir alle zusammen bestimmt zehn Pizzen verdrückten. 😎

10 June 2018

Am ersten Tag unserer Rundreise mussten wir sehr früh aufstehen. Als Erstes besuchten wir den Walk of Fame, in den mehr als 2'600 Sterne eingelassen wurden. Diese führen über 2,1 Kilometer bis nach Hollywood. Nach einer halben Stunde von Stern zu Stern hüpfen, stiegen wir wieder in den Bus und verließen L.A. leider auch schon. ⭐ Unser nächstes Ziel war der Joshua Tree National Park im Südosten Kaliforniens. Die Wüstenlandschaft bietet zwei Highlights: Die weitläufigen Joshua-Palmlilien-Wälder (symbolisch für einen die Hände gen Himmel streckenden Joshua) und die kahlen, in einzelne Formationen aufgebrochene Felsen. 🏜 Während eines Rundganges durch den Nationalpark konnten alle aus der Gruppe ihre Kletterkünste zur Schau stellen. :D Am Abend erreichten wir Lake Havasu in Arizona, an dem wir unsere Zelte aufschlugen. Der See kam mir inmitten der kargen Landschaft wie eine kleine Oase vor. Den restlichen Abend kann man mit schwimmen gehen, Essen futtern und trinken zusammenfassen. 🏝

9 June 2018

Nach acht Stunden Flug neben zwei anderen deutschen Backpackerjungs und Disney Moana schauen, weil das einfach so schön passend war, sind wir im sonnigen Los Angeles gelandet. ✈ Solli und ich sind als einzige Passagiere im Bus mit den Flugbegleitern zum Terminal gefahren, wodurch wir ins Gespräch mit ihnen kamen. 🙃 Einer von ihnen hat uns im Flugzeug bereits Süßigkeiten angeboten und sich mit mir über Moana unterhalten und darüber, dass er das Huhn feiert. 😂🐔 Bis wir es aus dem Flughafen raus und zum HI LA Hostel geschafft hatten, war es bereits früher Abend. (Scheiß Ersteinreiseschlange!) Unser heutiges Ausflugsziel war deshalb nur Santa Monica Pier zwei Blocks weiter. Der Pier ist berühmt für seinen ganzjährigen Rummel und als offizieller Endpunkt der einstigen Route 66. 🎡 Um 7 Uhr trafen wir uns mit den anderen Tourgängern im Foyer unseres Hostels. Nach mehrmaligem Vorstellen (Namen merken ist so schwer 😟) machten wir uns zum Lieblingsdiner unserer Reiseführerin Amber auf.

7 June 2018

Heute ist unser letzter Tag auf Raro. Zum Abschluss haben Solli und ich uns einen (Automatik!)Roller ausgeliehen, mit dem wir einmal die ganze Insel umrundet haben. 🛵 Lu, der in seiner Jugend mehrere Jahre auf Raro lebte, hat uns seine Lieblingsplätze auf der Insel gezeigt. Zuerst sind wir zu Black Rock gefahren, wo wir die Aussicht genossen und eine Runde im Wasser geschwommen sind. 🏖 Weiter ging es zu einem Strand aus abgestorbenen Korallenbruchstücken und zur Washing Machine, einer Art Pool im Meer, an dem die Wellen so brechen, dass sie darin zirkulieren. Hätten wir festes Schuhwerk angehabt, hätten wir damit sogar reinhüpfen können. Sah auf jeden Fall nach Spaß aus. :D Zum Abschluss haben wir uns im Charlie's zusammengesetzt und noch eine Weile geredet.🍹Als es langsam dunkel wurde, haben wir uns von Lu verabschiedet und den Roller zurückgebracht. Im Backpackers haben wir mit Anne-Sophie und Kris rumgescherzt, bis wir uns schließlich auch von ihnen verabschieden mussten. 😢

7 June 2018

BASISWORTSCHATZ NIEDERLÄNDISCH 🇳🇱 Hallo! Ik ben Anja. Ik kom uit Duitsland. [aut Dautzzland] Ik ben achttien jaar oud.
Am Abend besuchten wir in unserer gewohnten Vierergruppe die Island Night Show, die uns einen Einblick in traditionelle Gesänge und Tänze auf den Cook-Inseln bot. Wir bestellten uns alle einen Cocktail des Tages, der nicht nur gut aussah, sondern auch gut schmeckte, und warteten auf den Beginn der Performance.🍹 Die Musik bestand aus einstimmigem Gesang in Māori, unterlegt von Ukuleleakkorden, Holztrommeln und einer Pauke. 🎶 Getanzt wurde überaus energisch. Die Männer sprangen von einem Bein auf das andere, grölten und klatschen. Die Frauen schwangen ihre Hüften in unglaublichem Tempo, mehr ein konstantes Schütteln, aber in totaler Anmut. Wir alle fanden es sehr beeindruckend. 💃🏽 Am Ende wurden Zuschauer aufgefordert, gemeinsam mit den Tänzern auf der Bühne zu tanzen. Kris und ich, die wir gleich in der ersten Reihe saßen, wurden natürlich aufgefordert. Wir hatten zwar beide keinen Plan, wie genau der Hüftschwung funktionierte, hatten aber trotzdem Spaß. 😄
Zwölf Meter unter der Wasseroberfläche. So tief lag das Riff, in dem ich heute getaucht bin. Klingt beängstigend? War es absolut NICHT! Es war unglaublich, so tief unter Wasser. 😍 Die Stille hat eine sehr beruhigende Wirkung. Überhaupt kommt es beim Tauchen auf die Ruhe an: Langsame Bewegungen, um ja keine unnötige Luft zu verschwenden. Wir haben zwei Tauchgänge gestartet. Der härteste Part ist das Abtauchen wegen dem Druck auf den Ohren. 🙉 Einmal unten angekommen war ich nur noch neugierig, die Unterwasserwelt um mich herum zu erforschen. Beim zweiten Tauchgang haben wir eine Schildkröte gesehen, was nur mit etwas Glück vorkommt. 🐢 Ich habe versucht, so ruhig wie möglich zu sein, um sie nicht zu verschrecken. Sie schien jedoch genauso neugierig wie ich zu sein, denn sie schwamm genau auf mich zu. Bis kurz vor mein Gesicht kam sie, bevor sie über meinen Kopf hinwegschwamm. So dicht, dass ich sie am Panzer berühren konnte. ❤ Ich glaube, das ist mein schönstes Erlebnis der Reise.

6 June 2018

Oh mein Gott, ich bin heute zum ersten Mal getaucht! ❤ Im Taucheranzug und mit Flasche, Flossen und Unterwasserkameras bewaffnet sind Solli und ich unserer Instruktorin Kirsty todesmutig ins dunkle, geheimnisvolle Blau vor dem Aroa Beach gefolgt. 🏝 Was/wen wir unter der Wasseroberfläche gesehen haben war absolut beeindruckend. Bluespine Unicornfish, Daisy Parrotfish, Threadfin Butterflyfish, Multi-barred Angelfish. (Englische Namen, weil die einfach schöner klingen. Keine Ahnung, welcher Idiot für die Benennung von Fischarten im Deutschen zuständig war.) 🐟 Ich muss zugeben, ich fand Fische nie so richtig faszinierend. Irgendwie waren die mir immer zu langweilig. Den ganzen Tag nur vor sich hinblubbernd und einmal von links nach rechts und wieder zurück schwimmend. Die stille, bunte Unterwasserwelt hat mich jedoch unerwartet vom ersten Augenblick an in ihren Bann gezogen. Nach dem ersten Tauchgang ging es deshalb gleich zurück ins Wasser zum Schnorcheln. 😍

5 June 2018

Mittags trafen wir uns mit Anne-Sophie und Kris im Charlie's, einem überaus gelobten Cafè an der Südseite der Insel. Nachdem wir alle unser Essen verdrückt hatten, machten wir uns zu einen Verdauungsspaziergang zum Muri Beach auf. Dort bin ich von einer der vier kleinen Inseln aus, die vor der Küste liegen, schnorcheln gegangen. Zuerst habe ich gar keine Fische gesehen und war schon total enttäuscht. 😞 Dann aber sah ich erst einen und dann noch einen und dann auf einmal ganz viele! Da waren auch blaue Seesterne und eine große Muschel, die geatmet hat, und ein silber-weißer Fisch, der fast durchsichtig war. 😍🐠 Als es langsam dunkel wurde, sind wir alle zusammen zum Muri Night Market gegangen und haben dort den berühmten Cheesecake probiert. Er war grandios. 🍰

4 June 2018

Am ersten Montag im Juni wird im ganzen Commonwealth jedes Jahr Queen's Birthday gefeiert, obgleich die Queen bereits am 21/04 ihren Geburtstag hatte. 🤨 Scheint verwirrend? Ist es nicht. Bis 1936 wurde der tatsächliche Geburtstag jedes Monarchen gefeiert, aber nach dem Tod von George V. wurde das geändert. Mit jedem neuen König einen anderen Feiertag zu haben, war wohl zu anstrengend. 🙈 Weil derzeit auf Rarotonga Winter ist, ist das Klima hier eher angenehm als warm, dazu konstant bewölkter Himmel. Heute war jedoch ein schöner Tag, den wir wieder am Strand verbrachten. ☉ Am Nachmittag wurde zu Ehren der Queen und nur eine knappe Meile entfernt von uns ein Open-Air Konzert veranstaltet. Gemeinsam mit Anne-Sophie und Kris setzten wir uns auf die Wiese vor der Bühne und lauschten den lokalen Bands, tranken Prosecco und am Ende tanzten wir auch. 😍 Später am Abend, als wir zurück im Backpackers waren, sprangen wie alle noch in den Pool hinterm Haus und schwammen unter den Sternen. ☄

2 June 2018

Während wir am Vorabend in der Gemeinschaftsküche unser 5-Sterne-Abendessen zubereitet hatten, lernten wir Anne-Sophie und Kris kennen, zwei Mädels in unserem Alter aus den Niederlanden. Gemeinsam mit den beiden wollten wir heute über den Markt in Avarua laufen. 😺 Kurz vor unserem Aufbruch wurde Solli und mir jedoch eröffnet, dass wir im falschen Zimmer untergebracht worden waren. Statt in ein Zweibettzimmer hatte man uns in ein Bungalow mit eigenem Bad gesteckt. Leider hatten wir nicht geduscht, dafür aber schon alle unsere Sachen im Zimmer verteilt. 🙄 Dadurch gingen wir später zum Markt und trafen dort auch nicht auf Anne-Sophie und Kris. Der Markt war gigantisch für so eine kleine Insel. Man konnte von Früchten über Blumenkränze und den Cook Island Black Pearls bis hin zu fröhlich farbigen Kleidern alles kaufen. 🌺 Am Nachmittag fuhren Solli und ich mit dem Clockwise-Bus einmal rund um die Insel und sahen so alle Regionen dieser, bevor wir am Backpackers wieder ausstiegen. 🚍
KIA ORANA UND WILLKOMMEN AUF RAROTONGA. Unser Flug auf die größte der Cook-Inseln war gleichzeitig ein Flug in die Vergangenheit. Nachdem wir am 02/06 um 8:45 Uhr abhoben, landeten wir am 01/06 um 14:35 Uhr. Während unsere Körper also weiter gealtert sind, reisten wir achtzehn Stunden in die Vergangenheit. 😵 Voll witzig, oder? :D Im Gegensatz zu dem Flughafen in Auckland erschien uns der auf Rarotonga schon beim Aussteigen total niedlich. Bei der Passportkontrolle gibt es ganze zwei Schlangen: Eine für Touristen und eine für wieder einreisende Bewohner. Danach wartet man, bis sein Gepäck auf dem einzigen Fließband an einem vorbeitransportiert wird. 🙈 Nachdem wir unser Gepäck im Rarotonga Backpackers abgeladen hatten, liefen wir ein Stück entlang der Hauptstraße bis zu einem Strand, an dem ein frisch verheiratetes Ehepaar gerade seine Hochzeitsbilder schießen ließ und dafür sogar in Festtagskleidung ins Wasser ging. Später begegneten wir auch dem fröhlichen Hochzeitsbus. 😍
Nach nur drei Stunden Schlaf bin ich heute 6 Uhr aufgestanden und habe mich fertig gemacht. Zehn vor Sieben verabschiedeten Solli und ich uns von Leo und verließen mit Paul das Haus, der ebenfalls zum Flughafen musste. ✈ Gerade als das Boarding für unseren Flug begann, erreichten auch wir das Gate. Gefühlt nur Sekunden später saßen wir im Flugzeug und begannen erst allmählich zu realisieren, dass wir Neuseeland nun tatsächlich wieder verlassen würden. Auf unserer Reise haben wir viele unglaublich tolle Menschen getroffen. Aus einigen Bekanntschaften sind echte Freundschaften geworden. 🦁 Manche wird man einfach in guter Erinnerung behalten. An andere will man sich am liebsten gar nicht erinnern. 🐖 Solli fiel der Abschied noch schwerer als mir. Ich persönlich habe viele der Orte, die ich sehen wollte, gesehen und bin deshalb jetzt bereit für ein neues Abenteuer. 😍

1 June 2018

29 May 2018

Früh am Morgen bin ich mit Kieran zusammen nach Hamilton gefahren. Als Wegverpflegung habe ich Muffins von Bekis Oma, eine Mandarine und Müsliriegel mitbekommen. 🍊 Bis abends mit Bus nach Auckland kam hatte ich viel zu viel freie Zeit. Einige Stunden verbrachte ich in einem gemütlichen Cafè bei heißer Schokolade, weitere mit durch die Innenstadt und das Kaufhaus spazieren, einen schlechten Horrorfilm im Kino schauen und einkaufen. ⏳ Die Busfahrt war sehr angenehm. Ich empfehle jedem Reisenden Mana.Bus. 🚌 Die Busse sind mit Ledersitzen und Viererbänken mit Tischen ausgestattet. Mehr Beinfreiheit gab es auch und mein Busfahrer war sehr liebenswürdig. 😍 Nach zwanzig Minuten Fußmarsch durch Auckland Central kam ich kurz vor 10 Uhr abends im Surf 'N' Snow Backpackers an. Eingecheckt und im Zimmer angelangt wollte ich unbedingt noch einmal durch die Straßen wandern und ein bisschen nostalgisch werden. Im Endeffekt lief ich bis zum Hafen und wieder zurück. 💭

28 May 2018

Heute bin ich mal wieder auf Entdeckungsreise. Diesmal geht es nach Raglan, einer Stadt an der Westküste der Nordinsel mit einem sehr populären Surfstrand. 😎 Die Stadt an sich ist schon etwas größer, aber mit einem kleinen Zentrum. Es gibt einige kleine Läden und Gallerien, Cafès und einen Four Square. Nachdem ich mir die Innenstadt angeschaut habe, bin ich eine Weile am Strand entlanggelaufen. Zu dem berühmten Abschnitt habe ich es leider geschafft, weil das über zwei Stunden Laufzeit in Anspruch genommen und ich somit meinen Bus verpasst hätte. 🙈

25 May 2018

Heute Abend war ich zum Essen bei Beki und Kieran eingeladen. (Wir erinnern uns an das liebe Pärchen, das Solli und mir bei Oskars scheinbarem Breakdown geholfen hat. 😬) Wie es der Zufall will wohnen die beiden nämlich in Ngaruawahia! Zu essen gab es selbstgemachte Bandnudeln mit Tomatenpesto und dazu Knoblauchbrot. 😍 Als Dessert aßen wir Rhabarberkuchen, den ich am Nachmittag gebacken habe. :D Immer um uns herum waren auch die beiden Katzen Honey und Mustard. 🐈 Mustard erinnert mich sehr an unsere Katze Suki, die ebenfalls getigert war und ein M auf der Stirn trug. Und genauso aufgeweckt und neugierig war unsere Mietze. 😔

22 May 2018

Während meiner Zeit in Hamilton lebe ich bei Rachel und Holly, meinen WWOOFING Hosts, bei denen ich fleißig mit im Garten arbeiten werde. Rachel und Holly leben in Ngaruawahia (ausgesprochen wird das ungefährt so: Naruwa-Hia), etwa eine halbe Stunde nördlich von Hamilton. Sie haben eine Farm mit Hasen, Hühnern, Gänsen, Schweinen, Schafen und jede Menge Gemüse. 🐷 Mein erster Eindruck vom Haus war, dass es sehr messy ist. Für mich als ordnungsliebender Mensch eine Katastrophe. 😵 Heizsystem gibt es leider auch nicht, das heißt warm anziehen oder erfrieren. ☃ Während Rachel von zu Hause aus arbeitet, sprich immer vor Ort ist, muss Holly oft dienstlich verreisen. Deshalb wird er auch maximal am Ende meines Aufenthalts tatsächlich anwesend sein. Spaßfoto zur Erinnerung, weil ich versuche meinen Pony auszudünnen und das zurzeit einfach total witzig aussieht. Als hätte ich einen Schleier vor dem Gesicht. 👰🏽

21 May 2018

Heute fuhren Leo und ich den Forgotten World Highway entlang, der alten Maori-Pfaden durch atemberaubende Hügellandschaft folgt. 🛤 Höhepunkt der Strecke ist das Örtchen Whangamomona, welches 1989 aus Protest seine Unabhängigkeit ausrief und sich zur eigenständigen Republik erklärte. Grund dafür war eine Verwaltungsreform, laut der die Siedlung zwei unterschiedlichen Verwaltungsdistrikten zugeordnet werden sollte. Ihr müsst euch vorstellen, Whangamomona hat derzeit nur 40 Einwohner, weshalb sie von manchen als Geisterstadt bezeichnet wird. Doch aller zwei Jahre kommen mehrere Tausend Bürger der Republik zusammen und feiern die Unabhängigkeit ihres Landes mit einem glamorösen Volksfest. ✨ Es führt kein Weg daran vorbei, sich im Whangamomona Hotel, Mittelpunkt des Ortes, einen Stempel in den Reisepass, einen Reisepass oder auch gleich die Staatsbürgerschaft zu holen. Auch witzig durchzulesen ist die Präsidentenliste. Von der Regierungsweise ist mir Murt am sympathischsten. Euch so? 🐢

20 May 2018

Den ganzen Vormittag an meinem Tagebuch gesessen, bis Leo gegen Zwei New Plymouth erreicht und ins Hostel eingecheckt hat. Danach sind wir zu der futuristisch aussehenden Te Rewa Rewa Bridge (zu Deutsch Fischgrätenbrücke) gefahren, die genau auf den Mount Taranaki ausgerichtet ist. 🐟 Wenn der Berg uns denn mit seiner Anwesenheit beehrt hätte, statt sich hinter ein paar ungemütlich aussehenden Wolken zu verstecken. 😕 Als nächstes ging es zu den Three Sisters und dem Elephant Rock. 🐘 Unglücklicherweise hatten wir vergessen, die Flutzeiten zu checken. Deshalb war es uns bei unserer Ankunft unmöglich, zum Strand zu gelangen, denn zum Schwimmen war es uns zu kalt. Die Benzinkosten für die zwei Stunden Hin- und Rückfahrt sind also sehr gut investiert gewesen. 🙈

19 May 2018

Sobald es regnet (oder Schlimmeres) weiß der abenteuerdurstige Backpacker nichts mehr mit sich anzufangen. Dann zieht er sich in sein Auto/Hostel zurück und hängt den ganzen Tag am Handy.📱Nur einige schwarze Schafe trauen sich hinaus und sind bei ihrer Rückkehr bitter enttäuscht, weil die Landschaft ohne Sonne nur halb so spektakulär aussieht. 😢 Mit Beginn des Herbstes wird das Wetter zusehens schlechter und schlechter. Während einer der kurzen Regenpausen bin ich mittags fix zum Hafen gelaufen, um mal rauszukommen. Auf dem Rückweg wurde ich natürlich total durchnässt. 🙄 Später habe ich mir im Kino "The Guernsey Literary and Potato Peel Pie Society" angesehen. Ein wunderschöner Film, in dem eine Autorin Briefe mit einem Mitglied besagten Buchclubs schreibt. 📚 Fasziniert von dessen Entstehungsgeschichte reist sie nach Guernsey, welches im WWII von den Deutschen besetzt wurde. Als die Mitglieder der Society nicht wollen, dass Juliet über sie schreibt, stellt sie Nachforschungen an.

