Europe · 6 Days · 51 Moments · September 2017

Unsere Motorradtour in die Lombardei, Italien


22 September 2017

Auch wenn wir unseren Urlaub eigentlich anders geplant hatten, haben wir das Beste daraus gemacht und uns schöne Tage gegönnt. Wir haben so viel gelacht und Sonne getankt. Aber ich habe mich mindestens genauso riesig gefreut, Matteo endlich wieder in die Arme schließen zu können.
Unsere Route im Überblick. Was für eine Tour - wow!

21 September 2017

Beim Abendessen saßen wir nochmal alle gemütlich beisammen.
Unsere kulinarische Fressreise geht weiter. Im Restaurant „See-Eck“ in Nassereith gab‘s ein Kaffeepäuschen bei hausgemachtem Topfenstrudel und Kaiserschmarren. Köstlich.
Trotz der tragischen Geschichte um das Dort Alt-Reschen ein eindrucksvolles Ausflugsziel.
Ganz zufällig kamen wir am Reschensee vorbei, wo ich eigentlich schon lange mal hin wollte. Der Ausblick ist ein absoluter Traum, auch wenn es ziemlich windig war. Der See liegt auf 1.498 m Höhe, hat eine Fläche von 6,6 Quadratkilometern und wurde 1950 künstlich durch eine Seestauung angelegt. Die um den unter Denkmalschutz stehenden Kirchturm herumstehenden 163 Häuser wurden damals gesprengt und die Anwohner vertrieben, um die Wind- und Wasserkraft nutzen zu können.
Wunderschöne Berge mit Schnee, mit ohne Schnee, Kühe und Kurven. Was will man mehr?
Im Restaurant „Maria Theresia“ in Schlanders in Südtirol haben wir einen spontanen Mittagessen Stopp eingelegt und sehr lecker Cordon Bleu und Zwiebelrostbraten gegessen. Außerdem sind wir kurz darauf noch beim Pizzaweltmeister 2014, der Pizzeria Remo in Tartsch, vorbeigefahren. Vormerken für irgendwann also.
Heute morgen erwartete uns erstmalig in den vergangenen Tagen ein reichhaltigeres Frühstück. Davor gab es im Hotel Castel Lodron maximal süß gefüllte Croissants mit Nutella, Honig und Marmelade, typisch italienische Collazione eben.

20 September 2017

Und wieder Essen. Es nimmt einfach kein Ende 😄
Nach einer Umrundung des Gardasees mit 158 km sind wir an den schönsten Flecken des Sees gewesen: Torbole, Malcesine, Sirmione, Limone und Riva. An seiner tiefsten Stelle ist er übrigens 346 m tief.
Zum Schluss gab es noch ein Baci-Eis. So was von lecker.
Bis jetzt hat uns Sirmione auf unserer Reise am besten gefallen.
In der Nähe von Jamaica Beach haben wir die kleine Landzunge am Zipfel von Sirmione zu Fuß erkundet. Bei herrlichen 25 Grad bestens zu ertragen.
Sirmione ist südlich am Gardasee gelegen und inmitten einer kleinen Halbinsel, die in den See ragt. Direkt zu Beginn wird man vom Castello Scaligero überwältigt, welches die Stadt mit ihren Burgmauern vom Rest abschirmt. Wahnsinnig schön und mit großem Wow-Effekt. Der Ort selbst hat etwas mehr als 8.000 Einwohner und besticht durch unzählige enge Gässchen und traumhafte Panoramen.
Und weiter geht’s entlang der Küste vorbei an Movieland und Gardaland.
Zu Mittag gegessen haben wir in Malcesine, was allerdings ziemlich überlaufen von Touristen war. In der Trattoria „La Pace“ haben wir sehr leckere Spaghetti Carbonara und Tagliatelle con Salmone alla Panna gegessen, begleitet von Geigenklängen aus „Der Pate“.
Noch etwas See, bevor es weiter Richtung Süden geht.
Entspannter Spaziergang am Gardasee in Torbole entlang.
Päuschen in der Gelateria Geier bei Grüntee mit Minze für mich und Früchtetee mit Granatapfel, Ananas und Mango für Christoph.
Torbole ❤️ Da kommen schöne Erinnerungen hoch.
Wir nähern uns unserem Ziel. Bei Lidl haben wir uns noch mit kleinen Wasserfläschen für die Fahrt und die Nacht eingedeckt.
Erster Stopp des Tages: Molina di Ledro mit traumhaftem Ausblick. Jetzt können wir wieder entspannen.

