1 Days · 9 Moments · January 2018

Ab zu Kiki und Nico.. Ein paar Probleme


23 January 2018

Am letzten Tag in Raglan, als wir uns von den anderen verabschiedet haben, erhielten wir plötzlich Nachrichten von Kiki und Nico. Die beiden waren im Krankenhaus um durchgecheckt zu werden, da sie einen Autounfall hatten. Sie sind leider bei starkem Regen von der Straße abgekommen und ca 8m tief und 15m weit eine Böschung runter gerast. Vorweg sei gesagt: Die beiden hatten sehr viele Schutzengel! Beiden ging es super. Bis auf einen blauen Fleck, einer Nackenzerrung und einer leichten Gehirnerschütterung bei Kiki, ging es den beiden absolut gut. Nico hatte rein gar nichts. Scottie, ihrem Toyota High Ace, dagegen ging es absolut miserabel. Der gute hatte ein Totalschaden. Mit anderen Worten.. Nico und Kiki hatten kein Auto und damit in dem Moment kein Zuhause mehr. Unser Beschluss stand sofort fest. Wir guckten uns alle drei an und wussten, dass wir alle sofort zu den beiden fahren wollten.
Deshalb wurde der einzige Plan, den wir jemals gemacht haben, über Bord geschmissen. 😂 Eigentlich wollten wir die Westküste entspannt innerhalb von zwei Wochen runter fahren und eine Woche in Wellington verbringen. Das machen wir wohl jetzt eher auf dem Rückweg. Stattdessen sind wir am 23.01. sechs Stunden lang plus Pausen nach Palmerston North gefahren. Dort hatten Nico und Kiki ihren Unfall und waren in einem Hostel untergebracht. Als wir abends ankamen, stellten wir fest, dass Zoeys Auto einen platten Reifen hatte. Wir mussten uns aufteilen. Mimmi und Kiki sind mit James zu der Unfallstelle gefahren um ein wenig Wäsche, Zahnputzzeug und einige Habseligkeiten aus dem Auto zu holen. Im Dunkeln mit unseren Stirnlampen sind sie also den Abhang zum Auto herunter geklettert. Wieder an der Unfallstelle zu sein war für Kiki nicht ganz einfach, aber zum Glück war unsere Mimmi ja dabei. ❤️ Zoey, Nico und ich warteten währenddessen in Palmerston North und wechselten Zoeys Reifen.
Danach haben wir unseren Campingplatz aufgesucht, der für die nächsten 8 Tage unser Zuhause sein sollte. Wir Mädels haben zu dritt in James geschlafen und die Jungs zusammen in Zoeys Auto. Morgens um viertel nach sechs war mir so warm, dass ich aufgestanden bin und ein wenig die Gegend erkundet habe. Bei einem Spielplatz hab ich mich dann hingesetzt und habe noch ein wenig weiter geschlafen, Musik gehört und den Spielplatz getestet. 😁 Um zehn waren die anderen dann auch wach und es wurde ersteinmal gefrühstückt. 😊
Am Nachmittag des 24. wurde das Auto geborgen. Ich bin mit Kiki, und Zoey ist mit Nico, zum Unfallort gefahren. Es war wirklich krass zu sehen, wo und in welchem Zustand das Auto war. Keiner, auch die Abschlepper, konnten sich nicht vorstellen, dass den beiden nichts fehlt und sie quasi nur ein paar blaue Flecken haben. Es hat über eine Stunde lang gedauert, bis Scottie geborgen wurde. Es war ein Hin und Her. Das Auto ist öfters wieder abgerutscht und der Abschleppwagen sah zwischenzeitlich so aus, als würde er gleich hinterherstürzen. Nachdem etliche Bäumchen auf Scotties Weg nach oben einfach überrollt wurden, war das Auto irgendwann oben und dann auf dem Abschleppwagen. Wie das Auto aussah, kann man auf den Bildern ja schon teilweise erkennen. Das Dach war im Fahrerhaus an Kikis Platz eingedellt. Eine hintere Seitentür war nicht mehr dran. Der Auspuff war nicht mehr an Ort und Stelle, die Vorderachse war gebrochen.. Und und und.