18 May 2018

Den Weg zurück zur Bushaltestelle musste ich leider ganz allein bewältigen. Dazu kam, dass es gleich am Anfang zu regnen begonnen hat. 🌧 Dafür ist die Bushaltestelle in New Plymouth aber nur 100 Meter vom Hostel entfernt. :D Das Ariki Backpackers liegt eine Querstraße von der Küste entfernt und ist überraschend voll. 🏢 Nachdem ich schnell meine Sachen unterm Bett verstaut hatte, lief ich zur Waterfront, wo mich ein wunderschöner Sonnenuntergang erwartete. 😍 Als die Sonne im Meer versunken war, erledigte ich meine Essenseinkäufe und kehrte zur Waterfront zurück. Dort lauschte ich dem Wellenrauschen und beobachtete zwei Containerschiffe, die vor der Küste geankert hatten und die einzigen Lichtpunkte auf dem schwarzen Wasser waren. ❇
Weil ich bereits gestern alle Punkte meiner Whanganui To-Do-Liste abhaken konnte, war ich heute für zwei Stunden im städtischen Hallenbad. 🐠 Ich war seit Ewigkeiten in keinem Schwimmbad mehr, im Grunde seit den Beginn unserer Weltreise nicht. Erst während ich im Spash meine Bahnen geschwommen und getaucht bin, habe ich gemerkt, wie sehr ich richtig Schwimmen vermisst habe. :D Am Ende meiner Schwimmstunde habe ich mich ganz nett mit Marten, einem älteren Mann aus Whanganui, unterhalten. Er kommt mehrmals in der Woche ins Schwimmbad, um seine Technik zu verbessern und nicht aus der Form zu kommen. Eben weil er schon älter ist, bewundere ich das sehr. 🙃 Später habe ich meinen Regenschirm, den ich gestern in einer der Galerien vergessen hatte, wiedergeholt. 🌂 Just in dem Moment, in dem ich die Galerie verlassen habe, hat es angefangen zu regnen. Das nenne ich Timing. :D

17 May 2018

Angefangen bei der Sarjeant on the Quay stöperte ich mich dann durch eine ganze Reihe an Galerien. Das Sarjeant führt immer wechselnde Ausstellungen und beherbergt außerdem einen niedlichen Shop mit liebevoll ausgesuchten Verkaufsstücken. 🙃 In der Tree Gallery werden lokale wie nationale Keramikstücke zum Verkauf angeboten.🏺Emma, mit der ich mich lange unterhalten habe, führt ein Doppelleben als Glasbläserin und Mitbesitzerin der Galerie. New Zealand Glassworks ist das neuseeländische Zentrum der Glaskunst. Die Einrichtung ist für die Öffentlichkeit zugänglich, sodass man den Glasbläsern bei ihrer Arbeit zusehen kann. Weil die neuseeländische Glasbläserei nicht auf jahrhundertealter Tradition basiert, leben viele Glasbläser einfach ihre Kreativität aus, wodurch beeindruckende Kunstwerke zu Stande kommen. 😍 Die Victoria Avenue unterscheidet sich als Einkaufsstraße Whanganui's nicht groß von anderen Einkaufsstraßen in anderen Städten, sieht dabei aber zumindest hübsch aus. 🌴
Während meiner Zeit in Whanganui komme ich in der Tamara Riverside Lodge unter, die genauso leer ist wie das Pepper Tree. Ich wohne also wieder vorübergehend alleine in einem Mehrbettzimmer. 🙈 Zu Beginn meines heutigen Stadtrundganges habe ich mich zum Durie Hill aufgemacht. Dort gibt es einen Fahrstuhl, der einen 66 Meter bis zur Spitze des Hügels hinauffährt. Zuvor muss man über 200 Meter in den Hügel hineinlaufen. Oben angekommen kann man den Fahrstuhlturm und den War Memorial Tower besteigen, wobei der Gedenkturm deutlich höher ist. Beide bieten einen wunderschönen Blick auf Whanganui. 😍 Von dort aus konnte ich einige große Regenwolken erspähen. Ich finde es immer total faszinierend, Regen aus der Ferne beim Fallen zuzusehen. 🙈 Auf dem Weg zurück ins Stadtzentrum gehe ich ein Stück am Whanganui River entlang und erspähe eine riesige polierte Kugel. Ein Riss in der Kugel zeigt den Verlauf des Flusses auf. Das Kunstwerk heißt Bearing und erinnert mich an die Chicago Bean. :D

16 May 2018

Nachdem ich erstmal ordentlich verschlafen hatte (Check out ist 10:00 Uhr, ich wache 10:07 Uhr auf. Gratulation! 🙄) und innerhalb von fünfzehn Minuten abmarschbereit war, ließ ich mein Gepäck im Hostel und lief zum Manawatu River. Dabei ging ich an der Massey University vorbei, deren Absolventen sich seit meiner Ankunft jeden Tag am Square getroffen und offiziell ihren Abschluss gefeiert haben. 🎓 Am Fluss habe ich mich einfach eine Weile ans Ufer gesetzt und meine Gedanken auf Papier gekritzelt. 📝 Viel mehr habe ich in Palmy nicht gemacht. Denn trotz ihrer für mich überraschenden Größe (85'300 Einwohner) hat die Stadt nicht viel zu bieten. 🙊 Deshalb war ich auch super zeitig an der Bushaltestelle. Nach anderthalb Stunden Busfahrt erreichten wir Whanganui. Eigentlich hätte ich noch gute zwanzig Minuten bis zum Hostel laufen müssen, aber eine ganz liebe Frau hat mich in der Hälfte der Strecke aufgesammelt. 😍 Ich dachte zuerst, sie wäre ein Stalker, was sie auch befürchtet hat. :D

15 May 2018

Während meiner Zeit in Palmerston North wohne ich in einem gemütlichen kleinen Hostel zehn Minuten von der Bushaltestelle entfernt. 🏡 Weil in Neuseeland langsam der Winter einkehrt, sind bereits viele Rucksacktouristen wieder abgereist, wodurch das Hostel so gut wie leer war. Ich hatte ein ganzes 6er-Zimmer für mich alleine. Yeay! 😃 Nach einem schnellen Frühstück machte ich mich auf den Weg ins Stadtzentrum, erkundete die Parkanlage The Square und das große Einkaufszentrum der Stadt. Anschließend besuchte ich das erste Rugbymuseum Neuseelands, das die Geschichte des Rugbys im Kiwiland aufzeigt. 🏈 Gleich nebenan konnte ich mir im Te Manawa die Ausstellungen NEW MAORI CERAMICS, JAMES ROBINSON: DOORS und PALMY AT PLAY ansehen. Besonders beeindruckend fand ich die Kunstausstellung DOORS. James Robinson kreiert Hyperobjects - lebendige Objekte, aber nicht greifbar sind wie Rasse oder Klimawandel. Seine Werke drehen sich um Belastbarkeit. Von uns Menschen und der Natur.

14 May 2018

Und so schnell ist mein letzter Tag in Wellington herangekommen. Dabei fällt mir auf, dass ich noch gar nicht gesagt habe, warum ich Wellington eher verlasse als geplant. Schande über mich! 😑 Dafür gibt es mehrere Gründe: Zum einen hat Leo sich dazu entschieden, eher nach Hause zu fliegen und mochte daher die Wohnung auch eher verlassen. Alleine hätte ich mir die so schon teure Wohnung nicht leisten können. Es hätte sich für mich auch nicht gelohnt umzuziehen, da ich in Wellington eh keine Arbeit gefunden habe. Das zuzugeben beschämt mich ein bisschen. Ich bin jedoch zu dem Schluss gekommen, dass es mehr am Ort, als an mir selbst liegt. 🙈 In großen Städten gibt es mehr Jobanwerber, wodurch a) die Konkurrenz größer ist und sich b) die Auswahlverfahren über Wochen hinziehen. Weil Leo und ich zu unterschiedlichen Orten wollen, die sich nicht vereinbaren lassen, werden wir nicht zusammen die Westküste hochtraveln. Das heißt meine übrige Zeit in Neuseeland werde ich allein reisen. 🙀

13 May 2018

Nun gab es keine Ausreden mehr: An unserem letzten Tag in Wellington ging es ans Packen. 🎒 Davor hatte es mir schon eine ganze Weile gegraut, weil ich meinen Rucksack seit dem Tag, als ich mein ganzes Zeug ins Auto geräumt habe, nicht mehr gepackt habe. Erstaunlicherweise passte allerdings alles in den Backpack, mit sogar noch ein bisschen Luft. :D Okay, okay, erwischt: Ich hab vorher ordentlich aussortiert und auch ein paar Kleidungsstücke, die ich einfach nicht mehr sehen kann, in einen Secondhandladen gegeben. Aber wen stört's? 😁

12 May 2018

Heute ist mein vorletzter Tag in Wellington. Deshalb mag ich mir noch mal durch Neuseelands Hauptstadt spazieren und zu einigen Orten gehen, an denen ich noch nicht war. Am Vormittag lief ich zur St. Gerald's Church, die 1908 im gothischen Stil erbaut wurde. ⛪ Leider war die erste dem St. Gerald gewidmete Kirche der Welt geschlossen. Ich war schon traurig, als mir ein vorbeikommender Mönch anbot, mich durch die Kirche zu führen. Er zeigte mir außerdem das Kloster mit seiner kleinen Kapelle und der Bücherei, das in den 1930ern angebaut wurde. Zurzeit leben mit ihm 35 Mönche aus aller Welt jenem Kloster, erklärte er mir. Später bestieg ich den Mount Victoria, um von dort aus eine Zeichnung von der Oriental Bay anzufertigen. 🎨 Um Zwei traf ich mich mit Leo in einem Jumphouse an der Lyall Bay, wo wir für 8$ eine Stunde vom Trampolin mit einem Salto in Schaumstoffbecken sprangen. :D Danach beobachteten wir noch eine Weile die vielen Kitsurfer, die vor der Bucht auf den Wellen ritten. 🏄

11 May 2018

Am Nachmittag habe ich mich mit Chloe getroffen. Kennengelernt habe ich sie, als ich mich vor zwei Wochen noch mal kurz mit Solli und Ted getroffen habe, weil ich ein paar wichtige Sachen im Auto vergessen hatte. 🐻 Ted hat sie am Anfang seiner Neuseelandreise getroffen. Sie kommt aus Frankreich und lebt momentan mit zwei Freundinnen, ebenfalls Französinnen, in Upper Hut. Nach ihrem Jobinterview trafen Chloe und ich uns im Zentrum und sind zusammen ein Stück an der Waterfront entlang gegangen. Am Ende lud sie uns ein, am Abend mit ihr und ihren beiden Freundinnen zum Salsatanzen ins Adulis zu kommen. 😲 Da Leo sich nicht besonders gut fühlte, traf ich mich alleine mit den drei Französinnen. Überraschenderweise machte mir das Salsatanzen richtig Spaß. 💃🏾 Michael, ein sehr lieber Mann im mittleren Alter, forderte mich zu meinem ersten Tanz auf und zeigte mir die Grundschritte. :) Ich glaube, wenn ich wieder in Deutschland bin, möchte ich voll gerne richtig Salsatanzen lernen. ☺

9 May 2018

Weil heute so schönes Wetter war, fuhren Leo und ich bis zur Brakers Bay am südöstlichen Ende Wellingtons. Dort suchten wir nach Paua Shells und genossen die Sonne auf unserer Haut. 🐚 Am Abend schauten wir gemeinsan mit Wouter, einem niederländischen Studenten aus unserer Wohngemeinschaft, Herr der Ringe: Die zwei Türme. Dazu gab es eigens von Wouter gebackenen Apple Crumble mit Eiscreme. 😍 Nachdem Leo und ich kurz nach um Eins in unser Zimmer zurückgekehrt sind, lagen wir noch bis halb Fünf wach im Bett und reden über ganz verschiedene Themen. :) Dabei hat Leo mir unglaublich viele Dinge über sich erzählt, die ich noch nicht kannte, und umgekehrt. 😺 Wir haben außerdem klargestellt, wie wir fortan mit Problemen umgehen werden: Verantwortlich Gemachten anschreien, Kopfhörer aufsetzen und weggehen. Ist recht einfach und macht Spaß. :D

8 May 2018

Seit Anfang Mai kann man im Te Papa die Ausstellung TOI ART erkunden, die sich unter sieben Thematiken über zwei Etagen erstreckt. Da wären unter anderem: ART AND NEW ZEALAND, in der ein Blick auf die Entwicklung neuseeländischer Kunst geworfen wird, sowie Kritik am Social Media-Zeitalter geübt wird. COLOUR mit seinen farbenfrohen Kunstwerken. So kreierte die Künstlerin von Indra's Bow einen Regenbogen der Heilung für uns Menschen aus Pflanzen und Mineralien mit Heilwirkung. Der Titel lehnt an den Hindu-Gott Indra an, der den Regenbogen zur Bekämpfung des Bösen nutzte. 🌈 ABSTRACT AOTEAROA mit seinem spektakulären Raum der Inneren Refektion auf Basis von Farben. Dabei soll man eine der Farben nach seiner momentanen Gefühlslage aussuchen. PACIFIC SISTERS: FASHION ACTIVISTS, die auf dem Zusammenschluss von pazifischen und Maori-Fashion Designern, Künstlern und Musikern basiert, welche mit ihren Designen und Auftritten Stereotypes über die pazifische Kultur und Sexualität umstürzten.
Gemeinsam besuchten Leo und ich heute die New Zealand Portrait Gallery, in der zurzeit 50 Gemälde ausgestellt werden, die für den Adam Portaiture Award 2018 nominiert wurden. Unterstützt von der Adam Foundation hebt die zweijährliche Auszeichnung die Ausdruckskraft von Portraits hervor. 🎨 Am Ende stimmten Leo und ich jeweils für unser Lieblingsbild. Meins habe ich ich euch mal abfotografiert. 📷 Der Gewinner erhält ein Preisgeld von 20'000$ und sein Gemälde wird in die permanente Kollektion aufgenommen.

6 May 2018

Ursprünglicher Plan für diesen Sonntag: Mit den übrigen zwei Dollarn Bargeld den Eintritt in den Wellington Zoo bezahlen und dort den restlichen Nachmittag verbringen. Aber eben weil der Eintritt dieses Wochenende auch für den Zoo nur zwei Dollar ist, war dieser natürlich total überfüllt. Nachdem Leo und ich bereits eine halbe Stunde erfolglos nach einem Parkplatz gesucht hatten, waren wir uns einig, dass wir beide keinen Bock auf die Menschenmassen im Zoo hatten. 🙈 Stattdessen sind wir an einen niedlichen kleinen Strand hinter der Oriental Bay gefahren. Später haben wir uns - ich mit einem Eis in der Hand - an die Promenade gesetzt und einfach eine Weile gequatscht. 🍦

5 May 2018

An diesem Wochenende kann man für nur zwei Dollar die Zeelandia Sanctuary besuchen, was Leo und ich uns natürlich nicht haben entgehen lassen. :D Gleich hinter dem Eingang werden Bratwürste in einer Scheibe hellem Toast verkauft. Auch wenn ich Vegetarierin bin, weine ich bei diesem Anblick innerlich, weil die Neuseeländer es nicht mal hinkriegen, die Wurst in eine nette, knusprige Semmel zu packen. 😢 Auf einem Spaziergang durch das Schutzgebiet lernt man viel über die in Neuseeland heimischen Vögel. Mit etwas Glück sieht und hört man sie auch aus nächster Nähe. 🐦 Nach ausgiebigem und erfolgreichen Souvenir-Shopping für Leos Familie im Stadtzentrum gönnen wir uns bei Murphy's, einem angeblich irischen Pub auf der Cuba Street, zwei fette Burger mit Pommes. 🍔 Die gab es heute zum Preis von einem. Damit hatten wir heute voll der Spartag. :D Außer Leo. Die hat ihr ganzes Geld für Mitbringsel ausgegeben. 🙈

29 April 2018

The Weta Workshop ist ein 1987 gegründetes neuseeländisches Unternehmen für Spezialeffekte in Wellington. Design-Entwürfe, Makeup-Effekte, Requisiten, Kreaturen, Puppen, Miniaturen, Modelle und Großskulpturen werden als Dienstleistungen für Filmprojekte angeboten. Bei den Herr der Ringe-Filmen war Weta Workshop für die Prothesen, Waffen, Rüstungen, Kreaturen und großen Miniaturen und damit einen Großteil der für die Dreharbeiten benötigten greifbaren Objekte verantwortlich. Die Arbeiter von Weta Workshop entwickelten für jede Rasse und Kreatur Mittelerdes spezifische Designs und berücksichtigten auch die Weiterentwicklung der Ausrüstung über den Zeitraum der Erzählung. Nach den Herr der Ringe-Filmen war Weta unter anderem an der Produktion von King Kong, Eragon, den Hobbit-Filmen und Ghost in the Shell beteiligt. Am Sonntag besuchten Leo und ich The Weta Cave, welches uns nach Mittelerde entführte. Dort wanderten durch das kleine Museum und bestaunten die lebensgroßen Skulpturen. 😲

24 April 2018

Am Vormittag habe ich zusammen mit Songul, einer Mitbewohnerin aus der Türkei, Kelburn erkundet. Sie und ihr Mann Eyuphan sind einen Tag nach mir eingezogen und waren die Ersten, die ich näher kennengelernt habe. 😃 Songul ist eigentlich Lehrerin, kann ihrem Beruf in Neuseeland aber leider nicht nachgehen. Deshalb bewirbt sie sich stattdessen für Stellen als Erzieherin in Kindergärten. Ihr Mann hat ein Philosophiestipendium an der Victoria University of Wellington erhalten, einer der ältesten und renommiertesten Universitäten Neuseelands. 🤓 Von unserer Wohnung bis ins Stadtzentrum zu laufen dauert etwa 20 Minuten. (Hochzus dauert es übrigens deutlich länger. Hab noch nicht rausgefunden warum.) Dabei laufe ich am liebsten am Kelburn Campus jener Victoria University vorbei. Von dort aus hat man nämlich gerade noch einen guten Blick auf das Stadtzentrum und die dahinterliegende Bucht. 🏙 Egal zu welcher Tageszeit ich dort vorbeikomme, die Aussicht ist immer atemberaubend. 😍

23 April 2018

Heute aufgewacht und realisiert, dass ich die Nacht in meiner ersten eigenen Wohnung verbracht habe. 😲 Ich muss schon sagen, ich fühle mich inzwischen ganz schön erwachsen. :D Leo hat heute ihren ersten Arbeitstag und muss halb Neun das Haus verlassen. Weil ich die letzten zehn Tage immer Solli und Ted um mich herum hatte, genieße ich das Alleinsein sehr. Obwohl: So allein bin ich auch wieder nicht. Leo und ich leben in einer Wohngemeinschaft von momentan 14 Mann, das heißt irgendjemand ist immer im Haus. 🏠 Wenn man aber auf seinem Zimmer bleibt, kann man den anderen Menschen ganz gut aus dem Weg gehen. ;D

21 April 2018

Die Familie Marshall besteht aus: Julia, der Mama, die vor einigen Jahren durch gesunde Ernährung und natürliche Medizin erfolgreich Krebs bekämpft hat. Georgia, der 19-jährigen Tochter, die zurzeit in Nelson Grafikdesign studiert und über die Ferien nach Hause gekommen ist. Und Josh, dem 17-jährigen Sohn, der zurzeit allerdings in Wellington lebt. Weiterhin war gerade Valerian, ein Bayer in unserem Alter, bei den Marshalls als WWOOFer tätig. Nach dem Mittagessen bestiegen wir mit Julia, Georgia und Valerian einen Hügel etwas außerhalb von Blenheim, von dem aus man einen fantastischen Blick auf die Stadt hat. 😍 Als wir wieder daheim waren, ging es für Pizzaprofi Ted (der drei Monate als Pizzachef in Nelson gearbeitet hat) und Valerian ans Pizzabacken. 🍕 Georgia, Solli und ich halfen ihnen beim Gemüse schnippeln. Julia bereitete einen leckeren asiatischen Salat mit Peanutbutter-Soße für uns zu. Das Ergebnis war gorgeous, nur hatten wir vier Pizzen zu viel. 😂

20 April 2018

Heute ging es ab nach Kaikoura, das für seine Beobachtungstouren von Delfinen und Pottwalen bekannt ist. Auch wenn wir zur perfekten Zeit im Jahr für eine solche Bootstour gekommen sind, waren wir uns alle drei einig, dass uns das Whale Watching für 150$ pro Person zu teuer ist. 🐳 Und Delfine haben wir ja schon im Milford Sound neben unserem Boot herschwimmen sehen. :3 Während Solli und Ted zu einer kurzen Wanderung zu einer kleinen Robbenkolonie am Ende des Städtchens aufbrachen, schlenderte ich ein wenig die Straße an der Küste entlang. Bei Kaffee und leckerem Karottenkuchen setzte ich mich schließlich in den Hinterhof eines kleinen Cafès. 🍰 Am späten Nachmittag fuhren wir weiter bis nach Blenheim, wo wir eine Familie besuchten, bei der Ted vor einigen Monaten bereits gewwooft hat und die er unbedingt noch einmal besuchen wollte. Nach dem Abendessen spielten wir noch bis spät in die Nacht Brett- und Kartenspiele miteinander, was sehr amüsant war. :D 🃏

19 April 2018

Die erste Hälfte des Tages haben wir für einen Besuch im International Antarctic Centre eingeplant.🐧 Neben einem nachgestellten Schneesturmerlebnis in einem abgeschlossenen Raum und einer Schneemobilfahrt auf einer Teststrecke über Gletscherspalten und bei 40° Seitenneigung, waren wir außerdem bei einer Pinguinfütterung dabei und konnten Huskys streicheln. 🐺 Weiterhin gab es viele interessante Fakten über die Antarktis, die man während eines interaktiven Rundgangs lernen konnte. Von der Abtrennung der Antarktis von Gondwana über die heute dort lebende Pflanzen- und Tierwelt (ja, es gibt Pflanzen in der Antarktis 🌱) bis hin zu der Erforschung des Kontinents und dem Leben auf einer Forschungsstation. Unser Ausflug zum kältesten, windigsten und trockensten Kontinent der Erde hat mir sehr gefallen, wobei ich auch einen persönlichen Bezug zur Antarktis habe. An dieser Stelle Cheers an meinem Cousin Stephan, der im Rahmen des IceCube Projects vor drei Jahren am Südpol überwintert hat. ☃

18 April 2018

Nach einer kurzen Autofahrt erreichten wir Christchurch, wo wir als Erstes die Art Gallery Te Puna besuchten. In der Ausstellung CLOSER wird z.B. ein genauerer Blick auf versteckte Botschaften in Bildern geworfen und in UNTITLED werden abstrakte Werke bekannter NZ-Künstler vorgestellt. 🎨 2011 gab es in Christchurch ein starkes Erdbeben, welches große Teile der Gebäude und Infrastruktur zerstörte. Wenn man heute, sieben Jahre später, durch das Stadtzentrum spaziert, kann man noch immer Überreste der Verwüstung sehen, auch wenn sich die Stadt ansonsten bereits gut erholt zu haben scheint. 🏙 So ist die Kathedrale eines der wenigen Gebäude, die noch nicht wieder aufgebaut wurden. In einer so belebten, modernen Stadt eine antike Ruine eines so massiven, bedeutungsvollen Bauwerks zu sehen, lässt einen erfürchtig erkennen, wie stark Naturgewalten sein können. 😨 Zum Abschluss besichtigten wir die Bridge of Remembrance, die zu Ehren der Verstorbenen im Ersten Weltkrieg errichtet wurde.