19 September 2017

Zum abendlichen Abschluss haben wir uns eine Lasagne gegönnt, die wirklich mega lecker war. Jetzt geht es noch zwei Stunden zurück zum Hotel, während wir den Sommerhits live aus der Arena di Verona lauschen und mitsingen.
Am Balkon von Julia waren wir natürlich auch. "Mein Herz leuchtet, wenn ich an dich denke oder du bei mir bist." Der Einzige, der mir hier noch ganz arg fehlt, ist Matteo.
Wir machen aus allem immer das Beste. Mit dem Mietwagen ging es also schnurstracks ins Zentrum von Verona, weil ich so gerne die Arena sehen wollte. Dort war auch gerade eine Großveranstaltung eines Radiosenders im Gange mit den Sommerhits 2017. Morgen ist sogar Zucchero hier, den ich wahnsinnig gerne gesehen hätte 😍
Endlich. Kann ja auch nicht immer nur rückwärts und bergauf gehen. Hertz war hier sehr schnell, freundlich und hat uns ein Fahrzeug der Kategorie D gegeben. Wir fahren nun einen Fiat 500 L.
Unser Abenteuer in der Lombardei habe ich mir zwar etwas anders vorgestellt, aber wir nehmen's, wie es kommt. Nun ist also Zug fahren angesagt nach Verona zum Flughafen. Mehr Kultur in Norditalien geht kaum.
Nun sitzen wir noch immer in Trento fest und viel weiter gekommen sind wir in Sachen ADAC nicht. Man prüft inzwischen, wie wir das mit dem Mietwagen hinbekommen und gleichzeitig die Reise noch etwas fortsetzen können.
Erstmal stärken in einer der ältesten Birrerias. Hier gibt es von bayerischem Essen über italienische Spezialitäten zahlreiche Speisen zur Auswahl mit selbst gebrauten Bieren, von denen Christoph gleich mal ein kleines probiert hat. Prost!
Die Innenstadt von Trento ist ganz hübsch, alt und voller Speck-Läden 😄
Willkommen bei Honda Trento. Die Kleine wird in ein bis zwei Wochen wohl zurück in Deutschland sein und direkt zu MCA gebracht. Der nette Werkstattmeister hat uns sogar bis in die Innenstadt mitgenommen. Jetzt heißt es unfreiwilliges Sightseeing, bis der ADAC heute Nachmittag hoffentlich sein Ok für einen Mietwagen gibt.
Wenn das weiter so geht in unseren Urlauben, kennen wir bald alle Abschleppdienste in Italien. Auf nach Trento.
Unser Hotel "Castel Lodron" ist ganz hübsch, auch wenn es gleichzeitig Absteige für den AC Milan im Trainingscamp ist. Darüber sehen wir jetzt mal großzügig hinweg. Stattdessen warten wir auf den ADAC Abschleppdienst, der sich aktuell eher an italienischer Pünktlichkeit orientiert.

18 September 2017

Nachdem wir unterwegs leider einen Unfall hatten, sind wir nun im Hotel und haben uns gestärkt. 5 km vor unserem Hotel ist in einer Kurve auf nasser Fahrbahn bei Ölschmiere das Vorderrad weggerutscht und wir haben uns lang gemacht. Der Koffer hat uns überholt und die Africa Twin hat einiges abbekommen, aber wir sind zum Glück heil geblieben. Christoph ist wie ein Marienkäfer auf dem Rücken weitergerutscht, während ich an eine Mauer gedotzt und daran entlang gerutscht bin. Bis auf ein paar blaue Flecken geht's also. Morgen geht es erstmal in die Werkstatt und dann sehen wir weiter.
Am besten nicht auf die Nicht-Frisur achten 🙈 Wir haben während der Fahrt übrigens auch ein echtes Murmeltier gesehen. Klein, dick und süß.
Nächster Zwischenstopp auf dem höchsten Punkt des Gavia Passes. Dort ging es auch noch an zu schneien bei 6 Grad. Brrrrr ⛄️
Magnete für Mama sind auch gekauft. Teilmission erfüllt.
In 2.758 Metern Höhe am Stelvio Pass angekommen, juhu. Sehr kalt, Schnee in der Luft und überall drumherum auch.
Kurzer Tankstopp, dann geht es weiter über den Ofenpass.
Schnee, Berge, Sonne und ein Regenbogen. Herrlich.
Am Flüelapass haben wir bei sonnigen 12 Grad im Schnee Halt gemacht. Überwältigend, was die Natur so alles zu bieten hat. Wunderschön waren vor allem die Seen, in denen sich die Berge spiegelten.
Zwischenstopp kurz vor dem Flüelapass. Also bis jetzt Deutschland, Österreich und Schweiz mitgenommen. Jetzt wird's kurvig.
Wie wir den Tag gestern beendet haben, so haben wir heute auch begonnen: mit Essen.

17 September 2017

Das Essen war sehr lecker und alle 20 Personen haben ihre Gerichte fast zeitgleich erhalten. Auf dem Rückweg werden wir wieder hier einkehren.
Im Hotel "Zur Sonne" in Weingarten werden wir heute übernachten. Bis jetzt schaut alles schön aus, das Personal des 3 Sterne Hauses ist sehr nett und bikerfreundlich. Der Motorradparkplatz ist sogar videoüberwacht. Gleich geht es erstmal zum Abendessen. Die Stärkung haben wir uns nach 450 km auch verdient.
Zigarettenpäuschen für die Raucher, Bewegungspause für mich. Noch 60 km, dann ist die erste Etappe geschafft und wir werden im Hotel ankommen.
In Balingen haben wir bei Hagel und Regen einen Stop zum Mittagessen im Café Restaurant Caterina eingelegt. Das hat richtig gut getan.
Päuschen in Sindelfingen bei Kaffee und einem Croissant 🥐 ☕️ Endlich kommt auch die Sonne raus.
Letzte Selfies, Gruppenfotos und los...
Pünktlich um 7.45 Uhr sind wir bei MCA am Startpunkt angekommen. Der Erste fährt dann nochmal tanken und um 8 Uhr soll es los gehen. Jetzt bin ich aufgeregt und 16 andere um mich herum ein bisschen mit.