Die nächsten Tage stand das Auto bei einen Crash Service und wir räumten es aus. Für die ganzen Sachen und als Schlafplatz für Kiki und Nico bauten wir dann unsere eigene kleine Zeltstadt auf. Zwei kleine Ein-Mann-Zelte und unser großes Vier-Mann-Zelt bildeten unsere Doppelhaushälften mit lauter Zeug aus Kikis und Nico Hausstand. Und das Familienapartment 3a war für Kiki und Nico angelegt. James parkte links und Zoeys Auto rechts davon. In der Mitte hatten wir uns eine Picknickbank mit Tisch reserviert. 😁 Man merkt also, wir machten das Beste aus der Situation und ließen uns nicht unterkriegen. 😊 Am 26. machten sich Nico und Zoey auf den Weg nach Opotiki. Der Plan war es, Zoeys Auto umzubauen. Er hatte noch zwei hintere Sitze und die Jungs wollten es so bauen, dass man in Zoeys Auto diese Sitze wieder benutzen kann, sodass wir alle mobil sind. In den nächsten Wochen sollte auch noch Kassi, eine Freundin von Nico und Kiki, zu Besuch kommen.
Wir hatten also zu viele Leute auf zu wenig Sitze und das Problem sollte in Opotiki behoben werden. Dorthin hätte Zoey sowieso hingemusst, um noch ein Dokument für sein Auto abzuholen. Ihr merkt.. Ich schreibe im Konjunktiv. Wir waren wohl ein wenig vom Pech verfolgt. Auf einem Drittel der Strecke nach etwa zwei Stunden Fahrt machte Zoeys Auto plötzlich komische Geräusche. Der Motor klang wie ein Traktor und somit sehr ungesund. Die Jungs ließen sicherheitshalber einen Abschleppwagen kommen und es stellte sich heraus, dass dies eine sehr gute Entscheidung war. Der Motor hatte einen Totalschaden. Sie durften gerade so noch zum nächsten Campingplatz fahren, damit sie dort im Auto schlafen konnten. Das Resultat: Nun waren wir fünf Leute und hatten ein Auto (James) mit zwei Sitzen. Zwei von uns saßen in Turangi unter Taupo fest und drei saßen bei einer Zeltstadt in Palmerston North.
Am Tag darauf kam zu der Zeltstadt noch ein Familienapartment 3b dazu, dass uns von einer sehr netten Familie aus Palmerston North geliehen wurde. Alle Menschen auf dem Campingplatz waren super lieb und wollten uns gerne helfen. Das Zelt hätten wir sogar mit auf die Südinsel nehmen dürfen. Auch die Mücken mochten uns gerne.. Von denen wurden wir erbarmungslos zerstochen..
Mimmi machte sich morgens alleine auf den Weg zu den Jungs. Die drei haben versucht einen Schrotthändler zu finden, an den sie Zoeys Auto verkaufen können. Am 28. kam Nico dann schonmal mit dem Bus zurück nach Palmerston North, denn Mimmi konnte ja nur einen der beiden mitnehmen. In der Stadt wurde er von Freunden aus Kikis und Nicos Heimatstadt aufgesammelt. Die beiden (Maxi und Niklas) waren vor zwei Wochen in Neuseeland angekommen und wollten nach dem Unfall zu den beiden kommen. So kam Nico wenigstens auch von der Stadt noch zum Campingplatz. 😂 Am Tag darauf, ein Montag, hat der Besitzer des Campingplatzes in Turangi bei Zoey beschlossen ihm das Auto abzukaufen, sodass Mimmi und Zoey am 29. auch wieder bei uns waren.
Kiki und Nico suchten im Internet nach neuen Autos,ein kleinerer Campervan. Zoey wurde in Palmerston North bei einem Autohändler fündig. Am 30. kaufte er das neue Auto und wir hatten somit wieder genug Sitze für jeden. Und Scottie wurde an einen Schrotthändler verkauft. Danach haben wir die logistische Meisterleistung vollbracht drei Hausstände und vier Zelte in unseren zwei Autos mit fünf Leuten unterzubringen und sind am 1. Februar gemeinsam mit Maxi und Niklas nach Wellington aufgebrochen. Dort und in Napier wollten sich Kiki und Nico Autos anschauen.