17 April 2018

Vom seinem Ufer aus bewunderten wir heute das türkisblaue Wasser des Lake Tekapos, das noch heller ist als der Himmel. Seine Farbe verdankt der See feinem Steinpuder, den Gebirgsbäche von den Gletschern hinunterschwemmen. 🏞 Die kleine, aus grobem Stein gebaute Kapelle unmittelbar am Lake Tekapo ist die Church of the Good Shepherd. Sie ist unglaublich berühmt, weil eines ihrer Altarfenster den Mount Cook genau einrahmt. Ein menschenleeres Foto der Kapelle zu knipsen fühlt sich übrigens genauso an, wie "Den nehme ich!" zu sagen und auf den letzten Donat im Schaukasten der Bäckerei zu zeigen. 🤤🍩 Weiterhin wurde Lake Tekapo zum weltweit zweitbesten Ort zum Sterne beobachten erkoren. Bei Nachteinbruch war der Himmel wolkenverhangen, doch mitten in der Nacht zog er unerwartet wieder auf. 😍 Mit Solli schräg im Auto liegend diesen wunderschönen Sternenhimmel zu betrachten und dabei Soundtracks von Hans Zimmer zu Lauras Stern zu hören, ist etwas, das ich nie vergessen werde. 🌟

16 April 2018

Unser erster Stopp heute ist das Kaitiki Lighthouse, neben dem täglich eine Robbenkolonie ihr Mittagsschläfchen hält. Auf eigene Gefahr hin darf man ganz nah an die Robben heran, muss jedoch damit rechnen vor einem 300kg schweren Robbenmännchen davonrennen zu müssen. 🙂 An den Moeraki Boulders entstanden ein paar besonders schöne Bilder und Solli bekam nasse Füße. :D Die riesigen Steinkugeln begannen sich vor über 55 Mio. Jahren zu formen, als sich Schlamm, Kieselsteine und Muscheln durch vulkanische Aktivität zu Gesteinsblasen verhärteten. 🐚 Zu einem späteren Zeitpunkt, als das Gebiet emporgehoben wurde, erodierte die See das umliegende Schlammgestein und brachte die Boulders ans Licht. Als einstige blühende Hafenstadt besitzt Oamaru noch heute viele stattliche Gebäude aus weißem Kalkstein. Derzeit sind es jedoch eher ungewöhnliche Kunstgalerien wie Steam Punk, originelle Kramläden wie The Grainstone Gallery und die eigenwillige Gastronomie, die die Menschen nach Oamaru zieht. 🏘

15 April 2018

Den heutigen Tag verbrachten wir in Dunedin, der zweitgrößten Stadt auf der Südinsel. Im frühen 19. Jahrhundert begannen europäische Siedler sich in dieser Region niederzulassen. Noch heute kann man die vielen viktorianischen und edwardianischen Bauwerke bewundern. Schlendert man durch die hübsche Innenstadt, so kann man sich außerdem der vielen Street Art Kunstwerke erfreuen. 😍 Besonders niedlich fanden wir die First Church of Otago mit seinen wunderschön gestalteten Fenstern und den lieben alten Menschen, die mich sogar zu einer Tasse Kaffee eingeladen haben. ☕💕 Weiterhin beherbergt die Stadt die steilste Straße der Welt, die Balwin Street. Die Häuser auf der durchschnittlich 35% steigenden Straße sind witzige Fotomotive, die beim Betrachter für große Verwirrung sorgen können. 📷 Abends starteten wir vom Campingplatz aus noch eine kleine, abenteuerliche Wanderung durch einen dunklen, dunklen Wald zu einer Wand mit hunderten Glowworms. ✨

14 April 2018

Von Lumpsden aus ging es heute geradewegs zur Ostküste der Südinsel. Nahe den Catlins legten wir eine Pause an einem kleinen, niedlichen Strand ein. Dort stand auch ein Tipi, dass eine Familie in Gedenken an den Großvater errichtet hat, wie man in einem Hefter nachlesen konnte. Nachdem das erste Tipi während eines heftigen Sturms von den Wellen davongetragen wurde, baute die Familie ein zweites weiter inlands, das bis heute steht. Eine Geschichte, die mich sehr berührt hat. 🏖 Am Nugget Point Lighthouse, eine Viertelstunde weiter südlich, bestaunten wir die brockenförmigen Felsen direkt vor den Klippen, die der Landspitze ihren Namen geben. Dass die Neuseeländer aber auch immer an Essen denken müssen, wenn sie außergewöhnlichen Naturkonstrukten ihren Namen verleihen: Pancake Rocks, Nugget Point, ... 🤣
Unser Plan in Queenstown zu bleiben wurde begraben von Kälte, Fernweh und schlechten Arbeitsverhältnissen. Wir entschieden uns anderswo im Kiwiland zu arbeiten: Solli möchte zurück nach Whitianga und ich bleibe in Wellington, der niedlichsten Hauptstadt der Welt. Kurz vor unserem Weiterflug werden wir uns wieder treffen. Zusammen mit Ted vom Abel Tasman Track, den wir in QT wiedergetroffen haben, machten wir uns gestern zum Milford Sound auf. Heute sind wir in aller Frühe aufgestanden, um an der ersten Bootsfahrt des Tages teilzunehmen. Mit mehreren Stopps an Wasserfällen und Robbenfelsen schipperten wir zwischen den beeindruckenden Felswänden hinauf bis zur Tasmanischen See. Auf dem Rückweg hatten wir großes Glück, denn eine Gruppe Delfine begleitete uns ein Stück weit in den Fjord hinein. 😍🐬 Anschließend ging es zum Chasm Falls, der sich über die Jahrhunderte tief in den Stein eingegraben hat, und nach Te Anau, einem kleinen Städtchen am größten See Neuseelands. 🏞

10 April 2018

Also hier in Queenstown wird es ganz langsam ganz schön kalt. Vor allem nachts im Auto spüren wir die Kälte inzwischen deutlich. Heute Vormittag hat es dann sogar geschneit. Ich muss gestehen, dass ich Winter total mag, aber doch bitte nur, wenn man ein kuschliges warmes Plätzchen hat, in das man sich zurückziehen kann, wenn es einem draußen zu ungemütlich wird. ☃ Wenn man dazu noch keine warmen Sachen eingepackt hat, weil man ja praktisch von Sommer zu Sommer zu Sommer reist, zieht man sich eben ganz schick im Zwiebelschichtenlook an. Ich meine, sieht ja eh keiner. :D Seit gestern kuschel ich mich also mit drei Paar Socken an den Füßen, langer Sporthose, Shirt plus zwei Jacken drüber (Kaputze auf!) und mit XXL-Schal dreimal um den Hals geschlungen in den Schlafsack. Dazu wird sich noch in eine Decke eingemummelt. Nicht zu vergessen die Handschuhe. 🙈

7 April 2018

Gestern sind wir außerdem auf AddStaff aufmerksam geworden, eine Agentur für kurzfristige Aushilfejobs. Dort haben wir beide jeweils einen Housekeeping-Job in städtischen Hotels für heute angeboten bekommen. 🏨 Das Hotel, in dem ich ausgeholfen habe, heißt "Millenium Hotel". Von 8:30 bis 16:00 Uhr habe ich Bad um Bad saubergemacht, wobei ich immer noch schwanke, ob ich es gut oder schlecht finden soll, dass man die benutzten Handtücher zum Saubermachen und Trocknen von Waschbecken, Klo und Badewanne benutzt. Was ich aber definitiv eklig finde, ist, dass der gleiche Schwamm, den ich für die Toilette benutze, auch der ist, mit dem ich die Gläser aufwasche. 😟 Ansonsten habe ich festgestellt, dass Housekeeping echt anstrengend ist. 🙄 Jeag, die sehr liebe Thailänderin, mit der ich ein Zweierteam gebildet habe, hat erzählt, dass sie aufgrund des Staff-Mangels acht bis zehn Stunden am Tag, sechs Tage die Woche arbeiten muss. Aber das Essen, Leute, das Essen macht es die Sache Wert. 😍

6 April 2018

Die letzten Tage haben Solli und ich dazu genutzt, uns eine Unterkunft und eine Arbeit zu suchen. Beides haben wir inzwischen gefunden. (Dachten wir.) 🎉 Für die kommenden vier Wochen werden wir auf einem Campingplatz namens Qbox stehen, eine für Queenstown-Verhältnisse sehr günstige Bleibe am Rand von Queenstown. (Dachten wir.) 🚐 In die Stadt sind es etwa fünfzehn Minuten Fußmarsch. Weil uns die Besitzer an drei Tagen antanzen haben lassen (am letzten Tag hat es Katzen und Hunde geregnet), um uns dann zu erklären, dass sie uns doch keine Work for Accomodation anbieten können, und sich nun schlecht fühlen, kriegen wir sogar für die erste Woche ein noch günstigeres Angebot. (Dachten wir und war auch so.) Yeay! :D Eigentlich wollte Solli und ich am Anfang eine Wohnung mit richtigen Betten mieten, haben jedoch kein gutes Angebot gefunden. Für mich ist eigentlich die Hauptsache, dass es eine warme Dusche hat. ❤ Die lernt man echt zu schätzen, wenn man die ganze Zeit billig campt.

4 April 2018

Am Montag sind Solli und ich in Queenstown angekommen. Seit dem Zweiten ist auch Isabell für drei Tage in der Stadt. Wir verabredeten uns für gestern mit ihr, um den Ben Lomond Track zu gehen. Leider führte uns das Navi in eine falsche Richtung, sodass wir uns an einem Campground in einem Nebental wiederfanden. 🙈 Von dort aus hitchhikten wir zurück nach Queenstown. Weil es inzwischen so spät geworden war, erledigten wir nur ein paar Einkäufe und hitchhikten im Dunkelwerden wieder zurück zum Campground. Dabei lernten wir viele liebe Leute kennen. Isabell blieb in Queenstown, weil sie dort in einem Hostel stayt. :) In der Nacht konnten Solli und ich in einen wunderschönen Sternenhimmel hinaufblicken. ☄ Wir verabredeten uns erneut für den nächsten Tag. Leider regnete es heute immer wieder kurz und heftig, während wir den Weg hinaufstiegen, den man auch für 35$ return mit der Gondel zurücklegen kann. 🌧 Der Blick auf Queenstown von oben war schließlich atemberaubend schön. 😍

1 April 2018

Während Solli den Roys Peak hinauf geklettert ist, habe ich Wanaka erkundet. Dabei bin ich über einen niedlichen Handwerkermarkt gelaufen, habe das Wanaka War Memorial besichtigt und bin ein Stück am See entlang gelaufen. :) Anschließend habe ich mich beim Wanaka Tree in den Sand gesetzt und bestimmt zwei Stunden lang die Landschaft vor mir gezeichnet. Aber ich hatte ja Zeit und es hat Laune gemacht. ✏ Beim Aufstehen bemerkte ich dann einen asiatischen Mann, der seine Kamera hinter mir aufgebaut hatte. Er fragte, ob ich mich noch mal hinsetzen könnte, weil er gerade dabei war, mich beim Zeichnen zu fotografieren. Ich tat ihm den Gefallen. (Nicht, ohne mich dabei ein bisschen fame zu fühlen. 💁🏽) Am späten Nachmittag entdeckte ich in einer Seitenstraße das Ritual Espresso Cafè und schloss den kleinen Coffeeshop schon bald richtig ins Herz. 😍 Der Kaffee ist wahnsinnig lecker, die Einrichtung ist robust, aber stilvoll und im Hintergrund wird Elektro/Dance Musik abgespielt. ☕💕

31 March 2018

Unsere erste Nacht zwischen zum Verkauf am Straßenrand stehenden Autos mit einem For-Sale-Zettel an der Frontscheibe verlief sehr ruhig. Man merkt jedoch, dass der Herbst langsam in Neuseeland einkehrt. Die Nächte sind arschkalt bei bis zu vier Grad. 🌡🍂 Nachdem wir gestern so sportlich unterwegs waren, haben Solli und ich uns heute erstmal einen entspannten Tag gegönnt und am #ThatWanakaTree gechillt. 🌳 Dieses Wochenende findet in Wanaka eine große militärische Flugshow statt. ✈ Um die Warbirds zu sehen, muss man jedoch keine 90$ zahlen, sondern kann einfach mit dem Blick in den Himmel gerichtet durch Wanaka spazieren - und dabei versuchen, möglichst nicht gegen die nächste Straßenlaterne zu rennen. 🤕 Als die ersten Sterne am Himmel zu sehen waren, machten wir uns noch mal zum Wanaka Tree auf. Dort trafen wir Olivia und Angus, die ebenfalls ein paar Nachtfotos knipsen wollten. 🌌 Gemeinsam haben wir #ThatWanakaDuck erspärt, die nur auf ihren Moment zum Glänzen gewartet hat. 🦆

30 March 2018

Heute ging es einmal der Isthmus Peak hinauf und wieder hinunter. 🎒 Dabei läuft man etwa drei Stunden kontinuierlich bergauf, wobei sich einem ein atemberaubenden Blick auf Lake Hawea bietet. Ist man einmal ganz oben angelangt, sieht man auf der einen Seite Lake Hawea und auf der anderen Lake Wanaka und alle Anstrengungen sind vergessen. 😍

29 March 2018

Am nächsten Morgen standen wir sehr früh auf, um kurz nach Sonnenaufgang am Lake Matheson zu sein. Wenn man Glück hat und kein Wind über den See fährt, kann man eine perfekte Spiegelung des Mount Tasman und des Mount Cook im Wasser sehen. 🏞 Nach dem Frühstück fuhren wir mit einen Abstecher zu den Blue Pools weiter Richtung Süden. Wie auch schon am Lake Matheson trafen wir da auf Julia und Katharina. :D Weiter ging es entlang des Lake Wanaka einmal über den Hügel zum Lake Hawea. Dort bogen wir auf einen kleinen Schotterweg ein und verbrachten eine Weile am See. 👙 Als wir jedoch wieder starten wollten, sprang Oskar nicht an. Ein Pärchen aus Hamilton wollte uns Starthilfe geben, doch trotzdem startete der Motor nicht. In der nächsten Stunde aßen wir mit Becky und Kieran Abendbrot, die lieberweise mit uns zusammen auf den Roadservice warteten. 😍 Das Problem war übrigens, dass der Gang nicht richtig drin war, was mit einfachem Hebel-hochdrücken behoben war. Wir, schlau wie immer. 😒🤣

28 March 2018

Nachdem wir uns nach zwei Tassen Kaffee und weiterem Playmobil spielen mit Anna am späten Vormittag von ihr und ihren Eltern verabschiedet haben, sind Solli und ich zu den Okarito Lagoonen gefahren, die zum größten Feuchtgebiet Neuseelands gehören. 🌿 Im Anschluss ging es weiter zum Franz Josef Glacier. Der während der letzten Eiszeit entstandene Gletscher ist heute nur noch ein Bruchteil der einst gigantischen Eismasse. 🗻 Wir sind einem steinigen Flußbett gefolgt, vorbei an Wasserfällen zu einem Aussichtspunkt in unmittelbarer Nähe zum Gletscher. Eine Sache hat Solli und mich jedoch total geschockt: Man kann Helikopterflüge über den Franz Josef Glacier machen, was ohne Frage eine wirklich tolle Erfahrung ist. Jedoch werden die Leute regelrecht auf den Gletscher gekarrt. Auf einen Blick habe ich fünf Helikopter über dem Franz Josef gesehen. Ständig hatte man das Geräusch der Propeller in den Ohren. 🚁 Für mich hat der Gletscher dadurch leider etwas an seinem Reiz verloren. 😞

26 March 2018

Weil heute in Deutschland die Sommerzeit begonnen hat, haben wir ab jetzt elf Stunden Zeitunterschied zu Zuhause. ⏰ Bald sind es sogar nur noch zehn, wenn wir in Neuseeland auf Winterzeit umstellen. Gegen Mittag sind wir in Hokitika, dem Greenstone-Zentrum Neuseelands angekommen. Hier gibt es unzählig Schmuckläden und Gallerien. 💚 Später wollten wir vier Mädels zu den Dorothy Falls und dem Hokitika Gorge. Auf dem Weg begegneten wir (nur Solli und ich) Lutz und Anni vom Autohof, mit denen wir uns kurz unterhielten. Dadurch haben wir den Anschluss zu Katharina und Julia verloren. Dafür haben wir Isabell und Caja aus Berlin aufgegabelt, die zum Gorge hitchhiken wollten.📍 Die Dorothy Falls sind ein niedlicher Wasserfall, dessen Wasser außergewöhnlich braun ist. Am Hokitika Gorge überquerten wir die Swingbridge und mussten feststellen, dass das Wasser durch die kürzlichen Regenfälle statt strahlend blau, ganz grau aussah. 🏞

25 March 2018

Heute waren wir die Pancake Rocks nahe Punakaiki bestaunen. 🥞 Bei unserer Ankunft dort hat es stark geregnet, später ist es jedoch aufgezogen, sodass wir noch ein paar schöne Bilder machen konnten. ❤ Die aus Kalkstein bestehenden Felsen erlangten ihre pancake-ähnliche Form vor rund 30 Millionen Jahren. In einer Tiefe von 2km unter der Meeresoberfläche angelagert, übte das Wasser einen immens hohen Druck auf Fragmente toter Meerestiere und Pflanzensedimente aus und presste sie zu abwechselnd harten und weichen Schichten. Allmähliche seismische Aktivitäten hoben die Rocks an die Meeresoberfläche, wo Regen, Wind und Seewasser die heutigen Ausformungen des Gesteins schuf. 🤓

24 March 2018

Zu viert haben wir die letzten zwei Tage auf einem Campingplatz in Murchison, in der Nähe von Westport, ausgeharrt, um das schlechte Wetter passieren zu lassen. 🌧 Es ist zwar immer noch da, aber das hindert uns inzwischen nicht mehr am Weiterreisen. ☂⛆ Weil Solli und ich solche Leuchten waren und beim Aufbruch erstmal in die falsche Richtung losgefahren sind 😑 (Katharina und Julia waren schon los, um noch zu tanken), haben wir uns entschieden noch etwas weiter bis zum Lake Rotoiti im Nelson Lakes Nationalpark zu fahren. Wir waren eh auf halber Strecke. :D Als wir am See ankamen hingen die Wolken tief zwischen den Bergen und ließen das Wasser vor uns grau erscheinen. 😍 Später haben wir uns in Westport mit Katharina und Julia getroffen und sind zusammen zum Cape Foulwind gefahren. Dort haben wir uns den Leuchtturm angesehen und Solli und ich sind noch bis zu einem Aussichtspunkt gegangen, von dem aus man eine Robbenkolonie beobachten konnte. 💕

21 March 2018

Am Morgen haben wir uns in der Golden Bay mit Julia und Katharina getroffen, mit denen wir zusammen die Westküste runterfahren wollen. 👭👭 Gemeinsam ging es zu Cape Farewell mit seinen beeindruckenden Felsausformungen und Gesteinsschichtungen. Und den knuffigen Schafen. 🐑 Gleich nebenan befindet sich der Wharariki Beach, der als einer der schönsten Strände Neuseelands bekannt ist. 🏖 Seerobben haben wir zwar leider keine gesehen, wie es uns versprochen wurde, dafür aber zwei Kitsurfer. Auf dem Rückweg statteten wir den Pupu Springs einen Besuch ab, die uns mit ihrem klaren, tiefblauen Wasser glatt vom Hocker gehauen haben. 😍

19 March 2018

Den Tag darauf verbrachten wir an der Küste von Motueka, vor der ein altes Schiffswrack liegt. Weil wir schon um 7:00 Uhr von dem kostenlosen Parkplatz runter sein mussten, auf dem wir die Nacht geschlafen haben, waren wir zeitig genug wach, um mit einer heißen Tasse Kaffee in der Hand den Sonnenaufgang zu beobachten. 🌅 Ansonsten stand erstmal Ruhepause an. Neben Filme schauen, essen und schlafen haben wir rein gar nichts gemacht, was nach zwei anstrengenden Wandertagen richtig gut getan hat. :)

18 March 2018

Nach einer unbequemen Nacht im Zelt haben wir am nächsten Morgen zusammen den Sonnenaufgang beobachtet. 🌅 Dabei haben wir sogar ein paar Meerestiere im Ozean gesehen, deren Art immer noch umstritten ist (es steht Orkas gegen Delfine). 🐬🐋 Später brachen wir auf und wanderten immer entlang von glasklarem, türkisgrünem Wasser zu Cleopatra's Pool, an dem wir wie kleine Kinder von Stein zu Stein sprangen. Danach ging es weiter zu Archorage Bay, bei der Solli und ich uns von Ted trennten. Denn während er einen entspannten Nachmittag eingeplant hatte, wanderten Solli und ich noch weitere 14 km bis zum Ende des Tracks. 😱 Auf den letzten Kilometern hatten wir beide einen schmerzenden Rücken und mehr als eine Blase an den Füßen. Witzigerweise hatten wir Oskar am anderen Ende von Marahau abgestellt, sodass wir uns noch weitere zwei Kilometer bis zu unserem Auto kämpfen mussten. Solli besaß die Motivation, uns noch bis zum Split Apple Rock und danach zum Parkplatz in Motueka zu fahren. 🍎

17 March 2018

Die nächsten zwei Tage sind Solli und ich gut zu Fuß im kleinsten Nationalpark Neuseelands unterwegs gewesen. 👣 Der Abel Tasman National Park liegt etwa eine Stunde nördlich von Nelson und bietet Wanderfreunden einen 70 km langen Coastal Track vor einer verzaubernden Kulisse und mit kleinen Attraktionen am Wegesrand. 🏕 Nachdem wir am Freitag den ganzen organisatorischen Stuff in Nelson geregelt hatten, sind Solli und ich Samstag Morgen mit dem Wassertaxi zur Totaranui Bay gebracht worden. Von dort aus kann man in einer Schleife den Norden des Parks erkunden. Diesen mussten wir allerdings aufgrund von Wetterschäden auslassen, sodass wir uns gleich nach Süden aufmachten. Gemeinsam mit Ted, einen gleichaltrigen Backpacker aus Bad Gottleuba, den wir auf der Bootsfahrt kennengelernt hatten, sind wir 23 km bis zur Bark Bay gelaufen. Auf unserem Weg haben wir orangene Strände gesehen, haben Teds Oma getroffen und sind bei Ebbe durch einen Sound gewatet. 😊

15 March 2018

Heute sind Oskar, Solli und ich bis nach Nelson gefahren. 🚗 Auf dem Weg dahin haben wir am Cullon Point Lookout gehalten, von dem aus man einen guten Blick auf Havelock und den Pelorus Sound hatte. Später haben wir in Havelock einen kurzen Track zu einem kleinen malerischen Wasserfall gemacht. 👣 Am Wasserfall angekommen bin ich eine Weile alleine an dem kleinen Bach entlanggeklettert, da Solli indes lieber die Aussicht genießen wollte. Etwas flussaufwärts habe ich eine wunderschöne Stelle gefunden, an der ich mich an das Bächlein gesetzt und meine Füße (nur für wenige Sekunden - es war arschkalt) ins klare Wasser gehalten habe. ❄

14 March 2018

Durch den Queen Charlotte Sound gibt es einen mehrtägigen Wanderweg über 70km. Weil Solli und ich die Tage aber noch nicht so eine große Wanderung angehen wollten, haben wir uns stattdessen einen Abschnitt des Tracks ausgesucht, den wir heute gelaufen sind. 🏞 Am Abend sind wir zurück nach Picton gefahren, um uns dort mit Leo zu treffen, die mit uns schon Weihnachten in Auckland gefeiert hat. Seitdem haben sie und ich viel geschrieben und sie ist für mich zu einer sehr guten Freundin geworden. Auf unser Treffen habe ich mich deshalb sehr gefreut und es war auch wirklich schön. 😊 Morgen setzt Leo nach Wellington über und verbringt dort die nächsten Wochen, vielleicht auch Monate. Hier außerdem das erste Sternbild von unserem Campingplatz in der Aussie Bay aus, auf dem man nur erahnen kann, wie viele Sterne man nachts auf der Südinsel sehen kann. ⛺

13 March 2018

Von Picton aus, wo unsere Fähre angelegt hat, wanderten wir den Snout Track vor bis zur Spitze der Landzunge. Entlang des Weges hat man immer wieder einen tollen Blick auf die Marlborough Sounds. ♡ Am Ende des Tracks trafen wir Christian, einen ehemaligen Erzieher, der unglücklich mit seinem Beruf gewesen war. Daraufhin hat er vor drei Monaten seine Arbeit gekündigt, fast alle seiner Sachen verkauft und begonnen, um die Welt zu reisen. 🌏
Mit dem Interislander sind wir heute zur Südinsel hinübergeschippert. ⛴ Um rechtzeitig bei der Fähre zu sein, mussten wir bereits um 6:00 Uhr aufstehen. (Wir sind das nicht mehr gewöhnt, es war schwer. 😪) Unsere Fähre legte pünktlich 9:00 Uhr ab und tuckerte gemütlich die Cook Strait entlang. Im Inneren des Schiffs gibt es zwei Etagen mit Parkplätzen, einen für die großen Lastwagen und einen für die kleineren Personenwagen. Ebenso gab es zwei Etagen und ein großes Deck mit Sitz- und Essensgelegenheiten für die Passagiere. So gingen die drei Stunden Fahrt rum wie im Flug. Die atemberaubende Landschaft des Queen Charlotte Sounds ließ uns schließlich auch die letzten Reste morgendlicher Müdigkeit vergessen. 🏞

12 March 2018

Später sind wir mit dem Cable Car nach Kelburn, einem Vorort in den Hügeln, gefahren. Die Standseilbahn legt in fünf Minuten 120 Höhenmeter zurück und bietet dadurch einen großartigen Ausblick auf Wellington. 🚃 Bergab kann man durch die Botanic Gardens wandern, in denen man viel über die einheimische Pflanzenwelt Neuseelands lernt. 🌿 Der wohl beliebteste Garten hat aber so gar nichts mit einheimischen Gewächsen zu tun: Der Rosengarten, welcher sich als grönender Abschluss am Ende des Down Hill Path's befindet. 🌹 Gleich daneben liegen die Parlamentsgebäude Neuseelands. Aufgrund seiner an einen Bienenstock erinnernden Form und seiner umfangreichen Dekoration mit neuseeländischer Kunst ist der Flügel der Exekutive, auch Beehive genannt, das berühmteste der drei Gebäude. Seit 1992 ziert das Beehive als nationales Symbol mit großem Wiedererkennungswert außerdem stolz die neuseeländische Zwanzig-Dollar-Note. 💵
In Wellington gibt es übrigens ein Sign, ähnlich wie das in Hollywood, nur dass das O und das N des Wellington Signs vom Wind davongepustet werden, weil die Hauptstadt auch Windy Wellington genannt wird. 🌬 Der Wellington International Airport ist außerdem der Flughafen mit der kürzesten Landebahn der Welt. Sie beginnt direkt am Ozean und ist nur 2km lang. Hinzu kommt, dass der Flughafen für seine teils taffen und turbulenten Landungen, auch in größeren Flugzeugen, bekannt ist. Auf der Cook Strait entstehen nämlich häufig starke Winde, die auf die Südseite Wellingtons treffen, wo auch der Runway des Flughafens beginnt. 🛬 Courtney und Eddie hatten uns den Tipp gegeben, dass man sich unterhalb der Landebahn hinsetzen kann und so die landenden Flugzeuge ganz tief über einen hinwegfliegen. Sehr cooles Erlebnis. 😍

11 March 2018

Das Te Papa Tongarewa, übersetzt "Container der Schätze", wird als das interaktivste und besucherfreundlichste Museum weltweit angesehen. Es beherbergt wechselnde Ausstellungen, verteilt über drei Etagen. Die für mich beeindruckensten waren: AWESOME FORCES, in der man alles über die Naturgewalten erfahren kann. Kindgerecht wird erklärt, warum es in Neuseeland so viele Erdbeben gibt, wie ein Tsunami entsteht und wie den Maori nach die Welt entstanden ist (siehe Tane Mahuta). 🌋 MOUNTAINS TO SEA nimmt den Besucher mit auf eine Reise durch Neuseelands Tier- und Pflanzenwelt. Sie beherbergt das einzige Ausstellungsexemplar des Kollos-Kalmars, der bis zu 14m lang werden kann. 🏞 GALLIPOLI erzählt vom Einsatz der Neuseeländer im 1. Weltkrieg, in welchem 2'779 Kiwis ihr Leben verloren.🕇 Die Ausstellung basiert neben allgemeinen Fakten vorrangig auf Briefen und Schriften von acht herausragenden Soldaten. Jeder von ihnen wurde in einer beeindruckenden, überlebensgroßen Skulptur dargestellt.

10 March 2018

An unserem ersten Tag in der Hauptstadt Neuseelands erklommen Solli und ich den Mount Victoria, von dem aus wir einen wunderbaren Panoramablick über Wellington hatten. 🏙 Danach schlenderten wir an der Waterfront entlang und bogen schließlich auf die Cuba Street ein, die uns beide sehr an die Dresdner Neustadt erinnert. Dort aßen wir bei Aunty Mena's, einem asiatischen Restaurant, zu Abend. Auf dem Rückweg stießen wir auf die Pride Parade und bekamen beide sogleich Regenbögen auf die Wangen gemalt. :D 🌈

9 March 2018

Unsere Fahrt nach Wellington brachten wir ohne Probleme hinter uns. Nach dem brutalen Sturm in Napier in den letzten Tagen machte uns der leichte Regen gar nichts aus. ⛆

8 March 2018

Napier selbst ist eine hübsche Stadt an der Ostküste Neuseelands. Nach einem schweren Erdbeben 1931 in den damals angesagten Architekturstilen wieder aufgebaut, beherbergt die Stadt heute eine einzigartig große Anzahl von ArtDeco-Gebäuden. So beispielsweise The Six Sisters, sechs aneinandergrenzende Häuser im viktorianischen Stil an der Beachfront Napiers. 🏘

5 March 2018

Der Weg zum Cape Kidnappers und zurück beträgt 19km, welche wir bei strahlendem Sonnenschein und immer entlang der beeindruckenden Steilküste zurücklegten. ☀ Am Ende des Walkways ging es hinauf zu einem erhöhten Plateau, von dem aus wir die größte Gannet-Kolonie der Welt beim Nisten beobachten konnten. Sie zählt über 6'500 Australasian Gannet-Paare. 🐦 Trotz ihres Namens, zu Deutsch Australischer Tölpel, leben knapp 90% der Vögel auf kleineren Inseln vor der Küste Neuseelands und drei auf Neuseeländischem Festland. 🌏 Den Rest findet man an der Süd- und Ostküste Australiens und auf Tasmanien.

4 March 2018

Weil so schönes Wetter war, erklommen wir Mount Peak und hatten einen wunderschönen Blick auf Hastings, Napier und den Ozean. Es führten verschiedene Wanderwege den Berg hinauf und es endete damit, dass wir die Hälfte vermischten und unbeabsichtigt einen noch längeren Wanderweg als den längsten kreierten. Was ehrlich gesagt ziemlich cool war. 😄
Zu unserer Freude bekamen wir sogar eine private Rundführung über das Campusgelände. 😊 Dabei erklärte Tania uns, dass es seperate Wohnhäuser für die einzelnen Jahrgänge gibt. Jedem Jahrgang ist ein verantwortlicher Lehrer zugeteilt, der den Schülern auch nach dem Unterricht zur Verfügung steht und mit seiner Familie gleich neben dem jeweiligen Gebäude wohnt. Je älter die Jungen werden, mit desto weniger anderen Jungen müssen sie sich ein Zimmer teilen. 🛏 Internate sind in Neuseeland eine sehr beliebte Schulform, weil es vorrangig kleine Dörfer mit nicht mal unbedingt einer Grundschule gibt. Es fährt zwar auch ein Schulbus, aber oftmals sind die Strecken bis zur nächsten größeren Stadt so weit, dass sich dies schlichtweg nicht lohnen würde. 🚌
Diesen Vormittag durften Solli und ich einem ganz besonderen Ereignis beiwohnen: Das Jungeninternat, auf das der Sohn unserer derzeitigen Gastfamilie geht, hat eine Spendengala veranstaltet. ♡ Für mich war es etwas Außergewöhnliches, weil Touristen an etwas wie dem normalerweise nicht teilnehmen. Umso glücklicher und dankbarer bin ich, dass Solli und mir diese Möglichkeit gegeben wurde. 🏫 Auf der riesigen Wiese vor dem zum Internat gehörigen Gebäuden wurden dutzende Stände aufgebaut, an denen Schüler und ihre Eltern Obst, Spielzeug, Schmuck, Backwaren oder Werkzeuge verkauften. Für die Kleinen wurde eine große Anzahl an Spielständen aufgebaut, wie auf einem Jahrmarkt. 🎪 Es gab auch einen Second Hand Bereich auf dem Kunstrasenplatz, eine Auktion und eine Bühne für School und Marching Band in der Mitte des ganzen Geschehens. 🎺

3 March 2018

Am nächsten Tag fuhren Solli und ich bis nach Glengarry, das mit zu Hastings gehört. Dort bewirtschaften Tania und Andy eine 400 Hektar große Farm mit Schafen, Kühen und Ziegen. Sie haben uns eingeladen, die Nacht bei ihnen zu verbringen und haben uns ihre Farm gezeigt. 🐑 Abends wurden uns die Regeln von Cricket das neuseeländische Fahrschulsystem erklärt. 🏏 Letzteres ist nämlich stufenweise aufgebaut: Zuerst muss man die Theorieprüfung bestehen. Ab da darf man bereits mit Loser Plate (oder Learner Plate wie es von einigen wenigen genannt wird 😏) und in Begleitung eines Supervisors Auto fahren. Besteht man die erste Fahrprüfung, erhält man eine Restricted Lisence. Man darf dann von 5 bis 22 Uhr allein unterwegs sein. Jediglich Lebenspartner, Eltern oder Kinder dürfen transportiert werden. Mit Supervisor an Bord entfällt das Nachtfahrverbot. ✨ Erst mit bestandener zweiten Fahrprüfung erhält man die volle Fahrerlaubnis und darf nach Belieben andere Personen umherkutschieren. 😎

2 March 2018

In Wairoa stellten wir uns auf eine Freedom Campsite im Stadtzentrum, ein Parkplatz nahe einer öffentlichen Toilette, der diesmal direkt für Overnight Camping ausgewiesen worden war. Die Stadt hatte sogar öffentliches Wifi. 👐 Mit uns übernachteten dort auch zwei andere deutsche Backpacker, Kalina und Rafael. Die beiden haben bereits Asien und Australien bereist, sechs Monate in Neuseeland gearbeitet und wollten im Anschluss durch Südamerika backpacken. 🌎✈
Ohne Morgenschläfchen ging es sofort weiter nach Tikitiki. Dessen St. Mary's Church gilt als eine der schönsten Maori-Kirchen in Neuseeland. ⛪ Darüber hinaus ist sie ein Kriegsdenkmal für die Maori-Soldaten der Ostküste, welche im Ersten Weltkrieg ihr Leben verloren. 🕇 Das Design der Kirche zeigt, wie zwei Welten aufeinandertreffen. Ihr Aufbau ist typisch Europäisch, während das Innere der Kirche über und über mit Maori-Schnitzereien verziert ist. Etwas weiter südlich in der Anaura Bay hielt Solli ein kurzes Nickerchen, während ich am Strand entlangging und ein paar Bilder schoss, die aber alle noch auf meiner Kamera sind. 📷 Am Nachmittag kamen wir in Gisborne an, der ersten größeren Stadt seit Taupo. Hier verschafften wir uns zuerst von einem Berg aus einen Überblick über die Bucht, in der James Cook am 07/10/1769 zum ersten Mal in Neuseeland an Land ging. 🌏 Anschließend liefen wir am Strand entlang, um so die Müdigkeit zu verdrängen und noch bis Wairoa weiterfahren zu können.
Drei Stunden später konnten wir schon wieder aufstehen, um über Schotterstraße zum Fuß des East Capes zu fahren, während sich der Himmel schon langsam rot verfärbte. Immerhin lernten wir dadurch, dass man 800 Stufen in 10 Minuten bewältigen kann. Es ist allerdings nicht erstrebenswert. 🙈 Noch dazu versteckte sich die Sonne diesen Morgen hinter unzähligen Wolken, sodass wir sie nicht einmal zu Gesicht bekamen. 🙁 Aber hey, immerhin hat es nicht geregnet! :D Und die Kulisse bot auch ohne Sonne ein wunderschönes Bild. 🌅

1 March 2018

Weiter auf der Great Ocean Road ging es heute mit einem Abstecher zum Lottin Point, einer niedlichen kleinen Bucht in der Mitte von Nirgendwo, bis nach Te Araroa. Die Stadt beherbergt den größten bekannten Pohutukawa Tree der Welt mit dem Namen "Te-Waha-O-Rerekohu". Dieser misst 21,2 m Höhe und bis zu 40 m Breite. 🌳 Von dort führte eine Schotterstraße zum East Cape mit einem Campingplatz auf halber Strecke. Dort haben wir Courtney und Eddie aus Wellington kennengelernt. 👫 Die beiden reisen zusammen durch Neuseeland, bis sie im Mai anfangen ein Hostel in Wellington zu leiten. Courtney ist zuvor ein Jahr mit dem Backpack durch Europa gereist und hat vor uns von Deutschland geschwärmt. Wir dagegen haben von Neuseeland geschwärmt, was in der Kombi irgendwie ganz witzig war. 😄 Nachdem die beiden schlafen gegangen waren, haben Solli und ich uns noch mit unseren Campingstühlen, Decke, Sekt und Schokolade an den Strand gesetzt und Netflix geschaut. 🥂🍫

28 February 2018

Leider hat unsere White Island Tour gestern wegen zu schlechtem Wetter nicht stattgefunden. Stattdessen haben Solli und ich uns in Whakatane umgeschaut und das Kiwi Bank Wlan genutzt, um 13 Reasons Why anzufangen. 📺 Heute haben wir dann unsere Eastland Tour gestartet. Über Ohope Beach und Opotiki sind wir weiter nach Hawai gefahren und haben auch einen kurzen Zwischenstopp in Whitianga eingelegt. Waren heute also viel unterwegs. 😜 In Raukokore haben wir die anglikanische Kirche des Dörfleins besucht, das auf einer Landzunge gleich neben dem Meer gebaut worden war. ⛪ Die Nacht haben wir auf einem Campingplatz in der Waihau Bay verbracht, wo wir unser Lager direkt neben dem großen Trampolin aufgeschlagen haben. 🤸 #KinderFürImmer

26 February 2018

Heute stand ein Besuch in der Werkstatt auf dem Plan, weil Oskar schon seit Längerem beim Langsamfahren quietschende Geräusche von sich gegeben hatte. Es stellte sich heraus, dass sich einer der Riemen zur Kräfteübertragung gelockert hatte, was innerhalb kurzer Zeit behoben werden konnte. 🎊 Abends trafen wir im Domino's überraschend auf Luis, den wir in unserer ersten Woche in Auckland kennengelernt hatten. Der Junge hat seitdem Northland explort und in einer Fleischfabrik gearbeitet. Nun will er in Taupo skydiven und danach runter nach Wellington. 🚌 Nach einer kurzen Plauderrunde verabschiedeten Solli und ich uns, weil wir noch nach Whakatane fahren wollten, um morgen früh von dort die White Island Tour anzutreten. 🌋

25 February 2018

Nachdem wir Oskar am Ende des Tracks abgestellt hatten, brachte uns ein Shuttle zum Beginn des Tongariro Alpine Crossings. 👭 Zunächst wanderten wir durch leicht ansteigendes Buschland, bis wir zum Fuß des Red Craters gelangten und uns an den beschwerlichen Aufstieg machten. 🔝 Oben angekommen zogen wir uns kurzerhand alle Kleidungsschichten an, die wir auf unserem Weg nach oben ausgezogen hatten, denn es fegte ein brutaler Wind über die Bergspitze. 🌬 Von dort aus ging es auch sofort wieder an den halsbrecherischen, unbefestigten Abstieg hinunter zu den Emerald Lakes. 😱 Einmal vorbei am Mt Tongariro und am Blue Lake war es nicht mehr weit bis zu dem serpentinenartigen Talmarsch mit Panoramablick auf Lake Rotoaira und dem dahinter liegenden Lake Taupo. 🏞 Die letzten Kilometer durch neuseeländischen Jungle ärgerten uns noch ein wenig mit sinnlosem Treppenauf- und -absteigen. Schließlich erreichten wir jedoch nach 19,4+1 km Fußmarsch etwas geschafft, aber glücklich unser Auto. 🏁

24 February 2018

Ein Bild vor dem berühmten #LOVETAUPO Sign ist natürlich ein Muss. 📷 Und obwohl es eine eher backpackerunfreundliche Stadt ist, muss ich sagen, dass ich Taupo wirklich liebe. Es ist ein hübches Städtchen vor einer atemberaubenden Landschaft. 🏞 Von einmal um den Lake Taupo radeln über Wasserski fahren bis hin zu Fallschirmspingen kann man hier alles machen. Außerdem ist die Stadt groß genug, dass es auch Events für schlechtes Wetter gibt, aber trotz allem nicht total überlaufen. ♡ Ebenso kann man von Taupo aus easy im nahegelegenen Tongariro National Park wandern gehen. Bester Beweis: Am Nachmittag haben Solli und ich sehr spontan unsere sieben Sachen zusammengepackt, um am nächsten Tag das Tongariro Alpine Crossing anzutreten. In etwas mehr als einer Stunde sind wir zum Tongariro Holiday Park gedüst und nach einigen Vorbereitungen für die große Tour morgen ging es zeitig ins Bett, denn erstens war es schweinekalt draußen und zweitens mussten wir bereits 6:00 Uhr wieder aufstehen. 😪

23 February 2018

Heute sind Solli und ich zum ersten Mal Fallschirm gesprungen. ♡ Erst vor drei Tagen haben wir uns spontan entschieden, überhaupt nach Taupo zu fahren und haben auch unseren Skydive gebucht. Als uns direkt vor dem Sprung die verschiedenen Pakete vorgestellt wurden, habe ich mir außerdem überlegt, nicht in 12'000 Fuß Höhe, sondern in 15'000 aus dem Flugzeug zu hüpfen. ⛅ Lustigerweise war ich vor dem Spung nicht mal groß aufgeregt, weil es mir so surreal erschien, dass ich 60 Sekunden Freien Fall vor mir habe. Erst als ich bereits in der Luke saß und die kalte Luft an meinen Beinen spürte, habe ich Angst bekommen. Da hat sich Adam, mein Tandemmaster, aber auch schon mit mir aus dem Flugzeug geschwungen und wir rasten mit über 200 km/h der Erde entgegen. 🌏 Ein unbeschreibliches Gefühl. 😍 Viel zu zeitig für meinen Geschmack öffnete Adam den Fallschirm. So hatte ich allerdings genug Zeit Lake Taupo von oben zu bestaunen, das schöne Wetter zu genießen und mich mit Adam zu unterhalten. 😉

22 February 2018

Weil es heute die meiste Zeit über verregnet und kalt war, haben wir uns zum Abendessen einen fetten Burger gegönnt. 😍 Meiner bestand aus einem Bratling aus zerbröseltem Kürbis, Karotten, Kichererbsen und Ingwer zusammen mit Roter Beete, Salad, veganem Käse und einem Sojabohnen-Erbsen-Dressing. Saulecker sag ich euch. ♡

21 February 2018

Ganz in der Nähe von Taupo befinden sich die Huka Falls, Maori für Schaum-Wasserfall. Pro Sekunde rauschen dort 200'000 Liter Wasser neun Meter in die Tiefe. Auf seinem Weg nach unten sammelt das Wasser Unmengen an Luft auf, die unterhalb des Wasserfalls atemberaubende Farben entstehen lassen. 😍
Mittags erreichten wir Te Puia, eines der drei großen Maoridörfer in Rotorua. Dort wurden wir Teil einer Tanz- und Gesangsaufführung, haben den höchsten Geysir Neuseelands beim Ausbrechen beobachtet und Hangi, das traditionelle Maori-Essen probiert. 💃🏾
Gleich nach dem Frühstück ging es zum Rainbow Springs Park, wo wir uns der ersten Kiwi Encounter Tour anschlossen. Man erklärte uns, dass es fünf verschiedene Kiwiarten gibt, die in unterschiedlichen Teilen Neuseelands vorkommen. Anschließend führte man uns hinter die Kulissen und zeigte uns, wie die Tiere großgezogen und wieder ausgesetzt werden. Zum Schluss durften wir im Nachthaus einige der nachtaktiven Vögel bei der Nahrungssuche beobachten. Solli und ich können nun, da wir die Kiwis selbst gesehen haben, verstehen, warum die Neuseeländer die Vögel so lieben. Diese Tiere sind unbeschreiblich knuffig. ♡ Übrigens heißt der Kiwi nicht wegen seinem Ruf Kiwi, sondern weil der Vogel die Maori an einen Bachvogel erinnert hat, der in ihrer Sprache Kivi genannt wird. Obwohl es nicht mit zur Kiwi Encounter Tour gehörte, sind Solli und ich danach noch eine Runde mit der Wildwasserbahn gefahren und haben uns die Vogelschau angesehen, aber anschließend etwas Geld für die Kiwis gespendet. 💱

19 February 2018

Nachdem wir gestern Abend noch nach Tauranga getuckert waren, haben wir uns heute aufgemacht, den Mount Manganui zu besteigen. ⛰ Der Aufstieg dauerte etwas mehr als eine Stunde. Etwas außer Atem oben angekommen mussten wir feststellen, dass die Wolken heute teilweise so tief hingen, dass sie sich nun unterhalb von uns befanden. 🌫 Mir gefiel es dennoch, denn so hatte Tauranga etwas leicht Verwunschenes an sich, obgleich es eigentlich eine sehr moderne Stadt ist. Abends schlenderten wir durch die Stadt und am Wasser entlang. Wir sahen auch ein großen, bunt beleuchtetes Kreuzfahrtschiff.

18 February 2018

Whangamata besitzt den besten Surfstrand Neuseelands. Daher wollten Solli und ich dort ungedingt Surfen gehen. Wir haben uns also Bretter und Anzüge ausgeliehen und sind in die Wellen gesprungen. Und auch wenn man uns angesehen hat, dass wir noch totale Anfänger sind, hat es trotzdem total viel Spaß gemacht. 😍🏄

17 February 2018

Von Whitianga aus haben wir uns auf den Weg zum Hot Water Beach aufgemacht, den Solli unbedingt noch sehen wollte, bevor wir Coromandel Peninsula verlassen. 😊 Wenn es bereits an der Luft sehr warm ist, hat man jedoch wenig Lust, sich in noch wärmeres Wasser zu legen. Stattdessen sind Solli und ich eine Runde im Ozean geschwommen. Im Anschluss sind wir nach Whangamata gefahren, wo wir abends noch eine Runde durch die Stadt und am Strand entlang spaziert sind. 🌻🌊

13 February 2018

Nachdem wir uns am nächsten Tag mit Madis Eltern getroffen haben, bin ich für die folgenden drei Tage mit ihnen im großen Campervan durch Northland gereist. 🚙 Eine Art Zusammenfassung Sollis und meiner bisherigen Reise in Neuseeland also. :D Am ersten Tag habe ich deshalb erneut die Whangarei Falls, die allerdings aufgrund des vielen Regens zuvor zu einem gewaltigen Wasserfall mit Rauchsäule angewachsen waren, und die idyllische Bucht von Whangarei Heads gesehen. 🏞 Den nächsten Tag begannen wir mit einer Runde Schwimmen im Pazifischen Ozean nahe Waipu und fuhren dann nach Opononi, von dessen Landspitze aus wir die zurückkehrenden Fischerboote beobachteten. Von Opononi aus startete den Morgen darauf die Bootsfahrt zum Sandsurfing. 👙 Das hat echt Spaß gemacht, sodass wir erst mit die letzte Bootsfahrt zurück genommen haben. Im Anschluss ging es mit einem kurzen Zwischenstopp beim Tane Mahuta viele, viele Stunden bis nach Thames, Coromandel, wo mich Solli und Kayne abgeholt haben.

11 February 2018

Weil es den ganzen Tag geregnet hat, haben Madi und ich erst nicht gewusst, was wir heute machen sollen, haben uns dann aber dazu entschieden, in Karangahake einen der vielen Historical Walks zu machen. Dort kann man Überreste früherer Goldminen besuchen. Im Anschluss sind Madi und ich weiter nach Hamilton gefahren, wo wir uns bei Subway zwei Footlong Subs, ein Getränk und Cookies für nur 5$ geholt haben, weil der Typ an der Kasse mir statt zwei Zehnern zwei Zwanzigern wiedergegeben hat. 😂 Ich nur so: "Lass ganz schnell gehen, bevor die das mitkriegen!" und vergesse die Fanta, sodass der Typ uns sogar noch hinterherrennt und wir den Schock unseres Lebens kriegen. 🙈 Dann vertauschen Madi und ich unsere Subs noch und kriegen es erst mit, als ich feststelle, dass mein Veggie Patty ziemlich nach Fleisch schmeckt. 😂 Zum Schlafen haben wir nahe einer öffentlichen Toilette geparkt. In der Nacht ist zwei Mal die Polizei über den Parkplatz gefahren ohne uns weiter zu beachten. 🚔

9 February 2018

Madi und ich sind für ein Macklemore Konzert nach Auckland gehitchhikt, nachdem Tyler und Casey uns von Coroglen aus bis nach Purekohe mitgenommen haben. 🚗 Das Konzert war richtig nice. Die meisten Lieder waren aus dem neuen Album Gemini, es waren aber auch ein paar "Klassiker" wie "And We Danced" oder "Thrift Shop" dabei. 🎙🎶 Am nächsten Tag waren wir im Base duschen, nachdem wir kostenlos bei dem AirBnB von zwei Jungs übernachten durften, die wir den Tag zuvor am Hot water Beach kennengelernt hatten und die auch mit auf dem Konzert waren. Anschließend haben wir uns im Kino "Star Wars" und "Fifty Shades Of Grey" angesehen, bevor wir nach Coroglen zurückgehitchhikt sind. 🎞

8 February 2018

Ohne Schaufel oder andere Grabeutensilien haben wir uns auf den Weg zum Hot Water Beach gemacht. Dort hatten wir das Glück eines der begehrten, tatsächlich warmen Wasserlöcher übernehmen zu dürfen. Weil es draußen so kühl und windig war, wollten wir gleich gar nicht mehr raus aus dem Wasser. ⛱ Erst als die Sonne bereits unterging, haben wir uns auf den Weg zurück zu Oskar und mit Oskar zu Wendy und Kelly aufgemacht. 🚗
Nach einem 45 Minuten Marsch durch Täler und über Berge kamen wir leicht erschöpft an der Cathedral Cove an, die wie zu erwarten völlig überfüllt mit Touris wie uns war. Das stürmische Wetter hat uns zwar die umwerfenden Bilder vermiest, wie man sie aus Magazinen und dem World Wide Web kennt, aber dafür waren die Wellen heute unglaublich hoch, was mindestens genauso faszinierend war. 😍

7 February 2018

Abends in Whitianga angekommen habe ich Madi mit zum Curry Place genommen, um ihr zu zeigen, eo ich den letzten Monat gearbeitet habe. 🍛 Während es draußen schon dunkel wurde, haben wir uns, nachdem wir uns ordentlich die Bäuche vollgeschlagen hatten, mit dem Auto an den Strand gestellt und "Before I Wake" über Madis Phone geschaut. 📺
Auf unserem Weg die Ostküste von Coromandel hinunter haben wir einen Abstecher zum New Chums Beach, der Platz 60 der Must-Dos for Kiwis gevotet wurde, obwohl er ironischerweise zu keiner der gehypten und überlaufenen Touristenattraktionen geworden ist. 🏖 Auf den letzten Metern unseres Rückmarsches haben wir einen Regenbogen vor der Küste bewundern dürfen, der zwei Minuten später schon wieder komplett verschwunden war. 🌈
Am nächsten Morgen haben Madi und ich den Muriwai Walk gemacht, eine zweistündige Wanderung entlang der Küste. Ursprünglich wollten wir einen siebenstündigen Walk machen, hatten dann aber beide keine Lust auf 20 km laufen, weshalb wir bisschen abgekürzt haben. :D Zum Schluss der Wanderung mussten wir unsere Rucksäcke über einen Fluss befördern, in dem einem das Wasser bis zur Taille reichte. Das Adventure des Tages. 😄

6 February 2018

Am frühen Morgen bin ich aufgestanden, um meine Freundin Madlen, die für drei Wochen von Australien runterkommt, in Thames abzuholen. 👭 Da sie den Bus von Auckland nach Thames knapp verpasst hatte, musste sie nach Thames hitchhiken, wodurch sie aber nur eine Stunde später ankam als der Bus. Voll gut also. 😄 Daraufhin sind wir die gesamte Westküste Coromandels mit kurzen Zwischenstopps an einigen atemberaubenden Aussichtspunkte und in Coromandel Town, bis zur Fletcher Bay hinaufgefahren. 🏞 Dort haben wir unser Lager im Port Jackson Campground aufgeschlagen, der direkt an der Küste liegt, und sind noch eine Runde im Meer schwimmen gegangen. 🌊 Am Abend haben wir Karten mit zwei Jungs in unserem Alter aus Dänemark gespielt. Madi hatte zu diesem Zeitpunkt ein riesengroßes Schlafdefizit, weil sie nur drei Stunden während des Fluges geschlafen hatte, sodass sie nur noch Scheiße gelabert hat. 😂

5 February 2018

Heute war mein letzter Arbeitstag im That Curry Place und ich hatte sehr gemischte Gefühle darüber. Einerseits bin ich etwas traurig, dass ich all die lieben Menschen, mit denen ich zusammengearbeitet habe, mit großer Wahrscheinlichkeit nie mehr sehen werde. 😢 Andererseits freue ich mich darauf, zuerst für eine Woche mit Madlen und danach weiter mit Solli durch Neuseeland reisen zu können. 😊💕 Weil mein erstes Gericht im Streetfood Samosa Chaat war, hat Arvind mir zum Abschluss ebenfalls Samosa Chaat gemacht. 😍

3 February 2018

Im Frankie's stieg am Samstag eine fette Party, weil Brent, einer der Bosse, Geburtstag hatte. Die Hälfte des Staff war selbst zur Feier eingeladen, weshalb ich gefragt wurde, ob ich aushelfen könnte. Über den Mittag habe ich zuerst wie immer im Curry's gearbeitet. Danach habe ich Jassie im Mr Pizza besucht, wo er und Harry arbeiten, und eine gratis Pizza spendiert bekommen. 😍🍕 Anschließend habe ich ab 15:00 Uhr die leeren Gläser und Teller im Frankie's von den Tischen geräumen. Und das ganze acht Stunden lang. Zuerst war es noch recht ruhig, was gut zum Reinkommen war. Ab dem frühen Abend kamen dann die ganzen Geburtstagsgäste und ich war nur noch am Laufen. 😥 Am Ende meiner Schicht sind Mandeep und Jassie vorbeigekommen und haben gewartet bis ich fertig war, was mich total gefreut hat. 😊💕 Zu Hause angekommen bin ich sofort ins Bett gefallen. Kayne meinte am Folgetag zu mir, dass er bis 2:00 Uhr dagewesen wäre und um 12:00 gestartet hätte. Mit Hangover. Ich wäre gestorben. 😱

1 February 2018

Ich habe mal wieder meine Unterkunft gewechselt, weil es bei Caz einen Trauerfall gab und ich als nahezu fremde Person nicht in ihre Privatsphäre eindringen wollte. 🙁 Als ich Mandeep, einem indischen Mädchen, das ebenfalls im Curry's arbeitet, davon erzählt habe, meinte sie, dass ich gerne bei ihr unterkommen könnte. Seit gestern wohne ich also bei ihr, ihrem Freund Jassie, einem Mädchen namens Bam und einem Jungen namens Harry. Trotz ihrer mehrheitlich ganz leicht englisch klingenden Namen sind alle WG-Bewohner indischer Herkunft. 🇮🇳 Ich wurde sehr herzlich willkommen geheißen und habe sogar ein Bett zugewiesen bekommen. 😍 Bam arbeitet als Köchin im Grace und hat sich noch an mich erinnert. Auch Jassie habe ich bereits mehrere Male kurz gesehen, als er im Curry's vorbeigeschaut oder Mandeep von der Arbeit abgeholt hat. Nur Harry habe ich zuvor noch nie gesehen. :D

29 January 2018

Wann immer ich einen freien Tag habe, besuche ich Wendy und Kelly in Coroglen. Meistens läuft es darauf hinaus, dass ich bei ihnen Riverdale schaue. 🙈 Wenn ich kann, helfe ich ihnen aber auch im Haushalt oder beim Geldzählen von den Shopeinnahmen. 💸 Wendy und Kelly haben einen Hund namens Cecil und eine Katze namens Molly. Beide haben ein kleines Aufmerksamkeitsproblem. Cecil kommt immer angerannt, wenn ich aus dem Haus komme und springt mich an. 🐕 Molly dagegen legt sich beim Netflix schauen wie selbstverständlich auf meinen Schoß und haart mich voll. :D Bekommt sie für ihren Geschmack zu wenig Aufmerksamkeit, dann fangt sie an lautstark zu miauen. 🐈 Trotzdem habe ich beide total lieb. :3

28 January 2018

Diesen Sonntag war in Whitianga das alljährliches Whitianga Summer Concert, für das sich ein Großteil der Sheriff-Familie in Whitianga zusammengefunden hat. 😎 Leider musste ich heute arbeiten und konnte deshalb nicht selber mit auf das Konzert gehen. Es soll wohl aber eh nicht so schön gewesen sein, wie die Jahre zuvor. Außerdem ich wurde zur anschließenden Privatfeier in der altbekannten Batch eingeladen. 🍻 Diesmal waren auch Familienmitglieder dabei, die ich noch nicht kannte. Im Grunde lief die Feier genauso ab wie die Silvesterfeier, weshalb ich auch über Nacht blieb. Meinen Schlafplatz hatte ich ja praktischerweise mitgebracht, als ich mit dem Auto hergefahren war. :D

23 January 2018

Nachdem Solli gestern zusammen mit Fleur und ihrem Ehemann Paul nach Auckland aufgebrochen ist, um von da aus nach Deutschland zurückzufliegen, habe ich mich nach einer neuen Unterkunft umgeschaut. Einer, bei der ich nicht zwei Stunden am Tag Cabins und Waschräume cleanen oder Bettlaken falten und Kopfkissen bügeln muss. 😱 Ab heute lebe ich deshalb für die nächsten zwei Wochen bei Caz und ihrem Sohn Hunter. Caz arbeitet in den Abendstunden im Curry's und wir verstehen uns gut. Ihr Sohn ist in meinem Alter und Rettungsschwimmer am Hot Water Beach. 🏖 Sehen tue ich ihn allerdings kaum, denn ich stehe erst auf, wenn er bereits zur Arbeit gefahren ist und komme genau dann von meiner Arbeit, wenn er erklärt, dass er müde ist und Caz und mir eine gute Nacht wünscht. 😪

15 January 2018

An unserem zweiten (und letzten) gemeinsamen freien Tag fuhren Solli und ich auf der 309 einmal quer über die Coromandel Peninsula und durch wunderschönen Kauriwald. 🚘 Mit den Worten "Ja, dann dreh hier um. Ich will ja eigentlich auch hin!"😣 haben wir ebenso einen Abstecher zu den Waiau Falls gemacht. Der kleine, rings herum von Bäumen und Sträuchern umgebene Wasserfall hat über die Jahre unter sich ein großes Wasserbecken geformt. Wir sahen zu, wie einige mutige Menschen vom oberen Ende des Wasserfalls ins Becken sprangen. 🙊 Ein Stück die Westküste von Coromandel hinunter fanden wir uns in einer wunderschönen Meereslandschaft wieder. 🏞 Am Abend besuchten wir Jean und Tony in Coroglen. Die Zeit bei ihnen ist wie im Flug vergangen und wir haben uns sehr gefreut, das ältere Ehepaar wiederzusehen. Zum Abschied bestanden beide darauf, dass wir sie besuchen kommen sollen, wann immer wir noch mal in Neuseeland sind. ❤

14 January 2018

Weil heute sowohl bei Solli, als auch bei mir auf der Arbeit nicht so viel los war, haben wir den Nachmittag bzw. ich noch den ganzen Abend frei bekommen und sind erstmal zum Strand losgezogen. 🏖 Denn: It's all about living in the ocean, being wild and free! 🐚🌊 (Ohrwurm haha :D)

9 January 2018

Heute bin ich zwischen meinen zwei Schichten einmal durch ganz Whitianga und wieder zurück gelaufen (mit laufen meine ich gehen), was um die zwei Stunden Laufzeit beansprucht. 🎧💕

8 January 2018

An unserem ersten (und glücklicherweise auch gemeinsamen) freien Tag fuhren Solli und ich zum Kuaotunu Beach. Dieser liegt etwa eine halbe Stunde Autofahrt nördlich von Whitianga. Wir blieben den ganzen Tag dort und lagen einfach nur faul in der Sonne herum. Nach einer knapp 50 Stunden Arbeitswoche war das auch dringend nötig. ⛱ Am Abend gingen wir ins Grace O'Malley's essen. Seit wir beim Probearbeiten ihre Pizzen gesehen hatten, wollten wir schon dort essen. 🍕 Witzigerweise saß der Inhaber des Restaurants am Tisch neben uns und wir kamen ins Gespräch. Sein Name ist Peter und er ist sehr herzlich. Er konnte uns sogar zuordnen, schien allerdings nicht sauer, weil wir sein Restaurant als Arbeitsstelle abgewählt hatten. Drei Tage später kam er mit Freunden zum Essen ins That Curry Place und danach noch ein paar weitere Male. Wann immer er mich sah, lächelte er mir freundlich zu. 🙃

2 January 2018

Meine Arbeit im That Curry Place ist zweigeteilt in eine Mittagsschicht von 11:00 Uhr bis circa 15:00 Uhr und eine Abendschicht von 18:00 Uhr bis circa 22:00 Uhr. 🕖 Abhängig davon arbeite ich entweder tagsüber als Waitress im Streetfoodbereich bzw. abends in der Küche des Restaurants. Die Leute dort sind alle sehr nett. Die meisten kommen aus Indien und sprechen deshalb auch häufig untereinander Hindi. Es arbeiten aber auch zwei Neuseeländerinnen dort und ein deutsches Backpackerpärchen namens Nina und Josh. 👫🇩🇪 Total niedlich ist es, wenn einige der Inder versuchen Wörter auf Deutsch zu sagen. Tschüss klingt bei ihnen dann z.B. wie Juice. In Indien ist es anscheinend auch unüblich Schwimmen zu lernen, weshalb Gagan mich gefragt hat, ob ich ihm nicht Schwimmen beibringen könnte. 🌊

1 January 2018

Wendy und Kelly luden uns ein, gemeinsam mit ihnen und ihrer Familie New Year's Eve zu feiern. Die Familie eines ihrer drei Kinder besitzt ein Bootshaus (plus Boot) in Whitianga. Dort hat er zusammen mit seiner Frau und seinen Kindern bereits die Weihnachtsferien verbracht. ⛵💕 So haben wir den Jahreswechsel diesmal auf Kiwi-Art gefeiert, was ihn zu einem ganz besonderen gemacht hat. 🎆 Ich fand es unglaublich cool, dass wir Teil einer 3-Generationen-Feier wurden. Wendy und Kellys Enkel sind in unserem Alter.

30 December 2017

Während wir alle gemeinsam Frühstück aßen, rief eine Nachbarin an, weil sie Arbeit für uns haben: Unkrautjähten um ihre Blaubeersträucher. 🌱 Solli und ich sind sogleich bei Wendy und Kelly (besagten Nachbarn) vorbeigefahren. Das ältere Ehepaar hat uns unseren zukünftigen Arbeitsplatz gezeigt und uns angeboten, für die nächsten Tage bei ihnen zu übernachten. So kam es, dass wir für die nächsten vier Nächte bei der Sheriff Family bleiben durften. 💎 Am Abend hatten Solli und ich unsere zweistündige Probearbeit im Grace O'Malleys, einer sehr beliebten Gaststube in Whitianga. Leider hat man uns nur zusätzlich zu der bereits angestellten Bedienung arbeiten lassen und uns auch nicht wirklich eingewiesen. Dadurch waren wir im Prinzip überflüssig und hatten trotz der vielen Gästen so gut wie nichts zu tun. 😞 Wir entschieden uns deshalb auch gegen dieses Restaurant.

29 December 2017

Auf unserem Weg nach Whitianga heute hielten wir an einem Verkaufsstand am Straßenrand. 🍓 Leute, die selber Obst und Gemüse anbauen, könnten dabei vielleicht helfende Hände brauchen, dachten wir uns. Leider hatten Jean und Tony, die Besitzer des Standes, keine Arbeit für uns. Weil wir zuvor noch nie bei fremden Leuten geklingelt hatten, waren wir etwas nervös, aber das ältere Ehepaar war sehr lieb und aufgeschlossen. Sie boten uns sogar an, bei ihnen zu übernachten, sollten wir keinen Platz zum Schlafen finden. 😍 Den Tag über liefen wir durch Whitianga und verteilten unsere Lebensläufe in allen Restaurants und Cafès auf unserem Weg. Bereits am selben Abend erhielten wir die ersten Zusagen. :D Deshalb entschieden wir uns, nicht im Hahei Cafè zu arbeiten. Am Abend hatten wir jedoch wirklich keinen Platz zum Schlafen, weshalb wir zu Jeans und Tonys Haus zurückkehrten. Dort platzten wir in ein Nachbarschaftstreffen, wurden aber herzlich willkommen geheißen und zum Essen eingeladen. 🏠

28 December 2017

Mein Probearbeitstag im Hahei Beach Cafè begann 7:30 Uhr. Am Anfang spülte ich kräftig Geschirr, später räumte ich auch Tische ab und servierte Gerichte. 🍽 Obwohl 10 Leute vor Ort waren, waren bis 17:00 Uhr alle beschäftigt. Anschließend half ich noch beim Saubermachen. Das war Solli und mir vorher nicht klar, aber wenn wir im Hahei Cafè arbeiten, dann werden wir jeden Tag 9 Stunden ohne Verschnaufpause umherhetzen und bekommen dafür nur 16NZ$ (~9,50€) die Stunde. 💵 Denn Hahei ist einer der beliebtesten Urlaubsorte für Neuseeländer. Dennoch hat der Ort nur ein richtiges Cafè, welches deshalb jeden Tag von Touristen überrannt wird. 🤯 Weil Solli ähnliche Bedenken hat wie ich, baten wir Kyle um einen Tag Bedenkzeit und wollen uns morgen in der Nachbarstadt nach Arbeit umschauen. Gegen Ende meiner Schicht kamen Leo und ihre Schwester Jana vorbei, die momentan zu Besuch da ist. Gemeinsam mit Solli gingen wir ins Pork House nebenan und ließen den Abend pizzamampfend ausklingen. 🍕

27 December 2017

Von Hahei aus kann man in anderthalb Stunden zur Cathedrale Cove spazieren, oder - wie ich heute - zur Gemstone Bay. Diese ist eine bei Tauchern sehr beliebte Bucht, denn es gibt dort eine wundervolle Unterwasserlandschaft. 🐚🐠 Mit einem Schnorchelset, das wir vom Autohof mitgenommen hatten, habe ich mich aufgemacht, eben diese zu entdecken. In den flacheren Bereichen der Bucht gibt es viele mit Muscheln und Seegras übersähte Steine. 🌊 An einer Stelle habe ich auf dem Grund mehrere Fische gesehen, worüber ich mich total gefreut habe. 😄
Mein kleiner Lauf entlang des Hahei Beaches ist im Endeffekt doch etwas größer geworden, als ich mich spontan entschieden habe, auch den Te Pare Reserve Walk zur Spitze der kleinen Landzunge entlangzurennen. 😥 Am Strand ist selbst in den frühen Morgenstunden schon was los, während ich auf dem Weg durch das Te Pare Reserve nur einige wenige andere Sportler getroffen habe. :) Die Aussicht ist jedenfalls wunderschön! 💗 Ich hätte noch Stunden dort oben verbingen können, hätte ich nicht vergessen Sonnencreme aufzutragen. ☺ Unterwegs habe ich auch einen neuen Freund gefunden. Sein Name ist Basil und er ist super verschmust, wenn er erstmal seine anfängliche Unsicherheit überwunden hat. 🐱💕

25 December 2017

Am Boxing Day packten wir nicht wie die Neuseeländer neugierig Geschenke aus, sondern brachen am späten Vormittag nach Coromandel auf. ⛱ Dort ist es um die Weihnachtszeit sehr voll, da es ein beliebtes Reiseziel der Kiwis über die Sommerferien ist. (Verständlicherweise, denn Coromandel ist mit seinen weißen Stränden und den vielen kleinen Inseln vor der Küste wunderschön. 😍) Wir hatten noch keinen Schlafplatz für die Nacht, weshalb wir mehrere Campingplätze abklapperten, bevor wir schließlich auf dem Riverglen Camp Ground in Coroglen eine Bleibe fanden. 🏕 Dort lernten wir Leonie und Florian aus Köln kennen, mit denen wir uns eine lange Zeit unterhielten. :) Wie wir suchen die beiden momentan nach Jobs, nachdem sie ihr Auto selbst ausgebaut und mit einer Dachbox ausgestattet haben. 👫 Am Morgen darauf haben Solli und ich mit ihnen eine unsere Lichterketten gegen eine ihrer Kühlboxen getauscht. Außerdem hat Flo uns geholfen, unser Gewürzregal an unser großes Holzregal zu schrauben.
Später am Abend habe ich Leo, die wir in unserer zweiten Nacht im Base kennengelernt hatten, von ihrem Hostel weiter in der Innenstadt abgeholt, damit wir zusammen Weihnachten feiern konnten. 🎊 Der Flug ihrer Schwester hatte Verspätung, wodurch sie an Weihnachten alleine in Auckland festsaß und mich in der Hoffnung angeschrieben hatte, dass Solli und ich auch gerade in Auckland sind. 🙈 Wieder zurück an der Blockhouse Bay spielten wir alle zwei grandiose Runden Flunky Ball in unterschiedlichen Teams. In der zweiten Runde gingen uns die Bierflaschen aus, weswegen wir dann Weißwein in unsere Flaschen gefüllt haben. 😂🏈 Da Solli so gut wie nichts getrunken hatte, konnte sie Leo noch zurück zum Hostel fahren. Der Bus, mit dem Leo eigentlich zurückfahren wollte, wurde nämlich kurzerhand aus dem System genommen. 😞 Der Abend im Ganzen war wirklich schön und dank der vielen lieben Menschen um mich herum hatte ich nicht mal Heimweh, wovor ich mich insgeheim etwas gefürchtet hatte. 😟💕

24 December 2017

An Heiligabend waren wir zu einer Gruppe von insgesamt 14 Leuten herangewachsen, die alle auf demselben Autohof ihr Auto gekauft hatten. Solli und ich kannten alle anderen bereits von unserer Zeit auf dem Car Yard und haben uns sehr gefreut, jeden einzelnen wiederzusehen. 😊 Weil wir uns innerhalb der Gruppe so gut verstanden haben, kam irgendwann der Begriff Schrottplatzfamilie oder kurz Schrotti Family auf. 👨‍👩‍👧‍👧 Ehe wir uns versahen, war es später Nachmittag und wir machten uns daran, unser Weihnachtsfestmahl vorzubereiten. Es gab Burger und Foliengemüse, dazu Nudelsalat und Vanillepudding. Letzterer ist uns allerdings nicht gelungen, weshalb wir aus der Not heraus Peanutbutterkekse für den guten Zweck gemampft haben. (Keine schlechte Alternative würde ich meinen.) 😍🍔

23 December 2017

Solli und ich sind im Anschluss noch spontan auf den One Tree Hill gestiegen und haben die Aussicht über Auckland genossen. 🌁 Die Bergspitze des Vulkans wurde so benannt, weil früher nur ein Baum auf ihr stand. 🌳 Heute gibt es dort keinen Baum mehr. Die uralte Maori-Geschichte von den zwei Liebenden Hine Mairangi und Tama Ireiea, die aus unterschiedlich Stämmen kamen, erzählt von der Entstehung der vielen Vulkane in dieser Region. 🌋 Denn als das Paar zusammen davonlief, entbrannte ein Krieg zwischen den beiden Stämmen. Mit ihrer Magie ließen die Oberhäupter der beiden Stämme tödliche Vulkaneruptionen, Lavaströme und gewaltige Regenfälle über die gesamte Landenge herziehen. ⛈ Als Hine Mairangis Vater die Wolken hob verbrannten Tama Ireieas Stammesleute unter der brennenden Sonne, doch die Krater der Vulkane blieben als Zeugen dieses brutalen Kampfes bis heute erhalten.
Zusammen mit Franzi, Anni und Antonia waren wir für unser großes Weihnachtsfestessen einkaufen. Am Nachmittag sind wir mit fünf Autos in Kolonne zum Western Spring Park gefahren, wo es ganz viele Enten, Gänse und schwarze Schwäne gibt, die man auch füttern darf. 😊 Irgendjemand hatte die Idee noch ins Dress Smart Outlet-Einkaufszentrum zu fahren. Dort hat man unglaublich viele Markenoutlets auf einem Haufen, die die Tage noch mal extra Weihnachtsrabatte geben.🎄

22 December 2017

Am Abend haben wir uns mit den anderen an der Blockhouse Bay getroffen. Zusammen mit den vier Mädels Nele und Antonia aus Köln und Katharina und Julia aus Dortmund haben wir Wraps und Pitas gegessen. 🥙💕 Später sind Anni und Lutz noch zu uns gestoßen, die bis heute noch Northland erkundet haben und wir haben uns eine Weile über die Sachen ausgetauscht, die wir jeweils erlebt haben. :)
Nach einem Frühstück mit Blick auf die Auckland Harbour Bridge und Auckland Central machten wir uns auf zu Akram, unserem Autoverkäufer, um unser Auto innerhalb des Garantiemonats noch einmal reparieren zu lassen. ☺ In der Zwischenzeit sind wir mit dem Bus nach zur Queen Street gefahren, haben unsere neuseeländischen Girokarten abgeholt, im IEP Office Sollis Flüge nach Deutschland und zurück gebucht und waren einkaufen. ✅ Danach sind wir zurück zu Akrams Werkstatt gefahren. Während der Busfahrt hat mich unser potenzieller Arbeitgeber aus Coromandel angerufen. Wegen dem immens lauten Fahrgeräusch habe ich ihn bei gefühlt jedem zweiten Satz gefragt, ob er ihn bitte noch mal wiederholen könnte. 🙈 Solange wir eine Übernachtungsmöglichkeit finden, würde er gerne mit uns beiden arbeiten. 😊🎊 (Über die Weihnachtstage soll das tatsächlich schwierig sein, da wohl halb Auckland auf Coromandel feiert.) Akram hat uns dann mitgeteilt, dass man bei unseren Mängeln nichts machen kann. Nice. 👍

21 December 2017

Danach ging es dann nach Süden zurück in unser geliebtes Auckland. 🌁😜 Dort haben wir uns im Hinemoa Park mit Franzi und Thorsten, sowie einigen anderen Backpackern vom Autohof getroffen, mit denen wir auch Weihnachten verbringen wollen. 🎄
Nach einem kurzen Abstecher zum Mair Park, von dem aus wir auf Whangarei hinuntergeschaut und sogar den Mount Manaia in der Ferne erspäht haben, sind wir noch etwas weiter bis zu den 26 Meter hohen Whangarei Falls gefahren. 😮 (Das mit dem Surfen hatte übrigens nicht geklappt. Waren zu starke Wellen an diesem Morgen. ☹)

20 December 2017

Matts größerer Bruder John Lee (dieser Name :D) ist übrigens nicht weniger abenteuerlustig und reisesüchtig. Er hat auf seiner Yacht Rhombus in sechs Jahren, in denen er zwischendurch auch immer mal wieder Zuhause vorbeigeschaut hat, die Welt umsegelt. 🌏⛵ Inzwischen ist er jedoch sesshaft geworden, hat geheiratet und zwei Kinder bekommen. 👨‍👩‍👧‍👦
Am Morgen setzte ich mich mit einem ausgedruckten Exemplar von Matthews Blog in die Küche. 📑 Matthew ist der jüngere Sohn von Eileen und John, der seit einigen Jahren durch die Welt reist und allerhand gefährliche Sachen unternimmt. Diesen Blog hat er geschrieben, um zu zeigen, dass man kein routiniertes Arbeitsleben braucht, um seine eigene perfekte Lebenssituation zu finden. Bis jetzt bin ich ihm bis in die Wüsten Mexikos gefolgt, wo er mit zwei Freunden und einem mexikanischen Schaman nach Peyote gesucht hat, einem Kaktus, von dem man starke Halluzinationen bekommt. Es ist sehr unterhaltsam gewesen, ihn beim Halluzinieren zu begleiten, würde es aber aufgrund der Wölfe in den Wüsten Mexikos keinem empfehlen. 🐺 Ich bedaure, dass ich Matts Blog nicht zu Ende lesen kann, da wir morgen schon abreisen und er seinen Blog aus dem Netz nehmen musste, um bessere Chancen auf einen Job in Israel zu haben, wo er im Endeffekt jetzt auch lebt. 🇮🇱 ❗Matts 2. Blog: www.cantstopliving.life

19 December 2017

Nach jeweils zwei Stunden Gartenarbeit und Hausputzen hatten wir nachmittags unsere erste Surfstunde. 🏄 Unser Surflehrer Lew, ein enger Freund von Eileen und John, brachte uns zuerst auf dem Land die Grundlagen bei und sah uns dann bei unseren kläglichen Stehversuchen auf dem Longboard zu. 😅 Gegen Abend sind wie spontan noch auf den Mount Manaia geklettert. ⛰ Leider war die Aussicht nicht besonders gut, weil die Sonne bereits untergegangen war. Zumindest konnten wir vom Plateau aus Eileens und Johns Haus erspähen, die von unten aus ein Foto von uns zu machen wollten. 📷 Extra dafür hatten Eileen uns weiße Shirts mitgegeben, die wir als Fahnen benutzten.🏳 Als Solli und ich wieder zu Oskar stießen, waren bereits die Sterne zu sehen, woraufhin wir uns an einigen Langzeitaufnahmen versuchten. 🌘 Mit einer Tasse heißer Schokolade und Johns iPad machten wir es uns nach diesem anstrengenden Tag auf unserem Bett gemütlich und schauten noch einige Folgen von H2O - Just odd water. 😍☕

18 December 2017

Am Nachmittag haben wir einen kurzen Abstecher zum Ocean Beach gemacht und sind danach einen der vielen Wanderwege um Whangarei Heads gelaufen. 🌳 Dieser führte uns vorbei an einigen aggressiven Kühen und einer Geschützstellung, die aussehen sollte wie ein Farmhaus, es aber nicht tat. :D Wenig später fing es an zu regnen, woraufhin wir uns die Smugglers Bay nur von Weitem angesehen haben. 🌧 Gefühlte drei Minuten später hat der Regen dann aufgehört. Dafür haben wir auf unserem Rückweg ein außergewöhnlich schönes Abendrot beobachten können. 🌆
Unsere Aufgabe war es heute Eileen zu helfen ihre Garage auszuräumen. Dort haben sie und John über Jahre hinweg immer mehr Zeug abgestellt und gestapelt und vergessen. 🙈 Inzwischen sieht sie wesentlich aufgeräumter aus und Eileen war sehr zufrieden mit uns. 😊
Zu unserem Glück sind Eileen und John echte Langschläfer und stehen selten vor 8:00 Uhr auf, wodurch wir die nächsten Tage etwas länger schlafen können. 🕗 Von unserem Zimmer aus haben wir einen atemberaubenden Blick auf den Mount Manaia, der uns heute Morgen sogleich in all seiner Pracht begrüßt hat. ⛰ Allgemein hat man von Eileens und Johns Haus ein beeindruckendes Panorama mit Whangarei als Stadt, mehrere Berge und das Meer. 😮💕

17 December 2017

Nach weiteren anderthalb Stunden Fahrt erreichten wir Whangarei Heads. Dort hatten wir noch kurz Schwierigkeiten das Haus unserer Host Family zu finden, wurden aber von einer netten Nachbarin im Bademantel zum richtigen Haus gelotst. 😂 Kaum dass wir auf dem Parkplatz standen kamen hinter uns auch Eileen und John an, die an diesem Abend noch zu einem BBQ in Whangarei eingeladen gewesen waren. 👨‍👩‍👧‍👧 Die beiden empfingen uns sehr herzlich, zeigten uns gleich ihr Haus und unser Zimmer und unterhielten sich noch einige Zeit mit uns. Dabei waren sowohl Eileen, als auch John sehr zum scherzen aufgelegt, was dazu führte, dass Solli und ich uns sogleich wie zu Hause gefühlt haben. 😊
Für dieses Bild habe ich mich auf eines der Grundstücke in jener Straße stellen müssen. Dabei habe ich sogar gehört, wie die Leute im Haus ihr Geschirr abgewaschen haben. 🙈 Nichtsdestotrotz beziehungsweise gerade deshalb ist es mein Bild des Tages. 😍
Auf unserem Weg nach Whangarei legten wir einen kurzen Zwischenstopp im zuerst noch verregneten Paihia ein. 🏘🌧 Deshalb betrachteten wir die Bay of Islands nur aus unserem sicheren Auto heraus. Als der Regen dann aufhörte fanden wir einen Aussichtspunkt, von dem aus wir auf die Bay schauen konnten. Im Alleingang entdeckte ich eine Seitenstraße, von der aus man einen vielleicht sogar noch schöneren Blick auf die Bucht hatte. 💕
Nachdem wir uns am Morgen im Office gemeldet hatten, wurde uns die verantwortungsvolle Aufgabe des Unkraut Jätens übertragen. 🌱 Gegen eine Stunde Arbeiten dürfen wir 1x kostenlos auf dem Campingplatz übernachten und deren Kajaks ausleihen. 🛶 Dort haben wir auch Claires Bruder getroffen, der zwischendurch immer mal mit uns gequatscht und uns sogar erlaubt hat, unserer Auto auf dem Platz zu waschen. :) Später, als wir mit unseren Kajaks draußen auf dem Wasser waren, hat er mir vom Ufer aus stolz einen großen Fisch gezeigt, den er kurz davor gefangen hat. Echt liebenswert also. 😊

16 December 2017

Der Sonnenuntergang am Cape Reigna war wunderschön und wir blieben dort bis die Sonne ganz im Ozean versunken war. 🌅 Im Anschluss fuhren wir noch im Dunkeln einem Campingplatz in Houhora, auf dem Claires Bruder arbeitet und der zu den besten drei Campingplätzen in Neuseeland gehört. 🏕 Weil das Büro um 23:00 Uhr bereits geschlossen hatte, mussten wir uns allerdings auf eine separate Campingfläche vor dem außerhalb des eigentlichen Campingplatzes hinstellen.
Nach einer langen Fahrt bei im Schnitt 30 km/h über Schotterwege erreichten wir am späten Nachmittag die Spirits Bay und Solli und ich waren zum ersten Mal im Pazifischen Ozean baden. 🏞 Der Sand besteht dort zu großen Teilen aus abgeschliffenen Muschelresten, wodurch er einzigartig farbenfroh aussieht. 😍 Schon auf dem Rückweg, um noch rechtzeitig zum Sonnenuntergang am Cape Reigna anzukommen, mussten wir kurz anhalten, um ein uns entgegenkommendes Auto durchzulassen. Im aneinander Vorbeifahren erkannten wir darin bekannte Gesichter. 👭 Am Vormittag hatten Solli und ich noch darüber geredet, wie schön es wäre sich mit den Neuseeland-Backpackern aus unserem Jahrgang zu treffen und ein paar Stunden später begegnen wir tatsächlich Jussi und Emmi auf dem Campingplatz an der Spirits Bay. Gefühlt am Arsch der Welt und haben es nicht mal geplant. 😂
Nahe Waipapakauri fanden wir eine gute Stelle, um uns den Ninety Miles Beach anzuschauen. 🏖 Dieser ist in Wirklichkeit übrigens gar keine 90 Meilen, sondern nur 55 Meilen lang. 😲 Merkwürdige Vögel (hehe Kiwis und so :D). Die können nicht mal richtig zählen! Die Länge des Strandes ist dennoch beeindruckend. Noch mehr allerdings die Breite. Autos mit Allradantrieb können ihn entlangfahren und es gibt sogar Bustouren auf dem Strand. 🚐 Zum Ninety Miles Beach zu fahren gehört bei einem Neuseelandbesuch auf jeden Fall dazu, mir persönlich hat das eine Mal allerdings gereicht. Meiner Meinung nach passen Fahrzeuge und Strand nicht zusammen. 🙈 Überall auf dem Sand siehst du Reifenspuren und musst aufpassen, nicht vom nächsten Bus überfahren zu werden. Falls nämlich doch irgendwo tieferer Sand ist können diese nicht bremsen. Oder sie stecken fest und alle Passagiere müssen aussteigen.
Nach einigen letzten Bildern von Claires und Geoffs Haus machten wir uns auf den Weg nach Norden. 😊 A Ninety Miles Beach B Spirits Bay C Cape Reigna D Wagner Holiday Park in Houhora

15 December 2017

Das ist Oskar. 🚗 Für das nächste halbe Jahr wird Oskar uns auf unserem Weg durch Neuseeland begleiten und unser Zuhause werden. Heute erfuhren wir, dass Oskar eine kriminelle Vergangenheit hat. Er wurde nämlich bereits einmal gestohlen und mit einem anderen Kennzeichen ausgestattet. 😯 Geoff meinte, dass die Polizei uns auf unserem Weg nach Titoki vielleicht auch deswegen gefolgt war. Wir haben uns jedenfalls beide in dieses Auto verliebt und geben es freiwillig nicht mehr her. 💕 (Zumindest für das kommende halbe Jahr. :D)
An unserem letzten Arbeitstag bei Claire und Geoff halfen wir den beiden beim Bäumchen fällen. Geoff sägte die Stämme ab, wir entfernten die Äste und warfen sie danach auf der gegenüberliegenden Straßenseite über den Zaun auf die Wiese dahinter, während Claire die Baumstümpfe mit Gift eintupfte. 🌳 Dabei scherzte sie: "When you come back home you'll be as strong as Wonder Woman!"

14 December 2017

Vom State Highway aus beobachteten wir einem malerischen Sonnenuntergang und hielten anschließend kurz im nächtlichen Kaikohe. 🏘 Das Städtchen sieht ein wenig heruntergekommen aus, trotzdem entschlossen wir uns für einen kleinen Spaziergang. Wir waren kaum ein paar Schritte gegangen, da hielt die Polizei neben uns. Solli und ich fragten uns schon panisch, was wir denn jetzt wieder angestellt hätten. 😨 Tatsächlich fragten uns die zwei Polizisten ganz freundlich, ob wir einen Platz zum Schlafen hätten und wo unser Auto stehen würde. Geoff meinte am nächsten Tag, dass Kaikohe bei Nacht recht gefährlich wäre. Zum Glück dachten wir uns das in dem Moment auch und kehrten zum Auto zurück. 🙈 Auf der Rückfahrt nach Titoki beobachtete ich vom Beifahrersitz aus den nächtlichen Sternenhimmel über Northland. In dieser Nacht habe ich zum ersten Mal das Kreuz des Südens erspäht. 🌒
Am Waimamaku Beach haben wir das erste Mal unsere Füße in die Tasmanische See gehalten. 🌊 Zum Sonnenuntergang erreichten wir Omapere (von dem wir noch drei weitere Tage denken werden, dass es sich um Opononi handelte... ) und haben ein paar wunderschöne Aufnahmen geschossen. 🌅💕
Der Maori-Sage nach versuchte Tane Mahuta gemeinsam mit zwei seiner drei Brüder seine Eltern, Mutter Erde und den Himmelsvater, aus ihrer innigen Umarmung zu trennen, um der ewigen Dunkelheit zwischen ihnen zu entkommen. 🤓 Seine Brüder stemmten sich mit den Armen gegen ihren Vater, sie schnitten ihm sogar die Arme ab und schafften es dennoch nicht. Tane Mahuta, der Weißeste der Brüder, stemmte sich mit seinen viel kräftigeren Beinen gegen seinen Vater. Im Versuch ihren Ehemann festzuhalten erschuf Mutter Erde die Berge. ⛰ Doch Tane Mahuta war stärker als sie und als das Licht auf die Erde fiel entstand das Leben. Die immer nochbblutenden Arme des Himmelsvaters sehen wir jeden Morgen im Sonnenauf- und jeden Abend im Sonnenuntergang. 🌄 Der letzte Bruder, God of the Wind, wollte die Trennung seiner Eltern nicht und sendet in seinem Zorn über Tane Mahutas Erfolg nun Wirbelstürme und Tsunamis auf die Erde nieder. Doch bis heute hält ihm Tane Mahuta stand. 🌳
Für unserem freien Tag hatten Claire und Geoff uns eine Route zusammengestellt. Insgesamt waren wir zehn Stunden unterwegs und verfuhren unseren halben Tank. Von Titoki aus sind wir über Dargaville, eine relativ unspektakuläre Stadt an dem sehr dreckigen Wairoa River, den State Highway entlang gen Norden gefahren. 🏘 Auf dem Weg ist links von uns das Meer in Sicht gekommen. Überwältigt von dem Anblick stellten wir uns an den Straßenrand und blieben für eine Weile einfach im Auto sitzen. 🏖 Nach einer langen und kurvenreichen Fahrt durch den Waipua Forest haben wir Tane Mahuta, God of the Forest, erreicht. Dieser ist mit einer Gesamthöhe von 51,2 Metern der größte bekannte lebende Kauri-Baum. Auf dem etwa 2000 Jahre alten Baum wachsen 431 andere Pflanzen, darunter auch zwei Bäume. (Ja, so was ist tatsächlich möglich.) 🤯 Dort haben wir den Erzählungen eines Guides gelauscht und sind auf eine deutsche Reisegruppe getroffen, die ständig vor unseren Kameras herumgesprungen sind. 📷

13 December 2017

Das ist Sophie. Sophie ist der zwei Monate alter Welpe unserer host family und einfach zum Knuddeln. 💕 Sie liebt es mit allem und jedem zu spielen, unsere Socken vor uns zu verstecken und meine Nase abzulecken, wenn ich sie hochnehme. 🐶 Die häufigsten Sätze, die ich in den letzten Tagen gesagt habe, sind eindeutig "She's so cute!" und "You wanna play with me?". Aber das Niedlichste überhaupt ist, wenn du sie von Weitem siehst, dich hinhockst, ihren Namen rufst und sie augenblicklich mit ihren kurzen Beinchen und mit wehendem Fell auf dich zugerannt kommt. 💗
Heute Morgen hat uns Geoff mit zum Kälbchen füttern genommen. 🐄 Die elf Kälbchen sind sieben, achten Wochen alt und inzwischen auch alt genug, um sich ausschließlich von Gras zu ernähren. Damit sie groß und stark werden bekommen sie aber noch immer einmal am Tag (morgens vor 7:00 Uhr) eine Milchmischung und besonderes Futter. 🥛 Heute haben die Kälbchen zum ersten Mal nicht alle im Stall gewartet, einige standen bereits draußen auf der Wiese. Grund dafür ist wahrscheinlich, dass über Nacht ein Oppossum in Geoffs Falle gegangen ist und sie noch nie zuvor eines gesehen haben. Oppossums sind in Neuseeland eine regelrechte Plage. Geoff hat über die letzten 20 Jahren Hunderte gefangen und erschossen, manchmal jeden Tag eins. 🙊 Damit wir morgen einen größeren Ausflug wagen können, haben wir heute acht Stunden gearbeitet. Dazu zählte Feuerholz stapeln, das Terrassengeländer fertig abschleifen und Unkraut ziehen. ☘

12 December 2017

Unsere restliche Arbeitszeit bestand daraus, wie auch schon am Tag zuvor, das Terrassengeländer mit Sandpapier glattzuschleifen. Im Anschluss will Geoff neu streichen. Außerdem haben wir ein paar Kakteen das Leben gerettet, indem wir sie von abgestorbenden Pflanzenresten befreit haben. 🌵 Nach einem ungewollten Power Napping am Nachmittag haben wir den Pool unserer Host Family ausgetestet und für gut befunden. 😍 Anschließend haben wir unsere sieben Sachen vom Cottage ins Haus gebracht. Da Marlo und Kim heute Morgen nach dem Sheep moving weitergereist sind, ist deren Zimmer nun frei und bereit uns aufzunehmen. :D
Gestärkt von einem gesunden Frühstück mit einem wunderschönen Blick auf die umliegende Landschaft haben wir uns fürs Schafehüten bereit gemacht. Ehrlich gesagt trifft es dieses Wort jedoch gar nicht genau. Hier sagt man "sheep moving" und meint damit das Treiben von Schafen auf eine andere Wiese. ⛰ Zu sechst sind wir durch meterhohes nasses Gras gestiefelt, um die Schafsherde durch mehrere Gatter von einer Wiese weiter hangabwärts zu den Ställen hinter Claires und Geoff Haus zu weisen. Weil sie noch nie zuvor diesen Weg gegangen waren, mussten die ängstlichen Tiere heute besonders mutig und wir besonders geduldig mit ihnen sein. Nach anderthalb Stunden hatten wir es schließlich geschafft. 🐑 Fun fact: Wenn sie schwitzen hecheln Schafe genau wie Hunde, was echt knuffig aussieht. Außerdem haben sie Schwänze, die jedoch schon im Lammalter abgeschnürt werden und daraufhin abfallen, damit sich in ihnen nicht unnötig Dreck verfängt. 🤯

11 December 2017

Unsere ersten vier Stunden Gartenarbeit haben Solli und ich erstaunlich gut gemeistert. 👏🏼 Am Nachmittag starteten wir mit Marlo und Kim, zwei anderen deutschen Backpackermädchen bei Woofingfamilie Claire und Geoff, einen Toyotafamilienausflug zu den Waipo Caves. Die Waipu Caves sind Glühwürmchenhöhlen, die man auf eigene Faust erkunden kann. Dabei stapften wir vier Mädels durch kniehohes Wasser, liefen im Kreis und hauten uns unzählige Male den Kopf an den niedrigen Höhlenwänden ein. :D Belohnt wurden wir durch den Anblick unzähliger Glühwürmchen in einer der großen Höhlen, die wie Sterne über uns leuchteten. ❤ Diese sind eigentlich gar keine Glühwürmchen, sondern Larven. Übrigens: Sie strahlen nicht heller, wenn man ihnen etwas vorsingt. Wir haben es versucht, aber es hat nicht geklappt. Vielleicht hatten die Glühwürmchen aber auch einfach keine Lust auf ein Geburtstagsständchen. 🎂

10 December 2017

Lutz und Anni bastelten heute über mehrere Stunden hinweg unser Regal zusammen und verschraubten es anschließend mit dem Bett. Solli und ich sind beide sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Bloß fürs Einräumen blieb keine Zeit, weil es bis zu unserem ersten Farmstay in Titoki knapp drei Stunden sind und es schon Abend wurde. 🌆 Auf unserem Weg nach Titoki haben wir uns natürlich verfahren. Witzigerweise wurden wir kurzzeitig noch von der Polizei verfolgt, weil sie dachten, unser Auto wäre nicht registriert. 🚔 Es stellte sich aber heraus, dass unsere Anmeldung lediglich zu frisch und deshalb noch nicht im System war. Erst am Mittag fuhren wir mit Franzi zum Postamt. Das Ganze jagte uns dennoch einen ganz schönen Schrecken ein. Schließlich sind wir halb Elf bei unseren Hosts Claire und Geoff angekommen. Geoff war noch wach, um uns schnell unseren Schlafplatz zu zeigen: Ein kleines Cottage gleich neben dem Haus. Ohne auszuräumen fielen wir ins Bett und schliefen ein. 😴

9 December 2017

Gegen 7:00 Uhr sind Franzi und Thorsten mit einigen Autos auf den wöchentlichen Automarkt gefahren. Wir, vom Motorenlärm fünf Meter neben uns nicht aus dem Schlaf geschreckt, sind frisch und munter drei Stunden später aufgestanden. 💤 Die erste Aktion des Tages war natürlich frühstücken. Und zwar die Sachen, die wir am Tag zuvor aus dem Base haben mitgehen lassen. 🙈 Danach haben wir im Prinzip nur darauf gewartet, dass unser Auto fertig repariert wurde. Als es dann endlich auf dem Hof stand, beratschlagten wir mit Thorsten gemeinsam, wie wir es am besten einrichten. Während er aus dem Ein-Mann-Bett eins für Zwei zauberte, versuchten Solli und ich aus Spanplattenresten ein Regal zurecht zu sägen. Weil das nicht so gut funktioniert hat, wird uns Lutz morgen eins nach unseren Wünschen zusammenbauen. 🔨

8 December 2017

Gerade habe ich noch ein paar Bilder von der Umgebung unseres Hostels gemacht. Da wollte ein Müllmann (zumindest denke ich, es war ein Müllmann), dass ich auch von ihm ein Bild mache. 📷 Ich weiß jetzt, dass er Tanzstunden für bayrische Volkstänze genommen hat und Fußballfan ist. 😂
Wir bleiben uns treu und werden wieder am letzten Tag im Hostel produktiv. Schritt 1: Aufstehen. ✅ Schritt 2: Rucksäcke packen. ✅ Schritt 3: Auschecken. ✅ Schritt 4: Ausgiebig frühstücken. ✅ Im Gemeinschaftsraum trafen wir Lotta und Raffi. An die zwei Stunden haben wir uns unterhalten, bevor Solli und ich uns schließlich zu Schritt 5: Wäsche waschen aufrafften. (Höhö, Raffi, aufraffen. 🙈) Tagsüber waren wir im IEP-Gebäude. Dort haben wir E-Mails gecheckt, Jobaushänge durchgeblättert und ansonsten das freie WLAN ausgenutzt. Am späten Nachmittag hat Franzi Lotta, Solli und mich vorm Base aufgesammelt. Gemeinsam ging es aufs Postamt, wo Lotta ihr Auto angemeldet hat. Mit dem sind sie, Raffi und Alina noch am gleichen Abend eine Freundin besuchen gefahren. Währendessen dürfen Solli und ich uns in Raffis und Alinas Auto einquartieren. (Unser eigenes ist noch in der Werkstatt.) Anschließend werden wir berichten, wie es sich darin schläft. 😴 Ist es doof, können sie ein anderes kaufen.

7 December 2017

Nachdem uns bewusst wurde, dass dies vielleicht unser letzter Tag in Auckland war und wir so gut wie nichts von dem Städtchen gesehen hatten, machten wir uns spontan mit einer großen Sistema-Dose (vergleichbar mit einer Tupperdose) selbstgemachtem Salat zum Mount Eden auf. 🥗 Die Aussicht von dort ist wirklich atemberaubend schön. Wir haben erst da wirklich begriffen, dass Auckland mehr als nur die Queen Street umfasst. :D Besonders als die Sonne unterging und sich die Stadtlichter plötzlich bis zum Horizont ersteckten. 😍 Ich bin sehr froh, dass wir zum Mount Eden gegangen sind. Es ist einer meiner Lieblingsplätze in Auckland. 😇 Den jeweils knapp einstündigen Fußweg haben Solli und ich sehr genossen, weil es das erste Mal seit Singapur war, dass wir wieder Teile einer Stadt zu Fuß erkundeten. Besonders auf dem Rückweg hatten wir dadurch auch Zeit, um über verschiedene Themen zu reden, die uns gerade beschäftigen. 💬
WWOOFING bedeutet ... Die Ursprungsplatform WWOOF widmet sich vorrangig der organischen Farm- und Gartenarbeit. HelpX bietet neben Farmarbeit auch Kinderbetreuung und Hilfestellungen im Haushalts als Tätigkeiten an. Workaway ist zwar in Europa und Australien weit verbreitet, in Neuseeland ist sie jedoch nicht besonders populär. Weil sie uns das größte Angebot an Arbeitstätigkeiten bei ungefähr gleicher Anzahl Gastgeber bieten konnte, haben Solli und ich uns für HelpX entschieden. Wir haben auch sogleich etliche jener Gastgeber in Northland angeschrieben. Ab morgen sind wir nämlich sozusagen obdachlos, da wir aus dem Base auschecken müssen. Klar, wir könnten auch verlängern. Aber wollen wir das? Ganz sicher nicht. 😧

6 December 2017

Abends kochten wir uns im Hostel zur Abwechslung Nudeln mit einer Tomaten-Paprikasoße. 🍝 Die Aktion war überraschend kompliziert, da der Kochbereich der Gemeinschaftsküche zur Hälfte aus nicht funktionierenden Herdplatten, eierförmig verbogenen Töpfen und gnadenlos überfüllten Kühlschränken bestand. 🙈 Anschließend machten wir uns einen kleinen Verdauungsspaziergang zum Hafen. Von dort aus sahen wir zum ersten Mal die Skyline von Auckland. ⛼ An sich ist sie ganz hübsch anzusehen, um nicht zu sagen niedlich. Es gibt nicht besonders viele hohe Gebäude. Nur der hässlich weihnachtlich beleuchtete Skytower birgt Augenkrebsrisiko. Singapur hat immerhin auch drei einhalb mal so viele Einwohner wie Auckland. Dabei machen diese 1,6 Mio. Menschen etwa ein Drittel der neuseeländischen Bevölkerung aus! Nicht gerade wenig also.
Diesen Nachmittag saßen Solli und ich viele Stunden im IEP-Gebäude, um unsere Lebensläufe fertigzustellen. 📄 Im Vergleich zu Deutschland gibt es da einige Unterschiede: So beginnt man mit einem kurzen, aus vollständigen Sätzen bestehenden Personal Profil, schreibt seine Arbeitserfahrung in umgekehrter chronologischer Reihenfolge und beschreibt jede seiner Arbeitsstellen durch mind. drei Stichpunkte genauer.👍
Seit wir uns festgelegt hatten, dass wir mit dem Auto Neuseeland entdecken wollen, habe ich überlegt mir eine preisgünstige Gitarre zu kaufen. Mir gefällt die Vorstellung abends auf einem Campingplatz, vielleicht sogar am Lagerfeuer, ein paar Lieder zu spielen und dazu zu singen. 🎼 Deshalb war ich heute spontan in einem Musikgeschäft, wo ich auch gleich eine niedliche Gitarre mit Nylonsaiten gefunden habe, die auch preislich vollkommen in Ordnung ist. 💕 Habe den Laden total happy und mit neuer Gitarre wieder verlassen. :)

5 December 2017

Gegen Mittag sind wir losgezogen, um uns bei Vodafone eine neuseeländische Nummer mit flexiblen Freieinheiten zu individuellen Monatspreisen einzurichten. 📲 Fanzi hat uns gegen 15:30 Uhr vorm Hostel abgeholt und ist mit uns auf den Autohof gefahren, damit wir mit unserem Wunschauto - dem Previa - in die Werkstatt fahren konnten, um ihn dort auf Herz und Nieren prüfen zu lassen. 🚘 Dort sind verschiedene Mängel aufgefallen. Zum Beispiel funktioniert die Klimaanlage nicht, wir haben ein kleines Ölleck unterm Auto und eines der Rücklichter geht nicht. Der Verkäufer will alles in den kommenden Tagen beheben, Thorsten baut uns ein Doppelbett hinein und dann können wir losdüsen. 😍

4 December 2017

Gestern Abend hatten wir die drei deutschen Mädchen Lotta, Raffi und Alina kennengelernt. Während des Gesprächs stellten Solli und ich fest, dass samstags und sonntags anscheinend immer ein großer Automarkt in Auckland ist und wir den genau verpasst haben. Ärgerlich! 🙄 Die drei waren so lieb und nahmen uns heute am frühen Nachmittag mit zu einem Autohändler, bei dem sie selbst zwei Campervans kaufen wollten. 🚘 Auf dem Platz haben Solli und ich uns alle Autos angeschaut und schließlich zwei in die engere Auswahl gefasst: einen Toyota Previa und einen Honda Odysee. Mit beiden haben wir dann jeweils eine Probefahrt gemacht. (Das erste Mal im Linksverkehr fahren, waaaah! 😨) Mit den Aushilfekräften des Verkäufers Thorsten und Franzi, einem Backpackerpärchen aus Magdeburg, einigten Solli und ich uns darauf, dass sie beide Wagen einen Tag für uns reservierten. So konnten wir noch mal eine Nacht über die Entscheidung schlafen. 😴 Obwohl wir bereits beide stark zu dem Previa tendierten.
Jeden Montag Morgen um zehn Uhr findet im IEP-Büro, welches vom Base Hostel aus nur schräg über die Kreuzung liegt, eine sogenannte "Orientation" statt. 🕙 Gemeinsam mit einer Gruppe anderer, am Wochenende in Auckland gelandeten Backpacker unterrichtete man uns über verschiedene Themen, die mit Work & Travel in Neuseeland einhergehen. 🤓 Dazu zählte eine Vorstellung der verschiedenen Arbeits- und Transportmöglichkeiten, sowie Hilfestellungen beim Eröffnen eines Bank Accounts.

3 December 2017

Zurück im Hostel sind wir mit den anderen aus unserem Zimmer ins Gespräch gekommen. Leonore, Jonathan, Benedikt und Luis kommen aus Deutschland und Jim ist Engländer. Es herrschte also ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Deutschen und Nichtdeutschen. 🇩🇪🇬🇧 Abends spielten wir alle zusammen Trinkspiele, wo auch drei andere Deutsche namens Lea, Christoph und Jacky und ein Martin aus Schweden zu uns stießen. 🥃 Später waren wir im Habana Joe's feiern. Witzigerweise war in diesem Club schon so ziemlich jeder feiern, den wir kennen und der zurzeit in Neuseeland ist. Weil niemand Lust hatte, in sein eigenes Zimmer zurückzugehen, haben in unserem schließlich elf Mann gepennt. (Nur Solli und Martin waren unauffindbar. 🤔) Ich wusste es zu diesem Zeitpunkt noch nicht, aber an diesem Tag lernte ich eine meiner zukünftig besten Freundinnen kennen. Also auch wenn ich sage, dass das Hostel scheiße war und das IEP so gut wie nutzlos, bin ich doch froh, dort gewesen zu sein. ❤

2 December 2017

Nach 15 Stunden Schlaf sind wir pünktlich zum Frühstück aufgewacht. Dieses wird jeden Tag mitten im großen Gemeinschaftsraum aufgebaut. ☕ In Anbetracht der Größe des Hostels fiel das Frühstück allerdings äußerst mickrig aus. Es gab gerade mal Toast mit Marmelade oder Nutella, zwei verschiedene Sorten Müsli mit Milch und dazu Kaffee oder Tee. Und wenn man zu spät kam, konnte mitunter schon alles aufgefuttert sein. Für mich als Frühstücksliebhaber eine Katastrophe. 😢 Weil heute Sonntag war, fand keine der im STA-Starterpaket einhaltenen Info-Veranstaltungen statt und wir konnten auch sonst nicht viel unternehmen. Daher waren unsere einzigen Ziele des Tages: 1. Geld abheben 💸 2. Einen ersten Lebensmitteleinkauf tätigen 🍞 Beides haben wir geschafft. Das Allererste, was wir uns in Auckland kauften, waren allerdings Donuts. Und sie waren verdammt lecker! 🍩

1 December 2017

Nach sieben Stunden Fliegen sind wir gesund und müde in Auckland angekommen. Von dort aus fuhren wir mit einem Shuttle zum Base Hostel, wo wir die nächste Woche unterkommen werden. 🏨 Unser erster Eindruck vom Hostel war nicht besonders gut. Allein das Einchecken hat unglaublich lange gedauert, weil Solli und ich in verschiedenen Zimmern untergebracht werden sollten. 😳 Das konnten wir zum Glück noch umändern lassen. Der Zustand unseres Zimmers hellte unsere Stimmung danach auch nicht gerade auf. Überall lagen Klamotten und anderes Zeugs herum. Ich mag ja nicht voreingenommen klingen, aber wir konnten auf den ersten Blick sehen, dass wir in einem reinen Jungenzimmer untergekommen waren. 🙈 Was völlig in Ordnung war. Nur bei Licht aufhalten wollte ich mich hier nicht. Und im Dunkeln auch nicht. Denn dann würde ich garantiert über irgendwas stolpern. 🤕 Nachdem wir unsere Backpacks unter dem Bett verstaut hatten, verschließen wir doch glatt den Rest des Tages. 😪

30 November 2017

Die Peranakaner sind die "Ureinwohner" Singapurs, die aufgrund der Tatsache, dass Singapur seit jeher eine Handelsstadt ist, mit vielen Kulturen in Kontakt gekommen ist und sich von jeder etwas abgeguckt haben. 😅
Die zweite Ausstellung, die wir uns im Art Science Museum angeschaut haben, heißt FUTURE WORLD: WHERE ART MEETS SCIENCE und besteht aus den vier Teilen. NATURE zeigt zwei beeindruckende audiovisuelle Animationen, die einen spektakulären Krähenflug und einen beruhigenden Wellengang demonstrieren. 🌊 In TOWN kann man eine Stadt bauen und individuell Häuser, Autos oder - wie Solli und ich - Ufos bzw. verschiedenste Arten von Pflanzen und Tieren ausmalen. 🏠 Diese kann man Einscannen, worauf sie dann auf dem Boden oder an der Wand auftauchen und sich dort frei "bewegen" können. Im PARK muss man einen Weg über den Fluss finden. Außerdem kann das Sketch Aquarium durch Ausmalen von Fischen mitgestalten und mit leuchtenden Bällen Musik machen, indem man sie auf andere Besucher schmeißt. 🎶 SPACE besteht aus einem Gang durch einen Raum voller Lichter, die in immer wechselnden Farben aufleuchten. ✨
Unser letzter Tag in Singapur war ungelogen unser aktivster der gesamten Woche. Schließlich hatten wir danach keinen Tag zum Aufschieben mehr. So gesehen MUSSTEN wir heute alles machen, was wir noch machen wollten. :D Wir haben es tatsächlich geschafft um 6:00 Uhr aufzustehen, um unsere Backpacks zu packen und unsere Museumstour zu starten. Applaus bitte! 👏🏼 Zuerst ging es zur Singapore City Gallery, die sehr anschaulich die Entwicklung und den Future Master Plan von Singapur aufgezeigt hat. 🇸🇬 Als nächstes sind wir zum Art Science Museum gelaufen. Dieses hat die Form einer Lotusblüte und beherbergt mehrere wechselnde, interaktive Ausstellungen. Das Museum ist echt der Hammer. Ich hatte noch nie so viel Spaß in einem Museum! 🛸 Zu guter Letzt haben wir an einer Führung im Peranakan Museum teilgenommen. Dort wurde uns die Geschichte, die Traditionen und der Lebensstil der Peranakaner, den "Ureinwohnern" Singapurs, nähergebracht. 😯
Im Art Science Museum besuchten wir als erstes die Ausstellung TREASURES OF THE NATURAL WORLD. Sie präsentiert in fünf Teilen über 200 Ausstellungsstücke aus dem National History Museum in London. 🇬🇧 BUILDING NATURE'S TREASURE HOUSE zeigt zuerst kurz die Geschichte des britische Museums auf. Forscher der letzten 300 Jahre und ihre Entdeckungen werden in TREASURES OF THE MIND vorgestellt. 🔬 TREASURES OF EXPLORATION erzählt die Geschichte von Menschen, die nicht nur ein brilliantes Hirn, sondern auch ein mutiges Herz und einen wagemutigen Geist hatten. ⛵ TREASURES OF LIFE ARE EVERYWHERE stellt uns beeindruckende Organismen vor. Von den tiefsten Gewässern der Erde zu ihren höchsten Bergen, von den vereisten Polen zu den heißesten Wüsten. 🌍 Und A MUSEUM FOR A MODERN WORLD erklärt schließlich, wie wir der Schlüssel zur Bewältigung unser heutigen Probleme in unserem Wissen über die Natur finden können. 🧐

29 November 2017

Heute ist unser letzter vollständiger Tag in Singapur und wir haben zusammen mit Elton und Yanty, zwei Mitarbeitern des Wink Hostels, gekocht. 🍜 Über den Zeitraum unseres Aufenthaltes sind uns die beiden sehr ans Herz gewachsen. ❤ Und wir ihnen, weil wir zwei der wirklich Wenigen sind, die mehr als nur drei, vier Tage in Singapur geblieben sind. Ursprünglich sollte es ein typisch deutsches Gericht werden, doch aufgrund des Mangels an Sauerkraut in Singapur mussten wir das leider verwerfen. 🙈 Stattdessen gab es nun asiatische Nudeln mit Gemüse. Für die mussten wir allerdings eine halbe Stunde im Vorfeld mit dem Herd herumexperimentieren, weil keiner von uns wusste, wie das doofe Teil funktionierte. 🙄 Den Rest des Tages haben Solli und ich genutzt, um Zeit an unseren Lieblingsorten, der Marina Bay und den Gardens, zu verbringen. 🌆

28 November 2017

Im Anschluss haben wir das Journalistenpaar Susanne und Arne besucht. Seit fünf Jahren leben sie mit ihren Kindern Mara und David in einem Condo in Singapur. Ein Condo meint eine Eigentumswohnung in einem großen Wohnkomplex mit Gemeinschaftsbereichen. 🏢 Kennengelernt haben wir sie über Alexandra, eine Nachbarin meiner Tante. Sie hat ebenfalls vier Jahre in Singapur gelebt und uns im Vorfeld sehr bei der Planung unseres Singapurtrips unterstützt. Bei Kaffee und Kuchen haben wir uns lange mit Susanne unterhalten. 🍰 Sie hat uns viel darüber erzählt, wie die Menschen in Singapur leben und wie sie sich hier eingelebt haben. Rechtzeitig vorm Dunkelwerden sind wir auf das Dach eines der Gebäude gestiegen, um die Anlage und Singapur von oben zu sehen. 🌆 (Ein Glück haben wir kein Geld fürs Pinnacle ausgegeben!) Zum Abschluss wollten wir auf Susannes Empfehlung hin unbedingt noch den Whirlpool des Hauses austesten. Extra dafür hat sie uns zwei kleine Gläser mit Wein mitgegeben. 😍
Heute auf dem Programmplan stand Kampong, das arabische Viertel Singapurs. Höhepunkt unseres Aufenthalts war der Besuch der Masjid Sultan Moschee. 🕌 Sie ist eine der wichtigsten Moscheen in Singapur. Die ursprüngliche Moschee geht auf den Herrscher Sultan Hussain Shah, den ersten Sultan Singapurs, zurück. Als Singapur in den frühen 1900ern ein Zentrum für islamischen Handel, Kultur und Kunst wurde, plante man aufgrund der wachsenden Gemeinschaft einen Neubau, den wir noch heute bestaunen können. 🏗 Ein ganz besonderes Detail: Die Zwiebeltürme der Moschee sind mit Enden offener Glasflaschen dekoriert, die von Muslimen aus ärmlichen Verhältnissen gespendet wurden. Somit konnten alle Muslime, egal ob reich oder arm, zum Bau beitragen. 😍

27 November 2017

Mit dem Ziel heute das Pinnacle zu erklimmen, sowie uns die Singapore City Gallery anzusehen, starteten wir in den Tag. 🙂 Das Pinnacle ist ein großer Wohnkomplex südlich von Chinatown, wo man umsonst hochkommen und einen tollen Blick über Singapur haben soll. Tja, Pustekuchen! 😒 Im Endeffekt war es super teuer, sodass wir uns dagegen entschieden haben. Und als wir bei der City Gallery ankamen, schlossen die innerhalb der nächsten viertel Stunde ihre Türen. 😩 Deprimiert, weil beides nicht geklappt hat, konnte uns nur noch Powershoppen in Chinatown aufmuntern. So deckten wir heute unseren Bedarf an Souvenirs und Andenken aus und an Singapur. 🤩

26 November 2017

Solli und ich sind von Chinatown aus, mit der Orchard Road als Ziel, durch Singapur geschlendert. Die Orchard ist 2,2 Kilometer lang und die berühmteste Einkaufsstraße Asiens. 🌏 Am südlichen Ende der Straße liegt der Istana, die offizielle Residenz des Präsidenten Singapurs. Letztendlich sind wir jedoch nicht mal die halbe Einkaufsstraße entlanggegangen, da sie sich nicht wesentlich von jeder europäischen Einkaufsstraße im Weihnachtsmodus unterscheidet. 🛍 Und kaufen konnten wir uns sowieso nichts, weil wir nur begrenzt Platz im Rucksack hatten. Auf unserem Heimweg, vorbei an unzähligen asiatischen Restaurants, haben Solli und ich festgestellt, dass wir beide Appetit auf typisch europäisches Essen haben. 🤤 Das in Singapur zu finden ist jedoch gar nicht mal so leicht! Gegen halb Zehn haben wir in einem Restaurant namens Saizeriya tatsächlich noch Spaghetti Bolognese und Baguettes bekommen und waren einfach nur glücklich. 😍🍝

25 November 2017

Nachdem wir tagsüber einige organisatorische Dinge geklärt hatten, sind wir am Abend mit der MRT zur Habour Front gefahren. Dort trafen wir uns mit Raj und Irvan, um uns gemeinsam einen Film anzusehen. 🎫 Mit den beiden als unsere Guides sind wir danach einmal ganz Sentosa abgelaufen, weil wir noch nicht zum Hostel zurückkehren wollten. 🌙 Wir konnten aufgrund der Uhrzeit zwar keine der kostenpflichtigen Attraktionen besuchen, das hat uns aber wenig gestört. Mir persönlich hat es gerade deshalb so gut gefallen. :) Zwischendurch haben wir einen Stopp bei Starbucks eingelegt. (Kein Plan, warum die um diese Uhrzeit noch offen hatten. 🤨) Solli und mir wurde eine Schokolade mit Eiswürfeln spendiert und wir haben angefangen, uns über die Historie unserer jeweiligen Heimatländer zu unterhalten. 💬
Am selben Abend haben wir außerdem das Nachtleben von Singapur ausgetestet. 🌙 Mit Raj und Irvan sind wir zur Clarke Quay gefahren, kurz Clarky. Dort hat man vorrangig Clubs, aber auch ein paar Bars. Wir haben uns wohlgemerkt für eine deutsche Bar entschieden. 🇩🇪 Schnell haben wir festgestellt, dass Alkohol in Singapur sehr, sehr teuer ist. Eine Flasche Vodka kostet 180 S$. Das sind umgerechnet rund 110€. 🥃 Weil Solli und ich uns nicht so einfach von unserem mühevoll erarbeiteten Reisegeld verabschieden wollten, entschieden wir uns stattdessen für eine Flasche Weißwein. Der Staat hat wohl die Steuern für jegliche Art von Alkohol extrem angezogen, damit das Volk gesund bleibt und nicht zu einer Alkoholiker-Gesellschaft mutiert. An sich ja keine schlechte Idee, ein bisschen günstiger dürfte es trotzdem ruhig sein. 🙈 Bei Zigaretten ist es anscheinend dasselbe.

24 November 2017

Heute Abend trafen wir uns mit Raj und Irvan, die wir am Mittwoch auf unserem Heimweg kennengelernt haben. Dummerweise sind wir erstmal in die falsche Richtung losgelaufen und kamen im Endeffekt eine halbe Stunde zu spät am Treffpunkt an. 🙄 Im Esplanade haben wir den Liedern der Ghalat Family gelauscht. 🎶 Trotz Nichtverstehen der Lyrics war die Stimmung im Publikum sehr gut. Mitverantwortlich dafür war der Drummer, der richtig mit abging und seine Drumsticks regelmäßig durch die Luft schmiss. 🥁 An Freitagen und Samstagen finden im Esplanade - dieses hat die Form einer Stinkfrucht! - häufig kostenlose Konzerte statt. Die Bühne wurde draußen vorm Ufer aufgebaut, sodass man als Zuschauer gleichzeitig einen tollen Blick auf die Marina Bay hat. Mit Raj und Irvan sind wir anschließend noch ein Stück die Bucht entlanggeschlendert. 🌆 Auf dem Weg haben wir ein Fußballfeld gesehen, das auf dem Singapore River schwimmt. Es wird The Float genannt und zurzeit als Campingplatz genutzt. ⛺
Am Mittag sind wir nach Little India gefahren, um nach Chinatown nun dieses Stadtviertel genauer unter die Lupe zu nehmen. 🧐 Unserem Eindruck nach ist Little India auf der einen Seite ein sehr buntes, traditionelles Viertel. 🇮🇳 Auf der anderen Seite hat es sich jedoch in seiner Armut dem modernen Lebensstil angepasst. So werden in Little India weniger Dinge mit kulturellem Wert verkauft, stattdessen reiht sich Billigladen an Billigladen. Sonnenbrillen, Modeschmuck, Kamerateile, Kleidung und das ganze wieder von vorn. Bis auf das Essen hat uns Little India deshalb leider nicht besonders gut gefallen. 🍛 Wir hatten gehofft, einen Einblick in die Kultur des Landes zu bekommen, wie es in Chinatown der Fall gewesen war. 😞

23 November 2017

Als wir das Krankenhaus wieder verließen, war es bereits Abend und wir hatten beide großen Hunger. Daraufhin haben wir in einem Hawker Center in Chinatown gegessen. 🥡 Hawker Center meint eine überdachte Einrichtung, die eine große Anzahl von kleinen Garküchen beherbergt. Jede Garküche hat sich auf ein Gericht spezialisiert, welches seit Generationen gekocht wird. 👨🏻‍🍳 So findet man in Hawker Centern alle Richtungen der asiatischen Küche. 🍜 Isst man in einer Gruppe, kann jeder bei einer anderen Garküche etwas bestellen und anschließend treffen sie sich alle in der Mitte des Gebäudes an einem der vielen Tischen.
Heute sahen wir zur Abwechslung keine Touristenattraktionen, sondern das Singapore Central Hospital. 🏥 Gestern in den Gardens wurde Solli mehrmals gestochen. Heute fühlte sie sich nicht gut und hatte noch dazu Nasenbluten. Deshalb wollten wir prüfen lassen, ob sie sich mit Denguefieber infiziert hatte. Dieses ist in den Tropen sehr verbreitet, in Singapur gab es Ende 2016 einen rasanten Anstieg von Infektionen. 📈 Jedoch konnte die Verbreitung der Aedes-Mücke, welche das Virus übertragen kann, durch strenge Maßnahmen innerhalb weniger Monate gestoppt und die Wahrscheinlichkeit einer Infektion durch sie verringert werden. 🎊 Den Einwohnern Singapurs zufolge ist Dengue in Singapur heute keine Gefahr mehr, solange man sich nicht in Singapurs Urwäldern aufhält. Man braucht demzufolge auch keine Schutzmaßnahmen treffen. Die Ärzte sagten uns, dass Tests dummerweise erst nach 72 Stunden wirksam sind. Erst übermorgen können wir also einen Test machen, der hoffentlich negativ ausfällt. 😨

22 November 2017

Am Abend haben Solli und ich uns die Light and Water Show an der Marina Bay angesehen. Mit ihren zahllosen Effekten, der Musik und der Skyline von Singapur im Hintergrund einfach wunderschön. 😍 Ich wünschte, ich könnte an dieser Stelle ein Video anfügen. Zum Glück habe ich ein 15-minütiges von dee gesamten Vorstellung. :D Die erste Show fand um 20:00 Uhr statt und, weil sie eben so unglaublich schön war (und wir bei der ersten die ganze Zeit unsere Handys vorm Gesicht hatten), sahen wir uns auch die zweite eine Stunde später an. 🙈 Davor und zwischen den beiden Shows schlenderten wir durch die Luxury Shopping Mall des Marina Bay Sands Hotels. Neben den vielen teuren Geschäften gibt dort auch einen künstlichen Fluss, auf dem man sogar Boot fahren kann. 😏✨
Unser heutiges Tagesziel waren die Gardens by the Bay. Dort kann man tagelang einfach nur durch das riesige Parkgelände mit seinen abertausenden Pflanzen schlendern und entdeckt doch jedes Mal etwas Neues. 😍 Höhepunkte sind dabei die Supertrees, baumartige Bauten, die bis zu 50m hoch sein können. 🌳 Sie sind über und über mit Blumen und Farnen bepflanzt und werden nachts in immer wechselnden Farben angestrahlt. Vom Bay South Garden aus konnten wir aus der Ferne beobachten, wie ein Gewitter über Singapur hinweggezog und dabei den Himmel in Hell und Dunkel geteilt hat. ⛈ Mein Lieblingsort ist der Silver Garden, wo man eine Gruppe von Supertrees ganz aus der Nähe bestaunen kann. Später wurden sie mit silbrig-blauem Licht angestrahlt. Während unserem Rundgang durch die Gardens wurden wir zwei Mal angequatscht, ob wir ein Foto mit jemandem machen können, und wurden sogar gefilmt. Wir sind also jetzt offiziell berühmt und reden nicht mehr mit gemeinem Fußvolk. 👑
Heute sind wir zum ersten Mal für unerschwingkiche 0,77 S$ von Cinatown nach Bayfront mit der singapurianischen Metro gefahren. 🚇 Diese wird hier allerdings MRT für Mass Rapid Transit genannt. 🤓 Im Gegensatz zu Berlin und New York ist das MRT-Netz in Singapur sehr sauber und - weil es unterirdisch mit Bahnsteigtüren ausgerüstet ist - sogar durchgängig klimatisiert. Zeitgleich kann sich aufgrund der automatischen Türen auch niemand mehr vor einen einfahrenden Zug werfen. Das klingt erstmal bitter, ist wohl aber sogar der tatsächliche Grund für die Installierung der Screen-Türen. 😖 Denn die Selbstmordrate in Singapur ist sehr hoch und früher haben viele die MRT-Stationen als Ort ihres Suizids gewählt. Auch die Gefängnisstrafe, die auf Suizidversuche steht, hatte verständlicherweise nicht zum Rückgang dieser geführt.

21 November 2017

Den Abend ließen wir entspannt am Clifford Pier an der Marina Bay ausklingen. Mit dem Wissen, dass die Rekultivierung der Bucht erst in den 1970ern begann, fällt es nicht schwer, ihre Umgestaltung als Wunder zu bezeichnen. ❤ Stell dir vor, du stehst bei Nacht an dem Ufer einer Bucht. Entlang dieses Ufers ragen unzählige Wolkenkratzer in die Höhe. 🌆 Auf der gegenüberliegenden Seite der Bucht steht ein Gebäude, dessen Krone die Form eines Schiffs hat. 🚢 Weiter links davon gibt es ein Gebäude, das aussieht wie eine Lotusblüte. Gleich rechts und links von dir stehen zwei quadratische Wasserbecken mit 8x8 Wasserfonänen, die in harmonisch wechselnden Farben strahlen. Schräg vor dir an einem horizontal verlaufenden Steg liegt eine Miniversion des Allianz-Stadiums, welches als Bar fungiert. Und alles, einfach alles rings um dich herum leuchtet. Beeindruckend, oder? 😍 Tatsächlich ist das alles nur ein weiterer, ganz normaler Tag an der Marina Bay.
Überall in Singapur verteilt gibt es sogenannte FavePlaces. Einen davon haben wir heute durch Zufall vor der Singapore City Gallery entdeckt. 😍 Our Favourite Places ist ein Programm zur Belebung von öffentlichen Plätzen, um die Menschen in Singapur näher zusammen zu bringen und gemeinsame Erinnerungen zu schaffen. Dieser FavePlace besteht aus zwei Klavieren und mehreren Tischen und Stühlen, die um diese angeordnet sind. Spielen kann jeder, der möchte. 🎹 Jeder FavePlace ist einzigartig und es gibt noch so viele weitere schöne Ideen! ❤ Wenn ihr wollt, schaut einfach mal selbst unter 💻 www.ourfaveplace.sg
Pünktlich um 7:00 Uhr deutscher Zeit sind wir aufgestanden. Das heißt hier in Singapur war es 14:00 Uhr. Uppsi. 🙈 Glückerweise haben wir noch Frühstück im Hostel bekommen, nachdem wir einem der Angestellten unsere Situation erklärt haben. Aufgrund der leicht späten Uhrzeit haben wir uns entschieden, heute erstmal Chinatown zu erkunden. 🎎 Hier liegt nämlich auch unser Hostel, wodurch wir keinen weiten Anfahrtsweg hinter uns bringen mussten. Die beiden größten Tempel sind der Sri Mariamman Temple (Hinduismus) und der Buddha Tooth Relic Temple (Buddhismus). 🏯 Letzterer hat Solli und mir deutlich besser gefallen. Ansonsten sind wir einfach ein wenig durch die Gassen Chinatowns geschlendert. In Singapur ist übrigens überall schon Weihnachtsstimmung, was bei diesen Temperaturen echt merkwürdig ist. 🎄

20 November 2017

Nach einem entspannten Flug und mit fünf statt drei Stunden Verspätung sind wir in Singapur gelandet. ✈ Der Flughafen von Singapur macht einen unglaublichen Eindruck. Die weiten, hohen Hallen waren aufwendig designt worden. Eine Wand war komplett begrünt. Man hatte sogar einen kleinen Weihnachtsmarkt in der Empfangshalle aufgebaut. 🎄 Mit dem Taxi ging es ab zum Hostel. 🚖 Gleichzeitig erhaschten wir während der Fahrt erste Blicke auf Singapur. Alles, was wir sahen, war beeindruckend. Solli und ich waren beide in Hochstimmung. 😍 Während unseres Fluges hatten wir beide nicht wirklich geschlafen. Deshalb entschieden wir uns nach unserer Ankunft im Hostel dazu, nicht noch mal rauszugehen. Unsere Entscheidung fiel mehr oder weniger unfreiwillig. Wir sind nämlich beide erstmal eingepennt. 🙈 Als wir wieder aufwachten, war es bereits Abend. Stattdessen sortierten wir also nur unseren ganzen Krempel und sind danach auch schon wieder ins Bett gefallen. 😴

19 November 2017

Um 5:00 Uhr aufgestanden und noch total müde habe ich (zum ersten Mal ganz alleine) meinen Flug von Dresden nach München um 9:15 Uhr angetreten. ✈ Mit mir am Dresdner Flughafen waren meine Eltern und meine Freundinnen Clara, Gina und Jette. Und gedanklich waren auch Lisa, Jasmin und Eric bei mir. Alle sind mindestens ebenso zeitig aufgestanden wie ich und waren daher mindestens genauso müde. Ich habe mich sehr gefreut, dass ihr da wart! ❤ In München angekommen habe ich mich mit Solli getroffen und gemeinsam sind wir an Bord unserer Maschine nach Singapur gegangen. Wir saßen also bereits im Flugzeug, als bekannt gegeben wurde, dass vor dem Start zuerst ein beim Beladen entstandener Schaden repariert werden musste. Das verschob unsere Abflugzeit von 12:20 Uhr um drei Stunden nach hinten. Wieder aussteigen war angesagt. 🙄 Das war ein bisschen nervig, aber eigentlich hat es uns nichts ausgemacht. Wir hatten ja keine dringlichen Termine in Singapur. 📅
Nach vielem Planen, bestandenem Abitur und monatelangem Arbeiten beginnt heute endlich Sollis und meine gemeinsame Reise um die Welt. Unsere Entdeckungstour führt uns zuerst nach Singapur, wo Kulturen aus ganz Asien aufeinandertreffen. 🇸🇬 Von dort aus geht es weiter zum eigentlichen Zielland der Reise: Neuseeland. 🇳🇿 Im Kiwiland wollen wir sechs Monate reisen und arbeiten, unser Englisch aufbessern und noch mehr reisen. Danach steigen wir erneut in den Flieger. Diesmal nach Rarotonga. 🇨🇰 Dort werden wir zum ersten Mal Südseeluft schnuppern und aus Kokosnüssen schlürfen dürfen. Und schließlich fliegen wir an die Golden Coast Amerikas und fahren mit dem Bus durch die US-Bundesstaaten Kalifornien, Virginia und Nevada. 🇺🇸 Aber eins nach dem anderen. Jetzt geht es erst einmal zum Dresdner Flughafen. Ich bin so unglaublich aufgeregt und gut gelaunt, das könnt ihr euch gar nicht vorstellen!